Donald Trumps (fast) unsichtbarer Kopfhörer

Wollen wir jetzt ernsthaft darüber diskutieren, ob Donald Trump beim G7-Gipfel keinen Kopfhörer trug, als der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni über Afrika sprach? Und somit auch keine Simultanübersetzung aus dem Italienischen hören konnte?

Sieht ganz so aus, denn die Aufnahmen davon sind offenbar unwiderstehlich – und die perfekte Illustration für ein Gipfeltreffen, bei dem einer sich partout weigerte zuzuhören. Genau so, als Symbol, hat der BBC-Korrespondent James Landale sie am Samstag Mittag getwittert:

Der Tweet wurde fast 20.000 mal retweetet.

Bereits eine Stunde zuvor hatte die Deutsche Presse-Agentur dpa gemeldet:

Trump mag Gentiloni nicht zuhören

Taormina (dpa) – US-Präsident Donald Trump hat am zweiten Tag des G7-Gipfels auf Sizilien offensichtlich kein Interesse gehabt, dem italienischen Regierungschef Paolo Gentiloni zuzuhören. Während der Ansprache des Gipfelgastgebers bei einem Treffen mit fünf afrikanischen Ländern am Samstag in Taormina trug Trump keine Kopfhörer für eine Simultanübersetzung. Gentiloni sprach auf Italenisch. (…)

Ein paar Stunden später war sich dpa nicht mehr so sicher. In einer Aktualisierung lautete die Überschrift nun nur noch: „Trump mag Gentiloni nicht zuhören – oder doch?“, und die Meldung begann so:

Taormina (dpa) – Hat er zugehört oder nicht? Am zweiten Tag des G7-Gipfels auf Sizilien machte US-Präsident Donald Trump den Anschein, als wolle er einer Rede des italienischen Regierungschefs Paolo Gentiloni nicht folgen. Während der Gipfelgastgeber am Samstag in Taormina redete, trug Trump keine Kopfhörer für eine Simultanübersetzung. Gentiloni sprach auf Italienisch.

Wenig später twitterte Trumps Sprecher Sean Spicer aber: Der Präsident habe wie immer einen einzelnen Lautsprecher in seinem rechten Ohr getragen. Auf dem von der italienischen Regierung veröffentlichten Video war dies allerdings nicht zu erkennen. Andere der Staats- und Regierungschefs trugen gut sichtbar dunkle Kopfhörer. (…)

In dieser Form war die Meldung deutlich weniger sexy – sollte man denken. Aber auch mit dem Dementi des Pressesprechers fand sie noch große Verbreitung. Vermutlich lag das auch daran, dass für viele Beobachter das Dementi nur eine Formalie war. Mit der Glaubwürdigkeit Spicers ist es nicht weit her.

Es erschienen ungezählte Berichte mit Überschriften wie:

Nun sieht es tatsächlich so aus, als trage Trump keine Kopfhörer. Anders als seine Kollegen hat er keine klobigen Hörmuscheln über den Ohren. Warum sollte ausgerechnet er nur einen kleinen Knopf im Ohr haben – praktischerweise an der Seite, die man von den meisten Kameras aus nicht sieht?

Anders gefragt: Warum nicht? Das amerikanische Blog Gizmodo beweist mit mehreren Fotos, dass Trump solche kleinen Ohrstecker durchaus trägt, und dass auch beim G7-Treffen in Italien solche zum Einsatz kamen. Aber war das auch während der Afrika-Sitzung am Samstag so, als der italienische Ministerpräsident sprach?

Eine Journalistin des italienischen Nachrichtensenders Sky TG24 hat auf Twitter ein Foto veröffentlicht, das genau das zeigen soll:

Das von einem Monitor abfotografierte Bild kann aber natürlich auch manipuliert sein. Es ist auch nicht bekannt, in welchem Moment genau es entstanden ist. Die Situation ist aber der, die im Video zu sehen ist, sehr ähnlich – das Foto muss kurz vorher oder nachher entstanden sein.

