Türkische Propaganda mit journalistischem Anstrich

Der türkische Staat mischt nun in der deutschen Medienlandschaft mit. Am Montag hat die türkische Rundfunkgesellschaft TRT das deutschsprachige Newsportal TRT Deutsch gestartet. Vieles deutet darauf hin, dass sich damit neben den russischen Seiten RT Deutsch und Sputnik ein weiterer Propagandakanal eines autoritär regierten Staates in Deutschland etabliert.

„Wir durchleuchten aktuelle Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven und legen alternative Themen auf den Tisch, die in den Mainstream-Medien kaum Beachtung finden“, heißt es in einem knappen Vorstellungstext, mit dem der Start der „Betaphase“ von TRT Deutsch am 13. Januar verkündet wurde. Und: „Mit gut recherchierten Fakten, interessanten Interviews, spannenden Reportagen und Videobeiträgen aus der ganzen Welt tragen wir zur Meinungsvielfalt bei.“ Die Seite will sich demnach als „als anspruchsvolle und vertrauenswürdige Informationsquelle“ in der deutschen Medienlandschaft etablieren. Auch eine Art politischer Selbstverortung liefert die Newsplattform mit:

„Dabei positionieren wir uns ganz klar gegen Rechtsradikalismus und Islamophobie sowie gegen jegliche Form von Diskriminierung. Wir setzen uns für eine plurale, freiheitlich-demokratische Gesellschaft ein.“

Kohleausstieg und Kaffee

Statt „spannenden Reportagen“ über Themen abseits des „Mainstreams“ springt in der ersten Woche jedoch vor allem eine Fülle von Agenturmeldungen ins Auge. „Organspende: Abgeordnete stimmen für den Entwurf der Grünen“, titelte TRT Deutsch am Donnerstag etwa über einer dpa-Meldung zu einem Thema, über das wohl nahezu alle angeblichen deutschen „Mainstream-Medien“ ebenfalls berichtet haben. Andere Überschriften der vergangenen Tage lauteten: „Ostseefischer mit leeren Netzen“ (dpa); „Kohleausstieg ist beschlossen – Fahrplan steht“ (dpa); „USA und China wollen Teilabkommen unterschreiben – Strafzölle bleiben“ (dpa); „Jacobs – Traditionsmarke aus Bremen wird 125“ (dpa).

Deutsche Agenturmeldungen mischen sich bei TRT Deutsch mit türkischer Regierungslinie. Screenshot: trtdeutsch.com

Vor allem über Themen, die die Türkei betreffen, schrieb die TRT-Redaktion bislang selbst. So etwa über die libyschen Friedensverhandlungen unter Beteiligung Erdoğans, die Festnahme von Journalisten der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu in Ägypten und ein Stuttgarter Urteil gegen ein PKK-Mitglied in Deutschland.

Im Meinungs-Ressort setzen sich Autoren mit der Zukunft Annegret Kramp-Karrenbauers und der Großen Koalition auseinander, mit der Eskalation der Spannungen zwischen dem Iran und den USA und mit dem im November zum Oberbürgermeister von Hannover gewählten Belit Onay. Der österreichische Politikwissenschaftler Ferit Hafez widmet sich christdemokratisch angeführten Kopftuchdebatten und die ehemalige österreichische Nationalratsabgeordnete Martha Bißmann verreißt die frisch gestartete türkis-grüne Regierungskoalition in Wien.

Dominanz der Regierungsparteien

TRT Deutsch ist der jüngste Ableger der öffentlich-rechtlichen Rundfunkgesellschaft der Türkei. Dort stehen die TRT-Sender aufgrund ihrer Nähe zur Erdoğan-Regierung immer wieder in der Kritik. Wie parteiisch TRT ist, zeigte vor allem die Wahlkampfberichterstattung der Radio- und Fernsehsender in den vergangenen Jahren immer wieder. Vor der Präsidentschaftswahl 2018 erhielten Erdoğans AKP und ihr Bündnispartner, die ultranationalistische MHP, ein Vielfaches der Sendezeit aller Oppositionsparteien, wie eine Untersuchung zweier oppositioneller Mitglieder des Obersten Rundfunk- und Fernsehrats der Türkei (RTÜK) zeigte. Die Kommission fungiert als Regulierungsbehörde für den privaten Rundfunk und setzt sich aus Politikern von Regierung und Opposition zusammen.

In einem mehr als dreiwöchigen Untersuchungszeitraum im Mai 2018 erhielten AKP und MHP demnach mehr als 31 Stunden Sendezeit in der TRT-Berichterstattung, die größte Oppositionspartei CHP hingegen nicht einmal 40 Minuten. Die prokurdische HDP sei überhaupt nicht erwähnt worden. Die Berichterstattung mehrerer regierungsnaher Privatsender ergab der Untersuchung zufolge ein ähnliches Bild.

Schon vor der Präsidentschaftswahl 2014 hatten sich die Oppositions-Mitglieder des Rundfunk- und Fernsehrats über das extreme Missverhältnis in der Berichterstattung der TRT-Sender beschwert.

Rote Linien

Die deutsche TRT-Redaktion bestreitet auf unsere Anfrage, dass es Vorgaben der türkischen Regierung, oder anderer staatlicher Stellen in der Türkei für die Berichterstattung und Kommentierung gebe. „Die inhaltliche Ausrichtung unserer Arbeit bestimmen wir selber in unserer Redaktion“, heißt es in der nicht namentlich unterzeichneten Antwort. Der Fokus der Redaktion liege „primär auf den Geschehnissen in Deutschland und im restlichen deutschsprachigen Raum. Dennoch beziehen wir auch die Türkei mit ein, wenn relevante oder wichtige Ereignisse vorliegen. Das ist auch im Interesse der Deutschtürken, die sich mit der Türkei verbunden fühlen.“ Die Redaktion habe die Verpflichtung, „objektiv und unparteiisch“ zu sein, beachte als Teil des türkischen öffentlich rechtlichen Rundfunks aber „selbstverständlich die roten Linien der Türkei. Beispielsweise sind Terrororganisationen wie PKK und FETÖ auch von uns als solche einzustufen.“ Als FETÖ, kurz für „Fethullahistische Terrororganisation“, bezeichnet die türkische Regierung die Anhänger des ehemaligen Erdoğan-Weggefährten Fethullah Gülen, die sie für den gescheiterten Putschversuch im Jahr 2016 verantwortlich macht.

