„Cicero“ düngt Verschwörungstheorie über Bill Gates und den „Spiegel“

Gerhard Strate ist einer der bekanntesten deutschen Strafverteidiger. Als Suchmaschinen-Benutzer ist er weniger renommiert.

Das ist allerdings beim Schreiben eines Gastbeitrages für das Magazin „Cicero“ kein Nachteil. Denn auf der Grundlage seines Halb- und Viertelwissen schreibt sich die Geschichte, wie sich der „Spiegel“ von der Stiftung von Bill und Melinda Gates kaufen ließ, viel schwungvoller.

Das Nachrichtenmagazin, soviel ist Fakt, bekommt von der Stiftung gut 2,5 Millionen Dollar. Dafür hat es nach Ansicht von Strate seine redaktionelle Unabhängigkeit aufgegeben. Und, naja, pro forma eine winzige Zahl von Artikeln für ein Projekt namens „Globale Gesellschaft“ geschrieben, die zufällig jetzt alle gerade fertig geworden sind.

Strate lässt es raunen:

„Beim ‚Spiegel‘ lassen sich online neun Berichte ausmachen, die dem Projekt ‚Globale Gesellschaft‘ zugeordnet werden können und allesamt erst Ende April/Anfang Mai 2020 ins Netz gestellt wurden. (Gott sei Dank sind diese Berichte aus verschiedenen Ländern, überwiegend aus der Dritten Welt, fast gleichzeitig fertig geworden – so als hätte gegenüber dem Auftraggeber eine Deadline eingehalten werden müssen.)

(…) Die neun kleinen Reportagen aus den letzten drei Wochen dürften den stattlichen Etat von 2,5 Millionen Dollar bislang nur minimal beansprucht haben. Das Misstrauen, dass über diese große Zahlung auch sonst redaktionelle Inhalte zumindest mittelbar beeinflusst werden, schwelt deshalb fort bei der Betrachtung des aktuell im ‚Spiegel‘ und bei ‚Spiegel‘ online veröffentlichten Artikels.“

Der konkrete Artikel, den er meint, ist einer über Attila Hildmann, Ken Jebsen und Xavier Naidoo, die als „Paranoia-Promis“ laut „Spiegel“ gerade „verrückte Thesen zur Corona-Pandemie“ verbreiten. Aber wenn Strates Misstrauen gegenüber dem „Spiegel“ auf dem Missverhältnis von Gates-Millionen einerseits und wenigen Artikelchen andererseits beruht, dann kann ihm geholfen werden.

Es sind im Zuge des Projektes nicht erst neun Artikel veröffentlicht worden und sie sind auch nicht alle erst Ende April/Anfang Mai 2020 ins Netz gestellt worden. Unter dem Label „Globale Gesellschaft“ sind bereits mehr als 300 Artikel erschienen, und die ersten stammen aus dem April 2019.

Nun könnte man natürlich sagen: Das ist ja noch viel schlimmer, wenn Gates so viele Artikel „kauft“, aber das, was Strate so besonders verdächtig vorkam, beruht jedenfalls auf einem schlichten Recherchierversagen.

Der Sündenfall

Der „Spiegel“ hat die Kooperation mit der Bill and Melinda Gates Foundation zum Start im April 2019 öffentlich gemacht und dabei betont, dass die redaktionellen Inhalte „ohne Einfluss durch die Stiftung“ entstünden. Für Strate ist das schon deshalb unwahr, weil das Geld der Stiftung einem definierten Zweck diene: „Über soziale Unterschiede auf der ganzen Welt zu berichten und ein Verständnis dafür zu vermitteln, wie sie überwunden werden können.“

Gut, einen weniger kontroversen Zweck einer Berichterstattung könnte ich mir kaum vorstellen, und selbst Strate räumt ein, dass „damit ein anerkennenswertes humanitäres Anliegen verfolgt wird“. Aber seine prinzipiellen Einwände überwiegen:

„Hier lässt sich das Nachrichtenmagazin ein Themenprojekt vorschreiben. Der Sündenfall besteht darin, dass mit der Zuwendung eine redaktionelle Mission verfolgt wird.“

Ja: Die redaktionelle Mission, über soziale Unterschiede auf der ganzen Welt zu berichten und ein Verständnis dafür zu vermitteln, wie sie überwunden werden können. Okay.

Strate insinuiert, dass der „Spiegel“ sich wegen des Geldes von Bill Gates nicht kritisch mit der Rolle von Bill Gates in der Corona-Krise auseinandersetzt und stattdessen leichte Ziele sucht wie Hildmann & Co. Aber er macht auf diese Andeutung noch eine schillernde Schleife, indem er genau diesen Gedanken selbst eine Verschwörungstheorie nennt und dem „Spiegel“ vorwirft, sie durch seine Zusammenarbeit mit Gates und seine anrüchtige Berichterstattung zu befördern.

Es ist eine lustige logische Verknotung, eine Verschwörung zu behaupten und gleichzeitig zu beklagen, dass Leute nun an eine Verschwörung glauben könnten. Die Überschrift seines Gastbeitrages ist entsprechend scheinheilig. Sie lautet: „Der ideale Dünger für neue Verschwörungstheorien“, aber leider ist damit vermutlich nicht Strates schlecht recherchierter Artikel gemeint.

Pauschale Häme?

Konkreter Anlass für Strates Ärger und scheinbarer Beleg für den Einfluss Bill Gates‘ ist, wie gesagt, ein Artikel aus dem „Spiegel“ vergangener Woche über „Die unheimliche Macht der Verschwörungstheoretiker“. Strate schreibt:

„Es ist unglaublich traurig, dass nun ausgerechnet die dritte Generation von ‚Spiegel‘-Reportern, deren erste Generation dieses Nachrichtenmagazin in den 60er Jahren zu einem ‚Sturmgeschütz der Demokratie‘ gemacht hatte, sich diesen Protesten nur mit Häme zu widmen versteht.“

Im Vorspann heißt es:

„Der ‚Spiegel‘ stellt Proteste gegen die Corona-Maßnahmen pauschal in die Verschwörungstheoretiker-Ecke.“

Dabei tut er das gar nicht. Auch der von Strate so kritisierte Artikel nicht. Darin heißt es etwa:

„Bei den sogenannten Hygienedemonstrationen sind Paranoide, Impfgegner und Rechtsextremisten unterwegs, genauso wie Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen aus ganz anderen Ecken: überforderte Alleinerziehende, Restaurantbesitzer in Geldnöten und Leute, die sich selbst als Querdenker bezeichnen.“

In einem langen Artikel auf den Seiten unmittelbar davor heißt es:

Verschwörungsfreaks, Impfgegner und Merkelhasser protestieren mit schwäbischen Schaffern, die in der Krise ihren Job verloren haben. Mit alleinerziehenden Müttern. Mit Bürgern, die das Grundgesetz ernsthaft in Gefahr sehen.

