Was der MDR lieber nicht sagt

Programmdirektor Brinkbäumer tritt zurück – und behält seinen Vertrag

Klaus Brinkbäumer vor dem MDR-Funkhaus in Leipzig
Fotos: IMAGO/STAR-MEDIA; MDR/Stephan Flad

Die Meldung, dass Klaus Brinkbäumer seinen Posten als MDR-Programmdirektor hinwirft, lockt vermutlich nicht einmal MDR-Stammzuschauer hinter ihren Empfangsgeräten hervor. (Die rätseln lieber mit, wie viele von acht zufällig ausgewählten Personen sich trauen, den Würchwitzer Milbenkäse zu kosten.)

Die meisten Menschen wissen vermutlich nicht einmal, was genau ein öffentlich-rechtlicher Programmdirektor den lieben langen Tag überhaupt so macht. Zum Glück erlaubt die MDR-Mitteilung zu Brinkbäumers Rückzug Einblicke: Der Posten muss auf jeden Fall viel mit „Konferenzen und Strukturen“ zu tun haben.

„Künftig möchte ich mich weniger mit Konferenzen und Strukturen und stattdessen mit Recherchen, Inhalten, Reisen, Menschen befassen“,

begründet der Noch-Programmdirektor seine Entscheidung. So weit, so nachvollziehbar – den Satz würden wohl viele Journalistinnen und Journalisten unterschreiben. In einer internen Abschiedsmail an die Mitarbeitenden verweist Brinkbäumer außerdem auf eine Art Lebensmotto:

„Tue, was dich wirklich erfüllt; nutze deine Lebenszeit für das, was du mehr als alles andere tun möchtest.“

MDR-Programmdirektor zu sein gehört für Brinkbäumer nun offensichtlich nicht mehr dazu. Ein öffentlich-rechtlicher Programmdirektor verantwortet direkt unter dem Intendanten das Programm, ist also für die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Programmauftrags zuständig. Er gibt die Stoßrichtung vor, welche Sendungen und Formate ein Sender veranstaltet. An Konferenzen mangelt es in dieser Position wahrlich nicht.

Brinkbäumer kommt vom „Spiegel“

Brinkbäumer hingegen ist Vollblut-Journalist. Er war lange für den „Spiegel“ tätig, erst als Reporter und Korrespondent in den USA, später als „Spiegel“-Chefredakteur und Herausgeber von „Spiegel online“. 2018 ging er von dort weg, schrieb für die „Zeit“ und den „Tagesspiegel“, war außerdem als Filmemacher und Buchautor tätig. 2021 erst entschied er sich für einen Wechsel in die Öffentlich-Rechtlichen und hätte beim MDR als einer von zwei Programmdirektoren eigentlich noch bis Januar 2026 bleiben sollen – vereinbart war eine Vertragslaufzeit von fünf Jahren.

So richtig rund lief es im neuen Job aber offenbar nicht. Er habe länger gebraucht als erwartet, um im Haus anzukommen, schreibt er in seiner Abschiedsmail.  Und auch der vorzeitige Abschied von seinem Posten scheint nicht nur auf eigenen Wunsch erfolgt zu sein. Er sei diesen Schritt auch deshalb jetzt gegangen, weil der Intendant ihm „fairerweise in der Zukunft liegende strukturelle Veränderungen angekündigt hatte“.

Entsprechend hat Brinkbäumer nun um die „Auflösung“ seines Vertrags als Programmdirektor gebeten, so steht es in seiner internen Mail an die Belegschaft. „MDR-Fernsehchef schmeißt hin“, machte daraus die zuständige Regionalausgabe von „Bild“.  Wer die Pressemitteilung des MDR genau liest, wird allerdings feststellen: Von einer Kündigung oder einer Vertragsauflösung ist darin gar nicht die Rede.

Vertrag läuft noch bis Januar 2026

Brinkbäumer werde in Zukunft als Moderator, Filmemacher und „Experte für Außen- und Weltpolitik“ für den MDR fungieren, heißt es dort. Das Bemerkenswerte daran: Trotz völlig neuer Tätigkeiten behält Brinkbäumer – entgegen der angeblich erbetenen Auflösung – seinen Direktorenvertrag. In der Pressemitteilung steht das allerdings nicht.