Wie sich die türkische Regierungslinie in der Berichterstattung von TRT Deutsch niederschlägt, zeigt der kurze Bericht über den Stuttgarter PKK-Prozess. Darin ist von rund 40.000 Menschen die Rede, deren Tod die PKK zu verantworten habe, „darunter Frauen, Kinder und Kleinkinder“. Mit über 40.000 wird in der Regel die Gesamtzahl derer angegeben, die in dem seit Jahrzehnten währenden bewaffneten Konflikt zwischen PKK und türkischem Staat ums Leben gekommen sind. Darunter auch zahlreiche Kämpfer der PKK selbst, sowie tausende zivile Opfer auf kurdischer Seite, die durch Angriffe des türkischen Militärs getötet wurden. Eine Mitverantwortung des türkischen Staates für den bewaffneten Konflikt und dessen Opfer wird jedoch weder von der türkischen Regierung, noch offenbar von TRT Deutsch anerkannt.

Eine Meldung zu einem Urteil gegen ein PKK-Mitglied zeigt den regierungstreuen Spin. Screenshot: trtdeutsch.com

Die TRT-Deutsch-Redaktion sitzt in bester Berliner Lage, nur einen Steinwurf vom Bundestag entfernt, im Haus der Bundespressekonferenz. Fünf Etagen über dem großen Konferenzsaal, in dem sich regelmäßig RegierungssprecherInnen und MinisterInnen den Fragen von JournalistInnen stellen, haben das neue Newsportal wie auch die Muttergesellschaft TRT ihr Büro. Auf der selben Etage sitzen auch die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu und knapp 30 andere deutsche und internationale Medien.

Chefredakteur des Newsportals ist Kaan Elbir, der zuvor für die deutsch- und englischsprachigen Angebote der AKP-nahen türkischen Zeitung „Daily Sabah“ gearbeitet hat. Auch TRT Deutsch-Redakteur Burak Altun arbeitete zuvor für „Daily Sabah“. Ein weiterer Redakteur, Ali Özkök, arbeitete mindestens bis April 2019 für die russische Propagandaseite RT-Deutsch. Auf Twitter postete Özkök im Dezember ein Foto, das ihn, Elbir und Altun sowie weitere Personen gemeinsam mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zeigt. Der Besuch als Teil des neuen TRT Deutsch-Teams sei ihm eine Ehre gewesen, schrieb er dazu.

Wie viele Personen bei TRT Deutsch beschäftigt sind, wollte die Redaktion auf Anfrage nicht verraten, teilte aber mit, das Projekt sei mit einer überschaubaren Mitarbeiterzahl gestartet, die wachsen solle. Man profitiere zwar vom globalen TRT-Netzwerk; die „Arbeit entsteht aber in der Berliner Redaktion.“ Zumindest was die Arbeit der Redaktion in den Sozialen Medien angeht, gibt es jedoch Grund für Zweifel daran: Alle 21 Personen, die die Facebookseite von TRT Deutsch verwalten, haben laut Seitentransparenz-Angaben des Sozialen Netzwerks die Türkei als ihren Hauptwohnsitz angegeben.

Die lange Geschichte von TRT Deutsch

Der Start von TRT Deutsch wurde im Oktober 2019 offiziell angekündigt. Deutschsprachige Inhalte für das Internet produziert der türkische Staatssender jedoch schon seit mindestens elf Jahren. Die Domain trtdeutsch.com hatte TRT bereits im Jahr 2008 registriert und mindestens seit 2009 auch für ein deutschsprachiges Online-Nachrichtenangebot genutzt. Statt eines eigenen Newsportals nutzte TRT dafür in den darauffolgenden Jahren jedoch Unterseiten auf seiner sonst türkischsprachigen Website. Dort finden sich mittlerweile Nachrichtenangebote in rund drei Dutzend Sprachen.

Die Startseite des deutschsprachigen TRT-Angebots am 7. Januar 2017. Screenshot: Internet Archive

Auch die heute genutzte TRT-Deutsch-Facebookseite existiert bereits seit Januar 2010 und wurde bis Juni 2018 für die Verbreitung der deutschsprachigen Artikel genutzt. Davon ist heute jedoch nichts mehr zu sehen. Bevor die Facebookseite für das neu gestartete Newsportal reaktiviert wurde, wurden dort alle vorherigen Posts gelöscht. Alle Links auf deutschsprachige TRT-Artikel aus diesen Jahren werden auf die neue TRT Deutsch-Startseite weitergeleitet. Die Artikel wurden offenbar ebenso wie die zugehörigen Facebook-Posts gelöscht.

Mithilfe eines Social-Media-Analysetools lässt sich jedoch ein Blick in die Historie der Facebookkseite werfen. Auch die gelöschten Posts lassen sich so anzeigen. Insgesamt veröffentlichte TRT Deutsch dort zwischen 2010 und 2018 mehr als 15.000 Links zu Artikeln. Nur wenige der Artikelseiten lassen sich heute noch anhand von archivierten Kopien ansehen. Das Post-Archiv zeigt jedoch die Überschriften und Beschreibungen der veröffentlichten Artikel an und gewährt so einen Einblick in die bisherige deutschsprachige Arbeit von TRT. (Hier gibt es die Artikelüberschriften und -beschreibungen als CSV-Datei zum Nachlesen.)

Zum Stichwort „Armenien“ finden sich darin zum Beispiel wiederholt Kritik an der Armenien-Resolution des Bundestags, ein Interview mit einem deutschen Genozid-Leugner und mehrere Überschriften, in denen der Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich als „armenische Behauptung“ bezeichnet wird.

