Träumer mit Hackebeil

Bei einem Symposium zu den ARD-Hörspieltagen in dieser Woche in Karlsruhe hielt die Journalistin Silke Burmester diesen kleinen Vortrag zur Frage: „Kann man Kritik lernen?“ über die „Ausbildung“ von Kritikern.


Das Debakel meines Themas – die Ausbildung von Kritikern – ist in einem Satz wunderbar eingefangen. Er steht auf der Homepage der AuBi-plus GmbH mit Sitz in Hüllhorst, und lautet: „Wie werde ich eigentlich Film-Kritiker?“ Damit ist alles gesagt. Denn dort steht nicht: „Wie werde ich Filmkritiker?“ Nein, dort steht: „Wie werde ich eigentlich Filmkritiker?“, und das Wort „eigentlich“ ist der Amokschütze in dieser Wortkette. Es mäht alles nieder. Es ist eine Umschreibung für: „Du kannst es auch lassen.“

Immerhin aber ist die AuBi-plus GmbH aus Hüllhorst eine der wenigen Wegweiser im Netz, die sich überhaupt die Mühe machen, sich mit dem Beruf der Kritikerin oder des Kritikers zu befassen. Und sogar einen Lichtblick aufscheinen lassen, indem sie an das Ende der Mühen der Ausbildung den Ausblick auf die Krönung der Laufbahn stellt. Gelänge es einem, Mitglied des Verbandes der deutschen Filmkritik zu werden, so AuBi, „hast du die Möglichkeit in ein Gremium zu kommen, die in der deutschen Oscar-Auswahljury und Filmförderungsgremien vertreten sind.“ Das ist grammatikalisch zwar nicht ganz korrekt, aber: Immerhin!

Ein anderer, der sich der Ausbildung zum Kritiker oder zur Kritikerin annimmt, ist die Axel-Springer-Akademie. Sie aber leuchtet gleich die Schattenseiten des Gewerbes aus. Sie schreibt, bzw. lässt offensichtlich einen Mann formulieren: „Dennoch: Als Filmkritiker muss man sich auch Romanzen anschauen, wenn man privat viel mehr auf Action und Abenteuer steht. […] Bloß, weil man keine Liebesfilme mag, kann man diese nicht allesamt in seiner Kritik zerreißen – an dieser Stelle kommt es also doch auf ein hohes Maß an Professionalität und Objektivität an.“

Was der AuBi das „eigentlich“ ist, ist der Springer-Akademie ihr „also doch“ und die Kritikerin in mir erkennt, dass keiner diesen Beruf so richtig ernst nehmen will. Kritiker, das scheint etwas zu sein, das jeder mal machen kann. Das jeder mal ausprobieren kann, wo jeder mal ran darf.

Und ja, so ist es.

Und das ist das Tolle am Kritikerdasein! Jeder kann es! Man muss nicht „Kritik“ studiert haben, man muss keinen Abschluss von „was mit Kritik“ haben, um sich darüber Gedanken zu machen, ob ein Film, eine Hörfunksendung, ein Hörspiel gelungen ist. Jeder, der nicht ganz blöd ist, kann das.

Und doch hilft es – und trennt am Ende die Kritiker-Spreu vom Kritiker-Weizen – wenn man das, worüber man spricht, in hohem Maße konsumiert hat. Egal, ob es Bücher sind, Filme, Hörspiele oder Theaterstücke – um zu beurteilen, ob etwas gelungen ist, weswegen es schwächelt oder eventuell komplett versagt, muss ich Unmengen davon gelesen, gesehen, gehört haben.

Ich muss im besten Fall ein wenig irre sein. Ich muss das Fernsehgucken lieben. Ich muss den Schrott darin ebenso fasziniert angucken wie die Perlen. Ich muss seit Jahren schon in Hörspiele hineinfallen und mich in ihrer Welt verlieren. Ich muss am besten mit Hui Buh dem Schlossgespenst angefangen haben oder mit Endlosschleifen von TKKG. Ich muss das alles aufgesogen und absorbiert haben. Ich muss das Timing verinnerlicht haben, die Dramaturgie und die Sprache.

