Warum sind Sportlerinterviews immer so nichtssagend?
Noch verschwitzt und außer Atem stellen sich Sportler den Fragen von TV-Journalisten. Die sind oft inhaltsleer – genauso wie die Antworten. Wie sinnvoll sind solche Spielfeldinterviews? Und geht es auch anders? Anruf bei Sportjournalist Christian Spiller.
Christian Spiller, Sport-Ressortleiter der „Zeit“Foto: Marzena Skubatz
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„Woran hat es jelegen?“ Diese Floskel steht für sinnlose Interviews mit Athleten, die sie TV-Journalisten direkt nach dem Wettkampf geben. Wirklich spannende Einblicke gewähren solche Gespräche selten. Erfrischend anders lief es aber bei der Leichtathletik-EM in Birmingham. Dort sprachen Sportler überraschend ehrlich und emotional ins Mikrofon. Manche Athleten beschwerten sich im Nachhinein auch über zu kritische Interviews. Stellt sich die Frage: Was sollen diese Sportlerinterviews eigentlich?
Christian Spiller ist Leiter des Sportressorts bei der „Zeit“ und sagt:
„Sport lebt eben nicht nur von Leistung, sondern auch von Emotionen, von großen Gefühlen. Und da gibt es natürlich keine bessere Gelegenheit, als diese unmittelbar nach einem Rennen oder Wettkampf oder Spiel abzugreifen.“
Trotzdem findet auch Spiller, dass der inhaltliche Wert der Interviews „oft überschaubar“ sei. Bei kritischen Fragen müssten Sportreporter die richtige Balance finden. Die Interviews bei der Leichtathletik-EM fand er aber im Gegensatz zu den Athleten eher zu unkritisch.
Welche Interviews haben bei der Leichtathletik-EM für Aufsehen gesorgt? Wieso geben Fußballer meist so langweilige Antworten? Und wie könnte man das ändern? Darüber sprechen Holger Klein und Christian Spiller in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Der Gesprächspartner
Christian Spiller leitet das Sportressort der „Zeit“. Er war HostEine Person, die ein Podcast- oder Videoformat moderiert und Gäste interviewt oder… des Fußball-Podcasts „Kicken kann er“ und ist Autor des Buchs „Der Fluch der Megaclubs“.
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