„Erdoğans Propaganda-Arm“

Seit 2015 hat der Staatssender seine Bemühungen um internationalen Einfluss durch den englischsprachigen Nachrichtensender TRT World massiv ausgebaut. Der Sender ist 24 Stunden täglich per Satellit und im Internet zu empfangen. Dazu gehört außerdem ein Newsportal, an dem sich TRT Deutsch nun auch optisch orientiert.

Auch der internationale Sender steht aufgrund seiner Nähe zur türkischen Regierung immer wieder in der Kritik. Nach dem gescheiterten Putschversuch im Jahr 2016 verließen mehr als 30 internationale JournalistInnen den Sender – aufgrund von „Sicherheitsbedenken“, wie TRT World-Geschäftsführer Ibrahim Eren im Interview mit „Sabah Daily“ erklärte. Einer dieser ehemaligen Mitarbeiter sagte dem US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ hingegen: „Ich bin gegangen, weil klar wurde, dass es nach dem gescheiterten Putsch nicht mehr möglich war, über die Geschichte in der Türkei objektiv zu berichten.“

Die große Schwester TRT World ist 24/7 auf Sendung und international zu empfangen. Screenshot: trtworld.com

Im November 2019 warnte der Geschäftsführer des „Middle East Media Research Institute“ (MEMRI), Steven Stalinsky, in einem Gastbeitrag in der „Washington Post“ vor TRT World. ExpertInnen, AkademikerInnen, AktivistInnen und JournalistInnen sollten nicht unbedarft als InterviewpartnerInnen in den Programmen des Senders auftreten, appellierte er. Den Sender bezeichnete er als Erdoğans Propaganda-Arm.

Stalinsky machte das beispielhaft an der Berichterstattung über den türkischen Einmarsch in Nordostsyrien fest, den die türkische Regierung als „Operation Peace Spring“ betitelt hatte. In den Wochen seit Beginn der Militäroperation habe TRT World „einen stetigen Strom enthusiastischer Berichterstattung geliefert, darunter Politiker und Prominente, die die Militäroffensive lobten, türkische Zivilisten, die ihren Patriotismus zeigten, türkische Minderheiten und syrische Flüchtlinge, die die Invasion unterstützten, sowie zahlreiche Regierungsbeamte, die diese Politik propagierten.“

Kritische Berichterstattung über den Einmarsch wurde in der Türkei zur gleichen Zeit unter Strafe gestellt; Journalisten, die von der Regierungslinie abwichen, wurden zuerst festgenommen und anschließend mit einer Ausreisesperre belegt.

Die von TRT World produzierten Inhalte zielten „weitgehend darauf ab, die Wahrnehmung eines internationalen englischsprachigen Publikums zugunsten der innen- und außenpolitischen Ziele der Regierung Erdoğan zu beeinflussen“, schlussfolgerte Nahostexperte Steven Stalinsky.

Ein Geistesbruder von RT Deutsch

Die internationalen TRT-Ableger unterstehen ebenso wie ihre russischen Pendants einer autoritären Staatsführung, die Pressefreiheit eher als zu bekämpfendes Übel denn als elementaren Bestandteil der gesellschaftlichen Ordnung ansieht.

Auch die Mittel, mit denen beide Staaten gegen kritische Stimmen vorgehen, ähneln sich. Über staatlich organisierte Trollkampagnen Russlands ist viel bekannt. Deniz Yücel berichtete bereits 2016 in der „Welt“ über gehackte Dokumente, die zeigten: Auch die türkische Regierung verfolgte bereits seit der Zeit der Gezi-Proteste 2013 eine ähnliche Strategie. Die Dokumente stammten aus dem E-Mail-Account von Erdoğans Schwiegersohn Berat Albayrak und wurden von der Hackergruppe Redhack erbeutet. Unter anderem wegen der Berichterstattung über diese gehackten E-Mails wurde Yücel 2017 in der Türkei verhaftet.

Auch wenn TRT Deutsch erklärt, sich „für eine plurale, freiheitlich-demokratische Gesellschaft“ einzusetzen: Es gibt keinen Grund zu der Annahme, diese Plattform werde zur Ausnahme im staatlichen türkischen Mediensystem werden, und frei und ohne Rücksicht auf die Haltung der Regierung in Ankara berichten.

Viel mehr deutet alles darauf hin, dass TRT Deutsch zu einem Geistesbruder von RT Deutsch mit einer anderen Zielgruppen-Demographie wird. Zwischen dpa-Meldungen von der Stange wird es TRT Deutsch wohl vor allem um eins gehen: Der Sichtweise der Türkei – und das heißt: der türkischen Regierung, und das heißt: Recep Tayyip Erdoğans – Gehör zu verschaffen.

50 Kommentare

  1. Es ist leider traurig, wie hier mit Doppelmoral gehandhabt wird. Anstatt dass, die TRT- Deutsch als Bereicherung des deutschsprachigen Medienlandschaftes gesehen wird, wird hier wieder gegen die Türkei gehetzt. Leider ist aus den Zeilen der Erdoganhass und folglich auch Türkeihass zu lesen. Sogar den Akademikern wird ein Warnzeichen gesetzt, sich an Interviews mir TRT-Deutsch zu setzen. Durch solche Angstmacher- und Neidkampagne wird versucht die objektiven Leser zu beeinflussen. Viel mehr sollte in Deutschland der Hass gegen Türkei und Erdogan die durch die Deutschen Medien geschürt wird endlich aufhören. Soviel wie in den letzten 4-5 Jahren gegen Erdogan und Türkei gehetzt wird, war es in den letzten 40 Jahren nicht der Fall, woran liegt das, was bezweckt das. Folglich gibt es Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen und islamische Gebetshäuser. Hier wird leider kein Raum für andersdenkende gelassen.

