Wochenschau (104)

Meisterhafte Diskurs-Schwalben: Strategisches Missverstehen als Waffe

Das wird diese Art von Text, die man sich wünscht, nicht schreiben zu müssen, weil es eigentlich gerade dringlichere Dinge zu besprechen gäbe. Man könnte zum Beispiel diskutieren, warum sich die Grünen für bewaffnete Drohnen aussprechen und gegen eine deutlichere Erhöhung von Hartz IV oder sowas. Außerdem möchte ich nicht immer die semantische Sozialpädagogin sein, die Journalist*innen Nachhilfe in Lesekompetenz gibt, aber …

Vermutlich ist genau das der Trick an der Sache und die Funktion solch einer Attacke: Die intellektuellen und diskursiven Energien blockieren, indem man sie mit der Widerlegung eines Sachverhalts beschäftigt, der gar nicht stattgefunden hat. Und genau deshalb muss und sollte man ihn sich doch anschauen, weil dieser Fall programmatisch dafür werden könnte, wie der Wahlkampf in den kommenden Wochen und Monaten vonstatten gehen wird, nämlich auch in der Form eines strategischen Missverstehens.

Die Philosophin Carolin Emcke hielt als Gastrednerin auf dem Parteitag der Grünen am vergangenen Freitag eine Ansprache zum Thema Desinformation und Manipulation während des Wahlkampfs. Dabei fielen folgende Sätze, die man an dieser Stelle in dieser Länge zitieren muss, um die Absurdität der auf sie folgenden Reaktionen zu verstehen:

„Das Objekt, auf das sich dann der empörte Protest richtet, ist so austauschbar wie mutwillig. […] Es wird keine Rolle spielen, welche Personen oder welche Parteien es trifft.“

„Es ist Zeit, endlich die Frage nach der Verbindung von Demokratie und Wahrheit zu stellen. Es ist Zeit, dass wir uns eingestehen: Eine in sozialen Medien fragmentierte und durch Desinformation und Ressentiments aufgeladene Öffentlichkeit rührt an dem legitimatorischen Kern einer Demokratie. […] Aber in der Gegenwart ist die öffentliche Kommunikation faktisch privatisiert und in die ungefilterte Macht der Plattformökonomie überführt worden, die kein Interesse an der Unterscheidung von richtig und falsch hat.“

„Die radikale Wissenschaftsfeindlichkeit, die zynische Ausbeutung sozialer Unsicherheit, die populistische Mobilisierung und die Bereitschaft zu Ressentiment und Gewalt werden bleiben. Es wird sicher wieder von Elite gesprochen werden. Und vermutlich werden es dann nicht ‚die Juden und Kosmopoliten‘, nicht ‚die Feministinnen‘ oder ‚die Virologen‘ sein, vor denen gewarnt wird, sondern die Klimaforscher.“

„WamS“, „Bild“, CDU

Am Freitagabend, nur kurz nach der Rede selbst, behauptete „Welt am Sonntag“-Chefredakteur Johannes Boie, Carolin Emcke setze „Antisemitismus gleich mit Kritik an Virologen und Klimaforschern“.

Am Samstagvormittag zog „Bild“ nach und titelte: „Entgleisung auf Grünen-Parteitag: Rednerin vergleicht Klimaforscher mit verfolgten Juden“.

Rednerin vergleicht Klimaforscher mit verfolgten Juden
Screenshot: Bild.de

In der „Welt am Sonntag“ spitzte Chefredakteur Boie seine Interpretation von Emckes Worten zur Überschrift zu: „Das Leid der Juden als ultimatives Argument für grüne Politik?“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak und CDU-Ernährungsministerin Julia Klöckner griffen die Unterstellungen auf und bekräftigten die darin enthaltenen Vorwürfe:

Der Nachrichtensender ntv übernahm den Spin beispielhaft, und im „Tagesspiegel“ schrieb Kolumnist Harald Martenstein unter dem Titel: „Wie Carolin Emcke die Juden benutzt“. Martenstein setzte die Philosophin in einen Zusammenhang mit „Jana aus Kassel“, jener Demonstrantin, die sich in ihrem Protest gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit Widerstandskämpferin Sophie Scholl verglich.

Leute. Bitte.

„Leute. Bitte.“ möchte man wie Schauspielerin Sandra Hüller damals bei #allesdichtmachen sofort müde rufen. Ernsthaft?

Schaut man sich die Rede von Emcke an und hört selbst, was sie sagt, dann kann man wahrnehmen, dass sie mit ihrer Aussage Antisemitismus nicht instrumentalisiert, sondern, genau andersherum, vor strukturellem Antisemitismus in Desinformationskampagnen warnt.