Intendant Ralf Ludwig bestätigte in der internen Mitarbeiterversammlung am Freitagvormittag erst auf Nachfrage, dass der Direktorenvertrag bis Januar 2026 weiterlaufen wird, also bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit. So berichten es Teilnehmende der Konferenz.  Ob das Direktorengehalt an die neuen Tätigkeiten angepasst wird, wollte Ludwig auf eine Nachfrage in der Konferenz hin nicht sagen.

Laut MDR-Geschäftsbericht erhielt Brinkbäumer 2022 Bezüge in Höhe von knapp 220.000 Euro, hinzu kamen eine Aufwandsentschädigung und Sachbezüge im Wert von knapp 9.000 Euro. Anstatt sich dazu zu äußern, ob dieses Gehalt sich ab Mai ändert, zählte Intendant Ludwig in der Konferenz die Aufgaben auf, die Brinkbäumer in Zukunft übernehmen soll, und wies bloß rechtfertigend darauf hin, dass dafür 40 Wochenstunden nicht reichen würden.

Pressestelle antwortet vage

Es kann für den Sender durchaus gute Gründe gegeben haben, eine teure Vertragsauflösung zu vermeiden. Brinkbäumers Aufgaben übernimmt erst einmal kommissarisch die zweite Programmdirektorin Jana Brandt, es wird also nicht sofort ein Gehalt für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin fällig. Langfristig könnte es ohnehin nur noch eine Programmdirektion geben, ist aus dem Sender zu hören – dann würde sich der Sender eines der hohen Direktorengehälter sparen.

Trotzdem scheint der MDR die Tatsache, dass der Vertrag weiterläuft, lieber nicht kommunizieren zu wollen. Auf Nachfrage wollte die Pressestelle das am Freitag nicht einmal bestätigen: „Herr Brinkbäumer scheidet nicht aus dem MDR aus, er bleibt mit veränderten Aufgaben für den MDR tätig“, lautete das vielseitig interpretierbare Statement eines Sprechers – eine Antwort auf die eigentlich recht klare Frage, ob der Vertrag weiterlaufe. Auch zum Gehalt wollte der Sprecher nichts sagen: Man äußere sich zu „individuellen Vertragsangelegenheiten nicht in der Öffentlichkeit“, hieß es.

Das ist angesichts des Staubs, den einst die Massagesitze der ehemaligen rbb-Intendantin Patricia Schlesinger aufgewirbelt haben, eine überraschende Auskunft. Ganz so, als ginge es die Rundfunkbeitragszahlenden nichts an, wer in den öffentlich-rechtlichen Sendern für was wie viel Geld bekommt.

Fragen wirft auch ein weiterer Satz in der Pressemitteilung auf:

„Darüber hinaus wird er sich der eigenen publizistischen Arbeit, insbesondere Buchprojekten, Moderationen, Filmen, Kolumnen und Podcasts widmen.“

Moderationen und Podcasts lassen sich natürlich im Rahmen eines MDR-Vertrags erbringen, solange es sich um öffentlich-rechtliche Podcasts und Sendungen handelt. Aber schreibt Brinkbäumer bald auch Bücher für den MDR? So ganz passen die Beteuerungen von Intendant Ludwig, der scheidende Programmdirektor werde für den Sender weiterhin die volle Leistung (mehr als 40 Stunden!) erbringen, nicht zur offiziellen Kommunikation.

Im Programm wird massiv gespart

Das Direktorengehalt, so unerreichbar es für „normale“ Journalistinnen und Journalisten auch scheint, ist dabei nicht der Kern des Problems. Angesichts der 160 Millionen Euro, die Intendant Ludwig von 2025 bis 2028 einsparen will, handelt es sich bei Brinkbäumers Gehalt eher um Peanuts. 47 Millionen Euro sollen im Programm und in der Produktion gekürzt werden, weitere 47 Millionen Euro im Bereich Personal. (Auch diese Zahlen wollte der MDR nicht bestätigen, die Präsentation liegt Übermedien aber vor.)

