Thomas Seitel im Lügentornado

Sie nennen ihn einen „Betrüger“ und einen „Heiratsschwindler“, einen peinlichen „Luftikus“, der ein „falsches Spiel“ treibe und ein „pikantes Doppelleben“ führe, doch am liebsten nennen sie ihn einfach nur verächtlich: den „Neuen“.

Denn Thomas Seitel, Akrobat und ehemaliger Leistungssportler, ist der neue Freund von Schlagersängerin Helene Fischer. Seit einem halben Jahr sind die beiden ein Paar, und das bedeutet:

Seit über einem halben Jahr werden ohne Ende Artikel über mich geschrieben von Menschen, die ich nicht kenne und die auch mich nicht kennen. Es werden Lügen verbreitet und Unwahrheiten geschrieben (…). Normalerweise beruhigt sich die Berichterstattung über prominente Paare nach ein paar Wochen, in unserem Fall geht das so seit einem halben Jahr, Woche für Woche, obwohl es nichts Neues zu berichten gibt.

Titelseite des "Zeit Magazins", darauf ein Foto von Thomas Seitel und dem Zitat "Es ist ein Gefühl von Ohnmacht"

Das erzählt Seitel in einem Interview im aktuellen „Zeit Magazin“ (€). Bisher hatte er sich öffentlich nicht geäußert, doch mittlerweile sei die Berichterstattung der Klatschmedien „so massiv und belastend“, dass er sich dazu entschlossen habe, „darüber zu sprechen und nicht alles auf mir sitzen zu lassen“.

Auch, weil jetzt nicht nur er selbst, sondern auch seine Familie darunter zu leiden habe.

Sie müssen sich das vorstellen: Meine Großeltern sind beide 91 Jahre alt, das alles ist wie ein Tornado über sie hereingebrochen. Und es hört seit über sechs Monaten nicht auf. Da gibt es öffentliche Aufrufe im Internet, alle Informationen aus meiner Vergangenheit gegen Bezahlung zu sammeln. Das Grundstück, auf dem das neue Haus gebaut werden soll, wird geradezu von Paparazzi belagert. Journalisten stehen bei meiner Oma und meinem Opa im Hausflur. Meine Oma ist nicht mehr die Schnellste auf den Beinen, sie ist 91! Da frage ich mich wirklich, wo der Anstand bleibt. Wie können diese Menschen Interviews von einer 91-jährigen Frau abdrucken? Sich ihr gegenüber am Telefon nicht einmal als Journalisten zu erkennen geben?

Um eine Ahnung zu geben, wie dieser „Tornado“ aussieht, der durch das Leben von Seitel und dessen Familie fegt, hier mal ein kleiner Ausschnitt der Artikel, die in den vergangenen sechs Monaten erschienen sind:

Eine Collage aus gut 100 Zeitschriftencovern, auf denen die Titelgeschichte mit Helene und Thomas zu tun hat. Von "Schwanger von ihrem Neuen" über "Sind seine Gefühle gar nicht echt?" bis zu "Ihr Geliebter ist ein Heiratsschwindler!"

Wie aggressiv die Redaktionen Helenes „Neuen“ attackieren, zeigt zum Beispiel „Die Aktuelle“ aus der Funke-Mediengruppe, die in fast jeder zweiten Ausgabe Dinge titelt wie:

Es scheint, als habe „Die Aktuelle“ nichts sehnlicher im Sinn, als die Beziehung mit allen Mitteln wieder auseinanderzuschreiben. Selbst als bekannt wurde, dass in Seitels Heimatgemeinde Drohbriefe gegen ihn eingegangen waren, schrieb das Blatt:

Weiß Helene eigentlich, wen sie sich da angelacht hat? Sie hätte es so sehr verdient, nach dem anstrengenden Tournee-Jahr endlich mal durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen. Doch davon kann keine Rede sein. Und Schuld ist, mal wieder, ihr neuer Freund …

Als wäre es seine Schuld, dass irgendwelche Spinner ihn bedrohen.

Die Beziehung war noch keine zehn Tage bekannt, da forderte die Redaktion bereits von Helene: „Lass bloß die Finger von dem!“

Ja, Thomas ist auf den ersten Blick ein Typ, bei dem man sich anlehnen und geborgen fühlen kann. (…) Doch Vorsicht, der Schein trügt. Denn bei näherer Betrachtung entpuppt sich der Neue als ein Luftikus – mit pikantem Doppelleben. (…) 2017 wollte er als Luft-Artist mitmachen – bei einer Strip-Truppe.

