„Focus Online“ hilft beim Einstieg in die Homöopathie

Neulich in der Rubrik „Gesundheit / Ratgeber“ auf den Seiten von „Focus Online“: Eine Journalistin, die an Homöopathie glaubt*, interviewt einen Arzt, der an Homöopathie glaubt und mit dem sie schon gemeinsam Bücher über Homöopathie geschrieben hat, in einem Special, das von einem Hersteller homöopathischer Produkte finanziert wird, zum Thema Homöopathie. Der Arzt hat gerade auf die Frage, ob die Mittel Nebenwirkungen haben, geantwortet: „Es sind keine Nebenwirkungen bekannt“, da unterbricht die „Focus Online“-Redaktion das Gespräch für eine kursiv geschriebene „Anmerkung“:

Homöopathie gilt als nebenwirkungsfrei, weil die Arzneimittel so stark verdünnt sind. Trotzdem können auch sie unbeabsichtigte Nebeneffekte haben. Wer sich im Fall schwerer Krankheiten wie Krebs ausschließlich auf homöopathische Mittel verlässt, nimmt seinen Tod in Kauf.

Mit anderen Worten: Wer homöopathische Mittel für Medizin hält, riskiert es zu sterben. Ja, das ist vielleicht ein nicht ganz zu vernachlässigender „unbeabsichtiger Nebeneffekt“ der Homöopathie oder des Glaubens an ihre Wirkung.

Der Einschub ist bemerkenswert – schon aus Prinzip, aber auch, weil er ein überraschendes Indiz dafür ist, dass selbst bei „Focus Online“, gegen alle Wahrscheinlichkeit, noch Leute mit Restskrupel arbeiten. Die an entscheidender Stelle im kuscheligen Interview ihrer Autorin mit ihrem „Experten“ einen Warnhinweis platzieren – und sei es nur aus juristischen Gründen.

Bemerkenswerter als der Einschub ist aber das Special an sich.

Es beginnt damit, dass es sich „Naturheilkunde“ nennt. Anders als ihre Verfechter gern suggerieren, hat Homöopathie mit Naturheilkunde nichts zu tun. Naturheilkundliche Verfahren sind solche, die auf Mittel aus der Natur zurückgreifen, deren Wirkungen auf den Körper aber nachweisbar und wissenschaftlich erklärbar sind. Das ist bei der Homöopathie nicht der Fall.

Ein einziger Artikel in dem „Naturheilkunde“-Special befasst sich aber tatsächlich mit naturheilkundlichen Verfahren. Unter der Warnung „Naturmedizin ist nicht harmlos“ warnt er davor, dass Heilkräuter fatale Nebenwirkungen haben können. „Pflanzliche Arzneien gelten als sanft und sind daher beliebte Hausmittel“, heißt es im Text. „Doch wo eine Wirkung besteht, gibt es Nebenwirkungen.“ Das stimmt. Interessant wäre es auch, diesen Grundsatz auf die Homöopathie anzuwenden, die ja laut ihrer Verfechter praktisch frei von Nebenwirkungen ist.

In den vergangenen Monaten hat „Focus Online“ in diesem Special sechs Artikel zum Thema Homöopathie veröffentlicht. Alle sind von Sabine Knapp verfasst, die gemeinsam mit Markus Wiesenauer vor zehn Jahren zwei Bücher über „Homöopathie für Schwangerschaft und Babyzeit“ und „Entschlacken mit Homöopathie“ geschrieben hat. Wiesenauer ist auch ihr Interviewpartner in einem der Artikel und ihr einziger Experte in drei anderen, in denen er viele konkrete homoöopathische Mittel empfiehlt: zur „Selbstmedikation bei leichten seelischen Störungen“, „bei Schnupfen, Husten, allgemeiner Schwäche oder Frösteln“ sowie „zwölf Mittel für die homöopathische Hausapotheke“. In einem Einschub wird eine homöoopathische „Kur für das Immunsystem“ mit drei konkreten Globuli angepriesen.

Ein weiterer Artikel Knapps empfiehlt unter Berufung auf einen anderen Arzt und Homöopathie-Anhänger homöopathische Mittel in der Schwangerschaft, der jüngste homöopathische Mittel für Haustiere.

Ist das alles Werbung oder soll es Journalismus sein? Über den Artikeln stand zunächst das Logo des Herstellers von homöopathischen Mitteln, Deutschen Homöopathie-Union (DHU), und sein Slogan: „Mit der Kraft der Natur“ – aber keine weitere Kennzeichnung als Anzeige oder irgendwie bezahlter Inhalt. Nachdem wir beim Burda-Verlag nachgefragt hatten, verschwand das DHU-Logo von den Seiten.

