Einer wie Jesus – verhetzt, weil er für den Frieden ist

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Wissen Sie, warum Xavier Naidoo Deutschland nicht beim Eurovision Song Contest vertreten durfte? Weil er sich für den Frieden und gegen die Spaltung der Gesellschaft eingesetzt hat. Und ein Lied gegen Kinderschänder gemacht hat.

Das fanden ahnungslose, böse Journalisten rechtspopulistisch und homophob, und deshalb haben sie eine unfassbare Hetzkampagne gegen diesen Sänger losgetreten, obwohl er der allerbeste Sänger ist, den Deutschland hat, und überhaupt der allerallerbeste Sänger, der Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten könnte.

So war das im vergangenen Jahr. Wenn man der „Xavier-Naidoo-Story“ glaubt, die gestern Abend auf Vox lief.

Nun ist es vielleicht ein Fehler, diese Sendung als das zu behandeln, als das sie der RTL-Schwestersender ausgibt: eine Dokumentation. Diese „Storys“ laufen immer nach der Coversong-Show „Sing meinen Song“ und sind ein Werbegeschenk für die teilnehmenden Künstler. Die Moderatorin Jeannine Michaelsen spielt darin eine Journalistin, die den Portraitierten Fragen stellt.

michaelsen_naidoo

Es sind natürlich keine Sendungen, die sich den Geschäftspartnern und Werbegesichtern von Vox kritisch nähern. Doch auch unter diesen Voraussetzungen ist die Art, wie die „Xavier-Naidoo-Story“ den Konflikt um die ESC-Teilnahme des Mannheimer Sängers darstellt, von besonderer Unverfrorenheit.

Sie stellt Naidoo vor als einen, „der polarisiert wie kein anderer Musiker in Deutschland“, hat aber ausschließlich Menschen von einem der beiden Pole vor der Kamera. Die sind sich alle einig, dass Naidoo unglaublich großartig ist. Strittig ist nur, ob eine Veranstaltung wie der Grand-Prix einen so großartigen Künstler wie ihn überhaupt verdient hat.

„Der NDR wollte, nach den Flops für Deutschland, einfach nur den besten Sänger“, sagt die Off-Sprecherin und führt dann Jan Feddersen als den „offiziellen ESC-Experten der ARD“ ein. Feddersen spielt seit Jahren eine erstaunliche Doppelrolle als vermeintlich kritischer „taz“-Journalist einerseits und oberster Grand-Prix-Propagandist in Diensten des NDR andererseits.

Feddersen sagt:

Der NDR probiert, völlig zu Recht, immer die Allerbesten zum ESC zu schicken.

Die zwei Allerbesten, Größten, die es momentan überhaupt in Deutschland gibt, das sei völlig klar, sind Helene Fischer und Xavier Naidoo. Feddersen weiter:

Ich dachte, es gibt politischen Ärger, das war sonnenklar, und muss sagen, ich fand es gerade deshalb eine so großartige Entscheidung, dass man sich offenbar auf Xavier Naidoo verständigt hatte. Und dass der Künstler – mit großem Abstand seit zehn Jahren der erfolgreichste Pop-Act im deutschsprachigen Raum – dass der den Mut hat, zum ESC gehen zu wollen.

Auch Naidoo sagt, er habe natürlich gewusst, „es wird einen Riesen-Shitstorm geben“.

Sprecherin: „Bereits ein Jahr vor dem ESC hatte sich die Presse auf Naidoo eingeschossen. Mehrfach hatte er sich für den Frieden und gegen die Spaltung der Gesellschaft eingesetzt.“

Naidoo (auf der Bühne bei einer Demonstration): „Ich möchte aber auch, dass es bitte bitte bitte keinen Krieg mehr gibt.“

Sprecherin: „Rechtspopulistisch sei das, schrieben die Medien.“

So einfach ist das. Kein weiteres Wort verliert die Dokumentation darüber, wie „die Medien“ zu diesem erstaunlichen Urteil kamen. Naidoo ist für den Frieden, und „die Medien“ erklären ihn zur Unperson.

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Vox verschweigt, auf was für Demonstrationen Naidoo auftritt. Der kurze Ausschnitt ist aus seinem Auftritt bei den „Friedensaktivisten Berlin“, denen er auf der Bühne sagt, er habe „größten Respekt“ vor ihner Arbeit. Sie kommen aus dem Umfeld des extrem rechten Verschwörungstheoretikers Jürgen Elsässer, der bei der selben Veranstaltung spricht.

Vorgestellt wird Naidoo mit den Worten: „Der Mann ist ein Deutscher. Und das ist gut so.“ Am selben Tag hatte er auch schon den Reichsbürgern einen Besuch abgestattet, die – wie offenbar er – nicht an die Existenz eines souveränen Staates Bundesrepublik Deutschland glauben. Er trägt ein T-Shirt mit den Worten „Freiheit für Deutschland“, das Elsässer und seine Anhänger in ihm einen Verbündeten erkennen lässt.

Man kann – vielleicht – darüber streiten, wie Naidoos Arm-in-Arm-Auftritt bei solchen Leuten einzuschätzen ist. Aber ihn darauf zu verkürzen, dass er sich für den Frieden eingesetzt habe, und zu suggerieren, er sei allein dafür von den Medien als rechtspopulistisch beschimpft worden, ist in hohem Maße irreführend. Die Vox-Doku benutzt nicht das Wort „Lügenpresse“, aber es steht im Raum.

Doch Kritiker hatten an Naidoo ja noch mehr auszusetzen, und die Vox-Doku fasst das so zusammen:

Als er und der Rapper Savas ein Lied gegen Kinderschänder machten, nannte man sie homophob, weil Homosexuelle das auf sich bezogen. Gegen Naidoos erklärte Absicht.

Wie mögen Homosexuelle wohl darauf gekommen sein, das Kinderschänder-Lied auf sich zu beziehen? Könnte es etwas mit Zeilen zu tun haben wie: „Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist“? Im Kontext:

„Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann fick ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist? Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?“

Nun kann man auch hier darüber streiten, ob die Kritik an Naidoo berechtigt ist; ob es sich nicht um Rollenprosa handelt (und „Führer“, mei, das kann ja alles bedeuten).

Aber Vox nennt nicht einmal den Grund, warum Homosexuelle diese Zeilen auf sich bezogen (oder genauer: warum Menschen diese Zeilen auf Homosexuelle bezogen). Die Dokumentation manipuliert die Vorgänge so, dass die negative Reaktion als genauso abwegig und unerklärlich erscheinen muss wie die auf Naidoos Friedensengagement.

Die gleiche Methode verwenden die Filmemacher, um den Vorwurf des Antisemitismus gegenüber Naidoo als grotesk erscheinen zu lassen. Sie erwähnen nicht, dass Naidoo Texte sang, die antisemitische Klischees bedienten und verbreiteten:

„Wie die Jungs von der Keinherzbank, die mit unserer Kohle zocken /
Ihr wart sehr, sehr böse, steht bepisst in euren Socken /
Baron Totschild gibt den Ton an, und er scheißt auf euch Gockel /
Der Schmock ist’n Fuchs und ihr seid nur Trottel“

Wenn man, wie Vox, die Grundlage für die Kritik an Naidoo verschweigt, muss die Kritik an Naidoo natürlich irre wirken.

Mit trauriger Stimme referiert die Off-Sprecherin:

Tatsächlich kam es von der „Bild“-Zeitung bis zu den sogenannten seriösen Medien im Laufe von gerade mal 24 Stunden zu einer wahren Erregungsepidemie. Mit Naidoo schicke man einen rechtsextremen und homophoben Sänger nach Stockholm. Auch bei twitter – immer waren Journalisten ganz vorn dabei.

Ah. Oh:

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Nachdem die Filmemacher die ganzen Anlässe für die Kritik an Naidoo herausoperiert haben, lassen sie Journalisten-Darstellerin Michaelsen den Sänger fragen:

Da gab es auch einfach wüstes Rumgeschimpfe. Was glaubst du, wo kommt der ganze Hass her?

Naidoo antwortet unter anderem:

Wenn eine Demokratie nicht aushält, dass ein kleiner Sänger aus Mannheim sein Maul aufmacht, dann ist die Demokratie auch nix wert.

Womit er mal eben die Demokratie in Deutschland abmoderiert hätte, was man ihm aber sicher wiederum nicht vorwerfen darf.

Dass die Demokratie das durchaus aushält, dass er sein Maul aufmacht, aber die Fernsehnation auch finden darf, dass er mit dem, was er sagt, vielleicht nicht „für Deutschland“ beim ESC singen müsste, sagt er natürlich nicht.

naidoo_michaelsen

Es darf dann jeder noch einmal sagen, was für ein wunderbarer Mensch und Künstler Xavier Naidoo ist, und wie viel Unrecht ihm widerfahren ist: Herbert Grönemeyer, Jan Feddersen, Nena, Reinhard Mey, Jan Josef Liefers, Wolfgang Niedecken, Udo Lindenberg.

Und Xavier Naidoo sagt noch:

Wenn man kleine Teile aus etwas herausnimmt, kann ich auch Jesus zu einem Hassprediger werden lassen.

Vox hat sicherheitshalber große Teile herausgenommen, um Naidoo zu Jesus werden zu lassen.

Autor der Schmieren-Dokumentation ist Harold Woetzel, der in den vergangenen Jahren zum Haus- und Hof-Filmer Naidoos geworden ist. Er hat nicht nur 2015 in einer vierstündigen Vox-Reportage Naidoo ins beste Licht gesetzt. Er drehte auch schon 2013 eine ARD-Dokumentation über Naidoo in der Reihe „Deutschland, Deine Künstler“ und 2014 ein Portrait für den SWR.

Woetzel sei so nahe „dran“ an Naidoo wie kaum ein anderer Journalist, schrieb der Sender damals. So kann man es natürlich auch formulieren.

„Die Xavier-Naidoo-Story 2016“ in der Vox-Mediathek

Nachtrag, 31. Mai. In einem Gastbeitrag auf kress.de antwortet Filmemacher Woetzel: Er finde seine Doku „sorgfältig, informativ, neu, unterhaltsam, gut“. Um die Kritik an Naidoo zu wiederholen, sei ihm „die wertvolle und begrenzte Sendezeit einfach zu schade“ gewesen. Er habe sich für diese Naidoo-Dokumentation „ganz bewusst“ entschieden, „eine ähnlich grobe Holzschnitzversion zu wählen, wie es die Anwürfe und Unterstellungen gegen ihn vorgemacht haben“.

210 Kommentare

  1. ich bin nun wirklich nicht der größte Fan von Xavier, aber bevor man ihn in die rechte Ecke stellt, sollte man dennoch auch in Erwägung ziehen, dass Naidoo die Brothers Keepers Bewegung initiiert hat, die sich ganz klar gegen Rassismus und Rechtsextremismus stellt. Wie passt das Zusammen?

  2. Mensch, Niggemeyer,
    bislang habe ich Ihre früheren Blog-Beiträge im wesentlichen geschätzt. Aber warum arbeiten Sie sich hier indirekt an einem in der Tat religös-verquarzten und etwas naivem „Gutmenschen“ ab, diskreditieren ihn und interpretieren ihn unzureichend und zitieren verkürzt? Wäre es nicht aufschlussreicher – gerade im Sinne eines kritischen Medienjournalismus – sich mal etwas mehr mit verdecktem Kampagnenjournalismus zu beschäftigen? Mit diesem Artikel haben sie sich m.E. leider zum nützlichen Idioten einer verdeckten, aber real existierenden Querfront-Kampagne gemacht, deren Ziel es ist, berechtigte systemkritische Kräfte (und seien sie noch so naiv, wie die Naidoos) mit Nazis und Reaktionären in einen Topf zu schmeißen und zu schwächen. Schade, ich hatte doch etwas mehr von ihnen erwartet.

    Vielleicht hilft „Übermedien“ ja mal der Fokus auf folgenden aufschlussreichen Vortrag von Prof. Mausfeld, der sich in seinem Vortrag „Warum schweigen die Lämmer“ (https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M)
    auch mit der schleichenden Aushöhlung demokratischer Werte unter mithilfe der Medien beschäftigt.

  3. @Kommentar 1:
    Das geht ganz einfach. Über Verschwörungstheorien, die das Übel der Welt auf einen klaren Verursacher reduzieren. Dass diese strukturell (nicht explizit!) antisemitisch sind, ist den Anhängern dieses Verschwörungsglaubens (trifft es eigentlich besser als „Theorie“) nicht bewusst, glauben sie sich doch im Besitz der Wahrheit über das große Ganze, und das ist eine fürs Ego sehr bequeme Perspektive.
    Zudem ist Brothers Keepers auch schon wieder fünfzehn Jahre her, und da ist natürlich auch eine ganze Menge Wasser den Neckar hinuntergeflossen. Menschen können sich verändern, und unter dem Einfluss von Ideologien auch beachtliche Kehrtwendungen vollziehen. Das soll nicht heißen, dass ich XN nun für einen Ausländerhasser halte, auf keinen Fall. Aber er muss sich vorwerfen lassen, Überzeugungen auf den Leim gegangen zu sein, die ihren Ursprung im rechten Spektrum haben, und anstatt diese kritisch zu hinterfragen, stellt er sich voll dahinter. Das macht ihn tatsächlich fragwürdig, vor allem als Repräsentanten Deutschlands beim ESC.

  4. @Robert
    „Rock gegen Rechts“, Einsetzen für die „Ehe für alle“ ist keine 15 Jahre her.
    Was mich so nervt, unabghängig von der Person Naidoo, ich würde das selbe auch über Helen Fischer oder Florian Silbereisen schreiben, ist die bewusste Verkürzung. Diese komische Doku auf VOX: geschenkt, schlimmer wiegt doch wie Journalisten mit der kompletten Faktenlage umgehen.
    Antisemitismus, weil er eine, wahrlich dämliche Textzeile verwendete?
    Homophob wegen des Lieds mit Kool Savas?
    Dürftig ist noch euphemistisch ausgedrückt.

    Der Witz ist ja: das einzige was Naidoos Werke durchzieht sind seine christlich-fundamentalistischen Überzeugungen. Seltsamerweise wurde das so gut wie nie thematisiert, statt dessen Nebenschauplätze hoch stilisiert.

    Und dass der ESC so politisch überhöht wird ist nun wirklich lächerlich.

  5. @Hubert/ Kommentar 2:
    Komplett am Thema vorbei. Naidoo hat gesagt, was er gesagt hat („Deutschland ist ein besetztes Land“), und getan, was er getan hat (sich mit der höchst dubiosen neurechten „Friedensbewegung“ verkumpelt). Daran muss er sich messen lassen. Eine Doku, die diese Kritikpunkte so dreist unter den Tisch fallen lässt, muss sich eher den Vorwurf des verdeckten Kampagnenjournalismus gefallen lassen als ÜberMedien. Und informieren Sie sich nochmal, was „Querfront“bedeutet.

  6. @Stefan Niggemeier
    Wie würden Sie denn Ihren obigen Tweet im Nachhinein und unter Berücksichtigung der Twitter-Kampagne gerade der Springerbuben und Mädels gegen die ESC-Teilnahme Naidoos bewerten?

  7. Natürlich kann man sagen, dass die Kritik an Naidoo allein wegen ein paar Textzeilen oder Auftritten auf fragwürdigen Veranstaltungen verkürzt ist.
    Ich frage mich aber, wenn man so ein Lied schreibt oder auf solchen Demos auftritt, dann macht man das doch bewusst, dann ist das kein Versehen, wieso stellt sich Naidoo dann nicht hin und bespricht die konkreten Vorwürfe? Wie kam er auf die Textzeile mit Baron Totschild, die Nazi-Jargon benutzt und antisemitsche Klischees bedient? Wie ist die Textzeile „warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist?“ zu verstehen, wenn nicht so, dass Kinderschänder=homosexuell bedeutet, was besonders brisant ist, weil beides früher gerne einfach gleichgesetzt wurde. Das sind ja nicht einfach aus dem Nichts entstandene Sätze, sondern zeigen eine gewisse Einstellung. Und da hab ich bis heute nix Überzeugendes gehört, dass mich glauben ließe, dass Naidoo diese Sätze irgendwie anders gemeint haben könnte, als wie sie hier verstanden werden.

  8. @Kommentar 1.
    Nur weil mein nicht Rassistisch und / oder Rechtsextrem ist, ist man automatisch Gut? Ist Antisemitismus nicht aber doch Rassismus?

    Aber in dem Artikel geht es eigentlich auch darum dass die Sendung XN-Kritikern Verkuerzung, aus dem Zusammenhang gerissen usw. vorwerfen aber gerade mit diesen Methoden arbeiten!
    Man kann uber XN denken wie man will, aber die Sendung darf sich nicht Doku schimpfen sondern Scripted Reality.

  9. Der Ton dieses Beitrags ist so ungewohnt haßerfüllt … nicht wie sonst oft leicht, satirisch, humorvoll. Es schwingt Verbitterung mit …

    Zwei kleine Anmerkungen:

    1. Die Zeile: „Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist?“ bezieht sich möglicherweise auf „und dann fick ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht.“

    Hier fragt Naidoo – sehr wahrscheinlich – wieso (ja meist männliche) Pädokriminelle ihrer Vorliebe für den kindlichen (auch weiblichen) Analbereich und nicht den erwachsenen weiblichen Genitalbereich nachgehen. Die Kritik bezieht sich also nicht auf (männliche und weibliche) Homosexualität an sich, sondern auf ganz klar Pädokriminelle allein. In dem Text wird keine Gleichstellung von Homosexualität und Pädokriminalität vorgenommen. Auch angesichts Naidoos anderlautender Bekundungen zum Thema Homosexualität (Im Mai 2015 unterzeichnete Naidoo einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem er die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare fordert.) erscheint die Unterstellung der Gleichsetzung von Homosexualität und Pädokriminalität und damit ihre Entwertung absurd.

    Das wäre, als würde man unterstellen, dass Du alle Journalisten per se blöd findest und mit BILD-Mitarbeitern gleichsetzt weil Du deren Tätigkeit kritisierst.

    2. Du identifizierst Naidoo mit der „Reichsbürgerbewegung“ (weil er dort mal gesprochen hat) und unterstellst ihm eine rechtspopulistische Gesinnung, die ja im Grunde sowieso rechtsradikal ist. Naidoo ist nach dieser Lesart also im Kern ein Nazi bzw. Hitlerverehrer (ist je eh das gleiche). Oder ist das eine unzulässige Übergeneralisierung Deiner Aussagen?

    Wenn ich Naidoo richtig verstehe, geht es ihm – wenn er sich für die Elsässer-Initiative engagiert – offenbar darum, dass Deutschland nicht mehr als militärischer Standort für Kriege der USA gelten soll. Folgt man dem Link in Deinem Beitrag, geht es um die nationale Unabhängigkeit von den USA in militärischen und medialen Fragen. Dass sich Naidoo – übrigens ebenso wie Eugen Drewermann (siehe: http://www.nachdenkseiten.de/?p=24298) – in erster Linie für Frieden engagiert und damit auch gegen die kriegführenden USA – und nicht für Elsässer oder „Reichsbürger“ – finde ich nicht ehrenrührig.

  10. Dass Xavier Naidoo ein schräger Vogel ist, ist notwendig für seine Branche. Dass er an religiösen Wahnvorstellungen leidet ist 1. seine Privatsache und 2. in Zweifel auch nur ein Spleen für die Musikszene. Auch seine seltsamen naturwissenschaftlichen „Kenntnisse“ … geschenkt. Doof darf man ungestraft sein – und auch das hilft hin und wieder einem Glamourstar.

    Was nicht geht – und was ihn nicht nur für den ESC disqualifiziert, sind seine nicht zu leugnenden rechten Ideen. Er mag da ein Verführter sein, einer, der selbst keine gefestigte Meinung zu Demokratie und Geschichte hat. Das ist oft schwer zu differenzieren.

    Aber da er gut singen kann und Erfolg hat, wird er gefährlich, wenn die Situation da ist. Er muss nicht mal restlos von seinem christlich-ultrakonservativen Unsinn überzeugt sein. Es reicht, wenn er als Gallionsfigur für rechte (Ver)führer auftritt und deren krude Weltbilder salonfähig macht.

    Es ist Aufgabe der Medien, dies klarzustellen: XN kann gut singen, hat Erfolg, redet und singt aber hin und wieder Unsinn. Gefährlichen Unsinn, wenn man ihn zu Ende denkt. Darauf hätte die „Doku“ hinweisen müssen. Es zu unterlassen hat in der Tat mehr als ein „Geschmäckle“.

  11. Da hätte ich von einem Herrn Niggemeier wirklich mehr differenzierung erwartet.

    Dass Naidoo in „guter Absicht“ übers Ziel hinausgeschossen ist, ok, stimmt…Die Kampagne gegen Ihn, war m.E. aber schon extrem.

    Nicht zu vergessen, wieviele Künstler (die Ihn mit Sicherheit besser kennen als Sie oder andere Journalisten) sich mit Ihm solidarisierten. Müsste man denen dann nicht konsequenterweise auch den Vorwurf des antisemitismus & homophobie machen?

  12. Was sapere aude schreibt. Ob eine Kampagne stattfand, kann man im Grunde doch nur bejahen. Wenn die Kritik sich seltsamerweise an Sachverhalten, die diskutabel sind, aber weniger offensichtlich als sein christliches Geschwurbel, das viel eindeutiger zu identifizeren ist, daherkommt kann man schon von einer Kampagne sprechen.
    Die natürlich sekundiert wurde von der üblichen Empöria die aus der immer gleichen Ecke kommt und seltsamerweise auch noch für „die Bevölkerung“ gehalten wird.
    Hashtag Aufschrei, Hashtag daskaufichnicht Hashtag meinmeerschweinkalbt.

  13. @Sapere Aude: Dieser Artikel setzt sich nicht mit Xavier Naidoo und seinen zweifelhaften Positionen und Äußerungen auseinander – das ist ja vor einem Jahr wirklich zur Genüge passiert. Sondern mit einer Vox-Dokumentation.

    Ich unterstelle Naidoo weder, dass er homophob ist, noch dass er antisemitisch ist, und ob die Nähe zu den Reichsbürger-Positionen und zu Elsässer ehrenrührig sind, kann ja jeder selbst entscheiden. Das kann er nur nicht, wenn er die Vox-Dokumentation sieht. Der Film lässt, wie oben geschrieben, einfach den Anlass für die Kritik weg (die Textstellen bzw. Informationen über die Art der Demonstrationen). Dann muss die Kritik zwangsläufig irre und unberechtigt erscheinen.

    Diese Methode hat mich tatsächlich, wie man vermutlich merkt, empört.

  14. Der Vorwurf der Homophobie ist von dem Liedzitat doch gar nicht gedeckt. Hier nochmal die Zeile: „Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist?“

    Wenn man die Zeile so verstehen möchte, dass Naidoo damit alle Menschen kritisiert, die keine Mösen lieben – wer genau ist das dann? Es sind erstens alle heterosexuellen Frauen und zweitens alle Schwulen. Warum greift man nun aus dieser Menge nur die vergleichsmäßig kleinere Gruppe der Schwulen heraus? Und macht dann daraus „Homophobie“, schließt also sprachlich auch noch Lesben mit ein, obwohl die ja Mösen lieben und somit von Naidoo nie kritisiert wurden?

    Oder auf welche Interpretation sonst stützt sich der Vorwurf der Homophobie?

  15. @derselbe, 25. Mai 2016 um 11:06:

    „@Hubert/ Kommentar 2:
    (…)
    Und informieren Sie sich nochmal, was „Querfront“bedeutet.“
    —————————————————————————————————
    Das wissen diese Leute sehr genau.
    Die hartnäckige und penetrante Fehlbenutzung von Begriffen ist Bestandteil der Querfront-Strategie und dient u.a. der Täter-Opfer Umkehr.

    Typischerweise bezeichnen die z.b. auch Antifaschisten, wie Antifas immer als „Faschisten“ und sich selber als „Links“, jedenfalls „nicht Rechts“.
    Menschen, die sie kritisieren und über das Wirken der Querfront aufklären, sind „Kriegshetzer“ , (gekaufte)“Natoagenten“ oder z.b. „Befehlsempfänger des US-Imperiums“ .

  16. Ich habe die „Doku“ nicht gesehen, werde auch den Teufel tun und mir die ansehen, aber ist es nicht zu erwarten, dass Lobhudeleien wenig kritisches über den zu berichtenden preisgeben. Dürfte doch bei den anderen Werbegeschenken ebenso der Fall sein.

  17. Hier geht es nicht darum, ob die Vorwürfe gegen Xavier Naidoo berechtigt sind oder nicht.
    Hier geht es ausschließlich darum, dass eine Pseudo-Doku höchst einseitig und damit verfälschend berichtet.

    Da kann man sagen: meine Güte, ist halt nur Vox, muss man nicht ernst nehmen, den Sender.
    Ich bin da eher auf der Seite Stefan Niggemeiers, weil ich denke, dass man so etwas auch einem Reklame-Rundfunk nicht durchgehen lassen sollte. Zumal da Leute mitgewirkt haben, die noch anderswo tätig sind.

  18. Diese sogenannte Doku war besonders peinlich, da hat Niggemeier schon recht. Und es spricht auch nicht für Xavier Naidoo, dass er an dieser Peinlichkeit mitwirkte, ohne die Gelegenheit zu nutzen, mal ein paar Dinge klarzustellen. Kann auch sein, dass er selbst ein paar Dinge gar nicht so klar sieht – der Mann verrennt sich offenbar manchmal. Na und? Wer nicht? Es mag kokett sein, sich als kleinen Sänger aus Mannheim zu beschreiben – und dann doch gleich den Zustand der Demokratie am eigenen Maulaufmachen bemessen zu wollen. Aber auch wenn er Zigtausende in die Hallen und Stadien zieht – gefährlich sind andere. Die AFD zum Beispiel, deren zum „Programm“ gewordene Hetze nicht etwa an unselige vergangene Zeiten gemahnt, sondern eine höchst unselige Zukunft befürchten lässt: Wenn wir nicht aufpassen. Und widerstehen.

  19. @Stefan Niggemeier
    Das stimmt, er fasst aber den Shitstorm gegen Naidoo schön zusammen.
    Sehen Sie es mir nach, wenn ich mir nicht die Mühe mache und Beispiele für Tweets von „Bild“-Mitarbeitern heraussuche. Einzelbeispiele würden zudem gar nichts beweisen. Man musste das Bombardement Live verfolgen. Ich kann mich noch sehr gut an den entsprechenden Tag erinnern, ALLE Tweets sprachen sich mehr oder weniger geschmackvoll sofort gegen eine Teilnahme Naidoos am ESC aus. Das nenne ich eine Kampagne.
    Dennoch zum Abschluss meine Anerkennung für obigen Artikel, Sie haben die journalistischen Mängel sehr schön herausgearbeitet.

  20. @THEO:

    m.E. geht es hier schon darum ob die Vorwürfe berechtigt sind oder nicht, da Herr Niggemeier auch fleißig gegen Naidoo austeilte.

    Für mich zeugt der oben stehende Artikel davon, dass sich da einer von der Reportage (ich „musste“ sie mir auch sehen, dank meiner Frau), die zugegeben schon ähnlich einseitig war wie die vorangegangene Kampagne gegen Naidoo, auf den Schlips getreten fühlte.

    Herr Niggemeier wiederholt seine Vorwürfe auch noch in diesem Artikel. Ich war ehrlicherweise schon etwas erstaunt und erschrocken als ich diesen Artikel gelesen habe, obwohl ich generell ein Freund von Hr. Niggemeier´s arbeit bin. Ich hätte mir da wirklich mal etwas mehr differenzierung gewünscht, schlißelich wirft er mangelnde differenzierung auch gerne mal seinen kollegen vor.

