Freie Mitarbeiter:innen von „Emotion“ berichten über zermürbende Kämpfe um ihr Geld. Zweieinhalb Jahre nach der Insolvenz des Frauenmagazins und zwei Jahre nach der Übernahme durch den Medienunternehmer Timo Busch stellt sich die Frage: Was läuft hinter den Kulissen schief?
Das Magazin „Emotion“ will Frauen empowern. Das macht schon der Slogan deutlich, der lautet: „Für Frauen, die ihren Weg gehen.“ Zwar ist das Heft nicht ganz so kämpferisch-feministisch wie etwa das „Missy Magazin“, doch ein Blick auf die Cover-Geschichten zeigt, wofür „Emotion“ stehen will: für selbstbestimmte, unabhängige Frauen, die sich etwas zutrauen, unbequem sind, groß denken und ihre Grenzen setzen.
Ausrisse: Emotion / Collage: Ü
Einmal im Jahr zeichnet der „Emotion Award“ Frauen aus, „die mit ihrem Engagement die Welt nachhaltig verändern“. Der „Emotion Women’s Day“, eine Konferenz in Hamburg, verspricht „Input, Inspiration und spannende neue Kontakte“ für Frauen.
Und auch „Working Women“, das Job-Magazin, das von derselben Redaktion produziert wird, fügt sich in dieses Selbstbild ein. „Kenn deinen Wert“ stand auf dem Titel der vorletzten Ausgabe. Der Untertitel versprach: „Wie du bekommst, was du verdienst.“
Ausriss: „Working Women“ / Collage: Ü
Nicht wenige Auftragnehmer:innen, die für „Emotion“ oder andere Titel des Verlags gearbeitet haben – neben „Working Women“ gibt es noch das Magazin „Slow“ – , können da nur müde lächeln.
Sie sind der Auffassung, dass das Image, das „Emotion“ nach außen pflege, konträr sei zum Umgang des Unternehmens mit freien Mitarbeiter:innen. Ihr Vorwurf: monatelang ausbleibende oder gar keine Zahlungen – und wenn Honorar überwiesen wird, dann erst nach zahlreichen Erinnerungen, Kontaktversuchen, Mahnungen, Anwaltsschreiben, teils gerichtlichen Mahnverfahren, Klagen oder öffentlicher Kritik.
Übermedien liegen rund 20 Erfahrungsberichte sowie Unterlagen vor, die diesen Eindruck bestätigen. Es geht um unbezahlte oder stark verspätet bezahlte Leistungen wie Texte, Fotoshootings, Assistenz bei Produktionen oder auch Equipmentverleih. Die Beträge liegen meist im drei- und vierstelligen Bereich.
Kritik bei Instagram nicht lange online
„Das funktioniert nicht für Freie. Wenn mehrere Auftraggeber so handeln würden, entstehen finanzielle Löcher, die einen schnell in die Bredouille bringen“, sagt die Autorin Edith Löhle im Gespräch mit Übermedien. Sie hatte der „Emotion“-Redaktion im März 2025 einen Text geliefert, der in der Ausgabe Anfang April erschien. Nach mehreren Zahlungserinnerungen und zwei Mahnungen veröffentlichte sie Ende Juli ein Instagram-Video, in dem sie Redaktionen kritisierte, die „auf Feminismus machen, aber die freie Autorinnen nicht wie abgemacht bezahlen“. Löhle nannte in dem Video den Namen von „Emotion“ nicht, aber den Slogan, und kündigte an, sich Hilfe bei einer Anwältin zu suchen.
Kurz darauf habe sich Geschäftsführerin Patricia Busch telefonisch bei ihr gemeldet, das Honorar war am selben Abend per Echtzeitüberweisung auf Löhles Konto – jedoch ohne Mahngebühren. Löhle nahm das Video daraufhin offline. Sie habe den Anruf als Androhung rechtlicher Konsequenzen verstanden, sollte sie es online stehen lassen.
Patricia Busch wollte sich zu dem konkreten Ereignis nicht äußern. Ihr Ehemann Timo Busch, mit dem sie seit 2023 die Geschäfte bei „Emotion“ führt, sagt im Gespräch mit Übermedien, er wolle in „Hinblick auf eine Vertraulichkeit der Zusammenarbeit“ die einzelnen Vorgänge nicht kommentieren. „Grundsätzlich kann ich dazu nur sagen, dass wir den Vorwurf, der erhoben wird, dass Zahlungen auf Druck erfolgen würden, zurückweisen.“
Timo Busch sieht sich und seine Frau als Retter von „Emotion“. Erbetont, dass es ohne sie das Magazin heute nicht mehr geben würde. Mitte 2023 hatte die Gründerin und damalige Verlegerin von „Emotion“, Kasia Mol-Wolf, Insolvenz anmelden müssen. Über die „vergessenenen Verlierer“ der „Emotion“-Pleite berichtete 2024 das Magazin „Kress Pro“ ausführlich.
