Wie tief ist der Medien- und Politiksumpf in Österreich?
Gut bezahlte Inserate im Boulevardblatt „Österreich“, das im Gegenzug nette Berichte lieferte? Holger Klein spricht mit „Falter“-Chefredakteur Florian Klenk über den Medienskandal um Kanzler Sebastian Kurz, die Rolle der „Österreich“-Macher und Fehler im System.
Österreich in Aufruhr, mal wieder. Und mal wieder steht Kanzler Sebastian Kurz im Mittelpunkt. Der Vorwurf: Sein ÖVP-Team soll vor Jahren mit Steuergeld viele Inserate im Boulevardblatt „Österreich“ geschaltet haben, um im Gegenzug wohlgesonnene Berichte und Umfragen zu erhalten.
Dazu ruft Holger Klein diese Woche bei Florian Klenk an, dem Chefredakteur der österreichischen Wochenzeitung „Falter“. Sie sprechen über den Medienskandal, was er für die österreichische Pressefreiheit bedeutet und welche Rolle dabei die Fellner-Brüder spielen, denen „Österreich“ gehört.
Hören Sie hier den ganzen Podcast mit Holger Klein und Florian Klenk:
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Der Gesprächspartner
Foto: Christopher Mavric
Florian Klenk ist Chefredakteur des österreichischen Magazins „Falter“. Dort dockte er 1998, nach seinem Gerichtsjahr und einer Journalistenausbildung, als Jurist an und deckte Korruptions- und Misshandlungsfälle auf, etwa den Fall Grasser. Klenk promovierte über die Pressefreiheit. Nach eineinhalb Jahren bei der Hamburger „Zeit“ wurde er 2008 Ressortleiter Politik und stellvertretender Chefredakteur beim „Falter“. Seit 2012 führt er mit Armin Thurnher die Chefredaktion.
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