  21. @ 27.Frank Reichelt 25. Mai 2016 um 16:58:
    —————————————————————————————————-
    „(…) ALLE Tweets sprachen sich mehr oder weniger geschmackvoll sofort gegen eine Teilnahme Naidoos am ESC aus. Das nenne ich eine Kampagne.“(…)
    ———————————————————————————————————-
    Nein,das war eben keine Kampagne, sondern eine (der sehr sehr seltenen) spontane unorganisierte Massenempörung.
    Erkennbar an den sehr unterschiedlichen Begründungen und gewählten Worten.
    Offensichtlich in weiten Teilen kampagneartig, war demgegenüber die Unterstützung für den Sänger, die sich in Art und Wortwahl vielfach stark ähnelten und auffallend oft jene typischen Begriffe und Redewendungen der Verschwörungsgläubigen beinhalteten.

  22. #28:

    „Herr Niggemeier wiederholt seine Vorwürfe auch noch in diesem Artikel.“

    Natürlich macht er das. Ich kann doch keine Fehler ankreiden, wenn ich sie nicht benenne.

  23. @fphz: An welcher Stelle bin ich denn undifferenziert? Ich zähle auf, was der Anlass der Kritik an Xavier Naidoo war, was Vox sauber aus seiner Dokumentation rausoperiert hat. Ich mache mir diese Kritik zum größten Teil nicht einmal zu eigen.

  24. Warum sollte der Beitrag von gestern die Hintergründe der Kritik aufgreifen? Die Kritik hat ja auch nie die Hintergründe NAidoos Leben aufgegriffen. Naidoo war immer konsequent Christ und dazu gehört auch aufeinander zuzugehen. Diese Exklusion von Andersdenkenden, die in der rechten Ecke stehen, gibt bspw. der AfD soviel Zulauf. Exklusion sollte nie Mittel der Wahl sein. Dass Naidoo hier Mut bewiesen hat wurde von der PResse nicht mal angedacht. Glücklicherweise haben sich zahlreiche Künstler mit ihm solidarisiert. Ich frage mich, ob nicht hinter der ganzen Kritik an Naidoo selbst rassistische Motive stehen. Denn es ist schon merkwürdig mit welcher Vehemenz einer der erfolgreichsten Künstler Deutschlands, der Migrationshintergrund hat, bewusst oder auch unbewusst angegangen wird.

  25. @niggi:
    http://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_20374202/xavier-naidoo-ich-wurde-als-kind-missbraucht.html

    Xavier Naidoo wurde als Kind missbraucht. Kann es sein das er sich als Kind, was Homosexualität brutal erfuhr, damals fragte: „Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist“?

    Ich glaube nicht das Xavier Naidoo was dagegen hat, wenn Homosexuelle aus freien Stücken miteinander Sex haben.

    Auch in allen weiteren „Anklagepunkten“ ist Ihr Artikel unfair, voreingenommen und Werbung für Naidoo Kritiker auch wenn Sie selbst das vielleicht nicht merken.

  26. @Karsten Braun: Ja, das kann sein, dass Naidoo sich das fragte. Ich finde seine Gewaltphantasien trotzdem abstoßend und finde, dass es erlaubt ist (wenn nicht sogar nötig), ihm dazu kritische Fragen zu stellen.

    Die Vox-Doku erwähnt aber nicht einmal, was Naidoo da gesungen hat, sondern tut so, als müsste man verrückt sein oder böse, wenn man aus einem Lied gegen Kindschänder etwas Homophobes herauslesen wollte.

    Können Sie mir konkret sagen, wo mein Artikel unfair oder unvoreingenommen ist oder ich Naidoo auch nur wegen irgendetwas „anklage“? Außer vielleicht in seiner Behauptung, dass diese Demokratie nichts wert sein kann, wenn er nicht zum ESC fahren darf.

  27. Ja die Kritkpunkte muss man ansprechen, aber doch nicht in einem Werbefilmchen. Wer solch ein Format als seriöse Dokumentation ansieht, der glaubt auch „Undercover Boss“ ist ein investigatives Recherche.
    Müsste dementsprechend nicht gerade die unausgewogene Berichterstattung in journalistischen Format ebenso angekreidet werden?

  28. #34:
    „Warum sollte der Beitrag von gestern die Hintergründe der Kritik aufgreifen?“
    Vielleicht, weil Antworten unsinnig sind, wenn man die Fragen weglässt? Auf eine entsprechende Frage hin hätte er ja auch gerne sagen können, dass er aus einer christlichen Kontaktfreudigkeit heraus bei den Reichsbürgern auftritt.

  29. #37:
    Ja gut, das ist jetzt wieder diese „Weiß doch eh jeder, dass das alles nicht stimmt“-Nummer. Wenn’s danach geht, darf man schlechte Formate überhaupt nicht mehr kritisieren. Wie bei #verafake: Natürlich weiß jeder, wie es läuft. Das ändert nichts daran, dass es hilft, sowas ab und an auch mal zu dokumentieren. Es weiß auch jeder, wie es in Sweatshops in Bangladesh läuft. Trotzdem bin ich froh, dass sich ab und an mal einer hintraut und es aufdeckt.
    Übrigens schließt Berichterstattung über solche Werbedokus nicht aus, dass unausgewogene Berichterstattung in journalistischen Formaten angekreidet werden. Das ist keine Entweder/Oder-Veranstaltung, und Kritik an ernsten Formaten findet hier genau so statt.

  30. @ Degener D.: Allein Ihr erster Satz bringt mich schon auf die Palme. Warum man das tun sollte? Weil das verdammt noch mal zu einem seriösen Feature dazu gehört! Man hätte das ganze Thema weglassen können und sich auf die feinen, unstrittigen Teile des Künstlerlebens beschränken können. Man hätte die Kritik nennen und Naidoo ausführlich drauf eingehen lassen können. Aber zu verschweigen, warum es Kritik gab und damit so zu tun, als wären die Kritiker alle böswillige, Kampagnen iniziierende Lügenpresse-Journalisten, ist gruselig.
    Und zum zweiten Statement: Ich bin es sowas von leid, aufgefordert zu werden, doch bitte nett und freundlich zu Leuten zu sein, die von sich selbst überzeugt sind, aufrechte Demokraten und kein bisschen rassistisch, sexistisch, homophob oder antisemitisch zu sein, die aber lieber beleidigt AFD wählen als sich verdammt noch mal zu reflektieren, WARUM man sie andauernd „in die rechte Ecke“ stellt, bloß weil sie sich mit Reichsbürgern abgeben, nach „Helfern“, „starken Männern“ und „Führern“ schreien oder antisemitische Klischees verwenden. Wenn man Leuten jetzt nicht mehr sagen darf, dass sie mit ihren Vorurteilen und rechten Positionen anderen Menschen real das Leben schwer machen, weil sie dann quasi gar nicht mehr anders könnten, als vor lauter Sich-unverstanden-Fühlens ihre Kreuzerl ganz rechts zu machen, dann sind wir langsam wirklich an einem Punkt angelangt, an dem mir angst und bange wird.

  31. Danke für den aufklärenden Artikel. Zu Naidoo ist eigentlich schon alles gesagt. Der Mann ist im besten Fall politisch einfach nur verwirrt, im schlechtesten rechtsextrem. Es ist eine Mischung aus Querfront-Verschwörungstheorie und religiösem Fundamentalismus. Aber er hat seine Fans, die kein Interesse an Fakten haben, selbst wenn man sie ihnen vor die Nase setzt. Niggemeier argumentiert präzise, stellt die üble Machart dieser Vox-Doku dar. Die Reaktion: Er schwächt angeblich „berechtigte systemkritische Kräfte.“ Meine Fresse.

    Wir leben in wirren Zeiten.

  32. Xavier Naidoo hat in einem seiner Lieder über Friede Springer gesungen. Das ist nie eine gute Idee in Deutschland.

    Wäre er tatsächlich homophob und rassistisch, gilt das dann auch für Herbert Grönemeyer, Nena, Udo Lindenberg und die Sänger von PUR und den Prinzen? Nur dass diese im Vergleich zu Naidoo ihre rassistische Gesinnung in der Öffentlichkeit verheimlichen, aber trotzdem gemeinsam mit ihm Sendungen auf VOX produzieren?

    Mag sein, dass er ein politischer Wirrkopf ist, aber manche seiner Verschwörungstheorien wie die über den Kinderpornoring in der Upper Class von London haben sich ja leider bewahrheitet.

  33. @niggi:
    Kritische Fragen zu den im Song dargestellten Gewaltphantasien zu stellen wäre fair. Unfair ist es, aus diesem Song, welcher sich mit Gefühlen (eines Betroffenen) gegenüber Kinderschändern, auseinandersetzt, abzuleiten, dass Naidoo Gewalt gegen alle Schwulen oder, noch pauschaler, alle Homosexuellen propagiert. Und zu verlangen, dass eine angebliche Homophobie Naidoos in der Doku erwähnt wird.

    Unfair und voreingenommen ist es Xavier Naidoo als Antisemiten zu bezeichnen, weil er wie die Nazis gegen das Zinssystem ist und wie die Nazis, die Macht bzw. den Lobbyismus der Banken und des Großkapitals (bspw. in Songs) kritisiert. Unfair zu verlangen, dass dieser Antisemitismusvorwurf doch bitte in die Doku solle.

    Zusätzlich verweise auf #14 von sapere aude.

    Die von Ihnen so schmerzlich vermisste Kritik ist, so wie sie von Ihnen dargestellt und gewünscht wird, zum größten Teil irreführend und verleumdend. Und eine Anklage.

  34. Sie müssen ein sehr einsamer Mensch sein…ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, „Frieden“ und ich wünsche Ihnen auch das Sie eines Tages aus dieser Einsamkeit heraustretten und es nicht mehr nötig haben…(um sich selbst besser zu fühlen) so schlechte Dinge über andere Menschen zu schreiben…was haben den Sie speziell „Gutes“ für diese Gesellschaft getan?Diese Frage sollte ein jeder sich ab und an stellen … Rhetorisch gesehen verfassen sie Ihre Texte mit Bravur. ..allerdings berühren Sie niemanden auch nur einen Zentimeter in der Tiefe des Herzens mit Ihren Zeilen…und da ist Ihnen Xavier Naidoo um einiges Voraus…Sie versuchen mit Ihren Zeilen eine künstliche Provokation aufzubauen, zwischen den Menschen die Ihre Texte lesen…Sie treffen niemanden wirklich…und schlussendlich treffen sie doch, ganz tief und schmerzhaft nur einen Menschen….“ SICH SELBST“… Den alles kommt irgendwann zurück zum Absender, sie kennen einen Boomerang oder? Ich wünsche Ihnen Erkenntnis bevor dieser Boomerang einschlägt, in Ihr Leben…den im Grunde sind das Zeilen welche von Ihrem Verstand aufs Papier gewandert sind…ihr Herz allerdings würde ganz andere Dinge schreiben…vielleicht fragen Sie es einfach mal ;-) alles Gute. Sonja

  35. „Wenn man, wie Vox, die Grundlage für die Kritik an Naidoo verschweigt, muss die Kritik an Naidoo natürlich irre wirken.“

    Wirkt die Kritik wirklich nicht mehr irre, wenn deren „Grundlage“ in der Vox Doku erwähnt und analysiert würde?

  36. Lieber Herr Niggemeier,
    gestatten Sie mir, dass ich eine Kritik äußere.
    Ihre Beiträge gefallen mir immer wieder dadurch, dass sie einen sehr klaren Blick auf die Dinge haben und von einer Analysestärke geprägt sind.
    Dieser Beitrag hebt sich von vielen anderen Beiträgen, die ich von Ihnen gelesen habe, deutlich ab – und zwar im negativen Sinne.
    Zunächst einmal: Ich stimme Ihnen zu. Es wäre aus journalistischer Sicht zwingend notwendig gewesen, die von Ihnen kritisierten Auslassungen in der VOX-“Doku“ anzusprechen.

    Dass Sie hier VOX „Manipulation“ vorwerfen, ist also nachzuvollziehen.

    Aber: Wie sieht es mit der folgenden Textstelle im Beitrag von Ihnen aus?
    Sie schreiben:

    „Dass die Demokratie das durchaus aushält, dass er sein Maul aufmacht, aber die Fernsehnation auch finden darf, dass er mit dem, was er sagt, vielleicht nicht „für Deutschland“ beim ESC singen müsste, sagt er natürlich nicht.“

    Diese Stelle hat etwas m.E. nach etwas Pefides. 
    Sie erwecken den Eindruck, dass „eine (ganze) Fernsehnation“ kein Interesse daran hatte, Naidoo beim Grand Prix zu hören.

    Sehr wohlwollend interpretiert könnte man sagen: So what? Hr. Niggemeier bedient sich hier einfach einer Zuspitzung, einer Übertreibung. Man muss ja nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

    Weniger wohlwollend wäre festzustellen: Sie manipulieren hier auch. Sie unterstellen, dass nicht nur vereinzelte Mitglieder bestimmter Medien, die – aus welchen Gründen auch immer – etwas gegen Naidoo haben, gegen den Sänger angeschrieben haben, sondern, dass eine große Anzahl von Menschen in Deutschland (eine Fernsehnation) etwas gegen die Teilnahme Naidoos an dem Grand Prix hatte.

    Ist dem so?
    Gibt es da einen belastbaren Datensatz?

    Wenn es so sein sollte, dass Sie an der Stelle nur etwas „zugespitzt“ haben, dann muss ich sagen: In einem Artikel, in dem man einem Medium vorwirft, manipuliert zu haben, ist diese Form der „Zuspitzung“ zu gebrauchen (die schnell falsch verstanden werden kann), aus journalistisch-handwerklicher Sicht nicht minder problematisch, wie das, was VOX sich geleistet hat.

    Mein Eindruck ist der: An dieser Stelle Ihres Textes lässt sich sehr gut die Grundproblematik des Beitrags sichtbar machen. Dieser Text wurde mit zu viel Emotionen geschrieben. Hätten Sie sich nur auf die handwerklich problematische VOX-Doku konzentriert, hätten Sie sachlicher und mit weniger „Dampf“ geschrieben, könnte Ihr Kritikpunkt ganz anders aufgenommen werden.

    So bleibt der Eindruck, dass sie die VOX-Doku als Aufhänger nutzen, um eigene Aversionen gegen Naidoo unter dem Deckmantel einer Medienkritik Raum zu verschaffen.
    Und einmal Hand aufs Herz:
    Ist Ihre Kritik nicht davon geleitet, dass Naidoo und seine politischen Äußerungen Ihnen persönlich ein Dorn im Auge ist?
    Sehen Sie… .

    Herzlich
    Ihr
    Dicklinger Toni

  37. @ Dicklinger Toni (47)
    Das homophobe, antisemitische und verschwörungstheoretische Geschwurbel von Xavier Naidoo sollte jedem aufrechten Menschen ein Dorn im Auge sein.

  38. Es ist immer wieder erfrischend zu sehen, wie die Horden der Evangelisten in die Kommentare stürmen, um ihren Helden zu verteidigen. Wollen wir mal glauben, dass es wirklich alles unabhängige Privatpersonen sind, die scheinbar nichts besseres zu tun haben – is ja auch wichtig.

    Naidoo eine blütenweiße Weste herbeizuklatschen, ist großer, großer Mumpitz. Dank YouTube & Co. kann jeder selber ungefiltert Interviews und Auftritte des Heiligen Xaver bestaunen, die einen sehr schalen Nachgeschmack hinterlassen. Egal wofür er sich im besten Fall stark macht und einsetzt: Er hat sich mit verfassungsfeindlichen Gruppierungen fraternisiert und sich von rechten Gruppierungen WIDERSTANDSLOS instrumentalisieren lassen. Er hat politische Kritik geäußert, die in der gleichen Form simplifiziert, wie es die Neue Rechte tut – oft sogar mit gleichen Argumenten. Und er schließt jeden dieser komischen Auftritte damit ab, dass er allen predigt, er tue das doch nur für den Menschenfrieden und die Brüderlichkeit. Das ist selbstgerecht und zynisch.

    Und jetzt im Nachgang zu behaupten, eine Demokratie sei nichts mehr wert, weil er aufgrund des Shitstorms nicht zum ESC konnte, ist an reaktionärer Peinlichkeit kaum zu überbieten. Zeigt auch sehr viel über Naidoos Politikverständnis. Mann, muss der sich selbst ernst nehmen.

    Dass Naidoo nicht mehr alle Schrauben locker hat, ist für mich persönlich kein Problem – künstlerisch ist er zwar schwer überschätzt, aber absolut solide. Aber auch beim ESC hätte er keinen Blumenpott gewonnen. Aus objektiver Sicht der Vermarktungslage hätten nur „Avantasia“ eine Chance gehabt – die hatten bereits in Europa, speziell Ost, eine breite Fan-Base und haben genau das theatralische Spektakel veranstaltet, das auch grenzübergreifend verstanden wird. Würde mir trotzdem keine Platte von denen kaufen.

    Diese Sendung von Vox ist wahrhaftig eine billige Schmierenkomödie – und dann noch in diesem Corporate-Ton gehalten, als wäre es ein Werbefilm seiner Plattenfirma. Aber es ist eben Vox und Jeannin Michaelsen überhaupt einen Satz zu schenken, ist schwer überschätzt. Personen wie diese Frau sind in erster Linie eines: beliebig austauschbar. Da zählt nicht, was sie kann, sondern nur, ob sie „funktioniert“.

    Das alles ist aber nicht einmal das Schlimmste. Wirklich bedenklich finde ich diese Sendung, die Aufmerksamkeit, die sie bekommt und die industriellen Banden, die da im Hintergrund arbeiten.

    Die Musikindustrie und die ganze Kultur darum, vom Nachwuchskünstler bis zum „etablierten“ Star, steckt in der Krise. In den Medien taucht idR ein Set von 15 immergleichen Altstars auf, dazu noch ein Set von 10 immergleichen Newcomern, die frühzeitig in dieses Filz-System aufgenommen werden und gleich „funktionieren“ müssen.

    Ein inzestuöses System, das gar nicht mitbekommt, dass es deutsche Künstler gibt, die im Ausland größte Beliebtheit genießen und Zuhause nicht mal bekannt sind.

    Aber so ist das eben, wenn die Labels zum gleichen Konzern gehören, wie die Sender und man „Promi“-Content zum Selbstkostenpreis bekommt ;-) Eine erfolgreiche Mehrfachverwertung und der Zuschauer hält es nicht mal für eine Werbesendung. Sehr amüsant.

    „Sing meinen Song“ ist die Recycling Resterampe der deutschen Musikindustrie. Und da steckt eben auch die Verlogenheit eines Herrn Naidoo: Systemkritiker auf der einen Seite und Nutznießer auf der anderen Seite.

    Und wenn einer wie dieser Naidoo dann vor diesem Hintergrund von seinen Evangelisten glühend verteidigt wird, hat das ganze schon etwas unfreiwillig komisches.

  39. @Toni Dicklinger: Sie fragen:

    Ist Ihre Kritik nicht davon geleitet, dass Naidoo und seine politischen Äußerungen Ihnen persönlich ein Dorn im Auge ist?

    Das ist eine interessante Frage. Welche politischen Äußerungen meinen Sie? Die, die man homophob verstehen kann oder die, in denen er sich gegen Homophobie einsetzt? Die antisemitischen Klischees in einem Song von ihm oder sein Einsatz für Verständigung mit Israel? Seine Zweifel an der Existenz einer souveränen Bundesrepublik, die er aber irgendwie ja auch nicht so meint?

    Dass die Formulierung mit der Fernsehnation überspitzt ist – keine Frage. Immerhin erkläre ich, anders als Naidoo, damit nicht gleich das ganze Projekt Demokratie in Deutschland für wertlos.

  40. @Karsten Braun:

    Unfair ist es, aus diesem Song, welcher sich mit Gefühlen (eines Betroffenen) gegenüber Kinderschändern, auseinandersetzt, abzuleiten, dass Naidoo Gewalt gegen alle Schwulen oder, noch pauschaler, alle Homosexuellen propagiert.

    Wo tue ich das?

    Und zu verlangen, dass eine angebliche Homophobie Naidoos in der Doku erwähnt wird.

    Der Witz ist ja: Dieser Vorwurf wurde erwähnt. Nicht erwähnt wurde, wie Leute auf diesen Vorwurf kamen.

    Unfair und voreingenommen ist es Xavier Naidoo als Antisemiten zu bezeichnen, weil er wie die Nazis gegen das Zinssystem ist und wie die Nazis, die Macht bzw. den Lobbyismus der Banken und des Großkapitals (bspw. in Songs) kritisiert.

    Ich habe ihn nicht als Antisemiten bezeichnet.

    Unfair zu verlangen, dass dieser Antisemitismusvorwurf doch bitte in die Doku solle.

    Der Antisemitismusvorwurf war in der Doku. Was fehlte, war der Grund, wie Kritiker auf diesen Vorwurf kommen.

  41. Mann oh Mann! Was für ein bescheuerter Artikel! Welch ein Hass hier Niggemeier verbreitet, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass er Künstler mit hoher sozialer Verantwortung nicht mag. Warum unterstützen so herausragende Menschen wie Grönemeyer, Lindenberg, Adorf, Lauterbach & Co den farbigen Sänger? Weil sie Durchblick und Haltung zeigen!

  42. Meine Lieblingsstelle in der Doku ist übrigens die, wo Naidoo erzählt:

    Es wurde mal geschrieben, dass ich der deutschen Sprache das Tanzen beigebracht hätte. Das fand ich …

    Und ich dachte: Was sagt er jetzt? „Sehr schmeichelhaft“? „Ein ganz tolles Kompliment“? Nein:

    … sehr treffend.

    So ein sympathischer, bescheidener Künstler.

  43. Oh, Hallo Herr Dressler. Vielleicht kann ich Sie auch bitten, einfach mal konkret zu sagen, an welchen Stellen ich Hass verbreite (außer vielleicht auf diese Art von Manipulation in einer Fernsehdokumentation)? Und welche anderen „Künstler mit hoher sozialer Verantwortung“ mag ich noch nicht?

    (Nur nebenbei: Nennen Sie Grönemeyer eigentlich einen „weißen Sänger“?)

  44. @niggi:
    Sie kritisieren Naidoo indirekt. Weil Sie offensichtlich den Standpunkt vertreten, die überaus hysterischen Homophobie-, Antisemitismus- und Rassismus-Vorwürfe „der Leute“ (die Doku meinte wohl konkreter Journalisten) gegenüber Naidoo würden plausibler/verständlicher werden, würden die „Grundlagen“ in der Doku erwähnt.

    Das die Kritik diverser Journalisten an Naidoos Statements „übereifrig“ sein könnte, ziehen Sie in Ihrem Beitrag selbst nicht in Betracht.

  45. @Karsten Braun: Natürlich kann die Kritik übereifrig sein. Und ich ziehe diese Möglichkeit sogar ausdrücklich in Betracht, zum Beispiel mit dem Satz „Nun kann man auch hier darüber streiten, ob die Kritik an Naidoo berechtigt ist: …“

    Aber es ist zutiefst unseriös zu sagen: „Naidoo hat sich für den Frieden eingesetzt. Kritiker nannten das rechtspopulistisch.“ Ohne zu sagen, warum Kritiker das rechtspopulistisch fanden. Ganz unabhängig davon, ob man ihre Meinung teilt.

  46. Wer genau ist die ‚Fernsehnation‘, die nicht will, dass Xavier sie nicht am ESC vertreten darf?
    Klingt auch ein wenig nach ‚wir sind das Volk‘.

  47. Lieber Herr Niggemeier,
    beim Lesen Ihrer Antwort (50) dachte ich: Sie sind noch immer viel zu emotional… . Das führt dazu, dass die Diskussion an den wichtigen Stellen in eine Schieflage gebracht wird.

    Aber um nochmal auf meine Kritik (47) einzugehen:

    Was Sie in Bezug auf die von mir angeführt Stelle aus Ihrem Artikel, die ich kritisiere („Dass die Demokratie das durchaus aushält, dass er sein Maul aufmacht, aber die Fernsehnation auch finden darf, dass er mit dem, was er sagt, vielleicht nicht „für Deutschland“ beim ESC singen müsste, sagt er natürlich nicht.“) , schreiben, hilft nicht weiter.

    Sie schreiben: „Dass die Formulierung mit der Fernsehnation überspitzt ist – keine Frage.“

    Gut.
    Sie bedienen sich also einer Überspitzung. Diese „Überspitzung“ hat aber einen manipulativen Charakter, weil sie impliziert, dass ganz, ganz viele Menschen („eine Fernsehnation“) hinter der Entscheidung stehen, dass man Naidoo nicht hat am Grand Prix teilnehmen lassen.
    Damit bauen Sie eine „Front“ gegen den Sänger auf – eine Front (und hier wird es eben manipulativ) die so (hier müsste dann ein belastbarer Datensatz angeführt werden) nicht vorhanden ist. Durch diese Vorgehensweise werden die Leser manipuliert (ich gehe allerdings davon aus, dass Sie diese Zeilen nicht wirklich mit der Absicht geschrieben haben, „zu manipulieren“. Wahrscheinlich ist die Aussage auf den „emotionalen Einschlag“ zurückzuführen, unter dem Sie diesen Beitrag geschrieben haben).

    Sie erwecken den Eindruck, dass eine (ganze) Fernsehnation „gegen“ Naidoo ist. Und das ist – gerade in einem Artikel, der einer Doku vorwirft, manipulativ vorgegangen zu sein und der den Anspruch erhebt, analytisch-kritische Medienkritik zu betreiben – ein „Problem“. Aus journalistischer Sicht muss ich das als perfide bezeichnen.

    Nun weiter: Sie verknüpfen den ersten Teil Ihrer Aussage („Dass die Formulierung mit der Fernsehnation überspitzt ist – keine Frage.“) mit der Folgenden:

    „Immerhin erkläre ich, anders als Naidoo, damit nicht gleich das ganze Projekt Demokratie in Deutschland für wertlos.“

    Beim nochmaligen Lesen werden Sie vermutlich auch erkennen, dass die inhaltlich-logische Verknüpfung der beiden Sätze ebenfalls „problematisch“ ist.
    Im ersten Teil Ihrer Aussage geht es um einen manipulativen Bestandteil in ihrem Text (den Sie als „Überspitzung“ bezeichnen), im zweiten Teil geht es um eine Meinungsäußerung eines Sängers, die er vor einer Kamera getätigt hat (völlig anderer Kontext…).

    Beides hat nicht wirklich etwas miteinander zu tun, wobei: Richtig, wenn Sie das so anführen: Beide Aussagen (die von Ihnen und von XN) darf man eben als „Überspitzung“ betrachten.

    Anders gesagt: Wenn man Ihnen zugesteht, dass Sie da ja gar nicht absichtlich manipulieren wollten und sich eben einfach nur einer Überspitzung bedient haben (die zwar problematisch ist, aber, ach je, na gut… kommt eben vor…)…tja, wie soll man dann mit der Aussage von Naidoo umgehen
    („Wenn eine Demokratie nicht aushält, dass ein kleiner Sänger aus Mannheim sein Maul aufmacht, dann ist die Demokratie auch nix wert.“)?

    Sehen Sie?
    Verstehen Sie, was ich meine?

    ;- )))

  48. @niggi, 10:51: Und wenn es aber so ist, dass die „Kritik“ (ein sehr hehres Wort für zuweilen sehr plumpe Idiosynkrasien) übereifrig bzw. unberechtigt ist, und das noch von einer so mächtigen Medienanstalt wie dem NDR, und diese „Kritik“ zudem auch noch dazu führt, dass besagtem Sänger eben mal so eine bedeutende Auftrittsmöglichkeit genommen wird – könnte man dann nicht die ach so „perfide“ (oje…) Vox-„Doku“ schlicht als mehr oder minder gerechtfertigte „Gegenpropaganda“ ansehen, wenn die NDR-„Kritik“ sich als nichts anderes als initiale Schmähpropaganda herausstellt? Deren tatsächliche Motivation vielleicht nichts anderes war als geschmäcklerische Abneigung gegen die bevorzugte Musikstilart bzw. Darbietungsweise besagten Sängers? Ist das nicht sowieso ein hervorstechendes Merkmal des hierzulande dominanten Umgangs führender Medien mit einheimischen Künstlern? Wäre dann nicht die Darstellungsweise der Vox-„Doku“ als tätige Fürsorge für einen Beschäftigten aus eigenem Hause gegen Angriffe von außen zu rechtfertigen?