  2. Was habt ihr für ein Problem?Ihr vergisst ,die Türkei ist ein Staat und kein Klan das heißt auch nach dem Erdogan wird sie geben aber wir werden eure feindliche herabschauende Haltung und Diskriminierung gegenüber der Türkei und den Türken nicht vergessen .Was haben wir Türken euch den deutschen angetan?So das ihr hinter jeder türkisch feindlichen und verachtenden Sache gegen uns Stellung nimmt?Was

  3. Noch so ein Propaganda Staats-TV!
    Jetzt will uns der „Möchtegern Groß-Sultan“ mit RegierungsNEWS aus der Türkei berieseln..??
    #Gehirnwäsche #erdogannotwelcome

  4. ARD undZDF berichten niemals im sinne der Atlantik Brücke .Nein niemals , Nie würden Sie sowas tun.
    Immer Objektiv und Fair
    TRT sollte sich von Ihnen eine Scheibe abschneiden und Korrekt berichten wie die Öffentlich Rechtlichen Sender der BRD.
    Cem Coskun

  5. Ist doch gut.. Dann sehen wir die Dinge auch mal von der anderen Seite und werden nicht verblendet und gelenkt so wie die deutsche Medien es möchten

  6. Deutschland ist ein Demokratischer Land
    Lass uns mal sehen was TRT DEUTSCH uns Berichtet
    Ob dieser Sender Gegenpropagander an Deutschland macht?
    Oder die Richtigen Nachrichten aus Türkei Berichtet
    Wir deutsch Türken kennen unserem Land gut und wissen was richtig gemacht wird und was Falsch ist
    Meinungsfreiheit für alle
    Jeder soll selbst entscheiden was er schauen will
    Aber ihr Bericht hat mir nicht Gefallen
    Nur has predigte gegen Türkei und sein Staatspräsidenten
    Wir Lieben unseren Land und wir Leben gerne in Deutschland
    Last uns Endlich in Frieden Leben
    Salamalaykum

  7. Das angewandte Prinzip ist das übliche. In einer Vielzahl trivialer Fakten wird finstere Propaganda eingewoben, um die Geschichte zu revidieren, wodurch dann Opfer zu vermeindlichen Tätern werden.

    Dagegen helfen wird nur Aufklärung und Medienkompetenz. Übermedien ist hierbei ein für mich nicht mehr wegzudenkender Player. Vielen Dank für die eindrucksvolle Berichterstattung!

    @Mehmet Bayram
    Der Artikel hier ist sehr sachlich. Bitte lernen Sie auf Fakten basierte Kritik von „Hass und Hetze“ zu unterscheiden. Für die gewalttätigen Übergriffe gegen Muslime Übermedien mitverantwortlich zu machen ist eine Frechheit sondergleichen und ohne Ehre. Es ist leicht erkennbar, dass Sie ein Tabu etablieren wollen: Kritik an der Türkei darf es nicht geben. Auch das ist: OHNE Ehre.

    @Cem Coskun
    Ihre tu quoque-Argumentation ist ein logischer Fehlschluss. Was ARD und ZDF machen, ganz unabhängig davon, ob es sich um Propaganda oder Tatsachenberichterstattung handelt, kann kein Maßstab für die Bewertung TRTs sein.

  8. Das ist ja überhaupt nicht akzeptabel. Wir wissen doch, dass wir immer Recht haben. Werden wir jetzt gezwungen die Ereignisse aus einer anderen Perspektive zu betrachten??? Sowas undemokratisches kann in Deutschland nicht gedultet werden!

  9. @Mehmet Bayram: Die Formel, „Erdoganhass und folglich auch Türkeihass“ ist genau das, was die Probleme ausmacht: Wer gegen Erdogan ist, ist noch lange nicht gegen die Türkei. Die Gleichsetzung des Staatschefs mit dem Staat ist fragwürdig. Man kann auch Merkel, Macron oder Johnson kritisieren/ablehnen/hassen, ohne deshalb Deutschland, Frankreich, das UK abzulehnen/zu hassen. Nur bei der Türkei scheint es Erdogan-Anhängern unmöglich zu sein, zwischen diesem und dem gesamten Staat/Land zu unterscheiden. Zudem kritisieren türkische Medien auch Deutschland – wieso sollten dann deutsche Medien nicht auch die Türkei und speziell deren Präsident kritisieren dürfen? In einer Demokratie sind unterschiedliche Meinungen selbstverständlich und müssen ausgehalten werden.

  10. Immer wieder erstaunlich, wie sachliche Kritik – oftmals an Personen und keineswegs am Staat insgesamt – sowohl von Türken als auch Russen als persönlicher Angriff verstanden wird.

  11. Autoritäre Regimes versuchen immer, sich mit dem Staat insgesamt (also der Gesamtheit von Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsregierung) gleichzusetzen. Das gilt nicht nur für Russland und die Türkei.

    Von Menschen, die diese Weltsicht vertreten, muss Kritik am Staat oder einem Element davon immer auch Kritik an der eigenen Person sein.

  12. @10 TM
    ICh denke das liegt daran das die sich an dem gleichen Personal aus den Trollkellern bedienen.
    Das dort m Keller heute morgen der Alarmknopf gedrückt wurde ist ja offensichtlich.

  13. „Die deutsche TRT-Redaktion bestreitet auf unsere Anfrage, dass es Vorgaben der türkischen Regierung, oder anderer staatlicher Stellen in der Türkei für die Berichterstattung und Kommentierung gebe. ‚Die inhaltliche Ausrichtung unserer Arbeit bestimmen wir selber in unserer Redaktion'“
    Solche Stellungnahmen sind immer gleich: Was sollten sie auch anderes sagen?
    Keine Redaktion der Welt wird mit vorgehaltener Waffe gezwungen, den Mann am Mikrofon schon zum Aufwachen morgens um 6 Uhr beiläufig berichten zu lassen, dass Forscher herausgefunden haben, dass Kakao in 10 Jahren deutlich teurer werden wird, weil die immer heißeren klimatischen Bedingungen in Afrika den Anbau erschweren werden.
    Das ist den Redakteuren einfach ein persönliches Anliegen, eine ehrliche Mission. Und so ähnlich ist es eben auch bei TRT ?

