Wenn das Artensterben den Nachschub an niedlichen Tiervideos bedroht

In der vergangenen Woche hat der Weltbiodiversitätsrat (die Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services IPBES) einen erschreckenden Bericht über das Artensterben veröffentlicht. Die Erkenntnisse dieses UN-Reports vermitteln sichtbar, quantifizierbar und schwer verdrängbar den destruktiven Einfluss des Menschen auf die Umwelt, die Artenvielfalt, auf die eigenen Lebensgrundlagen.

Eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Es wird geschätzt, dass viele von ihnen in den kommenden Jahrzehnten verschwinden werden. Täglich sind es bereits rund 130 Arten. Es handelt sich um das größte menschenbedingte Massenartensterben unserer Geschichte. Die letzte Dezimierung dieser Größenordnung war das Aussterben der Dinosaurier.

Das bedeutet, wir sind für unseren Planeten nun so hilfreich wie ein riesiger Asteroid. „Die Erde hat Mensch“, wie der Astrophysiker und Philosoph Harald Lesch gerne sagt, und sie wird zunehmend kränker. Drei Viertel der Landoberfläche und zwei Drittel der Meere sind durch menschlichen Einfluss ökologisch belastet. Die Tragweite und Tragik dieser Befunde ist kaum in Worte zu fassen. Und daher sollten diese offiziellen, unleugbaren Befunde politisch wie medial mehr als ein Weckruf sein.

Während die menschengemachte Klimaerwärmung nach wie vor und fahrlässigerweise publizistisch eher als unsexy gilt (zu alarmistisch, zu abstrakt und immer diffus verängstigt, weil man Leser mit vermeintlicher „Ökodiktatur-Panik“ verprellen könnte), hat es die Meldung von den eine Million bedrohten Arten ohne Relativierung in die Leitmedien geschafft. (Dabei gäbe es durchaus Grund, an der plakativen Zahl zu zweifeln oder jedenfalls genauer zu erklären, auf welchen Annahmen und Schätzungen sie beruht.)

Eine gewaltige Resonanz konnte man auch beim Thema des Erhalts der Biene wahrnehmen; sie führte zum erfolgreichsten Volksbegehren der bayerischen Geschichte.

Diese neue Mobilisierung im Namen der Artenvielfalt freut mich, aber die jahrelange Lethargie, das Desinteresse, die Uninformiertheit (auch meine eigene) machen mich gleichzeitig wütend und erschüttern mich.

Alarmiertes Entsetzen – das auch Greta Thunberg regelmäßig in ihren Reden einfordert – ist die angemessene Reaktion. Journalistisch und medial muss mehr denn je gegen Unwissenheit, Apathie und wirtschaftlichen wie politischen Opportunismus gehandelt und aufgeklärt werden.

Jenseits der Leitmedien haben in den vergangenen Jahren online bereits einige Wissenschaftsjournalisten auf publizistischen Plattformen wie „RiffReporter“ oder „Krautreporter“ unermüdlich darauf hingewiesen, wie bedroht die Lage für Flora und Fauna ist. Dadurch, dass sie sich durch die (teils freiwillige) Unterstützung ihrer Leser finanzieren, sind sie nicht von einer unbedingten Maximierung ihrer Reichweiten abhängig – und mussten nicht die im Wissenschaftsjournalismus ungefälligeren Themen Umwelt und Ökologie zu meiden.

Abgesehen davon aber herrschte, bis zum aktuellen Tipping-Point der publizistischen Aufmerksamkeit, eine seltsame Ungleichheit zwischen Tierliebe einerseits und einem Desinteresse an ökologischen Zusammenhängen andererseits. Dabei gibt es eine Möglichkeit, medial ein ökologisches Bewusstsein zu kultivieren, über einen der wichtigsten inhaltlichen Pfeiler des Internets: Tiervideos.

Tiere in Netzen

Menschen lieben Tiere. Menschen lieben Tiervideos. Menschen lassen zu, dass Tiere aussterben. Wie kommt es, dass Tiere in der realen Welt immer weniger werden, aber zugleich in der digitalen Welt immer präsenter?