Und Anfang Mai schrieb der „Spiegel“:

„Doch Kritik kommt inzwischen auch von Millionen Menschen die sich weniger halsbrecherisch ausdrücken, aber ebenfalls wütend sind – und meist gute Gründe für ihre Verzweiflung haben. Vor allem jene, die am stärksten von den Einschränkungen betroffen sind: Künstler, Gastronomen, Eltern, aber auch Ärzte und Psychologen, die vor einer Vernachlässigung jener Kranken warnen, die nicht unter Corona leiden.

(…)

Aber es sind nicht nur chronische Merkel-Hasser oder AfD-nahe Verschwörungstheoretiker, die ihren Unmut öffentlich kundtun. Viele treibt eine existenzielle Angst, die Sorge ums eigene Kind, kranke Mitmenschen, die wirtschaftliche Existenz“.

Ausführlich kommen darin viele Kritiker der deutschen Corona-Politik mit sehr nachvollziehbaren Sorgen und Einwänden zu Wort. Ausdrücklich heißt es im Text sogar: „Fast alle, die sich im Streit über die Corona-Maßnahmen gegenüberstehen, haben gute Gründe und Argumente auf ihrer Seite.“

Strate aber meint, dass der „Spiegel“ eine Agenda habe, die irgendwie auch Bill Gates‘ Agenda ist. Das Magazin habe sich auf die größten Unfugverbreiter konzentriert (was man durchaus problematisch finden kann), um „potenzielle Coronademoteilnehmer schon im Vorfeld von ihrem Vorhaben abzubringen: Wer möchte schließlich mit Leuten und Theorien in einen Topf geworfen werden, die von einem sich als führend wähnenden Medium als ‚im internationalen Sumpf des Irrsinns unterwegs‘ gebrandmarkt werden?“

Das erscheint mir eine legitime Frage, die sich Demonstrationsteilnehmer durchaus stellen sollten, aber gut. Strate zitiert dann noch irreführend aus dem „Spiegel“, indem er ihm die Meinung zuschreibt, Naidoo oder Hildmann sähen in der aktuellen Situation „die Chance, in den Mainstream zu gehen“. Das sei einigermaßen abwegig, meint Strate, weil ein Sänger wie Naidoo doch so viele Fans habe, dass er längst Mainstream sei.

Tatsächlich ist das „Mainstream“-Zitat im „Spiegel“ von der Expertin Julia Ebner. Und erkennbar geht es nicht darum, dass die Prominenten Mainstream werden (was schon ein Widerspruch in sich wäre), sondern die Verschwörungserzählungen. Der „Spiegel“ zitiert Ebner etwas später mit den Sätzen:

„Celebrities kommen an Zielgruppen heran, die die organisierte Rechte niemals erreichen würde. Sie verleihen Verschwörungstheorien eine vermeintliche Legitimierung.“

Naja, Details.

Vom Verdacht zur Verschwörung

Strate verbreitet eine Verschwörungstheorie vom deutschen Nachrichtenmagazin, das von einem Milliardär gekauft wurde. Die Erzählung hat, wie es oft ist bei solchen Erzählungen, einen faktischen Kern: Die Finanzierung von Journalismus durch Stiftungen ist problematisch. Weil sie Medien dem Verdacht aussetzt, nicht unabhängig zu berichten. Damit aus diesem bloßen Verdacht eine große, raunende Geschichte wird, muss sie dann noch mit Unterstellungen und falschen Informationen angereichert werden.

Strate zeigt im „Cicero“, wie man es macht.

Nachtrag, 22:00 Uhr. „Cicero“ hat die Fehler nicht korrigiert, sondern stattdessen eine Stellungnahme des „Spiegel“ hinzugefügt:

„Anders als Gerhard Strate schreibt, sind auf SPIEGEL.de nicht 9, sondern seit April 2019 mehr als 300 Beiträge in der Rubrik ‚Globale Gesellschaft‘ erschienen. Für die 9 Beiträge, die er gezählt hat, hat es auch keine ‚Deadline‘ gegeben. Zudem haben wir uns kein ‚Themenprojekt vorschreiben‘ lassen; alles, worüber der SPIEGEL berichtet, entscheiden wir natürlich selbst.

Das Projekt ‚Globale Gesellschaft‘ auf SPIEGEL.de wird – wie wir von Anfang an transparent gemacht haben – von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziell unterstützt. Wir bekommen dafür auf drei Jahre verteilt insgesamt 2,3 Millionen Euro. Wir verstärken damit online unsere Berichterstattung über Entwicklungsthemen. Und wir haben die Themenfelder selbst definiert und dafür die Projektgelder beantragt. (…)“

54 Kommentare

  1. Der Cicero könnte ja auch mal erwähnen, dass sich ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von fast 270 Mio. Euro kaum durch eine Einmalspende von 2,5 Mio. Euro wird „kaufen“ lassen. Was nichts daran ändert, dass solche Spenden – selbst für einen guten Zweck – medienethisch schwierig sind. Vielleicht könnte Gates das nächste Mal ja einfach Werbung schalten – z.B. für eine Impfkampagne… ;-)

  2. „Dabei tut er das gar nicht. Auch der von Strate so kritisierte Artikel nicht“
    Ganz sicher nicht, denn
    „überforderte Alleinerziehende, Restaurantbesitzer in Geldnöten und Leute, die sich selbst als Querdenker bezeichnen“
    sind in einem Nachrichtenmagazin in der großen Tradition eines Relotius unschwer zu erkennen als Ausprägungen von „sagen, was ist“.

  3. „ohne dass jemand sofort zusammenhangs- und sinnlos“
    Jemand?
    Da haben wir hier doch unseren Kommentar-Spezi für solche billigsten Provokationen.

  4. Auf Übermedien hat es in der letzten Zeit wiederkehrend Kritik am Spiegel gegeben. Derartiger Kritik gerade auf Übermedien ist es immanent, dass sie sich mit den verschiedensten Facetten der journalistischen Arbeit des Magazins beschäftigt und dabei wird es nie völlig zusammenhanglos und sinnlos sein, wenn der Name „Relotius“ gerufen wird, es wird eher ermüdend.
    Damit es sinnlos wird, muss man erst mal einen Text liefern, der den Spiegel verteidigt.
    Und obwohl die Verteidigung des Spiegels eher ein Nebenbefund der Kritik am Cicero ist, kann man sagen, das hatten wir hier schon lange nicht mehr.
    Herr Müller hat den Artikel entweder nicht verstanden oder er ist anderer Meinung, so richtig wird mir nicht klar, was er sagen will, auch wenn ich mir den Passus mit Relotius wegdenke.
    Schätze, dass ich die Nacht trotzdem gut schlafen kann.

  5. Der Spiegel schreibt inzwischen unter jeder Kritik als Hetzblatt, wie es in den 1960er und 70er Jahren die Spezialität der Springer-Presse war.
    Dazu gehört nicht nur das wilde Umsichwerfen mit entschwörungstheoretischen Begriffen wie „Verschwörungstheoretiker“, sondern auch das gleichzeitige Nichtberichten über Terroranschläge gegen angemeldete Demonstrationen bzw. angeheuerte Servicefirmen.
    Es ist beinahe ein wenig grotesk, ein solches Schmierblatt zu verteidigen und sich zu diesem Zweck mit der Goldwaage an Kritik in einem viel kleineren Magazin abzuarbeiten.