Wenn man genau hinsieht, kann man aber auch im Video, das die italienische Regierung von dem Treffen veröffentlicht hat und auf dem die anderen Ausschnitte beruhen, ein dünnes schwarzes Kabel sehen, das über Trumps weiße Hemd läuft:

Hier noch einmal größer:

Bei den Videos und Fotos, die vor dem Beginn der Sitzung entstanden sind, ist hier noch kein Kabel zu sehen. Am Anfang seiner Rede sagt der italienische Ministerpräsident, er werde jetzt auf italienisch reden, und fordert diejenigen, die das betrifft, auf, Kopfhörer aufzusetzen. Es ist möglich und plausibel, dass Trump das tat. Das würde das Kabel im Video erklären und entspräche dem Bild, das Sky TG24 verbreitet. Damit wäre all die Aufregung um diese Situation Unsinn.

Es deutet nichts darauf hin, dass die Agenturen und Journalisten absichtlich eine falsche Nachricht über Trump verbreiteten. Sie verließen sich auf den Anschein. Und der Anschein war als Symbol zu verlockend.

Das Bild von Trump, der nicht einmal zuhört, illustrierte die Stimmung auf dem Gipfel perfekt – ähnlich wie ein Bild des scheinbar allein speisenden russischen Präsidenten Putin vor drei Jahren bei einem G20-Gipfel perfekt seine angebliche Isolation illustrierte.

Problematisch ist natürlich, dass der Anschein trügt. Vor dem Hintergrund von Trumps Angriffen gegen die Medien als „Fake News“ ist das besonders bitter.

Problematisch ist aber auch, in welchem Maße solche Symbolbilder überhaupt zu Nachrichten werden und Nachrichten ersetzen. Trump hat allein in den vergangenen Tagen mehr Mem-tauglichen Bilder geliefert als viele Politiker in ihrem ganzen Leben. Sie sind unendlich reizvoll, weil in ihnen scheinbar eine Wahrheit zu einer extrem verknappten und teilbaren Form geronnen ist. Sie verdrängen häufig eine inhaltliche Auseinandersetzung. Spätestens, wenn sie ihren natürlich Lebensraum in den digitalen Netzwerken verlassen und von Journalisten als Nachrichten verbreitet werden, ist besondere Vorsicht geboten.

36 Kommentare

  1. Ist schon schade das die Medien mit solchen Berichten genau den Trump unterstützen, den sie eigentlich bekämpfen wollen bzw. mindestens unmöglich finden … So werden sie immer den kürzeren ziehen …

    Ich muss da immer an Mark Twain denken „Streite dich nie mit einem Dummkopf; es könnte sein, dass die Zuschauer den Unterschied nicht bemerken.“

  2. Ist das jetzt der Postillion oder Übermedien? Läuft es echt so schlecht, dass man als Journalist sich mit solchen Nichtigkeiten beschäftigen muss? Es ist mehr als unglaubwürdig, dass ausgerechnet Herr Trump einen versteckten Kopfhörer benutzt haben will. Mit einer solchen Blockwart Mentalität, wo sich Journalisten gegenseitig die Glaubwürdigkeit nehmen und immer das Haar in der Suppe der Banalität suchen, muss es einen nicht wundern, dass die deutsche Presse immer unsympathischer und unglaubwürdiger wird. Irgendwann ist der Punkt erreicht wo sich kein Journalist mehr traut etwas zu berichtet, weil jeder Fehler, ist er auch noch so marginal von Blogwarten aufgebauscht und zur Selbstdarstellung inhaltlich zerrissen wird. Fakt ist, es sah so aus, dass Trump keinen Kopfhörer getragen hat. Für Millionen Menschen vor dem Fernseher. Es konnte ja niemand damit rechnen, das es Leute gibt, die soviel Zeit haben und mit der Lupe nach irgendwelchen angeblichen Kabeln unter dem Hemd sucht. So macht man aus einer Maus einen Elefanten und Journalismus zur Lachnummer.

  3. Einer (seriöse Quelle) hat was bemerkt und verbreitet es, andere folgen blind.
    Es ist doch keine Beleidigung, wenn man dem Einen erstmal prüft, oder? Im Gegenteil: Hat der Eine auch nach Prüfung recht, dann stärkt es seine Bemerkung.
    Irrt der Eine, dann wird er auch dankbar sein, dass man seinen Fehler bemerkt hat.