  14. Zumindest ansatzweise und über die Polemik hinaus hätte man in diesem langen Artikel hier einfach mal reflektieren können, warum von RTdeutsch bis (demnächst) TRTdeutsch, von KenFM bis Tichys etc. die Medien jenseits des Mainstream hierzulande einen gewissen, kaum noch zu ignorierenden Erfolg haben.

  15. Andreas Müller: der einzige Deutsche, der in Deutschland in einer Diktatur lebt.

    Dass ein Unterschied zw. Medien in Demokratien, Autokratien und Diktaturen besteht, wäre ein lohnenswerter Denkansatz.

  16. „Zumindest ansatzweise und über die Polemik hinaus hätte man in diesem langen Artikel hier einfach mal reflektieren können, warum von RTdeutsch bis (demnächst) TRTdeutsch, von KenFM bis Tichys etc. die Medien jenseits des Mainstream hierzulande einen gewissen, kaum noch zu ignorierenden Erfolg haben.“

    Weil es auch für die BILD ein Publikum gibt. Oder für McDonalds.

    Oder für Leute, die in einer sachlichen Aufzählung eine Polemik sehen. Leute, die Artikel nicht lesen, wenn sie nicht ihren Vorurteilen entsprechen. So’ne Leute eben.

  17. @ Ebertus #14
    Gute Anregung.
    Die Gründe sind aber vielfältig. Nicht nur, dass etablierte Medien teilweise unerträglich schlecht, einseitig und heimtückisch sind und deshalb verdient dem Ende entgegen taumeln.
    Manches Neue ist auch richtig gut, ja, klassisches Bildungsfernsehen, so wie die Gesprächsformate von KenFM .
    Die 2,5 Stunden Gesprächsrunde neulich mit Max Otte, Markus Krall, Norbert Häring und Thomas Mayer waren ein solches Highlight. Wo bekommt man das sonst noch mit so viel Kompetenz und Kontroverse in einem Paket?
    Nicht nur bei TRT nicht. 3 der Teilnehmer kann ein wackerer ÖRR-Redakteur kaum noch einladen, ohne seinen ach-so-freien Job zu riskieren. Aber die Meinungsvielfalt ist dann bedroht, wenn er die Umweltsau wegsperren muss, klar.

  18. @SP #11
    stimmt, nicht nur Türkei und Russland, aber da bekomm ich es am meisten mit – und jüngst von Trump-Fans, die Kritik an Trump als Amerikahass empfinden.

  19. Über Medien zu schreiben ist natürlich DIE Gelegenheit, mal etwas Objektivität in die alltägliche Prpaganda, die von allen Seiten auf uns hereinprasselt zu bringen. Leider wird die Chance versäumt, Ein Versuch:

    Natürlich ist zu erwarten, dass TRT türksiche Staats-Propaganda verbreiten wird, denn TRT ist ein Staatssender und es ist nunmal Zweck der Staatssender Staats-Propaganda zu verbreiten. Wenn was gesagt wurde, wird es geglaubt, egal ob gelogen oder wahr. Je öfter man es es sagt, desto mehr wird es geglaubt. Nach dem Prinzip funktioniert jede Propaganda, die Staats-Propaganda vorneweg.

    Natürlich wird gleich, von den deutschen Staatssendern indoktriniert wie immer, RT als anderer böser Bube genannt. Ich wusste erst nicht, dass RT staatsfinanziert ist und hatte so zunächst einen objektiven Blick darauf und war überrascht, dass oft NACHPRÜFBAR OBJEKTIV berichtet wurde und tatsächlich Themen behandelt wurden, die in den deutschen Medien kollektiv totgeschwiegen werden. Dass im deutschen Bundestag der Abzug der amerikanischen Atomwaffen und der Abzug der amerikanischen Truppen zur Absimmung gestellt werden soll haben die detschen Medien komplett verschwiegen, RT hat berichtet. Je mehr man RT sieht, desto mehr Propaganda fällt einem natürlich auf, wie bei jedem Staatssender.

    Warum man nur bei bestimmten Staatssendern die Propagandaeigenschaft rausstellt ist wohl der deutschen Staats-Indoktrination geschuldet. Der Zweck der deutschen Staatssender ist genauso Propaganda um das Volk zu indoktrinieren, zu beeinflussen und letztendlich unter Kontrolle zu halten. Wie Russland mit RT und die Türkei mit TRT auf das Ausland zielt macht das Deutschland mit DW, Frankreich mit France24 und TV5 Monde, Japan mit NHK auf englisch, die USA mit Radio Free Europe und vielen anderen staatlichen US-Propagandasender ganz genauso. Natürlich auch mit den ganzen angeblich so unpolitischen Instituten und Stiftungen im jeweiligen Ausland. Warum die einen kritisieren und die anderen nicht? Alle Staaten betreiben Propaganda, die, die desshalb nicht kritisert werden sind nur erfolgreicher und so noch gefährlicher, weil die Manipulation niemandem mehr auffällt.

  20. Ja, genau.
    Die beste Staatspropaganda ist die, bei der die Staatsmedien die eigene Staatsregierung kritisieren, damit das Staatsvolk nicht mitkriegt, dass das Staatsindoktrination ist. Wohingegen so Staatsluschen einfach nie die eigene Staatsregierung kritisieren. Prompt sind solche Staatsstaaten gleich staatsstatistisch gesehen viel staatsdemokratischer, weil den Staatsbürgern die Staatsmanipulation stets aufstößt.
    Gute Staatstaktik, da können die anderen noch was von lernen.

  21. „Dass im deutschen Bundestag der Abzug der amerikanischen Atomwaffen und der Abzug der amerikanischen Truppen zur Absimmung gestellt werden soll haben die detschen Medien komplett verschwiegen, RT hat berichtet. “

    Die Abstimmung von 2010?

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-03/bundestag-atomwaffen-abruestung

    Im Übrigen hat nichtmal RT über das berichtet, was Sie unterstellen, es sei dort berichtet worden. RT hat die Forderung der Linksfraktion zum US-Truppenabzug berichtet. (In einem handwerklich miserablen Text, der tatsächlich voller nachrichtlich unnützer Wertungen ist.)