  6. Relotius hat im Grunde auch nicht viel am System Print geändert. Auch die Journalisten müssen gucken, wo sie bleiben, und Freelancer werden per se nicht über Nacht zu Überzeugungstätern. Cicero mag zwar mit der Zahlung von Gates Befangenheit gesehen haben, aber man müsste warten, ob und wie sich der Tenor ändern würde. So einfach ist es dann doch nicht, in diese Kerbe zu schlagen, allerdings beeinflusst es trotzdem Inhalte, mal völlig neutral betrachtet.

  7. Man kann dem Spiegel ja viel vorwerfen, allen voran die allgemeine Hochnäsigkeit oder Selbstgefälligkeit, oder die ungeheure Schamlosigkeit, Personen wie Blome und anderes Springerkraut anzuheuern. Und was machen die Verschwörungstrottel? Kommen mit „Bill Gates“ um die Ecke. :-/

  8. Cicero, das anspruchsvolle Magazin für AFDlinge mit Grips (daher auch die niedrige Auflage), hat mich nach dem Management-Buyout nicht mehr interessiert. Der Spiegel schon. Ihn halte ich nach wie vor für eines der stärksten Magazine in der Weltpresselandschaft.

    2,3 Millionen für den Spiegel, um »über soziale Unterschiede auf der ganzen Welt zu berichten und ein Verständnis dafür zu vermitteln, wie sie überwunden werden können« ist sehr, sehr gut angelegtes Geld.

  9. Wahrscheinlich ist es ein positiver Fakt, daß Müller während er hier trollt, gerade kein Zeit hat in Spielzeugabteilungen herumzulungern. man weiß
    es nicht genau, aber diverse Alternativmedien raunen doch darüber.
    Reichsflugscheibendeppen bringen halt Klicks.

  10. Ja, wenn das Relotius-Medium betont, dass die redaktionellen Inhalte ohne Einfluss von Gates stattfinden, dann muss man das wohl so hinnehmen.

    Apropos Einfluss: heisst, dass da etwas einfliesst. Hier waren es wohl ein paar Millionen.

    Wenn ein Milliardär ein Medium dafür belohnt, dass es Dinge schreibt, die er gut findet, hat das natürlich keinen Einfluss auf das Medium. Es wird in Zukunft dann eher Journalisten beschäftigen, die Schreiben, was der Milliardär nicht gut findet.

    Btw. Mir wurde mal ein Artikel von einer Dreiländerzeitung nicht abgenommen, weil Inserenten des Blattes sich daran möglicherweise gestossen hätten. Mit Korruption hat das natürlich nichts zu tun.

  11. Ach Herr Runge, das ist doch langweilig. Lesen Sie doch noch mal den Artikel, dann stellen Sie fest, dass die Stellungnahme des Spiegel nur ein Argument unter vielen ist, weswegen der Cicerobeitrag Kokolores ist. Und Ihrer auch. Wenn Ihnen missfällt, dass eine Stiftung teure journalistische Projekte fördert (und eben nicht das Ergebnis der Recherchen vorherbestimmt), für die sonst zu wenig Kohle da ist, dann zahlen Sie und alle anderen doch den doppelten Preis fürs Produkt und schon kann der Spiegel die aufwendigen Recherchen in Uganda/Kambodscha/etc auch ohne äußere Geldgeber finanzieren.

  12. Immer werden alle … in die VT-Ecke gestellt! Da steckt doch eine Verschwörung dahinter!
    Jo, sehr überzeugend.

    Ist schon seltsam. Wer heute stinkreich ist und versucht, sein Vermögen irgendwie für gute Zwecke einzusetzen (Soros, Gates), bekommt den Hass von unzähligen Spinnern ab. Wer dagegen einfach nur Arbeiter maximal ausbeutet, Steuerzahlen vermeidet und ansonsten gemütlich auf seinen Milliarden hockt (Bezos, Aldi-Brüder), hat seine Ruhe. Ob das zu Carnegies Zeiten auch schon so war?

    Ist jedenfalls schön, wenn der Spiegel so auch mal über Länder und Dinge berichtet, die sonst nie im Fokus stehen, weil a) (Redaktionen denken, dass) das niemanden interessiert und b) es zu teuer ist, dorthin zu fliegen und zu recherchieren. Danke, Gates-Stiftung! Nur hättet ihr tatsächlich mal ein bisschen inhaltlich-stilistischen Einfluss nehmen und den Spiegel von seinen zwei nervigsten Eigenschaften abbringen können: dem menschelnd-faktenarmen Reportagestil und dem Hang zur alles-wird-immer-schlimmer-Berichterstattung. Letzteres wäre gerade in solchen Formaten vermeidbar, die nicht von der aktuellen Nachrichtenlage diktiert werden.

    Wenn ich mir noch was wünschen darf: Irgendwann eine inhaltlich-stilistische Kritik der „Globale Gesellschaft“-Serie hier auf Übermedien zu lesen würde mich freuen!

  13. Vielen Dank für diesen Artikel und die Aufklärung. Leider trollt Ach.gut weiter, ach, es ist ein Kreuz …

  14. Was wäre ein Artikel über den „Spiegel“, ohne dass jemand sofort zusammenhangs- und sinnlos „Relotius“ riefe.

    Und was wäre ein Bericht über Vertreter von abweichenden Meinungen, ohne dass jemand reflexhaft „Verschwörungstheoretiker“ und „Rechtsextremisten“ riefe.

    „Über soziale Unterschiede auf der ganzen Welt zu berichten und ein Verständnis dafür zu vermitteln, wie sie überwunden werden können.“

    Gut, einen weniger kontroversen Zweck einer Berichterstattung könnte ich mir kaum vorstellen,

    So wie ich mir noch mehr Blauäugigkeit kaum vorstellen kann. Als wenn heutzutage irgendjemand einen anderen als total sozialen, antirassistischen, migrationsfreundlichen, frauenrechtlichen Friedefreudeeierkuchenmenschenwürdeistunantastbarzweck deklarieren würde.

  15. „Und was wäre ein Bericht über Vertreter von abweichenden Meinungen, ohne dass jemand reflexhaft „Verschwörungstheoretiker“ und „Rechtsextremisten“ riefe.“

    Kleiner Service-Kommentar: wenn keine Verschwörungskacke und kein rechter Scheiß in der abweichenden Meinung vorkommt, dann ruft auch keiner Verschwörungstheoretiker oder Rechtsextremist.
    Falls Ihre abweichenden Meinungen als Verschwörungstheorien oder rechtsextremistisch rüber kommen, dann müssen Sie halt mit den Vorwürfen zu leben lernen.

  16. @Einervonvielen: Würden Sie das denn auch so deklarieren? Und sogar meinen? Oder sind Sie so ehrlich und geben zu, dass Ihnen eine soziale, antirassistische etc. Haltung und die Überzeugung, dass die Menschenwürde unantastbar ist, irgendwie gegen den Strich gehen?

  17. Eine Großspende, die sicher nicht gemeinnützig ist, denn der Spiegel ist nicht gemeinnützig sondern eine politisches Meinungsmedium, sollte schon thematisiert werden.
    Überall auch bei Parteien wird ja (übrigens auch vom Spiegel) ein großer Zirkus daraus gemacht woher denn die Spende kommen.

