„Neuland“-Autor Orkun Ertener

„Zuerst in der Mediathek und mit großer Werbekampagne, das wäre vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen“

Als die Serie „Kriminaldauerdienst“ (KDD) vor fast 15 Jahren ins Fernsehen kam, wurde sie begeistert gefeiert, jedenfalls von Kritiker:innen. Ein großes Publikum fand sie allerdings nicht. Vielleicht war es zu früh für diese Art der Erzählung: KDD war modern, schnell, oft äußerst ungemütlich. „Ein verstörender Trip in ein System vor dem Kollaps“, schrieb der „Spiegel“. Drei Staffeln wurden damals produziert.

Die Idee zu KDD stammte von Orkun Ertener, der dafür 2008 den Grimme-Preis erhielt. Anschließend arbeitete Ertener weiter fürs Fernsehen, entwarf bis 2012 auch andere Serien, um dann erst mal keine Drehbücher mehr zu schreiben. Bis jetzt. An diesem Montag startet in der ZDF-Mediathek seine Serie „Neuland“, Wochen bevor sie (am 27./28. Dezember) auch im linearen Fernsehen läuft.

Unser Autor David Denk hat Orkun Ertener in Köln getroffen und mit ihm über Streamingdienste und öffentlich-rechtliche Mediatheken gesprochen, über die weiße privilegierte Welt in „Neuland“ und weshalb Ertener nicht nur das Drehbuch für die Serie schrieb, sondern auch noch Creative Producer war.

Der Autor Orkun Ertener
Orkun Ertener Foto: Gaby Gerster

Herr Ertener, Ihre mittlerweile verstorbene Schwiegermutter, haben Sie mal gesagt, fand „Kriminaldauerdienst“ (KDD) „zu komplex, zu schnell, zu verwirrend, zu düster und zu unmoralisch“. „Neuland“ hätte ihr kaum besser gefallen, oder?

Wahrscheinlich nicht, nein, definitiv nicht. „Neuland“ läuft lange vor der linearen Ausstrahlung in der Mediathek. Meine Aufgabe war es diesmal, für diesen Ausspielweg populärer zu erzählen und trotzdem inhaltlich gehaltvoll. Da habe ich bei KDD null darauf geachtet. Ich war jung und kompromisslos. Und trotzdem ist auch „Neuland“ wieder extrem fordernd geraten. Es gibt wenige Figuren, die gleich von Beginn an wirkliche Sympathieträger sind, und die Erzählweise ist besonders am Anfang ziemlich komprimiert und daher anspruchsvoll.

KDD wurde von Kritiker*innnen gefeiert, fiel beim breiten Publikum aber durch. Haben Sie KDD als Hypothek für Ihre weitere Karriere empfunden?

Ja, erstmal ganz klar ja. Über den Kritiker- und Preiserfolg von KDD habe ich mich leider nicht nur freuen können, weil die Quoten damals unterirdisch waren. Die waren ja nicht nur schlecht, die waren wirklich unterirdisch, sodass die dritte und letzte Staffel nach dem „heute-journal“ versendet wurde, in Doppelfolgen, um es schnell hinter sich zu bringen. Ich habe danach noch die ZDF-Krimireihen „Letzte Spur Berlin“ und „Die Chefin“ erfunden, mich aber nicht umsonst um das Jahr 2012 herum vom Fernsehen verabschiedet und dem Schreiben von Romanen zugewendet.

Durch diese Entscheidung habe ich dann allerdings den Start dessen verpasst, was ich unter anderem durch KDD nach Deutschland zu holen versucht habe: die horizontal erzählte langlaufende Highend-Serie mit komplexen, widersprüchlichen Figuren nach amerikanischem Vorbild. Als ich dann zurückkam, war das Paradies ausgebrochen. Alle wollten solche Serien. Heute ist KDD also keine Hypothek mehr für mich, im Gegenteil. Ich werde immer noch erstaunlich häufig darauf angesprochen – auch und gerade von jüngeren Kolleginnen und Kollegen.