„Special“-Seitenkopf vor unserer Anfrage
„Special“-Seitenkopf nach unserer Anfrage

Das ist merkwürdig, denn laut Auskunft von „Focus Online“ handelt es sich um einen sogenannten „Editorial Branded Hub“, den „Focus Online“ „in Kooperation“ mit DHU gestartet hat. Ein „Editorial Branded Hub“ ist ein eigenes Ressort, das ein Werbekunde bekommt und präsentiert. Es enthält neben klassischen Anzeigen zwei verschiedene Formen von Inhalten. In der Darstellung von „Focus Online“:

1. Redaktionelle Inhalte, die thematisch zum Special passen (Redaktion schreibt frei, Inhalte werden nicht mit dem Kunden abgestimmt. Lediglich Themenklammer für das Special, in diesem Fall Homöopathie, wird festgelegt.)

2. Gesponserte Inhalte bzw. Native Advertising Content, der in Absprache mit der DHU und unserem Partner Studio erstellt und entsprechend als solcher gekennzeichnet wird. Dabei handelt es sich nicht um produktbezogene Werbung.

Ein solches „Hub“ kostet laut Unternehmensbroschüre von Burda Forward mindestens 95.000 Euro netto ab drei Monaten. Dafür gibt es standardmäßig sechs gesponserte Artikel plus mindestens neun redaktionelle Artikel.

Als gesponserter Inhalt gekennzeichnet ist im „Naturheilkunde“-Special bisher ein Artikel, der dafür wirbt, bei Heuschnupfen auf homöopathische Mittel zurückzugreifen.

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Das Homöopathie-Unternehmen DHU hat sich also für ein bisschen Geld eine Rubrik auf „Focus Online“ gekauft, wo nun neben (sehr klein) als gesponsert gekennzeichneten Artikeln auch andere, nicht gekennzeichnete Texte erscheinen, in denen die behaupteten Vorzüge dieser esoterischen Methode in den Vordergrund gestellt werden. „Focus Online“ nennt die Autorin dieser Texte eine „redaktionelle Expertin“ und sieht kein Problem darin, dass sie immer wieder auf die, nun ja, Expertise eines Arztes zurückgreift, mit dem sie schon Bücher geschrieben hat:

Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Medizin, besonders auf der Naturheilkunde. (…) In einem speziellen Autorenkasten weisen wir unsere Leserinnen und Leser explizit darauf hin, dass Knapp zusammen mit einem anderen Experten (Facharzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie) ein Buch zum Thema „Homöopathie“ verfasst hat. Auf Buchtitel und Affiliate-Links haben wir in diesem Zusammenhang bewusst verzichtet.

Außerdem schreibt uns „Focus Online“:

Da wir bei „Focus Online“ redaktionell das ganze Bild zeigen, kommen auch die kritischen Punkte in unseren Beiträgen zur Sprache. Das heißt im konkreten Fall, dass wir bei jedem Artikel zur Homöopathie auch auf Grenzen und Risiken dieser Therapieform transparent hinweisen.

Tatsächlich ist in jedem Artikel ein Kasten, in dem es unter anderem heißt: „Homöopathie ist keine anerkannte Wissenschaft. Rational ist die Methode nicht erklärbar (…).“ Die Frage, ob die Homöopathie „eine wirksame Heilkunde“ sei oder ihr Erfolg allein auf dem Placebo-Effekt beruhe, sei ein „Glaubenskrieg“, steht da. Das ist sehr Homöopathie-freundlich formuliert, denn um Glauben geht es nur auf der einen Seite dieser Auseinandersetzung – auf der anderen Seite steht die Wissenschaft.

Die Redaktion aber steht im Zweifel auf Seiten ihres „Editorial Branded Hub“-Partners.

*) Nachtrag, 18. Mai. „Focus Online“-Mitarbeiterin Sabine Knapp, Co-Autorin der Bücher „Homöopathie für Schwangerschaft und Babyzeit“ und „Entschlacken mit Homöopathie: Selbstheilung aktivieren, Beschwerden heilen“, legt Wert auf die Feststellung, dass die Behauptung, sie glaube an Homöopathie, nur meine Annahme sei.

37 Kommentare

  1. Ich fürchte, Verkäufer von pseudowissenschaftlichem Bullshit werden in drittklassigen Medien immer ein Sprachrohr haben. Das aus deren „jeder-darf-mal-ran“-Prinzip entstandene Sammelsurium haltloser Heilsversprechen ist für unterbezahlte Redakteure unter Zeitdruck einfach eine zu verführerische Alternative zu den rigiden Standards, die das Schreiben über echte Wissenschaft und Medizin formal und juristisch erfordert.

    Und meine Vermutung ist, dass Gegner der Pseudowissenschaft Ihren Unmut tendenziell in genervtes Stöhnen oder vielleicht mal einen Blogartikel kanalisieren, was aus Redaktionssicht natürlich ungleich komfortabler ist, als sich den (mindestens verbalen) Fackeln und Mistgabeln der die-Schulmedizin-hat-den-Krebs-doch-erst-erfunden-Fraktion entgegenstellen zu müssen.

  2. „Rational ist die Methode nicht erklärbar.“

    Klar, es gibt ja auch keine Wirkung die es zu erklären gäbe. ;)
    Aber so klingt’s natürlich besser. Mehr nach „die engstirnige, heutige Wissenschaft ist einfach noch nicht so weit, dass sie die ERSTAUNLICHE Wirkung der Homöopathie erklären könnte“.