    Als Beleg für die Relevanz dieses Antrags und damit der Nachricht veröffentlicht RT einen Tweet des Leiters der Onlineredaktion von RT, der das natürlich voll wichtig fand.

    Das war übrigens eine Reaktion auf Grenells Drohung, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen. Die Tagesschau hatte bereits zwei Monate vor RT dazu berichtet:

    „Linke fordert Abzug der US-Truppen

    FDP und Grüne kritisierten den Umgang der USA mit Deutschland. „US-Außenpolitik reduziert sich unter Trump auf Drohungen und die Erwartung bedingungsloser Gefolgschaft statt Partnerschaft“, sagte der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin. Der FDP-Außenexperte Alexander Graf Lambsdorff sagte, es sei „kein guter Umgang miteinander, die Interessen von Alliierten gegeneinander auszuspielen“.

    Für die Partei Die Linke sind die Aussagen der USA weniger eine Drohung als vielmehr ein Angebot. Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass die Bundesregierung „dieses Angebot unbedingt annehmen und mit den USA einen Plan für den Truppenabzug besprechen“ sollte. Der US-Botschafter habe Recht: „Die Steuerzahler in den USA sollten nicht für US-Truppen in Deutschland zahlen müssen.“

    Weiter forderte Bartsch die USA auf, auch ihre Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen. „Und natürlich nach Hause, nicht nach Polen, denn das wäre eine weitere dramatische Zuspitzung in den Beziehungen zu Russland, die nicht im europäischen und deutschen Interesse liegt.““

    https://www.tagesschau.de/ausland/truppenabzug-usa-deutschland-103.html

    Eine Abstimmung über den Abzug fand übrigens nicht statt, die hatte nichtmal die Linke gefordert.

    Nur mal als Beispiel, was da alles mit RT und offenbar teilweise auch dessen Publikum falsch läuft: es werden alternative Fakten- und Traumwelten geschaffen, Fakten ausgeblendet, man läßt sich allgemein von Vorurteilen leiten.

    PS: Es gibt jährlich ca. 1.500 Anträge im Bundestag, über die wenigsten wird berichtet.

    PPS: Dass Rußland sich über ein NATO-freies Osteuropa freuen würde, ist eine seltsame Koinzidenz und hat natürlich nichts mit dem Hochpuschen dieser weitgehend irrelevanten Nachricht zu tun, oder? ;-)

  22. Natürlich wird es so manchen Jornalisten stören. z.b Bekämpft die Türkei NICHT das Kürdische Volk Sondern die Terror Organisation PKK oder auch YPG genannt Es wird in den Deutschen Medien Hauptsächlich in den Nachrichten wenn Über Die Türkei berichtet wird heißt es immer die Türkische Arme Gegen die Kurden und nicht die Terror Organisation PKK oder YPG also es wirt einseitig Journalismus betrieben dabei besteht die Türkische Arme zu 38% aus Kurdischen Städtzbürgern.aber so was wirt Natürlich nicht in den Deutschen Medien erzählt sonst kann man ja den Türkischen Stadt nicht. Schlächt aussehen lassen gut das So ein Deutschsprachiger Türkischer Nachrichten Sender Da ist die Können dann Das was die Deutschen Medien gerne Verzehren wider im Richtigen Licht Rücken.

  23. @ Mehmet Bayram:

    Wenn der Übermedien-Artikel voll Hass und Hetze gegenüber Erdogan ist:
    Wie müsste denn dann eine klare, eventuell sogar scharfe Kritik an Erdogan aussehen, die keine „Hetze“ und kein „Hass“ ist?

    Und wenn die Kritik an einem Staats-Chef gleich Hass gegen das entsprechende Land ist: Wie soll man einen Staats-Chef dann noch kritisieren?

    @ Anarchist:

    Zum Teil Zustimmung, aber hier Kritik:

    „Ihre tu quoque-Argumentation ist ein logischer Fehlschluss. Was ARD und ZDF machen, ganz unabhängig davon, ob es sich um Propaganda oder Tatsachenberichterstattung handelt, kann kein Maßstab für die Bewertung TRTs sein.“

    Ich sehe hier nicht zwangsläufig ein „Tu quoque“. Ein „Tu quoque“ im Sinne eines logischen Fehlschlusses läge vor, wenn jemand allein daraus, dass ARD und ZDF (angeblich) etwas ähnliches machen wie TRT, folgren würde, dass nicht falsch sein kann, was TRT macht.

    Die Kritik kann aber auch in eine andere Richtung gehen: Wenn es tatsächlich so wäre, dass die ÖR in einer Weise Propaganda betreiben sollten, die derjenigen, die von TRT erwartet wird, ähneln würde, dann wäre es natürlich schon einseitig, TRT und gewisse andere Sender aus autoritären Staaten in einem solchen Artikel so singulär zu kritisieren. Daraus könnte dann fehlende Konsistenz und Ernsthaftigkeit des TRT-Kritikers folgen; Konsitsnz und Ernsthaftigkeit sind aber Eigenschaften, die man von jedem einfordern kann, der den Aspruch erhebt, rational zu diskutieren.
    Es würde außerdem folgen, dass der TRT-Kritiker übermäßig streng mit TRT verfährt – unter der Prämisse, dass er nicht übermäßig milde mit den ÖR verfahren würde.
    In jedem Fall aber müsste der TRT-Kritiker (sofern die Kritik berechtigt wäre) dann seine eigene Position klären, damit er künftig konsistent argumentiert und man sinnvoll mit ihm diskutieren kann.
    Die Kritik an Doppelmoral kann argumentationstheoretisch also durchaus legitim sein.

