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Kolumne 13.08.26
Notizblog (59)
Notizblog von Stefan Niggemeier

Urheberrechte an Möbeln: Auch gut für Journalismus

Die „Berliner Zeitung“ schreibt einen Artikel aus dem Online-Magazin „Legal Tribune Online“ (LTO) in großen Teilen einfach ab. Als die Zeitung auf eine Beschwerde nicht reagiert, geht LTO juristisch dagegen vor – mit Erfolg, das Magazin bekommt recht. Dabei bezieht sich das Gericht in seiner Entscheidung auf ein Urteil, in dem es gar nicht um Journalismus geht.

Von Stefan Niggemeier
12.08.26
Hochstapler-Vorwürfe an britischer Elite-Uni 
Screenshot: spiked.com

Wenn der Zweifel versagt: Vom Aufstieg und Fall des Professor Arday 

Er war der jüngste schwarze Professor in Cambridge – nun führten Plagiats- und Lügenvorwürfe zu seinem Rücktritt. Was die wahrlich unglaubliche Geschichte von Jason Arday mit Rassismus zu tun hat und wie Medien damit umgingen. 

Von Martin Rücker
11.08.26
Boulevard-Hype um angebliche Ronaldo-Trauung
"Bild"-Schlagzeile: "Nach 10 Jahren Beziehung mit Georgina - Ronaldo heiratet!"
Screenshot: Bild.de

Alles Gute zur Nicht-Hochzeit!

Reporter:innen und Paparazzi belagerten eine Hochzeit auf Madeira, in der falschen Annahme, dass sich der Fußballstar Cristiano Ronaldo und das Model Georgina Rodríguez das Ja-Wort geben würden. Taten sie aber nicht – was die Berichterstattung erst so richtig in Schwung brachte.  

Von Martin Rücker
Kolumne 07.08.26
Hasswort (70)
Hasswort-Symbol neben Porträt von Barbara Lich (Journalistin)
Foto: Chantal Alexandra Pilsl

Fiebertraum

Die Fiebertraumkurve steigt, das Sprachbild hat Konjunktur. Alles ist ein einziger „Fiebertraum“, nicht nur in sozialen Medien, sondern längst auch in Sport- und Politikberichten. Doch so treffend das Wort in vielen Fällen sein mag: Seine Wucht hat es längst verloren.

Von Barbara Lich
Podcast 06.08.26
Holger ruft an (246)
Podcast-Titelbild mit Maria Pawelec
Foto: Margret Garbrecht

Was bringt es, dass KI-Inhalte ab jetzt gekennzeichnet werden müssen?

Ein Label für KI-generierte Videos, Fotos und Texte – das schreibt eine neue EU-Verordnung vor. Schafft das wieder mehr Vertrauen in Medien? Anruf bei Maria Pawelec, die zu Medien- und Technikethik forscht.

Von Übermedien
05.08.26
Vertreibungen durch die israelische Armee
Militärfahrzeuge bei Nacht, im Hintergrund dunkle Hügel mit vereinzelten Lichtern
Screenshot: „Tagesschau“

Und jetzt werfen wir noch keinen gründlichen Blick auf den Libanon

Deutsche Medien berichten durchaus, wie israelische Soldaten im Südlibanon systematisch ganze Dörfer zerstören. Aber vor allem der Nachrichtenjournalismus beschränkt sich viel zu oft auf die offiziellen Angaben der Armee – wie bei einer absurden Journalistenführung durch einen Waffentunnel.

Von Annika Schneider
03.08.26
Flüchtlinge aus Marokko
Screenshot der Startseite von Bild.de. Oben steht: „Migranten-Ansturm auf spanische Exklave“, darunter: „Die 10 wichtigsten Fakten zum Ceuta-Drama: So einfach könnten die Migranten jetzt nach Deutschland kommen. Und darum kommen sie gerade jetzt“.
Screenshot: Bild.de

„Bild“ wähnt Ceuta-Migranten in wenigen Stunden in Stuttgart

Die Lage in Ceuta war extrem, entspannte sich aber schnell: Mehr als 50.000 Migranten schwammen innerhalb kurzer Zeit von Marokko aus in die spanische Exklave. Die meisten sind inzwischen wieder zurück. Unter anderem „Bild“ befeuerte dennoch die Panik, die Flüchtlinge könnten schon bald in Deutschland sein – und präsentierte eine krude Hochrechnung.

