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Kommentar 16.09.26
Geschwärztes Interview
Ausriss: Mannheimer Morgen

Nicht jeder Regelbruch ist gleich ein Angriff auf die Pressefreiheit

Der „Mannheimer Morgen“ veröffentlicht ein in großen Teilen geschwärztes Interview mit einem lokalen AfD‑Politiker, weil dieser bei der Abnahme ganze Passagen und Fragen gestrichen hatte. Das ist nachvollziehbar – aber muss man wirklich wieder einen mutigen Kampf für die Pressefreiheit daraus machen?

Von Alexander Graf
15.09.26
Fall Judy S.
„Tagesspiegel“-Titelseite aus dem Jahr 2025 mit der Überschrift: „Die verlorene Ehre der Judy S.“; daneben der Beginn einer „Richtigstellung“, die kürzlich im „Tagesspiegel“ zu dem ersten Artikel erschienen ist.
Ausrisse: „Tagesspiegel“

Quelle geschützt, Prozess verloren: „Tagesspiegel“ muss Behauptung über Polizistin richtigstellen

Der „Tagesspiegel“ hegte in einem Artikel den Verdacht, eine Berliner Polizeigewerkschafterin habe gegen eine Kollegin intrigiert und sich schlecht über sie geäußert. Doch vor Gericht konnte die Zeitung wegen des Quellenschutzes keinen direkten Zeugen benennen – und wurde nun verurteilt.

Von Boris Rosenkranz
Kolumne 14.09.26
Hasswort (71)
Portrait von Übermedien-Redakteurin Annika Schneider neben dem Hasswort-Logo
Foto: Evgeny Makarov

Biodeutsch

„Biodeutsch“ war einst ein spöttisches Label, um sich über Deutsche lustig zu machen – und über ihre Unart, die Gesellschaft in Menschen „mit“ und „ohne“ Migrationshintergrund einzuteilen. Inzwischen meinen viele das Wort ernst. Höchste Zeit, es nie wieder zu verwenden!

Von Annika Schneider
09.09.26
Krieg im Nahen Osten
Zwei Hände halten ein Foto, das einen im Gaza-Krieg getöteten Journalisten zeigt
Foto: Imago/Anadolu Agency

Die Listen wirken akkurater, als sie sind: Wie viele Journalisten starben in Gaza?

Reporter ohne Grenzen und andere Organisationen zählen die getöteten Medienschaffenden im Gaza-Krieg. Doch über die Listen mit den Namen wird heftig gestritten. Wer tatsächlich „Journalist“ ist, ist nicht so leicht zu entscheiden, und die Zahlen mussten mehrmals korrigiert werden.

Von Martin Rücker
Podcast 09.09.26
Holger ruft an (251)
Podcast-Titelbild mit Johannes Schneider
Foto: Roman Pawlowski

Wirkt sich die politische Zäsur in Sachsen-Anhalt auch auf die Wahlabend-Sendungen aus?

„Es waren Sendungen, in denen die AfD sehr stark normalisiert wurde“, findet der Kulturjournalist Johannes Schneider von der „Zeit“. Mit unserem Podcast-Host Holger Klein spricht er darüber, was gut und was schlecht lief im Fernsehen. Und ob sich diese Wahlabend-Runden nun ändern müssen.

Von Übermedien
Podcast 04.09.26
Holger ruft an (250)
Podcast-Titelbild mit Lea Sahay
Foto: SZ

Warum erfahren wir so wenig über die Flutkatastrophe in Tibet?

Bei der Sturzflut im Himalaja sind mehr als tausend Menschen ums Leben gekommen. Doch zur genauen Lage in Tibet, das neben Nepal auch betroffen ist, gibt es nur wenige Berichte. Und wenn, dann nur solche, die Chinas Regierung gerne zeigen will. Anruf bei SZ-Korrespondentin Lea Sahay.