Ende 2023 erwarb die Busch Group dann die Rechte an „Emotion“. In einem schriftlichen Statement an Übermedien schreibt Busch: „Nur durch unser kurzfristiges Engagement konnte die Marke nicht nur erhalten, sondern auch rund 25 Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden.“
„Kleiner Teil in der Gesamtschau“
Die Freelancer:innen, die über „zu spät oder nicht pünktlich“ bezahlte Rechnungen klagen, würden, so Busch, in der in der Gesamtschau nur einen „kleinen Teil“ ausmachen: „Was die wirtschaftliche Dimension angeht, reden wir hier über weniger als 0,5 Prozent unserer wirtschaftlichen Leistungskraft.“
Das mag aus der Perspektive des sanierenden Unternehmers nachvollziehbar klingen. Eine freie Autorin oder Fotografin sieht das wohl anders. Für sie können 700 oder 1500 Euro Honorar schon darüber entscheiden, ob sie ihre Miete bezahlen kann oder nicht.
Busch betont im Gespräch mit Übermedien, dass das Unternehmen nun, zweieinhalb Jahre nach der Insolvenz, finanziell stabil sei. Wenn man ihn danach fragt, warum es offenbar immer wieder Probleme mit der Überweisung von Honoraren an freie Mitarbeiter:innen gab, liefert er dafür mehrere Erklärungen:Da sei einerseits das „riesige Chaos“, das nach der Insolvenz bei „Emotion“ geherrscht habe und die fehlende Erfahrung bei „kaufmännischen Disziplinen und Prozessen“, für die man erst Strukturen habe schaffen müssen. Da seien andererseits aber auch „Fehler“ von freien Autor:innen bei der Rechnungsstellung.
Busch verweist im Gespräch auch auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen seines Verlags. Darin steht unter anderem, dass erst mit Erscheinen eines Hefts eine Fälligkeit entsteht, das Zahlungsziel liegt dann bei 30 Tagen. Es kann also theoretisch sein, dass eine Autorin ihren Text zwar im März abgibt, aber erst Anfang Juni bezahlt wird, wenn dieser in der Ausgabe Anfang Mai erschienen ist.Darauf weisen uns auch einige der Freelancer:innen im Gespräch mit Übermedien hin. Sie haben sich zum Teil nur ungern auf diese Zahlungsvereinbarung eingelassen. Doch viele Personen, mit denen wir sprechen, berichten eben, dass auch nach Ablauf der Frist nicht bezahlt worden sei.
Inwiefern Freelancer:innen ihre Rechnungen nicht ordnungsgemäß gestellt haben, wie Busch sagt, ist weitgehend unklar. Ebenso, warum man sie nicht auf Fehler hinweist, selbst wenn sie mehrfach nachfragen, wo ihr Geld bleibt.
Die Autorin Edith Löhle, deren Fall wir eingangs nennen, hatte zunächst tatsächlich eine nicht mehr aktuelle Rechnungsadresse verwendet. Darauf aufmerksam gemacht wurde sie – trotz mehrfacher Nachfragen bei der Redaktion – von der Buchhaltung aber erst 16 Wochen später – mit dem Hinweis, Rechnung sowie Mahnung seien aufgrund „interner Schwierigkeiten“ erst gar nicht dort angekommen.
Timo Busch schreibt in seinem Statement:
„Wir bedauern aufrichtig, sofern es in diesem komplexen Transformationsprozess in Einzelfällen zu Verzögerungen bei der Begleichung von Honoraren gekommen ist. Unser Fokus liegt jedoch auf der langfristigen Stabilität des Gesamtunternehmens, um auch in Zukunft ein verlässlicher Auftrag- und Arbeitgeber zu sein.“
Unsere Recherchen deuten allerdings darauf hin, dass es sich hier nicht, wie Busch es nennt, um „Einzelfälle“ handelt. In den Erfahrungsberichten, die Übermedien vorliegen, zeigt sich ein ähnliches Muster: „Emotion“ bezahlte in vielen dieser Fälle offenbar erst, wenn Auftragnehmer:innen richtig hartnäckig blieben oder juristisch Druck machten. Einige verwenden im Gespräch mit Übermedien auch das Wort „Masche“.