  49. @niggi:

    Ja sicher schrieben Sie:
    „Nun kann man auch hier darüber streiten, ob die Kritik an Naidoo berechtigt ist: “

    Aber auch Sie selbst schreiben in Ihrem Beitrag nicht, WARUM man darüber diskutieren kann oder sogar sollte. Außerdem relativieren Sie im ursprünglichen Beitrag obiges Statement an anderer Stelle etwas in dem Sie dezent die Bemerkung – vielleicht – einfügen.

  50. @33 :

    Also Herr niggemeier, Sie zählen nicht auf, Sie hängen sich daran auf und kommentieren, wie hier schon ein anderer Leser schreibt, emotionsgeladen. Dabei reißen Sie Zitate aus dem Zusammenhang und hängen sich an Textstellen auf die die angebliche Homophobie sowie den angeblichen Antisemitismus beweisen sollen. Dazu wurde sich m.e. in #14 treffend geäußert.

    Dennoh, nochmals meine Frage, müssten Sie konsequenterweise nicht jedem Künstler, jeder Person die sich öffentlich mit naidoo solidarisierten, auch den Vorwurf des Antisemitismus, der Homophobie machen?

  51. amüsiert und immer wieder verblüfft lese ich die Kommentare zu Übermedienartikeln, die veranschaulichen, dass ein Artikel noch so klar sein kann, wenn er aber in Gehirnwindungen gerät, die ihn zu ganz anderen Inhalten verwursten, um sich dann angeekelt über die selbst produzierte Wurst herzumachen, ja dann kriegt man unverlangt Einblicke in Denk- und Gefühlsmechanismen, die, wie gesagt, verblüffen …

  52. Stefan, Du schreibst:

    @Sapere Aude: Dieser Artikel setzt sich nicht mit Xavier Naidoo und seinen zweifelhaften Positionen und Äußerungen auseinander – das ist ja vor einem Jahr wirklich zur Genüge passiert. Sondern mit einer Vox-Dokumentation.

    Dieser Punkt geht an Dich.

    Sagen wir es so: Ich mag weder Xavier Naidoo (ich finde ihn unauthentisch und unsympathisch) noch seine Musik (überzeichnetes Genöle mit grausigen Texten). Ich kenne auch seine wahren politischen oder weltanschaulichen Positionen nicht. Beim Überfliegen der Berichte zu seinen angeblichen Entgleisungen fiel mir jedoch ein in gewisser Weise verkürzender und zugespitzter Tonfall auf.

    Du selbst hast die aktuelle Stimmung Naidoo gegenüber mit Deinem satirischen Tweet auch nochmal ganz deutlich gemacht:

    Xavier Naidoo tritt 2016 für die Bundesrepublik (oder das Deutsche Reich, man weiß es bei ihm ja nicht) beim #Eurovision Song Contest an.— Stefan Niggemeier (@niggi) 18. November 2015

    Du beklagst nun Deinerseits die einseitige Berichterstattung in dem VOX-Dramolett. Man kann auch über die Qualität dieses – offenbaren – Rührstücks geteilter Meinung sein. Ich habe auch das nicht gesehen, sondern nur Deinen Bericht hierzu gelesen.

    Nun sind mir die Vorwürfe, die Deiner Meinung nach in die VOX-Dokumentation gehört hätten, bisher ebenfalls unbekannt gewesen und ich dachte mir, der Stefan, der wird das schon gewissenhaft recherchiert haben, schau es Dir doch mal an, warum es diesen furchtbaren Bohei um diesen Naidoo gibt und warum er sich derart beschimpfen lassen muss!

    Deshalb habe ich mir explizit die von Dir genannten Begründungen vorgenommen und kann hier keine Homophobie entdecken. Und Du schreibst selbst:

    Ich unterstelle Naidoo weder, dass er homophob ist, noch dass er antisemitisch ist

    Insofern erschließt sich mir weder, wie man aufgrund gerade DIESER von Dir genannten Äußerung schließen sollte, Naidoo habe sich homophob geäußert, noch dass man deshalb gerade diesen Vorwurf explizit in der Dokumentation erwähnen müsste.

    Das Verdikt der Medien (die ich wie ich bereits sagte, nur kursorisch studierte) gegen Naidoo erschien mir klar: Naidoo ist ein homophober Aluhut-Nazi.

    Was nun Naidoos Friedensaktivismus anbetrifft … schreibst Du in Deinem Beitrag:

    Man kann – vielleicht – darüber streiten, wie Naidoos Arm-in-Arm-Auftritt bei solchen Leuten einzuschätzen ist. Aber ihn darauf zu verkürzen, dass er sich für den Frieden eingesetzt habe, und zu suggerieren, er sei allein dafür von den Medien als rechtspopulistisch beschimpft worden, ist in hohem Maße irreführend.

    Man kann also darüber streiten, wie dieser Auftritt zu bewerten ist. Wenn die – aus Naidoos Sicht unberechtigte – Kritik nicht erwähnt wird, ist die Sache damit nicht entschieden? Kann es sein, oder besser, ist es für Dich denkbar, dass Naidoo wirklich schlicht und einfach „für den Frieden“ ist und das sein einziger Beweggrund war, bei Elsässers Demo aufzutreten? Und dass es für ihn völlig egal war, wer die Demo organisiert, wenn es überhaupt eine gibt?

    Ich war auch sehr verwundert, warum sich ausgerechnet Eugen Drewermann, der denkbar pazifistischste Mensch, den man sich denken kann, bei einer solchen Friedensdemo auftritt und sich sogar von „Verschwörungstheoretiker“ Ken Jebsen zum Interview bitten läßt.

    Kurz: Kann es sein, dass man bei so einer Sache auftritt und dabei weder Nazi noch Arschloch ist, sondern schlicht und einfach „für den Frieden“? Und ist es möglich einen – aus eigener Sicht unberechtigten – Vorwurf zu ignorieren und stattdessen den gefühlten Kampagnencharakter der Kritik hervorzuheben?

    Du schreibst:

    ob die Nähe zu den Reichsbürger-Positionen und zu Elsässer ehrenrührig sind, kann ja jeder selbst entscheiden. Das kann er nur nicht, wenn er die Vox-Dokumentation sieht. Der Film lässt, wie oben geschrieben, einfach den Anlass für die Kritik weg (die Textstellen bzw. Informationen über die Art der Demonstrationen). Dann muss die Kritik zwangsläufig irre und unberechtigt erscheinen.

    Das Dokudram hebt Dinge hervor und läßt andere weg. Hier wird die Debatte um den ESC explizit aus der Sicht Naidoos dargestellt. Solche Popstar-Dokus sind als Genre schlicht dafür bekannt, dass sie keinen kritischen Journalismus betreiben, sondern sich dem Künstler möglichst selbstwertdienlich nähern, denn sonst muss man damit rechnen, dass der Künstler keine Lust hat, mitzumachen.

    Dieses Phänomen ist also nichts Xavier-Naidoo-Spezifisches und nicht seiner Intriganz, Dummheit, Selbstgerechtigkeit oder gar der Lügenboulevardpresse zu schulden – sondern die Norm.

    Wenn ich mir eine Doku über Phil Collins anschaue, in der Phil Collins höchstselbst zu Wort kommt, weiß ich, dass seine Ex-Frauen mit ihrer Sicht der Dinge wohl nicht auftreten werden. Und dann wird dort die Geschichte mit dem Anstreicher, mit dem er seine Frau erwischte aufgewärmt … aber ich schweife ab …

    Langer Rede kurzer Sinn: Dein Beitrag wirkt wie ein Nachtreten bei einem längst toten Pferd.

    Naidoo ist weder ein Nazi (wie Du mit Deinem Tweet insinuiertest), noch antisemitisch, noch homophob. Das wäre angesichts seiner Biographie und seiner sonstigen Verlautbarungen auch komplett absurd. Deshalb ist die Darstellung der Dinge aus seiner Sicht im Rahmen dieses Dokudrams auch nachvollziehbar. Dass er der Ansicht ist, dass die USA Deutschland noch immer besetzt halten, darüber kann man trefflich streiten. Aber ihn deshalb einem unvergleichlichen Shitstorm auszusetzen war – meiner bescheidenen Einschätzung nach – unnötig, egal was man über seine musikalische Talentlosigkeit denkt.

  53. Zu #63

    „oder genauer: warum Menschen diese Zeilen auf Homosexuelle bezogen).“

    Rhetorisch geschickt…

    Ihr eigener twitterpost („deutsches reich“) impliziert keinen Antisemitismus?

  54. @Sapere Aude: Hätte es nicht vielleicht geholfen, einfach die Dokumentation anzusehen, über die ich hier schreibe?

    Ich hätte mit ihr viel weniger ein Problem, wenn sie die Vorwürfe einfach weggelassen hätte. Wenn Sie einfach nicht erwähnt hätte, dass es viele Leute gibt, die Naidoo vorwerfen, antisemitische und homophobe Dinge zu singen, und seine Nähe zu Querfrontlern kritisieren. Man hätte ein kuscheliges PR-Filmchen drehen können, indem man die Kritik einfach weglässt.

    Vox hat aber nicht die Kritik weggelassen, sondern nur die Grundlage für die Kritik. Vox tut so, als wäre Naidoo von einer bösen Lügenpresse dafür kritisiert worden, dass er sich für den Frieden einsetzt. Das war aber nicht der Anlass für die Kritik, sondern es ging konkret um die Demonstrationen und die Mitstreiter, die sich Naidoo da suchte.

    Man kann diese Kritik teilen oder falsch finden. Man kann diese Kritik in einer Kuschel-PR-Sendung auch ganz weglassen. Aber man kann sie nicht nennen, aber ihren konkreten Anlass weglassen.

    Die gleiche Methode wendet die Vox-Doku beim Thema Antisemitismus und Homophobie auch an. Sie erwähnt die Kritik. Aber sie sagt nicht, worauf sie sich bezieht, was ihr Auslöser ist.

    Ich habe mit meinem Tweet auch nicht insinuiert, dass Xavier Naidoo ein Nazi ist. Ich habe insinuiert, dass er womöglich nicht an die Existenz der Bundesrepublik Deutschland glaubt. Weil er sich selbst da nicht so sicher scheint. Was es ein bisschen lustig machte, dass er für dieses Land antreten wollte.

  55. Was mir nicht ganz klar ist:
    Was ist eigentlich mit Männern, die kleine Mädchen missbrauchen?
    Die lieben ja die äh-„Möse“.

  56. Das ist doch eine erneute Hetze, weil eine echte Differenzierung nicht vorhanden. Man sehe sich die Fakten an. Hier ist wieder alles mögliche pauschalisiert!

    Ist wie wenn ich die Flüchtlingspolitik, die Politik Israels oder homosexuelle Gruppen kritisiere und sofort als Rassist, Antisemit und Homophob bezeichnet werde. (Was heute usus ist!)

    Das hieße ja, man dürfe NIE eines dieser Bereiche kritisieren. Es kommt auf die Kritik an, nicht darauf, was m,an kritisiert!
    Wann geht das endlich in die Linken Hohlköpfe hinein.

    Ihr, und auch dieser Artikel hier zeigt es, seid Schuld, wenn Euch nicht mehr geglaubt wird! Immer mehr Menschen wenden sich von Euch ab und dann wundert Ihr Euch auch noch. Entweder fehlt Euch jeder realitätssinn, weil ihr verblendet seid oder seid selbst manipuliert von wem auch immer.-

  57. XN ist ein schönes Beispiel für die Zielgruppe der Indifferenten:

    Er ist an sich nicht XY-phob oder was auch immer. Aber er merkt bei den Sprüchen der Phobiker auch nichts, wenn er sie nachplappert.

    Ihm fällt nicht auf, dass die Kasernen der „Besatzungsmacht“ zu 99% leer stehen oder bereits abgerissen wurden, obwohl er die gerade als Mannheimer jederzeit besichtigen kann. Und er bemerkt auch nicht, dass die Klage über das dreckige Dutzend der Superreichen sich „eigenartigerweise“ auch immer auf Vermögen mit jüdischem Hintergrund fokussiert. Sein diffuses politisches Unbehagen wurde querfrontig eingefangen und wird wiederum von ihm massiv multipliziert.

    So etwas wie diese Vox-Doku geht mir dann auch furchtbar auf die Nerven, die Kritik daran ist mehr als begründet, nur:

    Mit welcher begründeten Anspruchshaltung kann man Vox da eigentlich kritisieren? Welche Standards erwartet man einfordern zu können?
    Irgendein Unternehmen betreibt irgendein Medienprodukt, welches entfernt an Journalismus erinnert, aber keiner ist. Ob Societypresse, TV-Programmzeitschrift oder was auch immer, da ist dergleichen doch Alltag, oder?

    Gibt es irgendeinen Schuh, den die bei Vox sich freiwillig auch selbst anziehen? Do they give a shit on it?

    #54: Er wird vermutlich jeden autochton gefärbten Sänger mit dem Präfix „Farblos“ versehen.

  58. Ich habe das Gefühl dass viele der Kommentaoren einen anderen Artikel lasen oder ihn mit Absicht falsch verstehen wollen, nur um Stefan Niggemeier erstmal „Hass“ u.ä. vorwerfen, was für ein Schauspiel! Anderen interessiert es noch nicht einmal, den Artikel und seine Argumente vollständig nachzuvollziehen, interessiert auch gar nicht wirklich um wen es geht, was der so gesagt hat, welche Meinungen er vertritt, was die VOX-Sendung aussagte. Alles Wurst: Der Niggemeier kritisiert den, also müssen wir gegen halten, im Namen des Weltfriedens.

    @Symboltroll: Naja, es geht hier auch um Medienpolitik, die gewisse Verhältnisse zwischen Medium, Content, Diskurs und Nutzer zeitigt, und nicht einfach um irgendein blödes Event neben anderen blinkenden Shows und Trickfilmchens.

  59. STE,

    das Schauspiel ist wirklich unterhaltsam, wobei Beiträge wie #69 schon klar satirische Qualitäten haben.

  60. Ich verstehe das Haten gegen @Stefan Niggemeier nicht. Dieser Artikel ist eine Kritik an der Werbeveranstaltung von VOX.
    Die benannten Sendungen (ich hab mich mal im Schnelldurchlauf durchgequält) sind reine Selbstbeweihräucherungen.
    Richtig wäre eine Einblendung mit dem Titel „Dauerwerbesendung“, da das Ziel lediglich Umsatz in jeglicher Form ist. In Blick auf die VOX-Sendungen kann man schon sagen, dass die Kuh sehr gerne bis über das Ende hinaus gemolken wird. Schließlich würde eine differenzierte und tiefergehende Berichterstattung die langfristige Zusammenarbeit verhindern.
    Klar bedeutet ein Aufenthalt bei einer rechten Veranstaltung nicht, dass man Rassist, Antisemit, Verfassungsfeind oder ein Nazi ist. Im Umkehrschluss stellt sich mir dann die Frage warum überhaupt ein Auftritt auf diesen Events vollzogen wird.
    Aber zurück zum Thema: XN spielt überhaupt keine Geige sondern „die Medien“, die Cashcows bejubeln, als Opfer von Intrigen, etc darstellen. Gerade in der verschwörungshysterischen Zuschauerschicht erzeugt das falsche Bilder. Klar, letztlich geht es um Geld und da ist jedes Mittel recht. Schließlich gilt immer noch: „There’s no Business like Showbusiness“

  61. Es ist wie immer Halbwahrheiten machen keine freie Presse.Das die Bundesregierung und somit Deutschland nicht als souverän angesehen wird hängt z.B. an Ramstein,NSA Überwachung,NSU Morde,Hofberichterstattung und und und.Das auch sie das Wort Antisemitismus so leichtfertig benutzen zeigt ihre Ahnungslosigkeit.Semiten sind Völker die in Nordafrika und dem Nahen Osten leben dazu zählen (Hebräer,Palästinenser,Drusen, Kurden, Koptische Christen,Libanesen,Jordanier und noch mehr).Wenn sie also Antisemitismus unterstellen müssten sie der Israelischen Regierung bzw. den Zionisten in Israel diesen Vorwurf machen.Den wer mehr als 800.000 Palästinenser aus Israel deportierte und nach Syrien lenkte wo sie leben.Weil man Lebensraum für jüdische Siedler wollte und diese Bewohner z.B. von Haifa vertrieb und das in den 1960 Jahren auch genannt die Nakba.Wenn sie dann auch noch dazu sagen das Israel dies bis heute leugnet und dies natürlich Assoziationen mit dem Nazi-Regime auslöst.Sind sie dann schon ein Nazi oder sprechen sioe nicht die Wahrheit aus die unbequem ist? Beängstigend was sie für freie Presse halten und wie sie mit Wörten wie Antisemitismus umgehen.

  62. Wo bitte ist den die Friedensbewegung? Bei Ramstein,Drohnenmorde, Angriffskriege,Mobilmachung in Europa gegen Russland, im Chinesischen Meer gegen China, die Geopolitik der USA die Staaten destabilisiert weil sie nicht so wollen wie das US-Establishment dies möchte.Die früheren Friedensaktivisten sind die heutigen Kriegstreiber,sie sind genauso blind wie die vor dem 1.+2.WK und sie merken alle nicht das die US Geostrategen sie benutzen um ihren 3.WK zu bekommen.Kehrt endlich um der Wahnsinn wartet hinter der nächsten Kurve und Lügen dienen nur dem Krieg nie der Demokratie.

  63. Grandiose Kommentarspalte bislang. Erinnert mich an beste Niggemeier-Blog-Zeiten (z.B. Scientology / Tom Cruise, kriege ich übrigens nicht mehr aufgerufen, ist der Blog inwischen kaputt, Stefan?).

    Darf ich bei der Gelegenheit bitte Kommetar #62 (Döhmann-Rohwold) zum Lesen empfehlen? Falls den irgendwer überlesen hat? Ich wünsche mir hiermit, dass mir in meinem Leben wenigstens einmal ein gleichermaßen langer, lesbarer, lustiger und treffender Satz gelingen möge.

  64. Ich persönlich mag den Typen (also das Objekt der „Doku“werbung) absolut nicht und mein erster Gedanke als ich von der Nominierung zum ESC gehört habe war „Wie ist denn das passiert?“ Erst als ich mitbekommen habe dass es einfach mal so bestimmt wurde habe ich dann halt auch an die ganzen Vorhaltungen gedacht die gegen ihn gemacht wurden und mich gefragt ob die entsprechenden Bestimmer eher in der Ecke „Nie davon gehört“ ansässig waren oder ob das eher die „Das wird sich schon verlaufen“-Zyniker waren. Zu den ganzen Leuten die hier von einer Kampagne, respektive einer organisierten Hetze gegen den Sänger geredet haben kann man nur sagen: Glaube ich nicht dran, meine Lebenserfahrung ist eine andere. Einen solchen Shitstorm kannst du eben nicht mal einfach so durch ein paar Tweets und Posts auf Twitter hervorrufen. Die meisten Menschen sind zum Glück doch nicht so dumm.

    Wie man von den Reichsbürgern auf Nazis schließen kann, das lässt ein gewisses Maß an Unwissen vermuten (das ist nichts schlimmes, ich wünschte mir manchmal auch ich wüsste nichts über die Leute). Allerdings verstehe ich nicht wie man sich als Künstler hinstellen kann und Worte benutzt ohne sich darüber Gedanken zu machen wie sie aufgenommen werden. Und der Mann ist schon lange genug im Geschäft um zu wissen, dass auch einzelne Zeilen für sich genommen interpretiert werden. Und das er darauf nicht geachtet haben soll kann ich nicht glauben.

  65. Ganz ehrlich, diesen Artikel und S.Niggemeier kann man genauso auseinandernehmen, anhand der verkürzten/verbogenen Aussagen, wie dieser Artikel den Vox-Film kritisiert.
    Und daran erkennt man, wie man mit Medien-Beiträgen manipulieren kann, und das wird, je nach gewünschtem Ziel, auch von ALLEN Seiten getan.
    Eigentlich ist die Zeit zu schade, sich damit zu beschäftigen, weil es interessiert die Protagonisten kein bischen, wenn man was dazu schreibt, die schütteln sich grinsend ein bischen und das wars.
    Trotzdem muß ich ja nun zu meiner Aussage was schreiben, sonst mach ICH mich ja wieder zum Depp, wenn ich nur eine These aufstelle und die nicht begründe *seufz*

    Aaaaalso:

    Zitat Niggemeier: „… Sie kommen aus dem Umfeld des extrem rechten Verschwörungstheoretikers Jürgen Elsässer, der bei der selben Veranstaltung spricht. …“
    Auch da ist nur eine Meinung Niggemeiers, die er nicht begründet, genau das, was er bei dem Vox-Film bemängelt.
    Wo ist der Nachweis, daß Elsässer Extrem rechts ist?
    Mit dem Begriff „Verschwörungstheoretiker“ wird impliziert, daß das, was Elsässer in seinen Aussagen wiedergibt erfunden sei, wo ist das bewiesen, daß das wirklich erfunden, also unwahr ist?

    Zitat Niggemeier: „… die – wie offenbar er – nicht an die Existenz eines souveränen Staates Bundesrepublik Deutschland glauben…“
    Ist die BRD ein souveräner Staat oder nicht?
    DIE, wie Naidoo glauben es nicht.
    Aber auch Niggemeier stellt nur in den Raum, bzw. impliziert, daß DIE und Naidoo unrecht hätten, und die BRD ein souveräner Staat wäre, aber auch das nicht mit Tatsachen von ihm belegt.

    Zitat Niggemeier: „… Aber Vox nennt nicht einmal den Grund, warum Homosexuelle diese Zeilen auf sich bezogen (oder genauer: warum Menschen diese Zeilen auf Homosexuelle bezogen)…“
    Es ist tatsächlich schwierig, diesen Punkt zu hinterfragen.
    Oder vielleicht auch doch nicht?
    Hier hat Naidoo einen Fakt der Pädo-Kriminalität thematisiert.
    Aber er hat in dem Lied nirgends ALLE homosexuellen Männer als phädofil bezeichnet.
    Wenn man vermeiden will, daß Unschuldige sich angesprochen fühlen, dann dürfte man das ganze Thema Kindesmißbrauch nicht mehr thematisieren, weil:
    – nicht alle Männer minderjährige Mädchen mißbrauchen
    – nicht alle Frauen minderjährige Jungen mißbrachen
    – nicht alle Männer minderjährige Junden mißbrauchen
    – nicht alle Frauen minderjährige Mädchen mißbrauchen
    Und wo wären wir dann? Genau, keiner darf mehr drüber reden.
    Traurig, bei so einem wichtigen Thema

    Zitat aus dem von Niggemeier zitierten Lied: „… Baron Totschild gibt den Ton an, und er scheißt auf euch Gockel /
    Der Schmock ist’n Fuchs und ihr seid nur Trottel …“
    Das ist wirklich lachhaft, sowas als antisemitistisch anzusehen.
    Nur weil man einen (oder mehrere) Menschen mit jüdischen Wurzeln für einen Verbrecher hält, verurteilt man doch nicht das ganze Volk.
    Oder darf man einen Verbrecher, oder den man dafür hält, in Zukunft nicht mehr anprangern, weil er ja logischerweise zu einem Volk, einer Volksgruppe oder Glaubensgemeinschaft gehört, und damit den rest des Volkes auch mitmeinen könnte?
    Hääää, also sowas in diese Richtung zu verdrehen, wie es Niggemeier tut, ist … schräg (ums mal diplomatisch auszudrücken).

    Zitat Niggemeier: „… aber die Fernsehnation auch finden darf, dass er mit dem, was er sagt, vielleicht nicht „für Deutschland“ beim ESC singen müsste, sagt er natürlich nicht…“
    Setzen sechs.
    Die Fernsehnation? Wie kommt Herr Niggemeier darauf?????
    Das waren organisierte Grüppchen, die (Hut ab) als Minderheit, gut organisiert und technisch hochgerüstet, einen Shitstorm dargestellt haben, der scheinbar VIEL ist, aber eben doch nur von wenigen Idealisten geführt wurde. Ein Großteil der Bevölkerung hat das nur von Außen mitangesehen und sich nicht beteiligt.
    Woher nimmt Herr Niggemeier an, daß es die GANZE Fernsehnation so sieht? Aus Umfragen von ganz wenigen, die hochgerechnet wurden? Oder aus dem Shitstorm der WENIGEN? Oder doch bewusst eine Verdrehung der Tatsachen, WENIGE schrein VIEL, also denken ALLE so?
    Und wieder diplomatisch ausgedrückt: ziemlich … schräg!

    Und das Fazit nun?
    Weder dieser Beitrag, noch der VOX-Film eignen sich, um sich ein Bild zu machen, einfach nur Manipulation, um ein gewünschtes Ziel, seine eigene Meinung anderen einzutrichtern, in der Hoffnung, die Lesenden/Hörenden/Sehenden, denken nicht mehr selber.

    Ich zeichne mit meinem Real-Namen, weil ich dazu stehe, was ich denke.

    Menschen, egal welcher Nationalität, egal welcher ethnischer Vorfahren, egal welchen Glaubens, egal welcher sexuellen Orientierung:
    Hört auf solchen Dingen Darstellungen Glauben zu schencken!
    Hört auf NICHT zu denken und solche Darstellungen fraglos zu übernehmen!
    Hört auf Euch von solchen Menschen gegeneinander aufhetzen zu lassen!
    Es gibt GUTE und SCHLECHT in jeder Nation, in jeder etnischen Gruppe, in jeder Religionsgemeinschaft, in jeder „sexuell-Orientierung“-Gruppe.
    Trotzdem muß man Dinge besprechen können, die eben Individuen dieser Gruppen betreffen, wenn sie falsch laufen.

  66. „Sie kommen aus dem Umfeld des extrem rechten Verschwörungstheoretikers Jürgen Elsässer“
    Für eine richtige Einordnung fehlt hier mindestens die Tatsache, dass Jürgen Elsässer jahrelang auf einer extrem linken Spur unterwegs war, die sich selbst als „antideutsch“ bezeichnet hat (und immer noch bezeichnet). Warum soll ich an seine „extrem rechte“ Gesinnung mehr glauben als an seine „extrem linke“? Elsässer scheint mir mehr ein Irrlicht oder ein Provokateur zu sein als irgendetwas anderes. Mit Vorsicht zu genießen ist er in jedem Fall, denn sein Interesse an Fakten ist sehr begrenzt.
    Und wie nichtssagend der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ ist, sollte inzwischen jeder wissen. Daniele Ganser, von dem es keine einzige extreme politische Äußerung gibt, soll auch ein Verschwörungstheoretiker sein. Und natürlich sind alle weiterhin Verschwörungstheoretiker, die bezweifeln, dass Lee Harvey Oswald JFK als Einzeltäter getötet haben kann. Nur Dumme glauben staatlichen Institutionen so einen Schmarr’n und machen aus dem „Verschwörungstheoretiker“ mehr und mehr die Antithese zu ihrem eigenen Geisteszustand.

