Storytelling
Journalisten verstehen ihre Beiträge oft als „Geschichten“, die sie „erzählen“ wollen. Das heißt nicht, dass sie Dinge erfinden, sondern dass sie versuchen, komplexe Informationen ansprechend und mitunter emotional aufzubereiten. Dafür hat sich der Begriff „Storytelling“ etabliert. Typisch dafür ist, ein größeres gesellschaftliches Problem anhand des Schicksals einer Person zu illustrieren. Techniken des Storytellings finden sich vor allem in journalistischen Genres wie der Reportage, dem Porträt oder dem Feature. Der Wunsch nach einer gut erzählten Geschichte kann jedoch auch dazu verleiten, widersprüchliche Informationen wegzulassen oder Protagonisten so auszuwählen, dass sie zur Dramaturgie passen. So wird dann ein falsches Bild gezeichnet.