Sommerinterviews mit der AfD sind kommunikative Bräunungsverstärker

Andreas Kalbitz am See Screenshot: rbb

„Schöne Orte, ernste Worte“, so bewirbt der rbb sein Sommerinterview mit dem Rechtsextremen Andreas Kalbitz, das zu Recht kritisiert wird. Warum zur heiligen Pina Colada lädt man sich einen als Verfassungsfeind eingestuften AfD-Politiker zum gemütlichen Plausch am See ein – wo der Sender selbst mehr als einmal durch Recherche auf dessen rechtsextreme Tätigkeit und Lügen hingewiesen hat?

„Watson“ hat rbb-Chefredakteur Christoph Singelnstein gefragt. Er erklärt die Entscheidung in drei Aussagen, die exemplarisch stehen für ein grundsätzliches journalistisches Dilemma in der Abbildung von Rechtsextremen, auf die ich eingehen möchte: Was machen wir medial mit unseren gewählten Rechtsextremen?

Die Einladung von Kalbitz verteidigte Singelnstein folgendermaßen:

„Wir bilden in dieser Reihe die politische Wirklichkeit ab, die die Wählerinnen und Wähler in Brandenburg geschaffen haben. Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, das gesamte demokratisch legitimierte Spektrum zu Wort kommen zu lassen“.

Ok, er wurde demokratisch gewählt, also muss man ihn zu Wort kommen lassen, um das gesamte politische Spektrum wiederzugeben. Aber wie kann man jemanden im Zuge demokratischer Aufklärungsarbeit zu Wort kommen lassen, der antidemokratisch redet und handelt? Jemanden, der ein ausgewiesener Verfassungsfeind ist?

Es gibt eine demokratische Pflicht eines öffentlich-rechtlichen Senders, die noch wichtiger ist, als alle antidemokratischen Positionen der journalistischen Vollständigkeit halber abzubilden: der Kampf gegen Rechtsextremismus. Jetzt mehr denn je. Ich weiß nicht, ob man diesen Kampf automatisch gewinnt, wenn man einen rechtsextremen Politiker nicht zu Wort kommen lässt, aber ich weiß definitiv, dass wir ihn verlieren, wenn wir das zulassen.

Es ist nicht Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Sender, die demokratischen Werten verpflichtet sind, im Namen der Demokratie, die sie durch ihren Sendeauftrag schützen wollen, einem ehemaligen Mitglied der inzwischen verbotenen neonazistischen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ politische Sendezeit zur Verfügung zu stellen.

„In den Sommermonaten treffen wir Brandenburger Spitzenpolitiker an den Seen, die sie gern haben.“ Für Kalbitz fuhr der rbb nach Senzig, Königs Wusterhausen. Screenshot: rbb

Mit einer antidemokratischen Partei und ihren Vertretern – selbst wenn diese gewählt wurden – können wir aufgrund ihrer Natur journalistisch nicht auf die gleiche Art umgehen wie mit einer demokratischen Partei und ihren Vertretern. Kritisches Betrachten, faktisches Abbilden, demontierendes Interviewen, satirische Aufarbeitung oder, mein Favorit, aktives Deplatforming, also die Bühne entziehen, wahrnehmendes Ignorieren, um sie nicht größer zu machen, als sie sind, sind die einzig validen Formen, mit Rechtextremisten medial umzugehen.

Das sieht Singelnstein anders, wenn er sagt:

„Wir können und wollen als öffentlich-rechtlicher Sender den Fraktionschef der größten Oppositionspartei und zweitstärksten politischen Kraft im Land nicht ignorieren.“

„Können“ ginge. Ich würde behaupten, der Umstand, dass sie in politischen Talkshows immer seltener zu Gast sind, zeigt, dass die Debatte nicht explodiert, wenn keine AfDler am Tisch sitzen. Auf dem Höhepunkt der Coronakrise waren sie komplett irrelevant, berichterstatterisch schenkte man ihnen kaum Beachtung, niemand interessierte sich für ihre Aussagen, und der demokratische Diskurs hat es überlebt – weil er mit wichtigerem beschäftigt war.

Man muss sich also nicht mal aktiv dafür entscheiden, sie nicht permanent abbilden zu müssen; es reicht die Erkenntnis, dass andere Stimmen und Akteure wichtiger sind.

Das führt uns zum Wort „wollen“. Sie wollen ihn nicht ignorieren, fair enough, man kann nicht unkommentiert, uneingeordnet lassen, was der Demokratie schaden will – aber dann bleibt die Frage nach dem wie. Bzw. im Falle des Sommerinterviews: wie nicht. Denn was wir unter allen Umständen verhindern müssen, ist eine mediale Normalisierung von Rechtsextremismus.

