umstritten

Menschen sind nicht immer einer Meinung, und Medien versuchen dies in der Berichterstattung abzubilden, zum Beispiel durch das Wort „umstritten“. Das bedeutet laut Duden: „in seiner Gültigkeit, in seinem Wert dem Streit der Meinungen unterliegend“.

Dabei wird „umstritten“ in den Medien für fast alles verwendet. Von Luke Skywalkers „umstrittener Machtfähigkeit in Star Wars 8“ über Matt Damons „umstrittene Äußerungen“ in der MeeToo-Debatte bis hin zur Farbe Grün, die in der Modewelt „umstritten“ sei.

Interessant an diesen Beispielen ist, dass es „umstritten“ in den jesweiligen Texten bzw. Überschriften gar nicht gebraucht hätte. Wenn sich der Regisseur von „Star Wars 8“ zu Luke Skywalkers Fähigkeiten äußert, kann man davon ausgehen, dass es dazu möglicherweise Kritik gab. Eine Person, die sich für Äußerungen entschuldigt, ist mit diesen meistens anderen Leuten ziemlich auf den Schlips getreten. Am ehestens lässt sich noch die Farbe Grün als „umstritten“ bezeichnen, wobei diese Kontroverse an mir zumindest vorbei gegangen ist.

Was das Wort „umstritten“ aber immer macht: Es neutralisiert das Nomen, auf das es sich bezieht. Ein „umstrittenes Vorhaben“ klingt schon mal suspekter als ein Vorhaben. Eine „umstrittene Schauspielerin“ ist unsympathischer als eine Schauspielerin. Ein „umstrittenes Medikament“ hätte wahrscheinlich nicht so viel Absatz wie ein Medikament.

„Umstritten“ hat klar eine negative Konnotation, es erzeugt ein Framing, das den Eindruck erweckt, dass hier etwas nicht stimmt. Dabei wertet „umstritten“, ohne zu erklären, worum es eigentlich geht.

Warum aber muss man so tun, als wäre irgendetwas negativ daran, wenn ein Regisseur eines Science-Fiction-Fantasy-Films (der übrigens ziemlich gut ist) seinen Protagonisten irgendwelche Zauberkräfte benutzen lässt, die auch sonst ganz gut in das Setting passen, das seit dem ersten Film gepflogen auf sämtliche Regeln der Physik pfeift? Warum müssen irgendwelche Leute, wahrscheinlich aus dem Internet, genauso ernst genommen werden wie ein Team aus Hunderten von Filmschaffenden, das mit viel Herzblut einen schönen Film auf die Beine stellt?

Neben der negativen Konnotation und der Neutralisierung hat „umstritten“ also ein dritte Funktion: Es wertet den Gegenstand der Berichterstattung auf, suggeriert, hui hui, an dem Streit muss ja was dran sein, wenn die ganze Sache „umstritten“ ist. Dabei hat vielleicht jemand einfach nur etwas ins Internet gepupst und die Medien nahmen das einfach dankbar auf.

Denn es ist in Zeiten der Polarisation durch Soziale Medien ziemlich einfach, irgendetwas „umstritten“ sein zu lassen. Man wird zu jeder Sache eine Person finden, die sie auf Twitter oder Facebook oder sonst wo doof findet. Vor kurzem fand ich zum Beispiel den Film „Justice Leagee“ auf Twitter sehr doof. Das macht den Film aber noch nicht „umstritten“. Das bedeutet einfach, dass ich den Film nicht besonders gut fand.

Richtig schlimm mit „umstritten“ wird es, wenn auf einmal Sachen umstritten sein sollen, die eigentlich ziemlich klar sind. Ein Beispiel dafür ist die „umstrittene Justizreform“ in Polen.

Die lässt sich darauf reduzieren, dass die mit absoluter Mehrheit regierende Partei PiS das Justizsystem Polens grade so umbaut, dass sie großen Einfluss auf die Ernennung von Richterinnen und Richtern bekommt, bis hin zum polnischen Verfassungsgerichtshof. Dieser Umbau des Justizsystems gefährdet die Unabhängigkeit der Justiz in Polen und damit eine Säule der Demokratie in diesem Land. Schlussendlich wird der polnische Rechtsstaat abgebaut. Dieser Umbau geht so weit, dass die EU-Kommission über Sanktionen gegen Polen berät.

