Vier Minuten über vier Sekunden

Es ist wieder alles nach Plan verlaufen, und vielleicht sollte man den Terroristen auch mal gratulieren. Weil sie eine so gute Pressearbeit machen. Pressearbeit, die man in PR-Seminaren zeigen könnte, als Lehrstück. So wie man den Bericht, der wegen dieser PR im HR-Fernsehen lief, in Journalismus-Seminaren zeigen könnte. Um darüber mit dem Kopf zu schütteln.

Terror-Gespräch im hr
Terror-Gespräch im hr Screenshot: „Hessenschau“ 29.3.2016

Immer nach Terroranschlägen veröffentlicht der so genannte Islamische Staat (IS) Bekennervideos; zynische Machwerke, die ihre Taten rechtfertigen, sie verklären, und neue heraufbeschwören. Die Filme sind immer professionell produziert, auch jetzt wieder, nach den Bomben von Brüssel. Und wenn die Terroristen wissen wollen, was für ein Erfolg dieses Video hierzulande ist, sei ihnen, für den Anfang, die „Hessenschau“ empfohlen.

Am Dienstagabend haben sie dort Holger Schmidt, den Terror-Experten der ARD zugeschaltet, denn in dem aktuellen Video des IS sind auch Bilder des Frankfurter Flughafens eingeschnitten, offenbar recht aktuelle. Die Leute bei der „Hessenschau“ hat das beunruhigt, und dann haben sie beschlossen, die Unruhe an die Zuschauer weiterzureichen. Geteilte Unruhe ist halbe Unruhe.

Also sprach die Moderatorin:

Brüssel war nur der Anfang. Das ist die neueste Video-Warnung des Islamischen Staats.

Oh. Das ist schon mal ein Einstieg. Im Video, das wird die Moderatorin gleich anhand von Ausschnitten noch genauer erklären, hat der sich gebärdende Bart, der dort auftritt, gesagt, was die Bärte immer sagen nach Anschlägen, sinngemäß: Dass dies „nur der Anfang“ gewesen sei, also quasi schon wieder ein Anfang, und dass es jetzt erst richtig lustig wird. Das sagen sie, wie wir wissen, um uns zu ängstigen. Und es klappt:

Die Bedrohung für uns in Hessen, die wird konkreter als zuvor. In dem neuen Internet-Video wird der Frankfurter Flughafen gezeigt.

Okay, gut. Der wird da gezeigt. Jetzt wissen die Zuschauer das also. Aber, ähm: Stimmt das überhaupt, dass die Bedrohung jetzt, wie die Moderatorin sagt, „konkreter als zuvor“ wird oder gar schon ist? Weil da Bilder des Flughafens drin sind? Die Moderatorin hat das ja bereits recht faktisch behauptet, fragt aber sicherheitshalber noch mal den Terror-Experten:

Ist denn jetzt die Gefahr durch dieses Video größer geworden, dass ein Terroranschlag in Frankfurt passieren kann?

Gute Frage. Und die Antwort ist noch viel besser – auf ’ne Art.

Also, ist die Terrorgefahr größer geworden?

 

Uff. Krass, oder? Indem dieses Gespräch stattfindet, hat der IS sein „erstes Ziel“ also erreicht, nämlich Angst und Unsicherheit zu erzeugen, und der Experte gibt es auch unverhohlen zu. Das ist ehrlich. Führt aber doch auch zu der Frage, weshalb der Experte der Redaktion nicht vorher gesagt hat: „Ey, das wollen die doch so, die Terroristen. Dass wir darüber nachdenken. Uns davor fürchten. Das lassen wir nun mal sein.“

Was ist der Informationswert für den Zuschauer? Er erfährt, dass dort Bilder aus Frankfurt gezeigt wurden. Was also tun? Nicht mehr zum Flughafen in nächster Zeit? Urlaub absagen? Ach, nee, soll man ja nicht, weil das wollen die ja auch: Dass man sein Leben ändert. Also, was sagt uns dieses Video dann, worüber der „Hessenschau“-Zuschauer informiert werden müsste?