Von Boris Rosenkranz
30.07.26
TikTok-Kanal von Funk
Titelbild mit Screenshots des TikTok-Formats „Fakecheck“
Screenshots: Fakecheck/TikTok

Nix gecheckt trotz Faktencheck

Das Funk-Format „Fakecheck“ will „Bullshit“ auf Social Media aufklären. Doch die Faktenchecks verlieren sich immer wieder so sehr in aufregenden Recherche-Storys und unnötigen Details, dass sie dabei verpassen, die eigentliche Frage zu beantworten.

Von Johanna Bernklau
29.07.26
CSD-Kommentar in der „Siegener Zeitung“
Screenshot von siegener-zeitung.de: Kommentar mit der Überschrift „Meine Meinung – Nach dem Terroranschlag von Berlin: Ja zu freiheitlichen Werten ist nicht verhandelbar“ mit einem Foto des Redakteurs Martin Völkel.
Screenshot: siegener-zeitung.de

„Ansage an Neuzugänge“: Erst die Meinung, dann die Fakten

Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin richtet sich ein leitender Redakteur der „Siegener Zeitung“ mit einer „Ansage“ an alle Einwanderer. Doof nur: Sein ganzer Text basiert auf einer falschen Behauptung.

Von Boris Rosenkranz
28.07.26
Attentat auf den Berliner CSD
Eine Person steht vor einer Gedenkstelle mit Blumen und Regenbogenflaggen im Berliner Tiergarten. Auf einem Schild steht: „Für die Anschlagsopfer – für uns“.
Foto: Imago / Emmanuele Contini

Wie egal es ist, was die Nachbarn so sagen, und wie problematisch, Angehörige eilig zu interviewen

Nach dem Attentat auf den Berliner CSD interviewen Reporter verschiedener Medien die Nachbarn des mutmaßlichen Täters. Das ist vor allem sehr belanglos. Viel schwieriger ist es, dass der „Spiegel“ den Vater nur wenige Stunden nach der Tat telefonisch mit Fragen behelligt.

Von Boris Rosenkranz
Kolumne 27.07.26
Das ganze Gedöns (9)
Grafik: ein spielendes Kleinkind, daneben zwei erschöpfte Eltern auf dem Sofa
Grafik: Canva

Ist Kinderhaben wirklich so stressig – und muss man das andauernd aufschreiben?

In „Zeit“, FAS und SZ plädieren Autoren dafür, weniger lamentierend über Care-Arbeit zu berichten, um jungen Menschen nicht die Lust auf Familie zu nehmen. Dass es etwas Schönes ist, Kinder zu haben, ist allerdings keine neue Erkenntnis. Und die vielen Berichte über stressige Vereinbarkeit sind nicht das Problem.

Von Barbara Vorsamer
23.07.26
Landespressekonferenz Hamburg
Gläserner Eingang des Hotels Grand Elysée in Hamburg. Im Vordergrund: eine Reihe mit Blumen in Blumenkästen.
Foto: Imago / Breuel-Bild

Journalistenfeier im Hotel Grand Elysée abgesagt: Das Ende der Block-Connection?

20 Jahre lang feierte die Hamburger Landespressekonferenz im 5-Sterne-Hotel der Steakhaus-Familie Block – kostenlos. Dieses Jahr fällt das „Jahrestreffen“ wegen des Prozesses gegen Christina Block aus. Und eine alte Frage wird neu diskutiert: Wie ist es mit ihrer Unabhängigkeit zu vereinbaren, wenn sich die lokale Presse von einem Unternehmer sponsern lässt?

Von Boris Rosenkranz

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