Wenn die „Welt“ brennt

Wäre Olaf Gersemann Maler und nicht bloß Ressortleiter Wirtschaft bei der „Welt“, hätte er gestern ein komplett schwarzes Bild vorgestellt, sein neuestes Werk. Er hätte es „Corona“ genannt und bei einer Vernissage in Berlin-Charlottenburg erklärt, dies sei sein aktueller Blick auf die Welt. Die anwesenden Gäste hätten leicht betreten überm Sektglas genickt, einer hätte bedenklich gehustet, und dann wäre das noch eine beschwingte Party gewesen.

Als langer Text aber, publiziert in einer großen deutschen Online-Zeitung, wirkt Gersemanns Schwarzmalerei natürlich noch mal anders, zumal sie ein ein größeres Publikum erreicht, dem Gersemann, der Wirtschafts-Analytiker, mal aufgeschrieben hat, was ihm gerade so durch die Birne geht.

Die Welt-Startseite vom 21.3.2020 Screenshot: welt.de

„Corona-Dystopie“ steht über dem Text, da weiß man gleich: Jetzt wird’s nett, hinein ins Vergnügen! Zusehen, wie Gersemann einen „fiktiven Ausblick auf die nächsten Wochen“ wirft, und falls Sie jetzt grundsätzlich fragen, weshalb man überhaupt als Journalist Fiktionen erfinden muss, während die Realität gerade ohnehin unwirklich erscheint – keine Ahnung.

Die „Sehnsüchte der Zwangsvereinzelten und der Zwangsgebremsten“, gestärkt aus der Krise hervorzugehen, „werden sich vielleicht alle erfüllen“, schreibt Gersemann. Vielleicht. „Optimisten würden sagen: wahrscheinlich sogar.“ Aber Optimismus ist Gersemanns Sache nicht. (Okay, der „Optimist“, den er hier verlinkt, ist der sogenannte „Welt“-„Chefkommentator“ Jaques Schuster. Misstrauen ist auch unter Kollegen zuweilen angebracht.)

Es folgen dann endlose Zeilen über die angenommene „Restwahrscheinlichkeit“, die „vermutlich […] nicht ganz klein“ sei, dass die Krise einen „unschönen Verlauf“ nehme. Sie merken, wie butterweich der Grund ist, auf dem Gersemann hier wandelt. Aber er tut es. Und „unschön“ ist, angesichts der Szenarien, die er erdichtet, ein böser Euphemismus.

Netflix weg, dann geht das Land unter

Es beginnt damit, dass Streamingdienste wie Netflix in fünf Tagen aus dem Netz fliegen würden, um so für Entlastung und Kapazitäten zu sorgen, weil ja alle zu Hause wären und dort streamen und videokonferieren. Und wenn Netflix weg ist, das weiß jedes Kind, ist der Boden für einen Bürgerkrieg geebnet.

In einer Woche, prophezeit Gersemann, werde die Zahl der Infizierten „noch etwas rascher“ steigen, „als es die italienischen Vorgaben erwarten“ ließen. Warum, ist Gersemann nicht eingefallen, denn: „Keiner kann genau sagen, warum“. Das ist das Feine an Fiktion. Wenn der Autor etwas nicht erklären oder belegen kann, bleiben die fiktiven Figuren einfach dumm.

Was aber nicht daran hindert, real existierende Personen einzubauen in die Fiktion, zum Beispiel: „Jens Spahn, der Gesundheitsminister der CDU“, dem Gersemann doch noch eine Begründung in den Mund legt. Dass die Zahlen weiter stiegen, liege daran, dass mehr getestet würde. Was Gersemann zum Anlass nimmt, Spahn einen mitzugeben. Denn wie viel getestet werde, wisse man selbst aus Ländern wie Rumänien, doch aus Deutschland nicht.

Aber egal, schnell weiter im Horrorszenario. Höchste Zeit für Tumult, Panik und Vladimir Putin in Gersemanns Fiktion:

„In den Medien reißen unterdessen die Berichte nicht ab über Bürger, die getestet werden wollen, aber nicht vorgelassen werden. Und über Internetdienste wie WhatsApp werden immer mehr Gerüchte gestreut, die wahre Zahl der Infizierten in Deutschland bewege sich längst im sechs-, ja im siebenstelligen Bereich. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, nicht zuletzt Putins Propagandamaschine stecke dahinter.“

Leider ist Gersemann niemand eingefallen, der besonnen gegen Hysterie und Verschwörungstheorien ansteuern könnte. Es gebe „schlicht niemanden, der dem glaubwürdig entgegentreten könnte. Weil es an Testkapazitäten fehlt. Und an statistischen Auswertungen.“ Kurz: Spahn ist schuld. Nix zu machen.