Schauspieler:innen der ZDF-Serie "Kriminaldauerdienst"
Nicht nur irgendein Krimi: Ensemble der Serie „Kriminaldauerdienst“ Foto: ZDF

KDD war definitiv seiner Zeit voraus. Wie konnte das passieren?

Ich glaube, es war ein Missverständnis. So erkläre ich mir das zumindest. Der spätere ZDF-Intendant Thomas Bellut war damals Programmdirektor und wollte mit KDD offenbar eine Serie, mit der er ein junges Publikum erreichen konnte, das sich Serien wie „The Sopranos“ oder „Six Feet Under“ damals ja noch illegal aus dem Internet ziehen oder als DVD-Boxen kaufen musste. Diese Leute wollte er erreichen, hatte aber als Sendeplatz nur den Freitagabend zur Verfügung, wo sonst „SOKO Leipzig“ lief. Das ZDF hat uns während der Entwicklung und Produktion komplett in Ruhe gelassen, was Vorgaben für diesen Sendetermin angeht. Das hat der Serie gut getan, aber das Missverständnis bestand darin, dass der Sender offenbar glaubte, eine einzelne Produktion würde reichen, um Gewohnheiten zu brechen und ein junges Publikum anzuziehen. Das ging allerdings am Freitagabend lieber weiterhin aus, als vor dem Fernseher zu sitzen und ZDF zu gucken.

„KDD war kein Fortschritt, sondern – provokant formuliert – ein Rückschritt“. Ein Zitat von Ihnen aus dem Jahr 2010. Sie klangen damals schon wirklich …

Depressiv?

Zumindest desillusioniert. In der Zwischenzeit hat sich das Blatt gewendet, wie Sie schon angedeutet haben. Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ sind entstanden, die ständig auf der Suche nach neuen Stoffen sind. Wie bewerten Sie deren Einfluss auf den deutschen Serienmarkt und Ihre Möglichkeiten als Autor?

Mein Eindruck ist, dass die Phase, in der Netflix & Co. für Innovation und Experimentierfreude gestanden haben, schon wieder zu Ende geht oder zumindest abebbt. Die Streamingdienste werden mainstreamiger, ZDF-iger, wenn Sie so wollen, während das ZDF mutiger und netflixiger wird, also so wie Netflix früher war. Das ist also eine gegenläufige Bewegung. Die Öffentlich-Rechtlichen müssen jetzt dafür sorgen, dass ihre Mediatheken als eigenständige Streamingdienste wahrgenommen werden. Wenn das nicht in den nächsten ein, zwei, drei Jahren passiert, passiert es wahrscheinlich nie mehr. Das ist eine Überlebensfrage. Ich glaube, ich habe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen noch nie so viel Spaß am Radikaleren, Überraschenderen, Differenzierteren angetroffen wie im Moment. Gerade sucht das ZDF zum Beispiel Serien für ein Publikum zwischen 24 und 34. Dass eine Produktion wie „Neuland“ zunächst exklusiv in der Mediathek an den Start geht, begleitet von einer großen Werbekampagne, und erst sechs Wochen später linear ausgestrahlt wird, wäre vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen.

„Neuland“ hat derselbe Redakteur betreut wie schon KDD. Wie wichtig sind solche Verbündeten in Ihrem Geschäft?

Mit Axel Laustroer habe ich bei KDD sehr gut und vertrauensvoll zusammengebareitet und mir auch bei „Neuland“ die Zusammenarbeit gewünscht – was sich zum Glück erfüllt hat. Ich muss aber sagen, dass ich das ZDF in diesem Fall auf jeder Ebene und in allen Bereichen komplett als Verbündeten erlebt habe, in jeglicher Hinsicht. Heike Hempel (Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie II; Anm. der Red.) wollte schon länger gerne mit mir zusammenarbeiten und als es schließlich dazu kam, hatte ich alle Freiheiten und habe einen großen Respekt seitens der Redaktion gespürt. Es war nicht so, dass sie den Stoff in irgendein Genre pressen wollten und ich irgendwelche Formatvorstellungen bedienen musste. Ich durfte mein Ding machen. Was für alle Beteiligten in der Produktion gilt.

