Jagd auf ein Phantom

Autor enthüllt Anti-Woke-Wahnsinn in deutschen Medien

Kennt man einen, kennt man alle. Texte über die angeblichen Gefahren von „Political Correctness“ oder „Wokeness“ klingen seit über 30 Jahren gleich: maximal alarmierende Thesen, kaum Belege. Und jetzt sollen die „Woken“ auch noch am Rechtsruck schuld sein. Höchste Zeit also für eine grundsätzliche Kritik an einem ewig jungen Trendgenre.
US-amerikanische Universitäten (im Bild Harvard) gelten den Anti-Woke-Kämpfern als Hort allen Übels. Foto: Canva; Screenshots: SZ/Berliner Zeitung/Cicero/Welt

Wer sich derzeit vielleicht fragt, wo die Gründe für den globalen Rechtsruck liegen könnten, findet in deutschen Medien immer wieder eine verlockend griffige Antwort: „die Woken“ sind schuld! So titelt etwa die „Berliner Zeitung“: „Das woke Berlin hat eine Mitschuld am Erfolg der AfD im Osten.“ Die „Süddeutsche Zeitung“ wiederum schreibt: „Die woke Bewegung ist gescheitert. Daran ist sie auch selbst schuld“ – wobei dieses angeblich selbstverschuldete Scheitern den Rechten gleichsam als Steigbügel gedient habe. In die gleiche Kerbe schlägt das „Handelsblatt“: „An dem starken ‚Anti-Wo…

1 Kommentare

  1. Grandios. Der Text hätte ruhig selbstbewusst mit einem „Mic Drop“ enden dürfen.
    Vielen Dank dafür.

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