    Ich fand das Video – vor allem nach dem Vorfall mit dem zukünftigen NATO-Mitglied Montenegro (hier am besten die ungeschnittene Version von AFP schauen) – auch zu schön. Aber Spicers Erklärung war spätestens mit den Fotos des kleinen Ohrstöpsels schlüssig.

  4. Herr Niggemeier,

    es kommt doch gar nicht darauf an, ob Trump KEINEN Kopfhörer trug, sondern nur darauf, ob es so aussah, ob er KEINEN Kopfhörer trug.

    Ich schließe mich der Meinung von das Brot an. Wenn Trump der einzige im G7-Gipfel ist, von dem man erwarten kann, dass er KEINEN Kopfhörer trägt, weil er zB. keinen Bock auf Reden hat oder andere provozierende Gründe findet und er dummerweise dann noch tatsächlich der einzige war, der diesen Kopfhörer wirklich nicht trug, ist es doch eben das, was Menschen weltweit sofort sehen.
    Ich traue Trump so etwas ohne Probleme zu, es würde zu ihm passen. Selbst Schuld der Typ.

  5. Wenn es aussieht, als würde Trump keinen Kopfhörer tragen, und wenn Sie Trump zutrauen, dass er keinen Kopfhörer trägt, dann können Medien also ruhig berichten, dass Trump keinen Kopfhörer trug, obwohl er einen Kopfhörer trug?

  6. Meiner Meinung ja, er trug diesen Kopfhörer ja nicht.

    Es ist ja so: alle menschen hatten die gleiche Sorte Bügelkopfhörer auf dem Kopf.
    Nur Trump nicht. Das ist die Wahrheit. Er hatte diesen Kopfhörer wahrheitsgemäß nicht aufgesetzt, den alle aufgesetzt haben.

    Woher kommt nun die Übersetzung?
    Aus einem eigenen Stöpsel vom eigenenen US-Übersetzer? Warum dann?

    Diese Fragen würden mich brennen, nicht die Fragen, ob er keinen Kopfhörer Trug.

  7. Wenn er einen Ohrstöpsel trug, dann wahrscheinlich um auf seinem Telefon FOX-News zu schauen und deren tollen „Journalismus“ zu verfolgen.
    Für Übersetzungen gab es die Bügelkopfhörer. Punkt.

  8. Ach was, der Trump kann doch schlicht fließend italienisch und BRAUCHT daher den Knopf gar nicht.
    😈

  9. Stimmt!
    Die Kopfhörer sind ja bekanntlich fest mit den Plätzen verschweißt, haben keine Buchsen, damit die Regierungschef die nicht mitnehmen. Klauen ja wie die Raben.
    Ist angeblich so.
    Oder sieht so aus.
    Ist ja das gleiche…

  10. Die entscheidende Frage wurde ja noch gar nicht gestellt:
    Abgesehen davon ob Trump nun einen Kopfhörer trug oder es nur so aussah als ob er einen trug oder eben nicht trug, was sich ja als Trugschluss (hihi) heraustellte, was kam denn bei ihm am Ohr an?
    Lauschte er wirklich dem italienischen Ministerpräsidenten oder hörte er vielleicht das neue Katy Perry Album?

  11. @JMK

    Richtig.

    Zumal vollkommen unklar ist, an welcher Stelle die Rezension folgen wird die offensichtlich geplant ist, wenn man den ernsten und nachdenklichen Gesichtsausdruck in dem Video berücksichtigt.

  12. @13 IMK

    ggfs hat der US-Präsident seinen eigen Dolmetscher dabei.

    Die Geschichte war einfach zu schön, um wahr zu sein.

    Es gab schon kurz nach Massenverbreitung des Verdachts und spätestens mit Spicers flotter Antwort Hinweise darauf, dass die US-Präsidenten bereits früher gerne anders übersetzen lassen (Bush Jr, Obama).

