Über Übermedien

Übermedien berichtet, Überraschung: über Medien. Über Fernsehen, Radio, Zeitungen, Zeitschriften, das Internet. Übermedien ist kritisch, unterhaltend, unabhängig. Übermedien ist kein Hobby und kein Blog, sondern ein professionelles Angebot von ausgebildeten Journalisten, finanziert vom Publikum. Wir machen das nicht nebenbei vom Sofa aus. Wir sitzen auf Stühlen an Tischen, wir gehen raus, berichten, reportieren, analysieren.

Andere Journalisten befassen sich mit Politik, Wirtschaft, Sport. Wir befassen uns mit Medien. Und mit den Journalisten, die für sie arbeiten.

Übermedien ist nicht der zwanzigste Branchendienst. Wir richten uns auch an Journalisten, in erster Linie aber an alle, die Medien nutzen – also: an alle. Wir zeigen, was schief läuft in den Medien, aber auch ihre Glanzleistungen.

Die Gründer: Boris Rosenkranz (l.) und Stefan Niggemeier

Und wieso? Weil Medienkritik wichtiger ist denn je.

Das Vertrauen in Medien ist dramatisch gesunken. Es gibt viele Belege dafür, dass die Beziehung zwischen Publikum und Journalisten gestört ist. Auf der einen, der Zuschauer-Seite, wuchern Pauschalurteile über die vermeintliche „Lügenpresse“; die andere Seite reagiert darauf oft mit Trotz.

Etablierte Medien tun sich schwer, mit Kritik umzugehen. Medienkritik stößt wegen Eigeninteressen, redaktionellen Befindlichkeiten oder mangelnder Bereitschaft zu Selbstkritik regelmäßig an Grenzen. Wir wollen uns frei machen von derlei Rücksichtnahme, indem wir uns von Verlagen und Sendern unabhängig machen. Wir setzen uns genau und kritisch mit Medien auseinander – und, wenn nötig, natürlich auch mit der Kritik an ihnen.

Denn was Medien produzieren, beschäftigt die Menschen. Es prägt unser Bild von der Welt. Es ärgert uns, es unterhält und amüsiert uns. Übermedien will deshalb nicht nur wütend machen (wo es nötig ist), sondern auch Spaß (wo es möglich ist). Wir sind nicht griesgrämig, sondern angriffslustig und gut gelaunt (oder wenigstens unterhaltsam schlecht gelaunt).

Und das ist erst der Anfang.

Wir haben eine GmbH gegründet, eine Seite gebaut, leichtes Gerät angeschafft. Um nun arbeiten zu können, brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Zuschauerinnen. Je mehr es sind, desto mehr kann hier passieren. Wir wollen Gastautoren, Cutter, Grafiker bezahlen, mit neuen Formen experimentieren, Diskussionen anstoßen.

Es ist wichtig, dass sich Medienkritik verbreitet. Dass sie Teil der Debatte wird, welche Art von Journalismus wir wollen. Und brauchen. Deshalb werden einige Beiträge kostenlos sein; sie können geteilt und weitergeleitet werden. Um unserem Publikum aber einen weiteren Anreiz zu geben, uns zu unterstützen, können Abonnenten exklusive Beiträge vor allen anderen lesen.

Nach sieben Tagen werden diese Beiträge nicht depubliziert wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk – im Gegenteil: Sie werden zugänglich für alle, im Archiv. Am liebsten wäre es uns, irgendwann alles sofort frei anbieten zu können. Das kann auch klappen. Wenn viele Menschen unsere Arbeit unterstützen. Sie sichern damit unsere Existenz und Unabhängigkeit.

Sie möchten uns unterstützen? Monatlich? Jederzeit kündbar?

Wir sind undogmatisch, was weitere Einnahmequellen angeht. Wir loten aus, ob und wie sich ein journalistisches Angebot wie dieses finanzieren lässt. Unser Plan ist, davon leben zu können. Wir arbeiten aber gelegentlich auch noch frei für andere, Boris Rosenkranz für den NDR und Stefan Niggemeier für die FAS.

Das sind die Gründer

Stefan Niggemeier

Stefan Niggemeier wurde als Fernseher geboren und sieht seither alles, was läuft, aus beruflichen Gründen auch Schrott, inzwischen sogar HD. Er ist Diplom-Journalist und schreibt seit Jahren über Medien, was manchmal und zum Glück auch therapeutisch wirkt. Als Redakteur hat er die Medienseite der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aufgebaut, er ist Bildblog-Gründer und -Herausgeber, Blogger, Vortragsreisender und hat auch TV-Redaktionen schon von innen gesehen. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bert-Donnepp-Preis.

Boris Rosenkranz

Boris Rosenkranz wollte nie zum Fernsehen, unter anderem weil TV-Journalisten bei Drehs immer alles um- aber nicht wieder aufräumen. Nach einem Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk blieb er trotzdem dort. Vorher hat er studiert, frei und als Redakteur bei der taz geschrieben, regelmäßig auch auf der Medienseite. Seit 2011 ist er freier Autor beim NDR Fernsehen, fürs Medienmagazin ZAPP und Extra 3, und gelegentlich sagt er Kulturbeiträge bei tagesschau24 an, was daran liegt, dass er neben einer Stimme auch ein Gesicht besitzt, was manchen bis dahin nicht bekannt war.