Das Internet funktioniert und exis-tier-t nicht ohne Tiere. Es ist unmöglich, online zu gehen, ohne irgendwo ein mehr oder weniger süßes Wesen zu sehen. Versuchen Sie es mal! Die Katze gehört zum Netz wie das @-Zeichen. Tiere sind ein eigenes Meme-Genre. Tiere machen beim Yoga mit. Tiere gehen viral. Tiere können weltweite Kampagnen mobilisieren, wenn man beispielsweise an den Gorilla Harambe denkt. Bei YouPorn gibt es sogar eine Gattung von Homevideopornos, die sich dadurch auszeichnen, dass im Hintergrund eine Katze oder ein Hund dem Akt unbeeindruckt zuschaut.

Wie kommt es, dass uns bis vor kurzer Zeit die vielen Arten, die jetzt vom Aussterben bedroht sind, eher egal waren, zugleich aber noch nie so viele Tiervideos online waren, geteilt und gefeiert wurden?

Der Psychologieprofessor Peter Kahn benutzt den Ausdruck der „environmental, generational amnesia“, also der „Umwelt-Amnesie der Generationen“. Er beschreibt damit die Idee, dass jede Generation die Umgebung, in die sie hineingeboren wurde, als Norm wahrnimmt, egal wie entwickelt, urbanisiert oder verschmutzt sie ist. Das, was jede Generation also als “die Natur” wahrnimmt, ist folglich eine relative Wahrnehmung, basierend auf der Umwelt, in der sie aufwächst.

Zum Beispiel ist es heute für einen Zwanzigjährigen normal, dass nach einer langen Autobahnfahrt die Frontscheibe seines Autos sauber ist, weil es durch das Insektensterben weniger Insekten gibt, die dort kleben bleiben könnten.

Das Problem an dieser generationsspezifischen Vernormalisierung dessen, was der Standard einer gesunden Natur wäre, ist, dass man gar nicht sehen und verstehen kann, dass es ein Problem gibt.

„Es gibt eine sich ändernde Grundlinie dessen, was wir als die Umwelt betrachten, und da diese Grundlinie verarmt, sehen wir sie nicht einmal“, sagt Kahn. „Wenn wir nur versuchen, den Menschen die Bedeutung der Natur beizubringen, wird das nicht funktionieren. Sie müssen damit interagieren.“

Der Zwanzigjährige kann also schwer von allein wahrnehmen, dass es nicht normal ist, dass keine Insekten seine Fahrt kreuzten, weil er keine Erfahrungswerte und Vergleichsmöglichkeiten hat.

Parallel zu unserer generationsbedingten Amnesie entwickeln sich jedoch auf technischer Seite ganz neue Möglichkeiten und Kulturtechniken, um Natur, Tiere und Pflanzen zu dokumentieren und zu begreifen. Wir haben heute eine Fülle an Instrumenten und Plattformen, die durch ihre Niedrigschwelligkeit jedem Einzelnen die Möglichkeit bieten, ein gemeinschaftliches Archiv von Flora und Fauna zu pflegen.

Dank leicht verfügbaren Drohnen oder auch mittels Virtual-Reality-Brillen können wir plötzlich ein neues Gefühl für unsere Umgebung bekommen, die Erhabenheit der Topographie, die Schönheit unserer Welt von oben und unten begreifen. Jeder einzelne kann sich eine ganz neue Perspektive zur Welt verschaffen und diese Perspektive mit jedem teilen.

Auch die GoPro-Kamera ermöglicht eine neue Mobilität und Flexibilität unserer Bewegungen durch tierische Territorien und hat inzwischen sogar ein eigenes Naturfilm-Genre hervorgebracht: Tiere, die Kameras klauen.
Durch diese animalische Avantgarde bekommt man zum Beispiel Einblicke in das Leben eines Kraken …

… oder einer Seemöwe.

Dank guter Zooms und genügend Speicherplatz in jedem gängigen Smartphone sind für jeden nun dokumentarische Aufnahmen möglich, die einzigartige Momente tierischen Lebens festhalten können, weil jemand zur richtigen Zeit das Handy zückt. Heinz Sielmann wäre heute vermutlich YouTuber.