    Unzweifelhaft ist, dass Xavier Naidoo ein guter Musiker ist und eine ganz große Einwanderer-Erfolgsstory in Deutschland. Als ich (damals noch in der Kurpfalz beheimatet) erstmals ein Lied von seiner Band gehört habe, die sich auch noch „Söhne Mannheims“ genannt hat, war meine Reaktion: „Wow, was für ein Hammer“. Naidoo ist kein Philosoph und kein Politiker. Dass „die Medien“ versuchen, ihn als Musiker und Deutschen mit MiGraHiGru kaputtzumachen, weil er hin und wieder etwas sagt oder singt, das ihre Ideologie stört, stellt ein ganz großes Fragezeichen hinter ihre Parteinahme für Einwanderer. Sind Einwanderer nur eine Projektionsfläche und Hilfstruppe für einen Satz von Ideologien, die auch sie selbst niemals in Zweifel ziehen dürfen? Die viel beschworene „Toleranz“ scheint zumindest da einfach nicht zu existieren.

  67. @Andreas Müller: Schlagen Sie doch mal eine von Ihnen akzeptierte, brauchbare Umschreibung von Jürgen Elsässer vor.

    Und wieso ist der in Mannheim geborene Xavier Naidoo für Sie ein Einwanderer? Oder, anders gefragt: Warum darf man sich nicht für Flüchtlinge engagieren, aber den Quatsch kritisieren, den ein Sohn von Einwanderern sagt? Was ist das für ein Schein-Widerspruch, den Sie hier aufmachen?

    Dass „die Medien“ versuchen, Naidoo kaputtzumachen, kann ich ebenfalls nicht erkennen. Sie geben ihm Preise, laden ihn in Sendungen ein, feiern ihn als Musiker – und kritisieren Texte von ihm, die sie kritikwürdig finden. Der NDR wollte ihn sogar zum Eurovision Song Contest schicken!

  68. @81:
    „Unzweifelhaft ist, dass Xavier Naidoo ein guter Musiker ist…“
    Das ist ja wohl ’ne Geschmacksfrage (Meinung) und keine Fakt.

  69. „Schlagen Sie doch mal eine von Ihnen akzeptierte, brauchbare Umschreibung von Jürgen Elsässer vor.“
    Es geht zunächst nicht um Elsässer, sondern um Naidoo. Naidoo für Elsässer und dessen raunend erwähntes „Umfeld“ in Haftung zu nehmen, ist doch fragwürdig. Allein die Ansicht, dass so ein „Umfeld“ ein geschlossene Haltung einnimmt und wechselseitig haftbar gemacht werden kann, halte ich für potenziell illiberal. Denselben Versuch hatten wir ja auch schon bei Ken Jebsen und Daniele Ganser. Das ist unseriös und riecht danach, dass man Unberührbare (Parias) definiert, über die man alles infizieren und verbrennen kann, was einem nicht in den Kram passt. Niemand würde auf die Idee kommen, einen Teilnehmer des G7-Gipfels für die Politik eines anderen verantwortlich zu machen und für untragbar zu erklären, weil sie gemeinsam aufgetreten sind. Genau diese Technik ist aber innenpolitisch heute praktisch Standard.

    „Und wieso ist der in Mannheim geborene Xavier Naidoo für Sie ein Einwanderer?“
    Er ist der Sohn eines Einwanderers und hat sich seinen Platz in der deutschen Gesellschaft selbst erkämpfen müssen. Es ist eine Tatsache, dass ihm das seine Hautfarbe schwer gemacht hat. Und genau deshalb ist es eine anerkennenswerte Leistung, dass er dieses bedauernswerte Vorurteil widerlegt hat, und viel mehr wert als abstrakt postulierter Antirassismus. Naidoo ist für mich und viele andere eine Bereicherung der deutschsprachigen Kultur. Deshalb muss ich noch lange nicht jedem Satz zustimmen.

    „Der NDR wollte ihn sogar zum Eurovision Song Contest schicken!“
    Wollte, hat aber letztlich nicht. Dabei lässt sich ja nicht mehr bestreiten, dass er nicht schlechter hätte abschneiden können als die Ersatzfrau (die übrigens auch mehr Punkte verdient hätte: der Gesang war gut, das Outfit lustig: künstlerisch war das z.B. besser als der hochgepushte Pole, der nicht singen konnte).
    Wenn der ESC nicht selbst in großen Teilen so offensichtlich künstlerisch irrelevant und politikverseucht wäre, hätten wir hier ein schönes Beispiel, warum das deutsche Showbusiness (und wie sieht es mit der Gesellschaft als Ganzes aus?) so wenig erfolgsorientiert und wettbewerbsfähig ist.

  70. @niggi:

    „Dass „die Medien“ versuchen, Naidoo kaputtzumachen, kann ich ebenfalls nicht erkennen.“

    Der eine sieht’s nicht, der andere aber doch! ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber sagt:
    „Aus meiner festen Überzeugung heraus – und ich habe mich mit diesen Themen lange vorher intensiv beschäftigt – ist Xavier Naidoo weder ein Rassist noch homophob beispielsweise. Und es gibt genügend Schwule, die das sagen. Aber Sie kommen mit dieser Nachricht nicht mehr durch. Die Nachricht, dass im Ausland darüber berichtet wird, dass ein Sänger für Deutschland antritt, der antisemitisch sei – auch wenn er es nicht ist – das können Sie nicht mehr umdrehen. Und das hätte bis zu Xaviers Auftritt in Stockholm die gesamte Berichterstattung überlagert.“

    http://www.ndr.de/unterhaltung/Schreiber-Xavier-Naidoo-waere-angetreten,esc2270.html

    Schade, dass diese hysterischen Vorwürfe die gesamte! Berichterstattung überlagern können. Warum gibt es nur so wenige analytische Medienberichte, als Gegenpol zu diesem „aufgeschreckten Hühnerhaufen“?

  71. @Andreas Müller: Dürfte man Naidoo für das T-Shirt, das er trägt, in Haftung nehmen? Und für die Veranstaltung, auf der er spricht und zu deren Organisatoren er sagt, er habe „größten Respekt“ für ihre Arbeit?

    (Und schlagen Sie doch gerne trotzdem mal eine brauchbare und von Ihnen akzeptierte Beschreibung von Elsässer vor.)

  72. @86 Stefan Niggemeier
    Ich gehe mal davon aus, dass Sie diese Frage auf die „Reichsbürger“ beziehen, um die Problematik zu diskutieren:
    Kennen Sie Foschepoth? Falls nein, sollten sie das als Einstieg lesen:
    http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/debatte-um-us-spitzeleien-ein-akt-der-unterwerfung–105072693.html
    Wenn die „Reichsbürger“ also behaupten, dass Deutschland de jure kein souveräner Staat sei (mehr weiß ich auch nicht über die Details ihrer Thesen), dann können sie sich IMHO durchaus auf Foschepoth berufen.
    Foschepoth vertritt hier aber keine extremistischen Thesen, sondern stellt sachliche und überprüfbare Einsichten vor.
    Eine ganz andere Frage wäre allerdings, wodurch die „Reichsbürger“ intransparente und autoritäre transatlantische Strukturen ersetzen wollen. Mir und vielen anderen wäre ja durch intransparente und autoritäre deutschnationale Strukturen nicht geholfen.
    Eine Positionierung zu den Reichsbürgern ist also vielschichtig, IMHO zu vielschichtig für einen Künstler und sein Publikum. Andere Künstler wie Grönemeyer und Niedecken haben sich aber auf Ähnliches auch eingelassen und werden dafür von „lechts“ so angefeindet wie Naidoo von „rinks“. Die Symmetrie muss man einfach erkennen. Trotzdem sind Grönemeyer und Naidoo gute Musiker, die deutsche Texte singen, für die man sich nicht schämen muss, ebenso wie Reinhard Mey, die Sportfreunde Stiller oder Adel Tawil.
    Der Unterschied ist der, dass die letzten 3 wenig Ärger verursachen. Die jüngeren Lieder des zeitlos genialen Reinhard Mey sollte man sich allerdings nochmals genauer ansehen, z.B. „Das Narrenschiff“. Das Lied drückt durchaus ein Unbehagen aus, das dinziwschen als „rechtspopulistisch“ gilt. Ein Beißangriff auf Reinhard Mey ist aber für die Nacktmulle zu riskant, denn er könnte so manchem die Augen öffnen.

  73. @Andreas Müller: Die Frage war vor allem auf die „Friedenaktivisten Berlin“ bezogen, auf deren Demo ja Elsässer auch sprach.

    (Ich finde das Diskutieren mit Ihnen schwierig, weil es immer so raunt und dröhnt. „Nacktmulle“?)

  74. @Andreas Müller, 27. Mai 2016 um 13:19:
    (…)

    „Ich gehe mal davon aus, dass Sie diese Frage auf die „Reichsbürger“ beziehen
    (…)
    Wenn die „Reichsbürger“ also behaupten, dass Deutschland de jure kein souveräner Staat sei (mehr weiß ich auch nicht über die Details ihrer Thesen), (…)“
    ————————————————————————————————
    Wenn Sie sonst auch so engagiert von Dingen reden /, von denen sie so unzureichende Kenntnisse haben, gibt es zwischen und den „Reichsbürgern“, eine wesentliche Gemeinsamkeit.

  75. 87:

    „Wenn die „Reichsbürger“ also behaupten, dass Deutschland de jure kein souveräner Staat sei (mehr weiß ich auch nicht über die Details ihrer Thesen), dann können sie sich IMHO durchaus auf Foschepoth berufen.“

    Ich gehe jede Wette ein, dass Foschepoth nicht ihrer Meinung ist. Die Kooperation mit US-Diensten, auch Nato-Recht und andere Zugeständnisse rechtfertigen eben nicht den rechten Schwachsinn der „Reichsbürger“.

    Es ist der wohl inzwischen übliche Versuch, rechte „Weisheiten“ durch mehr oder weniger wahlloses Verrühren von irgendwo aus dem Kontext gerissenen Textbausteinen wissenschaftlich aussehen zu lassen.

  76. @88
    Zu Elsässer habe ich eigentlich genug gesagt. Ich traue ihm nicht recht über den Weg, aber „extrem rechts“ ist er nicht. Ein extremer ethnischer Nationalist würde niemals über Naidoo sagen: „Der Mann ist ein Deutscher. Und das ist gut so“ oder diesem Satz auch nur zustimmen. Man muss die Kirche im Dorf lassen: Man merkt Elsässer an, dass er eine linke Vergangenheit hat und das ist der positive Aspekt.

    „Friedenaktivisten Berlin“
    Mein Gott, was hat man uns nicht alles über die Leute gesagt, die gegen die Pershings demonstriert haben (also über uns selbst). Wir haben natürlich gemerkt, dass DKP-Leute in den Bussen saßen, die nach Mutlangen gefahren sind. Mit ihnen gemein gemacht haben wir uns aber nicht. Hätte man uns in die linksradikale Ecke stellen sollen? Ich bin anschließend zur Bundeswehr gegangen, durchaus bockig (Gelöbnisverweigerer), aber mit der Überzeugung, dass Abschreckung trotz allem Schlimmeres verhindern kann. Noch mehr Ausgrenzung (als es ohnehin gab) wäre ein schwerer Fehler gewesen. Damit hält man keine Demokratie am Leben.

    „Nacktmulle“
    Damit meine ich nicht Sie, sondern die Leute, die mit ein paar Twitter-Statements und mutmaßlich nicht immer im guten Glauben blinde Gesinnungsfeldzüge starten.
    Die Debatte auf Ihren Seiten war bisher offen und fair moderiert. Das muss auch einmal gesagt werden.

    „weil es immer so raunt und dröhnt“
    Es raunt schon in ihrem Text: „Umfeld“,“Verschwörungstheoretiker“, „extrem rechts“ …
    Die oben ausgeführte zweite inhaltliche Ebene der Reichsbürger kann nicht diskutiert werden (obwohl es nötig wäre), weil jeder, der das versucht, dafür zunächst einmal zugeben müsste, dass sie auf der ersten Ebene vielleicht einen Punkt haben (s. Foschepoth). Diese erste Ebene ist aber tabu. Nach meiner Meinung ist diese Tabuisierung mit einer aufgeklärten und demokratischen Gesellschaft nicht kompatibel. Es tobt in diesem Land offensichtlich ein atavistischer Kampf um das „richtige“ Tabu.

    Man merkt das auch ihrem Text an, weil die Reichsbürger böse sind und Naidoo disqualifizieren, ohne dass Sie das im Detail ausführen würden. Ein Mitkommentator (Holger Steinführer #80) hat ja schon richtig angemerkt, dass Sie ähnlich verkürzen wie der VOX-Beitrag. Das scheint mir nicht die richtige Strategie zu sein: vieles deutet daraufhin, dass das alt und müde gewordene Tabu verlieren könnte.
    Eine rationale und demokratische Kultur, in der Menschen ihre Meinung äußern und ihre Interessen vertreten, wäre mir lieber als eine politische Kultur, die um die Unterordnung unter den richtigen Herrn, das richtige Tabu kämpft. Ich hätte bis vor einigen Jahren nicht glauben können, dass genau das in Deutschland vor sich geht.

  77. Versteh ich absolut nicht, dass man rechte Positionen nicht mehr von linken unterscheiden will oder kann. Mussolini war Marxist, stand für Liebe, Internationale, Kunst-Avantgarde bevor er im Kriegsfuror (angeheizt ebenso durch Künstler des italienischen Futurismus) Faschist wurde, und nun? „Oh mein Gott, mein Weltbild ist durcheinander! Rechts und links, was wo? Hilfe!“ Das ist doch eine Witznummer. Das Problem lag bei Mussolini und dem damaligen Zeitgeist selbst und hat etwas mit der Anfälligkeit des Einzelnen zu tun, sich autoritären Positionen und Rhetoriken anzugedeihen, die es in einem Faschismus genauso gab, wie in einem Kommunismus der 1920er Jahre. Aber deshalb einerseits immer gern zu behaupten links und rechts sind nur Wurstenden und nichts mehr, aber andererseits wieder von links-grünen Gutmenschen als Feindbild zu phaseln ist doch mehr als widersprüchlich.

  78. @Andreas Müller:
    „Für eine richtige Einordnung fehlt hier mindestens die Tatsache, dass Jürgen Elsässer jahrelang auf einer extrem linken Spur unterwegs war…. “

    Jo, unsere Trotzkisten, Weltrevolutionäre und KBler.
    War zwar vor meiner Zeit, aber deren weiterer Werdegang spricht für sich. Typisches Beispiel wäre Thomas Schmid (Welt). Wie leicht die die Labels wechseln, solange es bei einem geschlossenen Weltbild der Art „Wir, die moralische Avantgarde, gegen den Rest der verdorbenen Welt“ bleibt. Hauptsache die heilige Mission legitimiert den Kreuzzug für die Weltenrettung.
    Von der Sorte gibt es einige, die sind jetzt entweder:
    – beim Springerkonzern als Kampfkommentatoren,
    – Ultra-Katholiban, oder
    – Sie retten deutsche Blondinen vor fremdrassiger Belästigung, mithilfe anständiger deutscher Schutztruppen:
    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2016/05/18/bravo-bikerclub-verteidigt-bedrohte-frauen/

    Wenn man dann noch den geschichtlichen Hintergrund der Neocons kennt und deren Allianz mit früher ähnlich (Links-)missionarisch gepolten Bessermenschen wie Harms, Bütikofer oder Beck-Oberdorf erkennt…
    da bekämpfen sich Schüler der selben antiliberalen Hybris mit maximalem Erweckungsanspruch, nur in unterschiedlichen Gewändern.

    „Warum soll ich an seine „extrem rechte“ Gesinnung mehr glauben als an seine „extrem linke“? “

    Einfach mal seinen eigenen Blog überfliegen. Abgesehen von den thematisch eindeutig manischen Inhalten: Milieutechnisch wirkt das sehr wie ein Schill oder dieser Pegida-Kerl. Koksende Kriminelle, die sich als Saubermänner inszenieren, das spricht normalerweise nur die stumpf-populistischen Bedürfnisse von kleinbürgerlichen Reaktionären an.

  79. @90 Theo
    „Ich gehe jede Wette ein“
    Die Wette könnten sie verlieren.
    „Die Kooperation mit US-Diensten“
    Foschepoth spricht ausdrücklich von mehr als Kooperation, nämlich von „Unterwerfung“. Das steht sogar in der Überschrift des Artikels.
    „Nato-Recht“
    Es ist absurd, wenn ein Bündnis souveräner Staaten Recht setzen soll, das die demokratischen Rechte des Souveräns eines Landes sticht. Foschepoth spricht übrigens in erster Linie von einem begünstigten Staat, nicht von einem Bündnis, und behauptet, dass das irgendwie formaljuristisch (in bester deutscher Formalrechtstradition) hin gedrechselt wurde, ausgerechnet auch von einer Großen Koalition. Die 68er hatten also durchaus Grund, damals auf die Straße zu gehen! Die Große Frage ist doch, warum die Linke das Thema aufgegeben und der Rechten überlassen hat. Das ist ein Fehler.
    Mit dem Geist eines demokratischen Rechtsstaats hat das in jedem Fall nichts zu tun und es straft das Lügen, was deutsche Politiker in Sonntagsreden vollmundig behaupten.
    Das auf einem derart faulen Stamm allerlei giftige Pilze der Familie „Retro“ wuchern, ist durchaus einleuchtend. Es könnte irgendwann niemanden mehr geben, der den faulen Stamm verteidigt, bloß weil die Pilze so furchtbar giftig sind.

  80. Theo: „das Schauspiel ist wirklich unterhaltsam, wobei Beiträge wie #69 schon klar satirische Qualitäten haben“.

    Was soll da unterhaltsam sein? Was findest Du daran lustig. Kannst auch mal inhaltlich sein?
    Genau das hat Stefan Niggemeier doch getan.
    Er pauschalierte und verurteilte, ohne bezugnehmenden Inhalt, der seinen Vorwurf erhärtet hätte! Zu sagen jener habe sich mit diesem und jenen getriffen, ist doch keine begründung.
    Ist wie eine Verurteilung allein vom Hörensagen! Schwach!

    Vor einem Jahr war in den Tagesthemen zum Thema Xavier Naidoo zu hören, Xavier Naidoo sei rechts.
    Warum? Weil er behauptete, Deutschland habe keinen Friedensvertrag und sei nicht souverän.
    Daraufhin wurde in den Tagesthemen behauptet, so etwas behaupten nur Rechtsextreme Verschwörungstheoretiker. (Kann man in youtube sehen).
    https://www.youtube.com/watch?v=5_rSamLnHsA
    Ab Minute 3,40.

    Das ist reine unwahre Hetze!

    Denn man hat sich nicht mit dem Inhalt wirklich auseinander gesetzt, sondern singemäß gesagt, „wer Vegetarier ist, ist ein Nazi, denn auch Hitler war ein Vegetarier“!

    Zudem, auch andere thematisieren den fehlenden Friedensvertrag allen voran Gregor Gysi! Und dieser ist sicher auch nicht rechtsextrem.
    Für mich sind Menschen die pauschalieren, andere in der Öffentlichkeit undiffernziert verurteilen, mobben und diffamieren, die Gefahr unserer Gesellschaft! Denn sie spalten und teilen die Gesellschaft.

    Solange man in einer Gesellschaft auch unterschiedliche Meinungen öffentlich diskutieren und sagen kann, ohne gesteinigt zu werden, ist noch ein Dialog im Gange. Wenn das nicht mehr möglich ist, wie wir es seit Jahren hier erleben, steuern wir letzlich auf einen Bürgerkrieg zu.

    Und diese schlechte Praxis der undifferenzierten Medienberichte, zeigt hier ein Stefan Niggemeier.

  81. Das wird bei Ihnen zunehmend zur Nebelsuppe, in der alle möglichen unverbundenen Meme chaotisch durcheinanderwimmeln.

    XN repetitiert die Agitpropparole vom „besetzten Land“ und müsste dann halt auch dazu Stellung dazu beziehen können. Kann er aber nicht, dazu fehlt es ihm am Durchdringungsniveau. Er repräsentiert also eher die nachplappernde Zielgruppe als die bewussten Agitateure, auch wenn er selbst sich als den führenden Prediger, den Saviour, sehen will. Jene also, die vermutlich auch wirklich überzeugt davon sind, wir seien alle unfreiwilliges Personal der Deutschland GmbH, weil ja schon der Name des Personal-Ausweises das zweifelsfrei beweist.
    Die bewussten Agitateure jonglieren dann mit „de-jure-„Konstruktionen herum, die zunächst eine gänzlich andere Bedeutung haben, deren Bezug zur realen Wirklichkeit man aber nur überschätzen kann. Vielleicht möchte ja hier mal einer unsrerer Souveränitätsverteidiger andeuten, welche OFFIZIELLEN JURISTISCHEN Schritte die Siegermächte einleiten, wenn ein unbotmäßiger Mini (-ster/-sterpräsident) oder Kanzler nicht Ihren Wünschen entspricht?
    Welche Methoden below-the-line zur Verfügung stehen ist mir klar, aber wo werden die Ausführungen irgendwelcher Statuten auf dem Rechtsweg durchgesetzt? Diese Narrative sind nur Dummenfang, deshalb auch die starke personelle Überschneidung mit deden Chemtrailgläubigen.

    Im Endeffekt entsteht dabei folgende Überzeugungskette:
    – „Unser Volk“ wählt nicht anders als gewünscht, sondern der wahre Volkswille wird von den Besatzungsmächten unterdrückt, wo er nicht effektiv manipuliert werden kann.
    – Wahlen sind deshalb bedeutungslos
    – Man muss also das System auf anderem, revolutionärem Wege stürzen

    Deshalb beinhaltet sein Plan zum Sturz des „Merkel-Systems“ ja auch keinen Wahlsieg. Wie man auf einem hier verlinkten Video sehen konnte, kann er es auch kaum noch ertragen, den Umsturz nicht vor der nächsten Wahl … sagen wir mal: anzugehen.

    Und so lange man nicht auf Herrmann-Niveau (oder Steinbach?) ist, weiss man, dass Sozialismus mit einem „National-“ davor nicht Links ist. Aber Figuren wie Elsässer setzen natürlich auf genau die, denen man das erst noch mal erklären müsste, wie man an diesem Zitat sieht:
    „Wobei Merkel nicht für den Nationalsozialismus steht, sondern für einen Anti-Nationalsozialismus – das heißt, die Reichtümer Deutschlands sollen an die Armen auf der ganzen Welt verschleudert werden.“

    Und zur Musik: Professionell produziert, wie man es von den besten verfügbaren Studiomusikern aus der Jazzerszene erwarten darf, die er zumindest früher für die Albeneinspielungen eingesetzt hat. Den meist dominierenden Pressgesang finde ich allerdings qualvoll, klingt fast immer so, als ob ihm jemand mit einer Hand die Nüsse einquetscht und mit der anderen den Kehlkopf. Offenbar gibt es dafür Liebhaber, ich höre mir das aber so gerne an wie eine Aufnahme von Katzen, denen auf die Pfote oder den Schwanz getreten wird.

  82. @96
    „OFFIZIELLEN JURISTISCHEN Schritte die Siegermächte einleiten, wenn ein unbotmäßiger Mini (-ster/-sterpräsident) oder Kanzler nicht Ihren Wünschen entspricht?“
    Oje, diese Frage hätten sie nicht stellen sollen!
    So richtig offiziell werden die Schritte nicht sein:
    In letzter Konsequenz wird er dann gebarschelt werden.
    Und weil es sich dabei um ein gemeinsames Staatsgeheimnis nach Foschepoth handelt, muss die Bundesregierung mit allen Mitteln (auch vor Gericht) verhindern, dass das Geheimnis an die Öffentlichkeit kommt. Im Fall Barschel hat die Bundesregierung sogar die Schweizer wissen lassen, dass es für alle am besten sei, wenn es wie ein Selbstmord aussieht.
    Bis es so weit ist, werden natürlich alle unblutigen Register gezogen. Kaum jemand mordet gern ohne Not. Medienkampagnen sind dann das Mittel der Wahl. Diese Rolle hat u.a. der SPIEGEL im Fall Barschel übernommen. Das ist alles bestens dokumentiert, aber natürlich reine Verschwörungstheorie, siehe Wolfram Baentsch, der Doppelmord an Uwe Barschel.

  83. „Oje, diese Frage hätten sie nicht stellen sollen!“

    Weil sie spüren, wie bedeutungslos Ihre heilige Kuh wird, wenn man ihr genauer auf den Euter schaut?

    „So richtig offiziell werden die Schritte nicht sein:
    In letzter Konsequenz wird er dann gebarschelt werden.“

    Und dafür bräuchten „Die“ weshalb noch mal ein formaljuristisches Besatzungsstatut? Gäbe es einen Friedensvertrag, würden „Die“ das nicht tun, weil es ungesetzlich ist?

    Ich find es gut, dass ich die Frage gestellt habe, das gibt Ihnen die Gelegenheit uns die fehlende Relevanz der „de-jure“-Argumente zu widerlegen. Nur zu, aber Vorsicht, jemand könnte das wieder als Realsatire verspotten.

  84. Ja, da muss man seufzen, aber es hilft nichts.
    Auch im Fall Buback halten die (seriösen) „Verschwörungstheorien“ einer rationalen Betrachtung besser stand als die Anklageschriften. Es gibt natürlich wie immer auch jede Menge Schrott, ChemTrails etc. Dass die offiziellen Versionen in solchen Fällen oft Schrott sind, lässt sich dahinter allerdings nicht verstecken.

  85. „welche OFFIZIELLEN JURISTISCHEN Schritte die Siegermächte einleiten, wenn ein unbotmäßiger Mini (-ster/-sterpräsident) oder Kanzler nicht Ihren Wünschen entspricht?“

    Sind Sie naiv? Verfolgen sie die Auslandspolitik?
    Die USA haben den Salat angerichtet, das ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Dass sie den Flur herbei gebombt haben durch den dann die Flüchtlinge getrieben wurden, wissen aber wohl nicht alle.
    Und wieviel Flüchtlinge nehmen die USA selbst auf?
    Siehe den Aufruf zur Obama-Rede. So gut wie keine!

    Und zu meinen, diese einseitige Einflussnahme werde erst wahr sein, wenn sie im Heutejournal gesendet wird, ist naiv.

    Die USA fürchten den Zusammenschluss West-Europa mit Osteuropa und sie versuchen alles, um das zu verhindern und Mitteleuropa zu schwächen. Das kann man 1:1 von berufener stelle hören. Man muss sich eben dafür einmal interessieren.

    Und dass XN singen kann und das sogar außerordentlich, ist kein Geheimnis. Das sage ich aus berufenem Munde!

  86. @ Tom Dob:

    Und das belegt inwiefern noch mal, dass der juristische de-facto Status auf Detailebene von realer Bedeutung ist?

    Und dass Musik immer auch Geschmacksfrage ist, ist ebenso kein Geheimnis. Das technische Können sprach ich ihm nicht ab, wie er es einsetzt (Ausdruck), rollt mir aber meist die Zehennägel hoch. Trotzdem fand ich früher manche Stücke wirklich gut, da hat er aber beim Singen frei geatmet.

  87. @Symboltroll:

    „– Wahlen sind deshalb bedeutungslos
    – Man muss also das System auf anderem, revolutionärem Wege stürzen.“

    Das System gerät bereits ins Wanken. Durch demokratische! Wahlen. (Immer) Größere Teile der Bevölkerung wählen „rechts“ („Rechtspopulisten“). Auch wenn diese Populisten, in den meisten (oder heißt es besser „Mainstream“-) Medien ein schlechtes Image haben. Nach eigenen Aussagen einiger Führungspersönlichkeiten (ich schreibe lieber nicht „Führer“) gefährdet dieser Rechtsruck Europa. Beliebte Theorie für die Ursache ist bei den in diesem System anerkannten Medien „‚Putin‘ steckt hinter dem Rechtsruck“. Man konnte auch öfters die Theorie wahrnehmen „Putin“ setze die Flüchtlinge gegen Europa ein, um es zu destabilisieren. Behauptet jemand z.B. USA benütze Flüchtlinge als Waffe, wird er von den (noch?) anerkannten Medien zumeist sogleich herzlich im Club der Verschwörungstheoretiker willkommen geheißen. Skeptiker sind da schnell mal einfach nur Spinner.