Handschellen, Quexit, Shoppingtour

Ende März gibt es dann in Gersemanns Fiktion strikte Ausgangssperren im ganzen Land, die Infiziertenzahlen „steigen immer noch stark“, TV-Kameras filmen, wie Menschen „in Handschellen“ aus dem Englischen Garten in München abgeführt werden. „Millionen sind genervt.“ Leute treffen sich wieder, wollen einen „Quexit“, haha, außerdem fahren sie in die Niederlande zum Shoppen, weil dort alles so „lax“ sei, und dann gibt’s auch noch Geschenke:

„Mancher Deutsche vom Niederrhein oder aus dem Emsland bringt von der Shoppingtour in Enschede, Venlo und Maastricht volle Einkaufstüten mit nach Hause. Und das Coronavirus noch dazu.“

Anfang April, phantasiert Gersemann, geht es weiter bergab: hohe Arbeitslosigkeit, „vor allem da, wo die Wirtschaft schon vor Corona zu kämpfen hatte, in den industriellen Zentren im Süden der Republik. Aber jetzt eben auch im Rest des Landes“. „Am Ende“ könnten es „vier, fünf, sechs Millionen“ sein, wer weiß das schon so genau, überdies erreiche das Virus nun, am „3. April“, auch Regionen, die es (vermeintlich) „lange verschont hatte“, namentlich „Ansbach und Altötting zum Beispiel oder Olpe, Osnabrück und Nordfriesland“. (Wo das Virus schon heute, ganz real, längst nachgewiesen ist.)

Die Menschen werden ungeduldig. Volkswagen will in China für den europäischen Markt produzieren. Die Kurve der Infizierungen flacht ab. Die Menschen werden ungeduldig. Sie helfen einander. Die, die geheilt sind, gehen wieder raus. Die anderen werden ungeduldig. Der Staat lockert die Maßnahmen. Virologen „dringen nicht mehr durch“, also heiße es nun, Jüngere sollten sich infizieren, denn:

„Das Virus könne sich nicht mehr so leicht verbreiten, die Schwachen seien schon dadurch geschützt, die Vereinzelung werde dann unnötig. Ähnlich hatten im März schon Regierungschef Rutte in Holland, Boris Johnson in Großbritannien und WELT-Kolumnist Thomas Straubhaar in Deutschland argumentiert, sie alle hatten dafür breite und wütende Kritik geerntet.“

Zwei ausländische Regierungschefs und ein deutscher „Welt“-Kolumnist, die argumentieren und dann Kritik bekommen. Sachen gibt’s. Aber Gersemann scheint mit deren Argumenten zu sympathisieren, da ist der Wirtschafts-Journalist bei seinen Leisten: „Man müsse es hinnehmen, wenn bald massenweise Jüngere, Gesunde angesteckt würden, heißt es nun, andernfalls sei der wirtschaftliche Preis zu hoch.“ Eine „Herdenimmunität“ also, die nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation für das Corona-Virus noch nicht erwiesen ist. Aber Gersemann dichtet:

„Es war eine Strategie, die auch darauf abzielte, den wirtschaftlichen Schaden nicht größer werden zu lassen als nötig. Nun, kaum vier Wochen später, ist der Schaden eingetreten, längst ist klar, dass die Rezession, in der die Wirtschaft steckt, die schlimmste in der Geschichte der Bundesrepublik sein wird.“

Anfang Mai ist in Gersemanns Kopf dann alles im Arsch. „Das Virus ist nicht weg.“ Im Gegenteil. Die Ausbreitung explodiert, ist in zwei Wochen von rund 400.000 auf knapp drei Millionen gesprungen, zwar geringe Sterberate, aber, tja, „viele Tote, viel mehr jedenfalls, als die Öffentlichkeit zu akzeptieren bereit wäre“. Wie viele in etwa, schreibt Gersemann nicht. Er konzentriert sich darauf, sich immer neue Infiziertenzahlen auszudenken: „36.713 Infizierte“, „155.621 Infizierte“, „3.512.445 Infizierte“.

Dann rast ein Meteorit auf die Erde hernieder, alles brennt, nur Gersemann tippt noch. Nein, halt. Falsch. Am Ende seiner Fiktion, am fiktiven 7. Mai 2020, sei Social distancing „schon jetzt das Unwort des Jahres“. Aber, naja:

„Aber irgendwie muss es ja weiter gehen.“


Ich bin nicht frei von Angst, ganz und gar nicht. Auch ich schaue mit Skepsis und Sorge in eine Zukunft mit und nach Corona. Ich sehe die Gefahr für die Wirtschaft, ich höre Freunde und Bekannte, die sich fürchten, die schon jetzt in finanzielle oder soziale Schwierigkeiten geraten, die sich um (ältere) Verwandte sorgen, weil wir alle eben nicht wissen, was gerade geschieht.