    Siehe etwa auch folgende Analyse von Scott Eiken (der in Abweichung von den meisten Lexika auch manche legitimen Argumantationsfiguren als „Tu quoque“ bezeichnet):

    „However, tu quoque arguments that place a speaker’s (S) sincerity and competence in question do place their arguments in question. If S is insincere or incompetent in α, then it is reasonable that though S’s argument may seem valid it is likely composed of cherry-picked evidence or it fails to address standard challenges in the field. […] An interlocutor (B), given this incongruence, has good reason to take it that the issue regarding a is not as simple as S’s argument portrays it.“
    https://pdfs.semanticscholar.org/93ce/c72e54e977d008cdf38da9905621bfbc9b29.pdf

  24. @19: „die vielen anderen staatlichen US-Propagandasender“ – an welche dachten Sie da so? Oder sind das eher so imaginierte?

  25. @LLL „Ich sehe hier nicht zwangsläufig ein „Tu quoque“.“

    Danke für ihre Ausführungen. Die hätten Sie sich allerdings sparen können. Ist mir alles bekannt. Zwangsläufigkeit ist hier nirgends gegeben, wir führen hier alle keine vollständigen Beweisketten aus, wir sind hier am Plaudern.

    Entscheidend ist, dass ein Plädoyer geführt wurde zur Verteidigung der Arbeit von TRT und das impliziert einen Argumentationsversuch.

  26. „dabei besteht die Türkische Arme zu 38% aus Kurdischen Städtzbürgern“

    Es gibgt keinen kurdischen Staat, also gibt es auch keine kurdischen Staatsbürger. Es gibt aber Kurden mit türkischer Staatsbürgerschaft. Und es gibt eine umfassende Wehrpflicht für Männer ab 20 in der Türkei. Das betrifft selbstverständlich auch kurdische Männer mit türkischer Staatsbürgerschaft. Ihr Argument ist also keins, da das Gesetz kurdische Männer in die türkische Armee zwingt. (Ihre Zahl ist nicht belegbar.)

    „sonst kann man ja den Türkischen Stadt nicht. Schlächt aussehen lassen“

    Warum sollte man ihn schlecht aussehen lassen WOLLEN? Dazu gibt es keinen Grund.

    Die Türkei als Staat begeht seit Jahrzehnten Verbrechen am kurdischen Volk, das kann man drehen und wenden, wie man will.

  27. @Schnellinger #12
    ach, da bin ich gar nicht so sicher, ob da (bezahlte) Trolle notwendig sind. Ich kenne einige Russlanddeutsche und die glauben alles bei rt und sputnik blind und bezeichnen ganz ohne dafür bezahlt zu werden, jede Kritik an Russland oder Putin als Hetze. Und mit Trump-Fans hab ich kürzlich versucht, zu diskutieren, aber es war schlicht nicht möglich.

  28. @ Anarchist:

    „Entscheidend ist, dass ein Plädoyer geführt wurde zur Verteidigung der Arbeit von TRT und das impliziert einen Argumentationsversuch.“

    Ja, aber vielleicht nicht im Sinne eines logisch fehlerhaften „tu quoque“. Die Argumentation könnte etwa so gehen:

    ‚Dass Sender eine gewisse politische Linie haben ist normal und wird allgemein akzeptiert. Dies nun gerade bei TRT zu kritisieren ist unglaubhaft. Hier wird TRT mit verschärften Maßstäben beurteilt.‘

    Ich mache mir diese Argumentation nicht zu eigen, möchte aber darauf hinweisen, dass sie möglich wäre und das vielleicht auch so gemeint war und dann per se nicht fehlschlüssig wäre.

  29. Die Argumentation GING aber nicht so.

    Sie reden hier dermaßen im Konjunktiv, als ob Sie verdecken wollen, um was es eigentlich ging und was eigentlich gesagt wurde.

    Der Bauer tät sagen: Sie gackern über ungelegte Eier.

  30. Wenn Übermedien den „deutschen “Staats’funk'“ nie kritisieren würde, wäre das ein legitimes „Ihr aber auch“-Argument.
    Oder meinetwegen, wenn z.B. im deutschen Wahlkampf Regierungsparteien mehr Werbung im ö.-r. bekämen als alle anderen, OHNE, dass Übermedien das kritisiert.
    Oder wenn Wahlwerbung in der Türkei tatsächlich fair und gleichmäßig ist, obwohl Übermedien behauptet, dass das nicht so sei.

    Und natürlich hat TRT die Chance, diese Bedenken zu zerstreuen.

  31. @ Stefan Pannor #26
    „Verbrechen am kurdischen Volk“
    Jetzt bin ich aber verwirrt: gibt es wirklich ein kurdisches Volk?
    Ich dachte immer, nur Individuen hätten Rechte, die verletzt werden könnten, und wer „Volk“ sagt, sei ein Nazi.
    Ich glaube, wir brauchen in dem Zusammenhang alle mal wieder Aufklärung von Ihnen:
    Wie war das nochmal, dass es Völker (im Ausland) sehr wohl gibt, wenn auch meist nur im Zustand „bedroht“?

  32. @Andreas Müller, #31
    „Jetzt bin ich aber verwirrt: “
    Das ist hier Bekannt.

    „Ich dachte immer, nur Individuen hätten Rechte, die verletzt werden könnten,“
    Was auch immer Sie denken mögen, klar ist, dass es sehr viele kurdische Individuen gibt, die durch den türkischen Staat verfolgt werden.
    Man könnte auch sagen:
    „Die Türkei als Staat begeht seit Jahrzehnten Verbrechen am kurdischen Volk, das kann man drehen und wenden, wie man will.“

    Das Sie das verwirrt liegt an Ihnen.

    „und wer „Volk“ sagt, sei ein Nazi.“
    Das deutsche Volk wird von Nazis drangsaliert. In dem diese zum Beispiel einen Austausch des Volkskörpers fabulieren.

  33. @LLL „vielleicht nicht im Sinne eines logisch fehlerhaften „tu quoque“.“

    Dass „ARD und ZDF“ eingangs von Cem komplett aus dem Hut gezaubert wurde, haben Sie das übersehen? So kann kein gültiges Argument gegen ‚Doppelmoral‘ angeführt werden, denn das woanders durchaus mögliche Doppel gibt es hier gar nicht. Es gibt im Artikel nur hohe journalistische Standards als Maßstab und TRT.