Seitel dementiert das im „Zeit Magazin“:

Das Einzige, was stimmt, ist die Tatsache, dass ich als Luftakrobat für eine Show angefragt wurde, die ich dann abgesagt habe, als mir bewusst wurde, dass ich dort auch strippen soll. Lange wollte ich gar nichts zu alldem sagen, aber solche Berichte ärgern mich.

Als die Redaktionen entdeckten, dass Seitel bei Facebook eine Seite für Luxusuhren geliket hatte und dass er mal verlobt war, titelten sie:

Gehen die beiden einkaufen, werden sie von Paparazzi verfolgt, und wenn sie auf einem Foto mal nicht lächeln, titeln die Blätter:

Gegen viele solcher Artikel gehen die beiden juristisch vor, doch oft dauert es mehrere Wochen oder gar Monate, bis die Redaktionen die Fotos schwärzen und ihre Quatschgeschichten richtigstellen. Und in vielen Fällen sind die Lügen dann kaum noch einzufangen.

Er müsse nun erst mal lernen, „mit dieser Art von Öffentlichkeit umzugehen“, sagt Seitel.

Man muss sich erst einmal daran gewöhnen, ständig mit Handys gefilmt zu werden, auch wenn man privat sein möchte. Es ist einfach anstrengend, wenn man das immer bedenken muss. Ich werde auch mitunter so dargestellt, als sei ich eine Gefährdung für Helene. Das ist manchmal schwer auszuhalten. Als Leistungssportler bin ich es gewohnt, mit Druck umzugehen, das hilft mir, aber manchmal ist es schon sehr massiv. Man schwankt zwischen Fassungslosigkeit und Wut – so abgezockt ist kein Mensch, dass du so etwas liest und dann sagst: Ja gut, was soll’s. Ich frage mich wirklich, wie lange das noch so gehen soll.

Wie lange das noch so gehen soll? Da haben wir schlechte Nachrichten. Angefangen mit diesem Interview im „Zeit Magazin“, denn auch das werden die Klatschredaktionen mit Sicherheit wieder sorgfältig auseinanderpflücken, verdrehen und genüsslich gegen den „Neuen“ verwenden.

Nachtrag, 8. August: Et voilà.

37 Kommentare

  1. Solche Geschichten wirken, als ob sie von der durchgedrehten Alten aus der Nachbarschaft kommen – aber sie sind nur FÜR solche Persönlichkeitsstrukturen gedacht, die latent in vielen vorhanden sind und durch solche Publikationen kultiviert werden, bis man nur noch zum Raunen und Orakeln ansetzen muss, damit der Rest schon klar ist.

    Zwei ehemalige Volokollegen hat es in unterschiedliche Ecken des Klatschspektrums verschlagen, die machen sich aus solchen Sachen ein Späßchen. Scheint eine verbreitete Bewältigungsstrategie zu sein.

  2. Lassen sich denn keine einstweiligen Verfügungen gegen diese Verlage erwirken, zumindest in Bezug auf Seitels Familie?

  3. Das ist wirklich besonders widerlich, ein unerträglicher Missbrauch von Pressefreiheit. Danke dass Sie das hier teilen, je öfter, desto besser. Es stinkt mächtig am Ende des Regenbogens.

  4. Helene hätte bei Florian bleiben sollen.Da hätte Sie Liebe und Geborgenheit Dieser Herr Seiten ist nicht echt und passt auch nicht zu Helene Fischer.Das ist ein falscher Fufziger wie man so schön sagt.Irgendwann kommt Eine die noch berühmter ist,dann ist Helene Fischer weg vom Fenster.Mann kann Ihr nur raten,behalte dein Bankkonto im Auge.Er ist nicht echt im Charakter.Er kann Florian nicht das Wasser reichen in Intelligenz und Charakter.

  5. @4:
    Ist das jetzt ernst gemeint oder nur ein sehr sarkastischer Beitrag in Bezug auf das Zielpublikum dieser ,,journalistischen“ Druckerzeugnisse?

  6. Ulrike, du bist genau die […], für die diese Yellowpressarschlöcher schreiben. Schäm dich. Und verlass deinen Mann. Er hat Besseres verdient.

  7. Ich traue dieser Helene Fischer nicht. Sie lässt sich auf offener Bühne von jungen Hengsten antanzen und nimmt auch noch Geld dafür! Außerdem wurde sie häufig mit einem bekannten Trickbetrüger namens „Florian Silbereisen“ gesehen, der halbseidenes Grinsen und vollseidene Sakkos einsetzt, um älteren Damen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Lieber Thomas Seitel, Sie haben sich mit den falschen Leuten eingelassen. Leben Sie Ihren Traum, werden Sie Luftakrobat. Aber halten Sie sich von diesem Milieu fern, sonst geraten Sie auf die schiefe Bahn!