Aber: Was soll dieses rabenschwarze Textchen, dass der mehrfach preisgekrönte „Welt“-Redakteur, der seit zehn Jahren das Wirtschafts-Ressort verantwortet, da ins Internet geschrieben hat? Gersemann argumentiert nicht, er frönt schlicht seinem Hang zur kleinen Dichterei. Und dabei wird nicht mal klar, wofür er überhaupt plädiert, wo er steht. Vielleicht nur dafür:

„Als entscheidend könnte sich die Fähigkeit erweisen, die einmal gewählte Strategie auch durchzuhalten.“

Aber welche?

Anfangs scheint es noch, als wäre es ein sarkastischer Aufruf, zu Hause zu bleiben, weil nur „soziale Distanzierung […] zehntausende Tote verhindern“ könne, wie es in der Bildzeile über dem Text steht. Zwischendurch scheint es dann so, als würde Gersemann mit einem Modell liebäugeln, das auf bewusste Infizierung (Jüngerer) setzt, also nicht auf Home-Office. Als Beispiel dienen ihm die Niederlande. Doch auch davon bleibt am Ende nichts übrig:

„Den Holländern geht es nicht besser, auch sie erleben einen regulatorischen Regime Change: Während ihre Wirtschaft zunächst einen Absturz in eine Rezession vermeiden kann, hat ihr Land in Relation zur Bevölkerung bald die höchsten Infiziertenzahlen in Europa, selbst Italien verblasst dahinter.“

Gersemann weiß nicht, was richtig ist und was falsch, weil es niemand so richtig weiß derzeit, nicht mal Leute, die sich mit solchen Viren auskennen. Aber Gersemann schreibt einfach mal alles auf, was er an Ideen, Lösungen und Hoffnung nicht hat. Und er schürt damit nur weitere Angst.

„Herr Gersemann, das war ganz einfach unterirdisch“

Es ist eine gute Zeit für Journalismus gerade, so zynisch das zunächst klingt. Das Vertrauen in Medien ist in den vergangenen Jahren in Teilen der Bevölkerung erodiert. Nun melden landauf, landab Verlage und Sender hohe Zugriffszahlen und Einschaltquoten. Menschen wenden sich also vermehrt diesen alten Institutionen zu, um informiert zu sein. Es ist die Zeit, Vertrauen zurückzugewinnen. Texte wie der von Gersemann aber bewirken das Gegenteil.

Das sagen auch etliche Leserinnen und Leser in der Kommentarspalte unter dem Text:

„Ihr Bericht ist nicht Journalismus, sondern aus ihm spricht pure Angst.“

„An die Welt: Sie sollten solche Planspiele die auf nichts als Fantasie beruhen unterlassen und die Bevölkerung nicht noch zusätzlich in Angst versetzen.“

„Vielleicht sollte der Autor science fiction schreiben, ohne die science.“

„Herr Gersemann, das war ganz einfach unterirdisch.“

„Schade, dass ich die Welt nicht in der Print Ausgabe abonniert habe. Dann wäre der Toilettenpapiervorrat jetzt noch ein wenig größer.“

Der größte Teil der Kommentare ist ungefähr so. Nur wenige finden das, was Gersemann schreibt, irgendwie erhellend. Und, wohlgemerkt: Es sind „Welt Plus“-Abonnentinnen und -Abonnenten; der Artikel ist hinter der Paywall.

Bei aller Diskussion in den vergangenen Tagen, ob Texte über Corona nicht für alle zugänglich, also kostenlos sein sollten, kann man bei diesem doch froh sein, dass ihn nur jene zu lesen bekommen, die für sowas Geld bezahlen.

50 Kommentare

  1. Ich habe mich an die Beobachtungen und Einschätzungen, des hier vielgehassten Rainer Meyer gehalten und habe zumindest genug Klopapier im Haus.

  2. Gersemann beängstigt ja schon seit Beginn die Welt mit seiner Serie von Sorgen-Tweets, denen er immer das Panik-Emoji vorschiebt.
    Ich denke ja, der Mann ist Ökonom und ärgert sich gerade zutiefst, dass die richtigen Wissenschaftler von aller Welt gehört und gelesen werden. Ihm hat halt keinen einen Podcast angeboten.
    Oder, die Angstmaschine Welt gibt den Journalismus ganz auf und verbirgt Quatsch hinter einer Paywall.
    Beruhigend finde ich, dass die Menschen, die dafür eigentlich sogar schon zahlen, das auch quatschig finden.
    Beängstigend finde ich, dass Gersemann das anscheinend ne Woche lang formuliert hat.
    Parallel dazu hat ja Horx die positive Vorschau Post-Corona gewagt. Kann mir vorstellen, dass Gersemann diesem beliebten Text einfach ein ins Schwarze gekotztes Gegenstück gegenüberstellen wollte.
    Ah, und vielen Dank für diesen Text. Meine Abscheu für die Art wie Olaf Gersemann schon in Echtzeit vermeintliche Fakten zur Panikmache nutzt scheint mir nicht exklusiv zu sein. Freut mich.