Das scheint auch zermürbend zu sein. Eine Freelancerin, die im Zuge eines Fotoshootings einen kleineren dreistelligen Betrag in Rechnung gestellt hatte, berichtet, sie wolle das Risiko nicht eingehen, auf Anwalts- oder Gerichtskosten sitzen zu bleiben. Da verzichte sie lieber auf das Honorar.
Juryamt niedergelegt
Der Unmut in der Branche über den Umgang mit Freien bei „Emotion“ ist offenbar groß. Auch bei der Moderatorin und Autorin Ninia LaGrande. Sie selbst sei für eine Moderation und eine Laudatio bei Veranstaltungen des Verlags erst nach mehreren Monaten und Hinwirken ihrer Agentur bezahlt worden.
Ihr Juryamt beim „Emotion Award“ habe sie mittlerweile niedergelegt. Gegenüber Übermedien sagt sie: „Ich bin enttäuscht, weil ich eigentlich toll finde, was sie machen.“ Ninia LaGrande war auch schon auf dem Titel des Magazins zu sehen.
Autorin Ninia LaGrande auf dem Cover der „Emotion“ (2020)Ausriss: Emotion
Die Journalistin und Autorin Mareice Kaiser, die über mehrere Monate eine Kolumne für „Emotion“ schrieb, hat entschieden: Der Text in der Dezember-Ausgabe soll ihr letzter für „Emotion“ gewesen sein. Zwar sei es immer ihr Traum gewesen, eine eigene Kolumne in einem gedruckten Magazin zu haben, sagt sie im Gespräch mit Übermedien, doch sie wolle nicht länger Teil eines Systems sein, in dem freie Mitarbeiter:innen unter solchen Bedingungen arbeiten. Ein Großteil ihrer Rechnungen sei nicht im vereinbarten Zeitraum überwiesen worden, und meist nur nach mehrfacher Aufforderung. Sie sei schließlich dazu übergegangen, der Redaktion einen neuen Text erst zu schicken, wenn das Honorar für die vorherige Kolumne eingegangen war.
Abschied der Chefredakteurin
So oder ähnlich klingen alle Berichte der Auftragnehmer:innen, mit denen Übermedien für diesen Text gesprochen hat. Viele schätzen „Emotion“ als Magazin grundsätzlich und die meisten berichten von einem guten Verhältnis zur Redaktion. Dieser scheint die Situation teilweise selbst unangenehm zu sein. In einer E-Mail an eine freie Mitarbeiterin, die an eine offene Rechnung erinnerte und Übermedien vorliegt, schreibt ein Redaktionsmitglied: „Ich flipp hier noch aus.“ Es tue ihr leid, das zu lesen.
Im Januar gab die Chefredakteurin Friederike Trudzinski ihren Abschied von „Emotion“ bekannt. Nach Übermedien-Informationen hatte sie das Haus bereits im Dezember verlassen. Äußern wollte sich Trudzinski gegenüber Übermedien nicht, und auch sonst niemand von der Redaktion. Auf Trudzinski folgt Alina Milewicz. Sie war zuvor unter anderem Chefredakteurin der Frauenzeitschrift „Maxi“ und auch freie Autorin für „Emotion“. Laut Timo Busch habe der Verlag seit der Übernahme vier weitere Freelancerinnen festangestellt.
Auch Dienstleister warten auf Geld
Doch nicht nur Journalist:innen und Fotograf:innen klagen über die Zahlungsmoral des Verlags.
Der Hamburger Equipmentverleih Knackscharf hatte Ausrüstung für Fotoshootings von „Emotion“ verliehen. Offen waren bis vor kurzem vier Rechnungen über insgesamt knapp 3000 Euro. Die Leistungen gehen bis ins Frühjahr 2025 zurück. Nach Erinnerungen und Mahnungen hatte der Verleih mithilfe eines Anwalts ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet. Darauf reagierte der Verlag zunächst mit einem Widerspruch, der Übermedien vorliegt.
Knackscharf teilte uns mit, Klage gegen „Emotion“ einreichen zu wollen und das Unternehmen nicht mehr zu beliefern. Kurz vor Veröffentlichung dieses Texts informierte uns der Verleih dann darüber, dass nun doch alle Rechnungen bis auf eine beglichen worden seien. Ob der Zeitpunkt der Zahlung mit unserer Anfrage zu tun hat, bleibt offen. Knackscharf wolle das restliche Geld inklusive der Anwaltskosten noch einfordern.
Auch das Unternehmen Feinkost Käfer hat nach Übermedien-Information ein gerichtliches Mahnverfahren gegen die Emotion GmbH eingeleitet. Hier geht es um knapp 30.000 Euro für Catering beim „Emotion Women’s Day“ im Mai 2025. Gegen dieses erhob das Unternehmen ebenfalls Widerspruch.