Ich muss am besten ein vernachlässigtes Kind gewesen sein. So ein wunderbares Aso-Kind, bei dem die Eltern froh waren, wenn es nichts wollte, weil es stundenlang Hörspiele hörte oder wie ich vor der Glotze saß. Ich habe alles rauf- und runtergeguckt. Jede Heinz-Rühmann-Komödie, jede Bastian-Folge, jeden Plumpaquatsch. Und ich glaube, Stefan Niggemeier hat auch alles rauf und runter geguckt. Und Anja Rützel hat alles mit Tieren rauf und runter geguckt. Eine Ausnahme ist Hans Hoff. Der durfte, so meine Vermutung, nur sehr wenig gucken, und das, was er sah, musste er scheiße finden, um nicht das Gefühl zu haben, die ganze Zeit etwas zu versäumen. In jedem Fall aber war da diese Faszination an den Welten, die sich eröffnen; daran, wohin es einen trägt und was man in diesen Welten erleben kann.

Das Ergebnis ist der Nerd. Ein spleeniger Mensch, der sich unglaublich gut auskennt. Und wenn dieser Mensch das Gefühl hat, das, was ihn geprägt hat, retten zu müssen, dann wird er zum Kritiker.

Das große Missverständnis gegenüber dem Kritiker oder der Kritikerin ist ja die Annahme, dass dieser Mensch ein Misanthrop ist. Ein ewiger Meckerer, dem man es nicht recht machen kann, weil er gar nicht will, dass die Dinge schön sind.

Das ist falsch. Ich möchte fast behaupten, kein anderer Journalist liebt so sehr wie der Kritiker. Keiner geht mit seiner Liebe und seinem Betteln darum, dass die Dinge schön sein mögen, so hausieren wie wir. Der Kritiker ist die romantischste Figur im Journalismus. Denn er liebt. Er nörgelt aus Liebe. Er ist der Bewahrer. Der Umweltaktivist des Kulturbetriebs.

Wenn wir also an Ihren Hörspielen, Filmen oder Büchern herummäkeln, wenn wir sagen, was nicht stimmt, wo es besser gehen könnte, dann weil wir uns so sehr das Gute wünschen. Weil unser Handeln und unser Denken vom Wunsch nach der guten Welt, der Utopie einer Welt, in der alles optimal ist, bestimmt sind. Wir sind Träumer. Träumer mit ’nem Hackebeil zwar, aber Träumer. Idealisten.

Es geht bei unserer Arbeit um Liebe. Um Liebe zur Sache und Liebe zu einer naiv guten Gesellschaft. Das kann man nicht lernen. Diese Liebe muss man in sich haben. Und die Leidenschaft, für sie zu kämpfen.

Das wird einem nirgends vermittelt. Nicht in Studiengängen und wohl auch nicht an der Axel-Springer-Akademie.

Aber das ist es, was für diesen Beruf zählt. Liebe und Leidenschaft.

Genau so wie für Ihren, die Sie Hörspiele produzieren. Wenn Ihnen die Leidenschaft fehlt, sind Sie dort, wo Sie sind, nicht richtig. Dann lassen Sie es sein. Gehen Sie dahin, wo Ihr Feuer entfacht wird und überlassen Sie ihren Platz denjenigen, die diese Leidenschaft haben. Denn die werden gebraucht. Mal wieder geht es darum, das Hörspiel gegen die Bürokraten und Technokraten zu verteidigen. Mal wieder wird dem Hörspiel sein Platz streitig gemacht, mal wieder wird sein Wert dem „Nutzen“ gegenübergestellt. Und mal wieder stimmt das Verhältnis angeblich nicht, so dass das Genre in immer kleineren Reservaten ums Überleben kämpft.

In dieser Situation kann nur die Leidenschaft helfen. Die Leidenschaft derer, die für das Hörspiel leben und es lieben. Und die kämpfen. Die den Bürokraten verständlich machen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr ist als ein Abspielkanal für Morningshows. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk uns allen gehört. Auch denen mit Hirn.

Es ist ja eine absurde Situation: Gerade in den Zeiten, in denen im Internet Podcasts sprießen wie andernorts Café-Bars, wo Leute Lust haben, Hörstücke zu produzieren und diese einfach einstellen, müssen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Hörspielplätze und ihre Budgets verteidigt werden. Und das, obwohl das Argument des Sendeplatzes in Zeiten des Internets gar keines mehr ist.