  3. @ Daniel:

    Der Text von Horx ist allerdings genauso herbeiphantasierter Schwachfug. Auch wenn ihm als professionellem Pomo-Augur das hippere Vokabular zur Verfügung steht („Re-Gnose“, „Future-Mind“, „Coping-Gefühl“). Ich finde, wir sollten uns jetzt erstmal darauf konzentrieren, gesund durch die nächsten drei Monate zu kommen, bevor wir uns mit Zukunfts-Prognosen beschäftigen.

  4. „Lebt denn der alte Horx-Michel noch…“
    Schon seit den 80er treibt der Mann sein Unwesen die Zukunft und die Sprache betreffend…
    Und sogar gute! etwas nervige!! Slavoj Zizek ist mir an einem schlechten Tag lieber als der Horx und der Gersemann.
    Also das Ende des Kapitalismus mit dem Fivefingersdeathpunch zu kombinieren..Tschaka…HAHAHA

  5. Mir fällt dazu der finale Hinweis 8 der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ein:

    Seriöse Informationen: Fakten mindern Ängste. Nutzen Sie seriöse Quellen, um sich zu informieren (Robert-Koch-Institut, BzgA) und checken Sie die Nachrichten nur so oft, wie es Ihnen gut tut.

    Dies ist definitiv ein mahnendes Lehrstück als Gegenbeispiel.

  6. Der Artikel von Übermedien ist leider, leider unleserlich. Diese ultrakurzen Versatzstücke aus dem Welt-Artikel als wörtliche Rede zu kennzeichnen, ist eine äußerst problematische Unsitte. Es ist die Angst, nicht genau genug zu sein. Pseudo-Akurattesse in seiner schlimmsten Form. Das diskreditiert den Inhalt leider vollends, hier ist nichts mehr zu retten. Der Journalist hätte sich ruhig die Mühe machen können, das Gelesene so zusammenzufassen, dass man Inhalt und Form folgen kann. Aber einzelne Wörter als wörtliche Rede zu markieren, ist einfach nur feige, lächerlich und infantiler Stil. Setzen, sechs.

  7. Bildzeitung und Springerpresse haben es halt auch im Digitalen verstanden: Emotionalisieren. Egal wie. Mit viel Glück wird man sogar auf übermedien geadelt, dann bekommt es die „Hass“-Filterblase auch mit und die Reichweite steigt wieder.

    Toll fand‘ ich dieses WE auch das Video mit dem weinenden Bäcker.
    Und Markus Söders Reaktion darauf.
    So menschlich, so emotional, so Clickbait.

  8. @8: „einfach nur feige, lächerlich und infantiler Stil.“
    Sprach der Typ, der sich hier anmeldet um anonym den Autor zu beleidigen.
    (Jetzt bitte darauf hinweisen, dass ich selbst auch anonym bin und ich daher meine linksgrünversiffte Fresse halten „darf“.)
    r/selfawarewolves

    „Pseudo-Akurattesse“ – Man ist jetzt also schon Opfer von akkuratem Journalismus. Kannste dir nicht ausdenken.

  9. Wirtschaftlich ist das Ganze ein GAU. Da muss man sich nichts vormachen. Die Politik spricht schon von Mietstundung. Wann kommt die Kreditstundung nach? Und wann dann die Währungsreform?
    Alles nur eine Frage von wenigen Wochen bei einem Shutdown dieser Breite. Was sollen Journalisten, die jahrzehntelang brav wirtschaftliche Leistung und brummende Motoren gepredigt haben, da anderes schreiben als rabenschwarze Texte?
    Wichtig wäre halt, dass die medizinische Gefahrenlage wirklich so ist, dass sich das hinterher alles noch rechtfertigen lässt. Sagen wir mal: erheblich solider und schwerwiegender als bei Vogelgrippe, Schweinegrippe und BSE zusammen.
    Die <a href="„>Einsprüche kommen ja keineswegs nur von Wodarg. Deshalb geht es auch am Thema vorbei, wenn die übliche Konsensmeute ihn als Person bejagt.

  10. Wir liegen laut dem gestrigen Bericht des Robert-Koch-Instituts bisher kumuliert bei einer Sterblichkeit von
    55/18610=0.3%, im Tagesdelta bei 8/1948=0.4%.
    Das sind Zahlen, die einige der abwiegelnden Infektionsmediziner schon früher genannt hatten. Diese Zahlen rechtfertigen keinen kompletten Shutdown der Wirtschaft und schon gar kein weitgehende Aussetzung der Bewegungsfreiheit.
    Und um auf diese Zahlen zu kommen, wurden schon 78-jährige Krebspatienten (die tatsächlich bereits aufgegeben auf der Palliativstation lagen) zu Corona-Toten erklärt.
    Dass der Herr Lesch jetzt auch bei Infektionen gegen ausgewiesene Mediziner in die Meinungsschlacht geschickt wird, beruhigt natürlich ungemein. Noch vertrauensbildender ist es aber, wenn der „Terrorismus-Experte“ Peter R. Neumann der Politik Kopfnoten für richtiges oder falsches Verhalten in dieser Infektionskrise gibt.