    Ansonsten: Schon wunderlich, dieser „Vertrauensverlust der Medien“. Kann mir gar nicht erklären, wo der herkommt.

  3. Markus Wiesenauer und Mirko Berger arbeiten für die DHU.

    Über Mirko Berger und die Methoden der DHU:
    http://www.ariplex.com/ama/ama_amp.htm

    Über Markus Wiesenauer
    http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?board=104.0

    Perverserweise sind ausgerechnet die Skeptiker die größten Unterstützer und Wegbereiter der Homöopathen. Das Beharren auf „Da ist nichts drin“ und „Placebo-Effekt“ verschweigt die übelsten Tricks und Methoden der Homöopathen und macht sie sogar Salon- und Politik-fähig – anstatt sie das das zu bezeichnen, was sie in Wahrheit sind: Täuschungsmanöver, Betrug, Unterwerfung unter sadistische Indoktrinationsmethoden, die Krankheit, Leid, Siechtum und Tod hochstilisieren anstatt sie wirkungsvoll zu bekämpfen.

    „Homöopathie ist nichts anderes als Trickbetrug und organisierte
    Kriminalität und Korruption“
    http://ariplex.com/folia/archives/585.htm

  4. Zitat: „Das Homöopathie-Unternehmen DHU hat sich also für ein bisschen Geld eine Rubrik auf „Focus Online“ gekauft, wo nun neben (sehr klein) als gesponsert gekennzeichneten Artikeln auch andere, nicht gekennzeichnete Texte erscheinen, in denen die behaupteten Vorzüge dieser esoterischen Methode in den Vordergrund gestellt werden.“

    Es ist schon bemerkenswert, wenn Menschen in der Homöopathie nicht nur eine Alternative zur anerkannte Medizin, sondern auch eine Alternative zur Pharmaindustrie und dem dahinterstehenden Lobbyismus sehen, obwohl die Homöopathie-Hersteller selbst ein riesiges Lobbynetzwerk betreiben.
    Anders lässt es sich kaum erklären, dass man für wirkungsloses Zuckerwasser so viel Werbung betreiben kann; das Apotheken es bewerben und Krankenkassen sogar die Kosten dafür übernehmen.

    @5. Aribert Deckers: „Täuschungsmanöver, Betrug, Unterwerfung unter sadistische Indoktrinationsmethoden, die Krankheit, Leid, Siechtum und Tod hochstilisieren anstatt sie wirkungsvoll zu bekämpfen.“

    Mindestens genauso bemerkenswert ist die Fülle an homöophatischen Mittel, die wie Nahrungsergänzungsmittel für jedes Wehwehchen verkauft werden: Mückenstiche, Schürfwunden, Sodbrennen, Heißhunger… letztens wurde beim Teleshopping-Sender HSE24 sogar eine homöophatische Aroma-Sprühkur für die Zimmerpflanzen verkauft. Die Fülle an homöopathischen Mitteln ist gefühlt endlos und soll dem Kunden eigentlich nur beibringen, dass man jeden ungewünschten Gemütszustand mit dem Einnehmen von Pillen beheben könne. Wo das jetzt die Alternative zur herkömmlichen anerkannten Medizin sein soll, ist mir schleierhaft.

  5. Vielen Dank für den Artikel! Homöopathie ist für mich nur ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich leider immer mehr Menschen von dem mühsam erkämpften Konsens im Bezug auf Fakten und deren Nachweis entfernen.
    Leider scheint es in allen Bereichen immer mehr Menschen zu geben, die lieber an irgendetwas glauben, als sich an wissenschaftliche Fakten zu halten. Und dabei ist es egal ob es sich um Klimawandel, Medizin oder Politik handelt. Ich hoffe dass diese Phase irgendwann ohne größeren Schaden überstanden ist…

  6. @7: Hey, dieses Wochenende kommt der heilige Geist vom Jesusdude und beglückt seine Jünger nach 50 Tagen symbolischer Menschheits-Abstinenz mit seiner Anwesenheit und alle so: Jo, lass Montag mal lieber frei machen.

    Auf diesem Glauben fußt nach CSU Meinung unsere gesamte Gesellschaft.
    Jagt mir jedes Mal einen Schauer über den Rücken, dass erweachsene Menschen so ’nen Quatsch glauben.

  7. Also Herr Niggemeier, wie können Sie nur von einem Arzt sprechen, der an Homöopathie glaubt?
    Der befragte Sachverständige ist laut dem Waschzettel, der dem Interview vorangestellt wurde ein Facharzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie.
    Ein Facharzt glaubt nicht – er weiß.
    Da wäre mal echt spannend, bei welcher Landesärztekammer man mittlerweile seinem Facharzt für Homöopathie ablegen kann, meines Wissens gibt es keine derartige Facharztprüfung.
    Außerdem wäre interessant, ob sich Herr Wiesenauer selbst so bezeichnet oder ob der Focus ihm diese Facharztzulassung verliehen hat.