Da es offenbar bei Politiker*innen und Pressevertreter*innen Missverständnisse zu geben scheint, möchte ich hier um vier Momente intellektueller Selbstreflexion und zugleich um ein klitzekleines Maß an Transferleistung im Bereich der Lesekompetenz bitten:

1. Es ist eine Aufzählung, kein Vergleich

Emcke führt aus, wie Fehlinformation jeden treffen kann, besonders in Wahlkampfzeiten, wenn es darum geht, Menschen oder Gruppen für politische Zwecke zu Gegnern zu machen. Die Gruppe der Betroffenen, auf die „sich dann der empörte Protest richtet, ist so austauschbar wie mutwillig“.

Die einzelnen Menschengruppen zählt sie als Beispiele für heutige Antagonisierung durch Verschwörungsideologen auf. Sie nennt also Gruppen, gegen die Fake News verbreitet werden. Und im Wahlkampf der Grünen könnten, naturgemäß und weil wir es während der Pandemie auch anhand des öffentlichen Umgangs mit Virolog*innen beobachten (Christian Drosten bekommt Morddrohungen und wird mit Mengele verglichen, Mai Thi Nguyen-Kim braucht permanent Personenschutz), auch Klimaforscher*innen nun von diesen Kampagnen betroffen sein; vielleicht hätte sie auch noch Philosoph*innen, die bei den Grünen eine Rede halten, in die Liste aufnehmen müssen.

Juden zu nennen in einer Aufzählung von Gruppen, die gegenwärtig als Feindbilder konstruiert werden und sich derzeit Anfeindungen ausgesetzt sehen, relativiert nicht das Leid der Juden während der Shoah.

Die Philosophen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer verwendeten beispielsweise ebenfalls Aufzählungen, als sie im Kapitel „Elemente des Antisemitismus“ ihrer „Dialektik der Aufklärung“ über solch eine Austauschbarkeit der Feindbilder schrieben:

„Und wie die Opfer untereinander auswechselbar sind, je nach der Konstellation: Vagabunden, Juden, Protestanten, Katholiken, kann jedes von ihnen anstelle der Mörder treten, in derselben blinden Lust des Totschlags, sobald es als die Norm sich mächtig fühlt.“

Um ihren Punkt zu machen, hätte Emcke in der Aufzählung übrigens den Antisemitismus, der struktureller Teil der meisten Verschwörungsideologien ist, nicht nicht benennen können; das wäre eine Relativierung des gegenwärtigen Antisemitismus gewesen, da Juden und Jüdinnen nach wie vor Opfer genau der von ihr beschriebenen Desinformationskampagnen sind, denken wir nur an Attila Hildmann.

2. Es ist ein Zitat

Emcke macht sich den Gedanken nicht zu eigen, sondern vermittelt, wie Verschwörungserzählende in ihrer strukturell antisemitischen Sicht der Welt Juden, Frauen und Wissenschaftler*innen zu einem Haufen Weltgeschickelenker zusammenfabulieren. Interessanterweise wurde in den Verschriftlichungen der Rede – soweit ich das sehen konnte – kaum Anführungszeichen verwendet, die sie bei ihrem Vortrag deutlich gestisch markierte. Die wirre konspirative Idee, dass verschiedene Gruppen heimlich über die Welt bestimmen, ist in der Abbildung als wirre, konspirative Idee, vor der durch das Abbilden gewarnt wird, keine Relativierung des Holocaust.

3. Sie verwendet bewusst pauschalisierende Artikel

Den Artikel vor den zitierten, von Verschwörungskonspirationist*innen konstruierten Feindbildern halte ich für ebenso wichtig wie die Anführungszeichen. Sie sagt: „Die Juden und Kosmopoliten“ und „Die Feministinnen“ – da wir wissen, dass es „DIE Juden“ nicht gibt, sondern einfach Juden im Allgemeinen und „DIE Feministinnen“ ebenfalls nicht (als seien das homogene, monolithische Gruppen), ist auch hier nachvollziehbar, dass sie die undifferenzierte, enthumanisierende, verallgemeinernde Weltsicht von Personen imitiert, vor der sie eben zu warnen versucht.

4. Sie warnt vor Warnungen

Wichtig ist ebenfalls die Formulierung „vor denen gewarnt wird“. Das meint nicht „die verfolgt werden“. Nochmals: Sie vergleicht die Klimaforscher*innen nicht mit den verfolgten Jüdinnen und Juden aus dem Nationalsozialismus und relativiert somit auch nicht den Holocaust; sie warnt vor denjenigen, die vor Gruppen und einer vermeintlichen Gefahr, die sie darstellen sollen, warnen, um populistisch Angst vor ihnen zu schüren.

Genau den gegenteiligen Eindruck hat „Bild“ verbreitet, indem das Blatt fälschlicherweise titelte: „Rednerin vergleicht Klimaforscher mit verfolgten Juden.“ Das Wort „verfolgte“ kommt in ihrer Rede nicht vor. Es erweckt in der „Bild“-Überschrift die Vorstellung, Emcke habe über die Juden im Nationalsozialismus gesprochen.