  11. Man darf nicht vergessen, dass die Andreas Müllers in der EIKE-Schule der Wissenschaftskritik seit jahren für diesen Fall üben können.
    So kommen dann auch „Tagesdelta“, kumuliert und solche Begriffe zustande und dann wird es natürlich schwer mitzureden. Bleibt aber auch sinnlos.

  12. @1: Dann haben wir also dem Rainer Meyer den Bullshit mit Klopapierhamsterkäufen zu verdanken?
    Dann grüßen Sie ihn mal schön.

  13. @ Daniel #14
    Den RKI-Bericht finden Sie hier.
    Er meldet bis gestern insgesamt (kumuliert) 18610 positiv getestete Fälle und 55 Tote, ergibt eine Sterblichkeit von bisher 0.3%.
    Seit dem Vortag sind 1948 positive Tests und 8 Tote dazugekommen (Tagesdelta).
    Es braucht keine Raketenwissenschaft, um abzuschätzen, ob hier irgendein Stand oder ein Trend auf teilweise beschworene Sterblichkeiten von bis zu 5% hindeutet.
    Die Parallele zur Klimadebatte, zum „dramatischen“ Anstieg des Meeresspiegels haben Sie in die Debatte geworfen.
    So wundert es nicht, dass der renommierte Seuchenmediziner Stefan Rahmstorf sich wie den Ozeanographen Mörner auch den Mediziner Wodarg vorknöpft: noch so ein „pensionierter Narr und Wünschelrutengänger“, der nicht spurt in der neuen Zeit, in der alles anders ist. So funktionieren „wissenschaftliche“ Debatten, die keine sind.

  14. @Andreas Müller.
    Das ist jetzt komisch. Die Todesfälle in Deutschland in eine Sterblichkeitrate umzurechnen. Verstehe ich nicht. Warum haben Sie nicht Südkorea genommen, die mehr Covid19-Fälle und einen längeren Beobachtungszeitraum haben. Aber was verstehe ich schon …
    Und „teilweise beschworene“ Sterblichkeit. Verstehe ich nicht. Warum man so einen Fantasiewert nimmt. Das RKI, auf das Sie sich ja beziehen, sagt zu diesem Punkt was ganz anderes. Warum nehmen Sie die Daten vom RKI in einem Fall, in einem anderen aber nicht. Komisch.
    Und den „dramatischen“ Anstieg des Meeresspiegels verstehe ich auch nicht. Das sieht jetzt aus wie ein Zitat, mit diesen Anführungszeichen, war aber gar keines. Versteh ich auch nicht.
    Vereinfacht gesagt: In der Klima-Debatte haben Sie gelernt, sich Infos so zusammenzusuchen (oder die Suche anderer zu Copypasten) wie es Ihnen passt. Das können Sie gut. Dagegen kann man wenig sagen. Und Wissenschaft funktioniert so, dass man forscht und veröffentlicht und diskutiert und so. Wäre mir neu, dass Wissenschaft auf YouTube und im Focus nach Fachdebatten sucht. Das passiert nur in Fällen, in denen man vorher überall sonst mangels Qualität ausgelacht wurde. Das wiederum verstehe ich sehr gut.

  15. @ Daniel #18
    „Wissenschaft auf YouTube…mangels Qualität ausgelacht“
    Lassen Sie diesen plakativen Dummscheiß doch einfach weg.
    Infektionsmediziner, die sich gegen die derzeitigen Maßnahmen äußern, sind in Nichts weniger qualifiziert, als solche, die sie unterstützen. Irgendein 97%-Konsens, auf den Sie sich berufen könnten, konnte mangels Zeit weder erhoben noch konstruiert werden. Die Fachdebatte läuft nicht mit Peer-Review in Fachmagazinen ab, sondern öffentlich und in Echtzeit. Sie deklamieren im falschen Theater.

  16. @13: „in die Meinungsschlacht geschickt“
    Eben nicht!
    Herr Lesch bleibt bei den Fakten und ist nicht auf Meinung angewiesen.

    Die Behauptung, hierzu gäbe es „Meinungen“, die irgendwie von Relevanz seien, ist ein Behauptung der Meinenden.

  17. @Andreas Müller
    Warum pöbeln Sie jetzt? Verstehe ich nicht. Und ich verstehe auch nicht, warum der Fachmann, den Sie gerade indirekt zitieren, auf Science-Artikel verweist. Also auf Peer Review-Forschungsergebnisse in Fachmagazinen, um die Echtzeit-Debatte zu betreiben. Das passt nicht zu dem was Sie sagen.
    Und: der 97%-Einschub ist wieder der Verweis aufs Klima. Natürlich sinnlos und themenfremd. Aber es passt halt super zu den gelernten Mustern. Sie sind wirklich idealtypisch …

  18. Dont‘ fucking feed the Müller. Das will er doch nur. Der weiß nichts, der kann nichts, außer sich einen klöppeln wenn ihr auf seinen Unsinn eingeht.