    Der Cicero Artikel ist deshalb keineswegs „kokolores“.
    Wie würde die mediale Reaktion wohl ausfallen, wenn bspw. der Focus eine Millionenspende von Breitbart bekommen hätte. Dann wäre auf einmal die Pressefreiheit in Gefahr, und die selben die Gates Spende hier verharmlosen würden nach staatlichen Schutzmaßnahmen rufen.

  18. @Einervonvielen: Dass jemand, der – wie üblich mit an den Haaren herbeigezogenen Unterstellungen – eine Verschwörung behauptet, als Verschwörungstheoretiker bezeichnet wird, ist nicht reflexhaft, sondern folgerichtig. Von Rechtsextremisten ist dagegen im Artikel gar nicht die Rede.

    Oder meinen Sie die (Spiegel-)Berichterstattung über die „Corona-Demos“? Nun, da sind halt erwiesenermaßen auch Rechtsextreme dabei. Und noch mehr Verschwörungsheinis. Soll man das jetzt verschweigen, damit die Leute mit „abweichender Meinung“ sich besser fühlen? Es wird ja nirgendwo behauptet, alle Demonstrierenden seien rechtsextrem oder/und verschwörungsgläubig.

    Im übrigen scheint mir schon, dass die Mehrzahl dieser Demonstrierenden zwar nicht rechtsextrem ist, aber trotzdem nicht alle Steine auf der Schleuder hat. Wäre zwar schön, wenn Leute wie der Rentner Blum dort repräsentativ wären, aber das schein mir nicht so zu sein.

    Apropos „abweichende Meinungen“. Ein Spiegel-Kommentar hat in Bezug auf die Spinner, die bei den Corona-Demos den Ton angeben, ein sehr treffendes Hannah-Arendt-Zitat ausgegraben:

    Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen.

  19. @Dieter Weller: Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Der Spiegel ist ein Nachrichtenmagazin mit einer gewissen politischen Ausrichtung. Das können Sie als „Meinungsmedium“ bezeichnen, aber das ist dann ein Pleonasmus, denn in diesem Sinne ist jede Zeitung ein Meinungsmedium. Eine Partei ist der Spiegel trotzdem nicht.

    Und Breitbart verfolgt im Unterschied zur Gates-Stiftung keinen wohltätigen, sondern ausschließlich einen dezidierten politischen Zweck. (Ja, auch über Wohltätigkeit lassen sich politische Ziele transportieren, und sicherlich ist auch die Gates-Stiftung nicht frei von politischen Ausrichtungen. Ist trotzdem nicht mit Breitbart vergleichbar.)

    Der Cicero-Artikel ist übrigens schon deshalb Kokolores, weil er mit großem Tamtam etwas „aufdeckt“, was von Anfang an transparent veröffentlicht wurde.

  20. @Dieter Weller: Der „Cicero“-Artikel ist in zentralen Punkten schlicht falsch. Das ist völlig unabhängig von der Frage, ob die Finanzierung des „Spiegel“-Themenschwerpunktes durch die Gates-Stiftung problematisch ist. Sie war übrigens, wie oben geschrieben, nie geheim.

  21. Apropos politische Ausrichtung: Welche schlimmen Ziele verfolgt denn eigentlich die Gates-Stiftung, ob nun beim Spiegel oder anderswo? Darüber habe ich bei den ganzen „Kritikern“ entweder nichts oder nur den üblichen Impfzwang-Hautchip-Verschwörungswahn vernommen.

    Ich meine, die Soros-Verschwörungserzählungen sind ja schon irre, aber da gibt es wenigstens noch den rationalen Kern, dass die Poppersche Vision der Offenen Gesellschaft, die Soros mit seiner Stiftung fördern will, den ganzen rechten Antipluralisten halt nicht in den Kram passt. Aber bei Gates?

  22. @ Stefan Niggemeier #8
    Das würde als Nachricht durchgehen, wenn nicht auch gleich noch eine Begründung für tödliche Gewalt mitgeliefert werden würde:
    „Auf der Demo TUMMELN sich auch Rechtsextremisten, ‚Reichsbürger‘ und Antisemiten“
    Und nicht einfach so „waren im Stuttgarter Stadtteil Untertürkheim drei Lkw in Flammen aufgegangen“. Das war ein Brandanschlag. Nur bei den Tätern sollte man noch vorsichtig sein: neben den naheliegenden Verdächtigen „mit noblen Gründen“ kommt immer auch ein False Flag, etwa für eine Warmsanierung, in Frage.

  23. @25 Earendil

    „Apropos politische Ausrichtung: Welche schlimmen Ziele verfolgt denn eigentlich die Gates-Stiftung, ob nun beim Spiegel oder anderswo?“

    Es müssen ja nicht unbedingt „schlimme“ Ziele sein, aber trotzdem sollte man doch hinterfragen, ob ein Multimilliardär wie Gates, der (vgl. z.B. Wikipedia) schon so einiges auf dem Kerbholz hat und der bislang nicht gerade als Kapitalismuskritiker hervorgetreten ist, diese Stiftungsgelder wirklich aus reinem Altruismus in die Welt schießt.

    Mindestens kann er damit sein eigenes Image aufpolieren. Bei Ihnen scheint das ja schon recht gut zu funktionieren. Und könnte es nicht doch passieren, dass ein Spiegel-Redakteur, der kritisches zu Gates recherchiert, von seinem Vorgesetzten gebeten wird, zumindest ein paar Formulierungen freundlicher klingen zu lassen? 2,3 Millionen sind ja nun auch kein Pappenstiel.

    Ich halte diese Kapital- und damit Machtfülle bei einigen wenigen Menschen für hochproblematisch, da zutiefst undemokratisch. Diese Leute wollen natürlich das System, das sie reich und mächtig gemacht haben, erhalten. Und da ist es nicht ungeschickt, einen Teil seines Vermögens dazu zu nutzen, sich als Gönner zu inszenieren und damit das Bild des dem Gemeinwohl dienenden Superreichen zu inszenieren.

    Daher erscheint es mir einfach naiv, den Bill für einen uneigennützigen Gutmenschen zu halten, der nichts als das Wohl der Welt im Sinn hat. Ich glaube schon, dass Bill Gates knallharte politische Interessen verfolgt.

    Was natürlich nichts daran ändert, dass Stefan Niggemeier mit seinem Artikel grundsätzlich Recht hat.

  24. „@ Stefan Niggemeier #8
    Das würde als Nachricht durchgehen, wenn nicht auch gleich noch eine Begründung für tödliche Gewalt mitgeliefert werden würde:
    „Auf der Demo TUMMELN sich auch Rechtsextremisten, ‚Reichsbürger‘ und Antisemiten““

    Haben Sie tatsächlich drei Tage gebraucht, um eine Idee zu spinen, wie man aus der falschen Behauptung der Nichtberichterstattung ein „Aber das ist die falsche Berichterstattung“ drehen kann?

