Live: Alles, was n-tv und Welt nicht so genau wissen

„Amokfahrt in #Muenster: Große Anteilnahme“, meldete die Mediengruppe RTL am Sonntag auf Twitter. Und weil sie Mitgefühl bei RTL in Prozent messen, folgte auch gleich der Beleg:

„Insgesamt 7,24 Mio. Zuschauer informierten sich gestern bei @ntvde. Die Breaking News ab kurz vor 17 Uhr erzielten Marktanteile von im Schnitt bis zu 3,5%.“

Anders gesagt: Es gibt etwas zu feiern bei RTL! Aber nicht, ohne den Tweet noch mit „Herzliches Beileid den Opfern & ihren Angehörigen“ zu beenden, so viel Anstand muss bei aller Quotenfreude schon sein.

Vermutlich halten sie es für einen Ausweis von Qualität, dass so viele Menschen am Samstag n-tv, den so genannten Nachrichtensender der Mediengruppe, einschalteten, um sich über die Lage in Münster zu informieren. Das Problem ist nur: Als Zuschauer wurde man weder bei n-tv noch beim Sender Welt (ehemals: N24) seriös informiert, ganz im Gegenteil.


Zwei Menschen wurden bei der Amokfahrt am Samstag getötet, viele andere schwer verletzt. Gut anderthalb Stunden nach der Tat gingen die beiden privaten Nachrichtensender mit dieser „Breaking News“ auf Sendung, und sie sollten es bleiben, viele Stunden lang, nahezu ohne Unterbrechung.

Landkarte von NRW, in der Münster einzeichnet ist, und daneben ein Foto des Reporters in Köln.
Telefonschalte: Aus Köln über Münster berichten Screenshot: Welt

Der Sender Welt hält es anfangs für eine gute Idee, mehrfach telefonisch zu einem seiner Reporter zu schalten – nach Köln, gut 160 Kilometer entfernt von Münster. Dort sitzt er dann, der Reporter, und erzählt, was er so mitbekommt, zum Beispiel im Internet. Mehrfach kann er Fragen der Moderatorin nicht beantworten, weil er ja nicht vor Ort sei. Was andererseits nicht hinderlich ist, das Geschehen aus der Ferne schon mal sachte zu interpretieren.

Man könnte diesen Job überall machen, zum Beispiel von Mallorca aus, vom Südpol, wenn man Netz hat, oder einfach aus der Welt-Redaktion in Berlin. Aber Fernsehsender, nicht nur private, bevorzugen es, Nähe vorzugaukeln, die keinerlei Mehrwert für die Berichterstattung hat.

Die Polizei hatte, wie in solchen Situationen üblich, früh darum gebeten, nicht über das Motiv des Täters oder den Tathergang zu spekulieren. Digitale Netzwerke quellen bei solchen Taten bekanntlich über vor Desinformation und bösen Gerüchten, was schlimm genug ist, und nicht steuerbar.

Besonders ärgerlich ist es dann aber, wenn an der Verwirrung auch noch Fernseh-Journalisten mitwirken, in Sendern, die lange von einem „Anschlag“ sprechen. Sie meinen: einen islamistischen Anschlag, und n-tv sieht für einen Anschlag längere Zeit „klare Hinweise“, was auch so eingeblendet wird.

Zwei Moderatoren (Mann und Frau) in einem Fernsehstudio mit einem männlichen Gast.
n-tv sieht „klare Hinweise“ für einen Anschlag. Screenshot: n-tv

Moderator Jörg Boecker von n-tv, der auch in der ARD moderiert, fasst den Irrsinn irgendwann unbewusst in einem Satz zusammen. Er plaudert über irgendwas, das er gerüchteweise vernommen hat, und sagt dann:

„Wir setzen ein Fragezeichen dahinter, weil wir es natürlich nicht wissen und die Polizei uns immer wieder gebeten hat, uns nicht an Spekulationen zu beteiligen.“

So ein Fragezeichen ist schon toll. Damit kann man jeden Quatsch in die Welt posaunen, und am Ende ist man vermeintlich fein raus. Solange man Unsinn als möglichen Unsinn kennzeichnet, so die Logik, ist das völlig in Ordnung. Auch wenn das dann keine Nachrichtensendung mehr ist, sondern Boulevard.

Kurios ist, dass die Moderatoren dieses bigotte Spiel stundenlang durchhalten. Sie glauben offenbar wirklich, dass man der Bitte der Polizei Folge leistet, indem man nur oft genug betont, dass man nicht spekulieren will, und jedes viertelgare Gerücht damit beginnt, dass es sich, „das wollen wir noch mal ausdrücklich sagen“, um eine „absolute Mutmaßung“ handelt.

„Es gibt Berichte, aber das sind nur Gerüchte“, sagt die n-tv-Moderatorin. Zum Beispiel von zwei Personen, die aus dem Fahrzeug geflüchtet sein sollen, das mal als Auto, mal als Kleintransporter, mal als LKW bezeichnet wird. Diese Personen hatten angeblich Augenzeugen gesehen, die Polizei ging diesem Hinweis auch nach. Die Polizei weiß aber, was Moderatoren weitgehend ignorieren: dass Augenzeugen vieles sehen, in Münster zum Beispiel Gespenster.