  19. @Schnellinger
    Jaklar. Auf der anderen Seite: Was, wenn jemand Müllers Quatsch liest und nicht, dass und warum es Quatsch ist? Und: Es macht einfach Spaß.

  20. Der ganze Blödsinn des Müllers mal wieder.

    Einfach mal die Toten bis jetzt mit den infizierten heute vergleichen weil natürlich die Inkubationszeit vollkommen egal ist. (und natürlich von Deutschland weil die zahlen in Italien halt scheiße aussehen…)
    Dümmer geht nicht.

    Ist genauso sinnvoll wie den Anstieg des Meeresspiegels mit dem Wasserstand in Cuxhaven zu vergleichen. Aber das kann er ja, der Müller. Neben Klimawissenschaft auch sehr bewandert in Virologie. Warum gibt es sonst nur sowenige Leute, die so klug sind und alles wissen?
    Schade eigentlich….

  21. Herrje, warum rutschen die Diskussionen in der hiesigen ‚Kommentarspalte‘ immer so dermaßen ab? Egal, nicht mein Bier…

    Danke für Ihren Kommentar, Herr Rosenkranz!
    „Es ist eine gute Zeit für Journalismus gerade, so zynisch das zunächst klingt.“ Sehe ich genauso. Es wäre aber auch die Zeit für guten Journalismus. Dieser bleibt nach meiner Wahrnehmung gerade mächtig auf der Strecke. Ticker und Live-Blogs müssen befüllt werden, Sensationen auf das eigene Angebot locken und sooo viele Zahlen müssen interpretiert werden. Die Lage ist dynamisch, bleiben Sie dran! Nicht zu vergessen natürlich Emotionen, Stimmungen und „Experten“wissen (BuLi ist gerade nicht), die kanalisiert und transportiert werden müssen. Trotzdem bleibt offenbar Zeit – weil eigentlich kaum noch etwas zu vermelden ist – und wir dürfen uns der Phantastereien der Gelangweilten erfreuen. Hoffen wir, dass sie keinen allzu großen Schaden anrichten.
    Clickbait hat gerade Hochkonjunktur – und ich find’s kacke!

  22. @26: Wenn der Medienkonsum steigt ist nicht die Zeit für Qualität > Quantität. Die Verlage können jetzt endlich Geld im interwebz verdienen und sie werden es tun.
    Zur Not halt mit abgeschmackten „SCHAUEN SIE WIE EMOTIONAL MARKUS SÖDER AUF DEN WEINENDEN BÄCKER REAGIERT – DIE DRITTE TRÄNE IST BESONDERS SALZIG!“ Videos.
    Die sachlichen, unaufgeregten und lesenswerten Artikel, die kommen dann, wenn die heutigen Konsumenten im Gardasee vor sich hinköcheln und Sätze sprechen wie „Weißte noch damals, Corona? Näää war dat ein Hype ey.“
    Aufmerksamkeitsökonomie halt.

  23. @ IchBinIch #24
    Den „Blödsinn“
    habe nicht nur ich ausgerechnet, sondern findet sich so auch in Statista als die in Deutschland erhobene Sterblichkeit: zuletzt 0.4%. Es ist die niedrigste in Europa, auch wenn sie (sehr langsam) ansteigt, weil eben die Todesfälle den Infektionen nachlaufen.
    Dass sie in Italien so hoch ist, erklärt Professor Dr. Stefan Hockertz mit mangelnder Krankenhaushygiene. Dass diese in Italien grottenschlecht sei, sei schon vorher bekannt gewesen.
    In seinem Netzwerk von Medizinern halte keiner die beschlossenen Maßnahmen für notwendig und sinnvoll, aber die meisten hielten den Mund, statt sich wie er und Wodarg offen zu äußern: die Apokalypse sei jetzt Mainstream.
    Die Ausgangssperren hätten nichts mehr mit einer angemessenen Risikobewertung zu tun. Er sei gespannt auf die spätere Bewertung der Maßnahmen durch Juristen.

  24. @28: Dr. Harald Lesch erklärt den Unterschied zwischen DE und IT sehr anschaulich in dem in #25 verlinkten Video.
    Kurz: Statistische Ungenauigkeit. Die Gesamtheit der getesteten Personen setzt sich in DE und IT fundamental unterschiedlich zusammen. Ist sehr interessant.