  8. Frau Dilling, ich weiß, es ist sehr heiß heute. Damit lässt sich aber nicht jeder Quatsch entschuldigen!

    @Lars: Danke, ich habe sehe gelacht!

  9. Nr 4 ist doch ned echt, oder?
    „Irgendwann kommt Eine die noch berühmter ist,dann ist Helene Fischer weg vom Fenster.“
    Äh, wer wär das denn? Angelina Jolie? Angela Merkel?

  10. Fälle wie dieser werfen die Frage auf, ob wir nicht doch so etwas wie Strafschadensersatz im deutschen Recht brauchen. Obwohl die Verlage ständig zum Unterlassen verpflichtet werden und (vermutlich) auch Schadensersatz leisten müssen, scheint sich das Geschäft zu lohnen.

  11. Olivia Jones, für ein bisschen mehr open-mindedness in der Volksmusik.
    Ob die Zielgruppe das mag? So, wie Statements gegen rechts? ;)

  12. „Liebstes Tagebuch,ich musste feststellen,das die Liebe zu einer Schlagerkönigin,die sonst nienienienienie in der Klatschpresse zu Gast ist, problematisch ist…
    Hoffentlich erinnere ich mich bei Zeiten daran….
    sollte ich jemals so blindblödverliebt sein…!
    Dein Martin“

  13. Mein lieber Lars die Dummen sterben nie aus .Ich bin seit 5o Jahren mit meinem Mann zusammen,bin 74 Jahre alt und habe bestimmt auch mehr Erfahrung als Sie im Leben gesammelt.Menschen die beleidigend sind,darf man nicht ernst nehmen.Das ist meine Meinung zu Ihrem Kommentar Sie wissen wahrscheinlich nicht was Anstand heißt.

  14. Problematisch, o dauerhochverwirrter Martin Däniken, sind wohl eher die Klatschredakteure, die sauer sind, dass sie bei Helene Fischer nicht landen konnten.

    Jedenfalls liest sich das so, und falls das nicht der Fall sein sollte, liebe Kollegen von der Klatschfront, macht halt eine Schlagzeile aus der Unwahrheit.

  15. „Menschen die beleidigend sind,darf man nicht ernst nehmen.“

    vs.

    „Das ist ein falscher Fufziger wie man so schön sagt.“

    Das ist doch geplant, das schreibt doch keiner im Ernst. Das ist Gonzo-Satire, jawoll.

  16. Noch etwas mein lieber Lars.Ich denke doch jeder Mensch darf seine Meinung äußern ob richtig oder falsch.Doch keiner hat das Recht einen Anderen wegen eines Kommentaren der Ihm nicht gefällt zu beleidigen Das gebietet schon der Anstand.

  17. Eine Satire ist anders die ist lustig.Aber gesunder Menschenverstand und Erfahrung fehlt vielen Das merkt man des öfteren lieber Herr Pannor.Aber der Anstand gebietet immer Höflichkeit und Ehrlichkeit und keine Beleidigungen.Vielleicht hat Ihnen noch keiner gesagt

  18. Man könnte das ja ernstnehmen, Frau Dilling. Aber dann wären Sie mit dieser tratschtantenartigen Giftmaulheit, mit der Sie sich in Sachen einmischen, die Sie nichts angehen, Teil des Problems.

    Oder ich sag mir, Sie sind ein Satireprojekt und als solches von einer gewissen bitteren, aber entlarvenden Komik.

  19. Ich fürchte, Ulrike ist echt.
    So sind sie, die Beleidigenden, die sich dann auf den Anstand berufen, wenn deren Beleidigungen zurück gespiegelt wird.
    Kennt man leider zur Genüge.

    Und sie wird es nicht verstehen.

    Ich muss Lars Recht geben: Ulrike, schäm dich, du bist aktiver Teil dessen, was diese Klatschblätter und deren schändliches Werk am Leben hält.

  20. Ich glaube dass ich dies nicht hinnehmen muss.Das ist primitiv und beleidigend Herr Pannor.Bei Ihrer Erziehiehund würden Anstand und Höflichkeit ausgelassen.Ich werde mit meinem Mann sprechen und mit ihm beraten,ob ich vielleicht rechtliche Schritte gegen Sie einleiten kann.Denn Beleidigungen muss ich nicht hinnehmen.Jeder kann in unserem Staat frei seine Meinung äußern und muss sich nicht beleidigen lassen.Sie hören noch von meinem Anwalt,es sei den dass Sie sich ganz einfach und formlos entschuldigen.Mit frdl Gruß

    Ulrike Dilling.