Der „Terrorexperte“ bei n-tv glaubt aber, dass es „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wenigstens Mitwisser“ geben werde, „wenn nicht auch noch Mittäter“ bei diesem „möglicherweise von langer Hand geplanten“ Attentat. Und wieso der Fahrer den Sprengsatz im Auto nicht gezündet hat, dafür gebe es „verschiedene Möglichkeiten“. Er nennt dann zwei, aber es ist die dritte: Der Mann hatte gar keinen Sprengsatz, nur ein paar Böller.


Fährt derzeit irgendwo ein Auto in eine Menschenmenge, liegt natürlich der Verdacht nahe, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Weil das schon so oft passiert ist. Aber gerade Taten wie die in Münster zeigen, dass nicht alles ist, wie es scheint, und dass es angebracht wäre, mit allergrößter Vorsicht zu berichten. Es hat auch immer wieder Fälle gegeben, in denen zwar Autos in Menschenmengen gesteuert wurden, aber nicht aus terroristischen Motiven.

Doch es geht bei solchen Taten derzeit immer nur darum, ob es wieder ein Ausländer war. Damit folgen die Sender der Erzählung einer rechten Bundestags-Partei und imitieren das Geschäft der Gerüchtestreuer im Internet.

Wenn es sich tatsächlich um einen Flüchtling handle bei dem Fahrer, überlegt der Welt-Korrespondent schon mal, sei das „natürlich Öl ins Feuer der AfD“, und die werde dann bestimmt die Kanzlerin verantwortlich machen, für „die Entwicklung hier in Deutschland, die unter Umständen dann zu solch einer Tat geführt hat“. Unter Umständen. Diese Entwicklung. „Aber das ist natürlich wilde Spekulation im Moment.“

Der n-tv-„Terrorexperte“ erzählt zwischendurch ein bisschen was über Salafisten, von denen manche „mehr wollen als einfach nur beten und missionieren“, wie er weiß, „die wollen tatsächlich auch Anschläge verüben“. Einmal, kurz, hält er es für möglich, dass sich alles in eine „völlig andere Richtung“ entwickle, und der Täter „möglicherweise psychische Erkrankungen“ hatte. Was dann, in der Welt des „Terror-Experten“, kein Terror sein kann, weil Terroristen ja geistig stets topfit sind.

Selbst als die „Süddeutsche Zeitung“ abends meldet, dass es sich offenbar um einen Deutschen handelt und ein Terroranschlag immer unwahrscheinlicher erscheint, lassen sie nicht ab von ihrer Idee, dass es vielleicht doch so war. Ist ja erst mal ein „Pass-Deutscher“, wie n-tv-Reporter Ulrich Klose sagt. Wer weiß da schon, ob nicht die nordafrikanische Oma des „Pass-Deutschen“ die Terrorzelle ihres Enkels bekocht. Da muss man vorsichtig sein.

„Für mich ist das Thema Terror noch nicht sofort vom Tisch“, stellt n-tv-Moderator Jörg Boecker nach der SZ-Meldung klar, dabei geht es null darum, was er meint, wie etwas sein könnte. Aber auf Bestätigungen und mehrere Quellen zu warten, dafür haben sie keine Zeit. Plötzlich gibt’s nichts mehr in der Welt, worüber Welt berichten könnte. Oder n-tv. Münster in Dauerschleife: Landkarten, wacklige Schwenks, und alles, was sie nicht so genau wissen.

Man muss das gesehen haben, und sei es nur in einem Zusammenschnitt, um sicher zu sein: Wenn etwas wie in Münster passiert, ist man besser informiert, je weniger man private Nachrichtensender sieht.

Nachtrag, 12:10 Uhr. In der ersten Version hieß es, die Sender wirkten an „Desinformation“ mit. Wir haben das korrigiert, da es sich laut Duden bei „Desinformation“ um „bewusst falsche Information zum Zwecke der Täuschung“ handelt, was wir nicht unterstellen wollten.

60 Kommentare

  1. DAs ist einer der Gründe warum ich solche Sendungen bei solchen Ereignissen bewusst boykottiere. Da leg ich lieber einen Film ein oder Musik und warte 1/2 Tag und informier mich dann über die Situation …

    Hat mich Nachrichten wenig zu tun … erst Recht wenn Experten dazu kommen …

  2. „Es gibt Berichte, aber das sind nur Gerüchte“ – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
    Stimme Herdir absolut zu, besser Fernseher aus bei solchen Ereignissen. Das macht sonst nur noch wütender.

  3. „Münster: Auto fährt gezielt in Menschenmenge“
    Selbstfahrende Killerautos in Münster unterwegs? Da kann einem ja Angst und Bange werden…

  4. Vielleicht sollte man separat noch über die verwendeten „Karten“ sprechen. Die sind nämlich ähnlich informativ wie der Rest der Sendung.

