Interview mit anonymem Bundespolizisten

„Nius“ verkauft rassistische Hetze als „Insiderbericht“ über Abschiebungen

Bei „Nius“ darf ein Bundespolizist minutenlang krude Thesen über Migranten verbreiten. Das Interview verstößt nicht nur gegen jeden Anstand, sondern auch gegen den Pressekodex. Und es zeigt, warum „Nius“-Beiträge zwar wie Journalismus rüberkommen, aber einfachste journalistische Standards unterlaufen.

Das Berliner Online-Medium „Nius“ hetzt gegen Ausländer. Nicht subtil, sondern ganz direkt. In einem knapp zehnminütigen Videobeitrag berichtet ein Polizist von seinen Erfahrungen mit Abschiebungen. „Was bei Abschiebeflügen wirklich passiert – Insiderbericht eines Bundespolizisten“, so der Titel.

Das Problem: Der Polizist erzählt nicht nur, was bei Abschiebeflügen angeblich wirklich passiert. Er gibt auch zum Besten, was er generell so hält von Menschen, die abgeschoben werden.

Neblige Kulisse, düsterer Klangteppich

Er habe selten brutalere und gewaltbereitere Menschen erlebt als Somalier, sagt der Polizist zum Beispiel. Angesprochen auf „Ausländerkriminalität“ behauptet er, „vielen“ fehle das Unrechtsbewusstsein komplett: „Diese Menschen sind bereit für geringste Sachwerte andere Leute umzubringen, weil sie es einfach nicht ande…

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