    Aber Ehrung für übermedien:
    Es „sieht tatsächlich so aus“ als ob dieser übermedien-Artikel die Online-Ausgabe des Reporter Magazins Stern zu einem Artikel zum Ohrhörer von Donald Trump zumindest inspiriert hat:
    http://www.stern.de/politik/ausland/donald-trump-beim-g7-gipfel–er-hoerte-nicht-zu–was-dahintersteckt-7474062.html

  13. @JMK

    doch, die entscheidende Frage habe ich bereits eine fast Dreiviertelstunde vor Ihnen im Kommentar 9 gestellt… ;)

  14. Kann der Mob bitte bei BILD+ bleiben und dort monatlich Geld lassen ? Ich hoffe das sind nur kleine Randerscheinungen und die Trolle nehmen hier nicht überhand.
    Ob man Trump mag oder nicht ist erstmal egal. Für ihn gilt wie jeden anderen auch das man ihm nichts anlasten sollte was er nicht getan hat. Ganz gleich, ob man es ihm „zutraut“ oder nicht.
    Kopfhörer wird man wohl ausstöpseln können. Auch wenn es sonst niemand tut, darf Herr Trump sein Ohrstöpsel nutzen.
    Kleine Anmerkung: Ich sitze im Büro manchmal mit In-ears, verwende aber nur einen und lasse das andere Ohr frei weil ich ungern akustisch voll eingekapselt bin. Merkste was ?
    Hat mir bisher auch keiner beweisen können, daß sich alle anderen Regierungschefs dort brav alles an- und zugehört haben.

  15. @ROB
    ihre Frage kann ich beantworten: da anzunehmen ist, dass sowohl Trumps als auch die Kopfhörer der anderen Gäste mit Klinkenstecker ausgestattet sind, hat er seinen wohl schlicht in die vorgesehene Buche gesteckt.
    Simple as that.

    Also wenn Sie mal eingeladen sind, könnten Sie auch ihre Beats by Dr. Dre Kopfhörer mitnehmen.

  16. Ich finde es richtig und wichtig, der Wahrheit bei diesem Thema auf den Grund zu gehen. Insbesondere seit Trump POTUS ist, wird die Wahrheitsfindung auch auf Medienseite zugunsten des Spektakels vernachlässigt. Diesen Zirkus zu verfolgen, ist auch als vermeitlich außenstehender Europäer unterhaltsam, aber die daraus resultierende schnelle und unreflektierte Urteilsbildung (wie sie bei solch vermeitlichen Nebensächlichkeiten natürlicherweise geschieht) ist gefährlich, da sie Einfluss auf die Meinungsbildung der Nutzer in allgemeineren Kontexten, die dieses Thema betreffen, hat. Weil auch auf Seiten der Trumpregierung sehr großzügig mit der Wahrheit (siehe „alternative facts“ von Kellyanne Conway) umgegangen wird, stehen einem als Normalbürger immer häufiger zwei verschiedene Versionen von sich gegenüberstehenden Parteien zur Verfügung, die man beide nicht direkt für bare Münze nehmen kann. Deswegen liefert dieser Artikel, in dem systematisch Belege gesammelt und die Fakten gut aufgearbeitet wurden, für meine Meinungsbildung im Gesamtkonstrukt „Trump, Fake News, Soziale Medien“ einen wertvollen Beitrag. Deshalb: Herzlichen Dank an Stefan Niggemeier.

  17. Ich glaube das es an der Eitelkeit eines Trumps liegt nur Ohrstöpsel zu tragen. Stellt euch vor so ein Bügel würde in aller Öffentlichkeit sein kunstvoll trapiertes Haar durcheinander bringen. Selbst Schuld wenn man dann Reporter auf solche Gedanken bringt

  18. Ist es nicht völlig wurscht, ob er einen Kopfhörer hatte oder nicht?
    Seine Berater sagen doch selber, er hat eine Aufmerksamkeitsspanne wie eine Fliege. Das Ergebnis ist also das gleiche.