Vater mit seinem im Gesicht verwundeten Sohn
Familienserie „Neuland“ – nach der Schulhofschlägerei Foto: ZDF / Georges Pauly

Sie interessieren sich schon länger für das Genre der Familienserie, das sie mit „Neuland“ nun auf eine sehr unsentimentale Art wiederbelebt haben. Wie kam die Geschichte zu Ihnen?

Die Situation, dass ein Kind in der Schule von einem anderen gewürgt wird, habe ich vor Jahren in der Grundschule meiner jüngsten Tochter tatsächlich erlebt. Auch erlebt habe ich, wie schnell dieser Gewaltvorfall sowohl von Schul- als auch von Elternseite begraben wurde. Da haben bestimmte Machtstrukturen ganz schnell gegriffen. Und das hat mich nicht losgelassen, darüber wollte ich etwas erzählen. In den letzten Jahren hat sich ja nicht nur das Fernsehen verändert, sondern unser aller Leben, die Hafermilch auf dem Frühstückstisch, das Optimieren, der permanente Blick von außen und nach außen durch die sozialen Medien. Was macht das mit den Leuten? Wie müde sind sie? Ich selbst habe ja drei Kinder und mache die paradoxe Beobachtung, dass ich mich, obwohl alle aus dem Gröbsten raus sind, noch nie so müde und angestrengt gefühlt habe im Leben wie jetzt. Das habe ich ein bisschen beobachtet und mich gefragt: Was sind eigentlich die Kosten dieser neuen Entwicklung in einem bestimmten Milieu, das sich diese Luxusprobleme leisten kann?

Es ist eine weiße privilegierte Welt, die Sie in „Neuland“ zeigen. In vielen Familien brodelt es, ein Flüchtlingsjunge wird vom Fremdkörper zum Sündenbock. Warum diese Welt? Warum dieses Milieu?

Das ist das Milieu, das ich aus meinem eigenen Lebensumfeld hier in Köln kenne. Das ist aber auch das Milieu, das die Gesellschaft vorantreibt. Es ist das Milieu, das zur Ampelkoalition in Berlin geführt hat, das sind die Grünen- oder FDP-Wähler. Klingt jetzt vielleicht doof, aber Frau Baerbock könnte da auch wohnen in Sünnfleth, glaube ich, und das ist ein Grund gewesen, das zu erzählen.

Die Schauspielerinnen aus der ZDF-Serie "Neuland"
Von links: Anke Ritter (Anneke Kim Sarnau), Sarah Reimers (Mina Tander), Karen Holt (Franziska Hartmann), Marie Klein (Peri Baumeister) Foto: ZDF / Georges Pauly

Im Zentrum von „Neuland“ stehen vier Frauen. Warum?

Weil Frauen in den Familien immer noch die Hauptlast tragen. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil es sich gut anhört. Es ist immer noch so, dass Frauen zugunsten der Kindererziehung beruflich zurückstecken oder ihren Job halt nebenbei erledigen. Und dann sollen wir ja auch alle noch Sport treiben und die Welt retten. Bei Twitter habe ich neulich gelesen: Wenn ein Vater mit seinem Kind zweimal im Monat auf den Spielplatz geht, gilt er als der nächste Bundeskanzler. Wenn eine Mutter es einmal zu wenig macht, muss sie sich gleich fragen lassen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Der Druck ist wirklich enorm. Im Konzept habe ich es auf die Formel gebracht: „Wie viel Horror steckt im Hipster?“.

Sie sind nicht nur Erfinder von „Neuland“ und Drehbuchautor, sondern auch Creative Producer. Was bedeutet das?

Das ist ein Begriff, den es meines Wissens nur in Deutschland gibt. Hier hat es bedeutet, dass ich an allen Vorgängen im Zusammenhang mit der Herstellung dieser Serie verantwortlich beteiligt war, von der Frage, wer Regie führt, über das Casting bis hin zu den Locations, den Kostümen, der Musik.

Klingt nach wahnsinnig viel Arbeit.