  88. Dass mit deren Aufstieg verbunden auch ein bemerkenswerter Anstieg der Wahlbeteiligungen einherging, wurde als Thema bisher auch nur mit spitzen Fingern aufgegriffen.

    Ebenso, wie aus meiner Sicht, die eigentlichen Ursachen. Ich will da jetzt nicht als nächster auch noch meine Weltsicht hier ausrollen. Im Guardian gab es kürzlich einen Artikel, der das, wie ich finde, gut zusammenfasst. Wen’s interessiert: https://www.theguardian.com/books/2016/apr/15/neoliberalism-ideology-problem-george-monbiot

    Wer weiterhin dieser Ideologie anhängt, kann und will diese Ursachen natürlich nicht wahrnehmen. Wobei die Debatte darum derzeit in Gang zu kommen scheint und sogar in unseren Leitmedien wahrnehmbar wird. Immerhin…

    Aus meiner Sicht „gefährdet dieser Rechtsruck“ uns allerdings durchaus – und XN trägt mittelbar dazu bei. Und wenn Vox das nicht qualifiziert aufarbeiten will, sollen sie das Thema halt gar nicht ansprechen.
    Haben die eigentlich irgendwie auf die Kritik reagiert?

  89. @Andreas Müller:
    ihre Art der „Beweisführung“ gedeiht vor allem auf einschlägigen Seiten im Internet und ist nicht ganz fern vom Reichsbürger-Unwesen:

    „Reichsbürger sehen es bereits als Erfolg, wenn sie jemanden eine halbe Stunde lang zugetextet und damit von der Arbeit abgehalten haben. Im Englischen gibt es einen Ausdruck dafür, paper terrorism – Papierterrorismus…“
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/reichsbuerger-verfassungsschutz-radikalisierung-einzeltaeter

    @Tom Dob:
    Wenn Sie nur hinter jedem zweiten Satz ein Ausrufezeichen setzen, nimmt Sie doch niemand ernst. Sie können es doch besser.

  90. Der Hauptkritikpunkt an der Doku ist so oder so der, dass nur bruchstückhaft wiedergegeben wurde.
    @andre#75: der Begriff „antisemitisch“ heißt „judenfeindlich“; er ist aus einem völkerkundlichen Zusammenhang entstanden, der mittlerweile veraltet ist. Deshalb ist es recht sinnlos, sich daran aufzuhängen, aber einen Punkt möchte ich anmerken: Koptische Christen sind kein Volk im völkerkundlichen Sinne. Ich könnte jederzeit in die nä. koptische Kirche gehen, mich zur koptischen Kirche bekennen und ZACK wäre ich koptischer Christ. Vermutlich müsste ich mich noch nicht einmal neu taufen lassen.
    Diese Gleichsetzung von Volk und Religion ist echt eine Pest.

    Der Hauptunterschied zwischen Jesus und Naidoo ist der, dass sich einer von beiden geschickt aus politischen Fragen wie der Souveränität seines Heimatlandes oder dem Nahostkonflikt heraushielt.

  91. Symboltroll@ „Aus meiner Sicht „gefährdet dieser Rechtsruck“ uns allerdings durchaus – und XN trägt mittelbar dazu bei.“

    Der Rechtsruck bis zu einem gewissen Grad gefährdet nicht, er ist sogar gesund, wenn aber dieser Grad zu stark wird, dann kippt es und dann wird es gefährlich.

    Allerdinsg darf man da nicht die Wirkung für verantwortlich machen, sondern muss die Ursache sehen!

    Eine Ursache ist erst einmal etwas harmlos erscheinendes, die gegenwärtige Ideologie des linken Gendermainstreaming, das Menschen von oben nach unten eine linke Meinung diktiert. Es greift sogar in die Wortbildung ein. Das political correctness. Diktiert was gedacht, gesagt und geschrieben werden darf. Wer anderes dazu meint, wird in der Öffentlichkeit oder am Arbeitsplatz (wenn er öffentlich ist) gebranntmarkt.

    Eine andere ist teilweise dasjenige, was Politiker angehalten werden zu beschließen. Wer glaubt, Angela Merkel habe das Aufreissen der Arme und das Ausrufen der Willkommenskultur plötzlich von sich aus so entschieden und plötzlich überkommender Barmherzigkeit, denkt viel zu kurz und kleinkrämerisch.

    Jahrzehntelang gab es viel schlimmere Bilder von ausgehungerten und sterbenden Kindern aus Afrika, wo war da die politische Barmherzigkeit?

    Und dann macht man plötzlich die Grenzen weit auf, ohne zu kontrollieren, wer da rein kommt?
    Die eigentlichen Flüchtlinge in wirklicher Not ist nur ein Prozentsatz von geschätzten max. 30%. Und was da ansonsten noch herein kam, darüber schweigen zumeist die Medien.

    Dass das was in der Silvesternacht geschah heute täglich statt findet. beispielsweise in Berlin, darüber wird auch kaum etwas berichtet.
    (Gerade mal in so einer Sendund wie „Kontraste“ oder Monitor).
    Aber noch fließt der Euro.

    Aber ich bin mir sicher, das Eigentliche kommt noch.
    Wirtschaftskrise, Euroeinbruch u.a.
    Und dann wird es diesen wirklichen Rechtsruck geben, weil die Menschen angst bekommen. Dann ist es auch vorbei mit der Willkommenskultur. Und dann können einem die vielen ausländischen Menschen, die wirklich in Not sind oder sich hier gut integriert haben, leid tun.

    Man braucht nicht zu meinen, unsere Menschen wären hier meist alle friedfertig. Das sind sie, wenn sie satt sind, wenn sie sehr enttäuscht werden von der Regierung und angst bekommen, ihre eigenes Existenz bedroht sehen, wird Bürgerkrieg entstehen.

    Da braucht man nicht sehr weitsichtig zu sein, um diese Gefahr am Horizont schweben zu sehen.
    Und da kann man wieder fragen, wem nützt das? Oder ist das alles ein Zufall, den man nicht voraus sehen konnte? Nach dem Motto, der Mensch kann gerade einmal für einen Monat vorausplanen und durchschaut nicht seine Handlungen?

    Auch das jetzige militärische Aufrüsten der Weltmächte, alles, „das war schon immer so“?

    P.S. Ich würde mich in diesem Fall sehr freuen, wenn Unrecht hätte!

  92. Keine Ahnung, ob „Gendermainstreaming“ uns nutzt oder anderen. Und was Ali und Ayse dazu sagen.

    Aber eine Frage hätte ich zu Tom Dob: Max. 30%? Das wäre ja noch ein recht guter Prozentsatz. Wenn es alles Kriegsflüchtlinge wären. Aber wahrscheinlich sind auch davon die meisten eher Wirtschaftsflüchtlinge (die man nach pseudolinker Gesinnung tolerieren muß). Es setzt sich also eher folgendermaßen zusammen: Max. 10% Kriegsflüchtlinge, 20% Wirtschaftsflüchtlinge, 70% gar keine Flüchtlinge (entlassene Sträflinge, Psychos, Glücksritter oder – im für uns schlimmsten Fall- Terroristen).

  93. Ein Teil des aus dem hiesigen Gendermainstreaming hervorgegangenen political correctness wurde Xavier Naidoo zum Verhängnis.
    Als er sich in einem Lied z.B. gegen Päadophilie und gegen Satanische-Kinderrituale aussprach, wurde er von der Linksjugend angezeigt und wurde als homophob bezeichnet.
    Und weil er sich mit den Reichsbürgern traf, wurde er als Rechtsextremer tituliert. Das ist linke Gendermainstreaming-Strategie wie sie heute praktiziert wird.
    So hat auch Alice Schwarzer fast alle ihre Gegner erst einmal irgendwie in ein Braunes Licht gesetzt, um sie zur Unperson zu erklären. Und das hat oft gewirkt.

    Ob diese Strategieautomatismen XN bewusst ist, weiß ich nicht.

    Dass da noch aus anderen Richtungen sehr viel mehr zusammen kommt, wenn man sich als Systemkritiker politisch, auch gegen die Einflussnahme der USA, so offen äußert, ist selbstredend.

  94. Von „Tom Dob“ und „Wahnfried Crashmann“ habe ich gerade gelernt, dass die Worte „geschätzt“ und „also eher“ eine Lizenz für frei erfundene Daten sind. Von daher stammen die Einträge in Kommentarspalten wie dieser also eher zu geschätzten 5% von vernunftbegabten Menschen, zu 15% von verwirrten Alkoholikern, zu 25% von entlaufenen Irrenhäuslern, zu weiteren 25% von Bots, zu 20% von Aliens und zu 10% von Echsenmenschen.

  95. Tom Dob,

    zum System gehört auch die geltende Rechtschreibung, und als Systemkritiker sollten Sie weiterhin auch dagegen opponieren. Nicht unterkriegen lassen. Und achten Sie darauf, was an Chemikalien aus den Wolken herabregnet.

  96. @Tom Dob: Sie dürfen mich aber trotzdem gerne für einen Echsenmenschen halten. Extra für Sie mache ich gerne auch noch eine weitere Schätzung auf (nur die Menschen betreffend, bei Bots, Aliens und Reptiloiden bleibe ich bei meiner ersten):
    5% Vernünftige
    5% Morphinisten und Opiumesser
    5% Dauerkiffer
    5% Mettrinker
    5% Rollenspielsüchtige
    5% Freizeitgermanen
    5% Runenexperten
    5% Illuminatenjäger
    5% pensionierte Leserbriefschreiber
    Da ist die Auswahl gleich noch einen ganzen Batzen größer. ;-)

  97. Wie charakteristisch, dass die angeblich den 5% Zugehörigen es nicht schaffen, INHALTLICH zu diskutieren.

    Vielleicht sollte man die prozentuale Zugehörigkeit noch einmal überdenken?

  98. @Tom Dob: Was die Inhalte Ihrer Erfindungen betrifft, wenden Sie sich bitte an geeignete Buchverlage. Spontan würde ich Ihnen zu Kopp oder Bastei Lübbe raten. Hier geht es um die Wirklichkeit, und mit der wollen Sie ja nichts zu tun haben.

  99. @Tom Dob: Ihre Inhalte sind leider so ziemlich verschwurbelt, man weiß nicht wo man anfangen soll, für Sie zu differenzieren. Sie schreiben und wüten aus einer trotzigen Haltung eines gekränkten Jungen. Meine Güte, schon allein dass Sie so tun als würde Gendermainstreaming (ist das ein Onlinekanal für schmuddelige Filmchen?) etwas sein soll, dass alle und jeden entmündigt, wie die böse Mutti drohend mit Kochlöffel, bis hin zur Einkerkerung in die Bastille, sobald nur mal jemand wie Sie den Mund auf macht; und dann sie noch so: kein Wunder, dass die Leute früher oder später zu den Mistgabeln greifen werden. Bla bla. Bei so viel Geschmiere ist es wirklich schwer mit Ihnen inhaltlich zu diskutieren. Und bitte, Positionen von Alice Schwarzer sollten zum großen Teil auch Ihre abdecken. Sie zur Königin eines linken Gendermainstreadingsbums zu krönen ist ein Witz.

  100. „Ein Teil des aus dem hiesigen Gendermainstreaming hervorgegangenen political correctness wurde Xavier Naidoo zum Verhängnis.“

    Beim Streaming muss man eben aufpassen, vor allem wenn man auch eigene Inhalte verfügbar macht. Das weiß man doch als Musikprofi.

    „Als er sich in einem Lied z.B. gegen Päadophilie und gegen Satanische-Kinderrituale aussprach“

    @Walter: Jetzt weiß ich, aus welchen Quellen die Groko bei der nächsten Wahl ihre 45% schöpft. Und wie setzen sich die unvernünftigen 55% des Wahlvolkes zusammen?
    Finger weg von den Füssen! Aber die satanischen Kinder dürfen ihre Rituale gerne bei mir im Keller üben, solange sie sich mit Kleinsäugern oder blonden Christenkindern begnügen.

    „Und weil er sich mit den Reichsbürgern traf, wurde er als Rechtsextremer tituliert. Das ist linke Gendermainstreaming-Strategie wie sie heute praktiziert wird. “

    Geben Sie sich doch mal etwas mehr Mühe, das heisst Reichsbürger/-innen und Rechtsextreme/r. Integration könnte so einfach sein. Andernfalls sperren wir Sie in den Emmakeller und traktieren Sie mit schwäbischer Sexualerziehung unter pädagogischer Leitung einer vollverschleierten Maghrebinerin.

    „So hat auch Alice Schwarzer fast alle ihre Gegner erst einmal irgendwie in ein Braunes Licht gesetzt, um sie zur Unperson zu erklären. Und das hat oft gewirkt.“

    Sie hat damit dazu beigetragen, neue Stars im braunen Universum aufzubauen?

  101. @walter-absatz gehörte ans Ende, wollte sich aber eigenmächtig ans gender anschmiegen. Hatte wohl seine eigene Agender

  102. @Symboltroll: Die Zahlen, die ich mir ganz souverän aus meinen Weisheitsfingern gesogen habe, beziehen sich, wie ich schon schrieb, auf die Urheber von Leserkommentaren in Kommentarspalten wie dieser. Das ist eine demographische Sonderkohorte, die in ihrer Gesamtheit wohl kaum 5% der Wahlberechtigten ausmacht.

  103. Und wieder ist eine Diskussion zu Fall gebracht, wo sich Menschen mit gegensätzlichen Meinungen respektvoll, inhaltsvoll und sinnvoll austauschen.
    Ich diskutiere gerne mit Menschen, die eine andere Meinung haben, denn damit habe ich die Chance auch meinen Horizont zu erweitern.

    Aber mit den meisten Menschen kann man eben NICHTS MEHR anfangen.
    Nicht mal mehr reden. Schade.

    Ob das einfach nur eine krankhafte psychische Eigenschaft ist, oder gezieltes Kaputtmachen von Diskussionen aus einer bestimmten Richtung, das kann sich jeder selber denken.

  104. @Walter: Schon klar.
    Mir schwant jetzt erst, dass sich das auch als ernsthaftes Statement eines Anti-Merkel-System-Stürmers lesen lässt…

  105. @Symboltroll: Was heißt „schon klar“? „Schon klar“ im Sinne von „Hab nur Spaß gemacht“ oder im Sinne von „Hat eh keinen Zweck“?
    Und was (also welcher Beitrag) lässt sich „auch als ernsthaftes Statement eines Anti-Merkel-System-Stürmers lesen“?

  106. Als Spaß war es gedacht. Und kam offensichtlich falsch an. Eigentlich wollte ich Ihren Post freundlich weiterspinnen.

    Ich meinte mein Statement: Ihre Liste=Groko-Wähler

  107. @Symboltroll: Okay. In verschwörungstheoretischer Logik müssten Groko-Wähler sich aber eher aus den Reihen der Aliens und Echsenmenschen rekrutieren. ;-)

  108. Eben. Das haben wir gut rausgearbeitet.
    :-)

    Und jetzt zum finalen Endkampf des letzten wahren Propheten der ultimativen Inkorrektheit:
    Commandante Cholo gegen das weisse Ballett.
    Zeit, zu den Barrikaden zu streben.

  109. Stefan, kannst Du noch? :-)

    Ich hab noch einen, es beschäftigt mich jetzt doch mehr … Du beharrst darauf, dass die VOX-Doku wesentliche Ereignisse wegläßt, um die Presse-Kritik an Naidoo als völlig abwegig darzustellen … bedauerlicherweise kann man sich die Doku aber nicht mehr anschauen und sich somit auch keinen eigenen Eindruck bilden. Wir sind darauf angewiesen, dass stimmt was Du schreibst.

    Nun gibt es aber Dinge, die wir selbst recherchieren können. Und dazu gehört unter anderem, was Naidoo auf der Friedensaktivisten-Demo gesagt hat:

    Aus dem was ich da sehe, schließe ich, dass man schon sehr böswillig sein muss, um aus dieser Rede abzulesen, Naidoo habe eine „Nähe zu Elsässer und Reichsbürgern“ weil er sich mit Elsässer mal unterhalten hat und auf einer Friedensdemo eine harmlose Rede hält.

    Elsässer und die Reichsbürger spielen für Naidoo offenbar KEINE, aber auch gar keine Rolle.

    Warum zur Hölle, sollte er sie erwähnen, wenn der auf ihn niedergegangene Shitstorm sich ja nur auf seine Rede beziehen konnte … weil er die Bedeutung von Elsässer und Reichsbürgern als komplett nachrangig einschätzt?

    Stefan, der Eindruck, der sich mir bei der sporadischen Recherche nach den Gründen der Vorwürfe aufdrängt, ist, dass diese an den Haaren herbeigezogen und mit aller Macht so konstruiert sind, dass sie Naidoo in einem möglichst zwielichtigen Licht darstellen sollen, dass sie aber das Versprechen das sie so lautstark geben, nicht halten können.

    Es ist schlicht lachhaft, aus einer Unterhaltung am Rande einer Demo, einem T-Shirt und einer Rede aus Naidoo einen Reichsbürger und Elsässer-Freund zu machen. Und ich kann auch bei gründlicherer Recherche keinen Infos über die sogenannten „Friedensaktivisten Berlin“ und der „Verdächtigkeit“, noch für Naidoos Bekenntnis zu Reichsbürgerschaft oder gar das Compact-Magazin finden.

    Angeblich soll er sich ja sogar explizit von Reichsbürgern distanziert haben.

    Also warum diesen völlig haltlosen Vorwurf in einer Doku noch mit Aufmerksamkeit adeln??? Ach halt … hat man ja, indem man ja offenbar auch Deinen Tweet erwähnte. Insofern ist nicht ganz richtig, dass die Doku gar nicht auf die Vorwürfe eingeht.

    In seiner Rede oben beton Naidoo nochmal ganz klar, dass er es blöd findet, wenn er immer gleich mit allem identifiziert wird, weil er ein Forum nutzt um seine Botschaft von „Peace und Liebe“ und „skrupellosen Machteliten“ zu verbreiten.

    Sorry, ich verstehe deshalb einfach nicht, warum man Naidoo nicht gönnen darf, seine Sicht der Dinge darzustellen … und die kann dann gern auch sein, dass er die Pressevorwürfe für so absurd und an den Haaren herbeigezogen hält, dass er sie keiner weiteren konkreten Erwähnung würdigen möchte, sondern einfach sagt was er – aus seiner Sicht, nicht aus der Sicht der Presse – gemacht hat und womit die Presse darauf reagiert hat: Mit einer absurden Show.

    Ich kann auch bei tieferer Recherche keine schwerwiegenderen Vorwürfe entdecken, als die von Dir benannten. Und da Du selbst geschrieben hast, dass Du ihn weder als Antisemiten, noch als homophob einschätzt und seine angebliche „Nähe“ zu Elsässer für diskussionswürdig hältst, warum sollte man also solche haltlosen Petitessen noch einmal ins Rampenlicht zerren, statt zu zeigen, was aus Naidoos Sicht geschah: Frieden und Liebe predigen und einen unerklärlichen Shitstorm ernten?!

    Mag sein, dass ich mich mit meiner Einschätzung auf der Basis Deines Artikels und meiner Recherchen irre. Vielleicht ist Nadioo wirklich ein ganz schlimmer Finger antisemitisch, homophob und ganz dicke mit Elsässer und Konsorten … und die VOX-Doku deshalb auch ein faktenverzerrendes Machwerk, weil die Pressevorwürfe alle berechtigt sind.

    Deshalb ich würde mich sehr freuen, wenn Du uns noch etwas handfestere Vorwürfe vorweisen kannst (evtl. mit Links zum Nachlesen), als die von Dir oben benannten … und später relativierten.

  110. Ich hatte da gestern noch einen Kommentar … aber den hat das Blog wohl verschluckt. Schade, ich fand ihn sehr gelungen ;-)

  111. Sapere Aude@ Schade, hätte ich gern gelesen, denn auch Ihr Beitrag unter Nr. 14 trifft den Nagel auf den Kopf. Ob das Niggemeier versteht, bzw. verstehen will, ist eine andere Sache.

    „Niggemeier: Ich habe mit meinem Tweet auch nicht insinuiert, dass Xavier Naidoo ein Nazi ist. Ich habe insinuiert, dass er womöglich nicht an die Existenz der Bundesrepublik Deutschland glaubt. Weil er sich selbst da nicht so sicher scheint. Was es ein bisschen lustig machte, dass er für dieses Land antreten wollte.“

    Meinen Sie, er wäre nicht würdig, dieses Land zu vertreten, weil er ein wenig eine dunkle Hautfarbe hat?

    Sind Sie ein Rassist Herr Niggemeier?

    Nein?
    Wollte Ihnen nur ein Beispiel geben, wie Sie u.a. Hetzer regelmäßig gegen Andersdenkende vorgehen!

    Wer ist denn Deutschland? Sie oder andere Schmierfinken und Sinnverdreher hier? Sicher nicht. Das ist nur ein Teil des Ganzen.

    Aber das ist dieselbe Verdrehung, die sehr häufig zu beobachten ist. Als hätten die Menschen Matsch im ……
    Das machen sie einmal deshalb, weil ihnen an kausalem Denken mangelt und, weil sie bemerkt haben, es ist eine wirksame Waffe mit der man Andersdenkende zur Unperson erklären kann. Hetze sagt man dazu!

    Hier heißt es also, wenn jemand das Linke Deutschland kritisiert, ist man plötzlich kein würdiger deutscher mehr?

    Ich kritisiere beispielsweise das niveaulose TV-Angebot, was Millionen Menschen täglich konsumieren. Bin ich nun kein würdiger deutscher mehr, weil ich mich gegen die Niveaulosigkeit so vieler Sender und Konsumenten ausgesprochen habe ?

    Also, wer ist jetzt ein „würdiger“ deutscher?

  112. @Stefan Niggemeier

    „Ich unterstelle Naidoo weder, dass er homophob ist, noch dass er antisemitisch ist, und ob die Nähe zu den Reichsbürger-Positionen und zu Elsässer ehrenrührig sind, kann ja jeder selbst entscheiden.“

    Man betrachte dagegen den Inhalt Ihres Tweets:
    „Xavier Naidoo tritt für die Bundesrepublik (oder für das deutsche Reich, man weiß es bei ihm ja nicht so genau) an. “

    Möchten Sie eine dieser Aussagen vielleicht nochmal überdenken und neu formulieren?

    Auch, wenn sich Ihr Artikel mit der journalistischen Machart der Vox-Doku zu Recht kritisch auseinander setzt, ist die Meta-Diskussion doch eine andere. Und das wissen Sie auch. Bitte jetzt nicht billig aus der Verantwortung ziehen. Sie haben die Welle des ESC-Shitstorms billig und willig mitgeritten, waren damit eben NICHT „über den Medien“, sondern mittendrin.

    Wenn das Ihrem eigenen Anspruch genügt, ist das enttäuschend.

    Viele Grüße
    Ronny Seiler

  113. Wieso heulen die Verschwörungstheoretiker eigentlich immer am lautesten herum?
    Über Meinungen kann man streiten (muss man auch nicht), aber nicht nicht über Fakten (z. B. dass die BRD ein souveräner Staat ist).

    Wiei mmer bei solchen Diskussionen:
    http://www.sprachlog.de/2014/04/19/xkcd-meinungsfreiheit/

    Nur weil jemand nicht deiner Meinungn ist, wird deine Meinung doch nicht unterdrückt.
    Das erkennt vor Allem daran, dass der ganze Schmarrn hier stehen bleibt und noch nach Jahren für andere lesbar sein wird, inkl. der Beleidigungen (Schmierfinken, Hetzer, etc.).

  114. @Ronnie Seiler: Erklären Sie mir den Widerspruch zwischen den beiden Zitaten? (Und natürlich bin ich nicht „über den Medien“, das wär ja völliger Unsinn. Ich berichte über die Medien.)

  115. „Aus dem was ich da sehe, schließe ich, dass man schon sehr böswillig sein muss, um aus dieser Rede abzulesen, Naidoo habe eine „Nähe zu Elsässer und Reichsbürgern“ weil er sich mit Elsässer mal unterhalten hat und auf einer Friedensdemo eine harmlose Rede hält.“

    So richtig Fahrt aufgenommen hatte das doch durch diesen Diez-Artikel? Der zwar wohl nur ein Video davon gesehen hat und deshalb manches durcheinanderbrachte, aber die Korrektheit seiner Transkription wurde doch nicht angezweifelt? Naidoo sprach also…

    „Hat Deutschland eine Verfassung? Ist Deutschland noch besetzt? Tut die NSA gar nichts Verbotenes, sondern darf er das eigentlich sogar, weil die Deutschen es ihr per Gesetz erlauben? Weil wir eigentlich gar kein richtiges Land sind. Weil wir immer noch besetzt sind.“

    Oder auch „“Aber nein, wir sind nicht frei, wir sind immer noch ein besetztes Land! Deutschland hat noch keinen Friedensvertrag und ist dementsprechend auch kein echtes Land und nicht frei.““

    Diez konstatiert zutreffend:

    „Das sind die Gedanken und Codes, die in der alten Bundesrepublik in rechten Kreisen herumgereicht wurden“

    Solche Zitate sind ausgiebig genug dokumentiert worden, um nicht wirklich derart wahrnehmungsunterdrückt zurückzufragen:
    „Nähe zu Elsässer und Reichsbürgern“ (zu unterstellen) weil er sich mit Elsässer mal unterhalten hat und auf einer Friedensdemo eine harmlose Rede hält? “
    „Es ist schlicht lachhaft, aus einer Unterhaltung am Rande einer Demo, einem T-Shirt und einer Rede aus Naidoo einen Reichsbürger und Elsässer-Freund zu machen.“

    „In seiner Rede oben beton Naidoo nochmal ganz klar, dass er es blöd findet, wenn er immer gleich mit allem identifiziert wird, weil er ein Forum nutzt um seine Botschaft von „Peace und Liebe“ und „skrupellosen Machteliten“ zu verbreiten.“

    Die eigene Agenda mit Peace, Liebe und dem Kampf gegen skrupellose Machteliten zu labeln, beweist was? Ich glaube, die NATO sieht sich in der Selbstdarstellung ähnlich. Zumindest die Salafisten operieren definitiv mit ziemlich den selben Labels. Ach ja: Gehirnwaschende Sekten übrigens auch. Bei XN vermute ich ja immer noch einen Einfluss der „Jesus Freaks“.

    Und spätestens wenn mir im Kampf gegen die skrupellosen Machteliten immer als erstes „Tothschild“ oder, aktueller, Konsomoisky genannt werden, weiß ich in wessen Dunstkreis jemand da geraten ist. (Codes/Fixierungen kennen heisst Codes erkennen)

    „Sorry, ich verstehe deshalb einfach nicht, warum man Naidoo nicht gönnen darf, seine Sicht der Dinge darzustellen…“

    Gönnen? Jottchen, täte er es doch nur. Tatsächlich hat er diese Parolen rausgequakt, aber nicht das Rückgrat sich darauf ansprechen zu lassen und seine Position gegen kritische Rückfragen zu verargumentieren, ausser eben so wie bei Vox. Seltsame Todesschleife, die sich dann auch in Ihrer Argumentation abbildet:

    „…und die kann dann gern auch sein, dass er die Pressevorwürfe für so absurd und an den Haaren herbeigezogen hält, dass er sie keiner weiteren konkreten Erwähnung würdigen möchte“

    Gönnen? Ich hätte ihm wirklich gegönnt, Stellung beziehen zu dürfen.
    Ist das nicht seltsam: Ein Prediger, der nix sagen will? Ein Märtyrer, der mundtot gemacht werden soll aber auf Aufforderung nicht sprechen mag.

