„Es gelten entsprechende Warnungen“: Die ARD-Unwetter-Routine

Am vergangenen Sonntag herrscht auf den verschiedenen Kanälen von Jörg Kachelmann größte Aufregung. In immer neuen Updates und Streams verfolgen er und seine Kollegen, wie sich eine gefährliche Wetterlage entwickelt. Besorgt kommentieren sie die Heftigkeit der Gewitter und die gewaltigen Regenmengen, die in kürzester Zeit auf einzelne Orte niedergingen. Sie teilen erste Videos aus den sozialen Medien, die zeigen, wie Wassermassen Ortschaften verwüsten. Am späteren Abend twittert Kachelmann, dass man damit rechnen müsse, dass vermutlich Menschen bei dieser Katastrophe ums Leben gekommen seien.

Währenddessen im Fernsehen des Südwestrundfunks (SWR). Die „Landesschau aktuell Baden-Württemberg“ berichtet ab 19:45 Uhr unter anderem über die dritte Bürgerbühnentagung in Karlsruhe, über 110 Jahre Volksschauspiele Ötigheim und das deutsche Trachtenfest. Am Ende gibt es Sport, und unter Bezug auf das Vorbereitungsspiel der Fußball-Nationalmannschaft sagt die Moderatorin:

Und das Wetter in Augsburg kennen wir: Regen, Regen, Regen. Wie wird es aber in Baden-Württemberg? Das sehen Sie im Wetter mit Sven Plöger.

Auf dem Radarfilm hinter Plöger zeigen sich gefährliche Farbflecken. Er sagt:

„Also, wirklich deftig, was da runterkommt. Und das wird uns in der Nacht und morgen Vormittag weiter begleiten.“

Auf den Wetterkarten hinter ihm stehen einzelne Warndreiecke herum.

Auch die nachfolgende 20-Uhr-„Tagesschau“ mündet, wie immer, in einen Wetterbericht. Der beginnt mit den Worten:

„Direkt über uns dreht ein Tief seine Kreise und verursacht teilweise unwetterartige Gewitter und Regenfälle. Es gelten entsprechende Warnungen des deutschen Wetterdienstes.“

Im weiteren Verlauf des Abends nimmt das Südwest-Fernsehen seinen geplanten Gang: Eine Dokumentation über die Geschichte der Vulkan-Eifel, ein Film über Tiere in Eifel und Hunsrück, „Sport im Dritten“, die Wiederholung einer „Mord mit Aussicht“-Folge, zwei Fußball-Spiele von 1980.

Online gibt es schon um 20:54 auf swr.de einen Artikel, der einige „ungemütliche“ Folgen des Wetters im Berichtsgebiet des Senders erwähnt:

Am Sonntag traten im Landkreis Biberach die Riss und ihre Nebenflüsse über die Ufer. Feuerwehr und Polizei befanden sich dort am Abend in einem Großeinsatz. Auch aus den Kreisen Konstanz und Heilbronn wurden Sonntag überfülle Keller und überflutete Straßen gemeldet. Von Verletzten war aber zunächst nichts bekannt.

Die Stadtverwaltung von Schwäbisch Gmünd berichtete auf ihrer Facebook-Seite von zahlreichen überfluteten Keller[n], überschwemmten Straßen und versunkenen Autos. Videos zeigen das Ausmaß der Überschwemmungen.

Die offenbar in einigen Orten dramatische Lage präsentiert der Sender unter der Überschrift:

Vom Sommeranfang ist noch nichts zu sehen

Die Meldung beginnt mit der Nachricht, dass laut Deutschem Wetterdienst ein „stabiles Hoch mit Sommersonne nicht in Sicht“ sei.

Von kurz nach Mitternacht an häufen sich Unwetter-Meldungen des Landesdienstes Südwest der Deutschen Presse-Agentur dpa.

  • 0.15: „Überschwemmungsunglück im baden-württembergischen Braunsbach“
  • 1.00: „Ein Toter nach Unwetter im Südwesten – dramatische Überschwemmungen“
  • 1:25: „Ein Toter bei schweren Überschwemmungen in Baden-Württemberg“
  • 1:31: „Polizei in Ulm spricht von Hunderten Notrufen und ‚immensen Schäden'“
  • 2:08: „Vermutlich drei Tote nach Überschwemmungen in Baden-Württemberg“

Um 1:39 Uhr twittert der Nachrichtenkanal des SWR für Baden-Württemberg:

Eine Viertelstunde später gibt es eine Eilmeldung:

(Nachtrag, 3. Juni: Der SWR weist darauf hin, dass es bereits um 1:13 Uhr eine Eilmeldung gab. Schon um Mitternacht hätten die Nachrichten aller SWR-Radiowellen mit dem Unwetter aufgemacht.)

Am nächsten Vormittag um 10:50 Uhr ändert der SWR sein Fernsehprogramm. Die Wiederholung des „ARD-Buffets“ fällt aus. Stattdessen gibt es ein „SWR-Extra“, das man gesehen haben muss:

Einerseits möchten wir als Übermedien.de nun sofort einen neuen Preis ins Leben rufen für stoisches Weitermoderieren am Abgrund einer Sendeapokalypse und Michael Matting hiermit die Goldene Contenance 2016 überreichen.

Andererseits ist dieses Debakel da vielleicht auch eine unfreiwillige Antwort auf die von Kritikern wie Jörg Kachelmann gestellte Frage, warum der SWR nicht am Sonntagabend live auf Sendung gegangen ist.

Kachelmann hat schon am Montagvormittag unter dem Titel „Hochwatergate“ eine wuchtige Anklage veröffentlicht und den Verantwortlichen von ARD, SWR und BR vorgeworfen, durch ihre Untätigkeit Menschenleben gefährdet zu haben.

Die ARD reagierte darauf mit dem Hinweis, man habe in der 20-Uhr-„Tagesschau“ eine Unwetterwarnung gesendet. Das trifft allerdings überhaupt nicht den Punkt.

Eine vage, im üblichen Tonfall verlesene Warnung als Teil des Wetterberichtes – auch noch verlautbart mit der Formulierung: „Es gelten entsprechende Warnungen des deutschen Wetterdienstes“, wird Zuschauer eher einschläfern als alarmieren. Sie sendet in keiner Weise das Signal aus, dass es eine bedrohliche Situation gibt und der Fernsehzuschauer (oder Radiohörer) womöglich aktiv werden sollte. Im Gegenteil: Als Teil des Wetterberichtes ist sie Routine und simuliert, dass alles seinen gewohnten Gang gehe.

Um die Zuschauer im besten Sinne zu alarmieren, müsste das Medium auf Mittel zurückgreifen, die zeigen, dass eine besondere Situation vorliegt. Ein Laufband mit Informationen wäre die einfachste und unaufdringlichste Lösung. Eine Programmänderung ein deutliches Zeichen.

In den Repliken auf Kachelmanns Vorwürfe zeigt sich ein größeres Missverständnis: Es geht ihm nicht darum, früher zu berichten, schneller vor Ort zu sein und ausgiebiger Katastrophenbilder zu zeigen. Es geht ihm darum, den Menschen deutlich zu machen, dass es eine besondere Gefahrensituation gibt, und sie zu informieren, wie sie am besten damit umgehen.

Die Gefahr, die durch Überflutungen in Wetterlagen wie am vergangenen Wochenende entsteht, ist eine besondere. Es lässt sich nur kurzfristig, 30 bis 90 Minuten vorher, vorhersagen, welche Orte tatsächlich bedroht sind. Es geht nicht darum, den Menschen morgens für die halbe Bundesrepublik vorauszusagen, dass es abends schlimme Gewitter gibt. Es geht darum, kurzfristig darauf hinzuweisen, welche Orte betroffen sind, und den Menschen Anhaltspunkte zu geben, was zu tun wäre: Nicht in Keller gehen, nicht mit dem Auto von X nach Y fahren, etc. Kachelmann schlägt dafür eine Call-In-Sendung mit Experten vor, eine Art Live-Ticker im Fernsehen.

Aber der SWR hatte nicht einmal einen Live-Ticker im Internet.

Inzwischen hat sich das ganze Schauspiel noch einmal wiederholt, diesmal in Bayern: Das Wetter wird zur Katastrophe, Kachelmann schimpft, die Sender verweisen auf Meldungen in Nachrichtensendungen, Kachelmann beklagt völliges Nichtverstehen.