Dank unserer technischen Errungenschaften sind wir endlich in der Lage zu beweisen, dass Katzen Klavier spielen oder „Mama“ sagen können oder Ninjas sind; wir schauen Hunden beim Sport zu oder und erwischen sie dabei, wie sie auf Pferden reiten; wir sehen, wie Affen Selfies machen oder Vögel Journalisten ärgern.

Aber wie hängt nun unsere Tiereuphorie in den sozialen Netzwerken und auf Videoplattformen mit dem Thema der rapide sinkenden Artenvielfalt zusammen?

Drei Deutungsansätze:

  1. Die digitale Begeisterung für die Tierwelt, die durch neue Techniken ganz neue emblematische Bilder für unsere Tier-Medien-Kultur produzierte, ist der Versuch, unsere Generations-Natur-Amnesie zu kompensieren. Da wir im urbanen Raum immer weniger Zugang zur Natur haben, wir aber auch zu bequem sind, uns welchen zu verschaffen, holen wir uns die Natur aufs Handy. Ein Delphin-Video pro Tag und wir sind wieder versöhnt mit unserem urbanen Lebensraum.
  2. Tier-Content hilft uns zu verdrängen, dass Tiere wegen uns leiden. Ein Eskapismus bestehend aus Flausch und Kindchenschema, der uns mit gerade so viel Awwwww versorgt, wie nötig ist, um nicht an gestrandete Wale und zerstörte Korallenriffs zu denken.
  3. Es ist der unbewusste Versuch, die Anteilnahme für Umwelt und Tieren digital herzustellen, unsere Generation-Amnesie zu überwinden, indem man neue „Erinnerungen“ an „eine richtige Natur“ schafft. Durch das Archivieren, Dokumentieren und Zeigen von Natur vergegenwärtigen wir uns selbst die Notwendigkeit, etwas für die Natur zu tun, und schaffen gleichzeitig ein Archiv für nachfolgende Generationen.

Für Dinge, an die man sich erinnert, kämpft man mehr, als für Dinge, deren Wichtigkeit man nur faktisch vermittelt bekommt. Was für eine Energie wir kanalisieren könnten, wenn jeder der Millionen Zuschauer der viralen Videos, Pate eines der eine Million aussterbenden Tiere werden könnte. Hinter jedem Tier-Video müsste von nun an eine Warnung auftauchen:

Tut uns leid, dieses Tier ist in deinem Land bald nicht mehr verfügbar.

16 Kommentare

  1. Das ist natürlich alles richtig, aber dieser Blick auf Tier und Umwelt hat auch eine bedenkliche Seite: Er neigt zur Romantisierung der Natur und zur Verachtung des Menschen. Vergessen wird dabei, dass die Menschheit gerade vor allem dabei ist, die Erde zu einem für sie selbst unerträglichen Ort zu machen. „Die Natur“ zerstören kann sie nicht; die Evolution wird auch nach dem sechsten „Großen Massenaussterben“ weitergehen. Sich selbst zerstören kann sie schon.

  2. „Menschen lieben Tiere.“
    Aber nur die knuffigen (mit Namen), die nicht auf den Teller kommen. Oder wer isst kommenden Samstag seinen Hund vom Grill?

    @1: Vielleicht eitert die Erde uns einfach raus. Dann können wir uns einfach weiter verhalten, wie der Parasit, der wir nicht sein müssten. Beruhigender Gedanke, dass schon alles gut wird für Mutter Erde. Keine Handlungskonsequenzen für progressionsmüde Westeuropäer, nice.

  3. @ Anderer Max:

    Keine Handlungskonsequenzen für progressionsmüde Westeuropäer, nice.

    Wie, in aller Welt, kommen Sie auf die Idee, das wäre meine Position?

  4. Der „Anderer Max“ weiß immer ganz genau, was die anderen Kommentatoren hier denken und hält es offenbar für seine Lebensaufgabe, diesen das immer und immer wieder mitzuteilen. Seit einiger Zeit sind Sie anscheinend sein bevorzugtes Zielsubjekt.