  19. Der perfekte Grund, warum Trump keinen klobigen Kopfhörer trug, sondern lediglich einen Ohrstöpsel, ist seine Frisur. Dieses kurvenreiche Kunstwerk auf der kahlen Platte würde durch den Kopfhörer-Bügel sofort zerstört. Insofern ist es m.E. absolut plausibel, dass Trump sich angewöhnt hat, lieber zu „Stöpseln“. Ob das einen inhaltlichen Unterschied macht, sei dahin gestellt…

  20. …offenbar ist dieser Deutschamerikaner für sein Alter erstaunlich Multitasking-fähig. Ich könnte das nicht, dem Polit-Sprech in einer fremden Sprache folgen und die Simultan-Übersetzung dazu aus dem Knopfloch.
    Meine Hochachtung.
    Aber vielleicht war das alles auch ganz anders? Ein schlechter (Alb)-Traum?
    Wer will das noch einschätzen, in Zeiten sog. sozialen Medien und Fake-News…

  21. … Kophörer…
    hauptsache stairway to heaven ist drauf….

    Sack Reis?
    Oder doch lieber über Klimaerwärmung und deren Bekämpfung reden?

  22. Das zeigt, was für Unsinn gewisse Medien aufbauschen damit sie wieder einen Knüller haben. Und natürlich gegen Trump, da ist man ja auf der sicheren Seite, will sagen, auf der „guten“ Seite.

  23. Vielleicht können wir uns ja auf folgende Eckpunkte einigen:

    – Die Spekulation, dass Trump gar keine Kopfhörer hatte, erschien als einigermaßen plausibel.
    – Sich allein darauf zu verlassen, dass etwas als einigermaßen plausibel erscheint, kann allerdings auch ziemlich daneben gehen. Eine riskante Strategie für Medien, die als „seriös“ gelten wollen.
    – Spätestens in dem Moment, in dem klar wird, dass es große Zweifel an der Geschichte gibt, oder dass sie vermutlich falsch ist, muss man das auch sagen. Die Medien sollen nicht das als wahr berichten, was „hätte sein“ können, sondern das, was tatsächlich der Fall ist.
    – Es ist das gute Recht von Trump, auch kleine und unscheinbare Kopfhörer zu benutzen. Ein „er ist selbst schuld“, wenn man deswegen Unsinn über ihn schreibt, ist wohl nicht angebracht.

  24. Das beste Arument das der Donald nenStpöpsel trug ist das seine Haarpracht,
    ausserdem stören normale Kopfhörer den Download und die Implantation der Befehle aus Nordkorea….

  25. Ich mag Trump nicht, deswegen neige ich schon vom Haus aus dazu diese negative Berichterstattung für bare Münze zu nehmen. Hinzu kommt, dass der Vorwurf im Kontext zu anderen Beispielen passt, die dieser Präsident liefert.
    Und jetzt kommt der Herr Niggemeier um die Ecke und macht diese an sich plausible Geschichte kaputt. Das ist nicht erfreulich. Aber wenn ich mich in Konsequenz der Argumente, die im Artikel dargestellt werden, trotzdem nicht herablasse, eine Geschichte, die mir an sich in den Kram passt, nicht doch noch kritisch zu hinterfragen, wäre ich denn in dem Fall nicht irgendwie diesem Trump ähnlich, den ich nicht mag?

  26. Wenn es negative Beichterstattung über Trump gibt ,existieren bestimmt „alternative Fakten“,die eine positive Interpretation erzwingen äh erlauben.
    Wozu gibt es das Universum der verschwundenen Einzelsocke?!
    Oder das lt Lügenpesse 1/3 der Stellen beim Aussenministeryum noch unbesetzt sind ?
    Jaja gabs bei anderen Administationen auch tönt der Trumpist und
    der aufmerksame Beobachter fragt sich :“Trump und einigermassen einschätzbare Aussenpolitik ist doch ein Widerspruch,oder!“
    Hauptsache die Wähler im Mittelwesten bekommen was sie wollen…
    Jobs und Kohleabbau

  27. Offensichtlich sind die meisten der Kommentatoren hier (und wohl auch die zitierten Pressemedien) davon überzeugt, daß es perfekt zu den Verhaltensweisen von Herrn Trump gepasst hätte, wenn er tatsächlich demonstrativ nicht zugehört hätte. Es wird als plausibel angesehen, daß es tatsächlich so hätte sein können.

    Wie kommt man darauf? Wieso sollte Donald Trump zum G7-Gipfel fahren, um dann anderen Regierungschefs demonstrativ nicht zuzuhören?