Trotzdem hat die Vertragsangelegenheit Signalwirkung. Zum einen nach außen: Da scheint schon wieder ein Sender nicht begriffen zu haben, dass es nicht gut ankommt, wenn Rundfunkbeiträge allzu freigiebig in langfristige Verträge investiert werden. (Wer hätte das nicht gerne: Wenn der Job schwierig wird, einfach wieder mehr tun, was Spaß macht, aber das Gehalt behalten?)

Aber auch intern kommt das Konzept nicht gut an. Intendant Ludwig hat nämlich gerade erst einen Nachbesetzungsstopp für alle festen und fest-freien Mitarbeitenden beschlossen, die in den kommenden Jahren in Rente gehen. Befristete Stellen sind davon ausgenommen. Aus Sicht von Mitarbeitenden stellt sich die Sache also so dar: In den unteren Hierarchiebenenen wird die Luft immer dünner, feste Stellen mit Perspektive werden zur Mangelware. Gleichzeitig werden weiter oben Verträge gleich mal für fünf Jahre abgeschlossen und auch dann weiterbezahlt, wenn die Person Verantwortung abgibt.

„Auf der einen Seite heißt es, wir müssen den Gürtel massiv enger schnallen“, sagt ein Journalist, der für den MDR tätig ist und anonym bleiben möchte. „Auf der anderen Seite kann Klaus Brinkbäumer jetzt seinem Lebenstraum nachgehen und tun, was ihn glücklich macht. Das kommt nicht gut an.“

Mangelnde Transparenz

Womöglich ist das, was Brinkbäumer glücklich macht, letztendlich auch für den MDR gut, weil der Sender von seinem journalistischen Handwerk und seiner Bekanntheit in den kommenden Monaten profitieren wird, vor allem von seiner US-Expertise im Wahlkampf Biden gegen Trump.

Umso wichtiger wäre es aber, dass der Sender seine Entscheidung nach innen und außen klar kommuniziert. Was wird Klaus Brinkbäumer ab Mai genau tun? Wurde sein bisheriger Vertrag dafür angepasst? Und warum hat sich der MDR gegen eine Vertragsauflösung entschieden?

Eigentlich gehört zu den Bullshit-Bingo-verdächtigen Lieblingswörtern in ARD-Pressekonferenzen ja immer das Wort „Transparenz“. In den eigenen Pressestellen scheint das nur eingeschränkt zu gelten.

12 Kommentare

  1. Ab einer gewissen Gehaltsklasse (bewusst sag ich nicht „Verantwortungsklasse“, wie es oft bemäntelt wird) in Führungsetagen scheint es einfach so zu sein, dass man nie tief fällt oder je wieder ein berufliches Risiko eingehen muss.
    Mich würde interessieren, wie solche Verträge verhandelt werden. Wer ist da alles dabei?
    Eine Vermutung für die umwerfende Großzügigkeit bei hochbezahlten Posten: Hier verhandeln reiche Leute mit reichen Leuten. Und da versteht man sich eben und anerkennt die Bedürfnisse des anderen, weil es ja auch die eigenen sind.

    (Korrekturvorschlag: „unerschwinglich“ sollte besser „unerreichbar“ heißen.)

  2. Das Argument mit der Verantwortung sähe ich ja ein, wenn es in beide Richtungen gelte.
    Ein paar hundert Tausend Euro für jemanden, der Kontrolle über ein paar hundert Millionen Euro hat (und dabei auch mehr Wochenstunden hat als andere) ok.
    Ein paar hundert Tausend Euro für jemanden, der gar nicht in der Gefahr schwebt, ein paar Millionen Euro in den Sand zu setzen? Und eine Arbeit macht, die andere für das halbe Geld (oder weniger) mit genausoviel Spaß (oder mehr) täten?
    Da stimmen die Proportionen nicht. Und im freien Markt wäre es jetzt das Argument: „So ein beliebter Journalist verschafft uns mehr Umsatz, also mehr Einkünfte, dass ist uns eine übertarifliche Vergütung wert.“ Aber ist ja örr.