Wir sehen an diesem Video, […] dass man virtuos mit Videos umgehen kann, überall Bilder herbekommt, und da fragt man sich natürlich tatsächlich: Warum ausgerechnet der Frankfurter Flughafen? Es mag damit zu tun haben, dass möglicherweise deutsche Islamisten an der Produktion teilgenommen haben und deswegen vielleicht Frankfurt ganz besonders naheliegend, ähm, fanden. Es mag aber auch sein, dass es Zufall ist.

Oder wie Peer Steinbrück sagen würde: Ich schließe alles ein, ich schließe alles aus. Verrückt, oder? Und dass man mit Videos „virtuos umgehen“ kann, dass man „überall Bilder herbekommt“ – welcome to the digital world! Aber ist das eine Erkenntnis, für die eine Schalte lohnt? Und wenn wir jetzt noch verraten, wie lang die Bilder waren, auf denen der Flughafen… also, huh.

Aber vielleicht sollten wir auch noch mal sehr deutlich sagen: Das Original dieses Videos […] ist an die zehn Minuten lang, und die Bilder, die Frankfurt betreffen, das sind kaum mehr als drei oder vier Sekunden, also, man darf es auch nicht überbewerten.

Man darf es nicht überbewerten.

Oder wie die Moderatorin noch sagt: „Ja, man muss ja nichts dramatisieren.“

Ausschnitt aus dem Terror-Video
Der Flughafen im Terror-Video
Der Frankfurter Flughafen im Terror-Video

Trotzdem reichen vier Sekunden in einem Terrorvideo, um vier Minuten Sendezeit in einer öffentlich-rechtlichen Abendsendung zu bekommen, die viele in der Region einschalten. Obwohl der Flughafen in dem Video, auch das hat der Hessische Rundfunk erkannt, in keinem Wort erwähnt wird, nur im Bild. Die Terroristen müsste das eigentlich zu dem Schluss führen, beim nächsten Mal auch noch zwölf Hauptbahnhöfe, drei Fußgängerzonen und den Kölner Dom einzuschneiden, jeweils nur für Sekunden, das reicht.

Nicht missverstehen: Es geht nicht darum, etwas zu verharmlosen. Die Terroristen, das haben sie nun mehrfach gezeigt, morden kaltblütig. Aber: Das wissen wir. Der Frankfurter Flughafen ist ein potentielles Terrorziel, schon immer. Und Berlin ist auch groß. Und die Reeperbahn in Hamburg, dieser Sündenpfuhl. Und die verhinderten „Kofferbomber“, vor vielen Jahren, erinnern Sie sich? Die fuhren Zug zwischen Bielefeld und Aachen. Wir können uns schlicht nicht vor dem Terror schützen. Aber wir können zusehen, dass er uns nicht permanent durch Mark und Bein fährt.

Doch die „Hessenschau“ sendet dazu nicht nur ausführlich, sie hat noch etwas gemacht. Telefoniert.

Der Verfassungsschutz und die Abteilung Staatsschutz haben nach einem Hinweis der ‚Hessenschau‘ jetzt die Ermittlungen aufgenommen.

Das zeugt von einer gewissen Hybris. Als hätte es, pardon, die „Hessenschau“ gebraucht, damit der Staatsschutz auf dieses Video aufmerksam wird. Nun aber wissen es auch die Zuschauer der „Hessenschau“, und viele andere haben natürlich auch über das Video berichtet, ausführlich. Nur die (Luft-)Nummer mit dem Flughafen, die hatte die „Hessenschau“ offenbar exklusiv.

In der Pressstelle des IS hätten sie deshalb eigentlich eine Flasche Schampus öffnen müssen. Wenn sie den denn tränken.

Nachtrag, 13.24 Uhr. Einer unserer Leser hat uns darauf hingewiesen, dass auch die „Aktuelle Stunde“, das Nachrichtenmagazin im WDR Fernsehen, gestern über etwas ähnliches berichtete. Hier ging es um ein Foto, mit dem jemand im Internet seine „Brüder“ dazu aufrufe, einen Anschlag auf den Flughafen Köln/Bonn zu verüben.

