Starke Frauen, schwache Zahlungsmoral?
Das Magazin „Emotion“ will Frauen empowern. Das macht schon der Slogan deutlich, der lautet: „Für Frauen, die ihren Weg gehen.“ Zwar ist das Heft nicht ganz so kämpferisch-feministisch wie etwa das „Missy Magazin“, doch ein Blick auf die Cover-Geschichten zeigt, wofür „Emotion“ stehen will: für selbstbestimmte, unabhängige Frauen, die sich etwas zutrauen, unbequem sind, groß denken und ihre Grenzen setzen.

Einmal im Jahr zeichnet der „Emotion Award“ Frauen aus, „die mit ihrem Engagement die Welt nachhaltig verändern“. Der „Emotion Women’s Day“, eine Konferenz in Hamburg, verspricht „Input, Inspiration und spannende neue K…

Danke für diesen Artikel. Ich kann das genau so bestätigen, bei mir wurde erst mit dem Einschalten eines Inkasse-Büros bezahlt. Auch bin ich, wie Edith, auf den Mahnkosten sitzen geblieben. Das darf man dann in der eigenen Buchhaltung aufräumen/vermerken.
„Timo Busch sieht sich und seine Frau als Retter von „Emotion“. Er betont, dass es ohne sie das Magazin heute nicht mehr geben würde.“
„Ich mag Medien wirklich. Aber ich kann nicht alle retten“.
Oder übersetzt: Man wir sind sooo geil, also stellt euch mal nicht so an wegen dem bisschen Geld das wir euch schulden.
„Da sei einerseits das „riesige Chaos“, das nach der Insolvenz bei „Emotion“ geherrscht habe und die fehlende Erfahrung bei „kaufmännischen Disziplinen und Prozessen“, für die man erst Strukturen habe schaffen müssen. Da seien andererseits aber auch „Fehler“ von freien Autor:innen bei der Rechnungsstellung. “
Oder übersetzt: Alle anderen sind Schuld! Die haben doch alle keine Ahnung und wir müssen jetzt alles wieder ins Lot bringen.
Ein Stück weit mag das in der Phase, in der das Magazin an der Pleite vorbeiratscht, ja angehen.
Aber irgendwann hört der Spaß ja auf.
„Was die wirtschaftliche Dimension angeht, reden wir hier über weniger als 0,5 Prozent unserer wirtschaftlichen Leistungskraft.“
So ein Statement ist auch irgendwie ein Schuss ins Knie. Großmäulig den Eindruck von Kleckerbeträgen erwecken und die dann nicht bezahlen (können). Als Investor, »der einfach Geld verdienen will und Medien als Markenartikel begreift«, würde ich umgehend nervös werden.