  5. Das Problem ist ja, dass nach solchen Taten offenbar immer ein enormes Interesse an Informationen besteht. Leider gibt es diese aber in so kurzer Zeit nicht, was dazu führt, dass ständig spekuliert wird.
    Die Frage wäre aber: Wie geht es denn anders? Einfach nicht informieren funktioniert ja leider auch nicht….

    P.S: wie können denn 7.24Mio Zuschauer ein Marktanteil von 3.5% sein? Oder zählen die das unterschiedlich (z. B. 7.5mio sind irgendwann mal kurz ausversehen auf NTV gelandet weil es zwischen RTL und ProSieben auf der Fernbedienung ist, aber 3.5% sind vor dem Fernseher eingeschlafen) ?

  6. Und dann sendet man auch in Dauerschleife, wie der (zur Abwechslung mal ortskundige) Lokaljournalist („berichtet für Radio Münster in Münster aus Münster“) als einziger sofort korrigiert, dass es sich mitnichten um eine Fußgängerzone handelt. Nur ein Detail, sicherlich, aber ein enthüllendes.

  7. Mir fällt dazu nur ein Wort ein: Armutszeugnis.

    „wie können denn 7.24Mio Zuschauer ein Marktanteil von 3.5% sein?“
    Sind sie nicht, steht aber auch nicht da.
    ist das „Insgesamt“ in der PM. Hochgerechnet 7,24 Mio. Zuschauer schalteten *irgendwann* während der gesamten *Sendestrecke* mal rein. Die 3,5 % geben den Marktanteil zu einem *Zeitpunkt* an.

  8. Der Begriff „Passdeutscher“ ist ja widerlich in dem Zusammenhang. Die Konnotation ist ja klar: Jemand, der im Pass Deutscher ist, aber nicht von Blut, nicht von Herkunft, nicht von Abstammung, nicht von Kultur, der ist ja kein echter Deutscher, der von Natur aus gar kein Terror machen könnte. So einen Passdeutschen unterscheidet ja nur ein bürokratisches Detail von jedem hergelaufenen Ausländer, dem kann man ja nicht einfach die Liebe zum Terror aus dem Migrationshintergrund rausschütteln.

    Die Berichterstattung und der Diskurs über solche Ereignisse ist zum Haareraufen – etwas anderes, das mich echt stört, ist diese künstliche Dichotomie aus Islamismus und psychischer Krankheit. Wenns kein Islamist war, dann wars ein psychisch Kranker, natürlich. Wenns aber ein psychisch Kranker Muslim war, ist trotzdem der Islam schuld: Sucht sich die Schwachen und radikalisiert sie. Es gibt offensichtlich ein sehr starkes Bedürfnis, Täter in Gruppen einzuordnen, weil man die Verantwortung dann einfach den Gruppen zuschanzen kann. So spart man sich eine echte Auseinandersetzung mit komplexen Realitäten.

  9. Wie wurde Jens R. zum Mörder zweier Menschen? Warum rutschte seine Gemütsverfassung so sehr ab? Hatte er zu viel Zeit durch sein berufliches Scheitern, und trieb exzessives RTL-Sehen ihn zu seiner Amoktat? Ich mache mal ein Fragezeichen dahinter, denn man weiß nur, dass Menschen mit mehr als einer halben Stunde Konsum der Sendungen aus der RTL Group pro Woche sowohl emotional veröden als auch an Denkfähigkeit einbüßen. Besteht in Fällen wie Jens R. eine neue Gefahr? Wir wissen es nicht. Sollten die Sender der RTL Group nicht trotzdem besser vor jeder Sendung vor den Risiken warnen müssen? Wer schützt die Fernsehzuschauer vor den Langzeitschäden des Gehirns? Ist Angela Merkel angesichts dieses Versagens noch tragbar?
    Fragen wir unseren Experten in seinem Homeoffice in Köln…

  10. Dieser Artikel überschreitet selbst die Grenze zum Unseriösen, das muss ich als Übermedien-Abonnent leider so feststellen. Ganz oben schon den Eindruck zu erwecken, RTL feiere den Terroranschlag, finde ich nicht in Ordnung. Natürlich war die Berichterstattung schlecht (die Schalte nach Köln ist absurd), aber die zahlreichen Hinweise auf Gerüchte und Mutmaßungen und den eigenen Standort (Köln) durch die Moderatoren selbst sind noch das Gute im Schlechten. Schlimmer wäre es doch, wenn der Hinweis darauf, dass die Angaben nicht bestätigt sind oder dass man NICHT in Münster ist, gefehlt hätten. Der Witz, schlechte Fußballer als „sogenannte Außenverteidiger“ oder Außenminister als Außenminister-Darsteller zu disqualifizieren, wird auch nicht besser, wenn man ihn auf die „so genannten Nachrichtensender“ n-tv und Welt anwendet. Wenn die Moderatoren und Experten mit dem Wort „Anschlag“ nur und ausschließlich einen islamistischer Anschlag gemeint haben, das Wort „Anschlag“ also scheinbar glasklar nur diese Art von Ereignis meint, warum spricht Herr Rosenkranz dann selbst weiter unten von „Terroranschlag“? Das macht ja nur Sinn, wenn es auch anderen Anschlagsarten gibt- und siehe da: Anschlag ist laut Duden ein „gewalttätiger, auf Vernichtung, Zerstörung zielender Angriff“. Demnach konnte man ab dem Zeitpunkt, wo feststand, dass es kein Unfall war, von Anschlag reden. Einen Oberbegriff zu benutzen, weil man es noch nicht genauer weiß, finde ich zulässig. Eine Sache fällt mir noch ein: Twitter-Meldungen wiederzugeben, ist ziemlich sinnlos. Wenn einem aber ein Augenzeuge über den Weg läuft, ist es legitim, ihn zu befragen.