Quatschdiskussionen

Das führt uns wieder zu dem Versuch, unsere sozialen Kanäle mit Quatschdiskussionen zu verstopfen. Womöglich sind die Autor*innen bei „Bild“ und auch Ziemiak oder Klöckner von der CDU schlau genug, die Rede richtig zu verstehen. Aber der Vorwurf gegen Emcke ist einer, der Folgen hat.

Der „Spiegel“ bietet einen Faktencheck an, Ronen Steinke erklärt es geduldig in der SZ, Judith Liere analysiert es bei „Zeit online“, und auch ich versuche es hier aufzudröseln. Die halbe Journalisten-Blase bei Twitter: beschäftigt mit der Text-Exegese einer Rede, die gar keinen Raum für Missverständnisse bot, alle diese Ressourcen und Aufmerksamkeit gebunden von den Troll-Postings der Axel-Springer-Medien und der Multiplikation durch konservative Politiker*innen.

Das ist klassische Diskurszerstörung, wie wir sie eigentlich eher aus dem trumpschen Wahlkampf kennen. Man attackiert den Gegner mit Quatschbehauptungen wie zum Beispiel der Aussage, ein Kandidat sei gar kein gebürtiger Amerikaner, und bringt ihn dazu, sich an der Frage, ob er nun seine Geburtsurkunde öffentlich machen muss oder nicht, performativ zu verausgaben.

Als politischer oder medialer Akteur kann man nur verlieren: Lässt man die Falschaussage unwidersprochen stehen, bekommt sie durch Verbreitung und Empörung aus Unwissenheit ein diskursives Gewicht. Adressiert man sie, gibt man Fake-News-Verbreitenden ein Zugeständnis in Form eigener Zeit und Energie.

Der ehemalige Präsident Ronald Reagan hat gesagt, „sich erklären, ist verlieren“ – der Trick ist also, den politischen Gegner dazu zu bringen, sich die ganze Zeit erklären zu müssen. Das geht am besten durch strategisches Missverstehen, wie es hier im Fall Emcke erfolgte. Das ist eine Show-Attacke in Form einer Diskurs-Schwalbe. Vielleicht um einen Hans-Georg-Maaßen-Fall nun endlich auch bei den Grünen haben zu können oder von Laschets gerade zaghaft kritisierter Vita abzulenken.

Erst sind es also die Lebensläufe, dann wird Baerbock von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) als (äh) Moses (?) mit den zehn „Ver-boten“ (ba-dum-tss!) inszeniert, und jetzt wird eine Gastrednerin der Grünen so hart falsch verstanden, dass nicht mal das Gegenteil richtig ist. Das Wochenende hat gezeigt: Es werden noch anstrengende Wochen, mit viel selektiv eingesetzter Schlichtheit und überdrehten Unterstellungen. Ist Baerbock überhaupt deutsche Staatsbürgerin? Verschickt sie mit ihrem Arbeitsrechner private E-Mails?

Medienakteure und Poltiker*innen täten gut daran, sich den Rat des Zentralrats der Juden zu Herzen nehmen:

Die Philosophin selbst hat sich bisher dazu nicht geäußert und damit eigentlich alles richtig gemacht. Es gibt ja nichts richtig zu stellen. Besonders nicht, wenn das Gegenüber sich dumm stellt.

38 Kommentare

  1. Andererseits: Warum sollten Politiker oder Journalisten über mehr Lesekompetenz verfügen als die Übonnenten. Das gezielte und absichtliche Falschverstehen ist auch hier eine virtuos praktizierte Übung. Wenn auch seit der Kommentarbeschränkung eine wohltuende Beruhigung eingetreten ist. Interessant ist dabei ja, wer seitdem alles hier nicht mehr kommentiert.

  2. Und das Schlimmste an der Sache? Es wird leider funktionieren. Solche exzellenten Artikel wie deiner hier gehen im Geschrei von Holocaust-Verhamlosung, Antisemitismusvorwürfen und künstlicher Erregung völlig unter und interessieren die große Masse nicht.
    Musste gerade neulich meiner Mutter erklären, dass die Grünen z.B. nicht das Autofahren verbieten wollen. Aber solche pauschalen und falschen Gedanken bleiben dann einfach hängen.
    Jetzt ist also Annalena Baerbock korrupt (wegen der nachgemeldeten Nebeneinkünfte), fälscht ihren Lebenslauf, die Grünen heben die Spritpreise an und wollen Flüge nach Malle wahlweise verbieten oder unerschwinglich machen.
    Es ist zum Heulen.

  3. Kann ja sein, dass sie nicht so verstanden werden wollte, dass die Klimaschützer an die Stelle der Juden treten würden, aber nunja…
    Dass „die“ Juden mal nicht die wären, vor denen „gewarnt“ wird, wäre ja schön, aber die Behauptung ist völlig illusiorisch.
    Natürlich wären „die“ Klimaforscher bloß Menschen, die von den „Ostküsten-Bänkern“ oder „Globalisten“ oder wie sie gerade chiffriert werden, gekauft worden wären.
    Und natürlich wird vor Juden „gewarnt“, _damit_ sie mit „Ressentiments und Gewalt“ belegt werden. Was jetzt der Unterschied zwischen „Ressentiments und Gewalt“ und „Verfolgung“ sein soll, speziell, wenn von Juden die Rede ist, ist mir eher unklar.