Er vermutet „Faulheit, Dummheit und Inkompetenz“ als Ursache dafür, dass die Sender in solchen Katastrophensituationen ihr Publikum nicht fortwährend informieren und, wie er es fast zärtlich in seiner Wut formuliert: „auf die Leute aufzupassen, die sie bezahlen“. Ich glaube, es ist etwas anderes: Die Art Information, die er sich vorstellt, das Umschalten auf ein Sonderprogramm ist für die Verantwortlichen in den Sendern im Wortsinne undenkbar.

Das ist alles schön organisiert, da werden Kästchen befüllt im Programm; man sendet in den regionalen Nachrichten die Filmbeiträge, zu denen man vorher Reporter geschickt hat; wenn es eine Unwetterwarnung gibt, gehört die natürlich in den Wetterbericht, am liebsten ein bisschen nett flapsig anmoderiert, wo bleibt eigentlich der Sommer, soviel Regen schon in Augsburg – und das ist Dienst nach Vorschrift nicht aus Faulheit oder Dummheit, sondern mangels Vorstellungskraft, dass es auch anders sein könnte.

Ich habe das vor zwei Jahren, als der WDR wegen seiner (fehlenden) Berichterstattung über ein drohendes Unwetter in der Kritik stand, schon einmal aufgeschrieben, und das meiste ließe sich fast wörtlich auf die aktuelle Diskussion übertragen.

Mein Artikel begann übrigens mit den Sätzen:

Der WDR will künftig bei drohenden Unwettern seine Zuschauer mit Einblendungen im laufenden TV-Programm warnen. Das ist eine Lehre, die der Sender aus den Abläufen am Pfingstmontag gezogen hat.

Aber das ist eben auch der Fluch unseres föderalen öffentlich-rechtlichen Systems: Dass jede ARD-Anstalt einzeln Lehren aus Fehlern ziehen müssen. Der SWR sagt, man könne die Abläufe noch nicht bewerten, weil die meisten Beteiligten noch im Einsatz seien.

Es gebe aber auch die Notwendigkeit zur Abwägung, sagt Sendersprecher Wolfgang Utz, zwischen der Pflicht zur Information und der Gefahr, in Alarmismus und Panikmache zu verfallen. Man müsse sich, bildlich gesprochen, fragen: „Wie stark ist die Gefahr, dass eine Oma, die das sieht, denkt, sie müsse jetzt sofort fliehen?“ Und von den konkreten Warnungen, die bei Wetterlagen wie in diesen Tagen vielleicht nur einzelne Orte oder Landkreise betreffen, wären dann 99 Prozent der Zuschauer, die man damit behelligt, gar nicht betroffen.

Auch Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes, ist nicht sicher, ob Medien wie Radio und Fernsehen, die bestenfalls regional aufgestellt sind, für solche lokalen Warnmeldungen geeignet sind. Er wünscht sich allerdings eine sinnvolle Verknüpfung von solchen Massenmedien mit technischen Möglichkeiten, wie sie Smartphone-Apps (wie die vom DWD) bieten, die gezielt und kleinräumig Nutzer vor besonderen Wettergefahren warnen können. Das könne etwa dadurch geschehen, dass in Nachrichten oder dem Wetterbericht nicht nur eine allgemeine Unwetterwarnung erwähnt, sondern zum Beispiel gesagt wird: „Bitte verfolgen Sie den aktuellen Warnverlauf“, zum Beispiel im Internet.

„Medien müssen ihren Beitrag leisten“, sagt Kirsche, „aber die Bürger müssen auch selbst Verantwortung übernehmen.“ Die öffentlich-rechtlichen Medien ermuntern sie dazu durch ihre Unwetterwarnroutine allerdings derzeit nicht einmal dazu.

Das ZDF hat übrigens in der Nacht von Sonntag auf Montag in seiner „heute Xpress“-Sendung um 0:15 Uhr über die Unwetter berichtet. Darin hieß es:

„Die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun. Verletzt wurde aber offenbar niemand.“

Kachelmann und seine Follower konnten es nicht glauben.

Offenlegung: Jörg Kachelmann schreibt gelegentlich für Übermedien.de

72 Kommentare

  1. Gestern in hr-info verwies ein Wettermann des Hessischen Rundfunks angesichts der Beschwerden Kachelmanns („Grüße an Jörg Kachelmann, wenn er zuhört“) darauf, dass man ja letztendlich ein Fernsehsender sei und man sowieso auch deshalb nicht live draufgehen könne, weil es halt keine Live-Bilder gäbe.

  2. Apropos ‚behelligen‘: Die ARD behelligt jeden Abend 93% der Deutschen mit den aktuellen Altienkursen,, die nicht mal interessant sind für die 7% der Bevölkerung, die welche haben.

  3. Ach kommt, wenn ARD/ZDF das volle Katastrophenprogramm aufgefahren hätte, würde man hier über sinnlose Brennpunkte für jedes bisschen Regen spotten. Und in der Tat wäre es unverhältnismäßig, Panik zu machen, weil zwei oder drei Menschen ertrinken könnten (und wahrscheinlich werden). Shit happens, aber nicht jeder shit ist eine nationale Katastrophe.

  4. @3, Rinaldo Rinaldini: An diesem Abend vielleicht auch nicht. Wegen der Regenfälle hatte die ARD nämlich das Länderspiel länger ausstrahlen müssen das den Informationsgehalt einer Walnuss hatte, so dass die Tagesschau erst 20:17 begann. Und jetzt kommt das härteste: Das Spiel war vor acht vorbei. Die ganze Zeit haben die mit Nachberichterstattung verbracht (und vielleicht auch noch mit der Börse, man muss ja den Geldhaien irgendeine Relevanz geben)

  5. Man sollte hier nicht zu streng sein. Zuviel Alarmismus hätte wiederum ein schlechtes Licht auf den SWR geworfen. Was passiert ist, ist natürlich sehr traurig, keine Frage.

  6. Sorry, aber für das Verhalten der ÖR und die dort gegebenen Antworten habe ich wenig Verständnis. Für mich klingen Antworten wie „wir sind im 21. Jahrhundert“ wie ein ganz schlechter Scherz und ich habe Zweifel, ob der Kern der Kritik überhaupt intellektuell erfasst wurde. Ich meine, sind die wirklich so dumm? Weil ein Radiosparten-Kanal wie BR5 was bringt, ist ja alles roger? Ist denen nicht bewusst, dass es Twitter und Co in manche ländlichen Regionen gar nicht schaffen? Erwarten die ernsthaft, dass gerade ältere Menschen ständig online sind? Ganz schwache Kür das ganze…

    Und mit Blick auf Mittwoch… das kann ja gar nicht wahr sein, dass sonntags derartig viel schief geht und anstatt dann sensibilisiert zu sein, dauert es genau drei Tage bis zur Wiederholung. Lieber nichts an den Routinen ändern und damit eingestehen, dass der Sonntag suboptimal war. Wenn man alles tut, im Fernsehen die Warnungen hoch und runter laufen lässt und es dann trotzdem Tote gibt, okay… aber so jetzt….pfffhhh.

  7. Ich fürchte, da kommen zwei ganz unglückliche Dinge zusammen:
    1. Das typisch deutsche „das haben wir noch nie so gemacht“
    2. Die völlig falsche Prioritätensetzung bei den Finanzen in den Öffis. Da werden eben lieber völlig überteuerte Sportrechte erworden, als die Mittel lieber in den eigentlichen Programmauftrag (Information und Kultur) zu stecken, der dann auch noch auf viel billigere Art wesentlich mehr Sendezeit füllen würde.

    Natürlich ist es beeindruckend, wenn man sieht, wie die lokalen US-Sender bei heranziehenden Unwetterlagen tagelang im Voraus und während des Ereignisses ohne (Werbe-)Unterbrechung rund um die Uhr aus dem Nachrichtenstudio senden, sämtliche verfügbaren Moderatoren sich im 6-Stunden-Rhythmus abwechseln und alle Reporter mit ihren Ü-Wagen im gesamten Sendegebiet verteilt ständig die neusten Wasserstände durchsagen. (Etwas bizarr ist dann auch die langsame Rückkehr zum Normalbetrieb, sprich, wenn die Gefahrensituation vorüber ist kommen langsam wieder eilends produzierte Werbespotts ins Programm: „Nach der Flutkatastrophe haben Sie keine Möbel mehr? Kommen Sie zu uns. Wir helfen der Gemeinde.“) Aber die senden eben auch für wesentlich kleinere Sendegebiet. Da macht die Warnung mehr Sinn.