„Es ist erst mal nur ein Foto, nur ein Satz“, sagt der Moderator. Aber „nach den Recherchen unserer Investigativ-Reporter beim WDR“ handle es sich um ein Foto, das der IS ins Internet gestellt habe. „Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, Sie kurz hier darüber zu informieren.“

Und dann werden die Bilder, samt Terror-Aufruf an die „Brüder“, noch mal gezeigt. Dabei, auch das sagt die „Aktuelle Stunde“, gebe es laut Behörden keinen konkreten Verdacht auf einen Anschlag. „Videos und Symbolbilder wie diese kursieren seit drei Jahren, so oder so ähnlich, immer wieder“, sagt der Moderator noch. Grund zur Panik gebe es nicht.

Und weshalb noch mal wurde darüber jetzt berichtet?

20 Kommentare

  1. Wer aufmerksam beobachtet sieht, es wäre wenn Baustellen und Stau am FRA gezeigt. Das sind nur nette Hinweise verkehrspolitisch mal tätig zu werden.
    Insoweit war der Beitrag der Hessenschau durchaus berechtigt.

  2. … und Übermedien hat den Propaganda-Filmausschnitt nun auch verlinkt und verbreitet.
    Ihr macht ganz schöne Klimmzüge, ehrlich.

  3. Ich lebe seit 40 Jahren in Hessen und stelle nun fest, dass es die alte „Hessenschau“ noch gibt. Ich dachte, die sei längst eingeschlafen!

  4. Für das hr-fernsehen besteht Zuschauernähe, pardon, Hessennähe grundsätzlich darin, alles außer Gleichgültigkeit zu evozieren. Alle journalistischen Formate leben zumindest von Empörung, oft gar von blanker Angst. Man kann es wie folgt gruppieren:

    „maintower“ wettert gegen Einzeltäter (Diebe, Räuber, Tierquäler), „defacto“ gegen Behörden und Institutionen („die da oben“), „mex“ gegen wirtschaftliche Akteure (na gut, Supermärkte) und die „hessenschau“ nimmt gelegentlich Ereignisse von internationalem Interesse auf und bricht es, wie wir nun wissen, auf die Frage „Was bedeutet das für uns Hessen?“ herunter.

    Mit all dieser Hysterie kommt natürlich ein starkes Engagement der Zuschauerschaft einher – eine Zuschauerschaft, die man gemäß hr-Jahresbericht ehrlicher- und zynischerweise als alt und eher ungebildet einschätzt (mit gewissen Ambitionen, auch mal nicht ganz so alte, nicht ganz so ungebildete Leute zu erreichen). Mir scheint, als ob der alte Claim „(Gute) Gebühren für gutes Programm“ bewirkt hat, dass man den Nutzwert des hr-Programms auf solch plumpe Weise zu unterstreichen versucht. Man könnte es als unselbstbewusst abstempeln, würde das Publikum nicht auf fatal unmündige, unbesonnene Weise erzogen werden.

  5. @2 Gunnar: Tja, altes Dilemma, wenn man über Medien berichtet. Man muss das, was man kritisiert, zwangsläufig (noch mal) zeigen.

  6. @4 Sohiel Partoshoar

    „[…] und die „hessenschau“ nimmt gelegentlich Ereignisse von internationalem Interesse auf und bricht es, wie wir nun wissen, auf die Frage „Was bedeutet das für uns Hessen?“ herunter.“

    Oh, das macht der WDR mit seiner „Aktuellen Stunde“ genauso. Das lässt mich auch immer schmunzeln. Ich befürchte aber, das machen alle Dritten so.

  7. @6. Thomas K.

    Ich finde den Ansatz auch grundsätzlich nachvollziehbar und legitim, wenn auch schlaff. Das ist wohl Geschmackssache.

    Gerade beim hr merkt man allerdings immer häufiger, dass in der hessenschau Beiträge von maintower leicht abgewandelt wiederholt werden, so dass sich deren grundsätzliche Haltung („Das ist doch eine bodenlose Frechheit!“ bzw. „Können wir Hessen denn noch auf die Straße gehen, es ist doch bald Spargelzeit?“) auf die vermeintlich bedächtige Nachrichtensendung überträgt. Die redaktionellen Synergien, die der hr greifen lässt, sind abschreckend, und ich fürchte, es hat weniger mit finanziellen Fragen als mit solchen der „corporate identity“ zu tun.