    Ansonsten, wenn ich mal sage, dass Justin Bieber in Zukunft so populär sein würde wie Beethoven, Mozart und Modern Talking, ist das technisch gesehen auch kein Vergleich.

  4. Bei „verfolgten Juden“ denken vermutlich die meisten Menschen als erstes an den Holocaust.

    Bei „Gewalt und Ressentiments gegen Juden“ (je nach Kontext – so wichtig!) eher auch an die heutige Situation.

    Wieso sollte das „speziell, wenn von Juden die Rede ist“ das gleiche sein? Ich würde behaupten, dass das Gegenteil der Fall ist.

  5. Frau Emcke kann sich so gut ausdrücken, dass keine Missverständnisse entstehen müssen. Sie weiß doch, dass der Bundestagswahlkampf begonnen hat. Immerhin sprach sie ein Grußwort auf einer Wahlkampfveranstaltung der Grünen.
    Geholfen hat sie Frau Baerbock nicht.

  6. Ok, wenn von Gewalt und Ressentiments gegen mich die Rede wäre, würde ich denken, ich würde verfolgt.

    Aber gut, woran denken Sie?
    Den versuchten Anschlag auf die Synagoge in Halle? Die Raketen der Hamas?
    Oder bloß Stolpersteine, die mit BDS beschmiert wurden?

  7. @MYCROFT: „Ansonsten, wenn ich mal sage, dass Justin Bieber in Zukunft so populär sein würde wie Beethoven, Mozart und Modern Talking, ist das technisch gesehen auch kein Vergleich.“

    Trick „SO populär WIE“.

    Sie bauen eine Wertigkeit und Quantifizierung ein, weil ohne der Vergleich nicht triggert. Das macht Frau Emke eben wohlweislich nicht.

  8. Wichtig dazu, ein Kommentar, mit einer beeindruckenden Unterschriftenliste.
    https://www.merkur-zeitschrift.de/2021/06/14/gegen-die-luegen/?fbclid=IwAR1xTWS1qNxWcv2wsVYAQIzqeBLzpJq8gCPZwXOMkX6JXRJFItJXTVPNoL4

    […]“ Dies zeigt einmal mehr, wie hohl die beständig wiederholte Behauptung ist, dass sich die Medien des Springer-Konzerns konsequent gegen Antisemitismus einsetzen würden. Tatsächlich nämlich dient das vermeintliche Eintreten gegen Antisemitismus als Alibi für ressentiment-schürende, teilweise regelrecht hetzende Berichterstattung gegen Muslim:innen, Geflüchtete – oder, wie in diesem Fall, gegen Menschen, die politisch nicht rechts stehen. Das Leben von Jüdinnen*Juden – unser Leben – wird dabei lediglich als Munition in einem herbeigeschriebenen Kulturkampf genutzt. So wird ein Klima der Gewalt und des Misstrauens erzeugt.

    Das absichtliche (und wiederholte) Missverstehen, die Verzerrung und Verdrehung von Tatsachen und die Lüge als mediale Methoden untergraben jeden sachlichen Diskurs und gefährden die Demokratie in diesem Land. Dass dies jüdische Menschen ebenso wie andere Minoritäten bedroht, ist eine der historischen Lehren, denen wir verpflichtet sind. „

  9. „Man könnte zum Beispiel diskutieren, warum sich die Grünen für bewaffnete Drohnen aussprechen und gegen eine deutlichere Erhöhung von Hartz IV oder sowas.“

    Könnte man, aber Inhalte, pffff. Vielleicht ist dieser ganze Pseudo-Shitstorm um Emcke ja letztlich gut für die Grünen.
    *surprised Ziemiakchu meme*

    Habeck: „Es gibt nicht die Wissenschaft, so wie es auch nicht die Politik gibt (…)“
    Die Grünen haben sich an diesem Wochenende für mich endgültig disqualifiziert.
    Mai Thi Nguyen-Kim: „Wissenschaft ist keine Demokratie“.

    Und ja, mir hätte es gefallen, wenn wenigstens diese Kolumne sich mit dem Parteitag, statt mit der Nebelkerze beschäftigt hätte.

  10. Kann es sein, dass diese Debatte um Emcke … keinen so richtig interessiert? Ich weiß, jeder zweite Tweet ging plötzlich um die Philosophin und wie dumm und hinterhältig Springer doch ist. Auch El Ouassil hat wie immer recht mit diesem Text.