Timo Busch wollte die beiden Fälle nicht kommentieren. Er schrieb: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns zu Details einzelner Lieferantenbeziehungen, zu Rechnungsbeträgen oder laufenden juristischen Sachverhalten grundsätzlich nicht öffentlich äußern. Dies betrifft geschützte Geschäftsgeheimnisse.“
Über eine juristische Auseinandersetzung zwischen der Hamburger PR-Unternehmerin Alexandra von Rehlingen und „Emotion“ wegen ausstehender Rechnungen berichtete bereits im September das „Hamburger Abendblatt“. Im Januar haben sich die Parteien auf einen Vergleich geeinigt.
Die Vorgeschichten
Der Name Busch ist in der Medienbranche bekannt, oder besser gesagt: berüchtigt. Für Branchenkenner war die Übernahme von „Emotion“ Ende 2023 daher eine Überraschung. Denn Timo Busch gilt, wie die „Süddeutsche“ es nannte, als „insolvenzerfahren“. Er war in den vergangenen Jahren an mehreren Pleiten beteiligt. Zu den betroffenen Titeln zählen das Magazin „Buchreport“, die „Blickpunkt:Film“, die „MusikWoche“ sowie der Mediendienst „Meedia“. In der Branche fragt man sich, wie es Busch trotz dieser Vorgeschichten immer wieder gelingt, Investoren zu finden und neue Deals abzuschließen.
Einige Personen, die mit dem Thema befasst sind, empfanden ein im Januar auf dem Branchenportal „TuriOne“ veröffentlichtes Interview mit Timo Busch als Hohn. Der Titel: „Ich mag Medien wirklich. Aber ich kann nicht alle retten“. Darin spricht Busch über seine vergangenen Pleiten und sein Scheitern – die geschädigten Mitarbeiter:innen und Freelancer:innen bleiben so gut wie unerwähnt. Die kumpelhafte Interviewführung macht es dem Unternehmer nicht schwer, sich im besten Lichte zu präsentieren. Die Kommentare unter dem Artikel auf der Plattform LinkedIn sprechen für sich. Eine Nutzerin schreibt: „Dieses Interview ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden ehemaligen Mitarbeiters von TB.“
Neuer Einkauf
In dem Interview spricht Busch auch über seinen neuesten Einkauf: den insolventen Patzer-Verlag, zu dem Fachtitel wie die „Allgemeine Bauzeitung“ gehören. Übernommen wurde das Unternehmen von der Mediavest AG, einer Verlagsholding, der Timo Busch vorsteht. Wo das Geld herkommt? „Zu den bisherigen Investoren bei Mediavest gehören Familienunternehmer, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Leute die einfach Geld verdienen wollen und Medien als Markenartikel begreifen“, erklärt Busch in dem „TuriOne“-Interview.
Am 23. Januar meldet das Branchen-Magazin „Kress“, dass „Emotion“ seit dem 1. Januar auch zu Mediavest gehört. Bereits Ende 2025 waren nach Übermedien-Informationen vereinzelt offene Rechnungen von „Emotion“-Mitarbeiter:innen von Mediavest beglichen worden.
Busch schreibt in seinem Statement an Übermedien:
„Im Zuge der Übernahme durch die Mediavest AG zum 01.01.2026 wurden der emotion GmbH (…) bereits erhebliche Mittel zugeführt, um den Geschäftsbetrieb nachhaltig zu stärken. Die vollständige Integration in die Mediavest AG ist in vollem Gange und wird im 1. Quartal 2026 final abgeschlossen sein. In einer Zeit, in der sich viele Verlagshäuser aus dem Markt zurückziehen, investieren wir aktiv in den Medienstandort.“
Ob dann, wenn die vollständige Integration abgeschlossen ist, auch die bezahlt werden, die noch auf Geld warten, und es mit der Bezahlung von freien Mitarbeiter:innen generell besser läuft, bleibt die große Frage.
Leserinnen fragen, wo ihr Heft bleibt
Unzufrieden scheinen auch einige Leser:innen. Seit einiger Zeit sind unter den Posts von „Emotion“ auf Instagram häufig Kommentare zu finden, in denen Abonnentinnen kritisieren, dass ihnen die Hefte nicht zugestellt würden.
Unter einigen erklärte das Social-Media-Team, dass es „Probleme mit dem Postversand“ gegeben habe. Timo Busch sagt dazu im Gespräch mit Übermedien: „Wir haben ein paar tausend Abonnenten. Wenn da drei oder vier Leute etwas kommentieren, ist das nicht viel. Die Relation muss gewahrt bleiben.“
Was für Busch nur ein kleiner Teil zu sein scheint, ist für andere ziemlich relevant.