    Ich weiß nicht, ob ich die schiere Unverfrorenheit mehr würdigen soll oder die Tatsache, dass Sie trotz allem so lange dafür gebraucht haben.

    Sie kleiner Tümmler. ;-)

  25. „Daher erscheint es mir einfach naiv, den Bill für einen uneigennützigen Gutmenschen zu halten, der nichts als das Wohl der Welt im Sinn hat. “

    Pappkameradenargument, da – zumindest hier – keiner das tut. Setzen Sie sich doch bitte mit den tatsächlichen Aussagen auseinander, nicht mit denen, die Sie sich ausdenken. ;-)

    Man kann Gates‘ Engagement (ganz oder in Teilen) für fragwürdig halten, ohne deshalb in allem, was er mit seinem Geld tut, gleich etwas schlechtes zu sehen. Man kann fragen, was die Ergebnisse jeder einzelnen Tat sind bzw. waren, um das zu differenzieren. Man kann faktische Kritik etwa an der Spende für den SPIEGEL vorbringen, statt Vermutungen und Kinjunktive zu äußern.

    Man kann im SPIEGEL-Archiv schauen, ob es im Zeitraum seit der Spende Artikel zu Gates gab und wie diese ausgefallen sind.

    Man kann aber natürlich auch einfach raunen. ;-)

  26. @29 Stefan Pannor

    „Man kann Gates‘ Engagement (ganz oder in Teilen) für fragwürdig halten, ohne deshalb in allem, was er mit seinem Geld tut, gleich etwas schlechtes zu sehen.“

    Und das habe ich Ihrer Meinung nach wo geschrieben?

  27. Implizit in dem von mir zitierten Satz bzw. der von Ihnen konstruierten pappkameraden-Argumentation.

    Man kann es auch anders sagen: Sie wollen nicht, dass man Ihnen Behauptungen unterstellt. Das ist verständlich, das will jeder. ;-)

  28. @Ingo S.

    Auch wenn ich Ihnen in einigen (wnigen) Teilen zustimme, haben Sie leider auch ein paar unlogische Zirkelschlüsse eingebaut, mit einer Tendenz zum verschwörerischen Raunen.

    – Nicht als Kapitalismuskritiker aufgefallen: Richtig. Und? Wo ist da der Zusammenhang zu effektivem Altruismus?

    – Image aufpolieren: Und? Jeder der sich wohltätig engagiert und dabei namentlich in Erscheinung tritt, läuft „Gefahr“ sein Image aufzupolieren. Zu behaupten, das wäre der Hauptzweck, lässt eigentlich nur auf Ihre persönliche Motivation blicken. Ziemlich tief sogar. Und selbst wenn, wenn es ihm wert ist, dafür 99% seines Privatvermögens wohltätig zu investieren, ist das m.E. ein fairer Tausch und das Image wird nicht zu Unrecht aufpoliert.

    Dann spekulieren und unterstellen Sie noch ein bisschen weiter über die Motive umher, was wiederum nicht unbedingt ein schlechtes Licht auf Gates wirft, auf Sie aber schon.

    Genauso könnte man kontern: Warum sollte Gates das System, das ihn reich gemacht hat, am Leben erhalten wollen? Er ist doch schon reich… Und abgesehen davon, sehe ich nicht, wie die Stiftung den Kapitalismus in Gefahr bringt.

    Wozu soll das alles gut sein? Sie meinen, Stefan Niggemeier hat hier inhaltlich trotzdem recht, wie kommen Sie eigentlich zu dem Schluss? Ihr Beitrag liest sich eher wie eine Verstärkung des von Stefan Niggemeier kritisierten Artikel: Verzicht auf Fakten, dafür Unterstellungen und Meinungen.

  29. Also mit dem von Ihnen zitierten Satz

    „Daher erscheint es mir einfach naiv, den Bill für einen uneigennützigen Gutmenschen zu halten, der nichts als das Wohl der Welt im Sinn hat.“

    habe ich Ihrer Ansicht nach implizit gemeint, dass ich „in allem, was er mit seinem Geld tut“ etwas schlechtes sehe? Und mit meiner „Pappkameraden-Argumentation“?

    Kapier ich wirklich nicht.

    Und warum soll ich im Spiegel-Archiv kramen? Na gut, habe ich jetzt gemacht. Echte Kritik finde ich da in den letzten Jahren nicht. Der Spielgel selbst gibt als Beispiel einer unabhängigen Berichterstattung über Gates trotz Spende seiner Stiftung dieses Beispiel: https://www.spiegel.de/politik/ausland/ngos-in-der-kritik-viele-hilfsprojekte-bewirken-wenig-oder-gar-nichts-a-1278589.html

    Ein Interview mit einer Politikwissenschaftlerin, die NGO’s allgemein kritisiert und in der der Name Bill Gates zweimal auftaucht. Z.B. „Ich selbst habe nicht viel über die Gates-Stiftung geforscht“. Ok, das ist natürlich knallhart kritisch.

  30. Ok, nochmal ganz allgemein. Ich halte es für sehr problematisch, wenn einige wenige Menschen ungeheure Vermögen anhäufen können. Denn diese Vermögen verleihen Ihnen eine ungeheure Macht. Und wer einen nicht geringen Anteil der WHO finanziert, übt auch darüber eine große Macht aus. Eine Macht, die dem Guten oder dem Schlechten dienen kann, die aber in keiner Weise demokratisch legitimiert ist.

    Diese Konzentration von Macht in wenigen Händen, und dann noch in den Händen von Menschen, die ihr Vermögen sicher nicht durch besonders rücksichtsvolles Geschäftsgebaren erwirtschaftet haben (man denke nur an die vielen kartellrechtlich bedenklichen Methoden von Microsoft zu Bill Gates‘ Zeiten), sollte es meiner Überzeugung nach nicht geben dürfen.

    Kapital in dieser Größenordnung sollte durch demokratische Instanzen kontrolliert werden. Also Staaten zugute kommen, in Form von Steuern zum Beispiel.

    Die Soros-Stiftung wurde schon genannt. Auch sonst können sich Reiche und Unternehmen schon jetzt Stiftungen, Institute und Think Tanks finanzieren, die ihre Interessen vertreten und Einfluss auf die Politik nehmen. Vgl. auch „Die Anstalt“ vom 5.5., Thema Gesundheitssystem, Fallpauschale und die Bertelsmann-Stiftung.

    https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-5-mai-2020-100.html

    Ich halte das für beängstigend. Ganz allgemein und nicht nur auf Bill Gates und seine Foundation bezogen. Und ich kann mich nur wundern, dass man dafür gleich in einen Sack mit irgendwelchen Verschwörern gesteckt wird.