Was uns zur dritten Aussage des Chefredakteurs führt:

„Die Sommer-Interviews sind nicht investigativ angelegt, sondern machen politische Positionen deutlich. Wir führen diese Interviews, damit man über die Inhalte diskutieren kann, nicht über das Interview selbst.“

Man muss natürlich über das Interview selbst diskutieren, denn das Problem ist nicht nur, dass ein Rechtsextremist überhaupt derart viel Sendezeit bekommt; das Problem ist auch, in welcher Form.

Anhand des Genres des Sommerinterviews wird vielleicht das Problem im verharmlosenden Umgang mit der AfD am deutlichsten: Wir sehen, wie diskursiv albern es wird, mit Rechtsextremen umzugehen, als seien sie Demokraten wie du und ich, wenn man sie zum netten Gespräch an einen „schönen Ort“ einlädt.

Andreas Kalbitz im Interview mit Stephanie Teistler Screenshot: rbb

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Menschen zu interviewen: beispielsweise als kooperatives Gespräch, wie es Johannes B. Kerner früher gemacht hat, oder in Form einer konfrontativen Interrogation, wie sie Michel Friedman perfektionierte.

Manche InterviewerInnen bespielen die verschiedenen Gattungen je nach Gesprächspartner und thematischer Anforderung entsprechend flexibel. Markus Lanz setzt sich mit ParlamentarierInnen, möglichen KanzlerkandidatInnen, aber auch mit AktivistInnen kritischer auseinander als zum Beispiel mit BestattungsunternehmerInnen oder einer Naturdokumentationsfilmerin, die zu Fuß und nur mit einer Spiegelreflexkamera die afrikanische Savanne durchquert hat.

Und dann gibt es noch das Sommerinterview. Der Wellness-Urlaub unter den politischen Talks. Ein Dialog irgendwo zwischen „Ich bin ja so ein Mensch, der …“-Aussagen, verschwitzter Wähleranwanzung und Bonner Terrassenbiederkeit.

1988 lud das ZDF erstmals einen Politiker zu einem Sommerinterview ein und besuchte Helmut Kohl am Wolfgangsee, wo er Urlaub zu machen pflegte. Nach der positiven Resonanz setzte sich die Form durch. Sender und Politiker profitieren gleichermaßen von der sommerlichen Seichtigkeit: Die homestoryhaften, fast politischen Gespräche stören die Bilderwelten zwischen „Bares für Rares“ und „Verrückt nach Meer“ nicht allzu sehr, und die ProtagonistInnen können sich plaudernd professionell locker geben, dabei nahbar und heimatverbunden wirken, weil immer auch elegant inszeniert wird, dass Politiker in Deutschland Urlaub machen.

Dementsprechend wird da rhetorisch nur ein bisschen geplanscht, inhaltlich die ein oder andere Luftmatratze aufgeblasen, kritisch höchstens mit Lichtschutzfaktor 5 rumgecremt.

Die Themen decken auch nicht zwangsläufig die gesellschaftspolitisch relevanten Fragestellungen ab, wie eine Analyse des Datenjournalismus-Projekts „Einfacher Dienst“ aufzeigte:

„2018 untersuchten wir die vierzehn Sommerinterviews nach ihrer thematischen Schwerpunktsetzung und kamen dabei zu aufschlussreichen Ergebnissen: Aus etwa 4:26 Stunden Gesamtsendezeit ging es 1:18 Stunden um Flucht, Asyl und Migration – 29% der Gesamtzeit und mehr als um jedes andere Thema. Dem gegenüber standen wenige Sekunden für Gesundheit und Pflege (26 Sekunden), Bildung (18 Sekunden) und Familienpolitik (12 Sekunden) – Ein deutlicher Kontrast zu zahlreichen BürgerInnen-Befragungen, bei denen gerade diese Themen auch als besonders wichtig eingestuft werden.“

Sommerinterviews heben aufgrund ihrer Genrekonventionen jedes populistisches Moment eines politischen Akteurs; es ist im Grunde ja nur eine Parteiprogrammschau. Gleichzeitig lassen sie die Protagonisten harmlos und nah am Menschen wirken – Sommerinterviews sind ein kommunikativer Bräunungsverstärker für jeden AfDler. Und das wissen sie auch zu nutzen.

Das letztjährige ARD-Sommerinterview mit Tina Hassel bestritt der damalige AfD-Chef Alexander Gauland sogar nach seinen Regeln, nicht nach denen der Journalisten, indem er es ablehnte, sich wie die anderen Politiker Zuschauerfragen zu stellen.

Auch im rbb jetzt schien es, als sei das Format ganz nach den Wunschvorstellungen des Gastes Kalbitz, wenn er ohne Not alle Coronamaßnahmen wie Abstandsregeln und Mundschutz ablehnt. Die Moderatorin war angriffslustig wie eine Sommerbrise, freundlich lächelnd im lässigen Korbstuhl-Idyll, weil es eben nicht darum ging, „investigativ“ zu sein, sondern nur politische Positionen zu präsentieren. Solch ein Austausch ist schon bei demokratischen Politikern journalistisch ein stumpfes Picknickmesser. Bei einem Rechtsextremen, von dem sich selbst die AfD distanziert, muss diese Form aufgrund ihrer Kritiklosigkeit zwangsläufig scheitern, auch wenn „ernste Worte“ versprochen wurden.