    Natürlich müssen sich ARD und ZDF im Angesicht der Tatsache, dass diese Extremwetterlagen dank Klimawandel häufiger auftreten werden, überlegen wie sie zukünftig mit solchen Situationen umgehen werden. Aber das müssen diese vollkommen unnützen deutschen Privatsender in gleichem Maße tun. Die Sendelizenz ist auch mit gewissen gesellschaftlichen Aufgaben verbunden und nicht ausschließlich die Genehmigung zum Geldverdienen.

    In anderen Ländern wäre für eine solche Situation z.B. der Nachrichtenkanal verantwortlich. Den kann die ARD aber trotz der unzähligen Digitalkanäle, die man sich leisten will, nicht mit ausreichenden Mitteln ausstatten, dass ein Sendebetrieb außerhalb der Bürozeiten für eine solche Ausnahmesituation nicht möglich ist. Eine komplette Neuorganisation des ganzen Apparats täte wirklich Not. Dass die Öffis das selbst nicht hinbekommen haben sie in den letzten Jahren gründlich bewiesen. Also wäre offensichtlich Zeit, dass sich die Politik der Sache annähme und den Programmauftrag der Öffis (mal wieder) richtig definiert. Aber da dann wieder verschiedene Parteien mit verschiedensten Interessen am Werk wären, würde man sich am Ende doch nicht auf die notwendigen Reformen einigen können. Also wäre wieder alles beim Alten, weil wir das ja noch nie gemacht haben.

  8. Das Fernsehen wäre ein brauchbarer Kanal, da muss der DWD-Sprecher nur in die USA schauen, wo bei entsprechenden Wetterlagen und drohenden Unwettern per Laufband gewarnt wurde und vermutlich noch wird (meine Erfahrungen waren in den Jahren 2002 und 03). Da kann man dann auch einzelne Städte und Landkreise benennen, wenn es soweit ist.

  9. Für FALSCHFAHRERMELDUNGEN wird sofort das (Radio)-Programm unterbrochen. Ebenfalls eine sehr punktuelle, lokale – lebensrettende! – Information, die 99% der Hörer nicht betrifft. Trotzdem wird hier vernünftig gewarnt („Bitte fahren Sie äußerst rechts und überholen Sie nicht…“) und nicht einfach gesagt: „Achtung Falschfahrer! Es gelten die Regelungen der StVO.“ – Vielleicht kann man sich da was für Unwetterwarnungen abgucken. #ausfehlernlernen

  10. „Es gelten entsprechende Warnungen“
    Das ist Deutschland wie es leibt und lebt: es geht nicht darum, verantwortungsbewusst zu warnen und die Leute zu selbstverantwortlicher Beobachtung und Vorsichtsmaßnahmen anzuregen. Es geht darum, irgendwo einen nichtssagenden und abstumpfenden Satz unterzubringen, der nach einem möglichen Unglück verhindert, dass man kritisiert oder gar verklagt werden kann. Der Fokus liegt also schon vorher nicht in der Prävention, sondern beim Kampf um die Schuldfrage, falls etwas schiefgeht.
    Wenn man weiterblickt, erklärt es auch, warum überall Juristen an den Schaltstellen sitzen, die von ihrer eigentlichen Sache keine Ahnung haben. So ist beispielsweise ein Jurist mit beeindruckender makroökonomischer Ignoranz mit der verantwortungsvollen Aufgabe betraut, die Eurozone unter Einsatz zahlloser juristischer Stolperfallen und Zwangsjacken in Not und Elend zu zwingen und dabei zuallererst die Gläubiger zu schonen. Andere Juristen sind mit der ehrenvollen Aufgabe betraut, die Fehler einer aus dem Bauch heraus und ohne jede Vorbereitung entschiedenen Masseneinwanderung dadurch zu „lindern“, dass man jedem einzelnen und gutwilligen Einwanderer das Leben durch ebenfalls ad-hoc erfundene Regeln möglichst unangenehm bis unerträglich macht. Die Juristen der Opposition arbeiten gleichzeitig mit moralischem Furor an dem Ziel, jeden erwiesenen Kriminellen, Vergewaltiger und Möchtegern-Terroristen durch hochmoralische Prinzipien vor einer verdienten Ausschaffung zu bewahren.
    Dieses Land nervt als Gesamtkunstwerk und die Rechnung wird an zahllosen Fronten nicht mehr lange auf sich warten lassen.

  11. @ 4 Daniel
    Ich befürchtet Sie haben die Kritik nicht verstanden. Es geht nicht im Brennpunktberichterstattung …

    @ Jörg Kachelmann
    Danke für Ihren Einsatz und weiter so … Derzeit seh ich mich in ständigen Infogesprächen mit Bekannten ob und welches Wetter wann ggf. wo ist und wer woher welche Informationen hat … und das alles um beruhigend auf andere (z.B. den eigenen Eltern einzuwirken) und im Zweifel doch nichts machen zu können …

  12. @8, Jörg Kachelmann:
    Volle Zustimmung. Ich verstehe auch nicht so ganz, wie man bei der Kritik von Ihnen oder auch Stefan Niggemeier gedanklich sofort in den Alarmismus pendelt. Es wäre prinzipiell ein Leichtes, bei gefährlichen Wetterlagen erst eine großflächige, allgemeine Warnung auszusprechen, die eben nicht in der Wetterberichtsroutine untergeht (bspw. als eigenen Beitrag in den Nachrichten). Garnieren könnte man die Warnung dann mit dem Verweis, dass man bei genauerem Wissen kurzfristig lokalere und detailliertere Informationen folgen lassen werde. Diese könnten dann als Ticker im Fernsehen laufen, eine kurze Zwischenmoderation darstellen, verbunden mit konkreten Verhaltensvorschlägen. Alles prinzipiell kein Problem, alles gut machbar ohne Alarmismus.

    Ich würde sogar weitergehen: Für mich gehört die Warnung vor potentiellen Unwettern mit zur ureigensten Aufgabe des öffentliche-rechtlichen Rundfunks.

  13. Wer unter 60 schaut noch Tagesschau oder Heute? Oder überhupt das öffendlich – rechtliche TV? Wohl kaum einer! Damit liegen die Anstalten schon richtig, daß sie nicht alte Leute zur (sinnlosen) Flucht veranlassen sollten!

    Wenn ich das richtig sehe, waren Senioren auch nicht unter den Opfern.

    Über Radio erreicht man mehr Leute, vor allem, wenn die in den Autos sitzen! Da kann man dann Warnmeldungen für die betroffenen Regionen loswerden – aber bitte auch bei den privaten Sendern!(Die haben oft nämlich nur den Musikgeschmack der Jüngeren.)

    An sonsten ist es natürlich dumm gelaufen, daß man den Zivilschutz abgebaut hat. Z.B. Sirenen – die hört eigendlich jeder! Und Lautsprecherdurchsagen. Auch die Schulung nach einem Alarm das Radio einzuschalten – die Teile laufen auch auf Batterie, wenn der Strom ausfällt … (Aber das hat man ja alles rückgebaut, der Unterhalt war wohl zu teuer und außerdem veraltet und aus den dunklen 12 Jahren stammend – das wollen wir ja nicht mehr!)
    Wenn man meint, Kriege und andere Katastrophen finden nicht mehr statt, wenn man den Zivilschutz abschafft ….
    …. schiebt man nun die Schuld an der Misere der Seniorenunterhaltungssparte zu!?!

  14. Das geht jetzt etwas am Thema vorbei, aber ich nutze bereits seit längerem die App Katwarn, die unter anderem vor Unwettern warnt:
    http://www.voev.de/web/html/start/verband/engagement/schadenverhuetung/katwarn/index.html

    Das funktioniert noch nicht überall, aber zum Beispiel im Großraum München, Berlin und Hamburg. So sieht für mich die Zukunft aus, um genau die 1% der Betroffenen geziehlt zu erreichen. Leider ist die App kaum bekannt und man erzeugt dadurch ein Henne-Ei-Problem.