    Aber hat sich diese Diskurszerstörung und die Quatschdiskussion wirklich verfangen? Würden bei einer repräsentativen Befragung ein Prozent der Deutschen benennen können, wer Emcke ist? Oder würden jetzt mehr Leute sagen „Also die Grünen, die verharmlosen ja die Judenverfolgung“?

    Ich kann es nicht genau beantworten, aber *gefühlt* ist diese Diskurszerstörung gescheitert.

  11. @Frank Gemein:
    Sie müssen meinen Namen nicht schreien.
    Ansonsten: Emcke sagt, dass vor den Klimaforschern vermutlich anstelle der Juden gewarnt werden wird.
    Das hieße, falls es dann so wäre, dass Klimaforscher unpopulärer wären als die Juden.
    Und sie sagt auch nicht Verfolgung von Juden, aber die ist in Gewalt gegen Juden implizit enthalten. Ich gehe mal davon aus, dass ihr Publikum dann an den Holocaust denkt. Niemals vergessen.

    Wenn das galgenhumoriger Sarkasmus sein sollte, schön, aber keiner von den Verteitigern behauptet das.

  12. @Marvin
    Na, es endet ja nicht hier. Der ZdJ hat es ja schön angedeutet, die „Debatte“ um Emcke nehme unangemessene Züge an. Was einerseits stimmt, andererseits schon der Schritt in die falsche Richtung ist, denn eine Debatte war das das, was die taktischen Mißversteher von Anfang an wollten.
    Denn in einer „Debatte“ darf man jetzt alles mal sagen und fragen, Meta-Ebenen („Wie antisemitisch ist die Deutsche Linke“), Metameta-Ebenen („Endet die Meinungsfreiheit bei Emcke?“) und so weiter führen. Und diese „Debatte“ wiederum ist dann selbst Nachrichten- und Schlagzeilenwert. Wer schaltet sich ein? Wer bleibt draußen? Das füllt sicher noch einige Tage die Kommentarspalten.

  13. @Daniel: Ja, die Aufregung hält bestimmt noch diese Woche an. Mit all den Metathemen sind wir aber bis Montag durch. Dann spielt auch noch Deutschland bei der EM heute, Politik ist daher sowieso für zwei Tage raus aus den Schlagzeilen.

    Interessieren sich die Leute wirklich für diese Quatschdiskussion oder schwappt die Welle nur durch die Medienbubble? Das frage ich mich. Ich glaube die Spritpreisdebatte war da deutlich zugänglicher – das ging ja auch schon Richtung Scheindebatte. Aber natürlich sind das alles nur meine gefühlten Wahrheiten.

  14. In Wahlkampfzeiten werden sich die Themen in immer schnellerer Folge abwechseln. Demnächst wird die Union völlig überraschend ein Wahlprogramm vorstellen, dann wird man sich darauf stürzen und Frau Emcke ist vergessen.
    Es wäre jedenfalls hifreich, wenn alle bis zur Bundestagswahl das Wort „Antisemitismus“ aus dem Diskurs nehmen und sich mit Sachfragen und Inhalten beschäftigen, auch wenn das allen, besonders traditionell den Generalsekretären schwerfällt.

  15. @Marvin
    Das ist witzigerweise ein Aspekt, den Emcke beschreibt. Diese „fragmentierte und durch Desinformation und Ressentiments aufgeladene Öffentlichkeit“ ist eben fragmentiert. Es gibt also nicht mehr „die“ Debatte, die „ganz Deutschland“ umtreibt und dass Bild das behauptet, ist schon ein Teil der auf ihrer Meinungsmacht basierenden Lügenstrategie.

  16. Ja, stimmt.
    Aber muss eine Debatte von denen geführt werden, die das Thema nicht interessiert.

  17. @Mycroft: Emcke sagt, dass in den kommenden Jahren Klimaforscher stärker im Zentrum verschwörungswahnsinniger Anfeindungen stehen werden als Juden, Feministinnen, Virologinnen und andere traditionelle oder aktuelle Zielgruppen dieses Hasses. Damit hat sie angesichts der zunehmenden Bedeutung von Klimawandel und Klimapolitik möglicherweise recht. Jedenfalls ist die Aussage in keiner Weise verharmlosend oder skandalös und kann auch nicht ernsthaft so verstanden werden.

  18. @Daniel: Die Leute haben doch schon immer in ihrer eigenen Blase gelebt und waren fragmentiert. Sie haben Freunde, die so denken wie sie selbst und die Zeitung gelesen, die ihre Meinung bestätigt. Alles andere ist auch viel zu anstrengend.

    Durch das Internet sehen wir jetzt alle verstärkt, was andere Leute denken und andere Medien schreiben. Das ist sehr stressig und dann regt man sich auf. Während die Debatte an vielen Leuten, die nicht die Schlagzeilen von Welt bis Taz scannen, vielleicht einfach vorbeigeht.