  8. Nach dem Artikel kann man sich auch denken, warum die Bevölkerung so regelmäßig und ausführlich über die Ereignisse (Schülertheater, Frühjahrsfeste, …) an Waldorfschulen informiert werden.

  9. @anderer Max

    Naja, nur dass wir uns nach der Aufklärung eigentlich darauf geeinigt hatten, dass jeder glauben darf was er will, die Grundlage der Gesellschaft aber Wissenschaft und Fakten sind.
    Ich bin mir sicher, dass auch die meisten Christen das so sehen und nur sehr wenige ernsthaft glauben, dass Jesus übers Wasser laufen konnte und wiederauferstanden ist. Die Christen, die ich kenne, nehmen Jesus eher als so eine Art Vorbild, sich „gut“ zu verhalten (10 Gebote und so). Und da kann man ja jetzt nicht grundsätzlich dagegen sein.
    Die Anzahl an fundamentalen Christen in Deutschland dürfte wohl eher gering sein.

  10. Nachtrag:

    Nur diese ganzen „neuen“ Aberglauben nehmen aus irgendwelchen Gründen zu. Homöopathie, bachblüten, schüssler salze, Osteopathie, dieser ganze anthroposophische Quatsch etc. Und VTs werden ja auch immer populärer (z. B. Klimaleugner). Alles eine eklige Soße…
    Solange die Leute sich damit nur selber schaden würden wäre mir das ja auch noch egal, aber leider gehen ja viele politische Entscheidungen auch in diese Richtung…

  11. @ICHBINICH – #7

    „Homöopathie ist für mich nur ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich leider immer mehr Menschen von dem mühsam erkämpften Konsens im Bezug auf Fakten und deren Nachweis entfernen.
    Leider scheint es in allen Bereichen immer mehr Menschen zu geben, die lieber an irgendetwas glauben, als sich an wissenschaftliche Fakten zu halten.“

    Dass dies dieser Tage so ist, hat ganz sicher sehr viele Gründe. Es scheint jedoch ein Stückweit in der menschlichen Natur zu liegen, sich in unsicheren Zeiten (oder solche die als unsicher empfunden werden) deutlicher dem Glauben und Aberglauben zuzuwenden.
    Wenn mich meine Erinnerungen nicht trügen, hatten z.B. die Schriften von Nostradamus immer dann Hochkonjunktur, wenn die Menschen oder gar die ganze Welt vor einem großen Konflikt stand.
    Und ich meine, dass Thomas Mann mit Blick auf seinen Protagonisten Felix Krull mal sinngemäß sagte, dass der Erfolg von Hochstaplern ein Indiz für den Verfall einer Gesellschaft sei.

    Ich persönlich denke ja, dass unsere Gesellschaft im Zuge der Neoliberalisierung seit mehr als zwei Jahren in einer Art Alarmbereitschaft gehalten wird. Egal wie gut die deutsche Wirtschaft auch dastehen mag, stets lauert da irgendwo eine nächste große Krise, die Lohnzurückhaltung und Einschränkung der Arbeitnehmerrechte fordert oder Umbrüche, die mit Massenarbeitslosigkeit einhergehen werden. Teile der Unterschicht haben in dieser Zeit bis zu 20% Einkommensverlust hinnehmen müsen, die Löhne der Mittelschicht stagnieren, der Kündigungsschutz wurde gelockert und das soziale Auffangnetz wurde mit der Agenda 2010 zum Stigma, vor dem man sich fürchten muss.

    Wie gesagt, es mag viele Gründe für den derzeitigen Erfolg von Bauernfängern geben, aber dass das Vertrauen in etablierte Institutionen und in eine sichere Zukunft erschüttert wurde, dürfte auch ein Grund dafür sein, dass die Verlierer dieser Entwicklung nun nach Alternativen suchen.
    Darüber, ob das dumm ist, kann man trefflich streiten, aber losgelöst von Diskussionen über die Ursachen, wird dies bestenfalls zu nichts führen, schlechtestenfalls die oppositionelle Haltung der „Suchenden“ noch weiter bestärken.

  12. @SCHREIBKRAFT

    Interessante These. Nach meiner Wahrnehmung ist dieses „Suchen nach Alternativen im Glauben u. Ä.“ eher bei Leuten ausgeprägt, denen es wirtschaftlich sehr gut geht. (z. B als Klischee: der typische Grünen-Wähler) Und die dementsprechend auch eher gebildet sind. (wie ja übrigens viele AFD Wähler auch im gehobenen Bürgertum zu finden sind).
    Und das verstehe ich nicht. Entweder sind das dann wirklich alles irgendwelche unterbewusste Ängste vor dem Abstieg, oder es hängt an etwas ganz anderem. So richtig überzeugt mich das mit den unsicheren Zeiten etc. nicht. Ich habe aber leider auch keine bessere Idee…

  13. @ICHBINICH

    Bei Homöopathie und teilweise auch bei Esotherik würde ich tendenziell zustimmen.
    Bei bildungsferneren und damit zumeist ärmeren Menschen bemerke ich in meinem Umfeld jedoch verstärkt die Hinwendung zu Verschwörungstheorien (u.a. jene der Reichsbürger und anderer rechter Bauernfänger) und ein starkes Misstrauen gegen Eliten, zu denen auch Journalisten und Wissenschaftler gezählt werden. Teilweise sehe ich da auch eine Verzahnung zur sogenannten alternativen Medizin, die über Ablehnung der Wissenschaft und Misstrauen in Wirtschaft, bzw. Pharmaunternehmen stattfindet.