  15. Durch massive Wettermanipulationen durch HAARP können die
    Meteorologen das Wetter nicht mehr genau vorhersagen.
    Sie haben keine Daten zu Wellen und Strömungsumlenkungen.
    Die Meteorologen wissen das,das das Wetter manipuliert wird.
    Wir werden immer heftiger in die Wetterkriege getrieben,sei es politisch,
    oder aus wirtschaftlichen Gründen.
    Sie glauben das nicht ?
    Haben Sie einen engen Freund der auch ein bekannter Meteorologe ist ?
    Dann hören Sie mal genau hin,was er Ihnen unter der Hand leakt…

  16. 1) Ja, mal wieder danke.
    2) Leider werde ich aus Herrn Kachelman nicht so recht schlau. Er kritisiert und fordert widersprüchliche Dinge, so wie ich das lese: 1) Laut Mitschuld-am-Tod-Tweet hätte in der ARD gewarnt werden müssen (absolut d’accord!); laut Kommentar unter dem „Hochwatergate“-Artikel geht es ihm aber nicht um Warnungen, sondern um Betreuung der bereits Überfluteten: „Keine Ahnung, wovon Sie reden, Sie haben auch den Text nicht gelesen, in dem es gar nicht um Warnungen ging.“ (Herr Kachelmann, müssen Sie so herablassend sein? Das ist recht unangenehm: „Sie haben Hirnchen kurz durchgelüftet, es riecht unangenehm und das wars. Lesen Sie den Text und schreiben nochmal neu, wenn die vielen Buchstaben Sie nicht überfordern.“) Beides wäre vermutlich sinnvoll, aber ich komme eben nicht ganz mit, was denn jetzt genau die Aussage ist oder auch nicht.

  17. @18 Was wichtig ist: Es hat auch im Radio keine Warnungen gegeben. Nur die entsprechenden allgemeinen Warnungen wie im Titel dieses Textes. Radio hilft auch nicht sehr, denn man muss bei einer solchen Wetterlage den Menschen (auch) optisch zeigen, wo sie warum gefährdet sind. Es geht um Landkarten. Und nein, die entsprechenden Warnungen gabs auch nicht im Internet, da hätte erst jemand programmieren müssen. Und da das nicht so schnell geht, ist Fernsehen the lowest hanging fruit.

  18. Und jetzt gerade denke ich an all die Nachrichtensendungen zurück in denen mir Nachrichtensprecher allen ernstes erzählt haben, dass es heiß oder kalt war im Sommer oder Frühling und darum diese oder jene Ernte besonders gut oder besonders schlecht ausgefallen ist. Bei solchen Meldungen frage ich mich nämlich immer „Haben wir keine Nachrichten mehr?“ Das sind Dinge die man meiner Meinung nach im Internet nachsehen kann wenn man sich dafür interessiert warum denn der Spargel dieses Jahr so schlecht ist. Aber wenn ich mir dann hier ansehe, dass eine Unwetterwarnung mit einem einzigen Satz im Wetterbericht abgetan wird, weiß ich warum wir keine Nachrichten haben: Wir ignorieren sie.

  19. @19 Ich versuche es Ihnen nochmal zu erklären, dann gebe ich auf: Man kann bei Flash Flood nicht klassisch Stunden vorher warnen, weil man nicht weiss, wo das Gewitter sein wird. Man kann erst warnen, wenn das Gewitter da ist. Also während es regnet, aber noch vor dem Hochwasserereignis. Das ist meist ein Zeitfenster von 1-3 Stunden, das man nutzen kann, aber niemand genutzt hat, der schnell viele Leute erreicht werden können.

  20. Hallo!
    Selbst meine Familie macht sich darüber ein wenig lustig: Das ich zur Zeit eine große innere Anspannung habe, bezüglich der jetzigen unsicheren Wetterlage. Ich traue grad dem Wetter nicht.Ich geriet vorhin mit meiner Hündin in ein Starkregen und hatte ständig Angst, jetzt knallts. Die Wolken sind, so meine Wahrnehmung, irgendwie unberechenbar, erst etwas heller-dann wirds im Handumdrehen dunkler, dann quellig, dann plötzlich platzt es von oben herunter. Es war diesmal kein Gewitter dabei (mein Gefühl sagte: Hätte aber sein können…) , meine Hündin, die ein Knalltrauma ohnehin hat, hätte mich dann nach Hause gezerrt in ihrem Flieh-bestreben. Dabei finde ich meine Angst und meinen hohen Respekt vor der Natur nicht ungewöhnlich, denn ich bin taub. Ich bin also auf meine Augen, auf mein Bauchgefühl (sehr diffus zur Zeit) und auf Kachelmannwetter.com angewiesen, um überhaupt mich -sagen wir-sicherer zu fühlen. Schließlich muss ich unsere Hündin täglich in unserem ländlichen Siegerland ausführen. Ich finde, dass das öffentlich-rechtliche TV mehr tun kann, um zu informieren, zumindest die Infos, die man weiß und was sein k ö n n t e. Man atmet dann auf, wenn es nicht schlimm war, nur die Blöd Zeitung würde meckern,ach, der Wetterfrosch war hysterisch. Einblendungen bei Gefahr halte ich für ein MUSS. Verhaltensmaßnahmen, die zur Vorbeugung dienen, etwa, damit Menschen nicht so schnell ertrinken (z.B. -dass man sich bei vorhergesagtem Starkregen eher nicht in eine Unterführung stellen sollte. Oder Keller zu meiden, dass der Feuerwehr zu überlassen wegen Stromschlaggefahr und Ertrinken). Untertitel im TV müssten ganz selbstverständlich sein -auch live, es gibt Hörgeschädigte unter uns wie ich. Falls Evakuierungen notwendig sind, muss ja irgendwie Bescheid gesagt werden. Ich glaube auch, dass Herr Kachelmann missverstanden wird, er drückt sich manchmal drastisch aus und zu Recht verärgert. Viele Zeitungen schreiben ja viel Schrott übers Wetter. Es geht tatsächlich nicht darum, Gaffer mit Handys,Kameras und Selfies vor Ort zu einem Unglück hinzubestellen. Es geht darum, soviele Menschen -wie es geht- vor Schaden und auch Leichtsinn zu bewahren und um möglichst richtige Verhaltensweisen vor Ort und vor entsprechendem Ereignis. Was mich im TV ärgert, in „heute“ oder „Tagesschau“ usw., die Unwetter-Warnungen vermitteln etwas somnabul harmloses oder einschläfernd übliches, nach dem Motto: „Im Sommer gabs schon immer Unwetter, was regt das einen auf.“ Es geht nicht darum, jemanden von der Couch zu reißen, sondern zu informieren und zuletzt um Schadensbegrenzung! Der Punkt ist, Unwetter in Form von Hitzegewittern im Sommer ist normal, doch besondere Wetterlagen erfordern nun mal besondere Vorsicht(smaßnahmen). Es geht darum, Schlimmeres zu verhindern. Man kann also vieles verhindern und /oder sich richtiger verhalten. Aber nicht alles. Denn es gibt trotzdem einen Punkt, da kann auch Herr Kachelmann bzw. niemand sonst etwas tun: Wenn die Lebenszeit eines Menschen zu Ende ist, dann ist das so. Leider. Wir können als Menschen nicht alles schaffen oder verhindern, nur viel,viel tun, was menschen-möglich ist: Der Rest ist in Gottes Hand.

  21. Das war noch nie anders.

    „Er vermutet „Faulheit, Dummheit und Inkompetenz “
    Dummheit (also Nichtwissen) und Inkompetenz kann ich aus dem Mittelstand der deutschen Industrie bestätigen. Als Letzter in derKette :-).

    Ich war 1986 auf dem Dach arbeiten. Als Handwerker. Ich hatte den ganzen Tag das Radio entgegen meiner Gewohnheit laufen weil da was in Russland mit einem Atomkraftwerk passiert war. Am Nachmittag hat es geregnet. Viele Tage später ist mir bewusst geworden daß ich am diesem Tag besser keine Arbeiten im Freien unter Regen gemacht hätte. Aus dem Radio null Information. Obwohl den ganzen Tag über die Katastrophe berichtet wurde.
    Lokalsender ja, der Vorgänger von SWR. Mitten im Sendegebiet.

    @Pedro ungefähr @20: Da hast du was missverstanden: HAARP ist instabil in seinen Aussage da es von Chemtrails negativ beeinflusst wird. Informiere dich bitte bevor du solche ungenaue Informationen zum Besten gibst.

    atlas

  22. @ Kachelmann, falls er der „Echte ist“:
    Lieber Herr Kachelmann, wenn Sie so gut informiert waren, warum haben Sie dann nicht im Internet über Twitter, Facebook und all die anderen Medien einen Aufruhr veranstaltet?
    Sie zeigen ja, wie virtuos Sie das Klavier der neuen Medien spielen. Jemandem wie Ihnen wäre das gewiß mit der notwendigen Resonanz gelungen!