Viele Produzentenkollegen, die das lesen, auch meine beiden Kolleginnen Katja Herzog und Kathrin Tabler bei „Neuland“, werden jetzt lachen, weil es ihr täglich Brot ist – es ist wahnsinnig viel Arbeit! Es ist doppelte Arbeit auch, denn zum Teil habe ich ja parallel noch geschrieben oder umgeschrieben. Aber unterm Strich war die Erfahrung eher lustvoll als schmerzvoll. Ich habe in meinem fortgeschrittenen Alter noch mal wahnsinnig viel gelernt.

Ist es wirklich so erstrebenswert, in alle diese Entscheidungen eingebunden zu sein?

Das ist sogar sehr erstrebenswert. Die Frage ist nur, wie man die viele Arbeit organisiert.

Erwachsene und Kinder an einem großzügigen Esstisch in einem hellen Wohnzimmer
Sorgsam ausgewählt: „Das Motiv ist Teil der Erzählung“ Foto: ZDF / Georges Pauly

Nehmen wir die Wahl der Häuser – muss das wirklich Chefsache sein?

Absolut. Das Haus erzählt doch auch eine Geschichte. Wenn du die Architektin in ein mickriges Reihenhäuschen steckst, passt das möglicherweise nicht. Das Motiv ist Teil der Erzählung.

Gut, aber das ließe sich ja an die Fachleute delegieren, die diesen Job bisher ohne Ihr Zutun erledigt haben?

Trotzdem muss man bei den Hauptmotiven schon mitentscheiden. Am Anfang kam aus den Departments teilweise schon die Frage auf: Warum schicke ich das jetzt auch dem Orkun? Das hat sich aber schnell eingespielt. Bei Konflikten oder Meinungsverschiedenheiten haben wir das alles ausdiskutiert wie in der WG-Küche. Und das kann lange dauern. Es geht mir gar nicht nur um Kontrolle, sondern darum, dass die ganze Serie am Ende wie aus einem Guss ist. Dafür ist es vielleicht sogar nötig, die Hierarchien noch klarer zu gestalten.

Also sprich: Ihre Rolle als Creative Producer noch stärker festzuschreiben?

Ja, als Entscheider, als kreativer Entscheider.

Das ist ein Lerneffekt aus dieser Arbeit. Und was noch?

Ich habe noch einmal mehr Hochachtung für den Beruf des Produzenten, aber auch den des Regisseurs gewonnen und feststellen müssen, dass meine Talente in anderen Bereichen liegen als etwa in der Kommunikation mit den Schauspielerinnen und Schauspielern. Auch den Produktionsleiter kann man gar nicht genug preisen – eine Rolle, die völlig unterschätzt wird. Aber der hält das Geld zusammen. Mir ist noch einmal deutlicher geworden, wie wichtig eine eng abgestimmte, vertrauensvolle Teamarbeit in unserem Geschäft ist.

Szene aus "Neuland": Im Vordergrund steht eine Person in Militäruniform
Zurück vom Auslandseinsatz: Karen Holt (Franziska Hartmann) Foto: ZDF / Georges Pauly

„Neuland“ ist eine Miniserie mit sechs Folgen. Am Ende übernimmt eine Figur die Verantwortung für eine Tat, die eine andere Figur begangen hat. Betrachten Sie diese Geschichte als abgeschlossen oder gärt sie in Ihnen weiter?

Für mich ist die Geschichte zu Ende. Aber das Interessante an den im Moment ja so beliebten Miniserien ist ja, dass sie sehr flexibel sind. Setzt man sie nicht fort, sind sie zu Ende erzählt. Und wenn sie erfolgreich sind, findet sich schon ein Weg, sie weiterzuerzählen – möglicherweise auch mit ganz anderen Darstellern in einem ganz anderen Setting wie beim HBO-Erfolg „The White Lotus“. Sagen wir es so: Wenn das ZDF Interesse an einer Fortsetzung von „Neuland“ hätte, fiele mir schon was ein, so ist es nicht. Aber andere Projekte haben für mich gerade Priorität.

Sie sind also wieder da?

Ich bin vorläufig wieder da, ja. Bis auf Widerruf. Die Rolle des schreibenden Produzenten finde ich im Moment sehr spannend.

2010 haben Sie gesagt: „Ich bin insgesamt, wie die meisten an Qualität interessierten Kollegen aus der Branche, etwas ratlos, wie es jetzt weitergehen soll …

Das war aber sehr diplomatisch formuliert von mir.