    Vorhin habe zufällig bei Spiegel TV einen Bericht über Demagogie gesehen. Darin werden auch die Themen Framing und Angst als Erfolg der Demagogen genannt und von Fachleuten (u.a. Neurowissenschaftler) erklärt:
    http://www.spiegel.tv/videos/1385407-demagogen?utm_source=sponhp

    Aber alles allein mit der Angst erklären zu wollen, greift aber natürlich viel zu kurz.

  14. Verschwörungstheorien werden geglaubt, weil’s einfach ist.
    Benötigen keine Belege und die subjektive Erfahrung alleine kann sie bestätigen.
    So lästige Dinge wie Plasusibilität, Reproduzierbarkeit und Falsifizierbarkeit brauchen die nicht.
    Da sind die „echten“ Religionen ja noch ehrlicher, sie sprechen wenigstens konsequent von „Glauben“ und nicht von „Alternativ-Irgendwas“.

    @13:
    Klar darf jeder glauben was er will.
    Rosa Häschen, fliegende Spaghettimonster, wiedergeborene Tischler, Schwangerschaft ohne Geschlechtsverkehr, alles glaubbar, für einige aber halt nicht so ganz glaubhaft.

  15. @schreibkraft

    Das kann sicher stimmen (auch wenn ich immer nicht genau weiß, wer diese „Eliten“ eigentlich genau sein sollen).
    Es scheint mir aber so, als gebe es ein paar „Einstiegsdrogen“ im Sinne der alternativen Fakten. Ich habe beobachtet, dass manche Leute anfangen mit z. B. Homöopathie — oder bei VTs ist 9/11 sehr beliebt — und dann immer weiter in die VT-Welt abdriften. Denn wer einmal angefangen hat, an wissenschaftlichem Arbeiten bzw. faktenbasiertem Wissen zu zweifeln, der macht das dann überall. Deswegen nervt mich die Homöopathie auch so, obwohl sie ja im Gegensatz zu z. B. Reichsbürgern doch eher harmlos ist…
    Nur wie gesagt der Grund dafür — oder noch besser das Gegenmittel — habe ich noch nicht wirklich gefunden.

    @anderer Max

    Das war ja aber schon immer so. Zumindest gefühlt nimmt der Anteil der Leute, die an dieses alternative Zeug glauben aber zu. (habe aber noch keine Studie dazu gefunden, ob das wirklich so ist oder nur medial mehr ausgeschlachtet wird). Und da frage ich mich schon, warum.

  16. @ICHBINICH

    Auch da würde ich zustimmen. Die Geschichte dieser „Einstiegsdrogen“ dürfte weit zurückreichen und hat den Ursprung meiner Einschätzung nach – anders als man es erwarten würde – auch in rechter Mythologie und Esoterik (interessant hierzu das Thema Hexen), die über den ökologischen Aspekt und New Age- und Hippi-Bewegung auch Einzug in die eher linke Szene fanden.

    Die ganze Bandbreite von Pharmaverschwörung, Impflüge, und Neue Germanische Medizin, über Ufologie, bis hin zu 9/11 bietet z.B. der Kopp-Verlag, der meiner Einschätzung nach vor der Neuen Rechten Bezugsquelle von Büchern für linke wie rechte Jongleure alternativer Fakten verhökerte.
    Interessant ist, dass über diesen Verlag auch Leute ihre Bücher vertreiben, die gerade in der Anfangsphase der Neuen Rechten versucht haben, eine rechts-linke „Querfront“ über „gemeinsame“ Verschwörungstheorien zu errichten, wie z.B. Jürgen Elsässer.
    Diese Verkettung könnte ich nun noch ein gutes Stück weiterführen, will aber hier auch kein Derailing betreiben, weil es zu weit weg vom eigentlichen Thema Homöopathie führt.
    Die ist zwar keine klassische Verschwörungstheorie, hat ihre Wurzeln jedoch irgendwo dort, wo auch Verschwörungstheorien ihre Anfänge genommen haben.

    Ein überaus interessanter Aspekt dabei: Letztlich siegt bei der Homöopathie ganz offensichtlich der freie Markt (man kann es auch Kapitalismus nennen) über die Wissenschaft. Das stimmt mich bezüglich des ganzen anderen Irrsinns, der dieser Tage so geglaubt wird, ziemlich nachdenklich.

    Und der Begriff ist mit Blick auf den oben verlinkten Bericht und dem darin erwähnten Framing übrigens überaus passend gewählt, weil daraus durchaus so eine Art neurologischer Selbstläufer werden kann.