  11. @Ayethon: Viel bedenklicher ist, dass diese wiederlichen Begriffe der rechten Sprache durch diese Berufsspekulanten in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeführt werden sollen. Da ist man nicht nur kopflos im Umgang mit nicht vorhandenen Tatsachen, sonder auch mit den Worten, wie diese ausgedrückt werden.

    Dem Inlandskanal BBC News ist es übrigens gelungen, ab 17:13 mehrere Minuten lang mit einem Anwohner aus Münster zu telefonieren, der die augenblickliche Situation schilderte. Der war wenigstens etwas näher dran als der Mensch aus Köln. Aber wenn man das jetzt aufschreibt, werden beim nächsten Vorfall alle Praktikanten von n-tv nichts besseres zu tun haben, als sämtliche Telefonnummern vor Ort durchzuprobieren, bis jemand rangeht.

  12. @ ichbinich:
    Der Marktanteil ist der prozentuale Anteil derer, die zu einem gegebenen Zeitpunkt eine Sendung / einen Sender einschalten, und zwar im Verhältnis zu allen anderen, die zum gleichen Zeitpunkt oder im gleichen Zeitraum fernsehen. Mit der absoluten Zuschauerzahl hat das erst mal nichts zu tun. 7 Mio. Zuschauer um 20.15 Uhr entsprächen etwa einem Marktanteil von etwas über 20 Prozent, 7 Mio. Zuschauer um zwölf Uhr nachts, ergäben wahrscheinlich einen Marktanteil von über 50 Prozent, weil um diese Zeit insgesamt nicht mehr so viele zuschauen.
    Die beiden Zahlen im RTL-Tweet haben aber ohnehin nichts miteinander zu tun. Die eine (7,24 Mio.) bezieht sich auf die absolute Zuschaueranzahl für den ganzen Tag, die andere (3,5 %) auf den Anteil derer, die die 17 Uhr Nachrichten verfolgt haben.

    Und ja, ich meide die Live-Mutmaßungen bei derlei Ereignissen schon seit dem Golfkrieg, bei dem meiner Meinung nach diese Berichterstattungs-Unsitten ihren Anfang nahmen.

  13. Nicht nur bei den Privaten – auch beim ZDF kannte man wohl schon (8 Stunden nach der Tat) das „Umfeld“ von Jens R..
    heute journal, 7.4.2018, 23:15 Uhr, aus der Anmoderation (Claus Kleber, ab 0:42 Min.):
    „… Das sah aus, wie ein grausam vertrautes Muster und schnell gingen Verdacht und Gerüchte Richtung islamistischer Terror – VORSCHNELL, so scheint es jetzt. […] Dara Hassanzadeh mit dem, was wir jetzt knapp acht Stunden nach der Tat WISSEN.“
    Aus dem Bericht (Dara Hassanzadeh, ab 1:31 Min.):
    „… Aktenkundig ist ein Selbstmordversuch. Das Umfeld von Jens R. gehört zum rechtsextremen Milieu. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. …“

  14. ich als Pass-Deutscher fand Uli Klose schon damals in Bagdad dämlich.

    Aber schön zu wissen, wie manche Leute denken, deren Erwerbstätigkeit es ist, Informationen zu sammeln und zu verbreiten.

  15. Warum sollte man nicht in einer Nachrichtensendung über Motiv, Täter und Nationalität des Täters spekulieren dürfen? Sind jetzt die Ängste , sich um’s Verrecken politisch korrekt äußern zu müssen, so massiv, dass alles mit Denk- und Sprechverboten belegt ist? Immer schön cool bleiben! Wenn einer mit seinem Auto absichtlich Menschen plattfährt, erinnert das nunmal an muslimische Terroranschläge, oder will das jemand ernsthaft bestreiten? Eine Diskussion in einer Livesendung wie ntv sollte völlig angstfrei und auch improvisiert verlaufen dürfen. Man muss ja keine Fernsehpreise verleihen. Dass die Polizei im Regelfall auch mal völligen Bullshit erzählt, haben die Sylvestervorfälle in Köln gezeigt. Im Zweifel ist es völlig uninteressant, was die Polizei schwafelt. Wenn solch gravierende Morde passieren, ist jeder erschrocken und betroffen. Selbstverständlich sollten Moderatoren darüber berichten, notfalls stundenlang und zwar für alle , die sich neu einschalten.

  16. Sie beschweren sich darüber, dass aus Köln über Münster berichtet wurde.
    In den neuen Ländern ist es hingegen vollkommen normal, wenn aus Leipzig über Cottbus und Jena berichtet wird. Hier (Münster/Köln) stimmte ja zumindest noch das Bundesland.