Die Zerstörung der polnischen Justiz lässt sich nur äußerst schlecht mit dem Begriff „umstrittene Justizreform“ beschreiben. Schlimmer noch, „umstritten“ relativiert in diesem Fall diese Zerstörung, indem der Eindruck erweckt wird, die Gesetze wären grundsätzlich ein durchführbares Vorhaben, es ist ja nur eine Justizreform und die ist halt umstritten, wie man das bei so Reformen halt kennt. Gleichzeitig wird der legitime Protest gegen die Zerstörung der polnischen Justiz entwertet. Da stehen eben nicht mutige Freiheitskämpfer auf der Straße, die sich für die Erhaltung der demokratischen Strukturen in ihrem Land einsetzen, sondern das sind halt irgendwelche Oppositionelle, die irgendwie gegen dieses umstrittene Gesetz sind. Dabei muss ganz klar gesagt werden: Wenn man sich als vierte Gewalt im Staat und demokratisches Korrektiv versteht, kann man die Zerstörung der polnischen Justiz weder als „Reform“ bezeichnen noch behaupten, sie wäre „umstritten“.

Anderes Beispiel, selbes Land: „Umstritten ist auch die Frage der Flüchtlingsverteilung innerhalb der EU, gegen die sich auch Polen wehrt. Dabei hatten sich die EU-Staaten mit Mehrheitsbeschluss darauf geeinigt.“

Es ist – freundlich ausgedrückt – grob irreführend, diesen Vorgang als „umstritten“ zu bezeichnen. In Bezug auf die Definition im Duden: Ein EU-Mitgliedsstaat kann keine Meinung zu einem ihn bindenen EU-Beschluss haben. Ein Beschluss der EU kann sehr wohl dem Streit der Meinungen unterliegen, aber nicht durch die Meinung eines Landes, das den Beschluss zu befolgen hat. Die Idee, nur die EU-Regelungen zu befolgen, die man cool findet, stellt das ganze Konzept der EU infrage. Jemand, der sich vor Gericht damit verteidigen würde, dass dieses und jenes Gesetz „umstritten“ sei, müsste wohl damit rechnen, für nicht zurechnungsfähig gehalten zu werden. „Umstritten“ vernebelt an dieser Stelle den ganzen Vorgang: Polen hält sich nicht an einen Beschluss der EU-Mitgliedsstaaten.


Die Beispiele zeigen, dass das Wort „umstritten“ mehr Schaden als Nutzen verursacht. Einerseits wird bei Sachverhalten, die gar nicht kontrovers sind oder gar keiner Kontroverse unterliegen können, weil sie eben Geschmacksfrage sind, der Eindruck erweckt, hier würde grade richtig die Kacke dampfen. Andererseits werden Vorgänge, bei denen tatsächlich die Kacke dampft, relativiert, indem die Kacke nicht klar benannt wird, sondern der ganze Vorgang einfach als „umstritten“ bezeichnet wird.

Das Wort „umstritten“ muss also gänzlich aus dem Journalismus verschwinden. Wer es verwendet, weiß es entweder nicht besser oder hat eine perverse Freude daran, die Welt brennen zu sehen. Es gibt viele schöne Wörter und Frames, die Konflikt, Uneinigkeit und Streit beschreiben. „Umstritten“ ist keins davon. Umstritten ist, in seiner jetzigen Verwendung, schlussendlich einfach nur gefährlich.

19 Kommentare

  1. Der umstrittene Christoph Lauer war unumstritten ein Medienliebling, aber seit dem Aufstieg des Kevin Kühnert kräht kein Hahn mehr nach ihm.

  2. Es ist – freundlich ausgedrückt – grob irreführend, diesen Vorgang als „umstritten“ zu bezeichnen.

    Das finde ich auch. Zuerst einmal müsste wohl geklärt werden, ob die EU für eine verbindliche Flüchtlingsaufnahme gegen den Willen einzelner EU-Staaten überhaupt Kompetenzen hat.