    Zu den Eliten: das sind die, die man früher einfach „die da oben“ nannte.
    In der Tat beides schwammige Bezeichnungen mit denen gewähntes Urecht quasi eine Art (be)greifbare Gestalt gegeben wird.

    @Anderer Max

    „Verschwörungstheorien werden geglaubt, weil’s einfach ist.“

    Das wiederum ist mir ein gutes Stück zu einfach (formuliert).

    Schaut man sich Verschwörungstheorien genauer an, so sind diese durchaus ziemlich komplex und wer da so richtig einsteigt, weiß auch mindestens so viel, wie jemand der populärwissenschaftliche Bücher liest.

    Einfach an Verschwörungstheorien ist, dass sie, anders als die komplexe Realität, zumeist einen klar erkennbaren Gegner/Schuldigen/Sündenbock bieten.

  17. @ ICHBINICH

    Hoppla, ich habe ein Wort vergessen, der einen Absatz unverständlich macht:

    „Und der Begriff EINSTIEGSDROGE ist mit Blick auf den oben verlinkten Bericht und dem darin erwähnten Framing übrigens überaus passend gewählt, weil daraus durchaus so eine Art neurologischer Selbstläufer werden kann.“

  18. @ Schreibkraft:
    „Einfach an Verschwörungstheorien ist, dass sie, anders als die komplexe Realität, zumeist einen klar erkennbaren Gegner/Schuldigen/Sündenbock bieten.“

    Stimmt, daher verstehe ich Ihren Versuch, zwischen „Glauben“ und „Aberglauben“ zu differenzieren in #14 auch nicht.
    Wie Sie schon sagen, alles eine Soße.
    Aber klar, nach wie vor: Jeder darf an das glauben, an das er glauben will. Hauptsache, er will mir das nicht als alternativen Fakt verkaufen.

  19. @Anderer Max

    „Stimmt, daher verstehe ich Ihren Versuch, zwischen „Glauben“ und „Aberglauben“ zu differenzieren in #14 auch nicht.“

    Nun ja, ich würde sowohl zwischen „an etwas Glauben“ (im Sinne von meinen oder denken), religiösem Glauben und Aberglauben differenzieren wollen, auch wenn man bei allem natürlich irgendwo Parallelen findet, wenn man nur aufmerksam genug sucht.
    Zugleich wollte ich meinen Kommentar auch nicht noch weiter (in der Länge) ausufern lassen und habe das deshalb verkürzt zusammengefasst.

    „Wie Sie schon sagen, alles eine Soße.“

    Ich hatte gehofft, mich doch etwas differenzierter ausgedrückt zu haben.

    „Aber klar, nach wie vor: Jeder darf an das glauben, an das er glauben will. Hauptsache, er will mir das nicht als alternativen Fakt verkaufen.“

    Das mag bei dem Irrsinn der vom Internet beflügelt gerade so die Runde macht nicht immer einfach zu akzeptieren sein, aber ja, da haben Sie Recht.
    Allerdings darf man nur öffentlich aussprechen, was sich innerhalb des rechtlichen Rahmens bewegt und an dessen Grenzen wird gerade ziemlich häufig gerüttelt.

  20. Ich möchte mir hier in diesem fiesen Beitrag beziehen vor allem auf die Kontroverse zwischen Schreibkraft und Anderer Max.

    Beides sind vermutlich Synonyme für Schreiber, die nur in irgendeiner Redaktion existieren – wahrscheinlich in der selben ….

    Nun, das wäre nicht schlimm!
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich an dieser Stelle meine eigene Meinung zur Debatte kundtun sollte …
    Aber über eines bin ich mir sicher! Nämlich darüber, wie die Kräfteverhältnisse beschaffen sind, die solche oder solche Informationen nutzbringend verstreuen.
    Die Seite der Homöopathie“Gläubigen“ scheint Ihrer Meinung nach allein schon dadurch diskriminiert zu sein, dass sie den bisher effizient wirkenden „wissenschaftlich fundierten“ Beweisen einer „Wissenschaft“ widerspricht, die gar keine ist.
    Nun, wie auch immer. Ich denke, dass kein wirkliches Wissen an Orten entstehen kann, an denen man vorher schon weiß, wie das „Neu Entdeckte“ auszusehen hat…

    Dass die Homöopathie einem solchen System nichts entgegen zu setzen hat, spricht nach meinem Dafürhalten nicht gegen Sie.
    Gegen die Dummheit ist kein Kraut gewachsen. Das muss ein Schlauerer gesagt haben – ich war’s jedenfalls nicht – aber ich finde ihn beachtenswert!