Im Umgang mit der AfD sollte, nein, muss es heißen: „Keine Orte, keine Worte, keine Normalisierung“.

50 Kommentare

  1. Mal als Frage in den Raum gestellt:
    Der rbb führte oder führt mit folgenden Politikern ein Sommerinterview durch:
    Dietmar Woidke (SPD), Andreas Kalbitz (AfD), Michael Stübgen (CDU), Péter Vida, (BVB/Freie Wähler), Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Sebastian Walter (Die Linke).
    Wer von diesen Menschen trägt am meisten Verantwortung für die real existierenden Verhältnisse in Brandenburg (mit all den Ungerechtigkeiten, Ausbeutung, Umweltzerstörungen etc.)?
    Über welches Sommerinterview wird am meisten geredet?

  2. @2: über das Interview mit dem Politiker, dessen Vita vielfältige Kontakte, Mitgliedschaften und Aussagen aufweist, die einen äusserst massiv daran zweifeln lassen, dass der Herr sich auf dem Boden der demokratischen Grundordnung bewegt.
    Find ich nachvollziehbar und gut, dass da am meisten drüber geredet wird!

  3. Wer hätte dieses Interview je gesehen oder davon gehört, hätten sich jetzt nicht alle darüber aufgeregt? Das Argument mit der Sendezeit bekommt ja erst Relevanz, wenn auch viele das Interview sehen. Das ist durch die allumfassende Werbung für das Interview nun geschehen. Ob gewollt oder nicht. Mich nervt dieses Aufgebausche zusehends. Dadurch wird den Kasperlen mehr Relevanz zugesprochen als ihnen gebührt. Oder hatte die Sendung jetzt bemerkenswerte Einschaltquoten?

  4. @DERMAX
    Ich habe nichts dagegen, dass dieser Pseudo-H*mmler für geistig Arme kritisch angegangen wird. Ignorieren und ständig darüber sprechen widerspricht sich aber schon irgendwie.
    Das Interview mit Woidke war auch grottenschlecht und nicht annähernd kritisch. Und der Mann ist wichtiger!

  5. Ich kann hier leider nicht die Meinung von Samira El Ouassil teilen. Dafür ein kleines Gedankenexperiment: wie sähe es denn aus, wenn die ÖR keinen direkten Dialog mit den Rechten ausstrahlen würden? Wenn ich als Wähler mir einen direkten Eindruck machen wollte – und sei es nur um mich davon gruseln zu lassen – wäre dann entweder auf die Berichterstattung der Privaten oder auf „Alternative Medien“ angewiesen, wo dann Herr Kalbitz und Ähnliche weder kritische Fragen, Fact-Checking, Einordnung oder Korrektur zu befürchten hätten. Ob das dann besser wäre?

  6. Wenn es bloß „Normalisierung“ wäre, wäre das vllt. noch etwas, was man dem Sender nicht anlasten kann, denn die „Normalisierung“ der AfD entsteht hauptsächlich durch deren Wählerschaft.

    Aber so ein Interview und so eine Inszenierung trägt ja zur _Verharmlosung_ bei. Und dann sieht es allmählich nach Absicht statt nach treuherziger Neutralität aus.

  7. @4
    Das war ja gerade die Kritik, dass alles, was Sie da zurecht im vorletzten Satz anführen, im Sommerinterview eben nicht geschah.

  8. Die These aus der Überschrift würde, aus dem sprachlich Bild mal herausgenommen, lauten: „Die Präsenz rechter Idioten im Fernsehen verstärkt rechte Tendenzen.“

    Ist das so? Sitzen da nur Menschen vor den Bildschirmen, die zu dumm sind, den Mann als das zu erkennen, was er ist, wenn es ihnen nicht vom Sender selbst vorgesagt wird? Und wenn dem so ist: Ist dann ein Interview der richtige Punkt, um da in Sachen politischer Bildung anzusetzen?

    Vielleicht sind die ja auch gar nicht nur alle dumm. Vielleicht wählen viele solche Leute ja wohl wissend, was die sind und weil sie es sind. Vielleicht wählen die solche Leute auch dann, wenn der Sender alles täte um zu sagen: „Wählt den nicht.“ Vielleicht täten sie es gerade dann.

    Mir scheint reichlich unklar, was die Ausstrahlung eines solchen Interviews bewirkt, vor allem verglichen mit der Nicht-Ausstrahlung derartiger Interviews, woraus die Rechten wiederum ihre Mythen von den so ignorierenden Mainstream-Medien spinnen könnten.

    Und weil man so wenig weiß, was da was auslöst, begrüße ich derartige Interviews. Sie sind mir lieber als eine Vorauswahl demokratisch gewählter Politiker durch Medien, die ihren Zuschauern eine Beurteilung nicht mehr zutrauen.