    „Ich kann auch bei tieferer Recherche keine schwerwiegenderen Vorwürfe entdecken, als die von Dir benannten. “

    Jenen XN-Statements begegnet man bereits bei oberflächlichster Recherche. Vielleicht liegt das Limit doch eher bei „Will“ als bei „Kann“?

    „Vielleicht ist Nadioo wirklich ein ganz schlimmer Finger antisemitisch, homophob und ganz dicke mit Elsässer und Konsorten … “

    Nicht was er ist, macht das Problem aus, sondern was er spricht, wessen Rede er führt.
    Angesichts der von XN vorgeführten paradoxen Rolle als schweigender Prediger: Gibt ihm dort womöglich jemand Stichworte, die er nur aufsagt?
    Oder ist dieses hilflose Verstummen, wenn man ernst genommen wird und zu einem Dialog aufgefordert wird, nur wieder der strukturelle Klassiker der Rechten?

  116. Lieber Stefan, vielen Dank für die Freischaltung meines Kommentars.

    In dem Kommentar habe ich ein Video verlinkt, auf dem man nachschauen kann, was Naidoo auf der Demo der Friedensaktivisten Berlin gesagt hat. Ich habe den Einbettungscode verwendet. Das hat offenbar nicht funktioniert.

    Deshalb hier nochmal der Link:

    https://youtu.be/01pfaPgGE5c

    Und auch der Link zu der Rede, die er vor den „Reichsbürgern“ hielt:

    https://youtu.be/LVx4tBdsu08

    Wenn ich mir diese – doch recht schlichten und harmlosen – Reden anhöre, dann finde ich den Medienvorwurf, Naidoo sei ein Elsässer-Freund und „Reichsbürger“ nicht nur kontruiert, sondern schlicht und einfach böswillig.

    Denkst Du, Stefan, dass die aus diesen Reden und Songschnipseln konstruierten Vorwürfe ernstlich den medialen Shitstorm rechtfertigen, der Naidoo ereilte? So dass dieser ganze niederträchtige Schmonzes in einer Doku über Naidoo nochmal im Detail aufgewärmt werden müßte?

    Echt?

  117. @Sapere Aude: Ich weiß nicht, warum Du unbedingt die Diskussion führen willst, die alle anderen im vergangenen Jahr schon geführt haben, aber wenn man Naidoo seine Songtexte, seine Reden, die Mitstreiter der Diskussionen, auf denen er sie hält, seine Interviews und seine T-Shirts nicht vorhalten darf – was dann?

  118. Stefan, Du darfst. Ist ein freies Land :-)

    Ich frage mich nur, ob allein die Tatsache, dass in den Medien eine lautstarke Diskussion geführt wurde, jetzt als Beweis dafür steht, dass eine Sache Fakt ist. Nach dem Motto: Irgendwas bleibt immer hängen.

    Ist das Dein Maßstab? Dass die Medien ein Fass aufgemacht haben?

    Stefan, ich führe nicht die Debatte von vor einem Jahr nochmal. Ich möchte von Dir wissen, welche konkreten Vorwürfe halten können was sie versprechen. Was ich bisher von Dir – und von den Diskussionen von vor einem Jahr – gelesen habe, finde ich nicht ausreichend, um der VOX-Doku – um die es hier ja eigentlich geht – den Vorwurf zu machen, sie betreibe systematische Unterschlagung berechtigter Vorwürfe. Ich kann weit und breit keine entdecken. Auch in Deinem Artikel nicht, das hast Du ja selbst bestätigt.

    Also warum dann die Behauptung, die VOX-Doku erwähne Vorwürfe nicht, wenn diese komplett haltlos sind?

    Warum sollte man haltlose Vorwürfe wiederholen? Oder anders gefragt: Wie haltlos müssen Vorwürfe mindestens sein, damit man sie in einer Doku über Xavier Naidoo nicht erwähnen muss? Reicht es, dass es keine Beweise gibt?

  119. @Sapere Aude: Die Dokumentation behauptet: Xavier Naidoo hat sich für Frieden ausgesprochen. Die Medien sagten, das sei rechtspopulistisch.

    Zum x-ten Mal: Die Medien hatten Gründe dafür, seine Auftritte suspekt zu finden. Man kann diese Gründe berechtigt finden oder abwegig, zutreffend oder idiotisch. Aber wenn man sie weglässt, bleibt die Behauptung stehen, die Medien hätten Naidoo kritisiert, weil er für den Frieden ist.

    Ich kann nicht darüber berichten, dass die Medien Naidoo kritisiert haben, ohne zu sagen, warum die Medien Naidoo kritisiert haben. Danach kann ich gerne ausführen, warum diese Kritik idiotisch war.

    Tut mir leid, ich finde das wirklich banal und offensichtlich.

  120. Stefan, Du schreibst:

    „Die Dokumentation behauptet: Xavier Naidoo hat sich für Frieden ausgesprochen. Die Medien sagten, das sei rechtspopulistisch.“

    Ja?! Die Medien haben beliebige Vorwürfe an den Haaren herbeigezogen. Sie haben ausführlich ihre arg verkürzte Sicht der Dinge dargestellt. Im Übrigen – soweit ich das nachvollziehen kann – immer ohne ein Statement von Naidoo selbst.

    Naidoo läßt nun in einer Doku ganz und gar seine – ebenfalls deutlich verkürzte – Sicht der Dinge darstellen. Und zwar so wie oben von Dir beschrieben: Xavier Naidoo hat sich für Frieden ausgesprochen. Die Medien sagten, das sei rechtspopulistisch.

    Die Medien haben weggelassen, was Naidoo darüber denkt … Nadioo läßt weg, was sich die Medien dabei dachten, als sie ihm Rechtspopulismus, Homophobie und Antisemitismus vorwarfen.

    Und warum läßt die Naidoo-Doku das weg? Weil es offenbar kompletter, an den Haaren herbeigezogener Unfug ist … und weil am Ende eher ein Vowurf verfängt und hängenbleibt als irgendeine komplizierte Sachinformation oder eine ausführliche und sachliche Diskussion der Fakten.

    Was mich irritiert, ist, dass Du die ursprüngliche offensichtliche Medienkampagne nicht als solche benennst. Angesichts der von Dir genannten Vorwürfe ist das doch offensichtlich. Sie sind haltlos. Also ist es nichts als eine Kampagne …

    Es sei denn, Du kennst stichhaltigere Vorwürfe. Aber da Du bisher keine genannt hast, muss ich davon ausgehen, dass Du keine kennst.

    Aber wenn Du keine stichhaltigen Vorwürfe kennst, wie kannst Du dann – gerade Du, als Held der Kampagnenopfer – ein Kampagnenopfer durch die Wiederholung der Quatschvorwürfe weiter demütigen ohne die Kampagnenmacher als solche anzuklagen?

    Naidoo versucht seinen Ruf zu retten. Das macht er mit den Mitteln der vereinfachenden, zuspitzenden Medienkampagne … darüber kann man diskutieren. Was wir ja denn hier auch tun … wird schon irgendwas hängenbleiben, nicht wahr?!

  121. @Sapere Aude: Es ist aussichtslos. Das Zitat von mir, das Du mit „Ja?!“ in Frage stellst, ist die fast wörtliche Wiedergabe aus der Doku:

    Sprecherin: „Bereits ein Jahr vor dem ESC hatte sich die Presse auf Naidoo eingeschossen. Mehrfach hatte er sich für den Frieden und gegen die Spaltung der Gesellschaft eingesetzt.“

    Naidoo (auf der Bühne bei einer Demonstration): „Ich möchte aber auch, dass es bitte bitte bitte keinen Krieg mehr gibt.“

    Sprecherin: „Rechtspopulistisch sei das, schrieben die Medien.“

    Ich wär dann jetzt raus.

  122. Ja, Stefan, das ist es was ich die ganze Zeit schreibe. Ich verstehe nicht, warum Du das nicht verstehst:

    Naidoo hat sich für den Frieden und gegen die Spaltung der Gesellschaft eingesetzt. Das kann man sich in den Reden anschauen, die er gehalten hat und die ich oben verlinkt habe.

    Und dass er das tat, hat die Medien dazu bewegt, zu schreiben, das sei rechtspopulistisch. Das sind doch die Fakten, oder irre ich mich da?

    Nicht zu den Fakten gehört, dass Naidoo Rechtspopulist, Reichsbürger, homphob oder antisemitisch ist. Das sind Vorwürfe, die konstruiert wurden, weil Naidoo auf einer Friedensdemo aufgetreten ist, auf der auch Rechtspopulisten oder Reichsbürger oder Eugen Drewermann reden durften und weil er ein paar Zeilen über „Kinderschänder“ mit Vorelibe für den kindlichen Analbereich und „Baron Totschild“ schrieb.

    Naidoo begründet seine Auftritte bei rechtsradikalen Reichsbürgern übrigens mit seinem christlichen Gauben. Er sagt, er möchte ihnen, von denen er – als Zuwandererkind – schon Drohungen erhielt, die Hand reichen und ihnen die Liebe predigen:

    https://youtu.be/h70O0GIjiRA

    Irgendwie verrückt, nicht wahr? Dabei weiß weiß doch jedes Kind, wer sich unter die Aussätzigen begibt, wird selber zum Aussätzigen. Irgendwas bleibt immer hängen … und wenn es das diffuse Gefühl ist, Xavier Naidoo wünsche sich das Deutsche Reich wieder her. Bei diesem Naidoo weiß man das ja nicht so genau … wenn man nicht so genau hinschaut.

  123. Da jetzt doch wieder eine relativ sachliche Diskussion entstanden ist, möchte ich mich wieder beteiligen. (habe die ganze Zeit mitgelesen).

    Ich muß sagen, „beide Seiten“ haben gute Argumente, da fällt es schwer direkten Bezug zu nehmen, ich versuche es trotzdem.

    Ja, das Weglassen der Kritikpunkte, und die Auseinandersetzung damit, an XN in der Vox-Doku, könnte tatsächlich kritikwürdig sein.

    Das komplette Verschweigen dessen (oder die Auseinandersetzung damit) kann man als Schwäche oder sogar Manipulation bewerten.
    Völlig zu Recht oder auch nicht, da keiner von uns die wahre Motivation der VOX-Redaktion kennt.

    Allerdings gibt es auch einen anderen Aspekt, dem sich eine Redaktion stellen musste.
    (Geht mir als Führungskraft in einem mittelständigen Unternehmen genauso)
    Das Ansprechen negativer Gesichtspunkte eröffnet manchmal auch unbrauchbare Angriffsfläche, die völlig kontraproduktiv ist.
    Da können ungeahnte Diskussionen entstehen, die nichts bringen, weil der „Gegner“, nur um des Streits willen, jedes Wort hundertmal umdreht, um nicht auf die Meinung des anderen (Redaktion/Vorgesetzter) eingehen zu müssen.

    Und dann eben auch die Erfahrung, daß man aus fast jeder Aussage auch das Gegenteil herauslesen kann, mit viel rhetorischer Geschicklichkeit.
    Lieber Stefan Niggemeier, das ist auch Ihnen z.B. passiert:
    Als Tom Dob anhand eines Ihrer Postings gezeigt hat, wie man Aussagen ins Gegenteil verdrehen kann, haben Sie ihm nahelelegt, daß es am Besten sein letzter Post sei.
    Er hat nicht Ihr Posting kritisiert, sondern als Bespiel Ihr Posting aufgegriffen, um zu zeigen, wie man Postings manipulativ ins Gegenteil verdrehen kann.

    Im Wissen um solche Vorgehensweisen, und deren Folgen, kann ich widerum nachvollziehen, daß man (Redaktionen) inzwischen vorsichtig geworden ist, wo man Steilvorlagen bietet.

    Das ist leider die Realität, man manipuliert auf beiden Seiten, lässt weg, verkürzt, sowohl RECHTS, wie auch LINKS, oder sonstwo.
    Die rethorischen Fähigkeiten auf beiden Seiten schränken die Meinungsfreiheit schmerzend ein, der notwendige Diskurs versickert und der Kampf beginnt oder ist sogar schon im Gang.
    Traurig.

    Ja, es gibt Meinungen (und/oder Taten), die rechtsextremistische sind.
    Das geht garnicht, das Leben, die Gesundheit, das rechtmäßige Eigentum eines Menschen ist unantastbar und muß geschützt werden, egal welche Nationalität, welche Hautfarbe, welche enthnische Herkunft oder welche/r Religionszugehörigkeit/Glaube.

    Aber dazu gehört auch die Diskussion, warum Menschen in anderen Ländern „vom Westen“ angegriffen/bebombt werden.
    Ist es wirklich aus guten ehrbaren Gründen, oder doch aus hegemonialen Gründen und damit unredlich und nicht richtig?

    Und dazu gehört auch, zu unterscheiden zwischen Flüchtlingen aus Kriegsgebieten (Kriege, die wir verursachen?), die unsere Hilfe verdient haben und brauchen, denen wir verpflichtet sind,
    und Menschen, die aus sicheren Ländern kommen, die (vielleicht zu unserem Wohlstand?) wirtschaftlich am Boden sind, also Wirtschafts-Einwanderer.

    Und dazu gehört auch, die RECHTE Gewalt und Meinungsunterdrückung, wie die LINKE Gewalt und Meinungsunterdrückung zu thematisieren.

    Diese Diskussionen werden von Links und Rechts so extrem geführt, daß die Sachlichkeit auf der Strecke bleibt.
    Die Wenigen, die sich in der Mitte versuchen zu positionieren, werden wechselseitig von Links oder Rechts „fertig gemacht“ und resignieren.
    Wo soll das hinführen?
    Entweder die extrem Linke gewinnt, oder die extrem Rechte.
    Beides ist für mich kein Land, indem ich leben möchte, mangels „Masse“ oder Alternativen aber keine anderen Möglichkeit habe.
    Ich bin traurig.

    Die hier viel diskutierte Frage der Souveränität:
    Ich weiß es nicht, ich lese viel, unterschiedliche Seiten, Hälfte Schrott, Hälfte stichhaltig.
    Aber keine Argumentation VON „BEIDEN SEITEN“ überzeugt oder beweist.
    Fast immer wird BEHAUPTET, nix wirklich belegt, von BEIDEN SEITEN.
    Mehr Ausführungen erspare ich mir und Ihnen/Euch jetzt, das würde ein Roman werden, Tatsache, ich bin unsicher, es gibt Dinge die dafür sprechen und Dinge die dagegen sprechen. Die reine Aussage: „ist so!“, wie auch hier von manchem in der Diskussion geäussert ohne Belege, überzeugt mich nicht. Und die Belege wird wahrscheinlich keine der BEIDEN SEITEN bringen können.

    Und jetzt der Zirkel-Schluß zur XN und der VOX-Dokumentation.

    XN hat eine Meinung, die durchaus seine Berechtigung hat: Unser Land, oder was man davon hält, ist nicht souverän.
    Er könnte damit Recht haben, oder auch nicht, da ich es nicht weiß, verurteile ich ihn erstmal nicht, und infomiere mich weiter.

    Ja, er hat bei diversersen Veranstaltungen gesprochen, ein T-Shirt zum Ausdruck seiner Meinung getragen.
    Ja, er hat mit Menschen gesprochen, die für mich (noch) nicht richtig einzuordnen sind.
    Also nehme ich es erstmal auf und informiere mich.
    Die Argumente GEGEN diese Veranstaltungen und Personen, die ich bisher finden konnte, waren nur Meinungen, aber keine stichhaltigen Argumente (oder Beweise), also für mich irrelevant.

    Dann kommt diese VOX-Doku, und man lässt dies Alles mehr oder weniger außen vor.
    (Ich habe sie nicht gesehen, habe aber noch soviel vetrauen, daß das Behauptete stimmt, da sich ja scheinbar ALLE hier darüber einig sind)

    Wie gesagt, ich kann es auf der einen Seite verstehen, diese Dinge nicht anzusprechen, um keine Angriffsfläche zu beiten.
    Finde es aber auf der anderen Seite fatal, es zu verschweigen.
    DAS sybolisiert die ausweglose Situation, wo man es nie richtig machen kann, weil BEIDE SEITEN radikal auf Angriffsflächen warten, sie ausnutzen und retorisch mit Verkürzung und Umdeutung manipulativ agieren.

    Und dann folgt nun der Artikel hier.

    Genauso verkürzend und ohne tiefgreifende Argumentation/Beweise, also im Grunde genauso, wie die VOX-Doku, nur Meinung.
    Was soll ich als „noch neutraler“ Leser davon halten?
    Als „noch selbstständig denkender“ Leser stehe ich wie vorher völlig in der Mitte, der nicht weiß, was stimmt.

    Herr Niggemeier, ich Dutze Sie nicht (auch wenn andere das tun), weil ich Sie nicht kenne, und ich selbstverständlich Respekt vor „Unbekannten“ habe, selbst wenn sie andere Meinungen haben sollten.
    Nichts ist geistig provitabeler, als sich mit Andersdenkenden auseinanderzusetzen.

    Ich habe schon viel von Ihnen gelesen, Ihr Name ist mir ein Begriff, einiges geistig anregend.

    In diesem Beitrag äußere ich erstmals meine Bedenken, ich hoffe Sie nehmen es sportlich und nicht persönlich, unsere Gesellschaft lebt von Diskussion, nur so kann sie wachsen, ICH wie auch SIE, und alle anderen.
    Viele Grüße

  124. @Stefan Niggemeier

    Jetzt wird es doch langsam albern.
    Sie posten inmitten eines stattfindenden Shitstorms gegen Naidoo eine kleine Polemik, die den Vorwurf zu den Reichsbürgern impliziert:
    „Xavier Naidoo tritt für die Bundesrepublik (oder für das deutsche Reich, man weiß es bei ihm ja nicht so genau) an. “

    Dann nehmen Sie sich selbst aus der Schusslinie indem Sie behaupten
    „Ich unterstelle Naidoo weder, dass er homophob ist, noch dass er antisemitisch ist, und ob die Nähe zu den Reichsbürger-Positionen und zu Elsässer ehrenrührig sind, kann ja jeder selbst entscheiden.“

    Sie fragen nach dem Wiederspruch, der offensichtlich ist?
    „ob die Nähe zu den Reichsbürgern (…) ehrenrührig ist, kann jeder selbst …“ Nicht, ob es überhaupt eine Nähe gibt zwischen Naidoo und Reichsbürgern wird in Frage gestellt, sondern als belegter Fakt behauptet, den dann, im Zuge einer äußerst generös gewährten Meinungsfreiheit jeder werten kann, wie er möchte. Mindestens die Nähe zu Reichsbürgern unterstellen Sie also, auch wenn Sie natürlich nicht explizit sagen „Naidoo ist homophob“. Aber wollen wir uns jetzt ernstlich über Subtext, Metaebene und zwischen den Zeilen gesagtes streiten? Ich bleibe dabei, Sie haben die Welle mitgeritten, was Ihr gutes Recht ist, aber jetzt bitte nicht unparteiisch tun. Zwischen einer Position „ich habe dies und das nie gesagt und auch nicht gemeint“ und Ihrem Tweet besteht nach meinem Dafürhalten ein großer Wiederspruch.
    .
    Selbstverständlich berichten Sie nur über die Medien.
    Damit nehmen Sie doch automatisch eine über den Dingen stehende, weil beobachtend und berichtende Rolle ein. Selbstverständlich käme es Ihnen nie in den Sinn, sich als qualitativ über den Medien stehend zu bezeichnen. Aber Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen:

    Sich zum direkten Teil eines solchen Shitstorms zu machen, kann unmöglich der Anspruch eines „über die Medien berichtenden., freien Journalisten sein“.

    So zumindest meine Meinung.

  125. @STefan Niggemeier

    Nachtrag:
    Mir ist bewusst, dass Sie von der Nähe zu den Positionen der Reichsbürger geschrieben haben, nicht explizit von der Nähe zu den Reichsbürgern, so wie ich es Ihnen vorwerfe.

    Da dies in meinen Augen eine rhetorische Selbstverteidigungsfinte ist, habe ich das übergangen und den Text so wiedergegeben, wie er auch von Ihnen gemeint sein muss, da Sie genau um die Wirkung von Schlagwörtern wissen und Ihre Meinung und Ihre Intention, Naidoo in ein bestimmtes Licht zu rücken, durch den Tweet offen zu Tage tritt.

    Ich wäre also dankbar, wenn Sie meine Einlassungen dann nicht durch das Bestehen auf diese Nuance versuchen würden auszuhebeln.

    Danke und Gruß
    Ronny Seiler

  126. @Ronny Seiler: Mein Tweet ist, wie Sie sehen können, vom sehr späten Abend des 18. November 2015. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch gar keinen „Shitstorm“, zu dessen direkten Teil ich mich hätte machen können. Die erste Agenturmeldung über Naidoos ESC-Teilnahme ist vom 19. November. Sie können das auch an den Reaktionen auf den Tweet sehen: https://twitter.com/niggi/status/667110430217789441?lang=de

    Wenn Sie aber meinen, dass ich als Medienjournalist nicht meine Meinung über Entscheidungen von Medien twittern darf (oder mich, wie in diesem Fall, bin bisschen billig über sie lustig machen), dann nehme ich das zur Kenntnis.

  127. Alter, wie geil ist das denn? Ich bin zwar nur bis Kommentar #100 gekommen (ab #70 wiederholt sich ja so langsam alles), aber es ist wirklich herrlich, wie man eine derart fundierte Analyse eines miserablen Werbefilms (der nicht klar als solcher gekennzeichnet ist) so gewollt missverstehen kann. Und irgendwann ufert dann wieder alles zu den brutalstmöglichen Verschwörungstheorien aus (Paradebeispiel: #97 „Oje, diese Frage hätten sie nicht stellen sollen!“ – das ist so der zwangsläufig auftretende Hitlervergleich in Kommentarspalten für Verschwörungsfanatiker).

    Was mich lediglich wundert, erstaunt und verblüfft: In den ersten 100 Kommentaren hat niemand angekündigt, jetzt aber sofort sein Abo zu kündigen und hier nie wieder reinzuschauen. Das kommt doch eigentlich immer.

  128. Was für eine billige Hetze ist das denn? Xavier Naidoo setzt sich für den Frieden ein und ist rechts und antisemitisch! Ken Jebsen setzt sich für den Frieden ein und ist rechts und antisemitisch! Die Neue Friedensbewegung… rechts und antisemitisch! Und das Führungspersonal der Kriegsparteien CDU, SPD und Grüne sind Linke, oder was? Also, wer hier nicht den Versuch erkennt, jeden demokratisch völlig legitimen Ruf nach Frieden und Ende der Ressourcenkriege im Keim zu ersticken, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Und was die „Textanalysen“ betrifft: Texte bieten immer einen gewissen Interpretationsspielraum und es kommt auf den Betrachter, bzw. Hörer an, was er daraus macht. Für mich bezieht sich die Zeile mit der „Möse“ nicht auf erwachsene Homosexuelle, sondern auf Männer die kleine Jungs missbrauchen. Das ergibt sich doch aus den Zeilen davor. Und beim zweiten Song geht es um die Finanzkriese, Machteliten (Bankster) und ihre Helfer (Politiker). Und die Rothschilds sind eine Bänkerdynastie, die unter der Geldkrise bestimmt nicht so zu leiden hatten wie andere. Das nennt sich Kapitalismuskritik. Und übrigens: Der Finanzminister (huch, wo sind die 100 Tausend Mark vom Waffenschieber geblieben?) und Egon Bahr haben übrigens auch gesagt, dass Deutschland nie souverän gewesen sei. Wieso arbeitet sich eigentlich niemand an denen ab? Neee, dann doch lieber eine Hexenjagd auf einen Künstler.

  129. …uuuuuuund Bahn frei für die nächste Wiederholung des tausendsten gewollten Missverstehens! :-)

  130. @151/156:

    Die Kress-Nummer wird von Juliane Wiedemeier als das eingestuft, was es ist: eine ziemlich billige PR von Harold Woetzel. Schlimmer allerdings sei, dass Kress sich dafür hergibt:

    „Warum Sie das interessieren sollte? Weil hier ein trotziges Kind mit dem Fuß aufstampft, wirre Theorien über vermeintliche Mainstream-Medien verbreitet, Journalisten das Beurteilen von Medienpersönlichkeiten auf Basis ihres Auftritts in den Medien abstreitet und zudem die interessante Ansicht vertritt, dass dem journalistischen Anspruch, mehrere Stimmen zu hören, genüge getan sei, wenn diese Stimmen alle nur eine Seite vertreten. Und kress.de das als „ein wichtiges Plädoyer für Journalismus, der sich halt nicht von Vorurteilen und Konstruktionen treiben lässt“, bezeichnet.

    Woetzel will einfach in Ruhe ein wenig Naidoo-PR betreiben, und wenn Journalisten ihn dabei stören, diskreditiert er sie mit den Argumenten, die gerade überall herumliegen. Das ist zwar aus meiner Sicht falsch, aber sein gutes Recht. Ein Mediendienst, der dieser Taktik den Stempel des einzig wahren Journalismus aufdrückt, spielt jedoch, um den Kreis zu schließen, mit der Hundepfeife.“

    http://www.evangelisch.de/blogs/altpapier/134972/31-05-2016

    Es ist ähnlich wie bei der AfD/Pegida und deren ständigem Angiften einer vermeintlichen Lügenpresse, während man die eigenen Verlautbarungen wütend verteidigt (und seien sie auch noch so sehr auf kurzen Beinen verhaftet). Es ist längst kein Argumentieren mehr, sondern ein Brüllen, als ob der Lauteste im Recht sei. Und das bei denen, die angeblich die schweigende Mehrheit vertreten.

  131. Ne, nicht alles. Ich hab noch einen. Tino Brandt.
    Naidoo hat die Frechheit gehabt das allerheißeste Eisen anzufassen.
    Das DARF nicht sein. Wer immer noch glaubt Dutrux wars damals alleine, wer immer noch glaubt Saville war verrückter Einzeltäter, der glaubt auch VS und vorher Stasi wissen und wussten nix von Pädokompromaten, und der Brandt hat weder was mit NSU und den Uwes, noch mit diversen Innenministerien zu tun.
    Was Naidoo berechtigterweise und mit wütender Sprache anprangert, was angesichts der Krassheit der Vorfälle nachvollziehbar sein sollte, rüttelt gewaltig an den Fundamenten unserer Herrscher und Lenker, rechten wie linken . Sowas treibt deren Türstehern, Steigbügelhaltern und Kommunikationsexperten selbstredend Schweißperlen auf die Stirn. Und zwar hier, bei uns, nicht weit weg in Belgien und England.
    Wie gesagt, Tino Brandt. Ein hundertfacher Nazi-Pädo-Pimp auf VS Honorarbasis. Wieviel journalistische Recherche und fundierten Kommentar gab/gibt es zu seinen 5 stillen und leisen Jahren Haft und den Hintergründen? Anyone? Also, lasst den Naidoo in Ruhe und buddelt lieber mal wo’s wehtut, ob mit oder ohne Alu auf der Rübe.

  132. Dass dieser Fernsehsender doof ist und dass Schlagersänger dort also bestens aufgehoben sind: d’accord.
    Ich mag Nigge – d. h. seine Texte – seit der Bildblog-Zeit, aber sein immer wieder erkennbare Faible für diese Art von Deppenmusik und ihre Vertreter war mir stets und ist mir immer noch unerklärlich. Seine berechtigte Anklage erinnert aber auch ein bisschen an einen verschmähten Liebhaber, à la: der pöse X.N. schadet der tollen Schlagermusik mit seinen dummen Äußerungen.
    Will sagen: es gibt wichtigeres als diesen Quatsch. Vor allem gibt es haufenweise bessere Musik.

  133. Spannend, dass selbst die Nachdenkseiten mal richtig tief ins Klo greifen und die Replik auf kress.de verlinken. Irgendwie fällt auf, dass nur die wenigstens den Kern der Kritik gerafft haben, stattdessen wird inhaltlich über Naidoo gestritten.