    Aktuelle Topt-Twitter-Trends in Deutschland übrigens: GERFRA und FRAGER ;)

  19. @Mycroft:
    Dass die Namen der Kommentatoren nicht mehr durchweg groß geschrieben werden, ist hier wohl neu. Eine Gewohnheit, die ich abzulegen verspreche.
    “ Es wird sicher wieder von Elite gesprochen werden. Und vermutlich werden es dann nicht ‚die Juden und Kosmopoliten‘, nicht ‚die Feministinnen‘ oder ‚die Virologen‘ sein, vor denen gewarnt wird, sondern die Klimaforscher.“
    s.o.
    „Das hieße, falls es dann so wäre, dass Klimaforscher unpopulärer wären als die Juden.“

    Sehr gewagte Behauptung, nur um Ihre steile These zu untermauern.

    Wenn ich mich an Ihnen abarbeite, und nicht an bspw. einen ominösen „Jörn“, wie in anderen Kommentarthreads passiert, dann bedeutet das, dass Sie unpopulärer sind?

    Popularität ist also die omnivalente Triebfeder jeglicher Fokussierung auf Personen/Gruppen.

    Dann ist die Welt wohl doch gar nicht so komplex, wie ich immer gedacht habe.

    Ich habe von Frau Emcke nur das Buch „Gegen den Hass“, nicht einmal gelesen-, sondern „nur“ gehört ( Audible ).
    Nehme ich aber dieses Buch als Erklärungshilfe, dann sind Mißverständnisse eigentlich per se ausgeschlossen. Die Rede ist im wesentlich eine Essenz dessen Inhaltes.

    Und eigentlich passt diese Springer/Ziemiak Attacke ja auch exakt das, was dort beschrieben wird.

    Das Narrativ von den angeblich, durch mediale Eliten künstlich gepushten Grünen ( Motiv bekannt, Theaterdonner und finstere Gestalten im Hintergrund kann dabei jeder aus dem persönlichen Baukasten ergänzen ) , wird eine konzertierte Anti-Grünen, misogyne Anti-Frauen und allgemein Anti-Linke-Eliten Kampagne gefahren.

    Man traut dem Gegenüber eben alles Schlechte zu, zu dem man selber bereit ist.

  20. @Earendil:
    „Emcke sagt, dass in den kommenden Jahren Klimaforscher stärker im Zentrum verschwörungswahnsinniger Anfeindungen stehen werden als Juden, … Damit hat sie angesichts der zunehmenden Bedeutung von Klimawandel und Klimapolitik möglicherweise recht.“ Das halte ich für sehr abwegig, weil zumindest die Antisemiten in der VTler-Szene nicht sagen werden: „Die Klimaforscher sind schlimmer als die Juden!“, sondern: „Die Klimaforscher sind Marionetten der globalen Weltverschwörung.“ oder dergleichen.
    „Jedenfalls ist die Aussage in keiner Weise verharmlosend…“, Naja, technisch gesehen verharmlost sie auch nichts, sondern bauscht etwas auf.

    @Frank Gemein:
    „Wenn ich mich an Ihnen abarbeite, und nicht an bspw. einen ominösen „Jörn“, wie in anderen Kommentarthreads passiert, dann bedeutet das, dass Sie unpopulärer sind?“ Nein. Wenn sich viele Leute an mir abarbeiteten, aber kaum jemand an Jörn, dann könnte man davon reden. Ich hoffe mal nicht, dass sie Jörn und/oder mich derartig hassen, wie Antisemiten die Juden.

    „Popularität ist also die omnivalente Triebfeder jeglicher Fokussierung auf Personen/Gruppen.“ Nein, das bezog sich nur auf mein Beispiel von Beethoven, Mozart, Bohlen und Bieber. Leute, die sich mit Musik besser auskennen als ich, würden mir sagen, dass Mozart und Beethoven sowohl in Hinblick auf Popularität, als auch Talent, Qualität, Tätigkeit und kulturellen Einfluss und Nachwirken weitaus höher einzustufen sind als Bohlen und Bieber, und diese Aufzählung eine Gleichsetzung darstellt, die nur mit viel Ironie Sinn ergibt.

    „Man traut dem Gegenüber eben alles Schlechte zu, zu dem man selber bereit ist.“ Kann sein, bei mir ist es hier aber umgekehrt: Ich erwarte von Leuten, die mit politisch näher sind als Maaßen – wie einem Partietag voller linker bis bürgerlicher Politiker – auch mehr, als von Maaßen. Also einfach keine Aufzählungen, die man ohne weiteres als extrem unangemessene Vergleiche und Gleichsetzungen verstehen kann.

  21. @Mycroft:
    „Nein. Wenn sich viele Leute an mir abarbeiteten, aber kaum jemand an Jörn, dann könnte man davon reden. Ich hoffe mal nicht, dass sie Jörn und/oder mich derartig hassen, wie Antisemiten die Juden.“
    So viel zu dem Thema, wer Dinge aufzählt:
    „die man ohne weiteres als extrem unangemessene Vergleiche und Gleichsetzungen verstehen kann.“
    Oder sind wir etwas keine „Leuten, die [mit] ( Ihnen) politisch näher sind als Maaßen“

    Fragen über Fragen. Sie bestehen also auf eine Missverständnis, welches nicht herbei fabulisiert, sondern fahrlässig durch Frau Emcke entstand.