Die Autorin
Foto: Yvonne Michailuk
Lisa Kräher ist Redakteurin bei Übermedien. Sie hat bei der „Mittelbayerischen Zeitung“ volontiert und von 2013 an als freie Journalistin und Filmautorin gearbeitet, unter anderem für epd. Sie ist Autorin für die „Carolin Kebekus Show“ und Mitglied der Grimme-Preis-Jury.
Danke für diesen Artikel. Ich kann das genau so bestätigen, bei mir wurde erst mit dem Einschalten eines Inkasse-Büros bezahlt. Auch bin ich, wie Edith, auf den Mahnkosten sitzen geblieben. Das darf man dann in der eigenen Buchhaltung aufräumen/vermerken.
„Timo Busch sieht sich und seine Frau als Retter von „Emotion“. Er betont, dass es ohne sie das Magazin heute nicht mehr geben würde.“
„Ich mag Medien wirklich. Aber ich kann nicht alle retten“.
Oder übersetzt: Man wir sind sooo geil, also stellt euch mal nicht so an wegen dem bisschen Geld das wir euch schulden.
„Da sei einerseits das „riesige Chaos“, das nach der Insolvenz bei „Emotion“ geherrscht habe und die fehlende Erfahrung bei „kaufmännischen Disziplinen und Prozessen“, für die man erst Strukturen habe schaffen müssen. Da seien andererseits aber auch „Fehler“ von freien Autor:innen bei der Rechnungsstellung. “
Oder übersetzt: Alle anderen sind Schuld! Die haben doch alle keine Ahnung und wir müssen jetzt alles wieder ins Lot bringen.
Ein Stück weit mag das in der Phase, in der das Magazin an der Pleite vorbeiratscht, ja angehen.
Aber irgendwann hört der Spaß ja auf.
„Was die wirtschaftliche Dimension angeht, reden wir hier über weniger als 0,5 Prozent unserer wirtschaftlichen Leistungskraft.“
So ein Statement ist auch irgendwie ein Schuss ins Knie. Großmäulig den Eindruck von Kleckerbeträgen erwecken und die dann nicht bezahlen (können). Als Investor, »der einfach Geld verdienen will und Medien als Markenartikel begreift«, würde ich umgehend nervös werden.
Auf dem Titel der „Working Woman“ steht übrigens nicht „Kenne deinen Wert“ sondern „Kenn deinen Wert“ (sic!).
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Danke für diesen Artikel. Ich kann das genau so bestätigen, bei mir wurde erst mit dem Einschalten eines Inkasse-Büros bezahlt. Auch bin ich, wie Edith, auf den Mahnkosten sitzen geblieben. Das darf man dann in der eigenen Buchhaltung aufräumen/vermerken.
„Timo Busch sieht sich und seine Frau als Retter von „Emotion“. Er betont, dass es ohne sie das Magazin heute nicht mehr geben würde.“
„Ich mag Medien wirklich. Aber ich kann nicht alle retten“.
Oder übersetzt: Man wir sind sooo geil, also stellt euch mal nicht so an wegen dem bisschen Geld das wir euch schulden.
„Da sei einerseits das „riesige Chaos“, das nach der Insolvenz bei „Emotion“ geherrscht habe und die fehlende Erfahrung bei „kaufmännischen Disziplinen und Prozessen“, für die man erst Strukturen habe schaffen müssen. Da seien andererseits aber auch „Fehler“ von freien Autor:innen bei der Rechnungsstellung. “
Oder übersetzt: Alle anderen sind Schuld! Die haben doch alle keine Ahnung und wir müssen jetzt alles wieder ins Lot bringen.
Ein Stück weit mag das in der Phase, in der das Magazin an der Pleite vorbeiratscht, ja angehen.
Aber irgendwann hört der Spaß ja auf.
„Was die wirtschaftliche Dimension angeht, reden wir hier über weniger als 0,5 Prozent unserer wirtschaftlichen Leistungskraft.“
So ein Statement ist auch irgendwie ein Schuss ins Knie. Großmäulig den Eindruck von Kleckerbeträgen erwecken und die dann nicht bezahlen (können). Als Investor, »der einfach Geld verdienen will und Medien als Markenartikel begreift«, würde ich umgehend nervös werden.
Auf dem Titel der „Working Woman“ steht übrigens nicht „Kenne deinen Wert“ sondern „Kenn deinen Wert“ (sic!).
Zu #5: Ist korrigiert. Danke.