    Ich dachte das wäre so offensichtlich, dass ich es für eine Person ihres Verstandes nicht noch extra aufzuschlüsseln brauche.

  34. Oh! Rechte Trolle, die in gebrochenemm Deutsch irgendwelche autoritären Unsympathen abfeiern, Journalismus zu Propaganda und Propaganda zu Journalismus erklären und sich dauernd als Opfer in Szene setzen? Hatten wir ja hier noch nie! Neu ist höchstens, dass neben Markus und Andreas auch mal Namen wie Mehmet oder Cem auftauchen. Habt ihr nicht Lust, ne AKfPD (Autoritär-Krawallfaschistische Partei Deutschlands) oder was in der Art zu gründen?

    Was ich im Speziellen bei türkischen Patridioten nicht kapiere: Was soll der Fimmel mit der Genozid-Leugnung? Das ist mehr als 100 Jahre her, kein Mensch würde heute lebende Türken für die Massenmorde von damals verantwortlich machen! Was ist das für ein jämmerlicher Minderwertigkeitskomplex, dass man nicht in der Lage ist, sich den dunklen Kapiteln der eigenen Geschichte zu stellen?

  35. Oh nee, „gebrochenemm Deutsch“. Weia…

    Und was ich sonst noch vergessen habe: Danke für den informativen Artikel!

  36. Ich hab gehört, die Deutsche Welle sei gefürchtet für ihre bissige Berichterstattung, weil sie die schärftste Kritikerin der Bundesregierung unter der Sonne ist, die man für Geld kaufen kann ‒ trotz des Auftrags im Ausland ein positives Bild Deutschlands zu vermitteln. Das bekommt man hier im Inland bloß nicht mit, weil Auslandssender! Im Außenministerium sollen sie aber sehr erbost sein und sich schon fragen, wieso sie die überhaupt noch füttern. ?

    Das muss dann wohl internationaler Standard sein. Ich verstehe die Empörung nicht so recht. Für unabhängigen Jounalismus sind wohl weiterhin unabhängige Nachrichtenhäuser und Verlage zuständig.

  37. @ earendil #35
    „neben Markus und Andreas auch mal Namen wie Mehmet oder Cem auftauchen“
    Ihre Bemühungen um die Völkerverständigung, das Einreißen religiöser und ideologischer Barrieren, das Aufzeigen menschlicher Gemeinsamkeiten und von goldenen Brücken in die Zukunft ist erkannt und anerkannt. Sehr löblich. Weiter so!
    Merhaba Cem, Merhaba Mehmet, barış seninle olsun!

  38. @Telemachos „Nachtrag: Ich kaufe ein „r“.“
    Wegen LLL>“Anarchist“ vs. Anarchrist?

    Wie aufmerksam von ihnen. ^^

    @Andreas Müller #39
    Kann mich nicht daran erinnern, dass hier ein Sarkasmus- oder Polemikverbot herrschte bzw. eine Pflicht zur Erfüllung von Vorgaben, die aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrag hervorgeht (Stichwort „Völkerverständigung“). Und wenn doch, dann halten Sie sich da selber nicht dran. [War das nun tu quoque? Ich denke nein.]

  39. @ Stefan Pannor:

    So wie ich das sehe, ist es nicht eindeutig, worauf die Argumentation hinausläuft und es gibt verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Die eines „Tu quoque “ ist m.E. aber nicht zwingend.

    @ Anarchrist:

    Ich hatte das Argument tatsächlich so verstanden, dass es auf der Annahme einer weitgehenden Gleichheit von TRT und den ÖR basieren würde – wobei diese Annahme natürlich sehr fragwürdig ist.

  40. @Andreas Müller: Gern geschehen. Antipluralisten aller Länder, vereinigt euch! Ihr habt nichts zu verlieren als eure Panzerketten!

  41. Was mir ansonsten grade auffällt: „Dabei positionieren wir uns ganz klar gegen Rechtsradikalismus […].“ Seltsames Bekenntnis für den Propagandasender einer Regierung, sie selbst mit Rechtsradikalen (MHP) zusammenarbeitet…

  42. „So wie ich das sehe, ist es nicht eindeutig, worauf die Argumentation hinausläuft “

    Der Kommentar #4, der hier ursächlich ist, ist doch überschaubar simpel. Es ist ein ironisch-sarkastisch verkleidetes tu-quoque. Alles, was Sie drumherum konstruiert haben, führte von dem weg, was tatsächlich gesagt wurde, hin zu etwas, das hätte gesagt werden können (also in den Bereich der Beliebigkeit, da grundsätzlich alles gesagt werden könnte).

  43. @ EARENDIL #44
    „Antipluralisten aller Länder“
    Soll ich mich da jetzt angesprochen fühlen? Ich habe ja gar nichts gegen die Pluralität von Regierungspropaganda, sondern erkenne sie (an).
    Ein zusätzlicher Regierungssender vergrößert das Problem nicht, sondern die Vielfalt. Mit etwas Aufwand gewinnt der Leser nämlich an Information, indem er die Differenzen studiert. Antipluralist ist derjenige, der das mit fadenscheinigen Werturteilen verhindern will.

  44. @ Anarchrist, #40

    Nein, eigentlich war das „r“ zur eigenen Verwendung bei „Jounalismus“, natürlich bin ich aber bereit zu teilen. :)

  45. Die ÖR sind keine Regierungssender.

    Und DAS macht den Unterschied.

    Ich würde ja auch lieber ironisch clever reagieren, aber ich glaube, auf den wahnhaften Duktus von Menschen, die Autokratien mit Demokratien gleichsetzen, sollte man ruhig, sachlich und bestimmt reagieren. Nicht um ihre Meinung zu ändern, sondern um den Wahn in der Debatte einzudämmen.

  46. @Stefan Pannor

    Genau. Am ähnlichsten ist TRT die Deutsche Welle. Weil diese ins Ausland ‚gefunkt‘ hat, ganz offiziell als Auslandssender. Sie ist allerdings öffentlich-rechtlich organisiert.

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