  31. Man könnte auch mal fragen, warum der Software-Salesman Bill Gates 8 Minuten beste Sendezeit in der bürgerfinanzierten Tagesschau bekommt, damit er durch kritische Fragen ungestört seine gesundheitspolitischen Vorstellungen für die ganze Welt ausbreiten darf: „WIR impfen dann mal 7 Milliarden Menschen“.
    Und gleichzeitig werden unter dem Beifall deutscher Politiker auf Youtube qualifizierten Ärzten die Videos gelöscht, weil sie die Reaktion auf ein Virus für seuchenmedizinischen Unsinn erklären.
    Dass diese seltsamen Sitten der Meinungsbildung ursozialdemokratischen Idealen entsprechen, unterstreicht ausgerechnet der bekannte Verstaatlichungstheoretiker Kevin Diagnose Kühnert dadurch, dass er seinen Parteigenossen zusätzlich öffentlich vorführt, nachdem der vom flüchtlingsfressenden Innenminister Seehofer gefeuert wurde. Weil er in einem Papier zum selben Schluss gekommen ist wie die Ärzte, deren Videos gelöscht werden, wohlgemerkt.
    Doch, doch, die Gemengelage ist insgesamt völlig unauffällig. Das medienkritisch betrachtet große Problem findet sich in einem Artikel des Cicero, der den armen SPIEGEL (und damit den armen Billy Boy) an der falschen Stelle kritisiert. Ansonsten wäre Kritik, auch harte Kritik an Gates und SPIEGEL natürlich überhaupt kein Problem und völlig in Ordnung.

  32. Das war in den Tagesthemen, aber mit sowas wie Fakten halten Sie sich ja nicht auf. (Es sollte zu denken geben, dass 8 Minuten von 15 Minuten womöglich etwas viel sind und dass in der Tagesschau nie ausführliche Interviews laufen.)

    Was Sie daran stört, dass man Lügen löscht, aber sinnvolle Pläne verkündet, wissen nur Sie, und dabei darf es auch bleiben. Was die Tagesschau mit dem SPIEGEL zu tun hat, so als Gemengelage (der SPIEGEL ist also unterwandert, darum darf gates in der Tagesschau, die in Wirklichkeit die Tagesthemen sind, ein Interview geben) ist es sicher ein Zeichen für eine fette Alubommel im Kopf.

  33. „Und mit meiner „Pappkameraden-Argumentation“?

    Kapier ich wirklich nicht.“

    Vllt. sollte ich das wirklich nochmal von vorn aufdröseln. Vllt. war es missverständlich.

    Ein Pappkamerad ist in der Argumentation die logische Abwehr gegen eine Behauptung, die nie gefallen ist. Ein Argument also, das in sich shclüssig ist, sich aber auf nichts bezieht, was in der Debatte eine Rolle gespielt hat. Der Argumentierende benutzt es, um sich als Stimme der Vernunft darzustellen, handelt aber damit strukturell unvernünftig.

    Ein solcher Pappkamerad ist

    „Daher erscheint es mir einfach naiv, den Bill für einen uneigennützigen Gutmenschen zu halten, der nichts als das Wohl der Welt im Sinn hat.“

    da niemand behauptet hat, er halte Gates für einen uneigennützigen Gutmenschen, der nur das Wohl der Welt im Sinn hat. Weder im direkten noch im Übertragenen Sinn wurde das hier behauptet.

    Sie schaffen damit aber ein Bild derjenigen, die Gates an dieser Stelle verteidigen, dass diese naiv, ja sogar extrem naiv seien, und stellen dem gegenüber einen „Multimilliardär wie Gates, der (vgl. z.B. Wikipedia) schon so einiges auf dem Kerbholz hat“, also einen ziemlich üblen Burschen.

    Damit setzen Sie den Ton für eine unsachliche Debatte, die mit den Fakten nichts mehr zu tun hat, aber zwei Extreme aufbaut: den üblen Burschen Gates einerseits, die naiven Idealisten, die Gates verteidigen, andererseits. Da ist dann kein Platz mehr für Differenzierung.

    Und obwohl Sie die These aufstellen, dass Gates‘ Geld den SPIEGEL daran hindert, Kritik an Gates zu üben, ist es Ihnen wichtig, diese These nichtmal stichpunktartig zu überprüfen: „Und warum soll ich im Spiegel-Archiv kramen?“ Oder kurz, Sie stellen Verdächtigungen in den Raum, meiden es aber, selbst Fakten für oder gegen Ihre These zu bringen. Nur auf expliziten Druck tun Sie das, was sich eigentlich im Vorhinein gehört: Mal selber nachschauen, ob das, was man redet, denn auch faktisch begründet ist.

    Dazu passt dann auch, dass Sie als Quelle ein Satirevideo anbringen. Nichts gegen Satire, im Gegenteil. Aber Satire ist keine Informationsquelle, es ist eine Ergänzung zur Information.

    PS: Der Name Soros fiel ganz offen als Bezeichnung für den Wahn einiger Verschwörungstheoretiker, nicht als Beispiel für einen evil Echsenlord, als den ihn diverse Antisemiten fraglos sehen. Sich darauf ernsthaft zu beziehen, als sei klar, dass Soros kritisch zu sehen sei, ist schon etwas Argumentverfälschung.

  34. @ Stefan Pannor #36
    Ich schaue praktisch nie fern, sondern nur nach, wer ein Interview online stellt. Und ja, Sie haben Recht, tagesschau.de macht das auch für die Tagesthemen und somit auch für die Pressemitteilung von Gates.
    Und nein, gelöscht werden nicht nur Lügen, und nicht nur Lügen werden von tagesschau.de als Falschnachrichten verleumdet, sondern auch abweichende Meinungen über Tatsachen.
    Wie gehe ich mit Fake News und Verschwörungstheorien um?
    Ich zahle dafür Beitrag.
    SPIEGEL, Tagesschau, Youtube, ZEIT & Co bilden bei COVID-19(84) eine mediale Einheitsfront. Nur das Archiv tanzt (noch) gelegentlich aus der Reihe. Daran wird aber sicher gearbeitet, denn
    „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“ (George Orwell)

  35. „Wie gehe ich mit Fake News und Verschwörungstheorien um?
    Ich zahle dafür Beitrag.“

    Sie konsumieren sie ja auch. Ich weiss, ist wie mit dem Pornokonsumenten, der das nur macht, um sich über die Verderbtheit des Genres zu informieren.

    Aber kommen wir mal darauf zurück: Berichterstattung ist also Nichtberichterstattung, sagen Sie. Und ausgerechnet Sie beschweren sich angesichts dieses Beispiels für Neusprech über den Orwellianismus anderer? Sie kleiner Projekteur, Sie. Wieder die eigenen Fehler auf andere projiziert? ;-)

  36. @37 Stefan Pannor

    Erstmal danke für Ihre ausführliche Antwort, auch wenn ich mich immer noch teilweise missverstanden fühle. Ich glaube immer noch nicht, dass ich Gates als Bösewicht hingestellt, sondern seine vermeintlich guten Absichten in Teilen infrage gestellt habe. Das ist schon ein Unterschied. Außerdem war mein erster Kommentar ausdrücklich eine Antwort auf Earendils Kommentar davor. Daraus zitiere ich nochmal: „Welche schlimmen Ziele verfolgt denn eigentlich die Gates-Stiftung, ob nun beim Spiegel oder anderswo? Darüber habe ich bei den ganzen „Kritikern“ entweder nichts oder nur den üblichen Impfzwang-Hautchip-Verschwörungswahn vernommen.“

    Das ist mir zu einfach. Vielleicht liegt das Missverständnis auch darin, dass zurzeit eine Menge Spinner das Thema Gates missbrauchen, ob das nun dieser Microchip-Unsinn ist oder ein KenFM-Video, von dem ich gelesen, das ich mir aber nicht angesehen habe. Mit denen möchte ich nicht in einen Topf geworfen werden. Ich halte mich von unseriösen Medien so gut ich kann fern, ich habe keinen Social-Media-Account, auch weil mich dieses ewige Rumgehetze gegen alles und jeden anwidert. Trotzdem halte ich Kritik an einigen Auswüchsen des Turbokapitalismus (und dazu gehören Menschen mit derart absurdem Vermögen) für möglich und auch notwendig, denn mich beschäftigt das nun mal.