  25. @29
    „Ungenauigkeit“ ist ja ein schöner Euphemismus, wenn hinten ein Faktor 20 bei der Tödlichkeit des Virus herauskommt.
    Das Problem mit der Grundgesamtheit der Getesteten, die in Italien womöglich nach bereits schwer Kranken vorselektiert ist, bringt Lesch durchaus richtig rüber. Aber er nutzt ihn nur in einer Richtung: zu mehr Vorsicht und damit zur Rechtfertigung der politisch getroffenen Maßnahmen.
    Er lässt die Möglichkeit außer Acht, dass die Zahl der Infizierten bereits sehr viel größer sein könnte, als bisher vermutet, dass Virus also harmloser. Und diese Möglichkeit würde zur Schlussfolgerung führen, dass die Vorschriften zu Ausgangsbeschränkungen und Abstandhalten keinen Sinn (mehr) machen.

  26. @Andreas Müller
    “ „Ungenauigkeit“ ist ja ein schöner Euphemismus, wenn hinten ein Faktor 20 bei der Tödlichkeit des Virus herauskommt.“ Versteh ich nicht. Eben ging es noch im die Tödlichkeit in Ländern. Jetzt um die Tödlichkeit des Virus. Verstehe nicht, warum Sie jetzt den Vergleichsrahmen wechseln.
    Und das mit den Infizierten verstehe ich nicht. Das RKI und die meisten Stellen sprechen von „positiv Getesteten“, wissend, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist. Verstehe nicht, warum Sie die beiden Dinge jetzt so komisch vermischen.

  27. @30: Ach .. ach ist auch egal.

    Nur so viel:
    „Er lässt die Möglichkeit außer Acht, dass die Zahl der Infizierten bereits sehr viel größer sein könnte, als bisher vermutet, dass Virus also harmloser. “

    Wörtliches Zitat aus dem Video von Herrn Lesch:
    „Das klingt ja auf den ersten Blick erst mal katastrophal, dass man die Dunkelziffer nicht kennt. Doch in Wirklichkeit ist das eine gute Nachricht. Wenn die Dunkelziffer groß ist, bedeutet das, dass die Infektionssterblichkeit sehr viel geringer ist, als derzeit angenommen.“

    Sie:
    „Und diese Möglichkeit würde zur Schlussfolgerung führen, dass die Vorschriften zu Ausgangsbeschränkungen und Abstandhalten keinen Sinn (mehr) machen.“

    Lesch:
    „Wenn wir das gesamte Gesundheitssystem überlasten, dann werden mehr Menschen sterben. (…) Das heißt zuallererst müssen alle Maßnahmen (getroffen werden), die dafür sorgen, dass unser Gesundheitssystem nicht kollabiert.“

  28. @ Daniel #29
    „Tödlichkeit des Virus …Tödlichkeit in Ländern“
    Als Synthese schlage ich vor:
    die in verschiedenen Ländern beobachtete Tödlichkeit des Virus.
    „das mit den Infizierten verstehe ich nicht“
    Ist eigentlich Ihr Problem, nicht meines. Die Tests messen nicht in erster Linie die Verbreitung des Virus, sondern vor allem die Verbreitung der positiven Tests auf Teilmengen der Infizierten. Und sowohl die Zahl der Tests als auch die Teilmengen, auf denen bevorzugt getestet wird, variieren von Land zu Land.
    Ansonsten möchte ich hier mal anmerken, dass ich grundsätzlich wenig selbst behaupte. Ich zitiere einfach nur verschiedene Stimmen, deren Ausgrenzung mit großer Keule durch kleingeistige Medien ich für unfundiert oder auch nur voreilig halte. Deren „Faktenchecks“ enthalten nämlich oft nicht weniger zweifelhafte Behauptungen als die kritisierten Originalaussagen.
    Mit dem Anspruch „Faktencheck“ nehmen Medien immer häufiger nur parteiisch an Debatten teil und überziehen damit ihre Rolle. Sie sollten eigentlich über solche Debatten berichten, statt halbgar über sie zu richten.

  29. „Ansonsten möchte ich hier mal anmerken, dass ich grundsätzlich wenig selbst behaupte.“
    Na, wenn das mal keine Behauptung ist.

    Wieviele Fettnäpfe wollen Sie denn heute noch mitnehmen?

  30. @Andread Müller.
    „Ist eigentlich Ihr Problem, nicht meines“, stimmt natürlich nicht. Es ist das Problem, das Ihr „Argument“ quatschig macht.
    Und dass Sie wenig selbst behaupten stimmt ja auch nicht. Sie haben die falsche Tödlichkeit berechnet. Weil man dafür ja kein Raketenwissenschaftler sein muss.
    Aber vor allem geben Sie die Leute, die Sie „zitieren“ falsch wieder. Lesch redet über Dunkelziffer und Sie *behaupten*, es sei nicht so. Sie *behaupten* Fachdebatten würden jetzt in Echtzeit geführt und belegen das mit einem Artikel, in dem genau das Gegenteil passiert.
    Vereinfacht: Ich diskutiere mit Ihnen nicht über richtige oder falsche Aussagen von Fachleuten und Youtube-Fachleuten. Sondern darüber, dass Sie sie konstant und nach einem Muster falsch wiedergeben.