  9. @6: Ja, insgesamt sehr schwierig. Wenn man diese Punkte direkt in das Format integriert oder auf einen Sendeplatz daneben stellt, könnte die AfD (zurecht) auf eine Ungleichbehandlung zu den anderen Parteien hinweisen und sich wieder in die Opferrolle begeben. Vielleicht zeigt das aber auch insgesamt, dass das Format „Sommerinterview“ für politische Berichterstattung nicht geeignet ist, sondern zu stark Hofberichterstattung ähnelt. An dieser Stelle fehlt dann vielleicht wieder ein politisches Format ala (Michel) „Friedman“. In Summe für mich aber immer noch nicht genügend Gründe, auf Formate >mitüber< die AfD zu berichten.

  10. … auf Formate MIT der AfD zu verzichten und ausschließlich ÜBER die AfD zu berichten.

    (falsches Format gewählt).

  11. „wie sähe es denn aus, wenn die ÖR keinen direkten Dialog mit den Rechten ausstrahlen würden?“

    So wie es aussah, als sie das Gleiche nicht mit der NPD getan haben?

  12. Bitte besser redigieren. Zahlreiche Rechtschreibfehler erschweren das Verständnis enorm.

  13. Der RBB hätte der AfD eine viele größere Bühne geboten, wenn er das AfD-Sommerinterview als einziges NICHT gesendet hätte. Sie hätten sich dann als Opfer dargestellt und eine große Kampagne gestartet. Daraus hätten sie viel mehr Kapital schlagen können, da so eine Opferkonstellation auf viele Menschen eine große Faszination ausübt.

    So ein Sommerinterview schaut sich eh kaum einer an. Die meisten Zuschauer gehen außerdem kritisch an so ein Interview ran und nehmen das Gesagte nicht für bare Münze. Ich kann den entstandenen Schaden nicht erkennen. Daher ist die Entscheidung des RBB aus meiner Sicht richtig.

  14. Ich bin dafür, dass der RBB knapp einem Viertel der Wähler in Brandenburg kein Forum bietet.

  15. Ist jetzt eher ein Grund, auf das Sommerinterview ganz zu verzichten.

    Erstens vom journalistischen Nährwert/Mehrwert her, und zweitens, wenn die AfD wieder instrumentalisiert, dass alle anderen sich selbst inszenieren dürfen, gibt’s ja grundsätzlich zwei Möglichkeiten, dieses schreiende Unrecht zu heilen.

  16. @14: Aber dieses knappe Viertel der Wähler hat die Partei gewählt, die von dem rechtsextremen Herrn Kalbitz geführt wird.

  17. @Stefan Niggemeier

    Meine Güte, es ist doch mehr als klar, was Florian Blechschmied meint.

    Es ist derartige Korinthenkackerei, die es schwer macht, Ihnen eine wirklich Bereitschaft zur Diskussion abzunehmen. Mit „Diskussion“ meine ich übrigens nicht das gegenseitige Bestätigen der jeweiligen Brillanz durch Gleichdenkende.

    Es gibt dieses Format, bei dem gewählte Politiker interviewt werden. Dieses Format wendet man erstmal in gleicher Form auf alle an, auf die, die einem vielleicht gefallen und auf die anderen. Ich vermag daran nichts Schlimmes zu erkennen.

    In einer Vorauswahl der für ein Interview genehmen Politiker sähe ich zumindest wesentlich mehr Gefahr für unsere Demokratie als durch ein Interview mit einem ziemlichen Spinner.

  18. @Florian Blechschmied
    Wählte ein Viertel der Wähler verfassungsfeindlich und antidemokratisch, wäre ich auch dafür, ihnen kein Forum zu bieten. Hoffen wir mal, dass der eine, der interviewt wurde, nicht repräsentativ für dieses Viertel ist. Wenn ja, sollte dich der Vrrfassungsschutz und nicht die öff. rechtl. Sender der Savhe annehmen.

  19. Ich wäre auch eher dafür, diese ganze Reihe „Sommerinterview“ zu canceln.
    Ich vermute auch, dass der Schaden weit größer wäre, wenn man nur das Gespräch mit der AFD nicht macht. Das wäre auf jeden Fall kontraproduktiv.

    Im Übrigen: hier sind wir auch wieder bei der generellen Falle. Hätte es keinen Aufschrei bezüglich des Interviews gegeben, hätte es vermutlich auch keine S** interessiert. So ist jetzt aber natürlich die AFD wieder schön in den Medien präsent…

  20. @ Ichbinich (#17):

    Sehe ich ähnlich. Die Sommerinterviews im RBB laufen seit Jahren (auch mit AfD-Leuten) und gehören eigentlich in die Kategorie „Versendet sich“. Dieses hier beschert Kalbitz jetzt bundesweit Aufmerksamkeit, weil so viele empörte Leute überall schreiben mussten, ihm dürfe keinesfalls Aufmerksamkeit beschert werden.