  17. Knaller war aber „wir können erleichtert sein, denn es ist kein islamistischer Anschlag“ na dann können die Toten wieder auferstehe, war nur falscher Alarm…

  18. Verstehe das Problem mit dem Wort „Anschlag“ nicht. „Anschlag“ bedeutet eine bewusste Gewalttat, was nach derzeitigem Stand absolut gegeben ist. Insofern ist „Anschlag“ der korrekte Begriff.

    Ein anderer Aspekt, der auch für unsere Zeit typisch ist: Die Deutungshoheit reklamieren. Ja, die eine Seite wollte hier einen IS-Anschlag herbeireden. Nicht weniger widerwärtig ist aber auf der anderen Seite die „Erleichterung“, dass es sich bei dem Täter um einen „echten Deutschen“ mit psychischen Problemen handelt. Sicherlich werden die Hinterbliebenen der Opfer darüber erleichtert sein.

  19. „Warum sollte man nicht in einer Nachrichtensendung über Motiv, Täter und Nationalität des Täters spekulieren dürfen?“

    Spekulation verlangt sowas wie Fakten. Das da war keine Spekulation, das war „wir denken uns was aus“.

    Mal davon abgesehen, dass sich die Begriffe Nachricht und Spekulation ausschließen.

    „Wenn einer mit seinem Auto absichtlich Menschen plattfährt, erinnert das nunmal an muslimische Terroranschläge, oder will das jemand ernsthaft bestreiten? “

    Jup. Erinnert mich an Menschen, die andere Menschen mit dem Auto plattfahren. Wenn Sie da einen Tunnelblick pflegen, ist das Ihr Problem. Man kann sich nicht an Dinge erinnern, die man nicht weiß. Denken Sie bei jedem Mann, der ein Schwert trägt, an die Kreuzzüge?

    “ Im Zweifel ist es völlig uninteressant, was die Polizei schwafelt. “

    Hauptsache Panik schieben und sich an Dinge erinnern, die man nie gewußt hat und Hirngespinste mit Fakten verwechseln. Endlich ein Grund zur Panik!

    Oder sowas halt lassen, weil Evolution, denkendes Wesen, Vernunft der Aufklärung und so, der ganze Kram aus den letzten drei Millionen bis dreihundert Jahren, der uns halt so geprägt hat.

    „In den neuen Ländern ist es hingegen vollkommen normal, wenn aus Leipzig über Cottbus und Jena berichtet wird.“

    Nö. Jedenfalls nicht ohne dass da mal ein Kollege/ eine Kollegin vor Ort war. Twitternachrichten aus Münster in Köln vom Smartphone ablesen traut sich der MDR nicht.

    „Nicht weniger widerwärtig ist aber auf der anderen Seite die „Erleichterung“, dass es sich bei dem Täter um einen „echten Deutschen“ mit psychischen Problemen handelt.“

    Diese Erleichterung ist mir nirgends untergekommen. Wo haben Sie die gefunden? (Jetzt bitte nicht „Google“ sagen …)

  20. Und jetzt regen sich ALLE Medien insbesondere die öffentlich Rechtlichen über ein Tweet von Frau von Storch auf „Wir schaffen das“ und sinngemäß „da hat sich Einer die Tat bei den Islamisten abgeschaut“
    Wie scheinheilig verlogen ist das denn ???
    Und da wundert man sich das die Glaubwürdigkeit der Medien immer weiter gegen Null tendiert und teilweise „LÜGENPRESSE“ gerufen wird.

  21. Und das ist auch der Grund, warum ich den Informationsauftrag nicht den Privaten überlassen will… Man kann über die Filme und Serien des ÖR denken, was man will… Was Berichterstattung angeht, sind die jedenfalls im Schnitt deutlich seriöser als die gewinnorientierten Medienkonzerne… Gebühren NICHT abschaffen, für das Allgemeinwohl, danke.

  22. Von unseriösitat reden und dann im selben Atemzug behaupten n-tv würde mit ihrem Sprachgebrauch sich an „Rächte“ anbiedern ist schon etwas ironisch, oder?!

  23. @Ute:
    Danke für die Information. So etwas ähnliches dachte ich mir schon, als Außenstehender finde ich das mit diesen Quoten aber nicht immer so eindeutig…

    Aber wie man es besser als n-TV machen kann hat auch noch keiner gesagt. Ich finde ja die „was wir schon wissen“ – Rubrik auf Tagesschau.de immer ganz gut. Gebe aber auch zu dass ich mich bei solchen Taten immer zwingen muß, keine live Berichterstattung zu schauen. Der Informationsdrang ist gerade bei solchen Ereignissen nunmal sehr hoch und es erscheint mir logisch, dass Nachrichtensendungen da eine Antwort drauf finden müssen.

  24. @Otto Frey
    Weil Sie vielleicht kein Deutsch können.

    Wenn, dann sind es islamistische (religiös-politisch-extremistisch) Terroranschläge und nicht muslimische.