  3. Kriegen wir noch eine Analyse nachgereicht, wie oft das das Wort „umstitten“ in Springer-Medien in 2015, als Lauer dort als Innovations-Chef tätig war, verwendet wurde? Konnte er die Innovation im Verlag dursetzen, auf dieses schlimme Wort zu verzichten? Hat man sich im Verlag dazu beraten, vielleicht gar darüber gestritten?
    /Sarkasmus

    Der letzte „Unwort“ Beitrag (Denunziant) gefiel mir sehr viel besser, er kam mir differenzierter und sinnvoller vor und hatte tatsächlich sachliche Argumente, außerhalb von „find‘ ich doof weil klingt irgendwie abwertend, find‘ ich.“.

    „Umstritten“ bezeichtnet nicht mehr als „dazu gibt es einen Streit“, ergo unterschiedliche (öffentlich diskutierte) Meinungen – Dies animiert m. E. (Achtung, Meinung!) den Leser eher dazu, sich weitere Quellen zu dem Thema anzuschauen.
    Für den Autor selbst ist die Verwendung dieses Wortes also schon ein Risiko, da er evtl. Leser an andere Medien verliert, die diesen „Streit“ evtl. von einer anderen Seite beleuchten.

    Außerdem finde ich Lauers Argumentation sehr sehr dürftig, „umstritten“ dürfe keine Geschmacksfragen bezeichnen, sondern nur Fakten.
    Das ist meine Meinung und darf daher nicht umstritten werden! Hä?

    Wie jedes Wort kann „umstritten“ natürlich auch zur Negativierung eingesetzt werden, wie in den Beispielen von Lauer.
    Niemand käme jedoch auf die Idee „Hund“ per se als „negativ“ zu bezeichnen, nur weil man damit auch einen Menschen entmenschlichen kann … wie krass absurd diese These ist … wow.

    Und nochwas: Einzelbeispiele sind keine Grundlage für allgemeingültige Aussagen (Ist negativ verwendet worden –> Kann negativ verwendet werden –> Ist negativ –> Verbieten)

    Je öfter ich den Text lese, desto mehr bekomme ich den Eindruck, es geht hier weniger um das Wort „umstritten“, als um die persönlichen Erfahrungen Christopher Lauers mit diesem Wort und den Schlussfolgerungen daraus, die er als allgemeingültig ansieht.

  4. „Wer es verwendet, weiß es entweder nicht besser oder hat eine perverse Freude daran, die Welt brennen zu sehen.“
    Die wenigen, genannten Beispiele sind zwar durchaus nachvollziehbar; aber genügt dies allein schon, um daraus eine solche -m. E. ziemlich gewagte- Pauschalaussage zu formulieren und dieses Wort als (journalistisches) „Unwort“ zu definieren?

  5. Lauer behauptet „umstritten“ neutralisiere das Nomen, auf das es sich bezieht, im nächsten Satz schreibt er, „umstritten“ habe eine „negative Konnotation“. Klingt mir widersprüchlich.
    Die Beispiele belegen m.E. falsche Verwendungen von „umstritten“, das kann man dem armen Wort doch nicht anlasten!
    Ich plädiere dafür, dass dieses Wort keinesfalls aus dem Journalismus verschwindet.

  6. Letztlich ist es doch so, dass das Wort „umstritten“ nach Duden-Definition ziemlich nichtssagend ist. Das ist auch ein Argument Lauers, dass man eigentlich zu allem unterschiedliche Meinungen finden wird und dadurch alles umstritten ist. „Umstritten“ ist einfach nur eine leere Worthülse, die nichts über das Thema sagt, außer eben, dass es mehr als eine Meinung gibt. Wow.