    Das RBB-Bashing ist mir auch ein bisschen einfach. In den SPON-Kommentaren unterstellten viele, der Sender wolle AfD-Promo betreiben, weil er selbst von blau-brauner Gesinnung geprägt sei (typisch Osten halt, höhö). So ein Unfug! Das Format gebietet es, die Vorsitzenden aller Landtagsfraktionen einzuladen, also ist Kalbitz dabei. Und nach allem, was ich von der Reporterin Frau Teistler bisher gesehen haben, liegt mir der Verdacht einer rechten Gesinnung fern.

    Ist das ein blödes Format? Ja! Aber wenn man es macht, kommt man halt um die stärkste Oppositionspartei nicht herum.

  21. Ich glaube nicht, dass es sich versenden würde, wenn man drüber schweigt.
    Ich glaube, es würde Normalität entstehen.
    Die dann zu Verhältnissen führen könnte, wie sie im TS-Artikel über Bautzen geschildert werden.
    https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/die-wutbuerger-von-der-b96-das-wuesste-ich-doch-wenn-hier-rechtsradikale-waeren/25978068.html

    Ja, solche Besprechungen wie hier und anderswo erhöhen die Aufmerksamkeit für die AfD.
    Aber eben auch bei denen, die nicht deren Gebrüll glauben, die so merken, dass es gesellschaftliche Gegenwehrt gibt und man sich nicht aus Angst verstecken muss.

  22. Dieter Sievert (6.)
    „Das war ja gerade die Kritik, dass alles, was Sie da zurecht im vorletzten Satz anführen, im Sommerinterview eben nicht geschah.“

    Mal direkt gefragt, wie stellen Sie sich das vor?

  23. War nicht das entlarvendste Interview mit Alexander Gauland nicht ein ZDF Sommerinterview?
    Als er einfach nur höflich zu anderen Themen als sonst befragt wurde?

  24. @FixUndFoxi
    Auch wenn Sie meinen Bruder befragt haben, antworte ich mal ;-)
    Wie die Autorin schon meinte: Das „Wie“ ist eine schwierige Frage und schlicht und ergreifend nicht meine Baustelle, aber das „so nicht“ recht offensichtlich. Mein Satz sollte nicht bedeuten, dass es im Sommerinterview selbst hätte besser laufen können und müssen (man konnte ihn aber so verstehen) .Wäre es überhaupt im Rahmen eines Sommerinterviews möglich? Weiß nicht, kritisch nachfragen und vorbereitet sein kann man ja trotzdem, vielleicht aber auch nicht, wenn das rundherum schon so weich gespült ist.
    Wahrscheinlich ist etwas grundsätzlich anderes als ein Sommerinterview geeignet und wenn man diese Schwäche grundsätzlich einsieht und es komplett abschafft, wie andere hier schon nahelegen, weine ich dem sicher nicht nach.

  25. @MICHA

    Der Unterschied ist mMn, wo man die Rechten zur „Normalität“ werden lässt.
    Sie in den Medien ausgrenzen zu wollen funktioniert so wie ich das sehe nicht. Aber natürlich dürfen sie nicht am Regierungsprozess teilnehmen/ins Rathaus zu Talkrunden eingeladen werden etc.
    Das ist aber was anderes, als Interviews mit allen Fraktionsführern zu senden, die AFD aber „aus Gründen“ auszugrenzen. Das führt nur zur zur Zementierung des Opfermythos.

  26. @#30: „…………handelt es sich bei Godwin’s Law um ein rhetorisches Mittel, das man in Diskussionen einsetzen kann, um auf die Unangemessenheit von Hitler- oder Nazi-Vergleichen hinzuweisen.“

    Ja sehr unangemessen mein sarkastischer Vergleich. Heutzutage ist doch von Nazi-Ideologie überhaupt nichts mehr in unserer Gesellschaft zu finden.

    PS: taz von heute zum Verfassungsschutzbericht: „Es war eine klare Botschaft, die Horst Seehofer und Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang am Donnerstag aussandten. Es ist der Rechtsextremismus, der dieses Land derzeit bedroht.“

    Muss ich mich jetzt für den unangemessenen Vergleich entschuldigen?

  27. @KK (stellvertretend für einige andere):
    „Dieses hier beschert Kalbitz jetzt bundesweit Aufmerksamkeit, weil so viele empörte Leute überall schreiben mussten, ihm dürfe keinesfalls Aufmerksamkeit beschert werden.“

    Sehe ich nicht so. Die Aufmerksamkeit gilt dem RBB und ist von diesem in der Form sicher nicht erwünscht. (Kalbitz selber hat eh genug Aufmerksamkeit, Verfassungsschutz und so.) Und die Aufmerksamkeit ist notwendig. Erschreckend wäre vielmehr, wenn so ein Interview ohne Aufschrei durchgegangen wäre, man so etwas also nicht mehr als Skandal, sondern als Normalität wahrnehmen würde.