    Wenn Sie also so viel mehr wissen als all die anderen, warum wurden Sie nicht tätig? Moralisch haben Sie sich für mich einer Art unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht.
    Ich lese aus Ihren Veröffentlichungen nicht die ehrliche Sorge um die Bevölkerung. Ich lese daraus ein Nachkarten gegenüber Ihren ehemaligen Brötchengebern. Und viel schlimmer: Ich lese daraus eine geradezu verachtenswerte Instrumentalisierung der Opfer für Ihre eigenen Zwecke. Und das ist schäbig!

    Zu Ihrer Information: Im Kochertal regnet es gerade wieder kräftig, die Bächlein sind schon wieder am Steigen. Wir warten daher gespannt auf die zuverlässige Kachelmann-Warnung. Und nicht auf eine angemahnte Fernseh-Einblendung (die Ihrer Meinung nach zu Zeiten hätte kommen sollen, als in Weißbach bereits alle am Schlammschippen waren).

    Wenn Sie besser sind als der DWD, dann zeigen Sie es! Aber bitte diesmal kein Nachtreten sondern eine rechtzeitige konkrete Warnung, Herr Kachelmann! Darüber wären Ihnen die Leute dankbar.

    (Ich bin mir sicher, daß die Bürger von Braunsbach, steinkirchen, Künzelsau, Weißbach, Forchtenberg, Niedernhall undsoweiter eine Schaufel für Sie übrighätten. Gummistiefel bitte selber mitbringen, wir wollen ja nicht, daß Sie nach einer Stunde schon wegen Blasen aufgeben müssen)

  23. 2003 war das genau so.
    Ich war wieder auf dem Dach arbeiten. Meine Kollegen warnten mich ich solle „hin machen“ da sieht alles Scheiße aus, also das Wetter. Das Radio lief aus EBEN DIESEN GRUND fortwährend aber da kam nix. Wir haben die Arbeiten beendet/abgebrochen weil der Himmel „mehr als schwarz wurde“ und haben uns die Kathastropenmeldungen wärend des Nichtstuns im „gestörten Fernsehen“, ja atmosphärische Störungen, angesehen.
    Als ich nach Hause kam, mitten in der Rheinebene, war in dem Naturpark vor meinem Haus ein riesige Schneiße geschlagen und in meinem Garten der etwa 100 Meter daneben lag waren drei 15 Meter hohe Kiefern gefällt. Zwei davon lagen wie Mikados auf dem Dach meines Nachbarn, die dritte zwei Meter vor meiner Verana.
    KYRILL hieß dieses Unwetter/Tiefdruck was auch immer…

    altlas

  24. @MAXR
    Das fürchterliche ist ja daß das ganze Internet aktuell keine _Treffer zu „Kochertal“ liefert. Also zu der momentan von Ihnen beschriebenen Situation dort. Bitte geben sie uns eine Lagebericht.

  25. Ich bin kein Meteorologe, arbeite aber seit ca. 10 Jahren pädagogisch mit Menschen im Wald. Und zwar von Februar bis November.

    Da hängt vom Wetter viel ab.

    Ich habe Kachelmanns Ausführungen noch nicht gelesen, meine Wahrnehmung aber: so richtig heftige Dinger sind regional extrem begrenzt.

    Und der deutsche Wetterdienst, naja.

    Deren app, die ich unter vielen anderen nutze, schickte die letzten vier Tage diverse Warnungen – auch Stufe 3 – betreff Gewitter heraus Raum Osnabrück, Wetterstation Belm oder Alfhausen.

    Sehr, sehr viele.
    Passiert is nix.
    Wozu führt das? Ich nehme das nur noch mittelmäßig ernst.

    Aber nur- wir tragen ja Verantwortung für die Menschen die da in Bäumen rumklettern, weil ich neben diversen Wetterapps ( bis Kachelmann was besseres raushaut find ich Weather Pro, gefühlt, am zuverlässigsten) noch Radarkarten nutze. ( Regenradar lädt sehr schnell, die DWDapp hat aber auch einen solchen Modus).
    Man kann dann sehen, wie schröcklichste Gewitterfronten kurz vorher noch südlich unter uns durchdrehen etc..

    Und ich bin NICHT Kachelmann.
    Ich kukk da nur seit langer Zeit hin.
    Aber ich traue mir zu, mit einer Vorwarnzeit von sagen wir einer Stunde für einen Umkreis von sagen wir 60 Km ( die Zeit kann länger werden und der Kreis größer, dann wirds natürlich ungenauer) vorherzusagen dass da jetzt gleich ein Brett kommt.

    ( während ich das schreibe, grad wieder Gewitter, Warnstufe 2 für Bramsche Kalkriese. Soll ich die Kollegen die noch im Wald sind warnen? Nö. Ein Blick auf den Regenradar zeigt, dass das Gewitter erst hinter Bramsche auftrat und nach Westen wegzieht)

    Entweder leide ich also unter völliger Selbstüberschätzung.
    Oder man kann das wirklich ziemlich genau wissen, relativ regional, ohne jetzt gleich halb Deutschland an die Sandsäcke zu rufen.

    Und damit mein ich nicht Omma Schmitzkowski, sondern jene Menschen, die hoffentlich über bessere Datenquellen als so paar Apps verfügen und das beruflich machen, mit dem Wetter!

  26. Sorry, jetzt finde ich, wird Herrn Kachelmann Unrecht getan: Beim Kyrill war er der EINZIGE, der dieses schwere Unwetter mit schwersten Orkanböen ziemlich exakt vorher gesagt hatte, gerade in NRW. Auch mit möglichen Sturmböen bis zu 140 km/h . Nun, die Schadensbilanzen konnten sich gerade auch im Sauer- und besonders im Siegerland „sehen“ lassen, plötzlich waren massenhaft Tannenbäume umgenietet, viele Waldflächen, in denen solche Tannenbäume standen und wo überhaupt Wald war, da war nur noch Riesen-Leere. Kachelmann hatte noch beim WDR als Wettermann vor der Kamera gestanden. Das ZDF und ARD incl. anderer Sender, die noch den deutschen Wetterdienst hatten, beließen es hingegen bei einem stürmischen Unwetter und diesem harmlos monotonen Satz: Es gelten die Unwetterwarnungen des Wetterdienstes. Ich erinnere mich seltsamerweise daran, das man ihm diesem Tief Namen Kyrill gab, ich dachte nur: Das klingt aber gar nicht gut. (Es ist NICHT rassistisch gemeint.) Jetzt warnt Herr Kachelmann besonders u.a. auf Facebook. In ganz Deutschland stehen seine selbst angebrachten Wetterstationen, und er hat mit seinen Kollegen eine ganz tolle Seite, in dem man den Wetterradar,Regenradar,Blitz usw. abrufen kann für sein Bundesland und Stadt. Braucht man nur selbst einzugeben. Ein bißchen Arbeit dürfen wir auch tun, nicht?!Nebenbei veröffentlich er auf Facebook, falls die Wetterlage spinnt, seine fachkundigen Kommentare. Er stellt auch richtig, falls die Bild-Zeitung übertreibt und andere ,die untertreiben. Einige Kollegen von ihm sind dabei, die das gemeinsam machen. Was anscheinend nur nicht verstanden wird: Den Blitz kann niemand Stunden vorhersagen, vielleicht erst unmittelbar vorher, vor allem kann nicht vorhergesagt werden, w o genau er auftritt und in welchem Ausmass. Anscheinend kann man sowas nur berechnen und größtmögliche Wahrscheinlichkeit benennen, die Blitze sind und bleiben unberechenbar und können nicht örtlich genau bestimmt werden. Auch die Wassermengen können nur vermutet werden anhand irgendwelcher Berechnungen. Im Großen und Ganzen stellte ich aber fest, dass Kachelmanns Vorhersagen in meinem Umkreis sehr wohl zu 99 % gestimmt haben. Nur die ortsgenauen Gewitter, dass merken wir hier eben erst, wenns soweit ist… besonders im Moment…Mir wär es auch lieber, wenn ich wüsste, wo es blitzt…dann muss ich gucken, wann ich mit dem Hund rausgeh und wann nicht. Wir müssen uns auch selbst informieren, Herr Kachelmann tut das. Das Fernsehen sollte da viel mehr tun. Dafür kriegen die ja auch Gebühren.

  27. Aus der Abteilung:
    Was uns schon ewig quält:

    Oh Kachelmann! Meister! Effendi!