  31. @36: Unternehmen Sie gerne etwas gegen solch ausufernde Threads. Ich behaupte, der Großteil der Diskutierenden hier hätte gar kein Problem damit, wenn sinnlos derailende Offtopic-Stränge inkl. ihrer eigenen Beiträge verschwinden würden.
    Pro mehr Moderation.

  32. @Anderer Max #37
    „solch ausufernde Threads“
    Dieser Thread ist gerade mal 38 Kommentare lang. Davon haben Sie nicht weniger als 8 bestritten. Niemand kommentiert mehr als Sie und niemand mehr Überflüssiges wie langgezogene „Gähn“s. Es gehört schon ein spezieller Humor dazu, mit dieser Praxis im Rücken nach „mehr Moderation“ zu rufen.

  33. @ Anderer Max #32
    „Wenn die Dunkelziffer groß ist, bedeutet das, dass die Infektionssterblichkeit sehr viel geringer ist, als derzeit angenommen“
    Das ist genau das, was sich bereits heute in den Zahlen abzeichnet, siehe #17. Aber dort war es ja „Blödsinn des Müllers“.
    Es führt nämlich kaum noch ein Weg von den deutschen Zahlen zur Sterblichkeit zu den italienischen.

    Lesch unterschlägt aber noch, was das für die noch zu erwartende Patientenwelle in den Krankenhäusern bedeuten würde: sie würde viel geringer ausfallen als befürchtet, die Gefahr einer drohenden „Überlastung des Gesundheitssystems“ wäre also auf einem rasanten Rückzug.
    Genau diese Gefahr betont Lesch zum Schluss aber wieder – entgegen der Möglichkeit, die er zuvor schon angetippt hat.
    Immerhin ist mir dank Ihres Hinweises jetzt klar geworden, dass Lesch mit diesem Trick zwei Dinge erreicht:
    1. Er verteidigt die aktuell geltenden Einschränkungen der Freizügigkeit noch
    2. Er bereitet einen Ausweg vor, wie ihre baldige Streichung begründet wird. Spätestens am Monatsende ist diese Befürchtung nämlich obsolet, wenn die Zahlen nicht drastisch schlimmer werden.
    Damit wäre ich durchaus zufrieden:
    – Die Apokalypse wird (wieder einmal) abgesagt.
    – Die vorübergehenden Einschränkungen werden als Vorsorgemaßnahme gerechtfertigt – kein Problem.
    – Alle FakeNews-Vorwürfe gegen Wodarg, Bhakdi, Hockertz und diejenigen, die ihren Stellungnahmen Raum gegebene haben, wären widerlegt. Und das sind ja einige Medien gewesen, viele alternative, aber auch Frontal21 wurde dafür geprügelt.

  34. Für mich wurde das Menschenbild (überhöht) bestimmter Kommentatoren mit zunehmender Anzahl der Beiträge leichter erkennbar. Insofern ist eine zurückhaltende Moderation sehr gut. Danke.

  35. Ich verstehe immer noch nicht die Schlussfolgerung:
    Geringere Sterblichkeit als ursprünglich angenommen – Die ergriffenen Maßnahmen zur Vermeidung von Überlastungen des Gesundheitssystems sind maßlos übertrieben.
    Wieso sollte das so sein?

    Auch in diesem Artikel kommt man zu dem Schluss, dass es nahe liegt (!) dass die Sterblichkeit geringer ist als angenommen.
    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/corona-prognosen-101.html

    Dennoch: „Sie raten deshalb zu „maximalen Anstrengungen“, um die Epidemie zu verlangsamen.“

  36. @ Kritischer Kritiker #41
    Das sehe ich auch so. Der Artikel startet zwar im Üblichen, bewegt sich dann aber zügig auf die „Außenseiter“ zu:
    „Die überwiegende Zahl der Infektionen verläuft milde, nur ein kleiner Teil der Betroffenen entwickelt sehr schwere Symptome“
    Diese Einschätzung liegt schon auf der halben Strecke zwischen Wodarg/Bhakdi und so manchem „Faktencheck“, der sie noch vor wenigen Tagen fröhlich frittiert hat.
    Meine 0.4%, der „Blödsinn des Müllers“, werden übrigens auch sehr vernünftig diskutiert. Und der Schluss gefällt natürlich auch:
    „Wann beenden wir die Maßnahmen, wie kommen wir da wieder raus?“
    Darüber dürften Politiker bereits heftig brüten, wenn sie schlau sind.

    Forsche Entscheidungen eines Politikers können durch ebenso forsche Umentscheidung aus der Welt geschafft werden, ohne den forschen Ruf zu beschädigen.
    Falsche Rechnungen kann ein Wissenschaftler, der längst zum Allesverkäufer geworden ist, dagegen nicht so einfach abschütteln.
    Er könnte stattdessen für immer wie einmittelmäßiger Hütchenspieler wirken.

  37. @ Andrea Müller (#46):

    Nur damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Wir sind nicht einer Meinung.

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