Datenschnullis mit Kapuzenpullis

Und was haben wir diese Woche gelernt? Genau! Diese so genannten Hacker tragen beim Hacken natürlich: Sturmhauben. Was ja auch sicherer ist, weil man sie dann nicht erkennt. Nicht mal die Mutter eines, sagen wir: 20-Jährigen aus Hessen, der Daten von Politikern und Prominenten abgreift. Außerdem ist so eine Sturmhaube einfach das It-Piece der, äh: Generation Hack!

Kölner Stadtanzeiger
Meedia.de

Ebenfalls unverzichtbar in jedem Hacker-Kleiderschrank: Handschuhe gegen verräterische Fingerabdrücke auf der Tastatur. Eher abzuraten ist allerdings von Handschuhen ohne Finger – merkt ihr selber, ne?

Hessenschau.de
Oe24.at

Und, äh, es gibt natürlich noch andere Arten, unentdeckt zu bleiben, selbst wenn man in aller Öffentlichkeit hackt, etwa im Park, weil der Hacker-Hund (rechts) mal muss. Nur von der karierten Hose ist abzuraten. Zu auffällig!

Stern.de

Am allerliebsten aber tragen Hacker natürlich: Hoodies.

Heise.de
Oe24.at
Jungefreiheit.de

Watson.de


Manche lassen sich auch, während sie hacken, Nullen und Einsen aufs Gesicht projizieren, das ist gerade ganz angesagt. Oder so Streifen. Oder es fliegen dort, wo der Kopf sein sollte, Buchstaben aus der Kapuze.

Bild.de
Focus.de
ZDNet.de
Swr.de
Bild.de
Bild.de

Sie wollen selber Hacker werden? Kein Problem: Tippen Sie auf Ihrem Rechner einfach ein paar Nullen und Einsen, am besten in einem herkömmlichen Textverarbeitungsprogramm, schreiben Sie irgendwo in der Mitte in roter Schrift das Wort „Password“ und berühren Sie dann den Bildschirm. Fertig!

FAZ.net
Jungefreiheit.de
Netzwelt.de

Was auch klar ist: Echte Hacker besitzen keine Lampen. Darum arbeiten sie ausschließlich im Dunkeln, ihre einzige Beleuchtung sind die Zahlenreihen auf ihrem Bildschirm. Warnung: Auf Dauer schlecht für die Augen!

Bild.de
ZDF.de
Spiegel.de
FAZ.net
Focus.de

Personalausweise hacken geht aber nur im Hellen. (Und, klar: im Hoodie.)

Focus.de

Und wenn Politiker des Bundestags gehackt werden, sieht das so aus.

t-online.de
ejz.de
deutsch.rt.com

… es regnet Nullen und Einsen über dem Reichstagsgebäude!

welt.de
radiohamburg.de
Spiegel.de

Und manchmal sogar Zweien:

RTL

Oder was auch immer:

Stimme.de
ostsee-zeitung.de

Und wie schützen wir uns in Zukunft vor solchen Angriffen? Genau: Einfach das Vorhängeschloss schließen.

bayernkurier.de
computerbase.de
nordkurier.de

12 Kommentare

  1. Was würden sie Illustratoren eigentlich machen hätte es Matrix mir gegeben? So viele vertikale Linien aus Gründen Zeichen auf schwarzem Grund

  2. Was viele nicht wissen: Unter der Kapuze steckt immer Nico Semsrott. Er hat sich das Outfit als Marke sichern lassen. Und die Hackerin mit den karierten Hosen ist die Freundin von Cro – Hasi und Bärchen nennen sie einander, wenn sie unter sich sind…

    Naja, es ist halt nicht leicht, Symbolbilder für etwas zu finden, was unsichtbar vor sich geht. Die Finsterling-im-Dunkeln-vor-Bildschirm-Nummer ist maximal ausgelutscht, die Purzelnde-grüne-Zeichenketten-Nummer sollte zum 20. Jahrestag der Matrix-Premiere (in D der 17. Juni 2019) per Gesetz verboten werden, und gegen die Hassi-Nummer sollte der Antifa e.V. Verfassungsfeindbeschwerde einlegen.

    Aber der Typ, der aus der Tastatur kriecht, ist doch ganz putzig, und das Vorhängeschloss vor der umgedrehten Platine gefällt mir auch. Vielleicht sollte man einen Symbolfoto-Wettbewerb ausloben.

  3. Im Jahr 2003 hatte ich eine Auseinandersetzung mit der Firma Teleinfo. Ich hatte Spam für ein Gewinnspiel von Teleinfo bekommen und habe darüber im Usenet in der Gruppe de.admin.net-abuse.mail berichtet.

    Das wäre wahrscheinlich gar nicht weiter aufgefallen, wenn nicht die Firma Teleinfo sich dadurch verleumdet gefühlt hätte. Sie behaupteten, es wären gar keine E-Mails von ihnen gewesen, sondern von anderen Gewinnspielteilnehmern im Rahmen einer Art Freunde-werben-Freunde-Programms.

    Tatsächlich hatte ich aber mittels PHP im HTML-Quelltext meiner Webseiten dynamisch generierte E-Mail-Adressen eingebaut, in denen die IP-Adresse desjenigen, der die Webseite gerade aufruft, kodiert war. Und ich hatte den Spam an eine E-Mail-Adresse bekommen, die ich dadurch eindeutig einem Webseitenabruf durch die Firma Teleinfo zuordnen konnte.

    Das ganze ist ein wenig eskaliert, und schließlich hatte ich die Redaktion des Fernsehmagazins „Plusminus“ bei mir zu Hause, die einen kleinen Beitrag darüber gedreht haben.

    Diese Fernsehleute hatte auch Scheinwerfer in den Farben Blau und Grün dabei und haben mich damit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, während ich vor dem Rechner saß. Ich habe mir nicht viel dabei gedacht, sondern habe die technischen Zusammenhänge erklärt und mich vor dem Rechner filmen lassen. Ich fand den Beitrag im Endeffekt auch ganz gelungen.

    Einige Kollegen sagten aber nachher zu mir, ich wäre ja wie der Prototyp des typischen Hackers rübergekommen: Einsam vor dem Rechner sitzend, das grüne Monitorlicht flackert mir ins Gesicht, nichts kann das lichtscheue Kellerkind von seiner Beschäftigung mit der Tastatur abhalten.

    Ja, wahrscheinlich war es genau die Denkweise, die jetzt auch hier in den Symbolbildern herüberkommt: Wer vor dem Rechner sitzt und sich mit den Internas der TCP/IP-Kommunikation beschäftigt, der muß Grün beleuchtet werden.

  4. Ich meine, bei irgendeinem Sender wäre zur Illustration eine sekundenlange Einstellung von Lisbeth Salander am Laptop zu sehen gewesen, der Mutter aller Hackerinnen. Ob dafür auch Rechte bezahlt wurden? Oder der Clip war selbst gehackt.

  5. Das Blöde ist, ein Hacker am Computer sieht nicht anders aus als der Redakteur, der den Bericht darüber verzapft. Er könnte auch ein Selfie über den Artikel schrauben.

  6. @10:
    auweh, wie die Lisbeth mit ihrem Peiniger umgegangen ist!
    Ansonsten: Mein erstes Online-Erlebnis hatte ich 1991 per BTX.
    Ich bin noch nie kleingestückelt worden.
    Irgendwas mache ich falsch…

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