  3. @Mycroft
    Das Argument gilt für die mutmaßliche Verantwortung für fremdes Geld nicht mehr als für jedwede andere Verantwortung.
    Denn es ist ja nicht so, als würde die dann dafür haften. (Ausnahme: Unternehmer, die ihr eigenes Kapital ins Risiko stellen, wobei auch hier ja oft eine komplette Fremdfinanzierung vorliegt durch Investoren.)

    Dass die Verantwortung, ein paar hundert Millionen Euro halbwegs sinnvoll an der Börse und in festverzinslichen Anleihen zu platzieren, größer sein soll als entscheidend an der Demokratiebildung in Mitteldeutschland mitzuwirken, erschließt sich mir jedenfalls nicht.

    Disclaimer: Habe 10 Jahre für einen Investmentfonds in sogenannter “ hoher Verantwortung“ gearbeitet.

  4. @#2
    Danke für den Korrekturvorschlag, ich habe das Wort geändert.
    Herzlichen Gruß
    Annika Schneider

  5. „Denn es ist ja nicht so, als würde die dann dafür haften.“ Wenn er von seinem Einkommen dafür haften müsste, wäre es zu wenig. Alternativ müsste er eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen, mit der Vermögensschäden abgesichert wären, und bräuchte dafür Geld.
    Es geht mir auch nicht um die konkrete Höhe, sondern darum, dass Journalist X, mit jahrzehntelanger Erfahrung und so, für seine journalistische Tätigkeit + Verantwortung für die Tätigkeiten der Firma, die zig Millionen Euro wert sind (oder jedenfalls kosten sie so viel), nicht nur so viel Geld bekommen sollte wie Journalist Y, mit genauso viel Erfahrung, aber rein journalistische Tätigkeiten. Oder umgekehrt, Y sollte weniger als X kriegen.

  6. #6
    Weiß nicht, kann mit der Entlohnung für „Verantwortung“ nichts anfangen.
    Kapitalistisch betrachtet richtet sich die Entlohnung schlicht nach geschaffenem Mehrwert und Ersetzbarkeit der Arbeitskraft.
    Gerade ersteres glauben viele zu kennen, ist aber extrem schwer messbar.
    Zweiteres mögen sich gerade Menschen in hohen Positionen meist nicht eingestehen.

    Also: Wenn der MDR meint, Brinkbäumer leistet in jetziger neuer Position einen lohnenden Mehrwert für sein altes Gehalt, ergibt es Sinn. Egal, wie viel Budgetverantwortung er trägt oder nicht oder für Personal verantwortlich ist oder auch nicht.
    Würden 4 andere Journalisten für das gleiche Gehalt in Summe deutlich mehr leisten können, ist es eine schlechte Entscheidung.

    Viele Unternehmen gehen schon länger dazu über , auch den top Mitarbeitern unterer Hierarchien top Gehälter zu zahlen, sofern diese entsprechenden Mehrwert produzieren. (ansonsten wären diese dazu gezwungen, in Positionen aufzusteigen, die ihnen womöglich gar nicht mehr so gut liegen) Zumindest in der Softwareentwicklung sehr üblich.

  7. @#7:
    Allgemein muss es einen erkennbaren Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Programmdirektor geben, oder man könnte den Posten vom Praktikanten machen lassen, aber davon mal abgesehen:
    Wenn Sie mein Arbeitgeber wären und mir einen anderen Job anböten mit mehr Verantwortung, mehr Stress, mehr potentiellen Möglichkeiten, gekündigt zu werden, und weniger von dem, wofür man (ich) eigentlich diesen Beruf erlernte, dann müssen Sie auch _mehr Geld_ anbieten, sonst mache ich es nicht. Und viele andere auch nicht. Und die, die es für den Preis machen würden, würden trotzdem mehr verlangen, weil sie sehen, dass das Angebot so niedrig ist. Das ist aber nur das halbe Argument.