  8. So ein Unfug! Am Rhein-Main-Airport passiert nichts, da hat doch schon vor Jahren dieser Sossenheimer, der sich selbst radikalisiert hat, die Amis im Bus erschossen. Damit ist der Ort als Anschlagsziel bereits „verbrannt“.

  9. Null-Berichterstattung, wie sie hier als Alternative postuliert wird, hielte ich für schwierig – das würde den „Lügenpresse“-Schreiern in die Hände spielen. Da hieße es dann: „Guckt mal, was uns die Systemmedien verschweigen.“

    Durch facebook und Co muss man eh davon ausgehen, dass solche Bilder und Videos sich verbreiten; auch ohne journalistische Mithilfe.

    Ich kenne den den „Aktuelle Stunde“-Ausschnitt nicht, aber an sich ist der grundsätzliche Ansatz „erwähnen aber einordnen“ m.E. begrüßenswert, weil er die Zuschauer – anders als soziale Netze – nicht mit dem Säbelrasseln alleine lässt, sondern Kontext bietet. Im besten Fall hast das Publikum davon mehr Nutzen als von einem „das müssen wir denen nicht sagen, das würde die nur verunsichern“.

  10. Sie haben recht, dass sich diese Bilder im Internet verbreiten. Natürlich. Aber reicht das denn nicht? Ich kann es nicht nachvollziehen, wieso wir Medien das Spiel mitspielen, jedes Mal. Und, weil Sie sagten, gar nicht darüber zu berichten, sei keine Alternative: Was bringt es denn, so zu berichten wie geschehen? Also selbst nix zu wissen und das dann zu senden? Ich finde: nix außer Panik. Und nun alles reflexhaft zu berichten, nur weil jemand „Lügenpresse“ schreien könnte, halte ich auch für falsch. Es ist die Aufgabe von Journalisten, zu sortieren. Auch auszusortieren.

  11. Dass das mediale Auswalzen in dieser Form die Lösung ist, habe ich auch nicht gemeint. Es geht auch nicht um reflexhafte Berichterstattung: Wenn etwas so obskur ist, dass es sowieso keiner mitkriegt, dann ist es tatsächlich am besten, ihm keine unnötige Aufmerksamkeit zu verschaffen.
    Sobald jedoch davon auszugehen ist, dass viele Leute sowieso mit etwas konfrontiert werden – sei es durch Pegida, AfD und Co oder durch das Versagen des Filters bei anderen Medien – gehört es m.M.n. zur Aufgabe seriöser Medien, die Propaganda sachlich und ohne Panikmache einzuordnen, um das Feld nicht rechten Rattenfängern und Angstmachern zu überlassen. Dass die Medien dieser Aufgabe oft genug nicht gerecht werden, und auch die Beispiele im Artikel dafür nichts taugen, ist eine andere Sache.

    Möglich wäre z.B., die Bilder nicht direkt zu zeigen und keinen großen Beitrag daraus zu machen, sondern einfach nur an passender Stelle zu erwähnen: „Im Internet kursieren Bilder von angeblichen Anschlagszielen in Deutschland. Sicherheitsbehörden erklärten dazu auf Nachfrage, dass es sich offenbar um reine Propaganda handele und es keine Hinweise auf eine tatsächlich erhöhte Gefahr für diese Ort gebe.“ (Oder so ähnlich, bin kein Nachrichtentexter.)

  12. @10 Boris Rosenkranz:
    Das sehe ich genau so. Danke für den Beitrag. Überhaupt gibt es derzeit kaum eine bessere Vorlage für Medienkritik als die kollektive Hysterie, die permanent verbreitet wird, wenn sich irgendwo (im „Westen“) ein Depp in die Luft sprengt oder damit droht. Erst durch massive (wenn auch unfreiweillige) mediale Beihilfe wird damit aus Mord (-Androhung) Terror. Da Terror offensichtlich nochmal schlimmer ist, als ohnehin schon schlimme Morde und allzu oft irrationale Reaktionen bei Gesellschaft und Politik provoziert, deren Folgen häufig die Folgen der eigentlichen Attentate übertreffen, müssten Verantwortliche bei Massenmedien eigentlich genau darüber nachdenken, wie viel mediale Präsenz sie Terroristen schenken. Statt Nachdenken folgt aber jedes mal wieder allgemeine Panik und Angstmacherei, sei es aus Naivität oder aus Opportunismus.