    Ziemlich lächerlich, aber Sie werden noch andere absurde Vergleiche, wie die hier zitierten, anbringen.
    Mal sehen, ob ich da nicht besser den Ausstieg schaffe.

    Zwei Zitate aus einem Kommentar von Ihnen,

  22. „Oder sind wir etwas keine „Leuten, die [mit] ( Ihnen) politisch näher sind als Maaßen““ Vermutlich sind sie das. Wenn Sie Jörn und mich in eine Reihe stellen, aber Aufzählungen nicht als Vergleiche verstanden wissen wollen, schlussfolgere ich mal, dass Sie Jörn und mich nicht vergleichen wollten. Ändert aber nichts daran, dass das bei anderen Menschen nicht immer so ist.

    „Sie bestehen also auf eine Missverständnis, welches nicht herbei fabulisiert, sondern fahrlässig durch Frau Emcke entstand.“ Jein. Es ist mehrdeutig. Wenn Sie oder Earendil oder Ouassil eine andere Interpretation bevorzugen, bitte.

  23. Ach na das ist ja ein Zufall. In Folge 2 des Podcasts „Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen“ (vorgestern hier auf Übermedien von Sandro Schroeder besprochen) wird Holger Klein (Übermedien-Lesern bekannt aus „Holger ruft an“) zitiert mit den Worten: „[Henryk M.] Broder ist jetzt ja jemand, der das taktische Missverstehen ja im Grunde zu einer Kunstform erhoben hat“.

  24. Das möchte ich aufgreifen:
    „Vermutlich ist genau das der Trick an der Sache und die Funktion solch einer Attacke: Die intellektuellen und diskursiven Energien blockieren, indem man sie mit der Widerlegung eines Sachverhalts beschäftigt, der gar nicht stattgefunden hat.“
    Als Kind bekam man gesagt, und man gab es seinen Kindern weiter: „hör nicht auf sie, sie wollen dich nur ärgern – steht drüber, und ignoriere es“ . So oder so ähnlich war es doch. Und ja: es blockiert diskursive Energien, es ist so grunzblöd was ein Zimiak, eine Glöckner und die Springer Presse da von sich geben und auf Resonanz stoßen.
    Die Frage ist, muss man widerlegen? Findet man nicht andere Mittel, solchen Menschen mit spitzem Stiefel in den Arsch zu treten? Die INSM Kampagne war auch so etwas Unterirdisches.

    Ich hoffe inständig, es kommen Momente der Genugtuung, wie sie einem ein Fritz Teufel mit seiner Spaßguerilla verschaffen konnte.

  25. @ulrich becker:
    Natürlich bin ich auch immer wieder an diesem Punkt. Das erhabene Ignorieren aber ist auch nicht ohne Gefahr: Unter der plakativen Überschrift, die Vorherrschaft der „linksgrünversifften“ medialen Verschwörung zu brechen, sind mittels Unterstellungen, Verdrehungen und Lügen mittlerweile die Konservativen wieder auf 30% rauf-, und die Grünen auf 20% runtergejazzt worden.
    Und zwar von einer konzertierten Kamarilla, die man nur deshalb nicht als Verschwörung bezeichnen kann, weil sie dafür viel zu dreist und offen agieren. Die Union ist auf dem Weg eine Tea-Party in den eigenen Reihen zu installieren, und die Wirtschaftshörige wetteifert bei der Fake-News Verbreitung.
    Wer mundtot gemacht werden soll, dem unterstellt man Cancel-Culture bis das Maul endlich gehalten wird. Besonders renitente werden an Don Alphonso und die geifernde Meute durchgereicht.

    Ich habe einige Wahlkämpfe erlebt. Ich denke 2021 wird sie alle in den Schatten stellen.

  26. @Frank Gemein: ja, da stimme ich ja zu!
    Ja, es ist ein hilfloser Versuch andere Diskursformen zu finden mit denen man hohles Agieren der Lächerlichkeit Preis geben kann – ständig Ereignisse zu analysieren und sich über den ausgemachten Schwachsinn vieler Parlamentarierer auszulassen, die sich über ihre Wahllisten ihre Legitimation erworben haben, öffentlich dummes Zeug von sich zu geben und dafür noch bezahlt werden, wird zur vergeudeten Zeit. Und das noch flankiert von einer Meinungsmachenden Presse aus dem Hause Axel Springer.
    Wieder verfangen die simplen Erklärungsmuster der Rattenfänger mehr als gut ist.
    Da erinnert man sich gerne an die Zeiten der Spontis und ihre kreativen Aktionen ausserhalb parlamentarischer Rituale

  27. Danke, liebe Samira, dass Du und all die anderen schlauen Antwortenden nicht müde werden, die unzähligen institutionellen Missverständnisse, Faktenverdrehungen, dummdreisten Lügen und alternativen Fakten umkommentiert im Raum stehen zu lassen.
    Wenn der klügere immer nachgibt, dann regieren die Dummen.
    Okay, fühlt sich manchmal schon jetzt so an.
    Nichtsdestotrotz: Weitermachen, wie jeder von uns im Privaten auch ruhig immer mal die Extrameile gehen kann und schwurbelnden Freundinnen, Verwandten, Kollegen und Vereinskameradinnen Paroli bieten.