    Um mal zurück auf Hitler zu kommen: Die Doku ist genau so unsauber, wie eine Biographie über Hitler, die suggeriert, dass Kritik an seinen Staatsmann-Fähigkeiten völlig abwegig sein muss, weil er doch die Wirtschaft angekurbelt hat wie kaum ein anderer (Autobahnen… zwinker zwinker) Gibt auch bestimmt noch zwei oder drei Zeitzeugen dafür, wenn man mehr als eine Stimme dazu hören möchte…

  134. Diese Kommentarspalte hat mich mal wieder in der Ansicht bestätigt, dass ich durch das Internet vor allem mehr über meine Mitmenschen erfahre als mir lieb ist.

    Was waren das für schöne Zeiten als ich noch bloß glaubte und nicht wusste, das viele Zeitgenossen mehr als bloß einen an der Waffel haben …

    Und mit denen verplempern Sie ernsthaft in Ihre wertvolle Zeit, Herr Niggemeier?

    Das Bild sagt alles: https://xkcd.com/386/

    btw – ich bin auf und bei der Arbeit – werde also bezahlt für diesen Kommentar ;D

  135. Wenn man hier liest stellt man fest, dass es zwei deutliche Lager gibt.

    Auf der einen Seite Leute, die XN in Schutz nehmen, entweder, weil sie darauf bestehen, dass auch XN (=Xavier Naidoo) Recht wiederfahren sollte obwohl sie selbst weder XN mögen noch seine Aktionen prinzipiell befürworten. Also Leute, die Schmutzkampagnen gegen wen auch immer ablehnen – oder weil sie XN inhaltlich oder persönlich unterstützen.
    Also auf der einen Seite ein neutrales Lager das XN vor unberechtigt empfundene Anschuldigungen in Schutz nehmen möchte und dazu noch ein XN eindeutig zustimmendes Pro-Lager.

    Und dann gibt es auf der anderen Seite die Leute, zu denen offensichtlich auch der Bloginhaber gehört, die XN unbedingt etwas „an den Kittel flicken“ wollen: XN ist in deren Augen, wenn vielleicht nicht ganz rechts oder nicht ganz homophob, oder nicht ganz Reichsbürger, aber zumindest ein bisschen davon. Oder zumindest grenzt er sich nach ihrem Dafürhalten nicht ausreichend davon ab. Zumindest (das scheint die Minimalforderung zu sein) müsste in jeder öffentlichen Darstellung, in der Kritik an XN erwähnt wird und diese Kritik abgetan wird, diese Kritik aber ausreichend (wann wäre denn ausreichend? Schlechte Frage?) gewürdigt werden. Dass dies nicht getan wurde in diesem XN-Werbefilmchen auf VOX ist ja der wesentliche Kritikpunkt des Bloginhabers sowie der ihm beispringenden Kommentatoren.

    Ich frage mich immer wieder in solchen Zusammenhängen, woher eigentlich diese unübersehbare Energie der XN-Kritikaster (ist jetzt nicht böse gemeint, es ist aber unübersehbar, dass man kein Stück von seinen Positionen abrücken will, die Position kurz: zu XN darf keine neutrale Position eingenommen werden, „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!“) kommt.
    Diese Leute scheinen eine Gefahr zu erkennen, die von so jemandem wie einem XN ausgeht?
    Haben sie Angst, dass XN andere Menschen verunsichern könnten?
    Oder haben sie Angst, selber verunsichert zu werden wenn sie sich auf Aussagen von ihm einlassen würden?
    Mag hier jemand aus dem „Anti-XN-Lager“ oder Bloginhaber selbst dazu Auskunft gebe?
    Also in Kurz: warum muss man bei einem Beitrag über XN, in dem Kritik an ihm erwähnt wird, diese Kritik auch ausführlich würdigen(Forderung des Blogbetriebers)? Wo wäre so etwas Standard? Ist dieser Anspruch überhaupt durchführbar? Muss jede Würdigung einer „öffentlichen Person“ wie z.B. eines Westerwelle, Genscher, Gauck, Obama, Erdogan, Hoeness, Schwarzer, Merkel, Böhmermann, etc. pp mit einer vollen Würdigung aller Kritiken an diesen Personen aufwarten? Bzw, wenn Kritik erwähnt wird, so muss diese auch vollumfänglich beleuchtet werden? Ist das denn überhaupt eine realistische Forderung?
    Oder dreht es sich vielleicht doch nicht um XN sondern um die von ihm anscheinend aufgeworfenen Fragen, etwa: ist die BRD ein souveränes Land? Wenn es um diese Fragen geht, warum werden dann nicht die Fragen diskutiert, sondern eine Person die anscheinend für diese Frage steht? Warum muss die Person verdächtig gemacht werden? Weil die Fragen gefährlich sind und nicht in den Mittelpunkt rücken dürfen?

    Nur so ein Gedanke.

  136. @Ales
    „Um mal zurück auf Hitler zu kommen: Die Doku ist genau so unsauber, wie eine Biographie über Hitler, die suggeriert, dass Kritik an seinen Staatsmann-Fähigkeiten völlig abwegig sein muss, weil er doch die Wirtschaft angekurbelt hat wie kaum ein anderer (Autobahnen… zwinker zwinker) Gibt auch bestimmt noch zwei oder drei Zeitzeugen dafür, wenn man mehr als eine Stimme dazu hören möchte…“

    Nein, ganz im Gegenteil! Naidoo´s politische (angeblich rechte) Haltung an einem umstrittenen Auftritt festmachen zu wollen während man gleichzeitig sein jahrelanges Engagement gegen Rechts komplett ignoriert, wäre wie als wenn man einem über viele Jahre überzeugten Vegetarier unterstellen würde, er sei im Grunde seines Herzens eigentlich doch Fleischesser, weil er einmal vor der Schlachterinnung einen Vortrag über den Nato-Doppelbeschluss gehalten hat!;)

  137. @158 – der Kommentar von Juliane Wiedemeier enthält genau so viele „Fakten“ wie der Artikel oben – nämlich keine – gelesen hat sie den Artikel auf kress scheinbar auch nicht! Und was Ihr Einwurf AfD hiermit zutun hat, erschließt sich mir nicht. Ach ja alle die die Presse kritisieren sind ja rechts weil ne AfD von Lügenpresse spricht. Jetzt noch den Querfronttopf aufmachen und alle reinstecken und schon haben wir der sachlichen Diskussion nen Riegel vorgeschoben. Mission erfüllt – Daumen hoch Theo

  138. Was geht denn hier ab? Also, dieser XN hat doch wohl völlig selbständig entschieden, auf welchen Demonstrationen er auftaucht, was er dort sagt und welche Kleidung er dort trägt. Wenn dann ein Shitstorm über ihn einbricht und dies in einer Fernsehsendung dokumentiert wird, dann kann man doch wohl erwarten dass auch dokumentiert wird WARUM dieser Shitstorm kommt. Es gibt ja genug Möglichkeiten dann dazu Stellung zu nehmen. So wie die Sendung beschrieben wurde, ist XN das arme kleine Unschuldslamm und alle hacken auf ihn ein.
    Zum Thema (verkürzt) Homophobie: Also das „berühmte“ (oder besser berüchtigte) Lied enthält ja nicht nur den Mösen-Satz. Wenn ich mir das ganze drumherum so anschaue, dann kommt mir echt die Galle hoch. In welchem Land leben wir in dem egal für welches Vergehen zum Töten aufgerufen wird? Mag sein dass das in diversen Musikkreisen üblich ist, ich finde den Text einfach nur widerlich. Und nein, ich möchte nicht dass Straftäter ihrer Strafe entgehen, ich möchte nur nicht zurück in die Zeit in der man sie geteert, gefedert und dann gevierteilt hat!
    Zum Thema Antisemitismus: Die betreffende Liedzeile ist sicher interpretationsfähig, das beweist ja die Diskussion. Wie wäre es wenn XN eine Interpretation liefern würde? So schwer kann das ja nicht sein. Wenn er das nicht tut muß er halt mit dem Vorwurf leben.
    Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist (im Rahmen gewisser Grenzen) in unserem Grundgesetz festgeschrieben. Was dort aber NICHT steht ist das jemand das Recht hat dass seine Meinung auch veröffentlich oder gehört wird. Ebenfalls steht da nicht drin dass andere nicht das Recht haben, diese Meinung öffentlich anzugreifen und für Blödsinn oder schlimmeres zu halten. Aber es gehört nun mal zur Strategie der neuen Rechten, jede Kritik an sich gleich als Unterdrückung ihrer Meinung zu werten…

  139. @Raoul:
    Absolut hoffnungslos.
    Man könnte große Schilder aufstellen mit Inschriften wie
    „Niemand hat gesat, XN ist diesunddas“
    „Niemand hat gefordert, XN müsse von allen Bildschirmen verschwinden“
    „Niemand hat gefordert, Vox müsse das Thema bearbeiten, ausführlich bearbeiten oder im Sinne des Medienmobs bearbeiten“
    „Niemand hat Vox verboten das Thema anzusprechen“

    Was geschehen ist: Vox hat ein politisches Thema in einem Stil bearbeitet, wie sich Hartmut Mehdorn die Darstellung eines kritischen Interviews durch BahnTV vorgestellt haben dürfte, und wurde darauf kritisch angesprochen: Macht es entweder richtig oder gar nicht.

    Hier sieht man jetzt exemplarisch, wie sich die Märtyrer-Empörungswellen im Milieu aufschaukeln und zur dutzendfachen Klage anschwellen: Dieser Verleumder hat gesagt XN sei XY, dabei isser das gar nicht, Verhetzer.

    Doch selbst unter diesen großen Schilder würden „Die“ sich trotzdem zusammenrotten und skandieren: „Der hat gesagt…“

    Und Vox hat sich, stellvertretend, für mich erwartbar, mit seiner speziellen Definition von Journalismus von jedem damit verbundenen Anspruch losgesagt.

  140. @Christian Roll
    „Was geht denn hier ab? Also, dieser XN hat doch wohl völlig selbständig entschieden, auf welchen Demonstrationen er auftaucht, was er dort sagt und welche Kleidung er dort trägt. Wenn dann ein Shitstorm über ihn einbricht und dies in einer Fernsehsendung dokumentiert wird, dann kann man doch wohl erwarten dass auch dokumentiert wird WARUM dieser Shitstorm kommt. Es gibt ja genug Möglichkeiten dann dazu Stellung zu nehmen. So wie die Sendung beschrieben wurde, ist XN das arme kleine Unschuldslamm und alle hacken auf ihn ein.“
    Wie hätten Sie es sich gewünscht – Ungefähr so?:
    „Völlig zu Recht kann sich Herr Naidoo für immer und ewig als quasi Geächteter betrachten, weil er es gewagt hat, 2014 auf einer Montagsdemo zum Thema Frieden zu reden und weil er dabei ein „Freiheit für Deutschland“ T-Shirt getragen hat? Und absolut zulässiger Weise hat man es bei dem – wegen des guten Stils – damit zwingend einhergehenden Unisono-Shitstorm immer ganz geflissentlich unterschlagen zu erwähnen, dass Herr Naidoo in der P R A X I S beispielsweise bei Udo Lindenberg Projekt „Gegen Rechte Gewalt “ mitwirkt…“ …Ungefähr so?

  141. Unterdrückung anderer Meinung wird ja bei diesen linkgerichteten Kreisen groß geschrieben.
    Ist eine Art Diktatur entstanden, gegen die sich aber immer mehr Menschen wehren.
    Und da Sie Herr Niggemeier, mich für meine Meinung hier gesperrt haben, weil Sie einen Gegenwind nicht ertragen können, schon gar nicht jenes, was Sie und Ihre Gleichghesinnten seit Jahren aufführen, streichen Sie bitte jetzt auch die Benachrichtigungsfunktion, denn es interessiert mich nicht mehr was hier geschrieben wird.

    Ist ja eine Einbahnstraße. Was gefällt bleibt stehen, was nicht gefällt wird heraus gefiltert. Ein Beispiel zur Unterdrückung der freien Meinungsäußerung!

    Gratulation!

  142. betr.: 169

    Stefan,

    der Typ ist doch eine Satirenummer, der kann doch nicht echt sein.

  143. @Rita_lean: Eine einfache Möglichkeit: „Bei der Veröffentlichung seiner Nominierung zum ESC gab es grosse Empörung in einschlägigen Internetmedien wie Twitter. In diesem Zusammenhang wurde z.B. die Teilnahme von XN an Demonstrationen der Reichsbürgerbewegung, eventuell missverständliche Liedtexte wie z.B. … und ähnliches erwähnt. Der Künstler nahm dazu wie folgt Stellung: …“. Das wäre in nicht einmal 5 min abhandelbar gewesen. Ist leider nur etwas schwierig, weil XN ja gar nicht dazu beigetragen hat evenutelle Missverständnisse aufzuklären. Ich bleibe dabei. Er darf gerne im Rahmen der Gesetze tun und lassen was ihm beliebt. Er muß aber auch damit leben dass das dem ein oder anderen nicht gefällt und entsprechend darauf hingewiesen wird bzw. darauf unliebsame Konsequenzen gezogen werden. Auch das gehört bei der freien Meinungsäußerung dazu…
    @Tom Dob: Es gibt 1Mio Möglichkeiten seine Meinung irgendwo kund zu tun. Dieses Forum ist eine davon, das wird von einem gewissen Herrn Niggemeier betrieben. Er übt hier sozusagen das Hausrecht aus. Sie können gerne auf eine Veranstaltung der xyz-Partei gehen und dort laut rufen „alle xyzler sind Schweine“. Auch dort wird Ihre Meinung kraft Hausrecht recht schnell unterdrückt werden. Machen Sie einen Blog auf und verbreiten Sie dort Ihre Meinung über Hr. Niggemeier, das wiederum steht ihnen völlig frei. Und mir und anderen steht es frei, Ihre Meinung hören zu wollen oder nicht…

  144. Das Falscheste, was Xavier Naidoo hätte tun können, wäre es doch wohl gewesen, sich an einen haltlosen und erniedrigenden Pranger stellen zu lassen, und wegen konsturierter Vorwürfe (Jeder hätte doch wohl seriös recherchieren können wie Naidoo sich in der Vergangenheit gegen Rechts engagiert hat und die durchweg positiven Aussagen seiner Musikerkollegen berücksichtigen können) zu Kreuze zu kriechen!!! Dann hätten es die Leute, die ihn beschädigen wollen doch genau so, wie sie es haben wollten. Wer lässt sich denn bitte durch rufschädigende Shitstorms künstlich in eine Angeklagtenrolle zwängen?!
    Nur mal so als kleines Update für mich: Was ist denn inzwischen alles „verboten“ und legitimiert Shitstorms? Nachdenkseiten lesen, weil Albrecht Müller mit Kenfm gesprochen hat? Zur TTIP Demo gehen, weil da ein Spiegel Reporter einen Rechten unter 250000 Menschen ausgemacht hat? Ohne äußerste Vorbehalte auf eine Friedensdemo zu gehen? Sarah Wagenknecht zu liken? Israelische Politik zu kritisieren? Amerikanische Politik zu kritisieren? Russische Politik nicht generell zu verteufeln?
    Ich gebe Herr Woetzel hundertprozentig Recht, wenn er von einer McCarthy-Stimmung spricht!

  145. Sorry, wer auf solchen Demos auftritt und dann „Kampf gegen Rechts“ für sich in Anspruch nimmt hat einiges zu erklären. Ebenso, wer in Lieder zum Töten von anderen Menschen aufruft.

  146. Mir ist kein Lied von Naidoo bekannt, in dem er zum Töten aufruft. Ich kenne nur „Nie mehr Krieg“ welches das genaue Gegenteil zum Thema hat!

    Und was heißt bitteschön „hat sich zu erklären“??? Wir sind doch hier nicht bei der heiligen Inquisition!

  147. Ich habe nicht geschrieben „hat sich zu erklären“ sondern „hat einiges zu erklären“ wenn man gewisse Einstellungen für sich in Anspruch nimmt. Wenn man das nicht tut muß man halt wie bereits geschrieben auf Gegenwind gefasst sein. Oder wie passt Ihrer Meinung nach eine von Jürgen Elsässer mitorganisierte Demo zum Kampf gegen Rechts? Oder die Reichsbürgerbewegung? Viel Spaß beim Argumente sammeln? Haben Sie sich den Text von „Wo sind sie jetzt“ mal durchgelesen?

  148. 172, Rita

    Es geht hier nicht darum, was ihr beloved Star Naidoo hätte tun sollen.

    Es geht darum, was der Autor der Doku und vor allem der verantwortliche Sender nicht gemacht haben. Ist das so schwer zu verstehen?

    Irgendwie wächst der Eindruck, dass hier kleine Kinder in die Tasten hauen.

  149. @Rita_Lean: Richtig, er ruft nicht zum Töten auf. Der Text geht:

    Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab
    Und dann fick ich euch in den Arsch so wie ihr’s mit den Klein‘ macht
    Ich bin nur traurig und nicht wütend trotzdem will ich euch töten
    Ihr tötet Kinder und Föten und dir zerquetsch ich die Klöten

  150. @Christian Roll
    „Oder wie passt Ihrer Meinung nach eine von Jürgen Elsässer mitorganisierte Demo zum Kampf gegen Rechts“

    Das zeigt mir nur, dass man Herrn Naidoo offenbar nicht so mir nichts dir nichts in eine ideologische Schublade packen kann. Selbst Leute die so simpel denken wie: „War auf einer Montagsdemo=Nazi“ oder „Hat sich gegen Rechts engagiert=Kein Nazi“ dürften in Anbetracht dieses quasi „Ideologie-Patts“ aufgeschmissen sein. Und nu?
    Kann man eben nur abwägen, und da vermute ich, dass Herr Naidoo in einem viel größeren Umfang zusammen mit Udo Lindenberg gegen Rechts unterwegs war, als das er schlimmstenfalls mit einem Jürgen Elsässer gesprochen hat, was im Übrigen für mein Dafürhalten noch langen keinen Nazi aus ihm macht.
    Da hab ich ganz andere Sorgen, denn ich glaube wir sollten heutzutage viel mehr aufpassen, dass wir bei der ganzen Nazi-verbrannte-Erde-Sucherei nicht übersehen, dass hierzulande generell kaum noch Menschen für den Frieden unterwegs sind. …Und das in anbetracht der aktuellen, katastrophalen „Kalter Krieg 2.0“ Lage!
    Das finde ich nun wiederum viel dramatischer als Xavier Naidoos T-Shirts.
    Irgendwann haben wir dann vielleicht den 3. Weltkrieg aber wenigstens erfolgreich die bösen Montags-Demos in die Flucht geschlagen! Immerhin!

  151. „@Tom Dob: Es gibt 1Mio Möglichkeiten seine Meinung irgendwo kund zu tun. Dieses Forum ist eine davon, das wird von einem gewissen Herrn Niggemeier betrieben. Er übt hier sozusagen das Hausrecht aus. Sie können gerne auf eine Veranstaltung der xyz-Partei gehen und dort laut rufen „alle xyzler sind Schweine“. Auch dort wird Ihre Meinung kraft Hausrecht recht schnell unterdrückt werden. Machen Sie einen Blog auf und verbreiten Sie dort Ihre Meinung über Hr. Niggemeier, das wiederum steht ihnen völlig frei. Und mir und anderen steht es frei, Ihre Meinung hören zu wollen oder nicht…“

    Aber dann jammert nicht rum, andere würden zunehmend eine zunehmende Einschränkung und Zensur der Meinungsfreiheit sehen. Ihr dreht es doch wie ihr wollt!
    Beschweren sich welche, dass die Meinungsfreiheit nicht gegeben ist und in unserer Gesellschaft, weil dann gehetzt wird und nur schwarz weiß aufgezeigt wird, mault ihr: „Das sind alles Verschwörungstheoretiker“.
    Andererseits in der Praxis bestätigt ihr diesen Vorwurf regelmäßig. Wie auch hier.

    Deshalb, im Austeilen groß aber empfindlich im Einstecken. Messen mit zweierlei Maß nennt man das!

  152. @Stefan Niggemeier

    Das ist ein Song mit krassen Gewalt-Phantasien zu einem krassen Thema, Herr Niggemeier, kein Bekenntniss. Kann ich nicht mehr zählen, wieviele Songs, in denen Menschen ihre Gewaltphantasien ausleben, ich kenne. Lesen Sie darin einen Aufruf oder etwas Gefährdendes?

    .

  153. 176, Theo
    Nein, Xavier Naidoo ist keineswegs my beloved musician, da muss ich Sie enttäuschen:)

    Was ist daran schlimmer, wenn die Reportage nicht erwähnt, welcher Popanz dem Shitstorm gegen Xavier Naidoo zugrunde lag, wenn die ganzen Xavier Naidoo Hater in ihren Shitstorms wiederum nie erwähnt haben, dass dieser sich mit Udo Lindenberg gegen Rechts engagiert hat?

    Und nur so als Tipp: Kriegen Sie doch mal ihr etwas reichlich dick aufgetragenes Überheblichkeits-Getue in den Griff! Das hat allmählich echt einen Bart und geht auf Kosten richtiger Argumente;)

  154. Rita,

    eine Berichterstattung über einen Shitstorm, bei dem nicht einmal erwähnt wird, worin denn eigentlich dieser Shitstorm bestand, wird damit gerechtfertigt, dass einige Kritiker zuvor nicht erwähnt haben, dass der Protagonist ja auch irgendwann in seinem Leben mal etwas Gutes getan hat?

    Ihre Vorstellung von gutem Journalismus gleicht einer Sandmännchen-Sendung. Es gibt zwar unter dem Himmelszelt auch unschöne Sachen, aber die lassen wir halt mal beiseite. Denn andere Leute sind auch bäh.

    Beklagen Sie bitte nicht Überheblichkeit, wenn Sie sich selbst auf Kindergarten-Niveau begeben.

  155. Dieser Kommentarstrang ist ja mal wieder wirklich erschütternd. Irgendwo zwischen zum Lachen und zum Heulen.
    Wenn Leute wie Tom Dob hier fast ein Dutzend Kommentare (und was für welche) reinschreiben, in einer Diskussion (naja), bei der an Zu- und Widerspruch für beide Seiten kein Mangel herrscht, um dann über Zensur ,Meinungsdiktatur und Überempfindlichkeit zu jammern – das ist dermaßen frustrierend, dass man wirklich nur auf die Satirenummer-Erklärung (#170) hoffen kann.

    Und die bittere Ironie wird nochmal gesteigert, wenn man sich ausmalt, dass diejenigen, die hier so gar kein Problem mit der VOX-Schmonzette haben, dieselben sind, die bei anderer Gelegenheit das Messen mit zweierlei Maß beklagen und von den moralisierenden „Medien“ gefälligst umfassend über alle Hintergründe informiert werden und auf keinen Fall eine Wertung suggeriert bekommen wollen.

  156. Pepito@ Ich bekomme die Benachrichtigung leider immer noch.

    Satirenummer?
    Schwach! Es ins Lächerliche ziehen, ist die schwächste Form der Auseinandersetzung, weil man sich inhaltlich nicht darauf einlässt.

    Denn dann müsste man erwidern: “ Bei uns darf jeder sagen was er will, bei uns gibt es keine Einschränkungen, keinen Shitstorm und die Medien sind alle unabhängig, vielfältig und frei“.
    Aber da wissen die meisten, dass das bei uns nicht mehr gilt und unwahr wäre.

    In Amerika beeinflussen vorrangig die Konzerne die Medien, bei uns das linke Gendermainstreaming.
    Ein Schutz gegen Medienmanipulation wäre eine Meinungsvielfalt der Medien selbst, da diese aber extrem abnahm, weil einer vom anderen abschreibt, mehr im Netz recherchiert als vor Ort und eine gewisse Politik-Generation die Leitung hat, ist sie lenkbar geworden.
    Der Mainstream ist ausrechenbar und sehr leicht heute zu manipulieren.
    Heute wissen viele was das political correctness erlaubt und was nicht. Wer dagegen verstösst, hat mit Shitstorm zu rechnen!
    Und da posaunen die Medien meist wie aus einem Rohr!

  157. Was müsst Ihr alle für Zeit haben…
    Ehrlich, ich bewundere und beneide das zugleich

  158. Mein „lieber“ Tom Dob,

    du hast offenkundig keine Ahnung was Zensur ist und von Meinungfreiheit noch weniger als gar keine Ahnung:

    http://xkcd.com/1357/

    Ansonsten zeig „uns“ doch mal an der Puppe hier wo dich „das linke Gendermainstreaming“ berührt hat ….

  159. In dieser sehr angeregten Diskussion haben sich für mich ein paar Fragen aufgetan.
    Diese sind offen und nicht mit der Intention gestellt, dass sie beantwortet werden (das sei jedem frei gestellt, vielleicht möchte man sie sich ja auch nur selbst beantworten). Und nein, es sind keine 100. Das überlasse ich anderen.

    1.) Muss ich mich, wenn ich auf eine politisch motivierte Veranstaltung gehe, damit auseinandersetzen, wer und vor allem mit welchem politischen Hintergrund und welchen genauen Positionen (links, rechts, oben, unten) das veranstaltet?
    2.) Sollte ich damit rechnen müssen, dass meine Teilnahme an solchen Veranstaltungen Fragen aufwirft?
    3.) Muss ich damit rechnen, dass mein Umfeld mich darauf anspricht und die Beweggründe hinterfragt?
    4.) Kann es geschehen, dass es eine Meinung über mich hinterlässt, wenn ich meine Beweggründe nicht erläutere?
    5.) Ist es zu erwarten, dass die Konsequenzen meiner Handlungen dazu führen, dass ich immer auch Gegenwind bekomme oder Ablehnung erfahre?
    6.) Gerate ich in einen Widerspruch, wenn ich mich für Frieden einsetze, aber auch Gedankengut von Leuten die in Sachen Frieden sehr grenzwertig agieren, wiedergebe/teile?
    7.) Sollte ich mich – allein für mein eigenes Wohl – zu diesem Thema abgrenzen dürfen oder gar müssen?
    8.) Wenn ich Gewaltphantasien ausspreche, inwiefern sollte ich mir darüber im Klaren sein, wie so etwas aufgefasst wird?
    9.) In welchem Maße ist der Wunsch nach Frieden mit ausgesprochenen Gewaltphantasien vereinbar?
    10.) Wenn Pädophile nun „Mösen“ lieben, ist das dann auf einmal weniger schlimm?
    11.) Ist es hilfreich Wörter in Kritisierendes einzubauen, die oftmals im Zusammenhang mit negativen ethnischen Klischees bedient werden?
    12.) Hätte es das ähnliche Wort „Snob“ nicht auch getan?
    13.) Wieviel Vorbildfunktion habe ich (rein moralisch, nicht rechtlich) als erwachsener Mensch der heranwachsenden Generation gegenüber?
    14.) Wie sieht es mit dieser Vorbildfunktion aus, wenn ich in der Öffentlichkeit stehe?
    15.) Wie genau sollte man seinen Standpunkt positionieren, wenn man als öffentliche Person ein breites Spektrum an Empfängern erreicht, damit dieser Standpunkt auch so klar wie möglich wahrgenommen werden kann?
    16.) Inwieweit sollte man sich mit Kritik (ob berechtigt oder nicht) auseinandersetzen und vorallem dafür konfrontierbar sein?
    17.) Kann man auch mal zugeben, dass man nicht die beste Idee hatte, ohne sein Gesicht zu verlieren?
    18.) Warum gibt es kaum noch Meinungen zwischen Schwarz und Weiß?