  5. Solange es Katzen gibt, gibts auch keine Probleme…
    Manchmal ist es doch ganz einfach!https://www.iflscience.com/environment/science-shows-watching-cat-videos-good-you/
    Ja,an euch habe ich auch gedacht:
    https://www.tierisch-wohnen.de/katze/katzen-fuer-allergiker-schluss-mit-dem-katzenjammer/
    An euch habe ich auch gedacht:
    http://dasfilter.com/buzz/katzen-gifs-vom-katzenhasser-heute-ist-weltkatzentag
    Zebras und Pinguine sind auch nicht optimal(ab 2:05)
    https://www.youtube.com/watch?v=6Dyj0m4npkU
    Artenvielfalt….
    wird überschätzt!

  6. @3: Weil ich die Natur romantisiere und den Menschen verachte, natürlich! Frank Reichelt weiß das schon!
    Ernsthaft: Ihre semantische Spielerei mit dem Wort „Natur“ (und der daraus abgeleiteten Unzerstörbarkeit selbiger) spricht den Menschen als Verursacher von seiner Schuld frei. Wenn etwas nicht zerstört werden kann, kann auch niemand dafür verantwortlich sein.
    Wir sind aber Teil dieser Welt. Wenn wir uns auslöschen, löschen wir auch Milliarden anderer Arten aus. Verantwortung und so.
    Davon abgesehen wissen Sie überhaupt nicht, ob es nach dem nächsten Massensterben weitergeht. Vielleicht ist es das letzte Massensterben – Die Theorie existiert.
    Vielleicht wäre die nächste Eiszeit auch ohne Menschen gekommen. Wissen Sie’s? Wird keiner mehr da sein, um das klug zu erörtern, fürchte ich. Die Frage ist nun, ob man da was gegen machen will oder nicht.
    Die Feststellung, dass wir uns nur selbst, „die Natur“ aber nicht zerstören können bringt uns ja irgendwie auch nciht weiter.

    Oder um es in den Worten der Autorin zu sagen:
    „eine seltsame Ungleichheit zwischen Tierliebe einerseits und einem Desinteresse an ökologischen Zusammenhängen andererseits“

  7. @ Anderer Max:

    Ich habe oben geschrieben, die Menschheit wäre gerade dabei, den Planeten zu einem unerträglichen Ort zu machen und sich selbst auszurotten. Sie haben mir daraufhin a) unterstellt, ich sähe „keine Handlungskonsequenzen für Westeruopäer“, und b) ich spräche die Menschheit von ihrer Schuld frei.

    Mein Schluss daraus: Ich kann mit Ihnen nicht diskutieren, weil Sie ständig Quatsch interpretieren und dann stur daran festhalten. Stelle jede Diskussion mit Ihnen hiermit ein.

  8. Hunde- und Katzenvideos allgemein haben mit „Natur“ wenig zu tun. Sie sind so domestiziert wie der Mensch. Katzen und Hunde sind nur eine Begleiterkrankung der irdischen „Hominose“. Sie sorgen nur dafür, dass sich der „Parasit Mensch“ besonders wohl fühlt.

    Und auch sonst interessiert dieses Internet (Subjekt) die Natur (Objekt) keine Bohne. Tiere sind v. a. dann interessant, wenn sie sich besonders unnatürlich verhalten oder aber ihre natürl. Verhaltensweisen extra naturae besonders absurd wirken. Die domestizierte Katze ist für beides bekannt.

  9. Irgendwie verstehe ich diesen Artikel nicht. Bei allen meinen diesjährigen Autofahrten über längere Strecken in diesem Jahr war meine Frontscheibe voll von getöteten Insekten. Woran mag das liegen?
    a) Ich bin mehr als doppelt so alt wie ein Zwanzigjähriger.
    b) Ich habe die letzten Insekten getötet.
    c) Es gibt keine Maikäfer mehr.
    d) Alarmismus und Betroffenheit sind keine wissenschaftliche Begriffe.

  10. „Katzen und Hunde sind nur eine Begleiterkrankung der irdischen ‚Hominose‘. Sie sorgen nur dafür, dass sich der ‚Parasit Mensch‘ besonders wohl fühlt.“

    Die Erde als krankes Lebewesen, der Mensch als Parasit – und was macht man gemeinhin mit Parasiten, damit der Patient gesund wird? Man bringt sie um (vgl. Bandwurm). Das ist genau die bedenkliche Seite der Metaphorik, die ich in #1 gemeint hatte.

