„Eine Frau, die beides kann, Kind & Karriere“: die Elke Twesten

Es war ein aufregender Tag, gestern in Niedersachsen. Nicht nur für diverse Politiker, sondern auch für die Mitarbeiter des NDR-Landesfunkhauses Hannover, die in ihrem abendlichen Grüß-Magazin „Hallo Niedersachsen“ plötzlich darüber berichten mussten, dass die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit verloren hatte. Elke Twesten – oder wie sie hier genannt wird: die Elke Twesten – war von den Grünen zur CDU gewechselt!

Und so warf die Redaktion schnell die Metaphernmischmaschine an, sagte „Uff!“ und trug in Rekordzeit Erstaunliches über die Frau zusammen, die „das Erdbeben ins Rollen brachte“.


Quelle: NDR, „Hallo Niedersachsen“, 4. August 2017

8 Kommentare

  1. Es fehlten mindestens: „…für die rot-grüne Landesregierung ist es jetzt fünf vor zwölf…“ (Schnitt: Bahnhofsuhr, 11:55 h); „…Ministerpräsident Weil hat grünes Licht für Neuwahlen gegeben…: (Schnitt: Ampel springt auf grün).

  2. Habe den Bericht unvoreingenommen gesehen und dachte: naja, ist halt ein Boulevardmagazin, daily Business. Und dafür völlig ok. Man lernt die Dame ein bisschen kennen und erfährt, was der Wechsel bedeuten kann. kriegt sogar noch mit, wie das politisch inszeniert wird. Job erledigt, Redakteur geht Bier trinken, Feierabend.

    So what?

    Ich würde diesen Übermedien-Beitrag der Kategorie „Vermischtes, Leichtes und Unwesentliches zum Wochenende “ zuordnen. Nächstes Mal bitte mehr Metaphern.

  3. @Mathias Jung:“Es war ein aufregender Tag dem man die kommende alles erschütternde Aufregung nicht ansah, gestern in wunderbarsten Niedersachsen aller Zeiten und Universen. Nicht nur für diverse höchst prominente Politiker, jeglicher Coleur sondern auch für die arbeitssamsten investigativsten Mitarbeiter des, der freheitlich-demokratischen Grundordnong verpflichteten NDR-Landesfunkhauses Hannover,
    die in ihrem abendlichen mainstreamigen Grüß-alle-Magazin „Hallo Niedersachsen“ plötzlich wie von der Tarantel gestochen darüber berichten mussten, dass die tollste rot-grüne Landesregierung ihre klarste und mehrheitigste Mutter aller Mehrheit tragischst verloren hatte wie ein Ehemann seinen ring bei einer ausserehelichen Affäre “
    Mehr Metapher geht fast nicht oder ;-)

  4. Und dem ein oder anderen Superlativ habe ich keine Widerstandskraft bieten können…
    „Grundordnong“ wollte ich korrigieren,fand aber das „Stonksche“ ganz apart…
    und das mit dem Ring und der Affäre fiel mir erst später auf ;-)
    Also für jemand der sich für zum Schlauwerden Bücher unters Kopfkissen legt..kloppe ich mir mal selbst ob der genialischen Schöpfung selbst auffe Schulta ;-)

  5. Wer bei Vorgängen wie diesem „Verrat“ brüllt (und selbst daran glaubt), offenbart immer ein tiefes Verständnisproblem.
    Die deutschen Mißverständnisse über die persönliche Natur des Abgeordnetenmandats sind teilweise erschreckend, bei den Grünen keinen Deut weniger als bei der AfD. Ich habe natürlich jedes Verständnis dafür, dass Grüne mit André Poggenburg nicht pauschal in einen Sack gesteckt werden wollen, aber bei dieser Einzelfrage gehören sie dort nun einmal rein.

  6. Neulich, im Fernsehen:
    Da gibt es ab 16:00 nur Schwachsinn in den Dritten, quer durch die Republik.
    Sich aufregen geht anders.

  7. Da isser ja wieder, der Andreas Müller, unser Experte für Derailing aller Art. Beinahe schon hätte man ihn vermißt.

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