    Es ist doch ganz einfach. Einen Faschisten sollte man medial nicht wie einen demokratischen Politiker behandeln (und muss es auch nicht), egal wieviele Wählerstimmen er eingesammelt hat. Schon allein deshalb, weil sich das Problem nicht mehr stellt, sobald das mehr als 50% sind, und man dann nicht nur mediale Gleichbehandlung vergessen kann. Hätte der RBB das verinnerlicht, hätte es halt kein Sommerinterview mit Kalbitz gegeben. Und? Hätte die AfD mal kurz wegen Ungleichbehandlung rumgekräht, fertig. Hätte man seitens des RBB ganz kühl antworten können: Ja, natürlich behandeln wir euch anders als andere Parteien, und das hat gute Gründe.

    Zum Thema „mit Nazis reden“ hat doch Wiglaf Droste selig schon alles gesagt. Soll das nicht mehr gelten, nur weil diese Leute Bomberjacke und Stiefel gegen Sakko und Lackschuhe eingetauscht haben?

    Also, volle Zustimmung zu Frau El Ouassil, und danke für die klare und schön geschrieben Analyse!

    @KK / #30: Skandal, ein Fascho wird mit Nazis verglichen!

  28. Die unausgesprochene Angst des Autors ist ja, dass die Zuschauer einer solchen Sendung scharenweise zu den Rechten wandern.
    Was für ein seltsames Demokratieverständnis, was für ein Misstrauen in die Menschen…

  29. @ Gerdos:

    Sie müssen sich für gar nichts entschuldigen, höchstens für die implizite Andeutung in #31, ich würde die Gefahr von rechts verharmlosen. Und Godwin’s Law ist weniger ein rhetorisches Stilmittel, als ein ironischer Hinweis darauf, dass man bei Internet-Diskussionen ab irgendeinem Punkt immer bei Hitler landet.

    Warum ich #30 geschrieben habe? Zum einen, weil ich dieser etwas breitbeinig-mackerhaften Identifikation mit den Alliierten inzwischen leicht überdrüssig bin (ich darf das sagen, ich bin selbst mit „Bomber Harris, do it again!“-Transpis durch die Gegend gelaufen). Ich glaube, es tut der analytischen Schärfe der Linken nicht gut, wenn sie die innenpolitische Situation heute immer in den Mustern von 33 bis 45 wahrnimmt.

    Zum anderen, weil der Vergleich so schief ist: Er rückt das Nürnberger Tribunal in die Ecke von Gesinnungsjustiz. Die Leute dort saßen aber nicht auf der Anklagebank, weil sie „rechts“ waren, sondern weil sie ein paar Dutzend Millionen Leben auf dem Gewissen hatten. Was hat das mit einem RBB-Sommerinterview zu tun?

    P.S.: „Mit Rechten reden“ ist übrigens ein erhellendes Buch. Es ist auch keine Aufforderung, mit Rechten zu reden, sondern ein Ratgeber, wie man es tun sollte, wenn man denn möchte.

    @ Earendil:

    Und? Hätte die AfD mal kurz wegen Ungleichbehandlung rumgekräht, fertig. Hätte man seitens des RBB ganz kühl antworten können: Ja, natürlich behandeln wir euch anders als andere Parteien, und das hat gute Gründe.

    We agree to disagree. Ich glaube, Sie unterschätzen, welche Rolle Ungleichbehandlung in der Propaganda der AfD spielt. Der Schaden einer Absage an Kalbitz wäre m.E. um einiges höher, als bei einem geräuscharm versendeten Video (wie es übrigens seit sechs Jahren Standard ist, ohne dass das – mangels „Aufschrei“ – groß jemanden interessiert hätte).

  30. „Ich glaube, es tut der analytischen Schärfe der Linken nicht gut, wenn sie die innenpolitische Situation heute immer in den Mustern von 33 bis 45 wahrnimmt.“

    Was bleibt von der „analytischen Schärfe der Linken“ übrig, wenn man ihnen den über alles geliebten Adolf nimmt?

  31. Ja, ja, die Linken, die ohne Hitler nicht können.

    So ein Quatsch.
    Godwin bei einem Artikel zu erwähnen, in dem es um einen Fascho bzw den Umgang mit Faschisten geht, ist jetzt auch eher weniger treffend.

    Und so zu tun, als ob die Rechten nicht eh immer auf Opfer machen, da weiß ich auch nicht, warum man das machen sollte.

  32. @33: Sehe ich nicht so. Der Artikel sagt doch eher, dass eine freie Presse nicht die Politiker hofieren sollte, die eine freie Presse abschaffen wollen.
    So’n afd Affe in der Lüschenbrässä, das kommuniziert meiner Meinung nach zweierlei: An alle Kritiker ist das die Message „wir sind Mainstream, ihr könnt nicht auf uns verzichten“ und an die eigenen Follower sagt das „schau, wir hamse schon unterwandert und die merken’s nicht Mal. Noch bisschen die Füße still halten, dann Machtübernahme“.
    Aber das muss natürlich nicht stimmen.