Von Übermedien
03.09.26
Kulturjournalismus
Caroline Wahl auf einem Sessel bei der LitCologne 2026
Foto: Imago/Panama Pictures

Caroline Wahl kauft sich eine Tasche und geht mit allen spazieren

Natürlich könnten Journalisten die Bücher von Caroline Wahl rezensieren. Oder die Autorin in Interviews dazu befragen. Lieber treffen Feuilletonisten sie aber in St. Moritz oder sonstwo, um ihr seit Jahren die immer gleichen Fragen zu stellen – zu Autos, Geld und ihrem angeblichen Größenwahn.

Von Johanna Bernklau
03.09.26
„KI-Künstler“ Robert Gabor
Ausrisse verschiedener Magazine von Robert Gabor mit KI-generierten Desserts, Häusern und Amigurumi-Figuren.
Ausrisse: „High End Dessert Design“, „Mini Houses & Garden“, „High End amigurumi“

Unechter Pudding, komische Tiere: Die KI-Bilder-Flut, die in die Kioske quillt

Seit kurzem tauchen in Zeitschriftenläden Heftchen mit KI-generierten Bildern auf. Was soll das, wer will das? Und wer steckt dahinter? Ein Mann, der in den Neunzigern unter anderem Rätselmagazine und Sexheftchen herausgab. Heute promptet er von Thailand aus für den deutschen Markt.

Von Boris Rosenkranz
Kommentar 02.09.26
Krieg im Nahen Osten
Zwei junge Männer auf einem Platz in Tel Aviv machen ein Selfie mit zwei israelischen Flaggen
Foto: Imago/Zuma Press Wire

Antisemitische Vorurteile? Wie unterschiedlich man einen Text lesen kann, wenn es um Israel geht

Wie kann man über die vielen Toten in Gaza und im Libanon schreiben, ohne damit Antisemitismus zu befeuern? Über harsche Kritik an einem Text unserer Autorin – und das Dilemma, einen brutalen Krieg zu beschreiben, ohne Vorurteile zu schüren.

Von Annika Schneider
Kolumne 31.08.26
Das ganze Gedöns (10)
Schlagzeilen zum Tabuthema Wechseljahre neben einer Grafik von einer Frau, die sich den Mund zuhält

Juhu, ein Tabu

Ständig erscheinen Texte über vermeintliche Tabu-Themen wie Wechseljahre oder Fehlgeburten. Grund, mal zu fragen: Ab wie viel Berichterstattung gilt ein Tabu als gebrochen?

Von Barbara Vorsamer
Podcast 28.08.26
Holger ruft an (249)
Podcast-Titelbild mit Lars Frohmüller
Foto: Engin Haupt

Wie berichtet man über die AfD, wenn sie den eigenen Arbeitgeber abschaffen will?

Gewinnt die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, will sie den MDR-Staatsvertrag kündigen. Wie viel Einfluss hat das auf die eigene Arbeit? Anruf bei Lars Frohmüller, der als freier Journalist für den MDR aus Magdeburg über die Wahlen und die AfD berichtet.

Von Übermedien
Interview 27.08.26
Marc Rath über die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Porträt von Marc Rath neben aktuellen Titelseiten der „Mitteldeutschen Zeitung“ und „Magdeburger Volksstimme'“
Foto: David Behrendt/Ausrisse: „Mitteldeutsche Zeitung“ und „Volksstimme“

„Ich ärgere mich heute noch, dass ich damals nicht einfach mit den Menschen geredet habe“

Vor Jahren entschied der Journalist Marc Rath, nicht zu den Pegida-Protesten nach Dresden zu fahren. Heute bereut er, nicht dort gewesen zu sein. Später hätten auch seine Zeitungen zum Aufstieg der AfD beigetragen, glaubt der heutige Chefredakteur der „Volksstimme“ und der „Mitteldeutschen Zeitung“ in Sachsen-Anhalt. Was heißt das für die Berichterstattung vor der Wahl am 6. September?

Von Annika Schneider

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