    Außerdem darf man nicht spekulieren, wenn man doch kurz vorher noch sagt „wir dürfen nicht spekulieren“. Ein Nachrichtenorgan ist unglaubwürdig, wenn Spekulationen mehr Raum einnehmen als die Fakten am Ende des Tages.

  25. @25 Rainer
    Den Tippfehler „Rächte“ finde ich nicht bei Boris Rosenkranzes Text.

    Wurde das heimlich korrigiert?

  26. @18: „Warum sollte man nicht in einer Nachrichtensendung über Motiv, Täter und Nationalität des Täters spekulieren dürfen?“
    Ihnen wärs also lieber, wenn Ihr Arzt bei Ihnen erstmal Krebs, AIDS und Pest vermutet, bevor tatsächliche Untersuchungsergebnisse vorliegen? Macht Sinn…

  27. @civichief

    Da ging es nicht um einen Tippfehler ich wollte mit „Rächte“ nur das Wort „Rechte“ etwas mehr phonetisch hervorheben.

  28. Wie wenn die Tat an sich nicht schon schlimm genug war, wird auf allen Kanälen gemutmaßt, wer und warum das war. Neben den bereits geschilderten Sendungen vermeide ich ebenso alle Brennpunkte, Extra’s oder wie sich sonst die kurzfristig eingeschobenen Berichte nennen, wenn Großereignisse dem geneigten Publikum erklärt werden sollen. Und es steht immer irgendwo irgendein Reporter*in vor Ort und sagt mit vielen Worten, dass er/sie im Grunde nichts weiss. Ich kanns mir nicht mehr ansehen. Und… Ich für mein Teil möchte nur darüber informiert werden, wenn man wirklich etwas mitzuteilen hat und was weiß… keine Interpretationen, keine „Experten“, wenn noch nicht mal klar ist, welche Art Experte benötigt wird.
    Einfach mal die Füße still halten und sich vergegenwärtigen, dass es einen Jeden von uns auch hätte treffen können.

  29. „Und da wundert man sich das die Glaubwürdigkeit der Medien immer weiter gegen Null tendiert und teilweise „LÜGENPRESSE“ gerufen wird.“

    Ich wunder mich ja mehr, dass manche Menschen nie den Idioten als Ursache seiner Idiotie ansehen, sondern immer einen anderen Sündenbock finden.

    Nur Frau Storch kann was für das, was Frau Storch twittert. Nicht „die Medien“, nicht Frau Merkel und nicht „die Antifa“.

    Klar, man könnte versuchen zu differenzieren. Aber das wäre tödlich für den Hass, und das will man ja nicht.

  30. Rechtspopulisten und Rechtsextreme schreie shcon lange, wenn sie demokratische Maßnahmen diskreditieren wollen, es gäbe einen Kampf gegen „rrrächts“ (in diversen Schreibweisen), weil sie damit aussagen wollen, dass es komplett absurd sei, sich gegen deren antidemokratische Bestrebungen zu wenden.

    Ist ein bißchen wie Reviermarkierung, von der Strategie und der verwendeten Substanz her. Ich würd ja sagen, hässliche Sprache und hässliche Gedanken hängen zusammen. Ist aber nur meine private These.

  31. @stefan pannor

    Das Problem ist aber das Rechtspopulismus bzw. Extremismus heutzutage ja schon ist wenn man blosse Kritik hört bzw Rechtsextremismus angeblich aus der Mitte entspringt. Somit wird ja schonmal jeder der nicht links ist verdächtig. Und das ist ebenso dämlich. Da hier auch nicht differenziert wird.

  32. Hach, diese Opferrolle.

    Gehen Sie weiter, das Lied ist überdudelt.

    Da ist kein Problem, da sind nur Rechtspopulisten und schlimmere, die nicht beim Namen genannt werden wollen. Die sich, genau wie Gauland, Weidel, Storch, vermutlich sogar in der Mitte fühlen. Die’s halt nur nicht sind, aber diesen sauren Drops nicht schlucken wollen.

    Wer zündelt, ist ein Brandstifter. Und kein Freiluftheizer.

  33. ich bin immer noch am rätseln, welche mentalen Zerstörungen dafür verantwortlich sind, dass die „Lügenpresse“-Plärrer eigentlich nie jene Medien meinen, die, wie n-tv und Welt, Dummfug senden und die wohl deutlichste Demonstration journalistischer Inkompetenz und Ignoranz liefern. Wohl, weil es genau jene Sender – vor allem des privaten Bereiches – sind, die solch dummdreiste Weltbilder bestätig füttern.

    Gerade, wenn es am wichtigsten wäre, dass Medien Verantwortung zeigen und ihr Handeln bedenken, kommen diese journalistischen Versager hervor geprescht und übernehmen die Meinungsführung. Hauptsache schnell. Egal, was dabei am Ende für ein Mist heraus kommt.

  34. @18Otto
    „Warum sollte man nicht in einer Nachrichtensendung über Motiv, Täter und Nationalität des Täters spekulieren dürfen?“

    Weil es ein *Nachrichtensendung* ist. Das war jetzt einfach, liefert der Fan rechtspopulistischer Newsshows die Antwort schon mit.