  21. Ich habe keinen Erzziehund. Sowas ist Tierquälerei. Schämen Sie sich.

    Das System Klatschblatt lebt leider von der Tatsache, dass es Menschen gibt, die sich ungefragt in anderer Leute Privatleben einmischen.

  22. Man kann der/dem Autor*in hinter „Ulrike Dilling“ nur gratulieren. Der Duktus, in dem Verantwortliche aus den Regenbogenredaktionen sich manchmal äußern (z.B. in Interviews), ist wirklich exakt getroffen.

    Da werden Menschen, die man persönlich gar nicht kennt, beleidigt und diskreditiert (in Kommentar #4 befinden sich fast genauso viele Beleidigungen wie Sätze) und Beziehungen anderer Menschen abgewertet. In Bezug auf die eigenen Person wird dagegen auf Anstand und Moral gepocht. War nicht in einem Beitrag erst letztlich zu lesen, daß laut Selbstdarstellung der Verlage das Schreiben für Regenbogenhefte die „hohe Schule des Journalismus“ sei?

    Ob hinter „Ulrike Dilling“ dieselbe Person steckt wie hinter „Lars“? Immerhin hat „Lars“ bereits in Kommentar #6 gewusst, daß „Ulrike Dilling“ heterosexuell und verheiratet ist. Dabei hat „Ulrike Dilling“ erst in Kommentar #13 ihre sexuelle Orientierung thematisiert.

  23. Nein, Frau Dillings Text ist der Grubenhund:

    „Ein Grubenhund ist eine spezielle Form einer Zeitungsente und war vor allem in Österreich vom Anfang bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts verbreitet. Er besteht in einem überzeugend formulierten, aber faktisch unsinnigen Leserbrief, mit dem eine Redaktion hereingelegt wird, indem sie ihn abdruckt, ohne den inhaltlichen Unsinn zu bemerken. Der Name geht auf einen satirischen Text von Karl Kraus zurück.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Grubenhund_(Zeitung)

  24. Frau Dilling,

    offenbar kennen Sie Herrn Silbereisen und Herrn Seitel persönlich, oder woher wissen Sie bei wem Helene Fischer „Liebe und Geborgenheit“ bekommt und wer ein „falscher Fuffziger“ ist? Warum raten Sie Frau Fischer in diesem Zusammenhang ihr „Bankkonto im Blick“ zu behalten. „Es kommt eine, die noch berühmter ist.“ Wohin? Warum? Was macht die dann? Mit welcher Begründung sprechen Sie Kommentatoren den „gesunden Menschenverstand“ ab? Und vor allem: Warum lesen Sie Übermedien?

  25. die schmierigen Lügner in den Klatsch-Redaktionen hören erst dann mit ihrem dreckigen Geschäft auf, wenn die Politik endlich den Hintern hoch kriegt und die gesetzlichen Voraussetzungen dafür schafft, dass derartige fortgesetzte Lügen, Herabwürdigungen und Rufschädigungen auch entsprechende drakonische finanzielle und auch persönliche juristische Folgen für die Verantwortlichen haben. Dabei darf es nicht bei Strafen bleiben, die die Gossenblätter aus der Portokasse zahlen, sondern müssen Buß- und Entschädigungssummen aufgerufen werden können, die für die Blätter existenzgefährdend sein können. Es dürfen auch endlich keine Widerstände mehr gegen Haftstrafen für die Verantwortlichen bestehen. Anders wird man diese widerwärtigen Zeitgenossen wohl nicht zur Besinnung bringen können. Da deren fieses Geschäft mit Journalismus ohnehin nichts zu tun hat, können sie sich auch nicht auf wie auch immer geartete Freiheiten berufen.