  28. Bevor dann bald die nächste Bullshit-Welle anbrandet, möchte ich für’s Protokoll gerne darauf hinweisen, dass Martenstein es nicht beim generellen Kampagnentenor belassen hat, Emcke argumentiere unlauter und geschichtsvergessen und irgendwie antisemitisch, um sich mit ultimativen Argumenten einen Debattenvorteil zu verschaffen. Diese Diskurs-Schwalben sind ja spätestens mit Ziemiaks Rückzieher etwas flügellahm geworden.

    Martenstein aber greift Emcke, deren Thema ja eine funktionierende Öffentlichkeit als legitimatorische Voraussetzung der Demokratie ist, frontal an.

    Er unterstellt ihr, sie wolle das Pro und Contra in der politischen Debatte generell unterdrücken und Kritik autoritär tabuisieren. Sein Beleg? Ein falsches Zitat! „Wir brauchen eine neue Aufklärung gegen die Pro- und Contraisierung der Welt“, habe Emcke gesagt. Stimmt aber nicht, wie man beim oben verlinkten Video ihrer Rede bei ca. 4:58 min gut hören kann: Emcke wendet sich gegen eine „Pro- und Contraisierung der Wirklichkeit“, was in ihrem diskursanalytischen Kontext einen Unterschied ums Ganze macht. Natürlich dürfen alle zur Welt meinen, wie sie wollen. Aber bei der Konstruktion der Wirklichkeit gelten nun mal gewisse methodische Maßstäbe für die Geltung der Aussagen.

    Dass das Kant-Kenner Martenstein („Habe den Mut …“) nicht schert, überrascht nicht. Ich bin gespannt, wie lange er solchen Niederträchtigkeiten noch direkt unter dem Motto „rerum cognosere causas“ platzieren kann. Spätestens seit seinem Interview in der Jungen Welt habe ich das Gefühl, er will es jetzt nicht mehr nur bei populistischen Zündeleien belassen. Wir werden sehen.

  29. @Martin Wildermuth:
    Das ganze scheint auch irgendwie immer wieder zu einem Ego-Thema zu werden. Wissenschaftler werden ( leider von allen Seiten ) wie Action-Helden gegeneinander ausgespielt, wie bei einem Auto-Quartett auf dem Pausenhof.
    Denker reagieren beleidigt, wenn die schnöde Realität es wagt, ihren Theorien und Ideologien zu widersprechen.
    Es ist eigentlich recht simpel: Die Qualität wissenschaftlicher Information definiert sich entweder mittels eindeutiger Beweisbarkeit, oder aber daraus, dass das etablierte wissenschaftliche Prozedere peinlich genau eingehalten wurde/wird.
    „Bad Boys“ sind da eher kein Qualitätsurteil, wenn auch bei bestimmten Menschen sehr beliebt. Und weil sie Quote bringen, verleiten sie die Medien zu exzessiven und gefährlichem „false-balancing“.
    Um es mit Carl Sagan zu sagen ( sinngemäß ):
    Ja, auch über Galileo hat man gelacht, aber die meisten, über die gelacht wurde, waren tatsächlich Clowns. ( Galileo Gambit )
    Intellektuelle, die sehr von sich selber überzeugt sind, scheinen die fatale Neigung zu haben, dass, wenn das Publikum ihr „Genie“ nicht sehen will, sie sich ein Publikum suchen, welches das tut.
    Und dort dann sukzessive auch das zu liefern, was erwartet wird.
    Mir fielen da aus dem Stand einige Beispiele ein. Aber die Diskussion lass ich lieber.

    Wenn wir keine Eindutigkeit der Erkenntnis haben können (meistens), dann müssen wir auf Methodik und, auch immer wieder mal, auf Ockhams Rasiermesser vertrauen.

    Gerade beim Thema Klimakatastrophe ist das essentiell.
    Das sagt einem schon die Logik:

    Ein Irrtum in die eine Richtung bedeutet, dass wir u.U. mal zu viel Gutes für die Umwelt getan hätten …

  30. Faktenchecker der Erde vereinigt euch und macht endlich ein auflagenstarkes und reißerisches Boulevard-Blatt, das die Machenschaften der Desinfo-Presse für jeden sichtbar demaskiert.

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