    Ich hätte da mal so Frage.
    Ich würde nämlich sofort eine app abonnieren – und zwar mit echtem Geld!- die einerseits eine stündlich aufgelöste Wettervorhersage böte und die gleichzeitig für meinen Standort mit den Radardaten korreliert wäre.
    Diese hätte dann einen Regen/Gewitterwarner, bei dem ich zwischen zeitlicher und räumlicher Nähe auf so linksrechts Skala was wählen kann. Falls es sowaswas schon gibt, bitte ich untertänigst um Hinweis. Falls es das, wie ich schmerzlich befürchte, noch nicht gibt: wieso eigentlich? Ist das schwierig? Ist das nicht eigentlich ein ziemlich einfacher Algorithmus?

    Frag ich mich schon ziemlich lange.

  28. Und Oblomow schweigt jetzt und entschuldigt sich dafür, dies etwas weit vom Thema ab getrieben zu haben.

  29. möglicherweise @31
    Replik

    MaxR
    3. Juni 2016 um 17:32
    Der Regen vor etwa einer Stunde hat beim Wasserabfluss zu Rückstaus geführt. Zu einer akuten Gefährdung ist es der Feuerwehr zufolge aber nicht gekommen.

    Die Berichterstattung von Stimme.de zu den schweren Unwettern über der Region verlief zu einem großen Teil per Live-Blog. Hier geht es zum Nachlesen – beginnend mit den Eindrücken von Sonntagabend:

    http://www.stimme.de:
    Knapp eine Woche nach den Unwettern mit vier Toten in Baden-Württemberg läuft der Wiederaufbau weiter auf Hochtouren. Von Montag an sollen Betroffene eine finanzielle Soforthilfe des Landes bekommen können.

    Menschen wie sie, also Menschen wie sie die solche Kommentare hinterlassen habe ich gern.

    Lassen sie es dabei.

  30. @ATLAS:
    Aber natürlich dürfen Sie mich gern haben.
    Auch wenn ich Ihren letzten Beitrag nicht verstehe.

  31. @ Atlas
    Da sind Sie aber falsch informiert.
    „Owning the weather to 2025“ ist ein amerikanisches Militärprogramm.
    Als im Vietnamkrieg das Wetter manipuliert wurde,bedurfte es nur der
    HAARP-Anlage aus Alaska,und keiner Chemtrailversprühungen.
    Man kann Strömungen,Frequenzen und Wellen verändern.
    Das konnte schon Nikola Tesla mit seiner Erdbebenmaschine.
    Also bitte nicht herumkaminen,sondern erst forschen.
    Wir haben es seit längerem mit Wetterkriegen zu tun.
    Wer alles daran beteiligt ist,können Sie sich bestimmt denken.
    Und wo das hinführen wird,auch ?

  32. Oblomow, weil er schwach ist, möchte doch kurz die in gewissen Kreisen schon lange bewiesene Tatsache hier öffentlich gut finden, dass sich Haarp und die Chemtrails bei ca. 71,5 % der Wetterlagen aufheben.

    Dass die internationale zionistische Weltverschwörung an diesem Punkt gepfuscht hat, verwundert ihn, er begrüßt es aber.

    Alles, was er weiter oben behauptet hat, würde nicht funktionieren, wenn er das noch in Betracht ziehen müsste.

    Er gesteht hier aber freimütig, dass es ihn ärgert, wenn seine Wettervermutungen nicht zutreffen und es ihn dann ziemlich beruhigt, wenn er weiß wodrans liegt.

  33. Danke @pedro, das du uns aufklärst das die HAARP-Anlage der 80er Jahre auch eine Zeitmaschine ist, die schon in den 60ern das vietnamesische Wetter manipulierte. Diese Echsenmenschen haben es wirklich faustdick hinter den Kiemen!elf!
    Wünsche immer eine Handbreit Alufolie unterm Kiel!

  34. @28 Die anonyme Aggro-Schreibe strengt immer etwas an, weil man aus der Diktion ahnt, dass es jemand von betroffener Schlafseite oder einem lieben Mitbewerber ist. Wir haben aucn gestern den Regen im Süden so gut es ging laufend auf twitter.com/kachelmannwettr und im Liveticker auf wetterkanal.kachelmannwetter.com begleitet. Wie hier http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/hochwatergate/ und überdeutlich hier http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/hochwatergate-reloaded-sie-lernen-es-nie-oder-wollen-einfach-nicht/

    Um es nochmal zu wiederholen für die, die immer wieder dadurch vom Thema ablenken wollen, indem sie behaupten, dass ich eine ökonomische Agenda hätte: Es geht doch gerade nicht um den früher beliebten „Kampf der Wetterdienste“, sondern dass ein extrem wichtiger Baustein beim Kampf gegen überraschte Menschen bei Unwetter komplette Arbeitsverweigerung zu Gesicht bringt.

    An einem Unwettertag in den USA gibt es eine formlose, aber fruchtbare Zusammenarbeit. Die Meteorologen sitzen in ihrem Kabäuschen und sagen wo es viel regnet (um es nochmal zu wiederholen, weil das auch hier immer noch nicht von allen verstanden wird: Man kann nicht „warnen“, man kennt sein Gewitter und dessen Verhalten erst, wenn es schon da ist – man kann nur noch begleiten – und die Fernsehleute lassen ihre Leute und ausströmen in die problematischen Gebiete (wäre kein Problem hier, die Distanzen sind kleiner als in den USA) und nutzen die Kohle, die sie haben (und ARD etc. haben VIEL Kohle) für Hubschrauberflüge.

    Mit diesen Ressourcen wäre es problemlos möglich, jedes Hochwasser in einer frühen Phase zu begleiten und den Leuten zu ZEIGEN, was an den Oberläufen ihrer Flüsse gerade passiert. So ein Hochwasser kommt nämlich nicht total spontan, wie jetzt wieder allenthalten erzählt wird. Es braucht immer ein paar Stunden, die in Baden-Württemberg und Bayern ungenutzt verstrichen sind, weil – ich kann das beurteilen – in den Chefstuben von ARD etc. zynische Faulheit wesenstypisch ist, was immer so ist in Behörden, deren Geldzufluss völlig unabhängig von eigener Leistung ist.

    Diese zynische Faulheit zeigt sich auch vortrefflich hier https://twitter.com/Volker_Herres/status/738638076097003520 und hier http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/inszenierte-fluechtlingsaktion-in-schwaebisch-gmuend-14268510.html

    Damit ein Programmdirektor nach diesen Ereignissen einen solchen Tweet schreibt, bedarf es schon der Empathie eines abgetauten Kühlschranks und eine zynische Distanz zu den Möglichkeiten, die der Sender gehabt hätte, die schlimmen Auswirkungen dieser Katastrophe zu verhindern, wenn er die Maschinerie, die nach einer Katastrophe in Gang gesetzt wird, mal ausnahmsweise zur Verhinderung derselben in Stellung gebracht hätte.

    Rührend auch immer die Versuche, meine Texte als #mimimi eines enttäuschten Ex-Angestellten zu sehen. Es ist gelogen, dass die ARD mein „Brötchengeber“ wäre. Sie war einer unter vielen Kunden meiner früheren Firma mit immer geringerer Bedeutung fürs Umsatzvolumen im Laufe der Jahre. Aber Wahrheit hat seit 2010 leider kaum je eine Rolle gespielt in Texten, die über mich geschrieben wurden. Man sieht es auch an Ihrem Kommentar: die Versuchung, einfach irgendeinen Stuss zu schreiben ist gross. Hat ja für Bild und Bunte damals auch funktioniert.

    Rührend übrig

  35. @39 Bitte hören Sie mit diesem verschwörungstheoretischen Schwachsinn auf. Der Glaube an diese braune Esoterik von Haarp bis Schemträhls ist eine der traurigen Begleiterscheinungen der Zeit, in der sich die Gaga-Weltsicht der Neonazi-Reichsbürger mit dem nichtimpfenden Sturzbetroffenenmilieu links paaren möchte. Das Ergebnis sind in beiden Fällen an Seele und/oder Körper kranke Kinder, die nichts dafür können, dass ihre Eltern nicht alle Latten am Zaun haben.

  36. Oh, da wurde bei @42 noch was abgeschnitten am Ende. Rührend übrigens die Versuche, meine Einlassungen als die Frustration eines gefallenen Angestellten gegen meinen „Brötchengeber“ zu interpretieren. Die ARD war nie mein Brötchengeber, sondern nur einer von vielen Kunden einer Exfirma, an der ich lange knapp mehrheits-, später minderheitsbeteiligt war. Die Einnahmen von der ARD spielten für die Firma im Laufe der Zeit eine immer geringere Rolle.