  21. Egal, was in diesem Forum über Homöopathie gesagt wird, mir hat es geholfen. Ich war an einem gutartigen Tumor erkrankt, der entzündet und damit inoperabel war. Was die Schulmedizin bei mir in drei Monaten nur geringfügig geschafft hat, hat die Behandlung mit Homöopathie komplett ausgeheilt und zwar innerhalb von einem Monat. Die behandlung mit Homoöpathie erfolgte im Anschluss an einen dreimonatigen Klinikaufenthalt durch meinen damaligen Hausarzt. Ich kann es beweisen. Durch Ultraschallaufnahmen vor Beginn der Behandlung mit Homöopathie und nach Ende der Behandlung. Und ich habe seither keine Beschwerden mehr gehabt. Ich bin vollkommen gesund geworden und auch gesund geblieben. Samuel Hahnemann sei Dank.
    So, und nun dürfen Sie mich gerne in der Luft zerreissen.

  22. Man muß nur den einfachsten Grund nehmen ud schonkommt die Lösung:

    Werbung ist dank des Internets sehr billig und gezielt geworden.
    Da man mit sehr vielen Dingen(nützlich oder nicht ist egal)Geld verdienen kann sind die Skrupel naturgemäß gering.
    Natürlich gibt es auch genug Menschen die keine Hoffnung haben ,daß der Schmerz abnimmt/die soziale Lage sich bessert.
    Da probiert man sowas halt aus.
    Entweder als letzte Hoffnung auf Heilung oder damit man sich nicht eingestehen muß ,daß man es zu nichts gebracht hat und sein Leben versoffen hat.Da ist es doch viel einfacher wenn DIE Juden/Flüchtlinge/Amerikaner schuld sind.

    Wer keine Hoffnung aufs überleben hat nimmt dies entweder hin oder versucht alles damit es doch noch geht.Ob sowas dann 5 oder 500€ kostet spielt dann doch sowieso keine Rolle für die betroffene Situation.

  23. @26: Ist doch schön für Sie, trotzdem gibts keinerlei Beweise, dass man von Ihrem Einzelfall auf ein allgemeingültiges Muster schliessen kann.
    Niemand hat je behauptet, dass Leute nach homöopathischer Behandlung NICHT gesund werden können.
    Es gibt auch Menschen, die eine Geisterfahrt auf der Autobahn überlebt haben, trotzdem würd ichs keinem empfehlen.

  24. @25:
    „Beides sind vermutlich Synonyme für Schreiber, die nur in irgendeiner Redaktion existieren – wahrscheinlich in der selben ….“
    In Wahrheit sind wir sogar ein und dieselbe Person, nämlich Angela Merkel!

    „(…) einer „Wissenschaft“ widerspricht, die gar keine ist.“
    Wissenschaft basiert auf 3 Prämissen: Plausibilität, Repoduzierbarkeit und Falsifizierbarkeit.
    Sobald das (in 24-facher Zehnerpotenz) Rückverdünnen eines Wirkstoffs bis hin zur Nichtnachweisbarkeit auf molekularer Ebene diese Kriterien erfüllt, wird die Homöpathie automatisch zu einer Wissenschaft.
    Bis dahin muss man halt dran glauben.

    @26:
    Welches „Forum“?
    Allein schon die Differenzierung zur „Schulmedizin“ ist unseriös. Wenn Homöpathie Medizin wäre, wäre es eben Mediezin und kein Glaubensansatz, der sich zwanghaft von „Medizin“ abgrrenzen möchte.
    Zur Wissenschaftlichkeit gehört eben auch Empirie (Reproduzierbarkeit): Eine Einzelerfahrung bestätigt oder widerlegt eben noch garnichts.
    Ich zweifle Ihre Einzelerfahrung um Gottes Willen nicht an, nur ist die Schlussfolgerung leider falsch.
    Erst die Summe an Erfahrungen und deren statistische Auswertung nach Abzug des Placeboeffekts kann hier ein valides Bild ergeben.

    Ich empfehle diesen Artikel von Florian Freistetter, der die Methodik der bücherverkaufenden Homöopathie-Päpste gut analysiert:
    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2018/03/13/warum-ich-in-talk-shows-nicht-ueber-esoterik-diskutiere/

  25. Nicht nur der Autor dieses Artikels ist der Meinung, dass die Autorin des Focus-Interviews Homöopahtie-gläubig ist. Wer die Kommentare unter das Interview liest wird bemerken, dass auch andere dieses festgestellt haben. Dementsprechend ist das Sternchen überflüssig.
    Die Einschübe vom Focus sind nur der Formhalber, von kirtischem Journalismus, wie er auch von Kommentaren auf Focusonline bemängelt wird, ist keine Spur in dem Interview zu lesen.
    Ich finde es bedauerlich, dass die Dame es nicht einmal für nötig hielt die Begriffe „Naturheilkunde“ (wo für eine Prüfung pflicht ist: http://www.gesetze-im-internet.de/heilprg/index.html#BJNR002510939BJNE001000314) und „Homöopathie“ zu erklären und zu unterscheiden.
    So etwas sollte doch Grundlage sein.

  26. Um „homöopathische Heilpraktiken“ anwenden zu dürfen ist folgendes notwendig:

    Genau, nichts.
    Ein 2-8 wöchiger Einführungskurs wird empfohlen.

    Medizinstudenten, wenn ihr einfach Geld verdienen wollt, seid Ihr auf dem Holzweg!