    Der Mann ist Geschäftsmann! Er verhält sich als Präsident der USA so, als wäre er der Geschäftsführer einer Firma USA. Allgemeine politische Ziele wie beispielsweise Menschenrechte, Klimaschutz, Gerechtigkeit, Solidarität kennt er nicht, statt dessen sieht er alles als Finanztransaktion, er beurteilt politische Maßnahmen wie Investitionen, die einen finanziellen Benefit, einen Return-of-Invest, bringen sollen.

    Der Geschäftsführer eines Unternehmens trifft sich nicht mit den Geschäftsführern anderer Unternehmen, um diesen dann nicht zuzuhören! Dazu ist ihm seine Zeit viel zu kostbar.

    Wenn Herr Trump tatsächlich hätte darstellen wollen, daß er anderen Regierungschefs nicht zuhört, dann hätte er demonstrativ den Raum verlassen und sich anderen (für ihn wichtigeren) Angelegenheit gewidmet. Oder er wäre bereits vorzeitig wieder abgereist. Oder er hätte gar nicht am G7-Gipfel teilgenommen.

    Aber daß er hinfährt und dann rein passiv dasitzt und seine Zeit verschwendet, das passt überhaupt nicht. Das ist kein bischen plausibel!

  28. The Donald und plausibel/rational?-eine steile These…
    Jemand dem die Mitarbeiter seinen Namen möglichst häufig in die Dokument scheiben damit die Aufmerksamkeit einigemassen wach ehalten wird,ok?
    So jemand fällt ständig mit plausiblen Verhalten „covfefe“ auf.
    Jimmy Fallon hat auch schon einen Witz gemacht das man zu Kabinettssitzungen besser ne Sockepuppe mit bringen soll als Papiere…
    ob das unbedingt ein Witz ist….

  29. @Daniel Rehbein: Sie verstehen wohl nicht viel von Macht und Politik?!
    The donald ist de der die Ansagen macht,King of the Jungle…
    ER erlaubt den anderen das Wort zuergreifen
    Und er entscheidet wer würdig ist…
    Mir fällt da diese Szene aus „The Untöuchables“ mit deNiro ein wenn er beim Diner zum Bäsi greift!

  30. Herr Däniken, genau das (Macht und Politik) habe ich doch in meinem Kommentar ausformuliert: Donald Treump macht die Ansagen. Er ist quasi der Geschäftsführer eines Unternehmens „USA“. Und dazu passt nicht, daß er mit anderen Geschäftsführern zusammensitzt und diesen nicht zuhört (sie quasi stummschaltet).

    Wenn Herr Trump tatsächlich einen anderen Staatschef abwerten will, dann wird er ihm zuhören und danach einen verbalen Angriff auf Twitter schreiben. Aber er wird nicht den Kopfhörer weglassen und darauf hoffen, daß das bemerkt wird.

    Zu seinem Machtbewusstsein passt auch, daß er nicht die Standard-Kopfhörer des G7-Gipfels verwendet, sondern seine eigenen. Herr Trump hält (in seiner Sichtweise) die Fäden in der Hand. Wenn er es für richtig hält, kein abhörsicheres Telephon zu verwenden, dann gibt er seine private Handy-Nummer an Staatsgäste heraus. Wenn er es für richtig hält, FBI-Erkenntnisse an Herrn Putin weiterzugeben, dann tut er das. Wenn versucht wird, in von der Nutzung des offiziellen Potus-Twitter-Accounts zu überzeugen, benutzt er doch wieder seinen privaten Zugang. Und entsprechend lässt er sich auch nicht vorschreiben, welche Kopfhörer er zu benutzen hat.

    Daß er andere Kopfhörer benutzt als alle anderen Teilnehmer, hat keinen besonderen Sinn (wie die insbesondere Komentare 6, 9 oder 10 orakeln), sondern es entspricht schlichtweg dem Machtbewusstsein und der Eigensinnigkeit von Herrn Trump.

  31. Früher sagte man zu solch Artikeln: da hört jemand die Flöhe husten.
    Es ist nicht das erste Mal und nicht nur hier.
    Weshalb wohl?!

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