  33. Wenn man die Wahlerfolge von Antidemokraten bei uns und weltweit ignoriert, lässt sich leicht daherfloskeln, dass man die Wähler nicht für so dumm halten sollte, dass sie einen Rechtsextremisten nicht durchschauen. Eine unbequeme Tatsache ist, dass der Durchschnitts-IQ bei 100 liegt, der IQ von Journalisten jedoch deutlich darüber. Ähnliches ließe sich über das Bildungslevel sagen. Wer meint, dass Journalisten die Bürger durch pädagogische Erwägungen bevormunden würden (z.B. keine Normalisierung durch Gleichbehandlung), vertritt zwar ein sympathisches Ideal, das aber leider an der Realität scheitert und damit zur Gefahr für alle wird.

  34. Dieser Kommentar folgt der Logik meiner dreijährigen Tochter: Wenn ich mir die Augen zuhalte, dann sieht man mich nicht.
    Übersetzt: Wenn Rechtsextreme nicht interviewt werden, dann gibt es sie nicht.
    Die Haltung des Kommentars trägt die Arroganz der Berliner Journalismusblase in sich, die von oben vorschreiben will, wie und wer zu berichten hat, die jeden Leser als nicht annähernd so klug wie man sich selbst einschätzt. Klar muss über Rechstextremisten kritisch berichtet werden. Der rbb tut das, meiner Einschätzung nach, regelmäßig und gut. Dass Kalbitz mit Lederhose im Zeltlager einer verbotenen Jugendorganisation unterwegs war hat übrigens genau diese Sendung aufgedeckt.

  35. Kritischer Kritker schrieb: „wie es übrigens seit sechs Jahren Standard ist, ohne dass das – mangels „Aufschrei“ – groß jemanden interessiert hätte“

    Nur das inzwischen die Vereinigung „Flügel“, von denen Herr Kalbitz einer der prominentesten Vertreter ist/war, mehrfach in den Fokus von Verfassungsschützern getreten ist. Insofern ist es eben (imo) nicht mehr mit der Situation von vor 6 Jahren zu vergleichen, da inzwischen starke Verdachtsfälle der Verfassungsuntreue gegen Hr. Kalbitz auf dem Tisch liegen – also auch gute Argumente für den RBB. Alternativ hätte man ja auch der AfD anbieten können, das Interview aus genau diesen Gründen mit jemanden zu machen, der sich eher mit den Werten identifizieren kann, die der RBB vertreten MUSS.

  36. Die unter der dünnen Decke vermeintlicher Toleranz und falsch verstandenen Demokratieverständnisses geäußerten Pro-AfD-Kommentare nötigen mich zu einem Godwin-2-Argument: In dieser Logik (Repräsentant eines großen Wählerpotenzials) würde heute auch ein Josef Göbbels zum Interview eingeladen. Insofern frage ich ich allen Ernstes, was diese Rechten mir als Zuschauer zu sagen haben, was ich nicht schon längst wüßte? In meinen Augen handelt es sich schlicht um eine von mir über die Zwangsgebühren finanzierte rechte Propaganda.

    Die Argumente der AfD-Versteher sehen dann so aus: „Das Format gebietet es, die Vorsitzenden aller Landtagsfraktionen einzuladen, also ist Kalbitz dabei.“ Oder: „…..kommt man halt um die stärkste Oppositionspartei nicht herum.“

    Das Gästebuch von „Hart aber fair“ verzeichnet jedesmal eine große Empörung vieler User, wenn mal kein AfD-Midglied als Gast eingeladen ist. Das sagt doch eigentlich alles.

  37. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen darf, um einen Anschein von parteipolitischer Neutralität zu wahren, nicht Sommergespräche mit allen im Parlament vertretenen Parteien außer der AfD führen.
    Abgesehen davon sind die ö-r Anstalten ein Fernsehen für alle Gebührenzahler.
    Wenn alle Sommerinterviews gleich unkritisch angelegt sind (worüber man diskutieren kann), dann gibt es keinen Grund das zu thematisieren, nur weil ein AfD-ler interviewt wird.

    Frau El Ouassil selber outet mit dieser Glosse aber ein nicht akzeptables Demokratiedefizit: Sonderbehandlung (wenn nicht gar Ausgrenzung) von zweistellig gewählten Parteien, und von ihr nicht genehmen politischen Meinungen. Mit dieser „journalistischen“ Einstellung kann sie in bestimmten Staaten mit eingeschränkter Meinungsfreiheit glatt Karriere machen, wenn sie nur im Sinne des Regimes schreibt würde.