Meine Aufgabe war es, über die Ausbildung zur Kritikerin zu sprechen. Und der Ausbildung der Kriterien. Sie haben gemerkt, da gibt es gar nicht so viel zu sagen. Es ist wie beim Radiomachen: Das wichtigste ist das Feuer für die Sache. Ist das gegeben, formen sich die Kriterien von allein heraus.

Wenn die Begeisterung für die Sache allerdings fehlt, sollte man sich ein anderes Aufgabenfeld suchen. Das kulturelle Fortkommen ist kein Ergebnis der Gleichgültigkeit, es ist eines der Kreativität.

23 Kommentare

  1. Ist natürlich kompletter Unsinn, dass Menschen die viel schauen und auch gerne Leidenschaftlich für „ihr“ Genre als Kritiker taugen.
    Man muss das was man sieht/hört/liest auch verstehen und einordnen können, nicht nur schauen auch sehen, wie Tarkowskij schon sagte.
    Das erfordert dann doch ein wenig mehr als nur zu glotzen. Die Ergebnisse dieser Unart lässt sich ja gerade im Netz nachvollziehen, wo jeder seinen Sermon dazugeben darf (was ja auch okay ist), aber hat mit Kritik herzlich wenig zu tun. Was nicht bedeutet dass professionelle Kritiker da unbedingt besser schreiben, siehe zB SPON mit Borcholte oder Buß.
    Da sind dann sogar die Kritiker auf Youtube gehaltvoller.
    Aber die Spitze gegen Hoff ist sehr wahr.

  2. Ich habe Silke Burmester anders verstanden als Jürgen Kühner. Sie hat das „viel schauen“ allenfalls als notwendige (oder abgeschwächt: hilfreiche) Voraussetzung, aber nicht als hinreichende Voraussetzung für das Geschäft der Kritik postuliert. Ansonsten fand ich den Text ausgesprochen erfrischend, wie ich es von SB nicht anders erwartet habe.

  3. @1 Das alles inhalliert zu haben, scheint mir hier als notwendige Bedingung beschrieben, natürlich nicht als hinreichende.

  4. @6 auf die internetimmanente Gefahr hin, dass wir hier völlig aneinander vorbeireden:

    Ja, srsly. Wenn Frau Burmester alles aufzählen sollte, was der Beruf des Kritikers braucht, wäre es eher ein Buch als ein Artikel. Mich nervt es, wenn unter einem klugen Gedanken der Kommentar “kompletter Unsinn“ steht, weil ein weiterer, banalerer Gedanke fehlt.

    Und dass ich dasselbe sage wie @3 liegt an der Freischaltverzögerung.

  5. @7 das ist kein banaler Gedanke. Sondern der entscheidende. Weiß man aber auch.

    Mein Beitrag von 15.36 sollte an mycroft gehen. Sorry. Da hat das interne Übermedienkommentarsystem gesponnen.

  6. Was mich in den Artikel irritiert, ist die Formulierung „Lässt offensichtlich einen Mann formulieren: Dennoch: Als Filmkritiker muss man sich auch Romanzen anschauen, wenn man privat viel mehr auf Action und Abenteuer steht“. Es ist doch sonst nicht Frau Burmesters Ziel, traditionelle Geschlechterrollen zu festigen. Wieso plötzlich diese Behauptung, daß eine Aussage über Romanzen versus Abenteuer von einem Mann kommen würde, und das auch noch ganz „offensichtlich“? Ist die Ablehnung von Romanzen für Frau Burmester eine definierende Eigenschaft des Begriffs „Mann“? Sind Frauen, die keine Romanzen ansehen möchten, dann keine wirklichen Frauen?

    Es ist schade, daß Du mitten im Artikel diesen Geschlechterstereotypen gehuldigt wird (was doch eigentlich derzeit mit großem Medienecho als Sexismus gebrandmarkt wird), denn ansonsten ist das ein sehr treffender und fundierter Artikel.

    Die Tatsache, daß jemand, der Kritik übt, dies aus Wertschätzung tut, und daß er damit auch Verbesserung erreichen möchte, wird ja nicht nur im Bereich der öffentlichen Medien häufig verkannt, sondern auch im Zwischenmenschlichen.