    Dass ich dazu den Kommentarstrang missbraucht und z.B. Earendil möglicherweise zu unrecht Naivität vorgeworfen habe? Ja, vielleicht haben Sie da Recht, und das mit dem Pappkameraden habe ich verstanden.

    Aber das Anstalt-Video empfehle ich trotzdem. Das mag offiziell eine Satire-Sendung sein, aber die verlinkte Ausgabe ist im Grunde kein bisschen komisch, sondern sehr informativ und durchaus erschreckend. Und durch einen ausführlichen Faktencheck untermauert. Ich wusste das, was dort erzählt wurde, jedenfalls vorher (in diesem Umfang) nicht. Und das ist mir bei der Anstalt schon oft passiert.

  37. @ Stefan Pannor #39
    „Berichterstattung ist also Nichtberichterstattung, sagen Sie“
    Stellen wir uns heute mal wieder ganz besonders dumm?
    Den großen Brandanschlag in Stuttgart hat der SPIEGEL mit einem einzigen Satz (Link in #8) erwähnt und dabei auch noch verharmlost.
    Wie das Relotius-Magazin vergleichbare Dinge berichtet, wenn sie ins Narrativ zu passen scheinen, können Sie beispielsweise hier nachlesen. Die Nachricht bekommt einen eigenen Artikel und wird mit den „richtigen“ Hintergrundinformationen kräftig und eindeutig eingerahmt.
    Wenn sie die Aufklärung der Tat noch nicht oder nicht mehr kennen, können Sie ja googeln und überprüfen, ob die tatsächlich verurteilten Täter und ihr Motiv bei den Spekulationen auf irgendeine vage Weise auch nur als Nebenmöglichkeit erwähnt worden sind.
    Nein, der Frame war stark, eindeutig und ließ keinen Raum für die schnöde Realität. Nach dem Vergleich der beiden SPIEGEL-Berichte über die Anschläge wissen auch Sie, wie weit verkürzte und tendenziöse Berichterstattung im Extremfall getrieben werden kann.
    Das Magazin liegt damit nicht so weit vom genauen Gegenpol zu PI-News. Es ist aber überhaupt nicht ausgeschlossen, dass wenigstens die Finanziers beider Publikationen eine leere Schnittmenge haben.

  38. Leute,

    warum eigentlich ignoriert ihr diesen Müller nicht einfach? Was für eine Verschwendung von Lebenszeit…

    Lasst ihn doch allein mit seinen Verdrehungen. Was könnte man hier anregend und konstruktiv diskutieren, wenn der Kerl nicht versuchen würde, beinahe jeden Thread zu kapern… bestätigt ihn doch nicht noch darin.

  39. @ Ingo S.: Also, Kapitalismuskritik kann – und soll – man gern machen. Und natürlich haben Sie recht damit, dass die Konzentration von Unmengen Kapital in den Händen weniger eine höchst problematische Machtfülle bedeutet. Ich würde zwar sowohl Gates als auch Soros zubilligen, dass sie tatsächlich versuchen, mit ihrem Geld etwas Gutes zu bewirken, aber es ließe sich sicher diskutieren, inwieweit dabei, sagen wir mal, allgemeine Wohltätigkeit mit Klasseninteressen verwoben sind. (Müsste man dann aber tatsächlich substantiieren und nicht bloß behaupten.) Und selbst wenn diese Stiftungen vollkommen altruistisch wären, bliebe die Grundproblematik, dass es überhaupt eine derartige Kapital- und damit Machtkonzentration geben kann – und es bliebe auch unvergessen, wie diese Leute sich erst das Geld verschafft haben, das sie nun für gute Zwecke einsetzen möchten.

    Aber mir ging es ja gar nicht wirklich um Gates und Soros, sondern um den ganzen absurden Hass, der ihnen entgegenschlägt. Den Hatern geht es ja nicht um Kapitalismuskritik. (Dafür ist bspw. der Cicero auch nicht gerade bekannt.) Salopp gesagt: Die hassen Gates und Soros nicht, weil sie reich sind und sich diesen Reichtum mit mehr oder weniger fiesen Methoden angeeignet haben, sondern absurderweise deswegen, weil sie ihren Reichtum nicht ausschließlich für egoistische Zwecke einsetzen. Sonst würden sie sich ja nicht zielgerichtet an diesen beiden abarbeiten und diejenigen in Ruhe lassen, die nur auf ihren Milliarden hocken (Beispiele s. o.) oder gar ihren Reichtum und ihre Macht für wirklich fiese Zwecke einsetzen (Murdoch, Koch-Brüder). Und während mir im Hass auf Soros wie gesagt noch ein Stück Rationalität zu stecken scheint (was es natürlich nicht besser macht, zudem wird es ergänzt durch grundsätzlich wahnhaften Antisemitismus), sieht mir das bei Gates eher wie Verschwörungswahn in Reinform aus, denn eine spezifische politische Agenda, die die Hater stören könnte, kann ich da gar nicht erkennen.

    Und weiterhin meine ich, dass es nicht hinreicht, aus der Finanzierung eines journalistischen Projekts umstandslos eine Einflussnahme auf die sonstige Berichterstattung des Spiegels anzunehmen – das muss man dann schon konkret belegen. Dass etwa Microsoft bislang eine besonders gute Presse gehabt hätte, ist mir erstmal nicht erinnerlich, auch nicht beim Spiegel.

    „Ich glaube schon, dass Bill Gates knallharte politische Interessen verfolgt.“
    Mag sein. Aber welche sind das denn, und in welcher Weise verfolgt er sie? Der Glaube an das Schlechte im Gates allein ist mir da als Kritik ein bisschen ungenügend.

    Und abschließend:
    „Kapital in dieser Größenordnung sollte durch demokratische Instanzen kontrolliert werden. Also Staaten zugute kommen, in Form von Steuern zum Beispiel.“
    Also den Staaten, die die Bedingungen schaffen und aufrechterhalten, die Milliardäre Milliarden scheffeln lassen? Kapitalismus- ohne Staatskritik? Hm.

  40. @ FPS #42
    „warum eigentlich ignoriert ihr diesen Müller nicht einfach?“
    Immer wieder eine prima Idee. Aber nicht ganz neu, und an der Umsetzung hapert es bisher.
    Es ist nicht leicht, jemanden gebührenfrei und ohne Quittung Qualitäts-„Verschwörungstheorien“ verbreiten zu lassen 😄

  41. @43 Earendil

    Auch Ihnen danke für die ausführliche Antwort. Wir scheinen da nicht allzu weit auseinander zu liegen. Wie oben schon geschrieben: Ja, es gibt die von Ihnen erwähnten „Hater“, die sich mit krudesten Argumenten auf Gates eingeschossen haben und denen keine Verschwörungsstory zu blöd ist.

