Fallschirmjournalismus

Kritische Bezeichnung für Auslandsberichterstattung, bei der Journalisten kurzfristig in ein Krisengebiet reisen, um über aktuelle Ereignisse wie Kriege, Machtwechsel oder Naturkatastrophen zu berichten. Oft geht es dabei um Länder, in denen sonst kaum oder keine Korrespondenten ausländischer Medien arbeiten. Kritisiert wird diese Praxis, weil die Reporter meist nur wenig Ortskenntnis mitbringen und nicht länger über das jeweilige Land berichten. Sie fliegen schnell ein und verschwinden dann wieder. Entsprechend oberflächlich fallen manchmal die Berichte aus.