    Es erinnert mich wieder an meine Zeit als Wehrdienstleistender bei der Bundeswehr, wo ich gezwungenermaßen mit völlig unterschiedlichen Menschen zusammenkam. Einmal saß ich freitags bei der Heimfahrt mit einem Kameraden im Zug und er sagte zu mir „Daniel, Du bist komisch“. Da habe ich erwidert „Wie meinst Du das?“. Darauf erklärte er dann: „Genau das meine ich! Man kann zu Dir auch ‚Arschloch‘ sagen, und Deine Reaktion wird sein: ‚Wie meinst Du das?‘.“

    Ich habe erst nicht verstanden, was der Kamerad mir damit sagen wollte. Denn es ist doch völlig logisch, daß ich nachfrage, wenn ich jemanden nicht verstanden habe. Vor allem dann, wenn die Wortwahl erkennen lässt, daß jemand ein Problem mit mir hat, ist es doch besonders wichtig, das inhaltlich zu verstehen. Ich habe dann später verstanden, daß das wohl viele Menschen nicht so sehen, sondern daß sie schnell beleidigt sind.

    Das Erlebnis ist bald 30 Jahre her. Ich habe bis heute das Konzept „Beleidigung“ nicht so richtig verstanden, und ich halte es auch immer noch für unsinnig.

    Etwas einfach nur als Beleidigung anzusehen und abzuhaken, das bringt mich doch nicht weiter. Ich möchte wissen, wie die Welt funktioniert. Ich möchte den Dingen auf den Grund gehen. Ich bin wissbegierig, ich bin neugierig. Ich möchte die Ursachen erfahren für das, was passiert, was gesagt und gefühlt wird.

    Aber diese Neugier, dieser Wunsch, die Ursachen zu erfahren, wird nicht immer gerne gesehen. Manchmal werden Fragen mit unsinnigen Antworten abgebügelt, …
    https://twitter.com/bilderbein/status/744946841150709760

    … oder man erhält auf Fragen nach den Gründen gar keine Antwort mehr.
    https://twitter.com/bilderbein/status/920364118820970496

  7. @JÜRGEN KÜHNER:
    Der Satz von mycroft hat schone einen wahren Kern, zielt er doch, nach meiner Lesart, auf das Selbstverständnis von etlichen der selbsternannten „Asylkritikern“ ab. Den diese sind eigentlich keine Kritiker sondern Gegner und daher kein konstruktiver Beitrag zu erwarten. Schließlich geht es einem Gegner nicht um Verbesserung sondern schlicht Abschaffung.

    Und doch ist es gleichzeitig auch ein Spiegel wie Kritiker auf- und wahrgenommen werden – das es keinen Unterschied zu geben scheint.
    Was ich allerdings an dem kleinen Fakt festmache das es die Dauernörgler eben auch gibt. Die, deren Geschäft es zu sein scheint einfach alles in den Dreck zu schreiben. Sowohl die kleinen die nur danke Internet gehört werden, also auch die großen in den Totholzverlagen.

    Sei es nun aus mangelnder Kenntnis oder fehlendem Interesse der Materie, oder einer etwas seltsamen Auffassung wie Kritik auszusehen hat. Das man wild das Beil schwingt wo man doch eigentlich den Finger in die Wunde legen müsste.

  8. Grundsätzlich kann ich dem Vortrag ja wohl zustimmen.

    „Wenn Ihnen die Leidenschaft fehlt, sind Sie dort, wo Sie sind, nicht richtig.“
    Das wiederum ist diese Hippie-Tralala-Einstellung, dass es für jeden Topf einen Deckel gibt.
    Als ob die Welt auf exakt meine Arbeitsleistung noch gewartet hätte.
    Als ob jeder Beruf Leidenschaft erfordern würde.
    Als ob Zufriedenheit im Beruf ein Faktor für den Arbeitsgeber wäre.

    Ja, in gewohnter Großstädter-Überheblichkeit kann man natürlich fordern, dass man bitte seiner persönlichen Erfüllug alles andere unterzuordnen habe.
    Sagen Sie das den Amazon-Packern – Kündigt, dort werdet ihr nicht gücklich!

    Ich finde den Idealismus und das Menschenbild von Frau Burmeister sehr gut und sehr richtig, nur ist es unrealistisch, dass in unserem System jeder glücklich werden könne, indem er sich nur eine Arbeit suche, in der er sich „ausleben“ kann. Das ist dieses Märchen der „intrinsischen Motivation“ in einem System, das ausschließlich Wert auf extrinsische Belohnung (Geld) legt – Nett anzuhören (wie ein Hörspiel), aber halt unrealistisch.