    Meiner Meinung nach sind „Journalisten“ wie Frau El Ouassil, die Meinungsjournalismus bzw sog. „Haltungsjournalismus“ betreiben, und Meinungskorridore schon unterhalb der gesetzliche Grenzen einschränken wollen, die Ursache des Glaubwürdigkeitsproblem des aktuellen deutschen Journalismus.
    Hier mag sie dafür viel Beifall finden, aber bei der Masse der Menschen die sich informieren (und nicht von Journalisten wie ihr politisch erziehen lassen wollen) sicher weniger.
    Insofern ist diese Glosse von Frau El Ouassil entlarvend, wenn auch anders als sie es bezweckte.

  38. Haltungsjournalismus, entlarvend, eingeschränkte Meinungsfreiheit, AfD wird ausgegrenzt, neutraler ÖR, Journalist in Anführungszeichen – das Bullshitbingo ist voll, Herr Weller. Und als Bonuspunkt noch der Hinweis, dass das Programm der ÖR „für alle Gebührenzahler“ sein muss (auch für Nazis, Echsenmenschengläubige und Fans der Fünftonmusik).

  39. „Abgesehen davon sind die ö-r Anstalten ein Fernsehen für alle Gebührenzahler.“

    Ich bin sicher, dass auch mancher Holocaustleugner und Antisemit Gebühren zahlt, wenn auch zähneknirschend.

    Und ja: auch für die ist das ÖR-System da. Bloß nicht in dem Sinn, wie Sie „für“ definieren, also als Bestätigung der jeweiligen Sicht. Es gibt kein Horst-Mahler-Eckchen nachts um drei im HR, nur weil der Mann halt auch dreihundert Anhänger hat.

    Die Grenzen des ÖR werden von den Grenzen des Grundgesetzes bestimmt. Und da tanzt ein Kalbitz mal mindestens auf den Grenzen drauf, wenn nicht drüber, wie Ihnen der VS bestätigen könnte.

  40. @Mr Re + Stefan Pannor
    Alle AfD’ler sind Nazis und Herr Kalbitz tanzt auf den Grenzen des Grundgesetzes, obgleich er für keine seine Meinungsäußerungen je angeklagt, oder verurteilt wurde.
    Interessant!
    Und , Mr. Pannor, eine Meinungsfreiheit für Holocaustleugner habe ich mit keiner Zeile gefordert, das ist Ihre Unterstellung bzw. Demagogie.

    Meinungsfreiheit gilt nicht in den Grenzen der Gesetze, sondern eben nur soweit, wie Sie es persönlich als Gesinnungsjournalisten zulassen.
    Mit einer solchen Berufsethik werden Sie es in Diktaturen weit bringen, sofern Sie für die richtige Seite schreiben.
    Danke für diesen Einblick in Ihr persönliches Demokratiedefizit!

  41. @45: „Alle AfD’ler sind Nazis“. Das haben Sie jetzt gesagt. Ich bin geneigt, Ihnen da weitgehend zuzustimmen, aber geschrieben hatte ich das nirgends. Aber Danke für die Beförderung zum Gesinnungsjournalisten.

  42. Herr Weller:

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

    Im Übrigen beschränkt sich unsere Verfassung nicht nur auf diesen Artikel. Wenn einer verfassungsfeindlich handelt, kann das auch auf andere Artikel bezogen werden.

    Das mit der „Demagogie“, das war doch ein projektiver Ausrutscher Ihres Unterbewußtseins, geben’s halt zu. :-)

  43. Wie ich schon hin und wieder mal schrob…sinngemäss
    Es geht den Rechten darum das Recht auf Meinungsäusserung mit der Verpflichtung zum Zuhören zukoppeln.
    Das ein schlechtes Gewissen den Demokraten erfasst, der sich weigert Rechten zuzuhören und das die anderen Demokratischgestimmten Druck ausüben, auf die die nicht zuhören wollen…
    Man hat ja (noch) die Wahl, eigentlich,oder?!

  44. Ich habe keine Ahnung von Kalbitz und Sommerinterviews. Aber die einzige interessante Formulierung war die der „verschwitzten Wähleranwanzung“. Diese Art der Systempropaganda ist sowieso überflüssig. Da läuft eine Show, die für viele Menschen nicht zu ertragen ist. Man wendet sich ab mit Grausen. Vielleicht ist das der Sinn der Veranstaltung. Asymmetrische Demobilisierung bei Kaffee und Kuchen. Die Inhalte sind dabei nebensächlich und die Personen irrelevant. Hauptsache Prominent. Man fragt sich ob das Interview erst durch zahlreiche Kommentare darüber propagandistische Wirkung erzielte? Ob die Reaktion vieler Medien nicht im voraus mit einkalkuliert wurde, bei denen man regelmäßig mehr über die Journalisten als über Kalbitz erfährt und sich die Autorin nicht vor den Karren rechter Propaganda spannen lässt und damit unfreiwillig die AfD vor dem Vergessen bewahrt?

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