  26. An None

    Ich lese keine Klatschspalten aber wahrscheinlich Sie .Denn Sie wissen wahrscheinlich mehr als ich.Aber beleidigen lasse ich auch nicht von Ihnen.Man muss auch zwischen den Zeilen lesen können .Das ist Ihnen wohl unbekannt oder Sie kennen das nicht

  27. Und noch einen schönen Gruß an Frau Dilling.

    Wer, wie Sie, sich seine Bildung aus dummdreisten Klatsch- und Tratschblättern zusammenbastelt, die täglich Lügen verbreiten, Persönlichkeitsrecht- und Privatsphäreverletzungen begehen und den Ruf anderer Menschen schädigen, sollte das Mundwerk besser nicht so voll nehmen und von seiner angeblichen Lebenserfahrung schwadronieren. Sie sind jedenfalls eine dieser nützlichen Idiotinnen, die diese schmierigen Lügenfabrikanten genannter Gossenblätter zum Überleben brauchen.
    Im Übrigen haben Sie eine Rechtschreibung und Grammatik wie ein Grundschüler – wo sich der Kreis mit der Bildung aus dummdreisten Klatsch- und Tratschblättern wohl wieder schließt.

  28. „Da deren fieses Geschäft mit Journalismus ohnehin nichts zu tun hat, können sie sich auch nicht auf wie auch immer geartete Freiheiten berufen.“

    Ein – mit Verlaub – hochgradig gefährlicher Satz. Selbstverständlich gelten alle Freiheiten des Grundgesetzes (und alle durch spezielle Gesetze vorgeschriebenen Einschränkungen) auch für Klatschgeschichtenerfinder.

  29. wir reden hier von den speziellen Freiheiten, auf die sich gerne jene berufen, die sich Journalisten zu nennen pflegen, die diese Freiheiten aber tatsächlich nur missbrauchen um ihr dreckiges Geschäft aus Lügen, Hetze und Persönlichkeitsrechtsverletzungen betreiben zu können. Da das mit Journalismus nichts zu tun hat, können sie sich auch auf diese Freiheiten nicht berufen. Die Formulierung „auch immer geartete Freiheiten“ bezog sich nur darauf.

  30. Liebe Frau Dilling, natürlich haben Sie Recht, jeder darf seine Meinung äußern, man muss es aber nicht.
    Vielleicht wären Sie geneigt mir einfach noch zwei Fragen zu Ihren Ansichten zu beantworten:
    Finden Sie es nicht auch beleidigend eine Person, die sie nicht kennen als „falschen Fünfziger“ zu bezeichnen.
    Und wenn Sie keine Klatschspalten lesen, woher haben Sie dann Ihre Kenntnisse über den bedenklichen Charakter des Herrn Seitel?

  31. @ Schmidt123:

    Das ist doch ein reales Dilemma! Natürlich hat das Treiben der Klatschblätter nichts mit Journalismus zu tun. Es verletzt auch häufig die Rechte von Personen (in diesem Falle des Herrn Seitel) – nur wüsste ich nicht, wie man anders als durch Klagen im Einzelfall dagegen vorgehen kann. Die Alternative wären Gesetze, die die Freiheit der Presse einschränken, und die deshalb auch auf wirklichen Journalismus zurückschlagen würden.

    Ich wüsste jedenfalls nicht, wie man ein Gesetz formulieren müsste, dass einerseits Herrn Seitel vor Diffamierung schützt und andererseits echte Journalisten nicht daran hindert, z.B. über korrupte Politiker zu berichten. Dialektik der Freiheit; Widersprüche, die sich einfach nicht auflösen lassen.

    Ich glaube, es gäbe nur einen Weg, die Klatschpresse zu stoppen: Dass niemand mehr ihre Erzeugnisse kauft. Dafür scheint der Quatsch aber für seine Zielgruppe viel zu interessant zu sein…

  32. Nachtrag: Spätestens seit dem Beitrag #29 halte auch ich „Ulrike Dilling“ für einen eisern konsequenten Spaßvogel. Mein Respekt: Wer es schafft, über soviele Beiträge derart kohärent einen Deppen zu spielen, muss einiges auf dem Kasten haben.

    Stefan Pannor danke ich für den Begriff des „Grubenhunds.“ Wieder was gelernt.

  33. @35
    Ich schwanke da noch…
    @34
    Die Pressefreiheit steht aber nicht über der Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG)

  34. Vielleicht könnte man eine Beziehung stiften zwischen Herrn Seitel und Camilla Parker-Bowles. Also quasi eine Band Bank der Promis.
    Die berechtigte Hoffnung besteht, dass die Knallblätter dann hyperventilieren und sich das Problem somit… biologisch löst. Frau Dilling, bitte übernehmen Sie. Ein heiratsschwindelnder Stripper und eine alkoholabhängige Nymphomanin, come on, da muss doch was gehen!
    Und wenn Sie das jetzt als Beleidigung empfunden haben, teile ich auf Anfrage selbstverständlich eine ladungsfähige Anschrift mit.

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