  27. Das ist so herrlich absurd, von dem Satz mit den Nebenwirkungen bis zum Nachtrag … Das Lachen fällt aber schwer, wenn ich dran denke, wie diese Leute gerade die ausnehmen, die wirklich jedes Mittel versuchen wollen, weil sie nichts zu verlieren haben.

  28. @Peter Pöhlmann -#25

    „Ich möchte mir hier in diesem fiesen Beitrag beziehen vor allem auf die Kontroverse zwischen Schreibkraft und Anderer Max.

    Beides sind vermutlich Synonyme für Schreiber, die nur in irgendeiner Redaktion existieren – wahrscheinlich in der selben ….“

    1) Inszenierte Diskussionen unter einem kritischen Zeitungsartikel, die direkt aus einer Redaktion stammen…

    „Aber über eines bin ich mir sicher! Nämlich darüber, wie die Kräfteverhältnisse beschaffen sind, die solche oder solche Informationen nutzbringend verstreuen.“

    2)… die wiederum Teil von etwas viel Mächtigerem ist.

    „Die Seite der Homöopathie“Gläubigen“ scheint Ihrer Meinung nach allein schon dadurch diskriminiert zu sein, dass sie den bisher effizient wirkenden „wissenschaftlich fundierten“ Beweisen einer „Wissenschaft“ widerspricht, die gar keine ist.“

    3) Der Wissenschaft auf diffuse Weise Unwissenschaftlichkeit vorwerfen.

    4) Die daraus resultierende Ungerechtigkeit und nastürlich die eigene Opferrolle durch den Vorwurf der Unterdrückung/Diskriminierung hervorheben.

    5) Auch weiterhin den Eindruck erzeugen (Ihnen), dass nur wenige, aber dafür mächtige Stimmen den Diskurs bestimmen.

    „Ich denke, dass kein wirkliches Wissen an Orten entstehen kann, an denen man vorher schon weiß, wie das „Neu Entdeckte“ auszusehen hat…“

    6) Den eigenen freigeistigen Standpunkt (Homöopathie) durch den Hinweis auf die Begrenztheit der Gegenseite (Wissenschaft/Medizin) aufwerten.

    „Dass die Homöopathie einem solchen System nichts entgegen zu setzen hat, spricht nach meinem Dafürhalten nicht gegen Sie.“

    7) Argumentative oder wissenschaftliche Unterlegenheit zu einem Vorteil umdeuten – korreliert gut mit den Punkten 1-6 und macht insbesondere bei der Homöopathie, die mittlerweile teils gar zur Kassenleistung geworden ist, auch Sinn.

    „Gegen die Dummheit ist kein Kraut gewachsen.“

    8) Herabwürdigung der Gegenseite durch Beleidigung mit Bezug zu ihrer Unwissenheit…,

    „Das muss ein Schlauerer gesagt haben – ich war’s jedenfalls nicht – aber ich finde ihn beachtenswert!“

    9) … bei gleichzeitiger Ablehnung jeglicher Veranantwortung für das Gesagte.

    Vielen Dank, wir werden das umgehend in unser redaktionelles „Handbuch zur Abwehr Unterdrückung alternativer Wahrheit“ aufnehmen.

    Notiz an unseren Lektor:
    Die Fehler in meinen Kommentaren können nun korrigiert werden, wir sind eh aufgeflogen.

  29. @PETER PÖHLMANN

    Lassen Sie mich raten: Sie haben eigentlich keine Ahnung was Wissenschaft ist, wollten aber gerne mal ein Statement abgeben, oder?
    Aber Hauptsache Sie fühlen sich wohl auf Ihrer Seite der „Unterdrückten“ (so stark unterdrückt wie die Homöopathie ist ja sonst eigentlich niemand… Ist ja nicht so, als ob die meisten Krankenkassen diesen Humbug nicht schon als Leistung bezahlen….)

  30. @26: Ihr Fall beweist dennoch nicht die Wirksamkeit von Homöopathie. Denn es ist nicht festzustellen, wie der Heilungsprozess verlaufen wäre, wenn Sie die richtige medizinische Behandlung fortgesetzt, von Anfang an Homöopathie benutzt, zu einen anderen Zeitpunkt gewechselt oder die Behandlung ganz abgebrochen oder gar nicht erst begonnen hätten.

    Spontanheilungen sind zwar selten, kommen aber vereinzelt vor. Auch ist möglich, dass just in dem Moment, in dem Sie von richtiger zu homöopathischer Medizin gewechselt sind, die richtige Behandlung angeschlagen hat und der Rest vom Placebo-Effekt erledigt wurde.

    Man wird es nie erfahren. Und genau deshalb müssen richtige Medikamente einen Zulassungsprozess durchlaufen, in dem sie eine Wirksamkeit jenseits des Placebo-Effekts nachweisen müssen. Komisch, dass die Homöopathie-Lobby dagegen ist, angesichts der ach so großen Wirksamkeit müsste sie doch einen endgültigen Beweis herbeisehnen?

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