    @Lauer: Wann geht’s eigtl. mit dem Podcast mal weiter? ^^

  7. @Anderer Max
    Ich finde, dass diese Argumente im Großen und Ganzen* auf die gesamte „Hasswort“-Reihe zutreffen. Das eigentliche Wort (mit wohl der einzigen Ausnahme „Gutmensch“, eines ideologischen Kampfbegriffes) ist hier nie das Problem, sondern der achtlose Umgang damit.

    *ganz heißer Kandidat

  8. Zuerst einmal müsste wohl geklärt werden, ob die EU für eine verbindliche Flüchtlingsaufnahme gegen den Willen einzelner EU-Staaten überhaupt Kompetenzen hat.

    Dazu gibt es doch eine dedizierte Argumentation im Artikel. Sie hätten lediglich die Sätze lesen müssen, die Ihrem Zitat folgen.

    Ein EU-Mitgliedsstaat kann keine Meinung zu einem ihn bindenen EU-Beschluss haben. Ein Beschluss der EU kann sehr wohl dem Streit der Meinungen unterliegen, aber nicht durch die Meinung eines Landes, das den Beschluss zu befolgen hat. Die Idee, nur die EU-Regelungen zu befolgen, die man cool findet, stellt das ganze Konzept der EU infrage.

    Mit freundlichem Gruß vom Vorleseservice

  9. In meinem Kopf rumpelt es auch immer, wenn ich das Wort „umstritten“ lese. Das Wort suggeriert, dass über ein Thema heiss hin- und her diskutiert wird. Meißt läuft es aber nur darauf hinaus, dass jemand (meist nicht allzu wichtiges) irgendwas zu einem aktuellen Thema kritisiert hat. Damit der Journalist da noch was wichtig klingendes rausbauschen kann, benutzt er dann gern „umstritten“.

    Ja: kann weg.

  10. Der Koalitionsvertrag ist umstritten.
    Hier ist „umstritten“ m.E. sinnvoll. Natürlich gibt es noch zig weitere Beispiele.
    Mein Hasswort: „ein bisschen“.

  11. Das Wort „umstritten“ hat in meinen Augen eine Existenzberechtigung in Fällen, in denen ein bestimmtes Thema kontrovers diskutiert wird, der Autor auf diesen Umstand im Sinne einer Zusammenfassung hinweisen will, der Streit aber gar nicht Gegenstand seiner eigentlichen Betrachtungen ist. Dass das Wort gelegentlich zu exzessiv und/oder falsch gebraucht wird, nunja, welches Wort hat dieses Problem nicht?

  12. Bei der Justizreform in Polen passt es.
    Es gibt eine Debatte darüber mit sehr vielen Leuten, und nicht nur ein paar, die entweder sehr stark dafür oder sehr stark dagegen sind.
    Und, klar, eine Justizreform, über die es heftige Debatten gibt, ist wahrscheinlich nicht so gut wie eine, die alle toll finden außer User Nördhexx0R im Justizreform-Forum.

    Und bei der Flüchtiglingsverteilungsfrage, gegen die sich auch Polen wehrt, stört es mich auch nicht. Es gibt viele Leute, einschließlich vieler Polen, die darüber streiten. Daher wehrt sich Polen als Land dagegen. Das ist ja keine Rechtfertigung für Polens Verhalten, sondern eine Erklärung. Gegentest: Ergäbe der Satz: „Wegen der unumstrittenen/einvernehmlich beschlossenen/absolut konsensfähigen Flüchtlingsverteilungsregel, gegen die sich Polen wehrt….“ mehr Sinn? (Man könnte es natürlich weglassen, wenn nur Polen sehr dagegen wäre, und die anderen EU-Bürger/-Mitgliedsländer dafür, aber das ist ja nicht so. Hallo, Ungarn!)

    Bei den anderen Beispielen, ok, Diskussionen über Geschmacksfragen wie „pro-grün oder contra-grün“ als „Streit“ zu bezeichnen, wertet diese Diskussionen auf. Aber anekdotische Evidenz und so.
    Ich sehe das also wie Vannay.

    Aber trotzdem gut, dass es mit der Rubrik weitergeht!
    Meine Hasswörter: „problematisch“ und „wir“.