  35. Die Tagesschau24 war mit einer Sendung um 17:05 Uhr dann auch am Thema. Eine völlig gehetzte und verschwitzte Korrespondentin hatte es ins Studio in Köln geschafft. Da so wenig Fakten verfügbar waren, war die schnell eingeschobene Schalte dann auch nicht wirklich lang.

    Die ntv-Berichterstattung zu dieser Zeit war unerträglich. Vor allem, weil ständig von Anschlägen in Nizza, London und Berlin gesprochen wurde (Stockholm vom 07.04.2017 wurde aber nicht genannt, glaube ich).

    Für mich fällt all das unter Panikmache und vielleicht lohnt es sich auch, mal in Richtung Volksverhetzung zu prüfen. Ja, das ist hart. Aber wenn Medien zum wiederholten Male die Pressefreiheit für Spekulationen missbrauchen, statt sich auf Fakten zu beschränken, dann ist das allmählich angebracht.

    Reichelt spielt das Terrorklavier offenbar leidenschaftlich gern. Vielleicht ist sein Alarmismus einfach eine Folge seiner Krisengebietseinsätze im Irak und in Afghanistan oder es liegt an eine Co-Traumatisierung durch die Co-Autoren seiner Bücher zum Thema. Beim Breitscheidplatz-Anschlag war er übrigens schon binnen der ersten Stunden auf CNN als Experte zu sehen.

  36. Was mir fehlt ist ein Sendeformat „Olds“.

    Reporter die ganz gezielt 1 Monat, 1 Jahr oder x Jahre nach einer Schlagzeile überprüfen ob man das Geschehen so halbwegs abschließend bewerten kann.
    Im Ramen eines Solchen Berichtets könnte man z.B klären:

    Was sagen heute Fachleute zum Thema BSE Kreuzfeld Jakob.
    Haben sich die Maßnahmen gegen Psychische labiele Person als Piloten bewärt.

    Es heist zwar in dem Meldungen immer „wir bleiben dran!“
    Wegen den Tagesgeschäft wird dann in aller Regel nichts draus.

  37. @Pannor: Selbst die taz thematisiert ganz offen die „Erleichterung“: http://taz.de/Kommentar-Anschlag-in-Muenster/!5494571/

    Warum Sie jetzt nach so einer Untat den gedanklichen Sprung zu Gauland&Weidel machen, darf ruhig Ihr Geheimnis bleiben. Es bestätigt aber die These, dass so ein Ereignis von Interessierten aller Couleur maximal ausgeschlachtet wird.

    Auch im hier vorliegenden Text wird der Versuch gemacht, einen „Anschlag“ hinwegzureden, weil Deutsche ja keine Anschläge machen, oder so ähnlich, so richtig weiß man das nicht, weil hier jegliche Argumentation fehlt. Das Grundproblem dürfte sein, dass alte Kategorien wie „Terrorist“ oder „bekloppt“ nicht mehr so richtig greifen. Heute bringen auch die Bekloppten massenhaft Leute um: Germanwings. Man könnte auch mal die Frage stellen, ob Leute, die ein „Kalifat“ nach mittelalterlichem Vorbild errichten wollen, ausnehmend normal oder gesund sind. Nein, lustig ist das alles nicht. Es ist aber eventuell ein Hinweis darauf, nicht mehr bloß in diesen plumpen, eindimensionalen Kategorien zu denken.

  38. Gesunde, türkisch-stämmige, muslimische Terroristen, die Anschläge verüben.
    vs.
    Geistig gestörte, deutsche, christliche Einzeltäter, die eine Untat begehen.

    @41:
    Der „gedankliche Sprung“ zur AfD:
    „Wir schaffen das *böseguck*“

  39. „@Pannor: Selbst die taz thematisiert ganz offen die „Erleichterung“: http://taz.de/Kommentar-Anschlag-in-Muenster/!5494571/

    Da steht nur, dass man nicht erleichtert sein solle. Da steht nirgends, dass jemand sich öffentlich erleichtert gezeigt hat, schon gar nicht jemand von Relevanz.

    „Auch im hier vorliegenden Text wird der Versuch gemacht, einen „Anschlag“ hinwegzureden, weil Deutsche ja keine Anschläge machen, oder so ähnlich“

    Das steht hier halt nicht. Das bilden Sie sich ein. Das muss man Ihnen wohl mal klar so sagen, obwohl man es eigentlich für unnötig halten würde, der Text steht ja oben für alle zu lesen, auch für Sie.