  37. Ein Großteil der Bevölkerung ist heute im Besitz eines Mobiltelefons. Die Protokolle beinhalten eine Technologie die sich Cell Broadcast nennt. damit lassen sich Warnnachrichten bis zu 160 Zeichen Länge an alle in einer Funkzelle eingebuchten Geräte versenden. Eine regionale, punktgenaue Information der Betroffenen wäre also möglich – die Technik ist vorhanden, es fehlt nur am Willen das zu koordinieren.

  38. An 44. Jörg Kachelmann.
    Ja klar,Herr Kachelmann…
    Die HAARP-Anlagen gibt es natürlich,weil jemand für sein Batterieradio
    mehr Power braucht -Howhowhow…
    Und „Owning the weather to 2025“ ist von einem Gespinnst-US-Genaral.
    Nikola Teslas Erdbebenmaschine ist natürlich auch Fake-Geschichte.
    Die komischen Wolkenformen,die es in den 80/90ern noch in keinem
    Meteorologie-Buch gab,sollen normal sein ?
    Zurechtgeformt vom eigenständig handelnden Klimawandel ?
    Warum gibt es Ionosphärenladungen,die Laien gemessen haben,in
    Zusammenhängen mit Erdbeben,Unwettern oder Vulkanausbrüchen?
    Wissen Sie,weshalb man UHF und VHF denn wirklich abgeschaltet hat?
    Wissen Sie,dass Passagierflugzeuge überhaupt keine dicken Abgasstreifen hinterlassen,sondern nur Kampfflugzeuge in sehr großer
    Höhe,und auch nur 1 Streifen,nadeldünn !
    Warum vernetzen Flugzeuge seit geraumer Zeit Weltweit ! den ganzen
    Himmel ?
    Zur Klimakühlung ???
    Alles sehr merkwürdig und natürlich nur Projekt Bluebeam Fiktion.
    Der Zusammenbruch der weltweiten Finanz-und Wirtschaftssysteme ist
    natürlich auch alles sehr unwirklich.
    Also,ich habe einen Staatlich erwiesenen IQ von 107.
    Ach…,da ist auch noch der Kapitän von der Ostsee,der bei einer Tour
    mit der Fähre seinen Gästen die Natur erklärte und anfügte: „Das jetzt
    gerade über uns heute,sind denn mal wieder ein paar echte ! Wolken…,,
    MfG.

  39. @46 Schwachsinn. Bitte setzen Sie sich den Aluhut auf und warten Sie, bis Sie die Reichflugscheibe aus der Wolfsschanze in der Antarktis abgeholt, damit ist allen geholfen. Und zu Ihrem IQ: Mit 107 sind Sie nicht der knusprigste Chip in der Tüte. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass es auch Menschen gibt, die furchtbare Dinge glauben und tun, obwohl sie nicht dumm sind. Allenfalls etwas verblödet.

  40. @42 … tja, getroffener Hund bellt offenbar.
    Die „Aggro-Schreibe“ haben Sie ja in diese Diskussion eingeführt, Herr Kachelmann, das macht ja die von Ihnen angefangene Diskussion gerade so in der Sache unglaubwürdig. Hätten Sie nur mal das Angebot für eine eine „formlose, aber fruchtbare Zusammenarbeit“ gemacht, die Diskussion wäre vielleicht konstruktiv in Gang gekommen – so haben Sie sich selber disqualifiziert.

    „Um es nochmal zu wiederholen für die, die immer wieder dadurch vom Thema ablenken wollen, indem sie behaupten, dass ich eine ökonomische Agenda hätte“ – ich war das nicht, ich unterstellte Ihnen nachlesbar eine Agenda des persönlichen Nachtretens. Aber interessant, wie Sie interpretieren und daß Sie mir eine „Mitbewerber“schaft unterstellen … aber vielleicht stimmt im Endeffekt ja das mit der verneinten ökonomischen Agenda ja doch, Sie wissen ja: „Getroffener Hund bellt“ und „wer sich getroffen fühlt, ist gemeint“.
    Egal ob ökonomisch oder Nachtreten: das Instrumentalisieren der Opfer für Ihre persönlichen Zwecke empfinde ich als schäbig.

    Das mit der „Schlafseite“ erklären Sie uns noch?

  41. @46 Das Dihydrogen-Monoxid das die Flugzeuge versprühen ist echt ein Teufelszeug. Unzählige Todesfälle gehen auf das Konto dieser Substanz, von der große Anreicherungen mittlerweile in jedem Organismus nachweisbar sind. Unabhängige Informationen finden sie unter http://www.dhmo.org.

  42. @pedro
    der staatliche Bescheid mir den Zahlen drauf war das Promille-Ergebnis der Blutprobe und sicher nicht dein IQ
    Aber über die Sache mit dem Dihydrogen-Monoxid vom Zaungast soltest du dich weiter ivestigativ informieren. Ich hab gehört die leiten das sogar in Bäche und Flüsse ein.

  43. @43
    Nö kennen uns nicht.

    War echt nur so Frage, jenseits der Thematik, von jemand, der seit längerem beruflich mit Wetter rumfummelt.

    Blöde Frage?

  44. Lieber Zaungast.
    Dich meint er natürlich nicht.
    Ich glaub, kurz vorm Abendbrot is er unterzuckert und haut dann so Sachen sehr schnell raus, der Tile-Man.

    An Tile-Man: WIR ( ich sag das jetzt mal so) pflegten hier bisher einen Diskussionsstil, der sich, beim Umgang mit dem Unerklärlichen, durch eine gewisse Ironie auszeichnete.

    Spitzenleistung bisher:
    Immer eine Handbreit Alu unterm Kiel.

    Ich hab jetzt keinen Bock nachzuschauen, aber von wem auch immer, der war echt gut.

    Und da gabs auch diverse andere Knaller.
    Auch ich habe mich, mit meinen bescheidenen Mitteln, entsprechend bemüht

    Oh Tile-Man!

    Wenn du nicht brav bist und kurz erstmal ne Stulle isst, bevor du hier was raus haust, läufste echt Gefahr, dass du hier das stilistische Niveau verdirbst.

    ( und das Handtelefon einfach ein bißchen, zeitlich-räumlich, vom Kopf weghalten.
    Oder Alu.

    Aber das sieht scheiße aus)

  45. Andere öffentlich-rechtliche Rundfunksysteme bekommen das sehr viel besser hin als das deutsche, obwohl sie viel (!) schlechter ausgestattet sind. Ich schreibe von der Ostküste Australiens, wo wir seit gestern schwere Unwetter haben. Ziemlich viel Wind, ziemlich viel Regen. Folge sind Überflutungen – sehr lokal begrenzt, nur kurzfristig vorhersagbar – und leider auch Tote, die mit dem Auto in Flash Floods stecken bleiben.
    Anders als die deutsche ÖRs, ist die ABC, Australiens öffentlich-rechtlicher Rundunfunk aber darauf vorbereitet, zu informieren und zu begleiten. Das sieht im Internet so aus: http://www.abc.net.au/news/emergency/, mit soweit wie möglich lokalisierten Seiten und Tweets die auf einzelne Flüsse und Gegenden eingehen.
    Viel wichtiger, wenn es wirklich dicke kommt (das im Moment ist jetzt nicht so rasend außergewöhnlich) sind aber die „lokalen“ Radiowellen der ABC, ABC Local Radio. Wobei „local“ hier gerne mal wenigstens die Grösse eines deutschen Bundeslandes meint. Da wird das Programm natuerlich auf Begleitung ausgerichtet und als ABC Emergency Radio gesendet. Dazu kommen die Warnmeldungen. Und es geht ganz konkret darum: Was tue ich in einer konkreten Region jetzt? Noch abhauen? Zu spät dafür? Kommen die State Emergency Services? Oder muss ich noch Geduld haben. Da gibt es Call-In Sendungen, die sehr konzentriert von qualifizierten ModeratorInnen geleitet werden. Auf dem Land kann das bei richtig schlimmen Situationen für längere Zeit der einzige Aussenkontakt sein.
    Dass die ABC auch Ressourcen zur Vorbereitung auf Notsituationen aufbereitet, ist vielleicht auch nicht ganz unzufällig.
    Von Alarmismus übrigens keine Spur. Alle ganz gelassen. In den Fernsehsendungen wird grundlegend gewarnt und dann auf die lokalen Wellen und das Internet (sofern es geht – hier gibt es gerne mal Ausfälle des Strom- und Telekommunikationsnetzes bei Unwetter) verwiesen.