  13. Ein weiteres gutes Beispiel wäre der Brexit. Ein bindender Beschluss kann nicht umstritten sein, meint Lauer.

    Dabei hat er Recht, das Wort umstritten wird oft nur als Hülse verwendet um die eigene Haltung des Journalisten auszudrücken. „Umstritten“ heißt also einfach: „wir finden es nicht gut“. Und da es ein leichtes ist zu jeder Aussage einen Fachmann oder -frau zu finden, läßt sich das auch leicht belegen.

    Der Wahnsinn heute ist, dass Jounalismus wahrscheinlich zu 90% daraus besteht die eigene Meinung kund zu tun und diese Meinungen durch einen Irrsinnigen Aufwand von „Stiftungen“ (gerne Steuerfinanziert) vermeintlich untermauert wird.

    D.h. es gibt eine riesige Kohorte „Journalisten“, ergänzt durch Soziologen und Politologen (auch gerne in Kombination), die nichts weiter machen als ihre Meinung zu publizieren und/oder zu untersuchen. Daraus entsteht dann die „umstrittene“ und die vermeintliche „öffentliche“ Meinung.

    Für den Bürger, der sich am Arbeitsplatz, in der Kneipe oder sonstigen sozialen Umgebungen unterhält, ist da nicht mehr viel Luft. Denn, es ist wie Lauer es sagt, die Medienwelt will keine wirklich „umstrittenen“ Meinungen, es soll gelten, was sie für richtig halten und alle anderen sollen die Klappe halten.

    Das heißt dann wohl Mediokratie

  14. Mediocre …
    Medien verwenden also das Wort „umstritten“, weil die Medienwelt keine umstrittenen Meinungen will.

    Noch mal: Denotativ ist alles umstritten, zu dem mehr als eine Meinung existiert. M. E. hat ein Journalist die Aufgabe abzuwägen, ob etwas von einer breiten Öffentlichkeit so akzeptiert wird oder ob es dazu eine Debatte gibt. Oder ob es eine Debatte aber dennoch nur eine Lösung gibt: Alternativlos.
    Das Problem ist: Wenn etwas nicht umstritten ist, ist es unumstritten.
    Unumstritten dürfte sein, dass deutsche Autofahrer eine kommendede Maut blöd finden würden. Die Maut an sich jedoch ist umstritten.
    Umstritten ist ein „sichereres“ Wort, als unumstritten, welches eine hypothetisch existierende Debatte negiert und einen vermeintlichen Konsens simuliert
    Da finde „alternativlos“ noch besser / schwächerer als „unumstritten“, weil es immerhin nur die Lösungsmöglichkeiten auf 1 beschränkt, statt die Debatte im Keim zu ersticken.

  15. Ein Streit impliziert einen umfassenderen Dissens als ein paar Gegenstimmen.

    Und natürlich kann man auch über eine bindende Entscheidung streiten. Nutzt vllt. nichts, aber es ist weder verboten noch unmöglich. In einer Demokratie ist jede Entscheidung prinzipiell auch wieder rückgängig zu machen, wenn sich die Mehrheiten ändern.

  16. Also wenn ich recht verstehe, soll ein EU-Beschluss nicht „umstritten“ sein können, weil ja förmlich beschlossen und bindend. Eine Justizreform soll auch nicht „umstritten“ sein können, egal ob förmlich beschlossen und bindend, weil ja offensichtlich,… Zerstörung…,irgendwie…, geht jedenfalls gar nicht.

    Ein Beschluss der EU kann sehr wohl dem Streit der Meinungen unterliegen, aber nicht durch die Meinung eines Landes, das den Beschluss zu befolgen hat.

    Ein (polnischer) Bürger darf aber schon über ein Gesetz streiten, das er zu befolgen hat?

    Wer so argumentiert setzt sich dem Verdacht aus, dass es ihm mehr um die eigene Meinung geht, welche Sachen er für umstritten, d. h. unterschiedlichen Meinungen in einem Streit zugänglich, hält.
    Und so ist es letztlich auch, wie mit den meisten Hasswörtern. Mal passen sie besser und mal schlechter.

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