    Mein Punkt ist eher, dass man sehr wohl an der Tatsache, dass Milliardäre nach gutdünken riesige Geldmengen für alle möglichen Ziele (ob gut, schlecht, altruistisch oder egoistisch) Kritik üben sollte ohne dass man dadurch gleich der Hasscommunity zugeordnet wird.

    Ich wollte (um die Kurve zurück zum Artikel hier zu bekommen) auch betonen, dass auch dieser Satz von SN wichtig ist: „Die Finanzierung von Journalismus durch Stiftungen ist problematisch.“ Ich finde das nach wie vor sogar hochproblematisch. Dazu sollte man dann aber nicht Falschaussagen wie in dem inkriminierten Cicero-Artikel benutzen.

    Es ist aber auch schwierig, eine Beeinflussung der redaktionellen Arbeit nachzuweisen. Wie soll man belegen, dass bestimmte Themen bewusst oder auch unbewusst vermieden werden? Und ist es schon verschwörungstheoretisches Geraune, wenn man die Frage trotzdem stellt?

    Mir wäre einfach wohler dabei, wenn Journalisten solche Zuwendungen von vornherein ablehnen würden. Bzw. wenn sie das könnten.

  42. Firmen wie VW reichen seit Jahrzehnten Unsummen an Werbegeldern rüber. Hat das die Diesel-Berichterstattung im Sinne der Firma gedreht? Nein.

    Es ist einfach ein ungeheurer Kurzschluss, von Geld sofort und direkt auf Beeinflussung zu schliessen.

    Ansonsten, was Earendil sagt.

  43. Kann man Gates und die von ihm verkörperten Strukturen eigentlich auch halbwegs vernünftig kritisieren? Ja, kann man. (Aber halt nicht beim Cicero, von den sich Alternativmedien schimpfenden Abgründen ganz zu schweigen.) Und auch daran lässt noch einiges bemäkeln, etwa dass auch dort eine marktkonforme Agenda der Gates-Stiftung nur behauptet und nicht belegt wird.

    „Es ist aber auch schwierig, eine Beeinflussung der redaktionellen Arbeit nachzuweisen. Wie soll man belegen, dass bestimmte Themen bewusst oder auch unbewusst vermieden werden?“
    Indem man z.B. die Häufigkeit und Ausrichtung der Berichterstattung über bestimmte Themen in verschiedenen Medien vergleichend untersucht? (Das ist jetzt natürlich nichts, was man mal eben nebenbei machen kann, klar.)

    „Und ist es schon verschwörungstheoretisches Geraune, wenn man die Frage trotzdem stellt?“
    Naja, ich würde sagen: Wenn man die Frage suggestiv statt ergebnisoffen stellt und auch keinen Weg sucht, wie man sich in vernünftiger Weise einer Beantwortung nähern könnte, dann hat das leider schon etwas von verschwörungstheoretischem Geraune. Ist ja nicht so, dass wir hier im Vakuum diskutieren würden und es die ganzen Verschwörungserzählungen um Gates und die „wir stellen ja nur kritische Fragen“-Methode nicht gäbe.

    Im übrigen würde ich Stefan Pannor beipflichten und ganz allgemein behaupten, dass auch jenseits verschwörungsirrer Kreise der Einfluss von Geldgebern auf Medien und öffentliche Meinung weithin überschätzt wird. Für wesentlich problematischer halte ich da etwa den direkten politischen Einfluss des Großkapitals via Lobbyarbeit (wobei man auch da nicht VT-Vorstellungen à la „Marionetten“ aufsitzen sollte) oder auch simple Erpressung („dann verlegen wir halt Produktion oder Firmensitz nach XY“). Und noch mehr die unmittelbare Macht des Kapitaleigners darüber, wofür dieses Kapital eingesetzt wird. Das sollte man aber nicht erst und vordringlich dann kritisieren, wenn es mal für vermeintlich oder tatsächlich gute Zwecke eingesetzt wird.

  44. „Das sollte man aber nicht erst und vordringlich dann kritisieren, wenn es mal für vermeintlich oder tatsächlich gute Zwecke eingesetzt wird.“

    Ok, da haben Sie natürlich recht.

  45. Zwei Dinge: sind es 2,5 Mio, wie Cicero und SN sagen, oder 2,3, wie der Spiegel behauptet?

    Und wer behauptet, Gates sei irgendein Milliardär, der hat (wie bei Soros) den antisemitischen Hintergrund der Attacken nicht begriffen, oder will diesen verschleiern.

  46. @Kritischer Kritiker (und auch alle anderen)
    Auch wenn es jetzt schon zwei Wochen her ist und man es eigentlich in den im dritten Absatz verlinkten FAQ auch nachlesen kann:
    Es handelt sich nicht um eine Spende, sondern um Fördermittel aus einem zweckgebundenen Topf einer privaten Stiftung, man könnte sagen: so etwas wie Drittmittel. Die wurden – davon darf man bei den Beteiligten wohl ohne Weiteres ausgehen – in fairer Konkurrenz eingeworben, so mit Ausschreibung, Antrag, Begutachtung usw.
    Das macht für mich schon noch einen Unterschied bei der Kritik.

  47. Ich finde es schon komisch, wie unkritisch die restliche Medienwelt dieser Großspende an den Spiegel gegenübersteht.
    In der Taz werden im Sportteil die Trikotsponsoren verpixelt, weil sie es mit ihrer Unabhängigkeit so ernst meinen, und hier ist es auf einmal überhaupt kein Problem 2,3 Mio Euro von der Gates Foundation zu erhalten? Das verstehe ich nicht.
    Wenn man sich die Artikel anguckt, die im Spiegel unter dem Tag Bill Gates erschienen sind, muss man ziemlich lange scrollen, bis man einen findet, der sich kritisch mit dem Einfluss der privaten Stiftung auseinandersetzt. Stattdessen gibt es Artikel in denen zB der Spiegel Journalist Marc Pitzke ins Büro von Bill Gates nach Seattle reist, um darüber zu schreiben, was er für tolle Bücher über Hunger im Regal stehen hat oder Interviews mit Gates führt, in denen die einzige kritische Frage ist, ob die Gates Foundation „nicht noch mehr tuen könnte?“.
    Natürlich ist der Vorwurf, dass der Spiegel gekauft ist absurd, aber es besteht nunmal auch eine finanzielle Abhängigkeit (wenn die Gates Foundation nicht mehr zahlt, muss das neu geschaffene Ressort „Globale Gesellschaft“ eventuell eingestampft werden). Von daher überlegt man sich glaube ich schon zweimal, ob man jetzt wirklich den Artikel über irgendwelche afrikanischen Bauernverbände, die sich dagegen wehren, dass jemand auf ihre Märkte drängt, veröffentlicht, oder ob er nicht doch lieber erstmal in der Schublade bleibt.

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