  13. Ich halte solche konkrete Drohungen sowieso für Blödsinn. Wer das konkrete Ziel X angreifen möchte, wäre doch dämlich, dies anzukündigen.

    Was leider kaum thematisiert wird, ist woher die Medien die Terrorvideos haben. Ich bin noch nie im Internet auf ein Terrorvideo gestossen, obwohl ich ansonsten die skurrilsten Dinge im Internet finde. In einer Sendung über den Islamisten Irfan Peci (ich glaube diese: http://www.zdf.de/frontal-21/islamist-im-staatsauftrag-ex-v-mann-des-verfassungsschutzes-bricht-sein-schweigen-40498878.html ) wurde erzählt, dass es eine Firma gibt, die diese Terrorvideos für Medien sammelt, und teilweise sogar gehostet hat.

  14. …nicht wie doof, sondern wie normal.
    Wäre es anders, es bräuchte keine Blogs wie diesen hier.
    QED

  15. Ist das Absicht, daß nach dem Satz „Also, ist die Terrorgefahr größer geworden?“ nur ein schwarzes Bild statt einem Video zu sehen ist? Oder geht das nur mir so? Laut Kommentar Nr. 2 scheint da ja wirklich ein Ausschnitt drin gewesen zu sein.

  16. @Jens: Ja, „erwähnen, aber einordnen“ ist ein guter Ansatz. Aber was soll das in diesem Fall bringen? Welche zusätzlichen Informationen benötigt man zum „Einordnen“, wenn man auf dieses Propagandavideo stößt? Dass es sich erst mal „nur“ um ein Propagandavideo handelt, von dem man nicht sagen kann, warum ausgerechnet diese Filmsequenz hineingeschnitten wurde? Dass es Zufall sein kann oder auch nicht? Dass der Frankfurter Flughafen ein potentielles Anschlagsziel ist?

    Ihr Vorschlag für einen möglichen kurzen Nachrichtentext wäre ja ganz gut vertretbar. Hätte es die Hessenschau mal so gemacht. Aber wäre das in diesem Fall auch wirklich sinnvoll oder gar notwendig? Denn wenn Behörden auf Anfrage mitteilen, dass es keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr an diesem Ort gibt, heißt das ja nicht, dass die Gefahr tatsächlich nicht existiert. Und wenn es solche Hinweise gäbe, reden wir eh über einem völlig anderen Fall (ob die Behörden das dann der Hessenschau mitteilen würden, ist wiederum eine andere Frage).

  17. @16 Raoul: Nee, also, hier funktioniert das weiterhin. Keine Absicht, kein Aprilscherz, nix. Vielleicht liegt es an Ihrem Browser?

  18. Die Bedrohungslage wurde doch immer gerne als „abstrakt hoch“ bezeichnet. Jetzt gab es unlängst wieder einen furchtbaren Anschlag in einem europäischen Nachbarland, und neue bebilderte Drohungen, die durchaus konkreter sind, als bloß „abstrakt“. Von daher bestand öffentliches Interesse an einer medialen Einordnung.
    Wenn ich mir die Tendenz der Berichterstattung hier auf ÜBERMEDIEN anschaue (Springer-Leute aufs Podest hieven, öffentliche mediale Selbstkritik in Zusammenhang mit der „Flüchtlingskrise“ kritisieren, eine Lanze für Erdogan brechen), dann habe ich den Verdacht, dass es hier darum geht, der Bevölkerung eine Berichterstattung vorzuenthalten, die das allgemeine Sicherheitsgefühl beeinträchtigt, und damit der AfD dient.
    ÜBERMEDIEN mausert sich stetig aber gewiß zum „Schwarzen Kanal“ der Großen Koalition.

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