  40. Weil die Frau laut dem Link derzeit in New York sitzt.

    Stimmt, da ist der Herr Reichelt in Berlin ja viel näher an Münster dran, also quasi vor Ort…

  41. @46:
    Da wäre aber eine Schalte nach NY vermutlich preiswerter gewesen.
    Mit einer sich mit den Örtlichkeiten auskennenden (Ex)kollegin.
    Ist doch, wie wir gelernt haben, egal ob Köln oder Berlin oder Ouagadougou
    Ist aber OT und schnurzpipe…

  42. …vielleicht hatte Frau Lüscher aber auch, so sie denn angefragt worden ist, schlicht kein Interesse, sich an wüsten Spekulationen zu beteiligen.
    Der ehemalige(oder immer noch) Partnersender von n-tv hat seinen Kollegen in D das Geschäft schliesslich beigebracht:
    https://de.wikipedia.org/wiki/N-tv
    Ach ja, der Herr Staisch, quasi der Herr Hampel 1.0 vom NDR.
    Da kommen Erinnerungen hoch…

  43. Vielleicht wurde sie auch einfach nicht gefragt, weil new York nun echt nicht nahe an Münster liegt, nicht mal relativ zu Berlin. Vielleicht gibt es Grenzen der Absurdität und des undifferenzierten Draufhauens.

  44. „Vielleicht gibt es Grenzen der Absurdität und des undifferenzierten Draufhauens.“
    „Ist vor allem unsachlich, noch größeren Blödsinn als Mittel gegen den Blödsinn zu fordern.“

    Wo habe ich eigentlich diese beiden Sätze her?

  45. Nachtrag:
    Hoffen wir mal alle, dass Opa Robert nicht demnächst seinen Daimler am Sonntagnachmittag auf der gut besuchten Terrasse des Eiscafes in Dinkelsbühl parkt, weil er Fuss- mit Gaspedal verwechselt oder den Rückwärtsgang nicht gefunden hat.
    Man möchte es sich nicht vorstellen, an welchem Rad die üblichen Verdächtigen von B…d über „Rheinische Post“ und „Welt“ bis CNN dann drehen!
    Schönen Abend noch…

  46. In eigener Sache:
    Was, zum Teufel, ist ein Fusspedal vs.Gaspedal?
    Werde mich schlau zu machen versuchen…

  47. Noch ein Nachtrag;
    Was, wenn Opa Robert mal einen Ali gekannt hat, der in seiner Firma die Waschkaue geputzt hat und ihm am WE beim Bau der Schrebegartenhütte geholfen hat, unter Arbeitskollegen, versteht sich.
    Da tuen sich Abgründe auf, jedenfalls ein weites Feld für div. bairische Innenminister.

  48. Wenn es um ortsfremde Reporter geht, steht der ÖR den unbedingt zu vermeidenden ntv oder Welt-TV (wo ist da eigentlich die Forderung Döpfners nach Trennung von Print und TV?) aber oft in nichts nach.

    Der ARD-Kollege in Kairo ist gefühlt in jeder Schalte zu sehen wenn es um halb Afrika vom Norden bis zum Äquator und den den Mittleren Osten bis zum Iran rüber oder Faßbomben in Ghouta geht. Dagegen ist die Entfernung Köln-Münster noch im Vorgartenbereich.

  49. @56:
    tja, ist wahrscheinlich „Virtual Reality“ oder so.
    Wird zunehmend schwierig werden, da unterscheiden zu können.
    Wach bleiben…
    Ich habe noch ein paar vergilbte Fotos aus dem Iran Ende ’78.
    Oktoberfest im „Armish Recreating Center“ in der Nähe des Flughafens Mehrabad.
    http://www.zeit.de/2003/34/A-Mossaedgh
    Sollte man mal anderen erzählen.
    Ist OT, oder doch nicht?
    Irgendwie hängt alles mit allem zusammen.
    Den Knoten aufzudröseln: schwierig.
    Und dann war da noch ein CSU-Politiker, der was von demokratischer u/o christlicher Kultur schwafelt.
    Meint er die seit 1948West(einschl. Österreich), oder die seit 1990?
    Denen lässt man das durch, ausser bei der …?
    Ich fasse es nicht(mehr). Übersteigt meinen sog. Intellekt.

  50. @6
    „Das Problem ist ja, dass nach solchen Taten offenbar immer ein enormes Interesse an Informationen besteht. Leider gibt es diese aber in so kurzer Zeit nicht, was dazu führt, dass ständig spekuliert wird.
    Die Frage wäre aber: Wie geht es denn anders? Einfach nicht informieren funktioniert ja leider auch nicht….“

    Warum funktioniert das nicht? Einfach mal ein paar Stunden arten, wenn es neue Erkenntnisse gibt, wird man das in einer seriösen Nachrichtensendung auch schon noch früh genug erfahren. Wenn du nicht direkt als Anwohner betroffen bist, was genau hast du für einen Mehrwert, wenn du dir 5 Stunden Deppenschalten in den Hyperventiliersendern Ntv/N24Welt anschaust? Den gleichen Thrill wie beim langsam an dem Unfall auf der Gegenspur vorbeifahren, vielleicht sieht ma ja Blut und hat am nächsten Tag was zu erzählen (bzw gleich auf Facebuch zu posten), ist es das, das Gefühl so nah wie möglich dabei sein zu müssen? An der Täterjagd wirst du eh nicht beteiligt, an den Rettungsarbeiten auch nicht. Aber dieses nagende Gefühl man könnte was verpassen, und der Karl-Heinz auf Facebuch würde irgendwas aufgeschnapptes eher posten, ist schon schrecklich, oder? Psychologen sprechen da übrigens von Suchtverhalten.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.