  11. Kakapo,

    e) Sie tun so als wäre anekdotische Evidenz das gleiche wie ein empirischer Beweis bzw. Sie hoffen, dass alle anderen Ihnen das glauben.

    Sie müssen nun ganz stark sein: selbst wenn Sie Millionen Fruchtfliegen bei sich daheim im Biomüll züchten (sollten), hätte das auf die Umweltproblematik keinerlei Einfluss. Die reine Existenz von Insekten (einige davon als Art in der Tat sehr anpassungs- und überlebensfähig) sagt nichts über Insektenvielfalt aus. Und nichts über die Insekten, die Sie nicht an Ihrer Windschutzscheibe finden.

  12. Lieber Stefan,
    sie haben leider die Signifikanz meiner Anmerkung nicht erfasst. Im Artikel wird die Behauptung aufgestellt, ein 20jähriger würde beim Fahren längerer Strecken mit dem Auto in Deutschland keine toten Insekten auf der Windschutzscheibe sehen. Diese Behauptung lässt sich durch eigene Alltagserfahrung widerlegen und ist damit falsch, unglücklich, übertrieben, Lügenpresse, unwichtig (Wort nach eigener politischen Überzeugung wählen). Wenn ich aber eine Behauptung eines Artikels widerlegen kann, sind andere Behauptungen, zu denen ich keine Alltagserfahrung habe (wie z.B. das Artensterben selbst) nicht mehr sehr überzeugend. Das Problem vieler Artikel über das Artensterben oder die Klimakatastrophe ist, dass sie zwar auf wissenschaftlichen Erkenntnissen fußen, selbst aber nicht wissenschaftlich Anforderungen entsprechen. Dies hilft der Sache nicht weiter.
    Wie Sie zu recht ausführen, ist die Windschutzscheibe kein Indikator für das Artensterben, aber warum dann diese blödsinnige und falsche Behauptung aufstellen, es gebe keine toten Insekten auf der Scheibe?

  13. @KAKAPO3

    Es geht darum, dass es weniger Insekten auf der Windschutzscheibe sind als vorher. Und das ist sehr wohl untersucht und bekannt.

  14. @ichbinich
    1. Im Artikel ist von sauberen Windschutzscheiben die Rede nicht von weniger dreckigen.
    2. Ich halte es für ausgeschlossen, dass es wissenschaftliche Untersuchungen über den Verdreckungsgrad von Windschutzscheiben gibt. (Bitte Quellen falls doch)
    3. Es handelt sich bei Windschutzscheiben eher um einen dummen Spruch. Schön nachzulesen beim NABU „Manchen wird es freuen, wenn die Windschutzscheiben weniger verdrecken.“ Witzig aber irrführend.
    4. Die Windschutzscheiben gehören zum Phänomen Insektensterben im Artikel geht es um Artensterben.
    5. Wissenschaftliche Herangehensweise bedeutet Beobachtungen ernst nehmen. Derhalb hier nochmals die Beobachtung: Windschutzscheiben verdrecken heute genauso wie früher.
    6. Bedeutet dies einen Widerspruch zur Beobachtung des Insektensterbens. Nein. Man muss nur die Zeit nehmen es zu erklären. Ich würde beim Ökosystem anfangen, wo sich Windschutzscheiben meistens aufhalten: Autobahnen. Die Insekten dort sind wahrscheinlich resistenter (und in der Artenvielfalt reduziert) und möglicherweise daher vom derzeitigen Sterben weniger betroffen als die Population einer Blumenwiese.
    7. Dieses irrationale Beharren auf eine falsche Behauptung bildet ein Einfallstor für die Leugner von Umweltproblemen und wurde ja z.B. auf der Achse des Guten weidlich ausgewalzt. Da ich solche Seiten normalerweise nicht lese, wusste ich das nicht.

  15. @15: Sie haben nicht verstanden, dass die Existenz einer Bakterienkultur nicht vom Nährboden in der Petrischale abhängt. Die macht es nur sichtbar für unsere Augen.

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