    Mir ist völlig raetselhaft, weshalb die deutschen Öffentich-Rechtlichen etwas Vergleichbares nicht schaffen. Steffan Niggemeier schreibt, weil es „undenkbar“ ist. Gruseliger Gedanker, dass dort alle kognitiv so eingefahren sein sollen, dass noch nichtmal konkrete Beispiele aus dem Ausland ein Licht aufgehen lassen, wie sie auch von Jörg Kachelmann benannt wurden.

  46. Ich war echt mal ein Kachelmann Fan, und was seinen ‚Fall‘ angeht stand ich, und stehe noch immer, auf seiner Seite (was ihm sicher scheissegal ist), aber inzwischen geht er mir mit seiner besserwisserischen Trotzhaltungsattüde gewaltig auf die Eier.

  47. Als Meteorologe ist Herr Kachelmann allerdings auch ein ausgesprochener Experte mit einem sehr feinfühligem Gespür für extreme Wetterlagen. Meiner Meinung nach trifft das auch für Frau Kleinert und die Herren Sven Plöger und Karsten Schwanke zu. Es kam aber auch vor nicht allzu langer Zeit vor, daß ein riesiges Unwetter vorhergesagt wurde, was dann aber doch nicht eingetroffen ist. Seither versucht die ARD, das Wetter etwas schönzureden. Ich vermute mal, daß hier die öffentlich rechtlichen Fernsehsender ein großes Wort mitreden.

  48. @57 Nein, ist mir nicht scheissegal. Freut mich. Und es waren unnötige Todesopfer, die in einem zivilisierten Medienland nicht gestorben wären. Sie stört das nicht, mich schon. Ich war mal Deutscher. Deswegen will es mir nicht egal sein.

  49. Und noch etwas: Die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten sind gemäß des uralten Rundfunkvertrages, der ja mit eine der Grundlagen für den Zwangsbeitrag ist, sogar verpflichtet, vor herannahenden Katastrophen zu warnen. Und nicht hinterher sensationsgeil darüber zu berichten. Das kann man getrost den Privaten Sendern überlassen. Die können die Gelegenheit dann nutzen, sich werbewirksam als Retter aufzuspielen und eine Spendenaktion in Gang bringen. Getreu dem Motto: „Diese Strumflut wird Ihnen präsentiert von…“.

  50. Er isst jetzt vorher.
    Das begrüßt Oblomow.

    Und schließt sich Herrn Eisenmann an, sowohl was den sog. Fall als auch den Rest angeht.

    Tile-Man: ein Gruß.
    Meine Frage passte nicht in diesen Rahmen, aber ich rätsele immer noch.

  51. An 48.
    Das Knuspern in der Tüte…?
    Klingt wie „Das Rauschen im Bong“…
    Ich bin jetzt leider kein Psychiater,aber es gibt doch bestimmt noch
    Hoffnung für Sie ?
    Als am 9/11 das erste Flugzeug einschlug,sagte kurz danach ein Etagen-
    Officer : „Gehen Sie in Ihre Büros,dort sind Sie sicher!“
    Ich denke mal,auch Sie fühlen sich in Ihrem Büro sicher.
    Beenden wir mal diese Konversation,denn ich habe keine Lust dem
    Catweazle jetzt in die dunkle Höhle zu brüllen…
    An 51.
    Meine 14-Jährige Nichte dürfte im Vergleich zu Ihnen einen IQ von 81
    haben. ( Promille werden das wohl auch nicht sein…)
    Also 60-IQ mehr als Ihrer.
    Aber nun…
    Gehen Sie in Ihr Büro,dort sind Sie sicher…

  52. Wo verläuft eigentlich die Wetterfront in diesem Krieg?

    Werden Chemtrails homöopathisch dosiert?

    Wieiviel ist x, wenn x IQ + 60 = 81 IQ (nicht Promille) sind?

    Fragen über Fragen.

  53. Kachelmann hat schon vor Jahren mit seiner Fixiertheit auf Unwetter, die typische Journalistenkrankheit in den Wetterbericht gebracht. Nun wird nicht mehr sachlich berichtet, sondern – was eben Journalisten so gerne haben – Warnungen und Schreckensmeldungen verbreitet. Und wahrscheinlich werden seine jetzigen – für mich unhaltbaren Vorwürfe – dafür sorgen, dass zukünftig noch mehr über mögliche kleinsträumige Unwetter berichtet wird. Ob man damit Leben rettet? Nett fand ich die Geschichte in der SZ über einen Hausbesitzer in Bayern, der nach der Unwetterwarnung in den Keller ging um den Strom abzustellen und dort fast ertrunken wäre, weil genau in diesem Moment die Flutwelle kam. Wir werden uns wohl andersrum – da mit solchen Wetterlangen in Zukunft mehr zu rechnen ist – eher mit der Risikoabschätzung bestimmter Wohnlagen machen müssen, als jedem Bürger eine Pflichtapp aufzuschwätzen, die behördlich vor jeder Unbill warnt.

  54. @ 65 nixda
    Ich fand den Hinweis vom Kachelmann sehr hilfreich, dass man solche Wetterlagen nur in Grenzen vorhersagen könne, sie vielmehr, dann, “ begleiten“ müsse.

    Und das ist wohl wirklich nur sehr insuffizient erfolgt.

    Dass Keller, selbst Unterführungen eine Gefahr darstellen, weil das Wasser nicht linear sondern exponentiell steigt, musste ich Spon entnehmen. Wusste es vorher nicht.
    Erklärte mir aber etwas.

    Und zweitens:
    Gefühlt sind das hier die bisher meisten Kommentare….? Jedenfalls sehr weit vorne?

    Niggemeier, übernehmen sie!

  55. @50 dihydrogenmonoxid ist die verklausulierte Bezeichnung für Wasser. 2 Wasserstoff Atome und ein Sauerstoff setzen sich hier zu dem bekannten Molekül h2o zusammen. Was ist nur los mit ihnen?

  56. @ messiaszopunktnull
    Ich gehe davon aus, dass sie keine Ironie verwenden, da nicht kenntlich gemacht:
    Das erklärt sich aus dem Namen. „Di“ = 2 ,
    „Hydrogen“ = Wasserstoffverbindung,
    „Mono“ = 1 ,
    „Oxid“ = Sauerstoffverbindung
    also H2O. Zur Quelle: In jedem weiterführendem Chemie – Buch selbst zu entschlüsseln. Es gibt zum Glück noch flächendeckend Bibliotheken mit entsprechender Literatur. Sollte ihnen die digitale Form lieber sein, reicht der Wikipediaeintrag hierzu:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dihydrogenmonoxid

  57. Oh, das wußte ich gar nicht, daß man auf diesen Seiten Ironie kennzeichnen muß. Steht das irgendwo?

    Ich darf Sie allerdings beruhigen: Das von mir verwendete Stilmittel war nicht Ironie sondern Sarkasmus – und die Anwendung dieses Sarkasmus war laut gängiger Definition angemessen und erfolgreich.

    Insofern war ich wohl gar nicht ironiekennzeichnungspflichtig, oder?
    Sagen sie mir bitte noch, welche Stilmittel ich für Sie kennzeichnen soll – ich möchte nicht, daß wir uns weiterhin mißverstehen.

  58. Sehr geehrter Herr Kachelmann.

    Da ich, zu meiner tiefen Beschämung, um nicht zu sagen Bestürzung, Ihre Webseite erst jetzt richtig wahrgenommen habe ( obwohl sie mir schon mal begegnet ist, als ich einen Gleitschirmkurs besuchte, da lief das auf dem Monitor, während wir auf Wind warteten)…

    Möchte ich nur kurz anmerken:
    Für eine APP, die das auf auch nur annähernd so sportliche Weise umsetzt, wäre ich bereit auch 20 oder 50 Euro im Abo zu löhnen.
    Ich bin jeden Tag beruflich draußen und hab ( laienhaften) Spaß am Meteorologischen.

    Die Derzeitige is leider…. Puh.
    Schnell wieder deinstalliert.

    Untertänigst und voller Hoffnung!

    Oblomow

  59. Immer dann, wenn ich etwas Ahnung habe von dem, was uns die ÖRE vorsetzen, ahne ich, was mir auch sonst für Dumm- und Halbwahrheiten vorgelegt werden, was ich aber mangels Wissen gar nicht erkenne. Insofern bin ich durchaus geneigt, einem Wetterprofi (Jörg Kachelmann) zu vertrauen: Seine Beobachtungen decken sich mit meinen.

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