    Diese Arbeit existiert nur für einen Bruchteil der Bevölkerung.
    Kann doch nicht jeder Hörspiele produzieren …

    Fließbandarbeit wird auch in 100 Jahren noch gesundheitsschädlich, langweilig und nicht erfüllend sein – Und doch werden Leute sie erledigen.

    Ich sage nicht, Frau Brmeister hat unrecht, ich sage nur, dass unser derzeitiges System nicht für eine solche Sozialutopie geeignet ist.

  9. @12
    „Wenn Ihnen die Leidenschaft fehlt, sind Sie dort, wo Sie sind, nicht richtig.“
    Das wünschen wir uns zumindestens für Lehrer, Ärzte, Politiker und andere Berufe, zu deren Ausübung niemand gezwungen ist, und dort ist es – im Unterschied zur Fließbandarbeit – in gewissem Umfang zumindestens möglich, auch wenn es vielfach daran hapert.
    Lehrern und Ärzten wird es leider durch Überbürokratisierung heutzutage auch schwer gemacht.

  10. @13: Zur Ausübung welchen Berufs wird man in DE denn gezwungen?
    Es stimmt doch: Jeder kann immer kündigen und sich durch einen anderen Arbeitssklaven ersetzen lassen, um dann z. B. Medizin zu studieren oder ALG-II zu beziehen.
    Es kann halt nur nicht jeder Arzt, Politiker oder Lehrer werden, weil es dann an Krankenschwestern, Hausmeistern und Weihnachtsgeschenk-Packern fehlt.

  11. @Daniel Rehbein
    Ja, genau so erlebe ich das auch ständig.
    Gelobt sei das Internet, in dem man endlich sieht, dass man nicht alleine „seltsam“ ist..

  12. @Jürgen Kühner, #6:
    was Klaus Trophobie sagte.
    Bzw., entweder ist „Fernsehkritiker“ ein viel zu hartes Wort für die Leute, die das üblicherweise machen, oder „Asylkritiker“ viel zu harmlos, jedenfalls für die Leute, auf die es meistens angewandt wurde.

    Einzelfälle ausgenommen.

  13. Schöner Text, hat mir gefallen.

    @Anderer Max:
    Es gibt sonne und solche Tätigkeiten. Als Lehrer oder Arzt wird man auch ohne Leidenschaft noch ganz gut entlohnt. Sie können aber mal den Hausherren fragen, was ihm sein Kritikerdasein an Reichtümern gebracht hat. Und was an Gegenwind.
    Daher und dafür braucht es Leidenschaft. Sonst wäre auch eine Frau Burmester nicht mehr Kritikerin, sondern würde ihre Talente in einem genehmeren Umfeld vergolden!

  14. @18: Eigentlich d’accord, nur scheinen Sie meinen Punkt nicht so ganz verstanden zu haben.

    „Als Lehrer oder Arzt wird man auch ohne Leidenschaft noch ganz gut entlohnt.“
    Jo, Lehrer oder Arzt wird man aber nicht ohne jahrelanges, leidenschaftliches Studium vor dem Beruf.

    Auf die Gefahr hin, zum Gespött im nächsten Feulleton zu werden:
    Was Frau Burmeister in ihrer Rede thematisiert ist der Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation mit der Prämisse, dass man nur intrinsisch motiviert glücklich in seinem Job werden kann.
    Dazu sage ich: Ja, wünschenswert, aber unrealistisch.
    Mehr nicht.

  15. Erst: „Das ist grammatikalisch zwar nicht ganz korrekt, aber: Immerhin!“ und dann im nächsten Satz selbst: „Ein anderer, der sich der Ausbildung zum Kritiker oder zur Kritikerin annimmt, ist die Axel-Springer-Akademie.“
    Glashaus, Steine unso? Sorry, aber musste leider sein.

  16. (Kurzes OT @ Daniel Rehbein #10: Die Antwort von REWE finde ich aber sehr plausibel und ich vermute auch, daß das „Hallo“ genauso gedacht ist. Das SocialMedia-Team hätte vielleicht eher einen :-) statt einem ;-) zum Abschluß verwenden sollen, aber ansonsten…)

    Um auch was zum Thema beizutragen: Schöner Artikel und obwohl ich Hans Hoff wohldosiert ganz gerne lese und die Sendungen, die er beschreibt wirklich Müll sind, fand ich den kleinen Seitenhieb sehr gelungen.

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