Und weiter: „Wir wollen nicht alle ‚Die Bergwacht‘ schreiben.“ Aus dieser Unzufriedenheit heraus ist ja dann eine Solidarisierungsbewegung unter Drehbuchautorinnen und -autoren entstanden, die zur Gründung der Initiative „Kontrakt 18“ geführt hat. Sie sind von Anfang an dabei. Was hat diese Bewegung in den vergangenen knapp fünf Jahren erreicht?

Der Respekt und die Wertschätzung sind spürbar gewachsen. „Kontrakt 18″ ist eine riesengroße Erfolgsgeschichte, was man schon allein daran ablesen kann, dass der VDD, der Verband der deutschen Drehbuchautoren, um eine Fusion gebeten hat. Die fünf Punkte unserer Selbstverpflichtung werden auch da jetzt zum Kern der Verbandsarbeit – fünf Punkte, die man auf einen Punkt reduzieren kann: Der Autor verantwortet das Drehbuch bis zum Ende der Herstellung. Diese fünf Punkte stehen jetzt in den Verträgen der Kolleginnen und Kollegen, die das wollen.

Gibt es tatsächlich welche, die das nicht wollen?

Es möchte nicht jeder auf diese Art und Weise arbeiten. Und es kommt ja auch nicht für jeden infrage. Wer einzelne Folgen einer Vorabendserie schreibt, legt oft weder Wert darauf, den Rohschnitt abzunehmen noch würde man dem Kollegen oder der Kollegin dieses Recht einräumen, auch weil es nicht in die Arbeitsabläufe passt.

Aber wer sagt denn, dass manche Kolleginnen und Kollegen insgeheim statt, sagen wir, „Bettys Diagnose“ oder „WaPo Bodensee“ nicht auch lieber etwas anderes schreiben würden?

Es gibt beides, und beides ist legitim. Es ist aber schon auch so: Was man einfordert, muss man dann auch beherrschen. Und da habe ich nicht zuletzt durch „Neuland“ gemerkt, mit wie viel Arbeit das verbunden ist. Das ist jetzt nicht kokett, sondern mein voller Ernst. Du möchtest dir Muster angucken und sie beurteilen? Da musst du dich „eingucken“, das musst du lernen. Der Teufel liegt im Detail – und dieser Job strotzt vor Details.

Den Start von „Neuland“ in der Mediathek bewirbt das ZDF deutschlandweit auf Plakatwänden. Verspüren Sie Erfolgsdruck?

Nein. Ich freue mich, dass wir Macher mit dem Ergebnis so glücklich sind – und ich hoffe sehr, dass sich unsere Leidenschaft aufs Publikum überträgt. Mehr kann ich nicht tun.

2 Kommentare

  1. Orkun Erteners großartigen Roman „Lebt“ von 2014 – den würde ich sehr gern irgendwann verfilmt sehen. Davon abgesehen, feue ich mich darauf, schon heute Abend „Neuland“ zu betreten.

  2. „Neuland“ gehört mit zum Besten. Und Herr Ertener zu „den Besten“ und dabei auch noch zu den Bescheidensten ( „…. Es gibt beides, und beides ist legitim …“ – Kommentar zur Alltagsserien). Ich warte sehnsüchtig darauf, dass der alte KDD mal wieder am ZDF-Streaming-Himmel auftaucht.
    Ich habe Neuland ohne Werbeplakat in der Mediathek entdeckt. (Wird wohl daran liegen, dass ich mir Netflix und Co. erspare und nach Dokus sowieso gerne zeit-unabhängig stöbere und über manch anderes stolpere) und habe es mir am Stück gegönnt, was nach dem Erreichen der Alters-Arbeitsgrenze nun kein Problem mehr darstellt.
    (Wann sich im Arbeitsprozess Stehende die vielen Serien u.a. der vielen Streamingdienste so reinziehen ist mir ein Rätsel).
    Streaming ist also nicht nur für junge Leute. Allerdings beschäftigt es schon, dass es nicht unerheblich mehr Energie verschlingt als lineares Sehen.

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