Til Schweiger und Jan Ullrich im Medienpuff von „Bunte“ und RTL

Schauspieler Til Schweiger hat seinen Finca-Nachbarn, den Ex-Radprofi Jan Ullrich, einer Zwangsmedientherapie ausgeliefert. Schweiger hielt das offenbar für eine kluge Idee – bis heute.

Hier finden Sie Schweigers (geänderten) Facebook-Post.

14 Kommentare

  1. RTL, BUNTE, BILDblöd, Boulevard, Gossen“journalismus“, TillSchweiger …
    Jetzt will er nicht mehr mit der bösen BUNTE reden. Der Schauspieler ist ein echter Blitzmerker. Und wen er den Mund aufmacht, merkt man sofort: der Mann ist so wahnsinnig blitzgescheit.

    Warum nur krieg ich immer das Kotzen bei dem Typen?

  2. Warum kann man diesen Mann nicht in Ruhe lassen? Ihm wird es wahrscheinlich psychisch so schlecht gehen dass er zu Drogen und Alkohol greifen muss. Lasst den Jan Ullrich in Ruhe, zudem hat er einen elfjährigen Sohn für den es bestimmt nicht toll ist zu lesen! Armes Deutschland Hauptsache wird mit dem Finger wieder auf andere gezeigt.. jeder kehre vor der eigenen Haustüre und die Welt wäre sauber !!

  3. @Maike: Naja, das ist ja das Dilemma jeder Medienkritik. Dass auch übler Scheiß zwangsläufig wiederholt und weiterverbreitet werden muss, um ihn zu kritisieren. Der aufklärerische Wert bei so einer Ekel-Berichterstattung mag überschaubar sein, ich find’s aber in jedem Fall okay, das so zu verarbeiten. Und da Ignorieren für Medienjournalisten eben eh nicht die erste Option sein kann, ist das für mich die beste Form auf diesen Irrsinn zu reagieren.

    Schön gemacht jedenfalls, Boris Rosenkranz!

  4. @Hanno,
    nein, dem muss ich leider ausdrücklich widersprechen. Eine fundierte Medienkritik ist keineswegs darauf angewiesen, Bilder in denen jemand in einer, wie ich finde, demütigenden Situation gezeigt wird, zu wiederholen. Ganz offensichtlich kann die Medienkritik sich beispielsweise der Textform bedienen etc. etc. Ich bin ja selber nicht frei von so voyeuristischen Impulsen, sonst hätte mich diese Ullrichgeschichte ja gar nicht interessiert, aber das sollte schon kritisch reflektiert werden. Von jemandem mit einiger Reichweite wie Herrn Rosenkranz schon mal doppelt.

  5. @Maike: Ich habe nicht behauptet, dass Medienkritik darauf angewiesen sei, zwangsläufig alle möglichen (demütigenden) Bilder zu zeigen, sondern nur das allgemeine Dilemma beschrieben. Ob und wie sowas dargestellt/kritisiert werden sollte, bleibt natürlich eine Frage des Einzelfalls. Texte, die man aufgreift, müssen da aber nicht unbedingt weniger demütigend sein als Bilder. Und in diesem Fall: Du willst auf eine Berichterstattung, die im Wesentlichen durch das Zeigen dieser Bildern geprägt ist, mit einer Kritik in Textform reagieren? Um darin das Offenkundige zu beschreiben, das das Ganze in Form und Inhalt ein riesiger heuchlerischer Irrsinn ist?

  6. „Und in diesem Fall: Du willst auf eine Berichterstattung, die im Wesentlichen durch das Zeigen dieser Bildern geprägt ist, mit einer Kritik in Textform reagieren? Um darin das Offenkundige zu beschreiben, das das Ganze in Form und Inhalt ein riesiger heuchlerischer Irrsinn ist?“

    Ja, natürlich will ich das. Wenn es sowieso offenkundig ist, warum muss ich dann so extensiv diese Bilder wiederholen? Absolut unnötig. Hätte doch zB völlig gereicht, die Situation mit dem Fotografen vor der Villa zu zeigen (in der nichts passiert). Und ja, natürlich erwarte ich von einem Journalisten mit professionellem Anspruch, dass er etwas erzählen oder schreiben kann, was nicht gezeigt werden sollte. Du scheinst das ja „schön“ zu finden, wie es gemacht ist, ich finde es, je länger ich drüber nachdenke, ziemlich unangemessen. Diesen voyeuristischen Exzessen sollte sich entgegengestellt werden, genau das tust Du (und Rosenkranz) nicht.

  7. Vielleicht bin ich ja tatsächlich ziemlich abgestumpft, aber die einzigen Bilder, das mir als problematisch aufgefallen sind, sind die, wo Jan Ulrich mit nacktem Oberkörper und „Hose auf Halb Acht“ aus seinem Haus kommt. Ansonsten ist da noch die Szene, wo er aus der Haft kommt und recht souverän mit wenigen Worten die Reportermeute abbügelt. Der Rest sind dann Bilder der TV-Moderationen und weitere O-Töne. Und das, was Boris Rosenkranz dazu sagt. Und ja, es geht um Voyeurismus. Etwas schwierig den dann nicht auch zu zeigen.

  8. #6: „Hätte doch zB völlig gereicht, die Situation mit dem Fotografen vor der Villa zu zeigen (in der nichts passiert).“

    Ach, also die für die Ullrich absolut unvorteilhafteste Szene hätte gereicht? Das klingt angesichts der vehement vorgetragenen Kritik an den Bildern dann doch etwas … seltsam.

  9. Ich schaue die hier im Video gezeigten RTL Sendungen nie an. Wenn ich jetzt das Video sehe weiß ich auch das ich zurecht auf die Sendungen verzichte.

    Wenn ich allerdings jetzt lese was beim neuesten BILD Bericht zu Jan Ullrich steht, ist RTL ja noch harmlos.

    Die BILD fragt ihre Leser nach Fotos oder Videoaufnahmen vom Polizei Einsatz vor dem Hotel in Frankfurt. Da fehlen einem die Worte.

  10. Bei der Szene, wo er angeblich „losgestürmt“ ist, sieht man, dass das nicht stimmt. Diese Diskrepanz zwischen Behauptung und Tatsache kriegt man anders nicht so offensichtlich hin.

  11. @mycroft: Genau. Das ist ja der eigentliche Spin des Videos: Dass das, was man tatsächlich sieht, eigentlich halb so wild ist – und nur diese RTL/„Bunte“-Meute daraus partout einen Skandal machen will. Und natürlich, wie grandios Til Schweiger das Ganze mit seiner „Medientherapie“ angeleiert hat.

  12. Skandal! Wurde Schweiger wegen der frauenfeindlichen Beleidigung schon angezeigt? Und warum sind Schweiger und Ullrich eigentlich keine Freunde mehr? Sie scheinen ähnlich wenig Achtung vor Frauen zu haben.

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