  160. @Tom Dob, #184
    Zur Schwierigkeit, sich mit Ihren Äußerungen inhaltlich zu befassen hat Ste in #122 schon geschrieben. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
    Den Artikel von Stefan Niggemeier scheinen Sie auch nicht gelesen/verstanden zu haben.
    Als Diskutant haben Sie sich m. E. spätestens mit #134 disqualifiziert. Ihre dortigen Äußerungen (Hetzer, Schmierfinken und Sinnverdreher, …weil ihnen an kausalem Denken mangelt…) gelten auch außerhalb der „linken Gendermainstreaming“-Welt nicht als guter Diskussionsstil.

    Aber falls es Sie beruhigt (was mir eher unwahrscheinlich scheint): die Thematik rund um Xavier Naidoo und den ESC wurde mir damals auch zu sehr hochgekocht. Sowohl die Fernsehnation und erst recht die Demokratie hätten es ausgehalten, dass er teilnimmt. Was nichts daran ändert, dass die Darstellung in der Vox-Story an den von Stefan Niggemeier beschriebenen Stellen, insbesondere beim Thema „Engagement für Frieden“, extrem verkürzend war. Und von dem Prinzip, dass das für „eine Seite“ okay ist, wenn die „andere Seite“ das ja auch so macht, halte ich nichts.

  161. Ein kleiner Hinweis vielleicht noch an all diejenigen, die meinen, Naidoo könne doch gar kein [hier was auch immer einfügen] sein, weil er ja unter anderem von und mit Udo Lindenberg eingeladen wurde: Abgesehen davon, dass man gerne darüber diskutieren kann, ob Udo Lindenberg eine allumfassende abschliessende Moraldefinitionsinstanz ist, wurde Naidoo zu dem – später abgesagten – Solikonzert für Flüchtlinge in Berlin im Oktober 2015 explizit nicht eingeladen.

    Und noch was aus der Abteilung Wortklauberei: Jemandem vorzuwerfen, er rede antisemitischen, homophoben Unfug ist etwas anderes, als demjenigen vorzuwerfen, er sei ein homophober Antisemit. Deshalb ist auch der ständige Verweis auf Naidoos Engagement gegen Rassismus als exkulpierendes Argument untauglich und eher Ausweis einer kompletten Ahnungslosigkeit. Man kann sich gegen Rassismus engagieren und dummes Zeug reden. Man kann sich auch für den Frieden aussprechen und dummes Zeug reden.

  162. @189:
    Man könnte auch sagen: Der Naidoo hat jetzt genügend Zeit und öffentlichen Raum bekommen, das „dumme Zeug“ klarzustellen und sich z. B. ganz klar von den so genannten Reichsbürgern zu distanzieren.
    Hat er aber nicht.
    Stattdessen: Relativierungen und Schuldzuweisungen.
    Die ganzen Kommentare hier unterstreichen die Treffsicheheit der Headline, über die ich noch immer schmunzeln muss.

    Und dass die Kassierer nicht zum ESC geschickt wurden ist der eigentliche Skandal!

  163. Naidoo ist nicht auf irgendeiner „Friedensdemonstration“ aufgetreten, sondern auf einer der Abspaltungen der „Mahnwachen für den Frieden“.

    Die Veranstaltungen der sektenartig funktionierenden „Mahnwachen für den Frieden“ sind von Anbeginn an wegen ihrer Nähe und unkritischen Offenheit zu obskuren Verschwörungskreisen, Rassisten, Antisemiten und Rechtsextremisten kritisiert worden.

    Einer der selbserklärten Gründer, dieser Sektenbewegung, Mario Rönsch, ist aktuell wegen des Vorwurfes, der Betreiber des besonders wiederlichen rechtsextremmistischen Hetz-Portals „Anonymus Kollektiv“zu sein, untergetaucht und zur Fahndung ausgeschrieben.
    Ein Teilnehmer lokalen „Mahnwache Uelzen“ dieser Sektenorganisation, Heiko Drechsel fuhr am 6. Februar in dem Kleinbus des Leiters des „Saalschutzes“ der Bundes-NPD, Manfred Börn, zu einer Kundgebung bei Hamburg, wo die Mitglieder dieses „Saalschutzes“ mit Knüpeln auf linke Demonstranten einschlugen.
    https://antifa-lg-ue.org/neonazis-aus-uelzen-rufen-zum-mord-auf/
    Recherchiert wurde letzters, von der gleichen „Antifa“, die auf den Mahnwachen regelmäßig auf das übelste beschimpft und verleumdet wird.

  164. @Karsten
    Wissen Sie, in Zeiten, in denen fanatische Wirrköpfe allen Ernstes keifend und Torten werfend einer Sarah Wagenknecht eine ideologische Nähe zur AFD anfabulieren wollen, haben genau dieselben Leute es erreicht, dass gerade Menschen mit einem sehr stabilen, politischen Kompass gegen rechts aus dieser Erfahrung heraus schon lange nicht mehr bedenkenlos auf solche Art des Neo-Prangertums anspringen.
    Das man deutschen Rechtsextremisten ihre krude Propaganda argumentativ um die Ohren hauen soll, ist eine Sache, damit bin ich natürlich völlig d’accord, aber wenn ich schon Ihren wohlbemerkt e r s t e n Anklagepunkt (vor Rassismus und Rechtsextremismus!!!): „Offenheit zu obskuren Verschwörungskreisen“ lese, dann muss ich einfach nur noch herzlich lachen!
    Dann werden Sie dochmal konkreter, bei welchen „Verschwörungstheorien“ Ihre Denkverbote denn ansetzen! 11. September? Ukraine aus der Perspektiv der Ukrainer, die Janukowytsch demokratisch gewählt hatten? Staatsstreich in Brasilien? …Ich bin gespannt!

    Klar, wenn Xavier Naidoo in seiner Banker-Anklage ausgerechnet von „Schmocks“ singt, dann werde auch ich hellhörig (und zwar viel hellhöriger, als wenn Sie hier so sensationell darüber berichten, dass er mit Freunden von zwiespältigen Mitbügern gesehen wurde, was ansich nämlich noch lange kein Verbrechen ist), und frage mich, ob das wirklich ein Zufall ist, aber bei dieser Hellhörigkeit lass ich es erstmal bewenden ohne daraus herzuleiten, dass man von nun an nie mehr von Xavier Naidoo sprechen können soll, ohne immer wieder das vollkommen unverhältnissmäßige Shitstorm-Mantra aufzuwärmen! Das macht ihn noch lange nicht zu einem Aussätzigen mit Rechtfertigungsverpflichtung!

  165. @187: Danke! Ich sage jetzt nichts mehr, ich glaube in diesem Post ist alles zusammen gefasst.

  166. @Rita Lean

    Wenn Frau Wagenknecht „Wer Gastrecht mißbraucht, hat Gastrecht verwirkt“ murmelt, muss ich weder Wirrkopf sein, noch ihr irgendetwas anfabulieren, um bei ihr eine geistige Nähe zu AfD und NPD festzustellen. Ganz davon abgesehen, dass ein großer Teil der Linken-Wählerschaft im Osten extrem AfD-affin ist und Frau Wagenknecht, doof ist sie wohl eher nicht, genau weiß, wie sie dieses Klientel bedienen muss.

    Nur weil sich jemand links dünkt – das gilt genauso für die ganzen „Rothschild unterdrückt uns“-Wahnwichtel auf den selbsternannten Friedensdemos – heißt das nicht, dass alles, was er oder sie von sich gibt, auch tatsächlich links ist.

  167. Zitat LINUS: >> Wenn Frau Wagenknecht „Wer Gastrecht mißbraucht, hat Gastrecht verwirkt“ murmelt, muss ich weder Wirrkopf sein, noch ihr irgendetwas anfabulieren, um bei ihr eine geistige Nähe zu AfD und NPD festzustellen. …<<

    WOW, da fehlem einen die Worte.
    Hab ich das richtig interpretiert?
    Wer das Gastrecht mißbraucht, dem sollen wir trotzdem weiterhin ein Gastrecht einräumen?

    Abgesehen davon geht geht es hier um eine VOX-Doku über XN.
    Da muß man schon mutwillig sein, um einen so großen Bogen zu Aussagen von S.Wagenknecht zu machen, um seine muntere Sichtweise ins Volk zu drücken.

    Ich halte nachwievor daran fest, die Macher der VOX-Doku haben ins Klo gegriffen, aber der Artikel von S.Niggemeier hat in den selben Punkten verfehlt, die man der VOX-Doku anlastet.
    Die wenigen guten Beiträge mit sachlichen und bedenkswürdigen Gegengenargumenten, konnten mich nicht überzeugen.

  168. @Linus
    Laut Aufenthaltsgesetz können Flüchtlinge, die schwere Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit oder die sexuelle Selbstbestimmung begangen haben, tatsächlich abgeschoben werden. (Frau Wagenknecht bezog sich ja auf die Vorgänge in Köln)
    Ihr Fehler war es von „Gastrecht“ zu sprechen, weil mit dieser Wortwahl auch sie die angebliche, „großzügige Gastfreundschaft“ der selbsternannten, neuen Moralinstanz in Form unserer Kanzlerin als vermeintlich große Geste völlig verklärt!
    Unsere groß vor uns hergetragene „Gastfreundschaft“ oder „Willkomenskultur“ bedeutet in der Realität nämlich, dass wir Menschen, die durch Kriege, an denen wir oder unsere Partner und Waffen maßgeblich beteiligt sind, ihre Familien und Häuser verloren haben, Pritschen in Turnhallen bieten und uns dabei mit Tränengräben vor lauter Rührung vor uns selbst kaum noch einkriegen können!

    Unsere „Willkommenskultur“ bedeutet in der Praxis, den Scherbenhaufen, an dem wir unseren relevanten Anteil mittragen, zu verwalten, und in Anbetracht dessen finde ich es völlig absurd, ausgerechnet die Vorsitzende der einzigen Partei im Bundestag, die die Bezeichnung „Antikriegspartei“ noch verdient, mit Torten zu attakieren! Nichts braucht diese Welt mehr als Frieden!

    Linke, die den Namen verdienen, sollten zudem dabei helfen, Menschen vor deren neoliberalen Enteignung in ihren Heimatländern zu schützen, damit sie die Umstände nicht zu Wirtschaftflüchtlingen gegen ihren Willen machen, anstatt Sarah Wagenknecht mit spinnerneden „Wahnwichtel“-Phantasiebezichtigungen zu versehen oder verstrahlte, tortenwerfende pseudolinke Irrläufer auf sie lostzulassen!

  169. Herr Steinführer,

    nicht Linus hat Frau Wagenknecht hier ins Spiel gebracht, sondern ihre muntere Mitstreiterin Rita, welche uns dankenswerterweise weiterhin über das Wie und Wo der Weltpolitik auf dem Laufenden halten möchte.

  170. @Übermedien:

    Könntet ihr bitte einmal eure Seiteneinstellungen checken? Wer hier ein Thema abonniert, wird es nicht wieder los. Zumindest bei Firefox wird kein funktionierender Link angezeigt, mit dem man die Einstellungen verwalten kann.

  171. Genau: Nie wieder ein Thema abonnieren. Man wird mit Mails zugeschüttet. Hätte ich mir natürlich denken können. Was ich mir auf diesem Weg an Pro-Naidoo-Blödsinn reingezogen habe (nur weil ich meine Mails checkte), ist vergeudete Lebenszeit.

  172. @197 Theo:
    Das weiss er. Solche Fehldeutungen haben System bei den
    „Diskussionen “ von Querfrontlern. Siehe meinen Kommentar 23.
    Siehe auch, wie hier ausgerechnet „Rita-lean“ die „Linken, die den Namen verdienen“ beschwört.
    Die versuchen damit krampfhaft Deutungshoheit über Begriffe zu gewinnen oder einfach zu verwirren.
    Wenn das gar nicht mehr zieht, kommt eine Variante von „Lügenpresse!“ „Zensur!“ und /oder „“Meinungsunterdrückung!“

  173. @THEO:
    Okay, da haber ich ins Klo gegriffen. Nachgeprüft, hatte ich tatsächlich überlesen, mein Fehler.

    Daher @LINUS:
    Ich entschuldige mich daher für meine falsche Darstellung, Sie hätten den großen Bogen zu S.Wagenknecht geschlagen. Sie haben ledeglich darauf regagiert.
    Allerdings bleibe ich bei meinem „Erstaunen“ zu Ihrer Aussage zu S.Wagenknechts gesagtem Satz.
    Aber trotzdem, fair muß fair bleiben, habe ich Ihnen Unrecht getan und das war ein Fehler meinerseits, Entschuldigung.

    Nochmals @THEO:
    Ich kenne den/die User/in, die hinter dem Pseudonym Rita… steckt nicht.
    Mich in die Position als Mitstreiter dieses/dieser User/in zu rücken ist auch eine Art der Manipulation um andere Menschen zu diskreditieren. Sie kenn mich nicht, ob sie Rita… kennen weiß ich nicht, diesen Zusammenhang, wir wären Mitstreiter, zu streuen, ist anmaßend.
    Ich habe selten „Mitstreiter“, weder rechts noch links, weil ich nicht zu radikal bin für die jeweilige Seite.
    Ich bin immer auf die Achtung der anderen Meinung aus und immer bereit mit Menschen zu diskutieren, gerade wenn sie andere Meinungen haben, aber nur, wenn auch sachlich, respektvoll und mit sinnvollen Argumenten diskutiert wird. Nicht selten hat mich das dann zum Nachdenken angeregt und mich meine Ansichten übderdenken lassen.
    Aber das kommt selten vor, weil der Respekt von vielen schnell ins Nirwana geschickt wird, man sich gegenseitig versucht mit Behauptungen und Beleidigungen zu diskreditieren und sachlich nachvollziehbare Argumente aus bleiben.
    Ich mache mich nich frei davon, daß auch mir das mal passiert, aber ich versuche stets darauf zu achten, daß ich nicht persönlich beleidige, zur Not nachfrage, wie oben, wie etwas gemeint ist, bevor ich mich äußere.
    Und mit dieser „weichgespülten“ Vorgehensweise werde ich nie Mitstreiter irgendeiner Seite sein, weil beide Seiten inzwischen wie in einem Krieg festgefahren und radikal auf ihrer jeweiligen Meinung beharren und den „Gegner“ nur fertig machen wollen.
    Argumente kommen dann meist von beiden Seiten nicht mehr, nur noch Hass, direkte und unterschwellige Beleidigungen und der Versuch jemanden tief in eine der beiden Ecken zu stellen, indem man Verbindungen andeutet oder konstruiert (z.B.: … ihre Mitstreiterin…).
    Wenn wir davon nicht wegkommen, jeden zu verteufeln, weil er eine andere Meinung hat, dann ist die Zukunft für konstruktive Diskussionen verloren.
    Und ganz klar: ich rede von Meinungen, bevor jetzt wieder das Aufschrein los geht, MEINUNGEN!
    Taten, wie Gewalt gegen Menschen und Eigentum, schließe ich da ausdrücklich nicht mit ein, das verurteile ich und werde ich nicht verteidigen.
    Und nein, ich vertrete nicht die These, das MEINUNGEN Gewalt produziert. Das tut es nur, wenn Meinungen unterdrückt werden.
    Und GEWALT wird nachweißlich von „beiden Seiten“ ausgeübt.
    Gewalt BEIDER SEITEN verurteile ich und bin der Meinung das sollte je nach schwere bestraft werden.

    Und da die Diskussion sich völlig vom eigentlichen Topic abgelöst hat, ich nun auch gezwungen war, offtopic zu posten, werde ich mich aus dieser Diskussion zurück ziehen.
    Wer weiter mit mir offtopic respektvoll, auch gerne mit anderer Meinung, diskutieren möchte, ich poste meinen richtigen Namen, der wird mich finden können :-)

  174. @Holger Steinführer
    Ich bitte um Entschuldigung.
    Mein Vorwurf der Querfront-Argumentation war Ihnen gegenüber wohl voreilig.
    Es scheint völlig plausibel, dass Sie sich lediglich geirrt haben.
    Ihre Erwähnung von „Meinungsunterdrückung“, welche Gewalt auslösen könne, ist allerdings wieder ein typisches Bild jener Leute.
    Meist in der Form: „Meinungsdiktatur“
    Sehen Sie in Zusamenhang mit Xavier Naidoo irgendwo so eine Meinungsunterdrückung?

  175. Aia, jetzt muß ich docn nochmal posten, bin in der Bringschuld :-)
    Okay, wer mit mir respektvoll und sachlich darüber reden möchte:
    Domain mein Nachname (Umlaut ü=ue), vor dem @ mein Vorname.

    @ KARSTEN HILSEN:
    Eine Entschuldigung ist sehr respektvoll von Ihnen, wäre aber aber noch nicht in der Eindeutigkeit nötig gewesen, da Sie mich nicht kennen und unsere Posting sich evt. überschnitten haben und somit ein einfaches Mißverständnis vorlag.

    Daß „Meinungsunterdrückung“ zu Gewaltausbrüchen führen halte ich beiden Seiten (rechts wie links) zu Gute.

    Ich bin schon etwas älter und habe die Entwicklung von linken (reaktionären) Meinungen fast von Anfang an verfolgen können und in Erinnerung. Diesen wurde (mit den damaligen Mitteln ohne Internet) dementsprechend genauso „kämpferisch“ begegnet.
    Und ich sage, es war gut, daß sich so eine „linke“ Bewegung eingemischt und bemerkbar gemacht hat, gegen was auch immer, zumindest wurden Dinge hinterfragt und eine Diskussion kam in Gang.
    Und es war gut, daß immer ALLE Stimmen argumentieren konnten und sich Gehör verschaffen konnten.

    In unserer heutigen Zeit ist das nicht mehr so einfach zu verfolgen.
    Mit wenigen Handgriffen können weinge Agitatoren einen Shitstorm erfolgreich durchführen, Dank dem Internet, damit wird für die meisten User/Leser kaum noch nachvollziehbar: sie haben nur die Wahl: glauben, oder nicht.

    Und bezüglich der Agitation stehen sich weder LINKS wie RECHTS in Nichts nach. BEIDE tun das wohlüberlegt.

    Um ganz grob am Thema zu bleiben:

    Die LINKEN prangern jede Kritik an Immigranten/usw. an, selbst wenn es um schlimme Straftaten geht.

    Die RECHTEN sehen in jedem Immigranten/usw. einen Straftäter und argumentieren in diese Richtung.

    Wo ist die Mitte?
    Menschen in Not zu helfen, erstrecht wenn unsere Regierung diese Not mutmaßlich mitzuverantworten hat (meine persönliche Mitschuld hinten angestellt)?

    Diese Mitte wird zunehmend radikalisiert, entweder für die eine Seite oder die andere.

    Die LINKE (nicht die Partei gemeint), versucht zu radikalsieren:
    – ALLE hier her kommen
    – selbst Kriminelle sind willkommen
    – Kritik an kriminellen Einwanderen ist verboten, wird als NAZI gebrandmarkt

    Die RECHTE (keine Partei speziell gemeint), versucht zu radikalisieren:
    – ALLE Ausländer sind perse kriminell
    – jede Staftat eines Ausländers bestätigt es, daß Alle so sind

    BEIDE haben Unrecht. BEIDE gefährden unsere Gesellschaft aufs Schäfste. Die MITTE fehlt und kann sich aufgrund der radikal geführten Diskussionen kein Gehör mehr verschaffen.

    Und jetzt Ihre Frage zu Xavier Naidoo und Meinungsunterdrückung:

    Ja und Nein.

    XN hat seine Meinung bei einer HINTERFRAGWÜRDIGEN Veranstaltung kundgetan, bei der auch HINTERFRAGWÜRDIGE andere Diskutanten aufgetreten sind oder federführend organisatorisch tätig sind.

    Er hat SEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dort kund getan, was an sich respektvoll zu behandeln ist.

    Die Frage, ob genau DIESE Veranstaltungen die RICHTIGEN waren, ist obsolet.

    Auf der einen Seite werden wiederum nur Meinungen über die Veranstalter DIESER Veranstaltungen getätigt.
    Deren Kritiken/Meinungen werden selten sachlich widerlegt, sondern meist nur ideoloisch bekämpft.

    Auf der anderen Seite muß man bedenken, daß es heutzutage kaum zu überblicken ist, wo wer wirklich steht, zumal wenn man sich persönlich, ohne profesionellen Backround/Management, entscheidet oder muß, wo man spricht, oder seine Meinung äußert.
    Und das muß man auch vorbehaltlos einem XN zu Gute halten.

    Und wenn genau das für einem XN zum Schaden führt, weil man damit seine Teilnahme an Wettbewerb verhindert, der mit zu seiner Einkommensquelle führen kann, dann sehe ich das schon als eine MEINUNGSUNTERDRÜCKUNG:

    Hast Du die falsche, uns nicht genehme Meinung, dann zerstören wir Dein Leben!

    Bin müde, könnte noch 1000de Sätze schreiben.
    Feierabend, wer mehr offtopic diskutiren will, schreibt mich persönlich an, Hinweise genug.

  176. @Karsten Hilsen
    „Siehe auch, wie hier ausgerechnet „Rita-lean“ die „Linken, die den Namen verdienen“ beschwört.
    Die versuchen damit krampfhaft Deutungshoheit über Begriffe zu gewinnen oder einfach zu verwirren.
    Wenn das gar nicht mehr zieht, kommt eine Variante von „Lügenpresse!“ „Zensur!“ und /oder „“Meinungsunterdrückung!“
    Wieso reden Sie denn von „die“? Sind da Ihre Hirngespinste mit Ihnen durchgegagnen oder warum sprechen Sie im Plural wenn es um mich geht?
    Was ist denn mein „Denk-Vergehen“ laut Ihnen – Hab ich zuviel Westfernseh…. äh, ich meine Kenfm Video-Interviews geschaut? Geben Sie doch mal einen kleinen Einblick, wie Ihre „Querfront“-Diskreditierungs Richtlinien im Detail so aussehen und was ihre Anschuldigungen von Übler Nachrede unterscheidet!

  177. @Rita_Lean
    Mich würde eher mal interessieren, warum Sie erst behaupten, XN hätte doch nie zum Töten aufgerufen und dann, nachdem eine entsprechende Textstelle (nein, nicht zum Töten aufrufen, aber Verstümmeln propagierend) plötzlich „nur noch eine Fantasie“ (paraphrasiert) sei.

    Und wie oft muss der Hausherr eigentlich noch drauf hinweisen, dass es in seinem Artikel um die handwerklichen Mängel der Doku ging? Das Thema hätte auch Atomkraft, Boris Becker oder Nigel Farages Fußpflegefirma sein können.
    Kritisiert wurde, bittebittebitte nehmt das zur Kenntnis:
    „A macht B. C wirft ihm D vor, echt irre.“ ohne zu erwähnen, dass D nur kritisiert wurde, weil A eben auch D gemacht hat.
    Also etwa: „Rita_Lean sagt: „Gewalt BEIDER SEITEN verurteile ich“, Kritiker werfen ihr Unfreundlichkeit vor! Irre!“ ohne zu erwähnen, dass Rita eben auch „Kriegen Sie doch mal ihr etwas reichlich dick aufgetragenes Überheblichkeits-Getue in den Griff“ gesagt hat.

    @
    166 Christian Roll
    167 Symboltroll
    187 C.S.
    Vielen Dank für eure tollen Beiträge. :)

  178. @Earonn
    „Mich würde eher mal interessieren, warum Sie erst behaupten, XN hätte doch nie zum Töten aufgerufen und dann, nachdem eine entsprechende Textstelle (nein, nicht zum Töten aufrufen, aber Verstümmeln propagierend) plötzlich „nur noch eine Fantasie“ (paraphrasiert) sei.“

    Lustig, Sie beantworten es sich doch gerade selbst „nein nicht zum Töten aufrufen“;)
    Ich denke übrigens auch nicht, wenn beispielsweise Nina Hagen singt „Ich spieß deinen Kopf auf eine Latte und dann frißt in ne fette Ratte, und als dicker fetter Clown, werd ich dir in die Fresse haun“ (Ist aus „Alptraum, Unbehagen) dass sie damit zum Ausdruck bringen wollte:
    „Ey Leute, lasst uns Köpfe aufspiessen und von übergewichtigen Nagern verspeisen lassen“
    …und ich glaube ferner auch n i c h t , dass der großartige Christoph Schlingensief (Den ich hier ausdrücklich künstlerisch natürlich nicht mit Xavier Naidoo auf eine Stufe stellen möchte!), als er proklamierte „Tötet Helmut Kohl“ damit auch nur im Entferntesten zum tatsächlichen Mord an unserem Ex-Kanzler aufgerufen hätte – Auch nicht dadurch, dass er seine Kunstaktion im Imperativ verfasst hatte!
    Auch als Nick Cave Ende der Achtziger sang „Your funeral, my trial“ habe ich mich zu nichts aufgerufen gefühlt.
    Wir könnten uns vielleicht am ehesten noch darauf einigen, das Rio Reiser sein „Macht kaputt, was Euch kaputt macht“ vielleicht nicht unbedingt völlig praxisfern gemeint hatte… Aber auch damit konnte ich gut leben;)

    Und nein, wenn ich einen rufschädigenden Shitstorm ertragen müsste, weil ich mir zum Beispiel gestern auf Kenfm das Rolf Hochhuth Interview angesehen hatte und jemand jetzt überall rumzetern würde: „Rita Lean ist voll die Nazi Braut, denn die hört sich Kenfm Interviews an und der ist ja bekanntermaßen immerhin auf Montags-Demos… und hat bestimmt auch schon mal mit Xavier Naidoo gesprochen“ dann fände ich es auch nicht unkorrekt, wenn jemand zur Abwechslung einmal eine faire Reportage über mich bringen würde, dass der dann nicht nochmal die ganzen absurden Nazi-Anschuldigungs-Rattenschwanz im Zusammenhang mit mir erwähnen würde. Hat das nicht auch immer zur Konsequenz, dass der Begriff Nazi auch wenn er völlig haltlos ist, im Zusammenhang mit mir assoziiert wird?!

    @
    205 Earonn
    Danke für nichts:)

  179. Oh, Wortklauberei kann man natürlich gern betreiben.
    Und natürlich muss man die sonstigen Äußerungen eines Menschen nicht in Betracht ziehen. /sarcasm off

    Interessant auch, dass Sie den zweiten Teil meines Kommentars komplett ignorieren. Sie wissen schon, der in dem ich darauf hinwies, dass der Artikel von Herrn Niggemeier eine Dokumentation kritisiert und sich eigentlich nicht mit der Berechtigung der Vorwürfe gegen XN beschäftigt…

  180. @ 204 Rita_Lean:
    „Wieso reden Sie denn von „die“? Sind da Ihre Hirngespinste mit Ihnen durchgegagnen oder warum sprechen Sie im Plural wenn es um mich geht?“
    ———————————————————————————————
    Weil ich Sie aufgrund ihrer Wortwahl und Ausdrucksweise als einer sektenartigen Gruppierung nahestend vermute, die ich in ( 23) ein wenig umrissen habe.
    Als typisch für diese Gruppierung sehe ich z.b. auch einen starken Hang zu mehr oder weniger irrealen Projektionen.
    Hier in den Kommentaren z.b. die Vermutung, Kritiker würden Xavier Naidoo als „Nazi“ bezeichnen.
    In Ihrem Falle z.b. ihre Vermutung, sie würden als „Nazibraut“ betrachtet werden. weil sie irgendeinen konkreten Beitrag eines online-Mediums angesehen hätten.

  181. Am Ende werden wir alle da stehen, und nicht mehr glauben wollen, was mit jedem Einzelnen von uns gerade geschieht. All die Schlaumeiers, die sich jetzt für besonders clever, superinformiert und unantastbar halten, werden am ganzen Leibe zittern, vor Angst, Ekel, Abscheu und Ohnmacht. Sollte man darauf wetten, was geschieht, wenn man jahrelange Warnungen und Mahnungen konsequent, ignoriert, verspottet, verhöhnt, diffamiert, bestenfalls ignoriert? Es steht geschrieben.

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