    „Viele Unternehmen gehen schon länger dazu über … Zumindest in der Softwareentwicklung sehr üblich.“
    Das ist hier ja nicht passiert – er macht nur noch das, was die anderen „Software-Entwickler“, die schon seit Jahren und Jahrzehnten fürs Unternehmen arbeiten, auch machen. Aber für 200.000 Euro jährlich. Den Mehrwert bei einem nicht-kapitalistischen Unternehmen mit konstantem Einkommen ist sicher noch schwieriger zu beziffern, aber die anderen Mitarbeiter mit denselben Berufsjahren, die alle schon länger im Betrieb arbeiten, denen das Direktorenamt genauso wenig lag (oder man hat sie nicht gefragt), kriegen keine 200.000, oder?

  8. Klar, das Argument ergibt Sinn. Wenn man weiß, dass der Gegenüber mit weniger Geld zufrieden wäre, weil er die neue Position als angenehmer empfindet, kann man ihm verhandlungstaktisch auch weniger bieten.

    „Er macht nur noch das, was die anderen „Software-Entwickler“, die schon seit Jahren und Jahrzehnten fürs Unternehmen arbeiten, auch machen.“

    Wenn’s so ist, eine schlechte Entscheidung, schrieb ich bereits oben. Aber es besteht doch eben die Möglichkeit, dass er deutlich wertvollere Arbeit leistet als die anderen neben ihm in gleicher Position, weil die produzierten Reportagen o.ä. so viel besser sind. Gerade im Journalismus gilt doch: ein richtig gutes Stück ist viel mehr Wert als 4 mittelmäßige.
    Klar, ist zweifelhaft, aber ich weiß das nicht, ob es vielleicht doch so ist und Sie bestimmt auch nicht.

    ps
    Die viel zitierte „Erfahrung “ ist genauso wertlos wie „Verantwortung „, so lange sie sich nicht in besserer Leistung ausdrückt.

  9. Ok, ich würde mir nicht zutrauen, ein Produkt zu bewerten, dass ich nur als reine Konsument kenne, aber wenn Erfahrung, Verantwortung und offenbar auch „Dienstjahre“ kein Kriterium sind, und da Brinkbäumer vermutlich auch nicht deutlich schneller arbeitet als alle anderen, woran bemisst sich sein „Wert“ für den Sender dann überhaupt, finanziell gesehen?
    Dass Leute vom ihm so ergriffen sind, dass sie nach Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen ziehen, damit ihr Rundfunkbeitrag dem MDR zugute kommt, passiert wohl eher selten, oder?

    (Im Nachbarartikel geht es darum, wie „toll“ anderswo Journalisten behandelt werden, so dass Brinkbäumer vllt gar nicht „viel zu viel“ bekommt, sondern alle andere „viel zu wenig“, oder die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, kA.)

  10. Ja, Erfahrung korreliert natürlich mit Leistung, in der Regel mindestens durch erhöhte Effizienz, also deshalb natürlich ein sinnvolles Kriterium.
    Ansonsten stimme ich voll zu, was die Schwierigkeiten bei der Bewertung angeht. Vielleicht könnte man Einschaltquote bei Beiträgen und deren Verwendung im Hauptprogramm der ARD und allgemeine positive Resonanz der Zuschauer anführen?
    Wie könnte man z.B. messen, dass Peter Lustig doch eigentlich unbezahlbar war? :-)
    Die Kriterien beim ÖRR sind schwierigerweise ja keine finanziellen, sondern messen sich in der Gemeinnützigkeit, macht es nochmal schwieriger.

  11. Ja, das verstehe ich.
    Wobei ich beim ÖRR es nicht unzumutbar fände, wenn man wegen des speziellen Geschäftsmodelles in den Tarifen auch einfach Vorschriften kriegt. Jedes Voluntariat wird gescheit bezahlt, also mehr als branchenüblich, dafür sind die Spitzensätze entweder gedeckelt oder nur nach festen, transparenten Regeln steigerungsfähig, wie auch immer die aussähen.

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