Einmal ein so unaufregendes Leben führen wie ein Playboy!

Exklusiv für Abonnenten

Die Frage, die jeder von uns jeden Tag zu beantworten hat, ist: Wer will ich sein? Ich weiß, wir finden alle tausend Gründe, warum wir sind, wie wir sind, von unseren Eltern über Sternzeichen bis zu mehr oder weniger subjektiven „Sachzwängen“, aber gleichzeitig bewundern und lieben wir nichts mehr als Menschen, die ihr Sein ausleben und sind, was sie sind. Ich persönlich halte den weiter grassierenden Tattoo-Trend für das tiefe Bedürfnis danach, irreversible Entscheidungen zu treffen. Wir wären uns eben alle gerne klarer und sicherer darüber, wer und wie wir sind.

Die korrespondierende Mediengattung zum Thema „Entscheidungen darüber, wie ich mein Leben leben möchte“ heißt „Lifestyle“, und sie ist einerseits die oberflächlichste, die es gibt – und andererseits auf ihrer Metaebene die mit den entscheidendsten Fragen. In der Subkategorie „Was für ein Mann möchte ich sein“ gibt es die schöne Besonderheit, dass sich für einen bestimmten Typ Mann niemals etwas ändert: Ein Playboy, wie ihn die Zeitschrift „Playboy – Alles, was Männer lieben“ definiert, ist in Deutschland seit nunmehr 45 Jahren ziemlich genau das Gleiche.

Sofort weiterlesen? Übermedien unterstützen:

 
Medien besser kritisieren.

13 Kommentare

  1. Ich mag diese Kolumne* und ich rechne fest damit, dass Sie wiederkommen**!

    *) sehr sogar
    **) Sonst kündige ich mein Abo.

  2. Ehrlich gesagt, macht diese Besprechung richtig Lust auf auf den Playboy. Außer, dass es keine Mode gibt. Wo die Dame des Hauses immerhin ihre Brigitte hat, klafft eine enorme Lücke. Ich habe keine Lust, mir von der GQ regelmäßig erklären zu lassen, wie ich innerhalb weniger Wochen zum Sixpack komme. Wenn das klappen würde, hätte ich ja auch nach zwei, drei Ausgaben keinen Grund mehr, das Heft zu kaufen. Aber der Playboy ist der Playboy ist ein Schmuddelheft, so habe ich es gelernt. Vielleicht ist es Zeit für eine andere richtig schön „langweilige“ Publikation für Männer.

  3. Ich habe gerade eben ein Abo abgeschlossen – und zwar fast ausschließlich wegen dieser Kolumne. Und was muss ich lesen: Pantelouris pausiert?! Bitte unbedingt wiederkommen, verehrter Wortkünstler!

  4. Stehe grad vor dem Presseshop im Bahnhof, halte die Luft an und stampfe immer so mit dem Fuß auf, während ich gleichzeitig Olivenöl unklarer Provenienz in mich reinlaufen lasse.

    Aus purer Verzweiflung.

  5. „Ich werde wegen eines Herzensprojekts ein paar Wochen mit dieser Kolumne pausieren. Falls sie mich dann noch wollen, komme ich aber danach gern wieder zurück.“

    Menno. Das hat man uns mit Peter Breuer auch versprochen und dann blieb er einfach (fast dauerhaft) weg.

  6. Ich denke ich spreche im Namen der Übonnenten*: wir wollen.

    *) die zumindest in Einzelfällen eigentlich viel lieber Übonauten hießen

  7. Mein erstes Abo ! Herr Pantelouris ohne Ihre Kolumne will ich auch kein Abo * schmoll und nochmalschmoll und überhaupt !
    Trotzdem viel Erfolg beim Projekt.

  8. ..der Satz mit der Weißheit bedeutet: „Leute, wenn euer Bart grau wird: bloß nicht färben, sieht Scheiße aus. Lass ihn grau werden, das kommt an.“

  9. Ach wenn’s doch nur der Bart wäre. Aber das ist ein anderes Thema.
    Ansonsten: Beste Blattkritik wo gibt! Wie eigentlich immer.

  10. Also ich finde, sich gerade den Playboy als Season Finale vorzunehmen, passt irgendwie.

    Und Fußnote vier****, äh, ja, „so much this!“, wie man heute zu sagen pflegt.

  11. Bitte kommen Sie ganz schnell zurück! Diese Kolumne ist auch für mich ein Hauptgrund für das Abo.
    Zunächst aber viel Erfolg bei Ihrem Herzensprojekt!

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.